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Goji-Beeren: 8 Wirkungen + 4 Risiken der Superfrucht

Goji-Beeren sind hierzulande als wahres Superfood bekannt. Weithin unbekannt ist hingegen, dass mit dem Konsum der Beere auch einige Risiken verbunden sind. Wir klären dich über positive Wirkweisen der Superfrucht auf und stellen wesentliche Risiken vor.


Goji-Beere oder der Gemeine Bocksdorn

Goji-Beeren an Gemeinem Bocksdorn

Die Bezeichnung Goji-Beere klingt exotisch und vielversprechend. Doch wie sie hierzulande oft bezeichnet wird, heißt sie im Deutschen eigentlich gar nicht. Goji-Beere kommt aus dem Englischen und bezeichnet eigentlich die Frucht des Gemeinen Bocksdorns. Diese Bezeichnung klingt allerdings viel weniger attraktiv, weshalb die Frucht auch hierzulande Goji-Beere genannt wird.

Der Gemeine Bocksdorn gehört ebenso wie beispielsweise Tabak, die Tollkirsche, Kartoffeln und Tomaten zu den Nachtschattengewächsen. Während sich einige dieser Gewächse sehr gut als Nahrungsmittel eignen, sind andere Pflanzen als Genuss- und Rauschmittel bekannt. Beim Verzehr der Früchte von Nachtschattengewächsen sollte man jedoch mit Vorsicht vorgehen. Kartoffeln sollte man am besten vor dem Essen schälen und grüne Stellen in Tomaten herausschneiden, da in der Schale der Kartoffeln und den grünen Stellen der Tomaten der Bitterstoff Solanin enthalten ist, der mitunter giftig ist.

Hierzulande gilt die Goji-Beere im Gegensatz zur Kartoffel und Tomate als wahres Superfood. Sie enthält viele Vitamine und Vitalstoffe, die essentiell für die Gesundheit sind. Die Goji-Beere ist sogar Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin. Daher gilt sie als extrem gesundheitsfördernd. Oft werden nicht nur die Früchte des Gemeinen Bocksdorns verwendet, sondern auch Blätter, Samen, Rinde und Wurzeln.

Herkunft der Goji-Beere

Angebaut wird die Goji-Beere vor allem in Ningxiá, einer Provinz in China, und der Mongolei. Da die Pflanze auch sehr niedrigen Temperaturen standhalten kann, wächst sie ebenfalls in Tibet und kann teilweise auch in Mitteleuropa angebaut werden kann. Tibetische Goji-Beeren zeichnen sich durch eine besondere Qualität aus. Sie schmecken besonders süß und sind besonders saftig. Darüber hinaus stecken in ihnen noch mehr Vitalstoffe, die die Goji-Beere noch gesundheitsfördernder macht. Nach der Ernte können die Beeren direkt verzehrt werden, allerdings gibt es Goji-Beeren aufgrund des langen Transportweges oft nur in getrockneter Form zu kaufen.

Wissenswertes über Goji-Beeren

Goji-Beeren sind mittlerweile vielen Menschen ein Begriff, allerdings wissen nur wenige, was man bei der Verwendung beachten sollte. Wir haben einige wichtige Informationen zusammengestellt.

Goji-Beeren selber pflanzen

Goji-Beeren selber pflanzen

Goji-Beeren muss man nicht unbedingt kaufen, man kann sie auch selber pflanzen. Neben seiner beliebten Frucht ist der Gemeine Bocksdorn auch als Zierpflanze gefragt. Er wird circa zwei bis drei Meter hoch und erscheint oft sehr massig. Die einzelnen Äste erscheinen bogenförmig und sind oft mit zehn Zentimeter langen Blättern bestückt. Der Bocksdorn blüht zwischen Juni und August in Form von violetten Blüten. Die Früchte beziehungsweise die Goji-Beeren sind orange, rot oder gelb, ganz im Gegensatz zu der getrockneten Form, die ausschließlich in leuchtend roter Farbe erscheint. Die frischen Früchte sind circa einen halben bis zwei Zentimeter groß.

Allgemein kann man den Gemeinen Bocksdorn in fast jedem mitteleuropäischen Garten anpflanzen. Auch auf schwierigen Böden wie Sandböden lässt sich das Gewächs anbauen. Wenn kein Garten vorhanden ist, muss man nicht unbedingt auf eigene Goji-Beeren verzichten. Auch auf dem Balkon macht sich der Gemeine Bocksdorn gut. Allerdings sollte man sich hierfür ein ausreichend großes Gefäß besorgen, damit das Gewächs gedeihen kann. Im Garten sollte man allerdings aufpassen, dass sich der Strauch nicht zu weit ausbreitet. Hier ist es vorteilhaft, wenn man eine Wurzelsperre in einer Tiefe von circa 30 Zentimetern in den Boden einsetzt.

Den Bocksdorn pflanzt man am besten im Frühjahr, wenn bereits die ersten Sonnenstrahlen den Boden erwärmen. Dies ist meist im Monat Mai der Fall. Sobald der Strauch gepflanzt ist, sollte man für ausreichend Wasser sorgen. Ähnlich wie Tomaten muss auch der Bocksdorn täglich gegossen werden. Auf Düngung sollte man ebenfalls nicht verzichten, allerdings reicht hier schon ein wenig Kompost aus Eigenherstellung.

Meist dauert es mehrere Jahre bis die Pflanze ihre volle Größe erreicht und Früchte trägt. Dazu braucht sie einiges an Pflege. Jedes Jahr sollte man die Äste zurückschneiden, damit sich neue Triebe bilden können. Das nimmt man in der Regel im Herbst nach der Ernte vor. Im ersten Jahr empfiehlt es sich, die Äste auf 20 Zentimeter zurückzuschneiden. Danach sollten zumeist vorjährige Triebe entfernt werden. Trägt das Gewächs endlich Früchte, sollte man die betroffenen Äste stützen, damit sie nicht abbrechen. Denn: Ein Ast mit Früchten kann mitunter ein Kilogramm wiegen.

Goji-Beeren kaufen

Goji-Beeren kaufen

Goji-Beeren haben es mittlerweile in zahlreiche Supermärkte, Drogerien und Bioläden geschafft. Wer Goji-Beeren kaufen möchte, wird also sehr wahrscheinlich in einem herkömmlichen Supermarkt fündig. Superfoods können jedoch mit Schadstoffen belastet sein, darum sollte man eher zu Bioprodukten greifen, die auf giftige Pestizide verzichten. Auch online gibt es eine Vielzahl Online-Shops, die Goji-Beeren zum Kauf anbieten. Allerdings sind Goji-Beeren nicht gerade günstig. 100 Gramm kosten meist um die 2 bis 4 Euro. Bio-Qualität kann teilweise noch teurer sein.

Allerdings lohnt sich in diesem Fall der Aufpreis. Häufig sind Früchte aus chinesischem Anbau mit Pestiziden verseucht. Das kann auch auf Bio-Produkte mit dem chinesischen Bio-Siegel zutreffen. Hier sind die Kontrollen oft nicht so genau. Daher sollte man beim Kauf darauf achten, dass das Produkt ein europäisches Bio-Siegel hat, um ein wirklich gutes Bio-Produkt zu erhalten. Zudem sollte man auch bei Produkten aus Südamerika und dem Mittleren Osten aufpassen. Produkte aus diesen Ländern können ebenfalls belastet sein. Mit Goji-Beeren aus eigener Erzeugung kannst du auf Nummer sicher gehen.

Europäische Bio-Siegel
Das EU-Bio Siegel ist wohl das bekannteste Bio-Siegel in Deutschland. Wer auf Bio-Qualität achtet, wird schon das ein oder andere Mal auf dieses Siegel gestoßen sein. Hunderttausende Produkte haben bisher das EU-Bio-Siegel erhalten. Vielen Bio-Liebhabern sind die Kriterien des Siegels allerdings zu schwach. Lebensmittel, die das EU-Bio-Siegel tragen, verzichten auf chemische Pflanzenschutz- und Düngemittel, Gentechnik und eine Vielzahl an Zusatzstoffen. Zudem sollten Tiere artgerecht gehalten und biologische Futtermittel verfüttert werden. Diese Kriterien müssen zu 95 Prozent umgesetzt werden.

Wem das nicht weit genug geht, der kann sich an strengeren Bio-Siegeln orientieren. Produkte, die diese Siegel tragen, sind jedoch auch mit dem EU-Bio-Siegel gekennzeichnet. Meist werden andere Bio-Siegel durch Bio-Anbauverbände vergeben. Dazu zählen unter anderem Demeter und Naturland. Hier muss beispielsweise der gesamte Betrieb auf Bio-Produkte umgestellt werden.

Wenn du eigene Goji-Beeren anbauen möchtest, gibt es auch hier verschiedene Optionen, die du anbauen kannst und die sich im Geschmack unterscheiden. Während die Sorten mit orangeroten Früchten einen eher milden Geschmack haben, sind die Sorten mit leuchtend roten und kleinen Beeren eher herb. Hier solltest du nach deinen eigenen Vorlieben entscheiden. Je nachdem welche Sorte du wählst, kann die Pflanze bereits nach einem Jahr Früchte tragen.

Geschmack der Goji-Beere

Geschmack der Goji-Beere

Goji-Beeren zeichnen sich durch ihren ganz eigenen Geschmack aus. Da die Frucht besonders eisenhaltig ist, kann die getrocknete Beere einen ganz eigenwilligen Geschmack entwickeln. Je nach Anbaugebiet variiert der Geschmack erheblich. Während einige Beeren eher süß schmecken, sind andere säuerlich und mitunter sogar herb. Einige Menschen vergleichen den Geschmack mit Cranberries, andere schmecken eher Feige heraus. Die herbe Variante kommt oft eher weniger gut an. In manchen Fällen lässt sich der Geschmack durch Waschen und Einweichen beeinflussen. Allerdings entwickelt sich dieser in der Reifezeit der Früchte und ist von vielerlei Faktoren wie beispielsweise Sonnenstunden abhängig.

Goji-Beeren zubereiten

Goji-Beeren sind mittlerweile nicht mehr nur roh oder in getrockneter Variante erhältlich. Man findet sie in vielerlei Form und als Zutat in verschiedenen Lebensmitteln. Sie werden in Süßspeisen wie Kuchen, in Müsliriegeln und Broten verarbeitet. Auch Goji-Beeren-Marmelade erfreut sich immer mehr Beliebtheit. Im Internet findet man ganz unterschiedliche Rezepte, die Goji-Beeren als Zutat enthalten. Es gibt ebenfalls Nahrungsergänzungsmittel, die Goji-Beeren als Wirkstoff nutzen. Bei diesen Mitteln sollte man jedoch aufpassen, da hier oft vielerlei Stoffe extra zugesetzt werden.

Wirkungen der Goji-Beere

Wirkungen der Goji-Beere

Die Goji-Beere enthält eine Vielzahl Inhaltsstoffe, die stark gesundheitsfördernd sein können. Neben einem hohem Vitamin-C-Wert und den Vitaminen B1 und B2, die essentiell für Stoffwechsel und Nervensystem sind, enthalten die Beeren auch Vitamin E, das als Antioxidant im Körper wirkt. Daneben enthält es Mikronährstoffe wie Eisen, Kupfer und Magnesium. Eine hohe Anzahl Aminosäuren und Spurenelemente sorgen zudem für eine optimale Versorgung des Körpers mit lebensnotwendigen Stoffen. Dazu kommen sekundäre Pflanzenstoffe und essentielle Fettsäuren, die für eine besonders gesunde Wirkweise der Superfrucht sorgen. Der US-Nährwertdatenbank USDA zufolge enthalten Goji-Beeren pro 100 Gramm unter anderem circa 46 Gramm Zucker und 13 Gramm Ballaststoffe.

Einige dieser Inhaltsstoffe sind besonders für Früchte relativ selten. Vitamin E kommt eher selten in Fruchtsorten vor, ebenso wie einige Spurenelemente, die heutzutage nur noch selten in Grundnahrungsmitteln zu finden sind. Zudem besitzen Goji-Beeren einen relativ hohen Eisenwert und sind sogar eine ergiebigere Eisenquelle als Spinat. Somit können sie eine gute Ergänzung zur alltäglichen Ernährung bilden.

Goji-Beeren sind bekannt für ihre gesundheitsfördernde Wirkung. Sie sollen sowohl einer Vielzahl an Krankheiten vorbeugen als auch für eine strahlende Haut sorgen. Auch bei akuten Krankheiten sollen sie die Beschwerden lindern können.

Bei Stress

Goji-Beeren gegen Stress

Goji-Beeren sollen für eine optimale Nährstoffzufuhr bei Stress sorgen. Sie enthalten eine Vielzahl Vitamine und sekundärer Pflanzenstoffe, die die Ausschüttung menschlicher Wachstumshormone fördern können. Diese können die Stressresistenz erhöhen. So ist man in stressigen Situationen standhafter. In stressigen Zeiten sollte man allgemein auf eine gesunde Ernährungsweise achten, um den Körper mit ausreichend Energie und Nährstoffen zu versorgen. Eine falsche Ernährung kann den Körper noch stressanfälliger machen. Hier erfährst du, was weiterhin zur Stressbewältigung empfohlen wird.

Bei Herzerkrankungen

Viele in Goji-Beeren enthaltene Stoffe wirken sich positiv auf das Herz-Kreislaufsystem aus. Sie können den Blutdruck senken und sogar Blutfette und Blutzucker reduzieren. Auch zum Abnehmen werden die roten Beeren immer wieder empfohlen. Der sekundäre Pflanzenstoff Anthocyan kommt in mehreren Beeren vor und wird wegen seiner gesundheitsfördernden Eigenschaft besonders hervorgehoben. Er wirkt unter anderem antioxidativ und antimikrobiell und soll sogar das Krebsrisiko senken können. Jedoch sind bisher nur Laborstudien bekannt, die offen lassen, ob Anthocyan überhaupt aus der Nahrung aufgenommen werden kann. Viele der gesundheitsfördernden Eigenschaften, die Goji-Beeren bei Herzerkrankungen haben, können so jedoch auch anderen Beerenarten zugeschrieben werden.

Bei hohem Blutdruck

Goji-Beeren bei hohem Blutdruck

Einige der Inhaltsstoffe der Goji-Beere wirken sich positiv auf den Blutdruck aus. Besonders viele Menschen in Deutschland leiden an einem zu hohen Blutdruck. Circa 30 bis 40 Prozent der Erwachsenen sind von Bluthochdruck betroffen. Mit höherem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit an Bluthochdruck zu erkranken. Die Lebens- und Ernährungsweise kann den Verlauf und die Entstehung der Erkrankung erheblich beeinflussen. So sollen auch Goji-Beeren den Blutdruck senken können. Zudem sollen sie auf den Blutzuckerspiegel einwirken und auch das Blut leicht verdünnen. Wissenschaftlich erwiesen ist dies jedoch nicht.

Bei Diabetes

Goji-Beeren können auf den Blutzuckerspiegel einwirken, was bei Diabetes durchaus ein Vorteil sein kann. In der traditionellen chinesischen Medizin werden sie schon lange bei Diabetes eingesetzt und auch in einer chinesischen Studie wurde die Wirksamkeit von Goji-Beeren bei Diabetes getestet. Hier wurde festgestellt, dass sich die roten Beeren vor allem für die Verringerung von Folgeschäden eignen. Den Verzehr von Goji-Beeren sollten Diabetiker jedoch zuvor mit einem Arzt absprechen.

Bei Alzheimer

Auch bei Alzheimer sollen Goji-Beeren wirksam sein. Sie sollen Alzheimer vorbeugen und so vor der gefürchteten Krankheit schützen. Das fand auch eine Studie aus dem Jahr 2010 heraus. Einige Wirkstoffe der Beere – vor allem aber ihre Polysaccharide die sogenannten Lycium-Barabrum-Saccharide – sollen neuroprotektive Wirkungen haben und so vor einer Alzheimer-Erkrankung schützen.

Für das Immunsystem

Goji-Beeren für das Immunsystem

Goji-Beeren sollen eine überaus positive Wirkung auf das Immunsystem haben. Auch hier spielen Polysaccharide wieder eine entscheidende Rolle. Diese können spezielle Abwehrzellen aktivieren und so sogar gegen Krebszellen vorgehen. Auch Vitamin C und Vitamin E sind essentiell für ein gestärktes Immunsystem. So kann der Körper unterstützt und Krankheiten vorgebeugt werden. Eine gesunde Ernährung ist essentiell für ein funktionierendes Immunsystem. Daher sollte man das ganze Jahr über eine ausgewogene Ernährung anstreben.

Für gesunde Augen

In Asien sind Goji-Beeren für ihren positiven Effekt auf die Augen bekannt. Goji-Beeren enthalten sekundäre Pflanzenstoffe und Antioxidantien, die für die Augen notwendige Nährstoffe bilden. Sie können sogar einigen Augenkrankheiten wie der Maskuladegeneration vorbeugen. Maskuladegeneration kann bis zur Erblindung führen und tritt vor allem im hohen Alter auf. Wer dieser Krankheit vorbeugen möchte, kann also auf Goji-Beeren zurückgreifen.

Als Anti-Aging-Mittel

Goji-Beeren sind mittlerweile in vielen Teilen der Welt ein beliebtes Anti-Aging-Mittel. Goji-Beeren sollen vielerlei Wirkungen haben, die den Alterungsprozess verzögern sollen. Grund dafür sind eine Vielzahl von antioxidativen Stoffen, die gegen freie Radikale vorgehen und so die Haut schützen und Faltenbildung vorbeugen können. Auch gegen Haarausfall sollen Goji-Beeren wirksam sein. Im Bereich Schönheit und Pflege werden Goji-Beeren nicht nur als Nahrungsmittel sondern auch in Pflegeprodukten wie Cremes und Masken eingesetzt.

Risiken von Goji-Beeren

Risiken von Goji-Beeren

Neben den möglichen gesundheitsfördernden Eigenschaften der Goji-Beeren gibt es jedoch auch einige Risiken, die man beim Verzehr von Goji-Beeren nicht aus den Augen verlieren sollte. Denn Goji-Beeren haben teilweise gefährliche Wechsel- und Nebenwirkungen, die man kennen sollte, wenn man auf die Superfrüchte nicht verzichten möchte. Viele Medien warnen daher schon vor der roten Beere und raten dazu, die Frucht nicht zu konsumieren.

Fälschungen

Heutzutage gibt es Goji-Beeren in fast jedem Supermarkt. Damit die Beeren günstig verkauft werden können, greifen manche Hersteller auf ähnliche Beeren zurück, die jedoch nicht die gesundheitsfördernden Eigenschaften wie echte Goji-Beeren besitzen. Der Ernährungswissenschaftler Emilio Martínez de Victoria von der Universität in Granada machte darauf aufmerksam, dass allein Beeren mit der Kennzeichnung „Lycium Barbarum“ die volle Heilkraft der Goji-Beeren vorweisen können. Bei ähnlichen Beeren sollte man vorsichtig sein. Es gibt viele verschiedene Beeren, die der Goji-Beere ähneln, die jedoch giftig sind.

Schadstoffe

Goji-Beeren können mit Schadstoffen verunreinigt sein. Das kann mitunter auch auf Bio-Produkte zutreffen. Schadstoffe reichern sich in den Beeren an, wodurch nahezu jede Frucht mit den gefährlichen Stoffen belastet sein kann. Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart testete die Beere und konnte bei jeder einzelnen Probe Schadstoffe feststellen. In jeder Beere war das Insektizid Acetamiprid vorhanden. Allerdings war die Dosis nie im gesundheitsgefährdenden Bereich.

Bei Bio-Produkten sollte man unbedingt auf ein europäisches Bio-Siegel achten, da nur sie eine verringerte Schadstoffbelastung garantieren. Das Amt in Stuttgart fand allerdings auch bei Goji-Beeren mit Bio-Qualität meist eine Vielzahl an Schadstoffen.

Wechselwirkungen

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Goji-Beeren im gleichen Zeitraum wie Blutverdünner konsumiert werden. Blutverdünner und Gerinnungshemmer wie Marcumar hemmen die Blutgerinnung, wodurch das Blut beispielsweise wieder leichter durch verengte Gefäße fließen kann. Es gab einige Fälle, bei denen der INR-Wert durch den Konsum von Goji-Beeren stark anstieg, teilweise sogar fast auf das Doppelte. Der INR-Wert hilft dabei, die Blutgerinnung zu beurteilen. Wenn das Blut länger zur Gerinnung braucht, ist der Wert höher. Ein zu hoher Wert kann in manchen Fällen lebensgefährlich sein, da es zu schweren inneren Blutungen kommen kann.

Nebenwirkungen

Auch die Nebenwirkungen von Goji-Beeren sollten nicht unterschätzt werden. Goji-Beeren können mitunter Allergien auslösen, denn sie haben ein hohes Allergie-Potenzial. Es gibt beispielsweise Kreuzallergien mit Tomaten, Kiwis, Pfirsichen, Tabak und Latex. Dass die Goji-Beere giftig ist – wie es viele Menschen lange Zeit glaubten – ist jedoch nicht der Fall. Obwohl der Gemeine Bocksdorn zu den Nachtschattengewächsen gehört, deren Früchte mitunter einen hohen Anteil des giftigen Bitterstoffs Solantin aufweisen, gibt es bisher keine bekannten Vergiftungsfälle bei Menschen. Die These, dass Bocksdorn giftig ist, beruht auf einem Artikel aus dem 19. Jahrhundert, der aber bereits ein Jahr später widerlegt werden konnte.

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