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DMSO-Salbe: 10 Wirkungen + 9 Alternativen zu Dimethylsulfoxid

DMSO ist ein bewährtes Mittel gegen zahlreiche Erkrankungen und Leiden. Du kannst es unter anderem bei Schmerzen, Entzündungen oder Schwellungen anwenden, solltest dir jedoch auch der Nebenwirkungen bewusst sein. Wir klären dich über die Wirkungen einer DMSO-Salbe auf und geben Tipps zur Anwendung.

Dimethylsulfoxid wird bereits seit den 60er-Jahren bei verschiedenen Krankheiten und Leiden eingesetzt. Seine Eigenschaften sind vielfältig und können deinen Körper bei der Heilung unterstützen. Im Folgenden erfährst du Wissenswertes über den Wirkstoff, außerdem klären wir dich über Wirkungen und Eigenschaften einer DMSO-Salbe auf.

Wissenswertes über DMSO

Wissenswertes über DMSO

DMSO ist die Abkürzung von Dimethylsulfoxid. Bereits seit den 60ern wird die aus Baumharz gewonnene Substanz als Immunstimulans beziehungsweise -regulans angewendet. Genau genommen handelt es sich bei DMSO um einen Wirkstoff aus der Gruppe der sogenannten Antiphlogistika. Als solche bezeichnet man Arzneimittel mit entzündungshemmenden Eigenschaften.

DMSO wird generell äußerlich angewendet, zum Beispiel in Form von Gel, Creme, Salbe oder als Spray. Bei Raumtemperaturen ist die Substanz sowohl geruch– als auch farblos, kann aber auch als farblose Kristalle auftreten.

Das ist MSM
MSM ist die Abkürzung von Methylsulfonylmethan und bezeichnet ein Metabolit von DMSO. MSM ist demnach ein Abfallprodukt von Dimethylsulfoxid. Es kommt in der Umwelt, in Pflanzen und in Tieren vor. MSM besitzt unter anderem entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften. Du kannst die Substanz unter anderem als Tablette, Kapsel oder Pulver zu dir nehmen. Auch möglich ist die Anwendung mittels einer Creme oder eines Balsams. MSM ist nicht als Arzneimittel zugelassen, sondern wird lediglich als Nahrungsergänzungsmittel vertrieben.

Wirkungen und Eigenschaften von DMSO-Salben

Eigenschaften und Wirkungen von Dimethylsulfoxid

DMSO-Salben wirken auf vielfältige Weise und können bei zahlreichen Leiden und Erkrankungen eingesetzt werden. Folgende Eigenschaften besitzt DMSO:

  • Entzündungshemmend
  • Antioxidativ
  • Schmerzstillend
  • Gefäßerweiternd
  • Wundheilungsfördernd
  • Juckreizstillend
  • Abschwellend
  • Muskelentspannend
  • Antiviral (gegen Viren)
  • Antibiotisch (gegen Bakterien)
  • Antimykotisch (gegen Pilzbefall)
  • Entwässernd

Eine Besonderheit von DMSO ist, dass es die Aufnahme pharmazeutischer Wirkstoffe in die Haut erhöht, weshalb es auch häufig in Form von Kombinationspräparaten eingesetzt wird. Weiterhin kann eine DMSO-Salbe starke Schmerzen lindern und den Heilungsprozess des Körpers fördern. Außerdem kannst du DMSO als Augentropfen verwenden (unter anderem bei entzündlichen oder degenerativen Augensymptomen). Allerdings ist es ratsam, eine solche Verwendung zuvor mit einem Arzt oder Apotheker abzusprechen.

Du kannst DMSO-Salbe bei folgenden Beschwerden einsetzten:

  1. Prellungen oder Schwellungen
  2. Verstauchungen
  3. Zerrungen
  4. Stumpfe Traumen
  5. Sportverletzungen und Blutergüssen
  6. Durchblutungsstörungen
  7. Schleimbeutelentzündungen (Bursitis)
  8. Arthrose (Schädigungen von Knorpelgewebe an Gelenken, ausgelöst durch Verschleiß)
  9. Gelenkentzündungen (Arthritis)
  10. Taubheit in den Fußsohlen (aufgrund einer Polyneuropathie)

So wirkt Dimethylsulfoxid

DMSO wirkt direkt in den Körperzellen. Der Stoff dringt schnell durch die Zellwände der Haut ein und kann hier positive Wirkungen entfalten. Außerdem eignet sich DMSO als Trägersubstanz für Arzneimittel, denn es kann sowohl Aufnahme als auch Wirkung pharmakologischer Wirkstoffe steigern. Aus diesem Grund findest du DMSO auch häufig in Kombinationspräparaten vor. Noch ist nicht vollständig geklärt, wie genau der Wirkmechanismus von DMSO abläuft.

Nebenwirkungen von DMSO-Salben

Reizungen sind eine mögliche Nebenwirkung von DMSO

So vielfältig die positiven Eigenschaften von DMSO sind, so kann eine Anwendung auch mit unterschiedlichen Nebenwirkungen einhergehen. Daher ist es wichtig, dass du eine Verwendung mit deinem Arzt oder Apotheker absprichst. Zu den möglichen Nebenwirkungen einer DMSO-Salbe zählen die Folgenden:

  • Allergische Reaktionen
  • Hautreaktionen (zum Beispiel Juckreiz oder Brennen)
  • Unangenehmer Mund- oder Körpergeruch (da DMSO über Lunge und Haut eliminiert wird)
  • Verdauungsstörungen (Erbrechen, Übelkeit, Durchfall, Verstopfung oder Appetitmangel)

Schwangere, Stillende sowie Kinder unter fünf Jahren sollten auf eine Anwendung verzichten. Auch ist eine DMSO-Salbe nicht empfehlenswert bei Menschen mit Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte. Wenn du unter einer Kreislaufschwäche oder einer Überempfindlichkeit von DMSO leidest, solltest du ebenfalls von einer Verwendung absehen.

Da DMSO die Aufnahme anderer Wirkstoffe fördern kann, solltest du eine Anwendung vor allem dann mit deinem behandelnden Arzt abklären, wenn du spezielle Medikamente einnimmst.

Weitere Informationen befinden sich auf dem Beipackzettel der DMSO-Salbe. Diese solltest du vor einem Gebrauch der Salbe gründlich studieren, um eine erfolgreiche Anwendung zu gewährleisten.

Auf die Dosierung kommt es an
Besonders eine Überdosierung des Wirkstoffs kann die möglichen Nebenwirkungen nach sich ziehen. Daher solltest du dich stets an die empfohlene Anwendung halten und das Produkt nicht unsachgemäß benutzen. Allerdings können einige Nebenwirkungen auch dann eintreten, wenn du dich genau an die Dosierung hältst (unter anderem der unangenehme Mund- beziehungsweise Körpergeruch).

Anwendung von DMSO-Salbe

So wendest du eine DMSO-Salbe richtig an

Halte dich stets an die auf dem Beipackzettel empfohlene Anwendung. Du kannst dich auch von deinem Apotheker beraten lassen, wenn du dir unsicher bist. Ansonsten sieht eine Anwendung wie folgt aus:

Wende die DMSO-Salbe mehrmals täglich in einer ausreichenden Menge von etwa drei bis fünf Zentimetern Salbenstrang an. Trage die Salbe auf die betroffene Hautstelle auf und massiere sie mit sanften und kreisenden Bewegungen in die Haut ein.

Vorsicht ist geboten bei Leiden am Auge, an offenen Wunden sowie bei Verbrennungen (etwa einem Sonnenbrand). Studienergebnisse zu diesen Anwendungen sind nicht eindeutig. Deshalb ist eine DMSO-Salbe in diesen Fällen nicht empfehlenswert.

DMSO-Salbe kaufen

Du erhältst DMSO-Salben sowohl in der Apotheke als auch in Online-Shops. Besonders im Online-Angebot variieren die Preise deutlich (und auch das Preis-Leistungsverhältnis). In der Apotheke sind Produkte mit DMSO nicht immer vorrätig, auch sind die Salben hier meist deutlich teurer als im Online-Shop. Der Vorteil hier ist jedoch, dass du dich noch einmal vor Ort beraten lassen kannst und dir meist qualitativ hochwertige Produkte angeboten werden.

Alternative Mittel zur Wundheilung

Arnika wirkt wundheilungsfördernd

So positiv die Eigenschaften einer DMSO-Salbe sind, so können sie doch auch einige Nebenwirkungen nach sich ziehen. Wenn du aufgrund bestimmter Umstände (zum Beispiel aufgrund einer Hauterkrankung) auf die Anwendung von DMSO verzichten musst, haben wir hier alternative Mittel für dich.

In diesem Beitrag findest du verschiedene Arten von Wundsalben sowie Tipps für eine schnellere Wundheilung.

Arnika

Arnika ist eine Heilpflanze, die für ihre schmerzlindernden und antientzündlichen Eigenschaften bekannt ist. Du kannst eine Arnika-Salbe bei Schwellungen, Quetschungen, Blutergüssen, Muskelzerrungen und Muskelverspannungen einsetzen. Außerdem lindert Arnika entzündliche und degenerative Erkrankungen des Bewegungsapparates.

Teebaumöl

Auch Teebaumöl gilt als natürliches Heilmittel und wirkt unter anderem antiseptisch und entzündungshemmend. Das ätherische Öl wirkt bei Hautinfektionen, die durch Bakterien oder Pilze verursacht wurden (zum Beispiel Furunkel oder Fuß- beziehungsweise Nagelpilz). Außerdem kannst du Teebaumöl bei unreiner Haut, oberflächlichen Wunden und leichten Entzündungen einsetzen.

Aloe Vera

Entzündungen entgegen wirken mit Aloe Vera

Aloe Vera zählt zu den bekanntesten Hausmitteln, denn die Heilpflanze hat eine lange Tradition. Sie lässt sich unter anderem bei Verstopfung anwenden und soll die Wundheilung fördern (dies ist jedoch noch nicht eindeutig wissenschaftlich belegt). Aloe Vera soll weiterhin bei Immunschwäche, Entzündungen, Allergien und gegen Pilze wirken.

Besonders beliebt ist die Heilpflanze auch in der Hautpflege. Sie schützt und pflegt deine Haut und kann dein Hautbild verbessern. Weitere Wirkungen und Tipps zur Anwendung von Aloe Vera findest du hier.

Zaubernuss (Hamamelis)

Die Heilpflanze Hamamelis, hierzulande auch bekannt als Zaubernuss, sorgt mit ihren Inhaltsstoffen ebenfalls für positive Wirkungen auf den Körper. Unter anderem soll Hamamelis bei folgenden Leiden und Beschwerden Abhilfe schaffen:

  • Zur Linderung von Juckreiz
  • Bei leichten Hautverletzungen (wundheilungsfördernd)
  • Bei Hämorriden
  • Zur Reduktion von Krampfadern
  • Bei entzündeter Mundschleimhaut und Zahnschmerzen
  • Bei Windeldermatitis

Medizinischer Honig

Wundheilungsfördernd und antibakteriell: medizinischer Honig

Honig zählt zu den ältesten Heilmitteln. Besonders wirksam soll der neuseeländische Manuka-Honig sein. Unter anderem wirkt das natürliche Mittel antibiotisch und verhindert außerdem ein übermäßiges Bakterien-Wachstum.

Greife nicht zu herkömmlichem Speise-Honig, denn dieser kann unter Umständen verunreinigt sein. Besser ist medizinischer Honig aus der Apotheke. Dieser ist in der Regel sterilisiert und enthält keine Pilze oder Bakterien. Somit kann er deinen Wundheilungsprozess gezielt unterstützen. Wende den Honig nur auf verschlossenen und niemals auf offenen Wunden an.

Ringelblume

Ebenfalls wirksam ist die Ringelblume (beziehungsweise Ringelblumenblüten). Sie ist auch unter ihrem wissenschaftlichen Name Calendula officinalis bekannt und wird überwiegend in Salben oder Cremes verwendet. Unter anderem hilft sie bei kleinen Wunden und leichten Entzündungen auf der Haut und an den Schleimhäuten. Grund dafür sind Inhaltsstoffe wie ätherische Öle und Triterpensaponine, außerdem finden sich in der Ringelblume wasserlösliche Zuckerstoffe, Flavonoide und Carotinoide.

Mit einer Ringelblumen-Salbe unterstützt du deinen Körper bei der Wundheilung. Bist du gegen Korbblütler allergisch, solltest du von der Verwendung einer Ringelblumen-Salbe absehen.

Eine ausgewogene Ernährung

Achte auf eine gesunde Ernährung

Neben dem Einsatz effektiver Hausmittel kannst du auch mit einem gesunden Lebensstil deine Wundheilung fördern. Zum Heilen benötigt dein Körper alle lebenswichtigen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Besonders gefragt bei der Wundheilung sind unter anderem Zink, Kupfer und Eiweiß. Zink beschleunigt die Zellerneuerung, Proteine unterstützen die Wundheilung und Kupfer ist an der Neubildung der Blutgefäße beteiligt.

Wichtig ist vor allem, dass du einem Nährstoff-Mangel vorbeugst. Ausschlaggebend dafür ist eine ausgewogene und gesunde Ernährung mit allen lebenswichtigen Vitaminen und Mineralstoffen.

Lebensmittel, die als gesund gelten und deine körperliche Gesundheit fördern können, sind unter anderem Fisch, Hülsenfrüchte, Nüsse und Haferflocken. Verzichte weitestgehend auf zuckereiche Nahrung oder eine einseitige Lebensweise mit zu vielen gesättigten Fettsäuren.

Eine gesunde Lebensweise

Ist dein Körper gesund und fit, kann er auch besser gegen Wunden vorgehen. Dazu gehört also auch, dass du körperlich fit bist (dich also ausreichend bewegst), genug Flüssigkeit zu dir nimmst in Form von ungesüßtem Tee und Wasser und möglichst stressfrei lebst. Vor allem chronischer Stress kann eine Wundheilung verzögern.

Neben einer ausgeglichen Work-Life-Balance kannst du Stress und innere Unruhe mit gezielten Achtsamkeitsübungen fördern. Dazu eignen sich beispielsweise Progressive Muskelentspannung, Atemübungen, aber auch Meditation und Yoga. Räume dir neben einem stressigen Alltag immer Zeit für dich persönlich ein, in der du dich um dein seelisches Wohl kümmerst und dir persönlich Aufmerksamkeit schenkst. Weitere Tipps für mehr Entspannung findest du hier.

Hier findest du eine Studie, die zeigt, welche Rolle Entspannung bei der Wundheilung spielt.

Eiswürfel und Menthol gegen Juckreiz

Mit Eis Juckreiz vorbeugen

Bei Wunden und anderen Verletzungen tritt häufig Juckreiz oder Brennen auf, was die Betroffenen zu einem Aufkratzen der verheilenden Wunde verleiten kann. Das kann den Heilungsprozess unterbrechen bzw. hinauszögern. Du kannst dem Juckreiz jedoch vorbeugen, indem du Eiswürfel auf die Wunde legst. Wickele die Eiswürfel jedoch vorher in ein Küchentuch; niemals sollte dieser direkt auf die betroffene Stelle aufgelegt werden. Menthol ist ebenfalls geeignet zur Juckreizlinderung, denn es wirkt kühlend und beugt außerdem Schmerzen und Rötungen vor.

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