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Basenfasten: 8 Tipps für die Fastenkur + Rezepte

Basenfasten ist eine sehr beliebte Detox-Kur, die den Körper wieder ins Gleichgewicht bringen soll. Viel Stress, schlechte Ernährung und wenig Sport können den Körper belasten und die Bildung zahlreicher Krankheiten fördern. Das Basenfasten soll dem entgegen wirken. Wir stellen die Detox-Kur vor.


Was Basenfasten ist

Was Basenfasten ist

Wie jede Detox-Kur soll auch Basenfasten den Körper von Schlacken, Gift- und Schadstoffen befreien. So soll der Körper leistungsfähiger, fitter und vitaler werden. Er wird von Altlasten befreit und sozusagen in den Ausgangszustand zurückgesetzt. Für diesen Prozess gibt es verschiedene Methoden. Während die einen auf Saftkuren und Detox-Yoga schwören, sind wiederum andere von Basenfasten überzeugt.

Beim Basenfasten ist die Hauptnahrungsquelle Obst und Gemüse, denn nahezu alle Obst- und Gemüsesorten sind basisch. Dagegen sind tierische Lebensmittel und Weißmehlprodukte säurebildend und können den Körper belasten. Bei einer basischen Ernährung sowie beim Basenfasten sollte darum darauf verzichtet werden.

Das Basenfasten beruht auf der Theorie, dass ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt die Gesundheit des Körpers erhält. Ein Ungleichgewicht und vor allem eine Übersäuerung können den Körper belasten und die Ursache vieler Krankheiten wie Gicht, Osteoporose, Cellulite und Übergewicht sein. Während dem Basenfasten soll der Körper von den überschüssigen Säuren befreit werden, so dass der Säure-Basen-Haushalt wieder normalisiert wird.

Die bekannteste Methode des Basenfastens geht auf Sabine Wacker zurück, die das Basenfasten nach einem Medizinstudium und einer Ausbildung zur Apothekenhelferin und pharmazeutisch-technischen Assistentin entwickelte. Heute gibt es zahlreichen Bücher zum Thema und vielfältige Kurorte, an denen das Fasten professionell betreut wird.

Für die Wirksamkeit des Basenfastens gibt es bisher keine klinischen Studien am Menschen. Obwohl viele Menschen von einem gesteigerten Wohlbefinden berichten, konnte dies wissenschaftlich noch nicht bestätigt werden. Dennoch gilt Basenfasten allgemein als unbedenklich.

Anleitung zum Basenfasten

Anleitung zum Basenfasten

Basenfasten orientiert sich an der basischen Ernährung, bei der hauptsächlich nur basischen Lebensmittel konsumiert werden. Dies sind hauptsächlich Obst- und Gemüsesorten. Mitunter können auch Vollkornprodukte konsumiert werden. Während bei einer basischen Ernährungsweise, die bestenfalls über Monate oder gar Jahre angewendet wird, säurebildende Lebensmittel zu einem kleinen Anteil in den Ernährungsplan integriert werden können, sollte man beim Basenfasten ausschließlich basische Lebensmittel konsumieren.

Da Fasten stets zeitlich begrenzt sein sollte, wird auch das Basenfasten nur über wenige Tage beziehungsweise Wochen vollzogen. In der Regel dauert die Kur zehn Tage. Übergewichtige Menschen können die Kur jedoch bis zu zwei Wochen durchziehen. Für den Stressabbau kann die Kur alle sechs Monate absolviert werden. Für untergewichtige Menschen und Menschen mit Essstörungen ist Basenfasten nicht empfehlenswert. Ebenso Schwangere und Stillende sollten von dieser Kur absehen.

Mahlzeiten planen

Beim Basenfasten ist es wichtig, die einzelnen Mahlzeiten zu planen. Jeden Tag werden die Mahlzeiten gleich aufgebaut. So gibt es morgens ausschließlich Obst, mittags einen Salat und abends ein Gemüsegericht. Mitunter können jeweils zwei Gänge konsumiert werden. Abends kann beispielsweise vor dem Hauptgericht eine Gemüsebrühe auf den Tisch kommen. Auch mittags darf es nach dem Salat ein gekochtes Gericht sein.

Wer berufstätig ist, sollte sich die Mahlzeiten am besten vorkochen. Ein Salat lässt sich schnell zubereiten und eignet sich sehr gut zum Mitnehmen. Abends eignet sich ein Kartoffelgericht. Diese können – aufbewahrt in etwas Wasser – auch schon am Vortag geschält werden. Beim Basenfasten sollte Stress reduziert werden. So sollte auch die Zubereitung der Mahlzeiten stressfrei verlaufen.

Säurebildner meiden

Säurebildner meiden

Beim Basenfasten sind säurebildende Lebensmittel unbedingt zu vermeiden. Dazu zählen vor allem tierische Lebensmittel, Fertiggerichte, Limonaden und Weißmehlprodukte, doch auch einige Nüsse, Erbsen und Spargel können säurebildend im Körper wirken. Während man erstere Lebensmittel unbedingt meiden sollte, kann man letztere in Maßen genießen. Vor allem Nüsse sind beim Basenfasten wichtige Proteinquellen und werden darum sogar empfohlen. Mandeln und Walnüsse eignen sich dazu besonders.

Zeitabstände einhalten

Nicht nur die Art der Lebensmittel ist beim Basenfasten wichtig, auch die Zeitabstände zwischen den Mahlzeiten sollten unbedingt eingehalten werden, um einen guten Effekt zu erzielen. So soll beispielsweise nach 14 Uhr keine Rohkost mehr gegessen werden. Obst sollte darum vor allem zum Frühstück zum Einsatz kommen. Die letzte Mahlzeit sollte im besten Fall vor 18 Uhr verzehrt werden. Wichtig ist, dass jeweils nur kleine Portionen aufgenommen werden, um den Magen nicht zu überlasten.

Zwischen den Mahlzeiten sollte ein Zeitabstand von vier Stunden liegen. Nach dieser Zeit ist die vorherige Mahlzeit verdaut, woraufhin der Körper neues Essen fordert. Während diesem Prozess steigt der ph-Wert im Körper leicht an. Da dieser Vorgang bei Diabetikerin gestört ist, benötigen diese Zwischenmahlzeiten. Gesunde Menschen sollten diesen Abstand jedoch einhalten und auf Zwischenmahlzeiten verzichten.

Auf den eigenen Körper hören

Beim Basenfasten sollte man auf den eigenen Körper hören

Beim Basenfasten ist es besonders wichtig, ein Gefühl für den eigenen Körper zu entwickeln und dessen Bedürfnisse ernst zu nehmen. So sollte man beim Basenfasten unbedingt auf das eigene Hungergefühl hören. Da man grundsätzlich während dem Fasten nur so wenig Nahrung wie möglich zu sich nehmen sollte, ist es ratsam, auf sein Sättigungsgefühl zu achten. Wer bewusst und langsam isst, kann eher einschätzen, wann er satt ist. Das Sättigungsgefühl tritt erst nach einigen Minuten auf. Pro Mahlzeit sollte man darum mindestens 20 Minuten einplanen.

Zudem sollte man auf seinen Appetit hören. Allgemein solltest du nur die Obst- und Gemüsesorten zu dir nehmen, die du auch wirklich essen möchtest. Allerdings solltest du dabei darauf achten, dass du nicht zu viele Obst- und Gemüsesorten miteinander kombinierst. In der Regel reichen zwei bis drei Obst- oder Gemüsesorten pro Mahlzeit. Deine Mahlzeiten solltest du darüber hinaus gut kauen. Versuche Rohkost mindestens 30 Mal zu kauen, bevor du schluckst. Wenn du einen empfindlichen Magen hast, solltest du auf größere Mengen Rohkost verzichten. In diesem Fall kannst du auch schon morgens auf gekochte Speisen zurückgreifen.

Ausreichend Flüssigkeitszufuhr

Damit das Essen gut verdaut werden kann, solltest du ausreichend Flüssigkeit zu dir nehmen. So bist du zudem länger satt und brauchst keine Snacks zwischen den Mahlzeiten. Während dem Basenfasten wird eine Flüssigkeitszufuhr von 2,5 bis 3 Litern täglich empfohlen. Dies sollte ausschließlich durch Kräutertees oder reines Quellwasser geschehen. Auf Alkohol, Koffein und Limonaden wird beim Basenfasten verzichtet. Auch Grüntee und Schwarztee kann säurebildend wirken.

Vorbereitung der Kur

Vor dem Fasten auf Kaffee verzichten

Vor der Kur solltest du einige Vorbereitungen treffen. So solltest du genügend Obst, Gemüse und Kräuter vorrätig haben und Quellwasser besorgen. Deinen Körper solltest du vor dem Fasten schon langsam auf die Umstellung vorbereiten. Spätestens zwei Tagen vor dem Start des Basenfastens solltest du auf schädliche Stoffe wie Alkohol, Nikotin und Koffein verzichten. Auch tierische Produkte solltest du bereits aus deinem Ernährungsplan streichen.

Menschen, die regelmäßig Kaffee trinken, können bei einem Koffeinentzug unter Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen und Migräne leiden. Wer bereits einige Tage vor Beginn der Fastenkur auf Koffein verzichtet, hat diese Nebenwirkungen zu Beginn der Kur wahrscheinlich schon überwunden und kann sich nun gänzlich auf das Basenfasten konzentrieren.

Basenfasten in speziellen Hotels

Wem Basenfasten zuhause zu viel Aufwand ist, der kann für die Fastenkur in ein spezielles Kurhotel gehen, das sich auf Basenfasten spezialisiert hat. Hier werden die speziellen Mahlzeiten für dich gekocht und bereitgestellt. Zudem erhältst du ausreichend Quellwasser und Kräutertees, um deinen Flüssigkeitsbedarf zu decken. Deine Fastenkur wird professionell begleitet, so dass du bei möglichen Komplikationen direkt einen Ansprechpartner hast. Häufig sind außerdem noch zusätzliche Leistungen wie Basenbäder und Massagen enthalten. Das Basenfasten wird somit zu einem Wellnesserlebnis, um Stress zu bewältigen und deinen Körper zu entlasten.

Für Entspannung sorgen

Basenfasten sollte Wellness für Körper und Geist sein

Beim Basenfasten sollen Körper und Geist entspannen. Da die Fastenkur dabei helfen soll, Stress abzubauen, sollten Stressfaktoren während der Kur soweit wie möglich reduziert werden. Dabei können spezielle Entspannungstechniken wie Autogenes Training, Meditation und Atemübungen helfen. Jeden Tag sollte der Körper moderat bewegt werden. Es eignen sich besonders Sportarten wie Yoga und Pilates. Tägliche Spaziergänge in der Natur sind ebenfalls empfehlenswert.

Während dem Basenfasten bietet es sich außerdem an, den Körper ein wenig zu verwöhnen. So können Massagen helfen, Giftstoffe aus dem Körper zu leiten. Zur äußerlichen Anwendung sind Basenbäder mit Meersalz und Mineralien förderlich. Saunagänge und Dampfbäder können außerdem zur Entspannung beitragen und helfen, den Körper von Giftstoffen und Schlacken zu befreien.

Rezepte & Lebensmittel fürs Basenfasten

Wer Basenfasten zum ersten Mal durchführt, steht wahrscheinlich vor der Frage, welche Lebensmittel und Gerichte er während der Kur essen kann. Obwohl sich eine Ernährung mit ausschließlich Obst und Gemüse erst einmal wie ein Verzicht anhört, gibt es doch zahlreiche Gerichte und Mahlzeiten, die man mit basischen Lebensmitteln zubereiten kann.

Allgemein kann man Lebensmittel in vier Kategorien einordnen. Es gibt basische Lebensmittel, neutrale Lebensmittel, gute Säurebildner und schlechte Säurebildner:

  • Basisch: Fast alle Gemüse- und Salatsorten, Kartoffeln, Süßkartoffeln, Kräuter, Pilze und Keimlinge, alle Obstsorten sowie ungeschwefeltes Trockenobst, Mandeln und Nüsse wie Macadamia, Zedernüsse, Pistazie, Paranüsse, Walnüsse
  • Neutral: Kaltgepresste Öle beispielsweise Leinöl und Olivenöl
  • Gute Säurebildner: Vollkornprodukte beispielsweise Vollkornnudeln, Vollkornbrot, Vollkornreis, Hülsenfrüchte wie Linsen, Erbsen, Kichererbsen, Lupinen und Sojabohnen
  • Schlechte Säurebildner: Tierische Produkte wie Fisch, Fleisch, Milchprodukte, Eier und Käse, Alkohol, Kaffee, Limonaden, Weißmehlprodukte und Süßigkeiten

Während bei einer basischen Ernährung nicht nur basische Lebensmittel, sondern auch neutrale Öle und gute Säurebildner gegessen werden, sollten beim Basenfasten größtenteils basische Lebensmittel also Obst, Gemüse und Nüsse zum Einsatz kommen. Mit diesen Zutaten kann man bereits vielfältige Gerichte zubereiten. Wir stellen einige Rezeptideen vor.

Morgens: Smoothies zum Frühstück

Smoothies zum Frühstück

Für das Basenfasten bietet sich zum Frühstück besonders ein Smoothie an. Smoothies sind vielseitig und können individuell zubereitet werden. Sie stecken voller wichtiger Vitamine und Mineralstoffe und können den Körper so optimal unterstützen. Zudem eignen sie sich wunderbar zum Mitnehmen. Es gibt unzählige Variationen. So kannst du jeden Morgen eine neue Kombination ausprobieren. Da während dem Basenfasten nur zwei bis drei Obst und Gemüsesorten kombiniert werden sollten, sollte auch dein Smoothie nur aus zwei bis drei Obstsorten bestehen.

Erdbeer-Smoothie

Ein Erdbeer-Smoothie eignet sich vor allem im Sommer, da du ihn zu dieser Jahreszeit mit frischen Beeren zubereiten kannst. Den Smoothie kannst du ganz schnell mit nur drei Zutaten zubereiten. Du benötigst nur Bananen, Erdbeeren und Wasser. Die Bananen gibst du mit einer guten Menge Erdbeeren und ein wenig Quellwasser in den Mixer. Auf niedriger Stufe lässt du den Mixer solange arbeiten, bis eine flüssige Konsistenz entsteht. Wahlweise kannst du statt Erdbeeren auch Heidelbeeren, Himbeeren und Brombeeren verwenden.

Grüner Smoothie

Ein grüner Smoothie lässt sich ebenfalls sehr gut zum Frühstück zubereiten. Hier kannst du Obst mit rohem grünem Gemüse kombinieren und deinen Tag gesund und basisch starten. Für einen grünen Smoothie gibst du Bananen oder wahlweise Mango zusammen mit etwas grünem Blattgemüse wie Spinat oder Rucola in den Mixer. Alternativ bieten sich auch Algen wie Chlorella und Spirulina an. Für eine flüssige Konsistenz gibst du noch etwas Quellwasser hinzu.

Mittags: Salate & Dressing

Salat zum Mittagessen

Beim Basenfasten sollte jeden Mittag ein Salat gegessen werden. Hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Du kannst Feldsalat, Wildkräuter, Babyspinat, Rucola und Kartoffelsalat zubereiten und allerhand Rohkost in den Salat schneiden.

Die Zubereitung des Salates erweist sich beim Basenfasten nicht als schwierig. Was für den ein oder anderen jedoch ein bisschen schwieriger sein könnte, ist die Zubereitung des Dressings. Da beim Basenfasten auf Milchprodukte und Essig verzichtet wird, fallen diese Zutaten zum Zubereiten des Dressings weg. Stattdessen kann man jedoch auf kaltgepresstes Öl zurückgreifen. Statt des Essigs eignet sich auch Zitronensaft. Würzen kann man die Mischung mit etwas Kräutersalz und Pfeffer.

Abends: Leckere Gemüsegerichte

Abends kommt beim Basenfasten ein gekochtes Gemüsegericht auf den Teller. Auch hier sollten wiederum nur zwei bis drei Gemüsesorten kombiniert werden. So kannst du beispielsweise Kartoffeln mit Zucchini kombinieren und daraus mit einem Salatdressing einen leckeren Salat zaubern. Alternativ könntest du ein Gemüsecurry aus Kartoffeln, Pilzen und Tomaten zubereiten. Auch Zoodles, Nudeln aus rohen Zucchini, kannst du schnell herstellen und mit einem leckeren, selbstgemachten Basilikumpesto kombinieren.

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