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Gerstengras: 5 Wirkungen, 3 Risiken & Tipps zur Anwendung

Vom Tierfutter zum Superfood: Gerstengras soll das Immunsystem stärken, den Cholesterinspiegel senken und beim Abnehmen helfen. Doch wie gesund ist die Pflanze wirklich? Im Folgenden erfährst du alles über Gerstengras, von den Inhaltstoffen über Wirkungen und wie du das gesunde Superfood am besten anwendest.

Was ist Gerstengras?

Was Gerstengras ist

Gerstengras hat erst seit wenigen Jahren seinen Platz im Superfood-Regal eingenommen. Dabei handelt es sich keineswegs um ein neues Lebensmittel: Gerstengras besteht aus den jungen Trieben der gewöhnlichen Gerstenpflanze, einer Getreidesorte, die schon seit 10.000 Jahren vom Menschen angebaut wird. Gerste ist also kein Neuling auf dem menschlichen Speiseplan, sondern im Gegenteil eine traditionsreiche Heilpflanze. Bereits im antiken Griechenland wurde sie nicht nur als Nahrungsmittel, sondern auch als Tierfutter und zu medizinischen Zwecken verwendet.

Inhaltsstoffe von Gerstengras

Die gesunde Wirkung von Gerstengras ist vor allem auf die extrem hohe Dichte an Nährstoffen zurückzuführen, die in den Trieben stecken.

Mineralstoffe

Gerstengras zeichnet sich unter anderem durch seinen hohen Anteil an Nährstoffen von anderen Lebensmitteln ab. Zu diesen Nährstoffen gehören auch zahlreiche Mineralien und Spurenelemente.

Magnesium

In 100 Gramm der frischen Triebe stecken nämlich bis zu 180 Milligramm Magnesium. Magnesium spielt nicht nur eine bedeutende Rolle für den Stoffwechsel, es unterstützt zudem die Funktion von Muskeln und Organen und hält deine Blutgefäße gesund.

Calcium

Die Menge an Magnesium wird lediglich durch Calcium übertroffen: Mehr als 800 Milligramm Calcium stecken in 100 Gramm Gerstengras. Calcium ist ein Grundbaustein von Knochen und Zähnen, stärkt dein Skelett und schützt es vor osteopathischen Beschwerden.

Zink und Eisen

Darüber hinaus finden sich auch beachtliche Mengen an Zink, das dein Immunsystem, die Wundheilung und die Gesundheit von Haut und Haar beeinflusst, sowie Eisen in Gerstengras. Letzteres ist für die korrekte Funktion deiner Zellen unabdingbar, Eisenmangel wirkt sich unter anderem negativ auf Muskeln, Haut, Haare und Nägel aus.

Vitamine

Gerstengras enthält wichtige Vitamine

Gerstengras ist nicht nur reich an Mineralstoffen, sondern auch an Vitaminen. Welche Vitamine in den grünen Trieben stecken, erfährst du hier.

Vitamin C und Vitamin E

Gerstengras enthält reichlich Vitamin C, das dafür bekannt ist, dein Immunsystem zu stärken und Krankheiten abzuwehren. Auch das „Zellschutz„-Vitamin E ist vorhanden, das deine Zellen vor Zerstörung, vorzeitiger Alterung und Verfall schützt. Zudem wirkt das Vitamin entzündungshemmend und fördert die Fruchtbarkeit.

Vitamin K

In den Trieben findet sich außerdem Vitamin K. Das Vitamin ist zwar weniger bekannt, erfüllt aber wichtige Funktionen in deinem Körper: Insbesondere die Blutgerinnung wird durch den Nährstoff gesteuert, doch es schützt außerdem die Blutgefäße, unterstützt die Knochenfunktion und beeinflusst den Stoffwechsel.

Vitamin A

Zuletzt enthält Gerstengras auch den Pflanzenfarbstoff Beta-Carotin, dem es seine frische, grüne Farbe verdankt. Bei Bedarf kann dein Körper Beta-Carotin in das lebensnotwendige Vitamin A umwandeln, das ebenfalls für die Zellen und das Immunsystem, insbesondere aber für deine Sehkraft von ausschlaggebender Bedeutung ist.

Ballaststoffe

Wie alle Getreidesorten ist auch Gerstengras reich an Ballaststoffen. Lange Zeit dachten Wissenschaftler und Mediziner, dass dein Körper Ballaststoffe nicht verwerten kann. Inzwischen weiß man jedoch, dass die Nährstoffe für eine gesunde und ausgewogene Ernährung unabdingbar sind. Sie wirken insbesondere positiv auf die Verdauung und können diversen Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Beschwerden und Karies vorbeugen.

Hochwertige Kohlenhydrate

Gerstengras enthält hochwertige Kohlenhydrate

Allein der Begriff „Kohlenhydrate“ weckt bei vielen Leuten negative Assoziationen. Sie gelten als ungesunde Dickmacher, die deine Gesundheit schädigen und sich in den leckersten Lebensmitteln versteckt halten. Doch das stimmt so nicht.

Darum sind Kohlenhydrate wichtig

Dabei gehören Kohlenhydrate zusammen mit Proteinen und Fett zu den drei sogenannten Makronährstoffen, die dein Körper zum Funktionieren braucht. Wenn du kurzfristig schnell abnehmen möchtest, ist es zwar hilfreich, deinen Verbrauch von Kohlehydraten im Rahmen einer Low Carb-Diät zu verringern. Als Energielieferanten für Muskeln und Hirn sind Kohlenhydrate aber unersetzbarer Bestandteil einer gesunden und abwechslungsreichen Ernährung.

Diese Arten von Kohlehydraten gibt es

Das gilt insbesondere für sogenannte komplexe Kohlenhydrate. Komplexe Kohlenhydrate werden auch als Polysaccharide bezeichnet und bestehen chemisch gesehen aus mehreren Ringstrukturen (daher die Vorsilbe „poly-„). Im Gegensatz zu einfachen Kohlenhydraten (Monosaccharide), die aus nur einer Ringstruktur (daher die Vorsilbe „mono-„) bestehen, sind komplexe Kohlenhydraten deutlich hochwertigere Energielieferanten. Sie machen länger und besser satt, treiben den Blutzuckerspiegel weniger in die Höhe und kommen vor allem in Lebensmitteln vor, die reich an Vitaminen und Mineralstoffen sind – wie zum Beispiel Gerstengras.

Wirkungen von Gerstengras

Wirkungen von Gerstengras

In Anbetracht der vielen kostbaren Nährstoffe kann es nicht verwundern, dass sich Gerstengras in vielerlei Hinsicht positiv auf die Gesundheit auswirkt. Dennoch ist noch immer umstritten, welche Wirkungen die Getreidetriebe genau besitzen. Denn obwohl es viele positive Erfahrungsberichte von Personen gibt, die Gerstengras regelmäßig konsumieren, sind die meisten dieser Wirkungen für den Menschen bisher wissenschaftlich noch nicht zweifelsfrei erwiesen.

Anhand der verschiedenen Vitamine und Mineralstoffe lässt sich allerdings ableiten, wie Gerstengras deinen Organismus beeinflusst. Was die Triebe alles können und warum sie so gesund sind, erfährst du deswegen hier.

Gegen hohe Cholesterinwerte

Herzinfarkte und Schlaganfälle zählen bis heute zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Dabei sind sie häufig das Ergebnis von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die auf eine unausgewogene Ernährung und einen ungesunden Lebensstil zurückgeführt werden können. Zu den Faktoren, die die Entstehung von Herz-Kreislauf-Beschwerden begünstigen, gehört unter anderem Cholesterin.

Was ist Cholesterin?

Cholesterin ist für deinen Körper eigentlich nichts Schlimmes, im Gegenteil: Er stellt es sogar selbst her, nämlich in der Leber. Zusätzlich dazu nehmen wir aber auch über die Nahrung in Form von tierischen Produkten Cholesterin auf. Das kann dazu führen, dass sich zu viel Cholesterin in deinem Blut anreichert, sodass es nicht mehr ordnungsgemäß abtransportiert werden kann. Dadurch kann es zur Verstopfung der Arterien und Blutbahnen kommen, und die wiederum Schlaganfälle und Herzattacken auslösen können.

Gerstengras und erhöhte Cholesterinwerte

Gerstengras trägt dazu bei, das Risiko solcher Erkrankungen zu verringern. Zu den hochwertigen Kohlehydraten der Getreidetriebe gehören nämlich sogenannte Beta-Glucane. Das sind Moleküle, die erwiesenermaßen gegen einen erhöhten Cholesterinspiegel helfen können. Sie tragen nämlich dazu bei, erhöhte Cholesterin-Konzentrationen im Blut abzubauen, kämpfen so gegen das Risiko von Arterienschäden und helfen, Bluthochdruck und Schlaganfällen vorzubeugen.

Wenn du dein Herz-Kreislauf-System aktiv schützen möchtest, kannst du zusätzlich zu Gerstengras auch Leinsamen oder das aus den Samen gewonnene Leinöl auf den Speiseplan setzen. Beide Lebensmittel sind nicht nur schmackhaft, sondern helfen ebenfalls gegen hohe Cholesterinwerte und viele andere Beschwerden.

Bei hohen Blutzuckerwerten

Gerstengras hilft bei erhöhtem Blutzucker

Die energiereichen Triebe von Gerste wirken sich nicht nur vorteilhaft auf deinen Cholesterinwert aus, sie helfen auch dabei, deinen Blutzuckerspiegel niedrig zu halten. Das ist vor allem für Diabetiker wichtig.

Diabetes und Blutzucker

Diabetiker müssen bekanntermaßen vorsichtig sein, welche Lebensmittel sie zu sich nehmen. Denn wenn wir Kohlenhydrate essen, werden diese bei der Verdauung in den Traubenzucker Glucose verwandelt. Vom Verdauungstrakt gelangt die Glucose ins Blut, sodass sich der Blutzuckerwert erhöht. Wenn dein Gehirn merkt, dass der Blutzuckerspiegel erhöht ist, schickt es ein Signal an die Bauchspeicheldrüse, wo das Hormon Insulin produziert wird. Das Insulin ist dafür verantwortlich, die Glucose aus der Blutbahn in die Zellen zu transportieren.

Bei Diabetikern ist die Insulin-Produktion gestört. Die Glucose kann daher nicht in die Körperzellen transportiert werden und bleibt im Blut, wo sie den Blutzuckerwert auf schädliche Art in die Höhe treibt. Deshalb müssen Diabetiker gründlich darauf achten, ob und wie viele Kohlenhydrate sie zu sich nehmen. Für viele bedeutet das den Verzicht auf leckere Süßspeisen.

Gerstengras und erhöhte Blutzuckerwerte

Zu den Inhaltsstoffen von Gerstengras gehört auch das Molekül Beta-Glucan. Beta-Glucan ist ein Kohlehydrat. Wie alle Kohlenhydrate wird auch Beta-Glucan im Verdauungstrakt aufgespalten und in den Zucker Glucose verwandelt, um dann von der Verdauung ins Blut transportiert zu werden. Allerdings weist Beta-Glucan eine Besonderheit auf: Wenn es in ausreichender Konzentration aufgenommen wird, beeinflusst es die Konsistenz des Speisebreis im Magen.

Je mehr Beta-Glucan vorhanden ist, desto zähflüssiger wird der Speisebrei. Dies wiederum verzögert den Abbau der aufgenommenen Nährstoffe, insbesondere die Umwandlung der Kohlenhydrate in Zucker. Weil diese Umwandlung durch die Aufnahme von Beta-Glucan langsamer geschieht, steigt der Blutzuckerwert nach dem Essen weniger stark an. So kann das beta-glucan-haltige Gerstengras dazu beitragen, Blutzuckerspitzen zu meiden und besonders für Diabetiker den Alltag erleichtern.

Zur Stärkung des Immunsystems

Gerstengras stärkt dein Immunsystem

Der Verzehr von Gerstengras trägt aktiv zu einer Stärkung deines Immunsystems bei. Denn während manche seiner Nährstoffe wie Vitamin C und Vitamin A explizit gegen Krankheitserreger wirken, tragen andere Vitamine und Mineralien dazu bei, dass deine Körperfunktionen bestmöglich funktionieren. Und eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen führt ganz automatisch dazu, dass es dir körperlich besser geht.

Nährstoffmangel kann hingegen dein Wohlbefinden verschlechtern und sogar Krankheiten wie Anämie auslösen. Eine nährstoffreiche Ernährung, die beispielsweise Gerstengras, aber auch andere Superfoods wie Chia-Samen und Chlorella beinhaltet, ist deswegen grundlegend für deine Gesundheit.

Gegen freie Radikale

Gerstengras trägt nicht nur dazu bei, deinen Körper mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen. Manche dieser Nährstoffe entfalten auch ganz konkret eine schützende Wirkung, indem sie gegen freie Radikale wirken. Freie Radikale sind Moleküle, die deine Zellen angreifen und schädigen. Dadurch lösen sie nicht nur eine vorzeitige Zellalterung, sondern auch schädliche Veränderung deiner Zellen aus. Solche Veränderungen können die Entstehung von Folgekrankheiten begünstigen, zum Beispiel Krebs.

Vitamin C und Vitamin E sind zwei Nährstoffe, die in Gerstengras enthalten sind und gegen freie Radikale kämpfen. Sie schützen deine Zellen und stärken somit deine Gesundheit. Doch noch ein weiterer Bestandteil der Getreidetriebe kämpft gegen die schädlichen Moleküle: Der Pflanzenfarbstoff Chlorophyll, der Gerstengras seine leuchtend grüne Farbe verleiht. Somit tragen drei essentielle Inhaltsstoffe der Pflanze dazu bei, deine Zellen zu schützen und deine Gesundheit zu stärken.

Beim Abnehmen

Gerstengras hilft beim Abnehmen

Aufgrund seines hohen Anteils an Kohlenhydraten ist Gerstengras nicht unbedingt das passende Lebensmittel, wenn du schnell ein paar Kilos loswerden möchte. Wer jedoch langfristig und gesund Gewicht verlieren will, hat in den Getreidetrieben einen nützlichen Helfer. Denn weil die Kohlenhydrate von Gerstengras sehr hochwertig sind, machen sie besonders langanhaltend satt. Vor allem wenn du über den Tag immer wieder viele Kleinigkeiten zu dir nimmst oder gar zu Binge Eating neigst, kann Gerstengras dir helfen, weniger und gezielter zu essen.

Besonders effektiv wirkt die Pflanze, wenn du sie mit einer gesunden Ernährungsmethode wie Clean Eating oder der Paleo-Diät kombinierst. Doch nicht nur die Ernährung hilft dir, langfristig gesund zu leben. Um an Oberschenkeln, Po oder dem Bauch abnehmen zu können, ist auch Sport wichtig. Dafür musst du nicht direkt einen Marathon laufen: Yoga und Pilates machen Spaß und helfen dir, schonend fit zu werden. Auch eine Detox-Kur kann dazu beitragen, dass du dich in deiner Haut wieder wohler fühlst.

Nebenwirkungen von Gerstengras

Nebenwirkungen von Gerstengras

Aufgrund seiner gesunden Inhaltsstoffe stärkt Gerstengras auf vielfältige Art deine Gesundheit. Dennoch gibt es einige Faktoren, die du beachten solltest, um die gesunden Getreidetriebe sicher anwenden zu können.

Allergische Reaktionen

Eigentlich ist Gerstengras gut verträglich. Als Getreide gehört es allerdings zur Familie der Süßgräser. Wenn du gegen Gräser oder andere Pflanzensamen allergisch bist, solltest du deshalb vorsichtig mit einer kleinen Menge ausprobieren, ob du Gerstengras verträgst. Ein kribbelndes oder brennendes Gefühl in Mund und Rachen oder ein Hautauschlag können Anzeichen einer allergischen Reaktion sein. In diesem Fall solltest du die Einnahme erst einmal unterlassen und mit einem Arzt darüber sprechen, ob und wie du die Getreidetriebe einnehmen solltest.

Unverträglichkeit bei zu großen Mengen

Gerstengras wird in der Regel nicht frisch angeboten. Wie alle Gräser verdirbt es nämlich sehr schnell, sofern es nicht direkt getrocknet oder weiterverarbeitet wird. Weil Menschen im Gegensatz zu Rindern trockene Fasern nur schlecht vertragen, wird Gerstengras nach der Ernte (gefrier-)getrocknet und anschließend zu Pulver zermahlen.

Theoretisch kannst du Gerstengras auch selbst anbauen. In diesem Fall solltest du die Triebe gründlich trocknen, bevor du sie verzehrst. Frisches Gerstengras ist für Menschen nämlich unverträglich und führt zu Verdauungsbeschwerden, Blähungen und Krämpfen.

Gefahr der Verunreinigung

Da es sich bei Gerstengras um die Vorstufe von ausgewachsener Gerste handelt, wird sie wie andere Feldfrüchte ganz normal auf dem Acker angebaut. Das hat zur Folge, das die Triebe durch qualitativ minderwertige Anbaubedingungen, zum Beispiel umweltschädigende Insektenschutzmittel, verunreinigt werden können. Darum solltest du stets darauf achten, qualitativ hochwertiges Gerstengras zu kaufen, am besten in Bio-Qualität.

Wenn du ganz sichergehen willst, dass dein Gerstengras nicht verunreinigt wurde, kannst du es auch selbst herstellen. Wie das geht, erfährst du weiter unten.

Gerstengraspulver: Tipps zur Anwendung

Gerstengraspulver richtig anwenden

Gerstengras kannst du entweder als Pulver oder in Form von Tabletten und Kapseln kaufen. Du findest die Getreidetriebe sowohl online als auch im Einzelhandel, wo sie vor allem in Reformhäusern und Drogeriemärkten sowie in gut sortierten Bio-Läden käuflich sind.

Vorteile von Gerstengraspulver

Gerstengraspulver hat den Vorteil, dass du es selbstständig dosieren kannst. Besonders wenn du dich langsam an das Pulver herantasten willst oder eine allergische Reaktion ausschließen möchtest, kannst du erst einmal mit einer sehr kleinen Portion Pulver anfangen. Wenn du das Pflanzenpulver verträgst, kannst du die Dosis nach und nach steigern und so deine optimale Tagesportion finden.

Dosierung von Gerstengraspulver

Pulverförmiges Gerstengras hat zudem den Vorteil, dass es meist mit einer Dosierungsanleitung versehen ist. Besonders für Anfänger sind solche Richtlinien nützlich, um die Dosis zu finden, die für dich am besten ist. Je nach Geschmack und Bedarf kannst du in der Regel bis zu drei Teelöffel täglich einnehmen, häufig in kleineren Portionen über den Tag verteilt. Wenn du drei Mahlzeiten täglich einnimmst, kannst du zu jedem Essen ein Glas Wasser mit einem Teelöffel Gerstengraspulver trinken.

Einnahme von Gerstengraspulver

Gerstengraspulver sollte stets mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen werden. Auf einen Teelöffel des Pulver solltest du mindestens 150 Milliliter Flüssigkeit rechnen, gerne mehr. Dabei spielt es keine Rolle, ob du es mit Wasser, Saft oder Tee vermischst. Die gemahlenen Triebe haben allerdings ein relativ kräftiges, grasiges Aroma – wer das nicht mag, kann das Pulver auch mit anderen geschmacksintensiven Lebensmitteln wie Ingwer, Granatapfelkernen oder Grünkohl in Smoothies verarbeiten.

Du kannst das Pulver übrigens auch in dein Essen tun. Allerdings solltest du dann sehr viel Flüssigkeit zu deiner Mahlzeit trinken, um eine optimale Aufnahme des Pulver zu gewährleisten. Das ist zusätzlich von Vorteil, weil das richtige Trinkverhalten deine Gesundheit stärkt.

Gerstengras-Tabletten: Tipps zur Anwendung

Gerstengras-Tabletten richtig anwenden

Auch Gerstengras-Tabletten findest du in Drogeriemärkten, Bio-Läden und Reformhäusern, oder du bestellst die Kapseln einfach in Internet.

Vorteile von Gerstengras-Tabletten

Wenn dich der kräftige Geschmack von Gerstengras-Pulver abschreckt, kannst du problemlos zu Gerstengras-Tabletten greifen. Ob klassische Tablette, Kapsel oder schonend hergestellter „Pressling“ – die komprimierte Form erlaubt es dir, die gesunden Nährstoffe der Pflanze aufzunehmen, ohne den Geschmack deines Lieblingsgetränks zu beeinflussen. Zudem ist die Dosierung von Tabletten meist schneller und präziser als bei Pulver. Außerdem werden in Tabletten häufig mehrere Nährstoffe kombiniert; so werden Gerstengras-Tabletten häufig noch extra mit Vitaminen oder anderen Superfood-Zutaten wie Spirulina angereichert.

Dosierung von Gerstengras-Tabletten

Die Dosierung sollte sich nach den jeweiligen Angaben des Anbieters richten. In der Regel wird die tägliche Einnahme mehrerer Tabletten im Abstand mehrerer Stunden empfohlen. Eine Tagesdosis von bis zu 12 Tabletten ist dabei nicht ungewöhnlich. Grundsätzlich ist es sinnvoll, mit einer kleinen Dosis zu beginnen und dich langsam zu steigern, bis du deine persönliche Optimal-Dosierung gefunden hast.

Einnahme von Gerstengras-Tabletten

Bei der Dosierung solltest du die Vorgaben des Anbieters beachten und ein wenig experimentieren, bis du deine optimale Dosis gefunden hast. Grundsätzlich ist es vorteilhaft, die Tabletten zu den Mahlzeiten und mit reichlich Flüssigkeit einzunehmen. Ansonsten musst du bei der Einnahme eigentlich nicht viel beachten. Wenn du bemerkst, dass du nach der Einnahme der Kapseln Magen-Darm-Probleme oder ein Brennen im Mundraum verspürst, kann das auf eine Unverträglichkeit hindeuten. Dann solltest du auf jeden Fall deine Dosis reduzieren.

Ansonsten sind Gerstengras-Tabletten eine einfache und praktische Alternative, um die gesunden Nährstoffe der Heilpflanze aufzunehmen und dein körperliches Wohlbefinden zu steigern.

Gerstengras selbst anbauen

Gerstengras selber anbauen

Wenn du wirklich sichergehen willst, dass dein Gerstengras ohne Schadstoffe und umweltschädliche Substanzen angebaut worden ist, kannst du es ganz einfach selber züchten. Das geht schnell und einfach und kann sowohl auf dem Balkon als auch der Küchenfensterbank geschehen.

Saatgut und Pflanzkasten vorbereiten

Dafür nimmst du ein Gefäß deiner Wahl – etwa einen Blumenkasten, eine Zuchtschale oder eine Plastikschüssel – und füllst es bis zu einer Höhe von circa vier Zentimetern mit nährstoffreicher Erde.

Zudem besorgst du dir Saatgut, das beispielsweise online oder im Blumenfachhandel erhältlich ist. Lege das Saatgut über Nacht in reichlich Wasser ein. Bereits nach 12 Stunden bilden sich erste Keime. Dann kannst du die Saatkörner aus dem Wasser nehmen, sanft abspülen und auf der angefeuchteten Erde deines Pflanzkastens verteilen. Anschließend bedeckst du sie nochmal mit einer dünnen Schicht Erde.

Wachstumsphase

Decke den Kasten nun mit einer dunklen Folie ab, damit die Keimlinge in Ruhe angehen können. Achte aber darauf, die Folie jeden Tag für mindestens eine Stunde zu lockern oder zu entfernen, damit Kondenswasser verdunsten kann und Schimmelbildung verhindert wird. Wenn die jungen Triebe circa fünf Zentimeter hoch sind, kannst du die Folie vollständig entfernen und die Keimlinge an einen hellen, warmen Ort stellen. Die Küchenfensterbank ist hierfür oft gut geeignet.

Ernte und Zubereitung

Während das Gerstengras in der Sonne gedeiht, sollte es alle zwei Tage mit Wasser besprüht werden. In ein bis zwei Wochen sollte das Gras zwischen 10 und 15 Zentimetern Höhe erreicht haben und ist somit erntereif. Dann werden die Triebe mit einem Zentimeter Abstand zur Wurzel abgeschnitten und können weiter verarbeitet werden.

Aus frischen Trieben kannst du zum Beispiel auch Gerstengrassaft pressen, um deinen Flüssigkeitshaushalt aufzubessern. Richtig zu trinken, ist nämlich sehr wichtig für die Gesundheit. Denk aber daran, dass frisches Gras für Menschen oft nicht gut verdaulich ist. Sicherer ist es daher, die Triebe zu trocknen – entweder an der Luft oder zum Beispiel bei geringer Temperatur und Umluft im Ofen – und anschließend im Mörser zu zerstoßen bzw. im Mixer zu verkleinern, um dein eigenes Gerstengraspulver herzustellen. So kannst du das Superfood einfach und sicher selbst herstellen.

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