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Heidelbeeren: 6 vorteilhafte Wirkungen von Blaubeeren

Anders als die meisten anderen Superfoods ist die Heidelbeere auch in Deutschland heimisch und schon lange ein fester Bestandteil der hiesigen Ernährungsgewohnheiten. Wie gesund die kleine Beere wirklich ist, wissen allerdings nur die Wenigsten. Wir klären dich über die wirkungsvolle Beere auf.


Herkunft der Heidelbeere

Heidelbeeren gehören zu den Heidekrautgewächsen

Vor allem im Sommer sind Heidelbeeren beliebt, denn dann wachsen sie in den heimischen Gärten und der freien Natur. Sie eignen sich sehr gut als Snack und werden gerne in Kuchen, Marmeladen oder Joghurts verarbeitet. Dabei überzeugt besonders der süße und fruchtige Geschmack der kleinen Beere. Nach dem Verzehr der hierzulande heimischen Waldheidelbeeren kann es vorkommen, dass die Zunge blau verfärbt ist. Das liegt an den intensiven Pflanzenfarbstoffen, die in den Heidelbeeren vorhanden sind.

Am wohlsten fühlt sich das Heidekrautgewächs, an dem die Beeren wachsen, an halbschattigen Orten in Laub- und Nadelwäldern. Heidelbeeren haben im Spätsommer Saison. Sie entstehen aus den blassrosa Blüten des circa 50 Zentimeter hohen Strauchs und können einen Durchmesser von einem Zentimeter erreichen. Ihre Schale ist dunkelblau gefärbt, während das Fruchtfleisch eher hell ist.

Gibt es einen Unterschied zwischen Heidelbeeren und Blaubeeren?

Heidelbeeren sind unter vielen Namen bekannt. Viele bezeichnen die dunkelblauen Beeren als „Blaubeeren„, andere bevorzugen „Waldbeere„. All diese Begriffe bezeichnen dieselbe Frucht. Während sich der Begriff „Heidelbeere“ vom Ursprung der Frucht aus dem Heidekrautgewächs ableitet, bezieht sich der Begriff „Blaubeere“ auf das Aussehen der Frucht. Da die Heidelbeere vorwiegend in Wäldern wächst, wird sie auch als „Waldbeere“ oder „Waldheidelbeere“ bezeichnet. Je nach Region verwendet man entweder die eine oder andere Bezeichnung. Der allgemein übliche Begriff ist „Heidelbeere“.

Was macht Heidelbeeren so gesund?

Heidelbeeren stecken voller Vitamine und sekundärer Pflanzenstoffe

Heidelbeeren können viele gesundheitliche Vorteile mit sich bringen. Sie sind vor allem für ihre antioxidative Wirkung bekannt. Wie viele andere Beeren besitzen sie viele Pflanzenfarbstoffe. In Heidelbeeren ist besonders viel des Pflanzenfarbstoffs Anthocyan enthalten, das als Antioxidant im Körper wirkt.

Antioxidantien sind Radikalfänger, die schädliche Sauerstoffradikale im Körper hemmen können. Die Freien Radikale können Körperzellen schädigen und so schwerwiegende Krankheiten und vorzeitige Hautalterung begünstigen. Freie Radikale entstehen beispielsweise, wenn man sich zu lange in der Sonne aufhält oder wenn man raucht.

Anthocyane gehören zu den Polyphenolen. Diese sind in einer Vielzahl von Lebensmitteln enthalten. Besonders Lebensmittel mit einer lila-roten Färbung wie Auberginen, Beeren und Rotwein enthalten viele Phenole. Darüberhinaus ist es auch in Blattgemüse und Vollkornprodukten enthalten. Eine Ernährung, die reich an Phenolen und Anthocyanen ist, kann nachgewiesenermaßen mit einigen gesundheitlichen Vorteilen einhergehen.

Allgemein gehören Blaubeeren zu den Früchten mit der höchsten antioxidativen Wirkung. Das liegt auch an dem relativ hohen Gehalt an Vitamin C, der in der Beere vorkommt. Auch Vitamin C ist ein Antioxidans. Mehr über das wichtige Vitamin erfährst du hier. 100 Gramm frische Heidelbeeren decken circa 12 Prozent des täglichen Bedarfs eines erwachsenen Mannes an Vitamin C.

Darüberhinaus ist auch Beta-Carotin zu hohen Anteilen enthalten. Beta-Carotin wird im Körper zu Vitamin A umgewandelt, das unter anderem die Funktion der Augen unterstützt. Weitere Informationen zu Vitamin A findest du hier.

Nährwerte von Blaubeeren pro 100 Gramm
  • Kalorien 36 kcal
  • Fett 1 g
  • Kohlenhydrate 1 g
  • Mineralstoffe
    • Natrium 1 mg
    • Kalium 80 mg
    • Calcium 10 mg
    • Magnesium 2 mg
    • Phosphat 15 mg
    • Eisen 0,7 mg
    • Zink 0,1 mg
  • Vitamine
    • Beta-Carotin 35 µg
    • Vitamin E 2,1 mg
    • Vitamin B1 0,02 mg
    • Vitamin B2 0,02 mg
    • Vitamin B6 0,06 mg
    • Folsäure 10 µg
    • Vitamin C 20 mg

Wirkung von Heidelbeeren

Wie Heidelbeeren wirken

Aufgrund der hochwertigen Inhaltsstoffe geht der Verzehr der wohlschmeckenden Beeren mit einigen gesundheitsfördernden Wirkungen einher. Die kleinen Beeren können ohne schlechtes Gewissen verzehrt werden. Auch Risiken und Nebenwirkungen sind keine bekannt.

Entzündungshemmend

Heidelbeeren haben entzündungshemmende Eigenschaften. Das liegt an den enthaltenen Gerbstoffen. Diese können Entzündungen lindern und und abdichtende und adstringierende Eigenschaften aufweisen. Heidelbeeren können deshalb bei Entzündungen im Mund zum Einsatz kommen. Dazu empfiehlt sich besonders ein Tee aus getrockneten Heidelbeeren oder ein verdünnter Saft. Am besten wirkt die Anwendung, wenn man den Tee oder Saft gurgelt.

Gegen vorzeitige Hautalterung

Aufgrund der hohen antioxidativen Wirkung können Heidelbeeren vor Hautalterung schützen. Besonders Vitamin C und E haben wichtige Funktionen beim Erhalt einer frischen und straffen Haut. Darum werden die beiden Vitamine auch in vielen Hautpflegeserien verwendet. Doch Anti-Aging wirkt nicht nur von außen, auch innerlich muss der Körper mit wichtigen Nährstoffen versorgt werden, damit er optimal arbeiten und die Zellen schützen kann.

Blaubeeren sind somit das perfekte Lebensmittel für eine strahlende Haut. Sie enthalten viele wichtige Nährstoffe, die für eine gesunde Haut wichtig sind und können die Funktionsweise des Körpers optimal unterstützen.

Bei Verdauungsstörungen

Heidelbeeren wirken bei Verdauungsstörungen

Heidelbeeren können nachgewiesenermaßen bei Verdauungsstörungen helfen. Während frische Blaubeeren leicht abführend wirken, können getrocknete Heidelbeeren bei Durchfall helfen. Grund dafür sind vor allem die Gerbstoffe, die in den getrockneten Früchten in konzentrierter Form wirken können. Mitunter soll die Behandlung mit Heidelbeerextrakt auch bei chronischen Darmentzündungen für Besserung sorgen. Dies ermittelte eine unkontrollierte Pilotstudie, die 13 Probanden mit einer milden bis moderaten chronischen Darmentzündung über 6 Wochen hinweg beobachtete.

Wenig Kalorien

Blaubeeren haben nur wenige Kalorien und eignen sich somit als Lebensmittel in einer kalorien- und kohlenhydratarmen Ernährung wie einer Low-Carb-Diät. Sie können super mit proteinhaltigen Lebensmitteln wie Joghurt und Quark kombiniert werden, passen in Smoothies und schmecken auch als Snack. Darüberhinaus enthalten sie Ballaststoffe, die für ein langes Sättigungsgefühl und eine gesunde Darmflora sorgen.

Da sie viele wichtige Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe besitzen, eignen sie sich sowohl für schnelles als auch gesundes Abnehmen. Obwohl sie nur wenige Kalorien haben, können sie den Körper mit essentiellen Nährstoffen versorgen. Zu einer erfolgreichen Diät gehört darüberhinaus eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und Sport wie Yoga und Pilates.

Zur Unterstützung der Sehkraft

Heidelbeeren unterstützen die Sehkraft

Heidelbeeren enthalten eine relevante Menge an Beta-Carotin, das im Körper zu Vitamin A wird. Vitamin A ist an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt. So wirkt es auch bei der Bildung von Sehfarbstoffen mit. Das sorgt dafür, dass das Auge zwischen hell, dunkel und den verschiedenen Farben unterscheiden kann. So ist das Vitamin besonders für eine gute Nachtsicht essentiell.

Antikarzinogen

Einige Studien zeigen, dass das in Heidelbeeren enthaltene Anthocyan krebsvorbeugend wirken kann. Die antioxidative Wirkung des Pflanzenfarbstoffs kann freie Radikale hemmen, die zellschädigend wirken und damit Krebs begünstigen können. Da Heidelbeeren einen besonders hohen Anteil an Anthocyan enthalten, ist ihre antioxidative Wirkung besonders hoch. Ein regelmäßiger Verzehr der kleinen Beeren kann also dazu beitragen, das Krebsrisiko zu senken.

Kulturheidelbeere als Alternative

Die Kulturheidelbeere findet man gerade in den Wintermonaten in den hierzulande ansässigen Supermärkten. Importiert wird sie zu dieser Zeit meist aus Südamerika. Sie unterscheidet sich im Aussehen nur unerheblich von den heimischen Heidelbeeren, dennoch enthält sie weniger hochwertige Inhaltsstoffe.

Erkennen kann man sie an der robusteren Schale der Beere, die dafür sorgt, dass sie den langen Importweg nach Deutschland übersteht. Auch das Fruchtfleisch der Beere unterscheidet sich von der heimischen Blaubeere. Es ist fast weiß gefärbt, da die farbgebenden Anthocyane bei dieser Sorte vor allem in der Schale vorkommen.

Die Kulturheidelbeere entstand durch Züchtungen aus nordamerikanischen Pflanzenarten und stammt nicht von der hierzulande heimischen Heidelbeere ab. Das merkt man auch an den Inhaltsstoffen der Beere. Da sich die farbgebenden Anthocyane bei den Kulturheidelbeeren hauptsächlich in der Schale befinden, besitzen sie weitaus weniger Antioxidantien als die hierzulande heimischen Waldheidelbeeren. Dennoch ist der Gehalt von Antioxidantien immer noch hoch genug, um eine stressmindernde und vorteilhafte Wirkung für den Körper zu erzeugen.

Heidelbeeren pflanzen

Heidelbeeren pflanzen

Heidelbeeren kann man hierzulande ganz einfach im Garten pflanzen oder wild pflücken. Da das Heidekrautgewächs feuchte Böden bevorzugt, sollte man allerdings auf die Beschaffenheit des Bodens achten. Dieser sollte humusreich und frei von Kalk sein. Dazu kannst du etwas Komposterde oder Sand unter den Boden mischen.

Die Pflanzen sollte man nicht zu tief in die Erde setzen, sondern das obere Ende des Ballens mit etwas Rindenmulch abdecken. Kurz nach der Pflanzung und im Sommer sollte die Pflanze gut gewässert werden. Dazu eignet sich Regenwasser am besten, da es weniger Kalk enthält. Es empfiehlt sich außerdem, die Pflanze regelmäßig zu düngen. Dazu sind besonders die Monate April bis Juni geeignet, wenn die Pflanze austreibt und Fruchtansätze bildet. Als Dünger eignet sich Mulch oder Kompost beispielsweise aus Nadelholz.

Damit man lange eine gute Ernte einfahren kann, sollte man den Strauch regelmäßig schneiden. Das ist vor allem ab dem vierten Jahr nach der Pflanzung wichtig. Die beste Jahreszeit ist der Herbst. Beim Schneiden sollte man die alten Triebe entfernen, so dass nur noch kräftige Triebe übrig bleiben, die den Winter gut überstehen können.

Heidelbeeren pflücken oder kaufen

Selbstgepflanzte Heidelbeeren sind besonders gesund, da sie frei von Pestiziden sind. Auch im Wald finden sich Heidelbeeren, die essbar sind. Dort wachsen sie häufig in der Nähe von Nadelhölzern, da hier der Boden oft die besten Bedingungen für die Heidelbeeren bietet.

Vorsicht: Heidelbeeren ähneln den womöglich giftigen Rauschbeeren. Auch sie verfügen über eine bläuliche Schale, das Fruchtfleisch ist allerdings weiß – ähnlich wie bei der Kulturheidelbeere. Darüberhinaus werden sie um einiges größer als die Waldheidelbeere und sind eher eiförmig.

Heidelbeeren aus Wildpflückungen laufen außerdem Gefahr mit den Eiern des Fuchsbandwurms behaftet zu sein. Darum sollte man wilde Heidelbeeren vor dem Verzehr stets gut waschen. Am sichersten ist es, die Heidelbeeren einzukochen, da die Eier einer Temperatur von über 70 Grad Celsius nicht standhalten können. Beim Einfrieren sterben die Eier jedoch nicht.

Heidelbeeren selber pflücken

Pflücken kann man die süßen Beeren allerdings nicht nur bei sich im Garten oder im Wald, einige Bauern bieten die Beeren im Sommer zum Selberpflücken an. Meist wird der Preis dort kiloweise abgerechnet. Neben Heidelbeeren kann man vor allem Erdbeeren oft selber pflücken. Felder in dieser Art gibt es überall in Deutschland.

Wer keinen grünen Daumen und kein Feld zum Selberpflücken in der Nähe hat, kann die Beeren das ganze Jahr über im Supermarkt erwerben. Vor allem in den Wintermonaten handelt es sich dabei jedoch um Kulturheidelbeeren, die nach Deutschland importiert werden. Preislich liegen diese meist zwischen ein bis drei Euro.

Neben herkömmlichen Heidelbeeren kann man in Supermärkten auch verschiedene Produkte aus Heidelbeeren erhalten. Dazu zählen beispielsweise Säfte, Riegel und getrocknete Heidelbeeren. Auch Müslis, Gebäck und Brot können mitunter getrocknete Heidelbeeren als Zutat enthalten. Darüberhinaus bieten manche Supermärkte auch gefrorene Beeren an, die man je nach Bedarf rationieren kann und sich lange in der Tiefkühltruhe halten.

Gesunde Rezepte mit Blaubeeren

Heidelbeeren als Eiscreme

Blaubeeren können sowohl in kalten als auch heißen Speisen verarbeitet werden. Es gibt unzählige Rezepte, in denen Blaubeeren für die fruchtige Note sorgen. So werden sie beispielsweise in Kuchen, Desserts und Pfannkuchen verarbeitet. Es gibt zudem viele gesunde Gerichte, in denen Heidelbeeren eine Rolle spielen. Sie lassen sich super in Smoothies und andere Fruchtgerichte integrieren.

Besonders beliebt ist die sogenannte Nicecream – eine Eiscreme, die hauptsächlich aus gefrorenen Früchten besteht. Sie ist frei von Zucker und eignet sich auch für Menschen, die an einer Laktoseintoleranz leiden oder vegan sind. Dabei geht die Zubereitung schnell und einfach.

Hergestellt wird das Eis mithilfe von zwei bis drei Bananen, die in Scheiben geschnitten und eingefroren werden. Die gefrorenen Bananen werden später zusammen mit etwa 100 Gramm Heidelbeeren in einen Mixer gegeben und zu einer Eismasse püriert. Wenn man noch zwei Esslöffel Erdnuss- oder Mandelmus hinzugibt, wird das Eis besonders cremig. Nach dem Mixen kann die Masse nun mithilfe eines Eisportionierers in kleine Schälchen gefüllt werden. Die fertige Eiscreme kann man mit einigen Heidelbeeren, Chiasamen oder Schokoladenstreuseln verzieren. Fertig ist die gesunde Alternative zu herkömmlicher Eiscreme.

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