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Dehnungsstreifen entfernen: 9 Maßnahmen + 6 Tipps zur Vorbeugung

Dehnungsstreifen entstehen bei einer Gewichtzunahme, Schwangerschaft oder in der Pubertät. Die kleinen rot-violetten Risse in der Haut sind vollkommen ungefährlich und natürlich. Dennoch wünschen sich viele Betroffene, die unschönen Narben schnell wieder loszuwerden. Wie Dehnungsstreifen entstehen und was du gegen sie tun kannst, erfährst du hier.


Was Dehnungsstreifen eigentlich sind

Zunächst sehen sie aus wie rot-blaue Blutergüsse, die sich in Schlangenlinien über bestimmte Hautstellen ziehen. Nach einiger Zeit aber verblassen die Risse und werden zu weiß schimmernden Narben. Nicht nur Frauen sind von Dehnungsstreifen betroffen, auch Männer kennen die kleinen unschönen Risse der Haut. Egal welches Geschlecht, Alter oder Gewicht – jeder kann betroffen sein. Es gibt allerdings einige Tricks und Behandlungen, die sie verblassen lassen.

Dehnungsstreifen sind in der Medizin auch als Striae cutis oder Striae distansae bekannt. Im Prinzip können sie überall dort entstehen, wo Fettreserven sitzen. Am meisten betrifft das Brust, Oberschenkel, Po, Bauch und die Oberarme.

In unserer Haut und Unterhaut sorgen die Fasern Kollagen und Elastin dafür, dass das Bindegewebe zusammengehalten wird. Eine rasche Zunahme an Körpermasse, etwa während einer Schwangerschaft, belastet diese Fasern extrem. Die Folge: Das Bindegewebe überdehnt und reißt. In der oberen Hautschicht zeichnen sich kleine Rillen ab, die violett- blau- oder rötlich schimmern. Diese Färbung sehen wir, da sich unsere Blutgefäße unter der Haut abzeichnen. Das klingt zwar nach einer unangenehmen Prozedur – spüren können wir die Entstehung von Dehnungsstreifen aber nicht.

Ursachen von Dehnungsstreifen

Wie Dehnungsstreifen entstehen

Es gibt leider so einige Faktoren, die die Entstehung von Dehnungsstreifen begünstigen. Oft bilden sich die unschönen kleinen Risse während einer Schwangerschaft – daher sind sie auch als "Schwangerschaftsstreifen" bekannt. Innerhalb weniger Monate muss sich der Bauch schließlich stark ausdehnen – die Haut kann der Belastung nicht standhalten und reißt. Das betrifft fast 30 Prozent aller Schwangeren. Doch auch eine Hormonumstellung, ganz besonders in der Pubertät, begünstigt die Bildung der unschönen Streifen – sowohl bei Männern als auch bei Frauen.

Eine andere typische Ursache von Dehnungsstreifen ist eine rasche Gewichts- oder Muskelzunahme. Denn bei dem schnellen Wachstum der Masse, egal ob Fett oder Muskeln, kann das Bindegewebe nicht mithalten. Anstatt schnell genug neues Kollagen oder Elastin zu bilden, reißt die Unterhaut auf. Ebenso kann eine längere Behandlung oder eine starke körpereigene Ausschüttung von Kortison die ungeliebten Narben hervorrufen. Das gleiche gilt für bestimmte Infektionskrankheiten wie zum Beispiel Tuberkulose oder Fleckfieber.

Die schlechte Nachricht: Dehnungsstreifen können auch genetisch veranlagt sein. Wer mit einem schwachen Bindegewebe oder einer empfindlichen Haut geboren wird, ist im Laufe seines Lebens anfälliger für die kleinen Risse. Leider betrifft das vor allem Frauen: Ihr Bindegewebe ist von Natur aus schwächer als das der Männer.

Dehnungsstreifen vorbeugen

Dehnungsstreifen vorbeugen

Die effektivste Methode gegen Dehnungsstreifen ist, sie gar nicht erst entstehen zu lassen. Das gestaltet sich auch nicht schwierig, vorausgesetzt du achtest auf einen gesunden Lebensstil und die richtige Hautpflege. Doch nicht immer kann dagegen präventiv vorgegangen werden – empfindliche Haut wird während einer Schwangerschaft sehr wahrscheinlich zumindest etwas reißen. Auch wer sich noch im Wachstum befindet, weiß, dass die Wahrscheinlichkeit für Dehnungsstreifen nicht gerade gering ist. Vorbeugend kannst du folgende Maßnahmen ergreifen:

1. Kalt duschen: Helfen soll vor allem eine Wechseldusche zwischen heiß und kalt. Dadurch wird die Durchblutung angeregt und das Bindegewebe stimuliert.
2. Gesund ernähren und viel trinken: Ganz wichtig für eine gesunde Haut ist die richtige Ernährung. Wenig Zucker und Salz, dafür viele Nährstoffe aus Obst und Gemüse. Genauso wichtig: Immer ausreichend zu trinken.
3. Das Gewicht halten: Sowohl eine rasche Gewichtszunahme als auch -abnahme schadet dem Bindegewebe. Auch in der Schwangerschaft ist ein gesundes – und nicht übermäßiges – Zunehmen möglich.
4. Sport treiben: Halte dich regelmäßig in Bewegung. Ob ein halbstündiger Spaziergang oder das Fitnessstudio: Sportliche Aktivitäten fördern die Durchblutung und halten die Haut straff.
5. Regelmäßige Massagen: Generell ist jede Maßnahme, die die Durchblutung fördert, gut für die Haut. Ob zupfen, kneten oder drücken: Mit einer regelmäßigen Massage kannst du den kleinen Hautrissen vorbeugen.
6. Eincremen: Die richtige Körperpflege ist aus vielen Gründen sehr wichtig. Mit den richtigen Wirkstoffen kannst du den Aufbau von Kollagen und Elastin fördern und aufrechterhalten sowie der Haut Feuchtigkeit spenden. Dazu eigen sich hervorragend: Hyaluron, Panthenol, Vitamin-A-Seren oder koffeinhaltige Lotionen.

Dehnungsstreifen entfernen: Die effektivsten Methoden

Zeichnen sich bereits die ersten rot-blauen Risse unter der Haut ab, kannst du zunächst nur die Schäden eindämmen. Sind die Risse bereits zu Narben verheilt, gibt es einige Möglichkeiten, sie verblassen zu lassen. Allerdings solltest du wissen, dass deine Haut nicht vollkommen regenerieren wird. Die gute Nachricht: Für ein ebenmäßigeres Hautbild musst du auch gar nicht so tief in die Tasche greifen. Mit den richtigen Hausmitteln und einer gesunden Lebensweise kannst du bereits einiges tun.

Gesund ernähren und viel trinken

Mit einer gesunden Lebensweise Dehnungsstreifen vorbeugen

Um die Prozesse deines Körpers und seine Regeneration zu unterstützen, solltest du immer auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. Doch nicht nur das richtige Trinken ist wichtig, sondern auch, was du über deine Ernährung zu dir nimmst. Eine Übersäuerung des Körpers – besonders die krankhafte Form Azidose – kann beispielsweise die Bildung von Dehnungsstreifen fördern. Um das zu vermeiden, sollte deine Ernährung aus wenig Fleisch, Milcherzeugnissen, Eiern, Zucker und Kaffee bestehen. Integriere stattdessen mehr Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte und Nüsse in deinen Speiseplan. Wie dir eine basische Ernährung gelingt, erfährst du hier.

Natürliche Öle

Die einfachste und günstigste Methode, um deine Dehnungsstreifen zu behandeln, ist die richtige Körperpflege. Am besten gelingt sie dir mit natürlichen Ölen, Seren und Salben. Versuche deinen Körper regelmäßig – am besten jeden Tag – einzucremen. Rizinusöl und Ringelblumensalbe halten die Haut geschmeidig, schenken ihr Feuchtigkeit und unterstützen darüber hinaus die Regeneration der Zellen.

Besonders wirksam soll Vitamin-A-Säure im Kampf gegen Dehnungsstreifen sein. Den Geschmeidigkeit schenkenden Wirkstoff solltest du bloß auf keinen Fall während der Schwangerschaft anwenden. Zu den wirksamsten Ölen zählen: Jojobaöl, Mandelöl und Sesamöl. Sie alle sind reich an den Vitaminen A und E – beide unterstützen die Regeneration der Haut und wirken gegen oxidativen Stress.

Auch die Heilpflanze Aloe Vera spendet der Haut viel Feuchtigkeit und verbessert ihre Spannkraft. Dafür schneidest du einen Stängel Aloe Vera von der Pflanze und legst diesen für etwa eine Stunde in ein Wasserglas. Der eher schädliche Saft der Pflanze kann so ablaufen. Danach schneidest du die Aloe Vera auf und verteilst das beruhigend wirkende Gel auf die betroffenen Stellen. Nach dem Eintrocknen kannst du das Gel wieder abwaschen.

Übrigens soll auch Kakaobutter wie ein Wundermittel wirken. Die ihr nachgesagten Wirkungen sind unter anderem heilend und hautverjüngend.

Cremes und Salben

Cremes gegen Dehnungsstreifen

Für deine tägliche Körperpflege kannst du auch spezielle Cremes gegen Cellulite verwenden. Allein diese zu verwenden, ist allerdings nicht besonders wirkungsvoll, sie können das Hautbild aber etwas aufbessern. Achte auf die angegebenen Inhaltsstoffe: Die Creme sollte am besten den Eiweißstoff Kollagen beinhalten sowie reich an natürlichen Wirkstoffen sein.

Microneedling

Diese Methode klingt wenig angenehm, ist aber besonders effektiv: Microneedling. Dabei handelt es sich um einen Roller mit feinen Nadeln. Diesen fährst du über die Dehnungsstreifen, die du loswerden möchtest. Die dünnen Nadeln stechen dabei winzig kleine Löcher in die Haut. Dadurch werden die Zellen angeregt, ihre Heilungsprozesse zu aktivieren. Die Folge: Deine Haut bildet neues Kollagen und Elastin. Diese wiederum stabilisieren die Haut und machen sie praller. Das Beste an der Methode ist, dass du sie bequem von zuhause aus durchführen kannst. Alternativ kannst du dich natürlich auch bei einem Kosmetiker behandeln lassen.

Massagen

Massagen für eine bessere Durchblutung

Nicht nur zur Vorbeugung von Dehnungsstreifen eignen sich Massagen. Um deine Narben verblassen zu lassen, solltest du deine Haut regelmäßig mit Ölen massieren. Eine effektive Methode ist dabei die Zupfmassage. Dabei nimmst du einzeln kleine Hautröllchen zwischen Daumen und Zeigefinger und ziehst sie nach oben weg. Das fühlt sich sehr wahrscheinlich nicht angenehm für dich an – wehtun sollte es aber auf keinen Fall. Präventiv kannst du diese Behandlung auch während der Schwangerschaft anwenden. Ganz wichtig ist dabei nur, dass du den Bereich über dem Schambein auslässt, da die Gebärmutter sonst gereizt werden könnte.

Aus natürlichen und ätherischen Ölen kannst du dein eigenes Massageöl herstellen. Verwende dafür Öle, die über Lipidstoffe verfügen und zur Regulierung der Feuchtigkeitsbarriere beitragen. Am besten eignen sich Mandel- Sesam- Oliven- Nachtkerzen– Rizinus- und Kokosöl. Diese kannst du nach belieben einzeln verwenden oder kombinieren. Ätherische Öle wie Lavendel oder Zitrone wirken darüber hinaus beruhigend und tun der Haut gut. Reibe die Öle zunächst zwischen deinen Händen warm und massiere sie dann in kreisenden Bewegungen in die Haut ein.

Dehnungsstreifen lasern

Wenn altbewährte Hausmittel und regelmäßige Massagen nicht helfen, könnte ein Besuch beim Dermatologen deinen Narben den Garaus machen. Die Behandlung ist zwar effektiv, wird dich aber um die 300 Euro kosten. Der Preis wird meistens nach den zu behandelnden Körperarealen berechnet. Es werden wahrscheinlich einige Sitzungen auf dich zukommen, außerdem zeigen sich sichtbare Erfolge erst nach einigen Wochen oder Monaten.

Der sogenannte fraktionale Laser soll besonders effektiv sein. Dabei werden die Dehnungsstreifen punktuell mit unzähligen kleinen Lichtblitzen bestrahlt. Dieses Verfahren stimuliert die körpereigene Kollagenproduktion und die Regeneration der Zellen. Um die kleinen Wunden zu heilen, bildet der Körper neues Gewebe, was wiederum die Sichtbarkeit der Risse reduziert. Das fraktionale Lasern hinterlässt weder eine Krustenbildung noch sichtbare Wunden. Stattdessen könnte sich deine Haut röten oder leicht anschwellen.

Kaschieren

Um deine Dehnungsstreifen – zumindest kurzeitig – loszuwerden, kannst du auch ein wenig tricksen. Alles was du dafür brauchst ist ein Selbstbräuner. Dieses kleine Wundermittel gleicht deine Hautfarbe und die Farbe deiner Narben aus. Dafür solltest du natürlich deinen kompletten Körper bräunen – und nicht nur die Dehnungsstreifen. Übrigens ist Selbstbräuner sogar die gesündeste Art des Bräunens. Wie du die Creme richtig anwendest, erfährst du hier.

Sport treiben

Sport treiben zur Straffung des Körpers

Was die Gesundheit der Psyche und des Körpers betrifft ist Sport unerlässlich. Ausdauernde Aktivitäten kurbeln den Kreislauf und die Durchblutung an, verbrennen Fett und straffen deinen Köper. Um nur einige der positiven Auswirkungen von Sport zu nennen. Übrigens ist eine gesunde Ernährung in Kombination mit regelmäßigem Sport der effektivste Bekämpfer von Cellulite.

Um deiner Haut etwas Gutes zu tun, musst du auch gar nicht jeden zweiten Tag ins Fitnessstudio hetzen. Ein halbstündiger Spaziergang, Fahrrad fahren oder leichtes Joggen reichen vollkommen aus – solange du es regelmäßig machst.

Denk dran, dich nach dem Sport kurz kalt abzuduschen – das kurbelt zusätzlich die Durchblutung der Haut an.

Dehnungsstreifen an der Brust

Wenn die Brust schnell wächst oder enormen Strapazen ausgesetzt ist, zeichnen sich auf der dünnen Haut recht schnell die ungeliebten Risse ab. Um die unschönen Narben gar nicht erst entstehen zu lassen, ist ein gutsitzender BH das A und O. Er sollte der Brust genug Halt geben, ohne sie dabei einzudrücken. Besonders wichtig ist daher ein passender Sport-BH. Er soll die Brust vor raschen und holprigen Bewegungen schützen und das Bindegewebe entlasten.

Tipps für die richtige Pflege-Routine

Um deine Dehnungsstreifen am effektivsten verblassen zu lassen, solltest du versuchen, jeden Tipp zu beherzigen. Das gelingt dir am besten, wenn du sie in deine Alltagsroutine einbaust. Starte deinen Tag am besten mit einem großen Glas Wasser. Wenn du morgens ein wenig Zeit hast, wird dir eine Runde Joggen den perfekten Wach-Kick geben und gleichzeitig auf lange Sicht deine Haut straffen. Nach dem Sport duschst du dich zunächst kurz heiß ab und wechselst dann auf kaltes Wasser. Auch ein Peeling fördert die Durchblutung deiner Haut und löst gleichzeitig abgestorbene Hautzellen. Damit wirkt dein gesamtes Hautbild strahlender und geschmeidiger.

Nach der Dusche – das eignet sich vermutlich eher für die Abendroutine – solltest du deinen Körper mit einer nährenden Lotion oder mit natürlichen Ölen eincremen. Wenn du ein Körper-Öl verwendest, versuche es in kreisenden Bewegungen in deine Haut einzuarbeiten. Diese Routine-Gewohnheiten verschönern übrigens nicht nur dein Hautbild – sie können auch dein Immunsystem stärken und deine Leistungsfähigkeit steigern.

Sich selbst akzeptieren

Es kann immer sein, dass du deine Dehnungsstreifen nie komplett loswirst oder sie zum Beispiel durch eine Schwangerschaft unvermeidbar werden. Das ist jedoch nicht schlimm – die zunächst unschönen bläulichen Risse verblassen mit der Zeit. Irgendwann fallen Dehnungsstreifen nur noch auf dem zweiten Blick auf. Dir sollte auch bewusst sein, dass fast jeder Mensch welche besitzt. Dehnungsstreifen sind kein Schönheitsmakel – sie sind etwas vollkommen Natürliches.
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