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Richtig inhalieren: 5 verschiedene Inhalatoren + 5 Tipps

Ob bei Schnupfen, Husten oder Halsschmerzen – Inhalieren bringt vor allem bei Erkältungssymptomen die erhoffte Besserung. Der heiße Dampf befeuchtet Schleimhäute und löst festsitzenden Schleim. Wie Inhalieren genau geht und was du beachten musst, erklären wir dir hier.

Als hilfreiches Hausmittel bei Erkältungen findet das Inhalieren schon lange Anwendung. Dabei atmest du Wasserdampf über den Mund und die Nase in deine Lunge. Auf diese Weise kannst du die verstopften Atemwege befreien und wenigstens für kurze Zeit wieder frei durchatmen.

Wie Inhalieren geht

Wie Inhalieren geht

Bei zahlreichen Beschwerden in den oberen Atemwegen kommt Inhalieren zum Einsatz. Und schon mit wenigen Mitteln und ohne spezielles Equipment kannst du die Technik durchführen. Denn Inhalieren basiert einzig auf dem Einatmen von heißem Wasserdampf. Das sorgt dafür, dass die Schleimhäute befeuchtet und besser durchblutet werden. Auf diese Weise kann sich festsitzender Schleim besser lösen, abgehustet oder ausgeschnäuzt werden.

Auch wenn du keinen speziellen Inhalator besitzt, kannst du ganz einfach zuhause inhalieren. Alles, was du dafür benötigst, ist ein Kochtopf. In diesem kochst du Wasser auf, so dass sich Wasserdampf bildet. Im nächsten Schritt musst du nur noch dein Gesicht über den Dampf halten und tief einatmen. Schon kannst du von den wohltuenden Dämpfen profitieren. Aber Achtung: Warte ab, bis der Dampf auf eine angenehme Temperatur abgekühlt ist. Zu heißer Dampf lässt deine Haut und Schleimhäute verbrühen.

Mit einem Inhalator kannst du den Wasserdampf gezielt in deine Atemwege leiten, um noch besser von dem Hausmittel profitieren zu können. Dazu füllst du das Wasser in ein Gefäß mit einem kegelförmigen Aufsatz. Daran kannst du verschiedene Mund- und Nasenstücke befestigen, je nachdem, wo deine Beschwerden sitzen. Durch diese kannst du den Dampf einatmen. Achte auch hier wieder darauf, dass der Dampf auf eine angenehme Temperatur herunter gekühlt ist, um dich nicht zu verbrühen.

Willst du den Effekt der Dämpfe verstärken, kannst du verschiedene Zusätze hinzugeben. Besonders geeignet sind Salze und ätherische Öle. Auch Kamillentee ist empfehlenswert, um gereizte Schleimhäute zu beruhigen. Wichtig ist, dass du nur geringe Mengen der Zusätze verwendest. Eine zu hohe Konzentration kann deine Schleimhäute noch mehr reizen.

Anwenden kannst du die Inhalation bei verschiedenen Beschwerden wie Husten, Schnupfen, Bronchitis und Erkältung. Wie du dabei genau vorgehst, kann jedoch recht unterschiedlich sein. Denn je nach Beschwerden eignet sich der ein oder andere Inhalator besser. Wie du deine Inhalation genau durchführen solltest, besprichst du am besten mit deinem behandelnden Arzt.

Der richtige Inhalator

Der richtige Inhalator

Obwohl schon ein einfacher Topf reicht, um die Inhalation durchzuführen, kannst du mit verschiedenen Inhalatoren noch bessere Ergebnisse erzielen. Auch bei einigen Krankheiten solltest du besser auf spezielle Inhaliergeräte zurückgreifen, um vom Inhalieren profitieren zu können. Dabei kann es zu Verwirrung kommen, denn es gibt viele verschiedene Geräte. Um herauszufinden, welches am besten zu dir passt, fragst du am besten deinen Arzt. Wir stellen dir die verschiedenen Inhalationsgeräte vor.

Dosier-Aerosole

Dosier-Aerosole dienen als Inhalatoren zur Wirkstoff-Verabreichung. Dabei kannst du genau dosieren, wie viel Dampf aus dem Inhaliergerät kommt. Drückst du den Behälter herunter, kommt nämlich genau ein Sprühstoß aus dem Inhalationsgerät. Wichtig ist, dass du genau in dem Moment tief einatmest, um den Wirkstoff effektiv aufzunehmen. Dosier-Aerosole sind recht klein und lassen sich einfach in der Tasche transportieren. Bei schweren Atemwegserkrankungen kann das Dosier-Aerosol also immer mitgeführt werden.

Pulverinhalatoren

Pulverinhalatoren sind in vielfältigen Formen erwerbbar. So kommt es, dass sie ganz unterschiedlich anzuwenden sind. Vor allem die Dosierung des Wirkstoffs unterscheidet sich erheblich. Während einige Geräte die Dosierung individuell anpassen, ist diese bei anderen Geräten schon vorgegeben. Der Wirkstoff liegt dabei immer in Pulverform vor. Dieser gelangt durch die Einatmung in den Körper, nicht durch aktive Sprühstöße.

Vernebler

Vernebler

Mit dem Vernebler erzeugst du einen feinen Nebel, der mit seinen feinen Tröpfchen auch die unteren Atemwege erreicht. In der Regel wird ein Wirkstoff verwendet, der schleimlösend und entzündungshemmend wirkt wie eine Kochsalzlösung. Auch andere Wirkstoffe können sowohl einzeln als auch zusammen mit der Kochsalzlösung zum Einsatz kommen. Genau wie Pulverinhalatoren gibt es auch Vernebler in verschiedenen Formen. Dein Arzt kann dich zu diesem Thema individuell beraten.

Respimat

Mit dem Respimat erzeugst du ebenfalls einen ganz feinen Dampf, der sich langsam ausbreitet und tief in die Atemwege gelangt. Dabei verzichtet der Respimat auf elektrische Energie. Auch Treibmittel benötigt der Respimat nicht. Der Wirkstoff zur Inhalation befindet sich in einer Patrone, die regelmäßig ausgetauscht werden muss. Wann dies der Fall ist, wird dir in der Regel über einen Dosisanzeiger mitgeteilt. Wie bei allen Inhalatoren solltest du während der Nutzung tief einatmen und deinen Atem danach einige Sekunden anhalten, damit der Wirkstoff in der Lunge wirken kann.

Mini-Inhalator

Mittlerweile gibt es auch sogenannte Mini-Inhalatoren, die du bequem unterwegs mitnehmen kannst. Diese kannst du dir einfach in die Nase klemmen und so ohne viel Aufwand deine verstopfte Nase befreien. Der Mini-Inhalator enthält dabei eine Kombination verschiedener ätherischer Öle, die bekannt sind für ihre Wirksamkeit bei Erkältungssymptomen. Dazu zählen unter anderem Eukalyptus und Thymian. Aufpassen solltest du, wenn du empfindliche Schleimhäute hast. Die ätherischen Öle können deine Schleimhäute reizen und ein leichtes Brennen verursachen. Ist dies der Fall, solltest du von einer Verwendung des Mini-Inhalators absehen.

Risiken der Inhalation

Risiken der Inhalation

Obwohl das Inhalieren ein natürliches Hausmittel bei Erkältungen ist, birgt es doch einige Risiken. Denn falsch angewendet, kann der heiße Dampf deine Schleimhäute weiter reizen, statt diese zu beruhigen. Darum ist es enorm wichtig, dass du den Dampf vor der Anwendung ausreichend abkühlen lässt. Die Verbrühungsgefahr ist enorm hoch. Gerade Kinder sollten darum von der herkömmlichen Kochtopf-Methode absehen. Babys und Kleinkinder sollten besser mit Verneblern behandelt werden, die einen besonders feinen Dampf versprühen und so effektiver wirken können.

Neben der Verbrühungsgefahr gehen Risiken vor allem von ätherischen Ölen wie Eukalyptusöl, Teebaumöl und Kamillenöl aus. Gerade Kinder sollten auch hier wieder von der Verwendung der Öle absehen. Ätherische Öle können bei ihnen schwere Nebenwirkungen wie Atemnot verursachen. Auch wenn du selbst zu empfindlichen Schleimhäuten neigst, solltest du die Finger von ätherischen Ölen lassen. Greife stattdessen lieber zu Kochsalzlösungen, die sanfter auf die Schleimhäute wirken.

Bei Allergien solltest du ebenfalls auf entsprechende Zusätze verzichten. Asthmatiker sollten mit ihrem Arzt die geeignete Technik besprechen, um entsprechende Nebenwirkungen zu vermeiden.

Richtig inhalieren: So geht’s

Damit das Inhalieren seine effektiven Wirkungen entfalten kann und du Risiken vermeidest, solltest du einiges beachten. Denn obwohl du ohne großen Aufwand inhalieren kannst, kannst du einiges falsch machen.

Langsam und tief atmen

Damit der Wasserdampf auch wirklich in deinen Atemwegen wirken kann, solltest du diesen langsam und tief einatmen. Nur so kannst du sichergehen, dass der Dampf deine Atemwege erreicht. Wie tief der Dampf wirken kann, hängt dabei vom jeweiligen Inhalator und den Zusätzen ab. Führst du die Inhalation ohne spezielle Hilfsmittel mit einem Topf durch, kann sie nur an den oberen Atemwegen wirken. Je feiner der Dampf ist, desto tiefer gelangt er in die Atemwege.

Atem für wenige Sekunden anhalten

Wenn du Wirkstoffe inhalierst, solltest du deinen Atem einige Sekunden anhalten

Besonders wenn du eine Inhalation mit Wirkstoff durchführst, solltest du den Atem für einige Sekunden in den Atemwegen halten. Nur so kannst du sichergehen, dass dieser optimal wirken kann. Atmest du ihn direkt wieder aus, geht nämlich ein großer Teil des Wirkstoffs verloren. Du profitierst eher, wenn er bis zu zehn Sekunden in den Luftwegen verweilt.

Wasser unbedingt abkühlen lassen

Führst du eine Inhalation mit heißem Wasser durch, solltest du dieses unbedingt auf eine angenehme Temperatur herunter kühlen lassen, bevor du den Wasserdampf einatmest. Der heiße Dampf könnte deine Haut und deine sowieso schon gereizten Atemwege weiter reizen und sogar verbrühen. Das Wasser sollte warm genug sein, dass noch genügend Wasserdampf entsteht, aber sich keinesfalls heiß anfühlen. Am besten lässt du es einige Minuten abkühlen.

Bei leichten Symptomen inhalieren

Inhalieren ist gerade dann empfehlenswert, wenn die Symptome nur leicht sind. Sind die Atemwege sowieso schon geschwollen, können diese durch den heißen Dampf noch weiter anschwellen. So können sich die Symptome sogar verschlimmern. Bei leichten Beschwerden ist Inhalieren jedoch gut geeignet. Hier kann der Wasserdampf helfen, festsitzenden Schleim zu lösen und die Atemwege kurzzeitig zu befreien.

Kochsalzlösungen verwenden: Inhalieren mit Salz

Inhalieren mit Salz

Besonders empfehlenswert zum Inhalieren sind Kochsalzlösungen. Sie können selbst starke Verschleimungen lösen und sind in verschiedenen Konzentrationen erhältlich. Die Lösungen löst du dazu einfach in heißem Wasser auf und atmest den daraus resultierenden Dampf ein. Besonders hilfreich ist solch eine Behandlung bei Erkältungsbeschwerden, Sinusitis und Bronchitis. Aber nicht nur im Akutfall, sondern auch als vorbeugende Maßnahme kann das Inhalieren mit Kochsalzlösung wirksam sein.

Die Kochsalzlösung kannst du sowohl in der Apotheke erwerben als auch selbst herstellen. Zur eigenen Herstellung kannst du ganz normales Kochsalz verwenden. Dieses sollte allerdings nicht jodiert sein. Gib etwa einen Teelöffel davon in ein Liter gekochtes Wasser und lasse die Mischung abkühlen, vor allem wenn du einen Vernebler zum Inhalieren verwenden möchtest.

Inhalieren bei Kindern

Kinder sollten besser mit einem Vernebler inhalieren

Auch für Kinder ist das Inhalieren geeignet. Im Zweifelsfall solltest du jedoch vorher beim Kinderarzt nachfragen, ob die Inhalation als Therapie geeignet ist. Bei häufigen und schweren Erkältungen reicht die Therapie mit einem Inhalator häufig nicht aus und weitere Behandlungen müssen zum Einsatz kommen. Ist das Inhalieren für dein Kind geeignet, solltest du unbedingt in die passende Methode investieren. Inhalieren mit einem Kochtopf ist für Kinder zu gefährlich. Die heißen Dämpfe können die Schleimhäute reizen. Zudem können sich besonders Kinder leicht mit heißem Wasser verbrühen. Aus Sicherheitsgründen solltest du darum besser zu Verneblern greifen. Wichtig ist, dass der Inhalator gut auf dem Gesicht sitzt, um den bestmöglichen Effekt zu erzielen.

Zusätze solltest du nur verwenden, wenn der Kinderarzt diese verordnet hat. Vor allem ätherische Öle können Kindern gefährlich werden und die Atemwege stark reizen oder gar zu Atemnot führen. Darum sollten Kinder unbedingt darauf verzichten. Kochsalzlösungen sind aber auch für Kinder geeignet.

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