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Baobab: 6 Wirkungen + 4 Verwendungen der Frucht des Affenbrotbaums

Die Frucht des afrikanischen Baobab (Affenbrotbaum) findet man momentan in zahlreichen Trend-Produkten. Sie soll den Körper mit wertvollen Nährstoffen versorgen und so eine optimale Ergänzung zu einer ausgewogenen Ernährung bilden. Wir klären dich über die Wirkungen der afrikanischen Frucht auf.


Was Baobab ist

Baobab – beziehungsweise der afrikanische Affenbrotbaum – ist vielen Menschen als einer der charakteristischsten Bäume Afrikas bekannt. Der standfeste Baum mit seinen dicken Stämmen und grünem Laub an der Spitze steht oft vereinzelt in den tropischen Gebieten Afrikas. Er kann bis zu 20 Meter groß werden und einen Durchmesser von 10 Meter erreichen. Seine Eigenschaften bilden eine Lebensgrundlage für die dort lebenden Menschen und Tiere. Die Bäume spenden nicht nur Schatten, sondern reichern den Boden an und speichern Wasser. So kann er selbst lange Trockenphasen überleben. Die Früchte des Affenbrotbaums bilden eine Ernährungsgrundlage für die ansässigen Menschen. Sie sind reich an Nährstoffen und können vielseitig verarbeitet und verwendet werden.

Seit 2008 ist die Verwendung der Frucht auch in Deutschland zugelassen. Man kann Bestandteile der Frucht in Lebensmitteln, Kosmetika und sogar in pharmazeutischen Produkten finden. Das Fruchtfleisch wird häufig zu Pulver verarbeitet, während man aus den Kernen ein Öl presst. So kann man es sowohl als Nahrungsergänzungsmittel als auch zur Hautpflege einsetzen.

Herkunft des Affenbrotbaums

Affenbrotbäume in Madagaskar

Der afrikanische Affenbrotbaum wächst in den Savannen Afrikas. Man findet ihn in zahlreichen afrikanischen Ländern in tropischen Gebieten sowie auf dem Inselstaat Madagaskar. Die Bäume können sehr groß und extrem alt werden. Ein einziger Baum kann mehrere Stämme haben und mehrere Hundert Kubikmeter Holz umfassen. Der Baobab ist in vielen afrikanischen Gebieten ein wichtiger Bestandteil des Lebens. Im Senegal ziert er sogar das Wappen. Auch die afrikanische Sagenwelt bezieht sich auf den Affenbrotbaum. Eine Sage erzählt, dass der Baum vom Teufel aus der Erde gezogen und falsch herum wieder hineingesteckt worden sei. Das erklärt seine spezielle Form.

Der Baobab bildet die Lebensgrundlage für zahlreiche Menschen und Tiere, die in den trockenen Gebieten Afrikas leben. Nicht nur, dass die Baobab-Frucht die Menschen und Tiere ernährt, mittlerweile ist er auch für viele ansässige Menschen die Haupteinnahmequelle. Der Affenbrotbaum wächst in Ländern wie beispielsweise Kenia, Tansania, Malawi und Mali. Die Menschen dort können in der Trockenzeit von den Früchten leben und sich mit wichtigen Nährstoffen versorgen. Manche können ihre Ernte verkaufen und von dem Erlös leben. Man kann nahezu alles an der Frucht verwenden. Das Fruchtfleisch mit seiner pudrigen Konsistenz wird üblicherweise zu Pulver weiterverarbeitet, die Kerne werden zu einem gehaltvollen Öl gepresst, während die Schale beispielsweise zu Holzkohle verarbeitet wird.

Doch die Bäume in der afrikanischen Savanne sind bedroht. Bäume mit einer Lebenszeit von über 2.000 Jahren starben in den letzten Jahren ab. Wissenschaftler vermuten, dass dies eine Folge des Klimawandels ist. Nicht nur das sich verändernde Klima bedroht den Baobab, auch der Mensch hat seinen Anteil an der zurückgehenden Zahl der Bäume. Viele Farmer fällen die Bäume, wenn sie andere Pflanzen anbauen möchten. Die Nachfrage nach der Frucht macht die Bäume in den letzten Jahren jedoch immer mehr zu einem lukrativen Geschäft. Die Farmer können die geernteten Baobab-Früchte verkaufen und so ein zusätzliches Einkommen erzielen. Viele Farmer haben dies erkannt und setzen mittlerweile auf die Ernte der Früchte.

Wirkungen des Baobab (Affenbrotbaum)

Wirkungen des Baobab

Baobab ist erst seit Kurzem auf dem europäischen Markt. Ähnlich wie bei anderen Superfoods stieg die Nachfrage nach dem neuartigen Produkt in kurzer Zeit rasant an. Grund dafür sind die wertvollen Inhaltsstoffe der Baobab-Frucht, die dem Körper wichtige Nährstoffe liefern. Zudem soll die Frucht positive Effekte bei einigen Krankheiten zeigen. Auch in der afrikanischen Volksmedizin wird die Frucht bei verschiedenen Leiden eingesetzt. In den letzten Jahren haben sich zahlreiche Studien mit den Wirkungen der Baobab-Frucht beschäftigt und einige interessante Ergebnisse geliefert.

Baobab zur Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems

Baobab kann unter Umständen das Risiko für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems verringern. Die Frucht enthält viele Ballaststoffe und kann den Tagesbedarf eines Kindes an diesen Stoffen schon zur Hälfte decken. Ballaststoffe können dabei helfen, den Cholesterinspiegel zu senken. Ein erhöhter Cholesterinspiegel kann die Ursache für Arterienverkalkungen sein und so das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Somit besteht auch ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle.

Baobab bei Diabetes

Neben den Blutfetten kann Baobab auch auf die Blutzuckerwerte wirken. Auch das liegt wieder an dem hohen Ballaststoffanteil. Diese verhindern, dass der Blutzucker nach einer Mahlzeit steil ansteigt. Baobab sorgt dafür, dass die Kohlenhydrate langsamer aufgenommen werden und sich der Verdauungsprozess verlangsamt. Davon profitieren vor allem Typ-2-Diabetiker.

Baobab zur Unterstützung des Darmtrakts

Schon lange nutzt die afrikanische Volksmedizin Baobab bei Entzündungen des Magen-Darm-Trakts. Eine Studie aus Senegal belegte die Wirksamkeit von Baobab bei Durchfall. Dazu wurde Baobab mit einer WHO-Trinklösung verglichen, die bei Kindern mit Durchfallerkrankungen zur Anwendung kommt. Während ein Teil der Kinder Baobab zur Behandlung erhielt, bekam der andere Teil die Trinklösung der World Health Organization (WHO). Obwohl die WHO-Trinklösung sich wirksamer zeigen konnte, wurde auch die Wirksamkeit von Baobab bestätigt. Baobab gilt allgemein als gutes Mittel, um Giftstoffe aus dem Körper zu transportieren und die Darmtätigkeit zu regulieren.

Manche Menschen schwören auf Baobab als wirksames Diätmittel. In den USA werden Diät Kapseln mit Baobab-Pulver schon lange vermarktet. Grund dafür ist der hohe Ballaststoffanteil der Frucht. Ballaststoffe machen lange satt und zügeln den Appetit. Dazu kommt die positive Wirkung von Baobab auf den Blutzuckerspiegel. Da sich dieser nach dem Verzehr nicht rasant erhöht, kann er auch nicht schnell wieder sinken. Das beugt Heißhungerattacken vor. Wie du gesund abnehmen kannst, erfährst du hier.

Baobab zur Stärkung der Muskeln

Baobab verfügt mit über 2.000 Milligramm bei 100 Gramm über einen hohen Gehalt an Kalium. Kalium ist vor allem für die Funktion von Muskeln und Nerven wichtig. Es sorgt dafür, dass Signale zwischen den Zellen weitergeleitet werden, beispielsweise zwischen den Nerven- und Muskelzellen. In den Kernen der Frucht ist außerdem eine große Menge Magnesium enthalten. Magnesium wirkt ähnlich wie Kalium auf die Muskeln und bewirkt unter anderem die Muskelkontraktion.

Baobab für eine gesunde Haut

Baobab für eine gesunde Haut

Baobab enthält sowohl Zink als auch eine große Menge Vitamin C. Während Vitamin C vor allem im Fruchtfleisch enthalten ist, liefern die Kerne der Frucht einen hohen Anteil an Zink. Beide Stoffe können für sich allein die Wundheilung und Regeneration der Haut fördern. Gemeinsam erzielen die beiden Stoffe häufig einen besonders positiven Effekt. Menschen mit entzündlichen Hauterkrankungen haben oft einen Vitamin-C-Mangel. Sie sollten daher ihre Vitamin-C-Zufuhr erhöhen. Das kann sowohl bei Krankheiten wie Akne als auch bei Psoriasis und Neurodermitis der Fall sein.

Ein ausreichende Aufnahme von Vitamin C wirkt positiv auf die Gesundheit der Haut. Es wird vermutet, dass Vitamin C die Hautalterung verlangsamen kann und eine schützende Wirkung auf die Haut hat. Ein Vitamin-C-Mangel kann dagegen mit negativen Wirkungen auf die Haut einhergehen und trockene, empfindliche Haut verursachen.

Baobab für ein gestärktes Immunsystem

Baobab hat sowohl antibakterielle und antivirale als auch anti-oxidative und anti-entzündliche Eigenschaften. Eine Studie fand heraus, dass Baobab gegen einige Bakterienarten wie beispielsweise E. coli wirken kann. Auch Viren können mithilfe von Baobab bekämpft werden. Vor allem die Blätter des Baobabs zeigen sich hier als wirksam. Eine kanadische Studie konnte ihre Wirksamkeit sogar beim Grippevirus feststellen. Auch ihre anti-oxidative Wirkung wurde bereits nachgewiesen. Oxidativer Stress kann zu Zellschädigungen führen und entsteht unter anderem durch Umwelteinflüsse wie beispielsweise UV-Strahlen und Rauchen. Baobab kann oxidativen Stress reduzieren und den Körper so vor möglichen Schädigungen schützen.

Baobab kaufen

Baobab kaufen

Baobab kann man mittlerweile in zahlreichen Supermärkten und Bioläden erwerben. Auch online wird eine Vielzahl an Produkten angeboten. Während das Fruchtfleisch in Pulverform verkauft wird, findet man in Kosmetika häufig Baobab-Öl, das aus den Kernen gewonnen wird. Dabei sind ganz verschiedene Produkte erhältlich. Man kann das Pulver in Bio-Qualität und Kapseln bekommen. Je nachdem aus welchem Land man das Produkt bezieht, können die Nährwerte ganz unterschiedlich ausfallen. Das könnte an den verschiedenen Anbaugebieten liegen.

Es gibt unter anderem Unterschiede im Feuchtigkeitsgehalt der Frucht, im Rohproteingehalt und im Aschegehalt. Während die Früchte aus östlichen und westlichen Teilen Afrikas einen höheren Feuchtigkeitsgehalt enthalten, beinhalten die Früchte aus Ost- und Südafrika viele Mineralien. Der Anteil der einzelnen Spurenelemente kann sich von Land zu Land erheblich unterscheiden. Früchte aus Kenia stecken beispielsweise voller Eisen, Mangan und Zink. Teilweise sind die enthaltenen Mengen eines Spurenelements in einem Land doppelt so hoch wie in einem anderen. Zink konnte in den Früchten einiger Teile Afrikas nur mit 22,5 Mikrogramm pro Gramm gemessen werden, während die Früchte anderer Teile Afrikas 71,6 Mikrogramm pro Gramm aufwiesen. Auch Kalium konnte in manchen Früchten mit 14,1 Milligramm pro Gramm gemessen werden, während andere Früchte 22,2 Milligramm pro Gramm aufwiesen.

Durchschnittliche Nährwerte pro 100 Gramm Baobab-Pulver

Kalorien 220 Kilokalorien

Kohlenhydrate 78 Gramm

Ballaststoffe 42 Gramm

Fett <1 Gramm

Protein 3 Gramm

Vitamin C 250 Milligramm

Baobab richtig verwenden

Baobab kann vielseitig verwendet werden. Es wird sowohl in Lebensmitteln verarbeitet als auch in pharmazeutischen und kosmetischen Produkten genutzt. Der Baobab-Baum kann ebenfalls als Zimmerpflanze verwendet werden.

Baobab als Lebensmittel

Baobab Pulver

Als Lebensmittel kommt Baobab in verschiedenen Produkten zum Einsatz. Es gibt Getränke, Müsliriegel, Backwaren, Desserts und Smoothies, die Baobab als Zutat enthalten. Man kann es ebenfalls als Nahrungsergänzungsmittel in Kapselform zu sich nehmen. Das Pulver eignet sich auch als Zugabe in Soßen, Joghurt und Säften und kann beim Kochen in viele Gerichte gemischt werden. Aufgrund des hohen Vitamin-C-Gehalts schmeckt es säuerlich. Dazu kommt eine fruchtig-süße Komponente. Hergestellt wird das feine Pulver aus dem getrockneten Fruchtfleisch, Samen, Kernen und Blättern, dessen Bestandteile mechanisch gemahlen werden. Mit dem rohen Pulver kann man sich ganz leicht ein eigenes Energie-Getränk mischen. Dazu mischt man einfach ein Glas Wasser mit einem einem Esslöffel des feinen Pulvers. Wahlweise kann man noch ein wenig frischen Zitronensaft oder eine Zitronenscheibe hinzugeben. Die enthaltenen Nährstoffe steigern deine Leistung und fördern die Konzentration.

Baobab-Öl

Baobab-Öl zur Körperpflege

Neben Baobab-Pulver ist auch Baobab-Öl ein beliebtes Erzeugnis aus der Frucht des Affenbrotbaums. Während Baobab-Pulver vor allem in der Küche zum Einsatz kommt, findet Baobab-Öl insbesondere für kosmetische Zwecke Anwendung. Baobab-Öl hat für die Haut eine wirkungsvolle Zusammensetzung. Es besteht zu einem Großteil aus Linolsäure, die zum Schutz der Haut eine wichtige Rolle spielt. Bei Hautentzündungen und Hauterkrankungen wie Neurodermitis kann das reine Öl schon für Besserung sorgen. Wurde das Öl schonend hergestellt und kaltgepresst, bleiben zudem wichtige und wirkungsvolle Inhaltsstoffe wie Vitamin E enthalten. Das Öl ist lange haltbar und daher ein beliebter Bestandteil zur Herstellung verschiedener Kosmetika.

Baobab-Öl eignet sich besonders bei reifer Haut. Mit der Zeit verringert sich der Anteil von Palmitinsäure in der Haut. Daher sollte man in höherem Alter auf Kosmetika mit Palmitinsäure zurückgreifen. Diese kann die Elastizität der Haut verbessern und so die Haut jünger aussehen lassen. Sie hält die Feuchtigkeit in der Haut ohne die Poren zu verstopfen. Die Haut ist gut durchfeuchtet und glatt.

Die afrikanische Volksmedizin verwendet das wertvolle Öl schon lange, um Brandwunden und Sonnenschäden zu behandeln. Auch zur Behandlung von Schleimhäuten, Haaren und Nägeln ist das wertvolle Öl geeignet. Aufgrund seiner entzündungshemmenden Wirkung kann es bei vielerlei Beschwerden der Haut Anwendung finden.

Dosierung des Pulvers

Nur wenige Gramm des feinen Pulvers können schon erheblich zum täglichen Nährstoffbedarf eines Kindes beitragen. Baobab enthält viele Ballaststoffe. Das hat viele gesundheitlichen Vorteile. Allerdings sollte man auch nicht zu viele Ballaststoffe zu sich nehmen. Blähungen und Durchfall könnten eine Folge sein. Weitere Nebenwirkungen des Baobab-Pulvers sind bislang nicht bekannt. Es kann sowohl von kleinen Kindern und alten Menschen als auch von Schwangeren verzehrt werden. Dennoch wird häufig zu einer Tagesdosis von 10 bis 20 Gramm geraten. Wer sich unsicher ist, kann auf die Verzehrempfehlung des jeweiligen Produkts schauen.

Baobab anpflanzen

Obwohl der Affenbrotbaum in Afrika heimisch ist, kann man ihn auch hierzulande anpflanzen – und zwar als Zimmerpflanze. Allerdings sieht man den Baobab bisher selten in den deutschen Heimen, denn hierzulande kann man den Baum selten erwerben. Daher muss man ihn erst aus den Samen anziehen. Die Samen findet man zahlreich im Internet. Die Anzucht kann zu jeder Jahreszeit gestartet werden. Ist diese erst einmal gelungen, ist der Affenbrotbaum sehr pflegeleicht. Wichtig ist nur, dass man ihn an einen hellen und sonnigen Platz stellt und nicht übergießt. Der Baum ist normalerweise in tropischem Klima beheimatet und kommt mit Kälte und zu viel Wasser daher weniger zurecht. Hierzulande kann der Baum zudem höchstens zwei Meter groß werden.

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