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Grapefruit: 4 Wirkungen, 3 Risiken + Tipps zum Schälen der Zitrusfrucht

Grapefruits liefern dir eine ganze Menge an wichtigen Vitaminen und anderen Nährstoffen. Alles Wissenswerte über die gesundheitlichen Vorteile und Risiken der Frucht sowie Tipps zum Schälen und Schneiden bekommst du hier.

Wissenswertes über die Grapefruit

Die Grapefruit ist eine Kreuzung aus Orange und Pampelmuse. Im 18. Jahrhundert ist diese Zitrusfrucht entstanden. Es gibt Grapefruits mit rotem, roséfarbenem und gelbem Fruchtfleisch. Das Innere der Frucht sieht einer Orange sehr ähnlich. Im Geschmack unterscheiden sich Grapefruits aber von der Orange. Erstere sind nämlich deutlich bitterer. Da die Grapefruit vor allem aus den USA, Israel und Südafrika nach Deutschland kommt, hast du das ganze Jahr über die Möglichkeit die Frucht zu kaufen.

Grapefruits enthalten sehr viel Vitamin C, außerdem Kalium, Magnesium, Calcium und andere wichtige Inhaltsstoffe. Die Frucht ist also sehr nahrhaft und eignet sich perfekt als gesunder Snack für zwischendurch. Zu viele Grapefruits am Tag solltest du allerdings nicht essen. Halte dich lieber an die Regel "5 am Tag" die besagt, dass fünf unterschiedliche Obst und Gemüsesorten am Tag zu einer gesunden Ernährung beitragen.

Grapefruit versus Pomelo/Pampelmuse

Grapefruit versus Pampelmuse

Grapefruit und Pampelmuse sind zwei verschiedene Arten. Pomelo ist wiederum die Bezeichnung für verschiedene Sorten von Pampelmusen. Grapefruit und Pampelmuse beziehungsweise Pomelo bezeichnen also nicht die gleiche Frucht. Verwirrung entsteht oftmals dadurch, dass die Pampelmuse im Englischen Pomelo genannt wird, im Französischen hingegen sagen die Menschen Pomelo, wenn sie die Grapefruit meinen.

Die Pampelmuse beziehungsweise Pomelo ist eine eigene Art. Die Grapefruit ist aus einer Kreuzung von Orange und Pampelmuse entstanden. Grapefruits haben häufig eine rosafarbene Schale. Hin und wieder ist ihre Außenseite auch gelblich. In der Regel sind sie kleiner als Pampelmusen und haben roséfarbenes, rotes oder gelbes Fruchtfleisch. Die rosa Sorten schmecken eher mild, alle anderen intensiv bitter.

Die Schale der Pampelmuse ist dagegen meist gelblich. Das Innere dieser Frucht sieht je nach Sorte anders aus. Die Pomelo hat meist blassgelbes oder grünliches Fruchtfleisch. Andere Pampelmusensorten sind rosa, rot oder sogar pink. Der Geschmack der Pampelmuse ist eher säuerlich und nur leicht bitter.

Wirkungen der Grapefruit

Grapefruits bremsen Heißhunger aus

Grapefruits sind sehr gesund und erfreuen sich in erster Linie auf Grund ihres hohen Vitamin C Gehalts großer Beliebtheit. In der Tat sind sie eine optimale Quelle für Vitamin C. Sie enthalten aber noch viele weitere Nährstoffe, die sich positiv auf deinen Körper und die Gesundheit auswirken. Welche das sind erfährst du im Folgenden.

Stärkt das Immunsystem

In Sachen Vitamin C ist die Grapefruit unschlagbar. In 100 Gramm Frucht stecken in der Regel mindestes 60 Milligramm des lebenswichtigen Vitamins. Bestimmte Pflanzenstoffe in der Frucht tragen außerdem dazu bei, dass das Vitamin C besonders gut von deinem Körper aufgenommen und verwertet werden kann.

Vitamin C braucht dein Körper für zahlreiche Funktionen und Prozesse. Das Vitamin ist an verschiedenen Stoffwechselprozessen beteiligt und wird unter anderem für den Aufbau von Bindegewebe, Knochen und Zähnen benötigt. In erster Linie aber unterstützt es das Immunsystem bei seinen Funktionen. In den Wintermonaten solltest du also immer genug Vitamin C zu dir nehmen, damit dein Immunsystem richtig arbeitet.

Hilft beim Abnehmen

Grapefruits helfen beim Abnehmen

100 Gramm Grapefruit enthalten nur circa 40 Kalorien. Die Frucht ist also sehr kalorienarm und ein gesunder Snack. Auch wenn du gerade eine Diät machst oder deine Nahrung generell umstellen und auf die Energie-Zufuhr achten willst, eignet sich die Grapefruit prima. Sie ist nämlich nicht nur kalorienarm, sondern besitzt auch kaum Kohlenhydrate. Mit einer Low-Carb– oder Keto-Diät ist die Frucht dementsprechend gut vereinbar. Wie du weiterhin gesund oder schnell abnimmst, erfährst du auf den jeweils verlinkten Seiten.

Außerdem helfen Grapefruits dabei dein Körperfett zu verbrennen. Der in der Frucht enthaltene Bitterstoff Naringenin trägt dazu bei. Er hat die Fähigkeit Eiweiße so zu beeinflussen, dass deine Leber in erster Linie Fettsäuren abbaut. Ein weiterer Pluspunkt der Grapefruit ist ihre Fähigkeit deinen Stoffwechsel anzuregen. So fühlst du dich schneller satt. Mehr als eine Grapefruit pro Tag solltest du allerdings nicht essen.

Bremst Heißhunger

Dieser Punkt ist besonders interessant für dich, wenn du oft snackst. Grapefruits enthalten nämlich unterschiedlich Ballaststoffe, unter anderem Pektin. Dieser Stoff sorgt dafür, dass du nach dem Verzehr einer Grapefruit besonders lange satt bist. Möchtest du abnehmen, solltest du also zwischendurch auf eine Grapefruit zurückgreifen, wenn du wirklich Hunger hast. Diese stillt deine Gelüste und hat nicht viele Kalorien.

Regt die Verdauung an

Der gleiche Ballaststoff, der deinen Heißhunger bremst, sorgt auch für eine gesunde und ausgewogene Verdauung. Besonders Fettsäuren werden mit Hilfe des Pektins problemlos abgebaut und du bekommst nicht so schnell Magenprobleme. Hast du strake Verdauungsbeschwerden, musst du dennoch einen Arzt kontaktieren und darfst dich nicht auf die Fähigkeiten der Grapefruit verlassen.

Risiken der Grapefruit

Allergische Reaktionen gehören zu den Risiken der Grapefruit

Auf Grund ihres hohen Vitamin C Gehalts sind Grapefruits eigentlich sehr gesund. Es gibt aber ein paar Faktoren, die durchaus ein Risiko darstellen. Darüber solltest du dir beim Kauf und vor dem Verzehr bewusst sein. Nimmst du regelmäßig starke Medikamente ein, ist es sinnvoll den Verzehr von Grapefruits mit einem Arzt zu besprechen. Folgende Risiken stehen in Verbindung mit der Grapefruit.

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Genau wie Pampelmusen und Pomelos, befinden sich auch in der Grapefruit bestimmte Flavonoide, wie zum Beispiel das Naringin. Nimmst du bestimmte Medikamente ein und isst zu dieser Zeit Grapefruits, können die Flavonoide gefährliche Wechselwirkungen in deinem Körper herbeiführen. Das geschieht, weil sie einige Enzyme hemmen und so die Metabolisierung, also den Ab- oder Umbau, bestimmter Wirkstoffe aus Arzneimitteln außer Kraft setzen.

Bei einer solchen Wechselwirkung kommt es im schlimmsten Fall zu einer Abschwächung oder aber zu einer Erhöhung des Wirkspiegels. Neben dem Außerkraftsetzen der Medikamente ist es auch möglich, dass die Wirkung des Medikaments so stark erhöht wird, dass die Situation lebensbedrohlich für dich wird. Sprich den Verzehr von Grapefruits also unbedingt mit deinem Arzt ab oder verzichte darauf, wenn du spezielle Medikamente einnimmst.

Es kann mit unterschiedlichsten Medikamenten zu einer Wechselwirkung kommen. Dazu zählen zum Beispiel blutdrucksenkende Medikamente, Schlafmittel, aber auch hormonelle Verhütungsmittel, wie die Pille.

Allergie auf Zitrusfrüchte

Reagierst du allergisch auf Zitrusfrüchte, darfst du auf keinen Fall eine Grapefruit essen. Sonst führt das womöglich zu Schwellungen im Mundbereich, Hautausschläge oder im schlimmsten Fall zu einem anaphylaktischen Schock. Eine Allergie gegen Zitrusfrüchte ist nicht selten. Beobachte deinen Körper also ganz genau und iss zu Beginn nur kleine Stücke. So merkst du schnell, ob du allergisch bist oder nicht.

Bist du auf Latex oder Gräser allergisch, musst du beim Verzehr der Grapefruit besonders aufpassen. Es kann nämlich sein, dass du auf Grund einer Kreuzallergie in diesem Fall auch empfindlich auf die Zitrusfrucht reagierst.

Unnötige Verpackung

Beim Kauf solltest du dich unbedingt für unverpackte Grapefruits entscheiden. Die Schale schützt das Fruchtfleisch vor etwaigen Verschmutzungen und sorgt dafür, dass unverpackte Früchte zu jedem Zeitpunkt voll genießbar sind.

Immer wieder werden bereits geschälte Grapefruits angeboten, damit du vor dem Verzehr keine zusätzliche Arbeit hast. Allerdings sind geschälte Früchte in übermäßig viel Verpackung eingeschweißt. Schäle die Grapefruit also lieber selbst. Kennst du die entsprechenden Tricks, ist das gar nicht schwer.

Grapefruitsaft

Grapefruitsaft

Besonders intensiv schmeckst du die Grapefruit, wenn du einen Saft aus der Frucht presst. Grapefruitsaft kannst du zwar auch kaufen, bei der Lagerung in Flaschen gehen aber viele wertvolle Nährstoffe verloren. Je länger der Saft in der Flasche ist, umso weniger gesunde Nährstoffe nimmst du beim Trinken auf. Daher ist es in jedem Fall eine gute Idee selbst Grapefruitsaft herzustellen. Das ist gar nicht schwer. Wir haben ein paar Tipps für dich zusammengestellt, mit denen du schnell und einfach in den Genuss des leckeren Saftes kommst. Folgendermaßen gehst du in der Herstellung vor:

Du brauchst:

  • 3 Grapefruits
  • 500 ml Wasser
  • 2 Esslöffel Ahornsirup
  • 1 Messer

Da Grapefruits sehr bitter sind, empfiehlt es sich den frisch gepressten Saft mit ausreichend Wasser zu mischen. So stellst du den Saft her:

  1. Wasche die Grapefruits gründlich unter warmem Wasser ab.
  2. Schneide die Grapefruits in der Mitte durch.
  3. Presse den Saft der Früchte aus.
  4. Vermische den Saft mit dem Wasser und dem Ahronsirup.

Möchtest du den Saft haltbar machen, kochst du alle Zutaten in einem Topf für circa 20 Minuten auf.

Grapefruitkernextrakt

Grapefruitkernextrakt galt sehr lange als Wundermittel gegen Bakterien, Viren und Pilze. Es wird aus den Kernen der Grapefruit hergestellt. Teilweise auch aus der weißen Innenschale der Grapefruit, die du beim Schälen entfernst. Grapefruitkernextrakt ist also im Prinzip ein Abfallprodukt der Lebensmittelindustrie, das zur ganzheitlichen Verarbeitung der Frucht beiträgt. Grapefruitkernextrakt gilt als natürliches Antibiotikum. Wie es genau wirkt und was du bei der Anwendung beachten solltest, erfährst du hier. 

Grapefruit kaufen

Grapefruit kaufen

Grapefruits bekommst du in jedem gut sortierten Supermarkt zu kaufen. Wichtig ist, dass du vor dem Kauf auf die Qualität der Früchte achtest, damit du im Nachhinein nicht enttäuscht bist. Eine reife und hochwertige Frucht erkennst du in erster Linie an ihrer Schale. Früchte mit dünner Schale sind sehr viel fruchtiger und reicher an Nährstoffen als Früchte mit einer dicken Schale.

Kontrolliere vor dem Kauf also, was für eine Schale die jeweilige Frucht hat. Überprüfe dazu, wie die Grapefruit am Stielende aussieht. Läuft die Frucht spitz zu und sieht zudem rau und runzelig aus, hat sie sehr wahrscheinlich eine dicke Haut. In diesem Fall entscheidest du dich lieber für ein anderes Exemplar.

Auch das Gewicht sagt etwas über die Qualität der Frucht aus. Vergleiche mehrere Grapefruits miteinander und wähle die schwerere. Bei leichtem Druck gegen die Schale gibt eine reife Frucht ein wenig nach.

Grapefruit schälen

Bevor du eine Grapefruit isst, musst du die Schale entfernen. Erst danach hast du die Möglichkeit die Frucht in einzelne Teile zu zerlegen. Auch wenn du die Grapefruit zu einem Saft, Smoothie oder einer Eiscreme verarbeiten möchtest, ist der erste Schritt das Entfernen der Schale. Das erscheint auf den ersten Blick gar nicht so einfach, ist im Grund aber nicht schwer. Folgendermaßen gehst du beim Schälen vor:

  1. Wasche die Frucht gründlich unter warmem Wasser ab.
  2. Entferne die beiden Enden der Grapefruit mit einem Messer. Schneide die Enden so ab, dass du ein wenig Fruchtfleisch sehen kannst. Der weiße Teil der Frucht ist zwar nicht ungesund, schmeckt aber auch nicht gut. Daher solltest du diesen Teil nach Möglichkeit entfernen.
  3. Platziere die Frucht nun auf einer der abgeschnittenen Seiten und ritze mit dem Messer mehrere Zentimeter tief in die Schale. Mache so circa sechs Schnitte von oben nach unten.
  4. Nun hast du die Frucht perfekt zum Schälen vorbereitet. Nutze einen Löffel oder ein Messer und setze an den eingeritzten Stellen an. Die einzelnen Teile der Schale ziehst du nun schnell und einfach von der Frucht ab. Bereitet dir dies Probleme, ritzt du die Schale noch etwas tiefer ein.
  5. Löse nun das Fruchtfleisch aus der weißen Haut, wenn du diese nicht mitessen möchtest.

Grapefruit essen

Grapefruit essen

Eine Grapefruit isst du in der Regel roh oder du presst einen Saft daraus. Das ist am unkompliziertesten und die wertvollen Nährstoffe bleiben alle enthalten. Du musst die Frucht dazu nur auspressen beziehungsweise die Schale gründlich entfernen.

Du kannst die Grapefruit aber auch zum Kochen oder Backen benutzen und sie mit unterschiedlichsten Lebensmitteln kombinieren. So stellst du nach Belieben Aufstriche, Salate, Chutneys oder Eiscreme her. Ein Grapefruit-Smoothie liefert dir morgens direkt eine große Menge Vitamin C. Du hast ebenso die Möglichkeit die Grapefruit in dein morgendliches Müsli zu mischen. Wir haben zwei einfache Rezepte für dich herausgesucht, von denen du dich inspirieren lassen kannst:

Smoothie aus Grapefruit und Bananen

Du brauchst:

  • 1 Grapefruit
  • 1 Banane
  • 1 halben Becher Joghurt
  • 1 Esslöffel Ahornsirup
  • eine Prise Kurkuma
  • 1 halbe Zitrone

Ein Smoothie ist der perfekte Start in den Tag, denn er versorgt dich mit einer Menge Vitaminen. Außerdem dauert die Zubereitung gar nicht lange. Folgendermaßen gehst du vor:

  1. Presse die Grapefruit aus.
  2. Schäle die Banane und schneide sie in Stücke.
  3. Gib den Grapefruitsaft und die Bananenstücke in einen Mixer und püriere die Zutaten.
  4. Füge Joghurt, Ahornsirup, Kurkuma und einen Spritzer Zitronensaft hinzu und vermische die Zutaten erneut.

Grüner Salat mit Grapefruit

Du brauchst:

  • 1 Kopfsalat
  • 1 halben Bund Schnittlauch
  • 1 Grapefruit
  • Essig
  • Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer

Möchtest du noch weitere Zutaten hinzufügen, zum Beispiel Tomaten und Gurken, kannst du das nach Belieben tun. Deiner Fantasie sind bei diesem Rezept keine Grenzen gesetzt. Folgendermaßen bereitest du den Salat vor:

  1. Zerteile den Salat in einzelne Blätter.
  2. Wasche die Salatblätter ausgiebig und schleudere sie in einer Salatschleuder trocken.
  3. Wasche den Schnittlauch.
  4. Zerteile den Schnittlauch in kleine Stücke.
  5. Schäle die Grapefruit und teile sie in kleine Stücke. Fange den Saft der Frucht auf.
  6. Mische den Grapefruitsaft mit Essig, Olivenöl, Salz und Pfeffer zu einem Dressing.
  7. Gib die Salatblätter in Schüsseln und verteile die Obststücke darauf.
  8. Füge das Dressing hinzu.
  9. Garniere den Salat mit zerkleinertem Schnittlauch.
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