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Knoblauch: 9 Wirkungen & 3 Arten + Steckbrief

Knoblauch ist überall auf der Welt verbreitet. Nicht zuletzt wegen seiner umfangreichen Heilwirkungen. Von welchen gesunden Inhaltsstoffen du profitieren kannst und was sie bewirken, erfährst du hier. Außerdem haben wir Tipps zum Pflanzen und Ernten von Knoblauch für dich.

Der Knoblauch ist eine alte Kulturpflanze, die ursprünglich aus Zentralasien stammt. Bereits in der altindischen Medizin war sie ein geschütztes Arzneimittel.

Wissenswertes über Knoblauch

Wissenswertes über Knoblauch

Knoblauch (englisch: "garlic") ist gesund und punktet vor allem mit sehr guten Nährwerten. 100 Gramm enthalten:

  • 145 Kalorien
  • 6 Gramm Proteine
  • 28 Gramm Kohlenhydrate
  • 0,12 Gramm Fett

Eine einzelne Zehe hat hingegen nur vier Kalorien. Um deine Gerichte zu verfeinern, kannst du Knoblauch zu einem Dip oder Öl weiterverarbeiten

Knoblauch einlegen

Um Knoblauch einzulegen und damit haltbar zu machen, benötigst du folgende Zutaten:

  • 500 Gramm frischer Knoblauch
  • 1 Teelöffel Kümmel
  • 200 Milliliter Weißweinessig;
  • 1 Esslöffel Senfsamen
  • 1 Teelöffel Wacholderbeeren
  • 3 Esslöffel Honig
  • 1/2 Teelöffel Salz

Zunächst musst du die Zehen der Heilpflanze schälen und fünf Minuten in Salzwasser kochen lassen. Tropfe sie danach ab und fülle sie zusammen mit dem Kümmel, den Senfsamen und den Wacholderbeeren in ein Glas.

Koche anschließend den Essig mit Salz, Honig und 100 Milliliter Wasser auf. Gieße die Mischung über die Knoblauchzehen und verschließe das Glas.

Knoblauch in der Geschichte und Mythologie

Knoblauch gilt als die Urform der Zwiebel und wurde bereits vor mehr als 5.000 Jahren in Indien, China und Ägypten als Heilmittel angebaut. Die Römer und Griechen haben die krautige Pflanze ebenfalls zur Stärkung und zur Behandlung von Krankheiten angewandt.

Im Altertum war Knoblauch als eine Art Wunderknolle bekannt. Zudem dachten die Menschen, dass die Heilpflanze Vampire fernhält – unter anderem, weil man Tollwut-Kranke als Vampire bezichtigte und diese stark auf den Geruch von Knoblauch reagierten.

Nebenwirkungen

In hohen Dosierungen kann Knoblauch den Verdauungstrakt reizen und Sodbrennen verursachen. Wegen einer blutverdünnenden Wirkung kann er außerdem den Effekt von blutverdünnenden Medikamenten verstärken.

Zudem wirkt Knoblauch blutdrucksenkend und kann unter Umständen auch hypotone Kreislauf-Reaktionen auslösen – das können beispielsweise Blutdruckabfall und Schwindel sein.

Du solltest also vor der Einnahme von Knoblauchsaft oder -Tabletten eine Ärztin oder einen Arzt konsultieren. Wenn du frischen Knoblauch jedoch zum Kochen verwendest, ist eine Überdosierung sehr unwahrscheinlich.

Schwarzer Knoblauch

Schwarzer Knoblauch

Bei schwarzem Knoblauch handelt es sich um weißen fermentierten Knoblauch. Er zeichnet sich durch eine stärkere Wirkung aus, da er einen höheren Gehalt an Antioxidantien hat.

Schwarzer Knoblauch entsteht, wenn du weißen Knoblauch mehrere Wochen lang unter Luftabschluss gären lässt.

Dazu eignen sich Temperaturen zwischen 60 und 80 Grad Celsius sowie eine Luftfeuchtigkeit zwischen 70 und 96 Prozent. Nach der Fermentation erhält der Knoblauch seine charakteristische schwarze Farbe und einen süßlich-würzigen Geschmack.

Während der weiße Knoblauch vor allem mit seinem Hauptinhaltsstoff Allicin punktet, ist es beim schwarzen Knoblauch das S-Allylcystein (SAC). Das SAC ist ein sehr starkes Antioxidans mit einer hohen Radikalfängerkapazität. Was den schwarzen Knoblauch auch besonders macht, ist der höhere Gehalt an Nähr- und Vitalstoffen. Grund dafür ist der geringere Wassergehalt.

Knoblauch in der Schwangerschaft

Prinzipiell ist Knoblauch in der Schwangerschaft erlaubt. Er enthält keine Inhaltsstoffe, die deinem Kind schaden könnten. Jedoch solltest du ihn nicht in zu hohen Dosierungen konsumieren. Denn: Die Heilpflanze intensiviert die Darmtätigkeit und kann dabei auch Durchfall oder Blähungen auslösen.

Jeder Durchfall in der Schwangerschaft kann eine Schmierinfektion (bakterielle Vaginose) verursachen. Sie kann wiederum vorzeitige Wehen, einen Eisprung oder einen Fruchtblasensprung bewirken.

Nichtsdestotrotz können Schwangere mit Knoblauch auch ihre Schwangerschaftsbeschwerden lindern – zum Beispiel Bluthochdruck. In der ersten Schwangerschaftsphase kannst du problemlos ein bis zwei Zehen konsumieren. Ab der zweiten und dritten Phase solltest du den Verzehr aber besser minimieren.

Lies hier mehr zur richtigen Ernährung in der Schwangerschaft.

Zitronen-Knoblauch-Kur

Zitronen-Knoblauch-Kur

Die Zitronen-Knoblauch-Kur soll deinen Körper von Kalkablagerungen befreien. So soll sie dein Herz-Kreislauf-System stärken.

Bei der Kur handelt es sich um ein Hausmittel aus der Volksheilkunde. Um die Knoblauch-Zitronen-Kur für zwei Personen und für 20 Tage herzustellen, benötigst du Folgendes:

  • einen Liter Wasser
  • eine Bio-Limette
  • 30 Knoblauchzehen
  • 4 Bio-Zitronen
  • ein circa fünf Zentimeter großes Stück Bio-Ingwer
  • ein Viertel Teelöffel gemahlener schwarzer Pfeffer
  • ein bis zwei Teelöffel Kurkumapulver

Du kannst 25 Milliliter des Elixiers täglich nach einer Hauptmahlzeit zu dir nehmen – über drei Wochen lang. In der Regel wird die Kur insgesamt drei- bis viermal wiederholt. Nach jeder dreiwöchigen Kur kannst du eine Woche Pause machen. Wenn du die Kur viermal wiederholt, dauert sie insgesamt vier Wochen.

Knoblauchgeruch loswerden

Wenn du Knoblauch isst, nimmt dein Körper das Allicin auf und gibt es in das Blut ab. So verteilt sich die Schwefelverbindung im ganzen Körper. Über die Lunge und die Haut wird die Substanz schlussendlich wieder abgegeben.

Kräuter wie Petersilie, Minze und Kardamom enthalten ätherische Öle, die gegen den Geruch wirken sollen. Zusätzlich kannst du auch zehn Minuten lang auf einer Kaffeebohne kauen, um den Knoblauchgeruch loszuwerden.

Arten von Knoblauch

Arten von Knoblauch

Es existieren rund 80 Sorten von Knoblauch, die für den Verzehr angebaut werden. Des Weiteren sind noch Hunderte von wilden Sorten bekannt. In diesem Kapitel stellen wir dir die drei bekanntesten Arten genauer vor.

Gemeiner Knoblauch (Allium sativum)

Der gemeine Knoblauch (Allium sativum) ist die am weitesten verbreitete Art. Er bildet in der Regel zwischen 5 und 15 Brutzwiebeln. Die ausdauernde krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen zwischen 30 und 90 Zentimetern.

Die spitzen und kahlen Laubblätter sind bis zu 30 Millimeter breit und bis zu 80 Zentimeter lang. Als sogenanntes Überdauerungsorgan dient eine Zwiebel, die aus einer Hauptzehe und mehreren Nebenzehen besteht.

Derartige Überdauerungsorgane dienen zur Überwindung. In der Blütezeit kannst du die Knoblauch-Pflanze auch an ihren kleinen weißen Blüten erkennen. Allium sativum wächst vornehmlich auf sandigen Böden in trockenen Gebieten.

Chinesischer Knoblauch (Allium tuberosum)

Der chinesische Knoblauch (Allium tuberosum) ist auch als Soloknoblauch bekannt. Er besteht lediglich aus einer einzigen Knolle ohne einzelne Zehen. Die Größe der Knoblauch-Pflanze liegt zwischen 25 und 50 Millimeter.

Charakteristisch für sie ist der milde Geschmack. Außerdem lässt sich der chinesische Knoblauch leichter schälen und schneiden, da er im Vergleich zu einer Zwiebel weniger vielschichtig ist.

Elefantenknoblauch (Allium ampeloprasum)

Bei dem Elefantenknoblauch (Allium ampeloprasum) handelt es sich botanisch nur im weitesten Sinne um einen Knoblauch-Verwandten. Denn er ist eher mit dem Lauch oder Porree verwandt. Ursprünglich stammt der Elefantenknoblauch aus England und Frankreich.

Hauptsächlich wird er jedoch in den Vereinigten Staaten von Amerika angebaut. Die auch als Riesenknoblauch bezeichnete Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 150 Zentimeter. Sie zeichnet sich durch die hohen Stängel und die schmalen grünen Blätter aus.

Die Zehen des Elefantenknoblauchs können fünfmal so groß werden wie die des gemeinen Knoblauchs. Die zweijährige Pflanze wächst krautig und beginnt im Juni zu blühen.

Gesunde Wirkungen von Knoblauch

Gesunde Wirkungen von Knoblauch

Viele Menschen lieben Knoblauch, andere wiederum empfinden vor allem den Geruch als unangenehm. Unumstritten sind jedoch die breitgefächerten Heilwirkungen der Pflanze, die wir dir in diesem Kapitel genauer erläutern.

Fängt freie Radikale ab

Die positiven Wirkungen von Knoblauch rühren von dem Zusammenspiel verschiedener Inhaltsstoffe.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gehen aber davon aus, dass vor allem das Allicin für die Heilwirkungen verantwortlich ist. Im Knoblauch liegt zunächst die Aminosäure Alliin vor. Durch das Schälen oder das Schneiden der Knoblauchzehen werden die Zellen der Pflanze verletzt.

Durch die Reaktion mit der Umgebungsluft baut sich das Alliin ab und Allicin entsteht. Dieses erhöht den Spiegel von zwei antioxidativ wirkenden Enzymen im Blut: Glutathionperoxidase und Katalase. Antioxidantien oder antioxidative Stoffe verhindern Oxidationsvorgänge im Körper, die durch freie Radikale ausgelöst werden.

Aus diesem Grund bezeichnet man sie als Radikalfänger. Freie Radikale sind natürliche Zwischenprodukte unseres Stoffwechsels. Der menschliche Körper benötigt sie, da sie wichtige Aufgaben im Immunsystem erfüllen. Sind freie Radikale jedoch in großen Mengen vorhanden, spricht man von oxidativem Stress.

Stärkt das Immunsystem

Stärkt das Immunsystem

Insbesondere der frische Knoblauch ist ein echter Segen für dein Immunsystem. Viele Menschen bezeichnen ihn als natürliches Antibiotikum.

Knoblauch soll zum Teil sogar besser wirken als herkömmliche Antibiotika. Also auch dann, wenn Bakterien antibiotikaresistent sind.

Im Vergleich zu chemischen Antibiotika trägt Knoblauch auch zum Erhalt einer gesunden Darmflora bei. Damit verringert sich das Risiko von antibiotika-assoziierten Bauchschmerzen und Durchfällen.

Zudem zeichnet sich die Heilpflanze durch eine antivirale Wirkung aus. Grund dafür sind die enthaltenen Schwefelverbindungen. Die Wirkstoffe besetzen nämlich spezielle Rezeptoren von Zellen, die im Normalfall von Viren angegriffen werden. So verhindert Knoblauch also, dass ein Virus an der Zelle andockt.

Auch wenn ein Virus bereits angedockt ist, kann Knoblauch ihn am Eindringen in die Zelle hindern. Darüber hinaus beeinträchtigt die Heilpflanze auch die Vermehrung von Viren im Körper, sodass sie sich langsamer ausbreiten.

Knoblauch in die Nase stecken

Ein Trend, der in den sozialen Netzwerken kursiert, besagt Folgendes: Wenn du dir eine geschälte Knoblauchzehe in die Nase steckst, kannst du deine Atemwege innerhalb von fünfzehn Minuten befreien. Denn das Nasensekret rinnt und der Schleim löst sich.

Jedoch besteht die Gefahr, dass du kleine Knollen zu tief in dein Nasenloch steckst und sie sich nicht mehr entfernen lassen. Zudem können die Ölsekrete deine Schleimhäute langfristig reizen.

Senkt das Cholesterin

Senkt das Cholesterin

Sowohl frischer Knoblauch als auch der Saft der Pflanze hemmten in In-vitro-Studien (“im Glas”) die Biosynthese von Cholesterin.

Besonders der schwarze Knoblauch ist in der Lage, das Cholesterin zu senken. Er beugt der schädlichen Oxidation des LDL-Cholesterins vor.

Das “schlechte Cholesterin” lagert sich in den Blutgefäßwänden ab – vor allem, wenn mehr Cholesterin im Blut zirkuliert, als deine Körperzellen benötigen. LDL ist zwar ein durchaus erwünschter Bestandteil des Blutes, jedoch gilt es in größeren Mengen als problematisch.

Vor allem bei einer Oxidation besteht die Gefahr, dass das LDL-Cholesterin im Blut verbleibt und die Gefäßwände schädigt. Hohe Cholesterinwerte und dadurch verursachte Gefäßablagerungen können auch zu einem Gefäßverschluss führen.

Die Schwefelverbindungen im Knoblauch wirken hingegen blutverdünnend. Sie verhindern zum Beispiel, dass Blutplättchen zusammenkleben. Deswegen kann das Blut besser fließen und das Risiko der Entstehung von Gerinnseln reduziert sich.

Beugt Krebs vor

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vermuten, dass sowohl Knoblauch als auch Zwiebeln und Lauch vor Krebs schützen können. Eine Studie mit rund 543.000 Teilnehmenden ergab Folgendes: Die Probanden, welche die oben genannten Gemüsesorten viel verzehrten, erkrankten signifikant seltener an Magenkrebs.

Zudem zeigte eine andere Untersuchung, dass etwa zwei bis fünf Gramm Knoblauch pro Tag das Risiko von Prostatakrebs minimieren. Die These, dass die Heilpflanze Krebs vorbeugen soll, ist jedoch unter den Forschenden umstritten.

Hemmt Entzündungen

Hemmt Entzündungen

Knoblauch gilt auch als ein natürlicher Entzündungshemmer. Diese Eigenschaft beruht auf seinen antibakteriellen Inhaltsstoffen.

So kannst du die Heilpflanze beispielsweise zum Schutz vor Akne oder Parodontose anwenden.

Studien ergaben, dass das im Knoblauch enthaltene Allicin schon bei geringer Dosierung das Wachstum von Bakterien, Pilzen und Hefen hemmt.

Zudem reduziert es die Produktion von Zytokinen – dabei handelt es sich um Botenstoffe, die bei einer Reaktion des Immunsystems gebildet werden. Zytokine haben einen Einfluss auf Entzündungsprozesse und die Vermehrung von Bakterien.

Senkt den Blutdruck

Der blutdrucksenkende Effekt von Knoblauch ist ebenfalls dem Allicin zu verdanken. Wissenschaftlich bestätigt ist, dass Knoblauch eine Alternative zu blutdrucksenkenden Medikamenten darstellt.

Die Schwefelverbindungen entspannen und weiten die Blutgefäße und verbessern die Fließeigenschaften des Blutes. Eine Studie aus dem Jahr 2014 kam zu dem Ergebnis, dass du Knoblauch sowohl bei zu hohem systolischen als auch bei zu hohem diastolischem Blutdruck verwenden kannst.

Schützt vor Arteriosklerose

Vor allem in den asiatischen Regionen, wo viel Knoblauch gegessen wird, leiden die Menschen weniger unter Gefäß- und Arterienverkalkungen. Die Annahme, dass Knoblauch vor Arteriosklerose schützt, rührt auch daher, dass die Heilpflanze einen positiven Einfluss auf die Blutgefäße hat. Deswegen vermuten Forschende, dass der Verzehr vorbeugend wirkt.

Bekämpft Pilze

Bekämpft Pilze

Knoblauch wirkt nicht nur stark gegen Bakterien, sondern auch gegen Pilze. Als natürliches Antipilzmittel hemmt es das Wachstum von Pilzen – egal ob auf der Haut, im Darm oder im Mund.

Naturmediziner empfehlen bei einem Pilzbefall in etwa drei bis vier zerquetschte Knoblauchzehen als unterstützende Maßnahme pro Tag zu essen.

Unterstützt die Leber

Knoblauch eignet sich hervorragend, um deine Leber zu unterstützen. Zum einen schützt es die Zellen des Organs vor dem Eindringen schädlicher Stoffe. Zum anderen fördert es die Funktion der Leber und die schnellere Regeneration der Leberzellen.

Besonders die Schwefelverbindungen im Knoblauch sollen für eine entgiftende Wirkung sorgen. Der Schwefel soll dazu führen, dass schädigende Schwermetalle wasserlöslich werden – so kann dein Körper sie leichter ausscheiden.

Knoblauch-Shampoo
Die Kosmetikindustrie verwendet Extrakte von Knoblauch in Shampoos als Mittel gegen Haarausfall. Da Knoblauch auch die Durchblutung verbessern kann, stärkt es so die Haarwurzeln und regt das Haarwachstum an.

Anwendung von Knoblauch

Anwendungen der Heilpflanze

Unter Forschenden ist bislang noch umstritten, ob Knoblauch am besten frisch oder als Fertigpräparat wirkt. Neben dem frischen Knoblauch stellen wir dir in diesem Kapitel weitere Anwendungsmöglichkeiten vor.

Knoblauch-Öl

Für einen Liter reines Knoblauch-Öl benötigst du zwischen 350 und 400 Kilogramm der Heilpflanze. Du kannst es wunderbar gegen gereizte Haut anwenden. Es bekämpft Infektionen, wirkt gegen Hautpilze und regt die Durchblutung an.

Zudem kann es auch überschüssigen Talg abbauen. Du kannst das Öl direkt auf deine Haut geben, um gegen Dermatitis oder Akne vorzugehen. Ebenso kannst du es auch ganz klassisch in der Küche als Speiseöl verwenden, um deine Gerichte zu verfeinern.

Wenn du eine Portion Knoblauch-Öl selbst herstellen möchtest, benötigst du nur zwei Zutaten:

  • 900 Milliliter Olivenöl
  • zwei Knoblauchzehen

Nach dem Schälen kannst du den Knoblauch pressen mittels einer Knoblauch-Presse. Mit einem Stabmixer kannst du die gepressten Zehen zusammen mit 200 Milliliter Öl pürieren. Danach füllst du die Mischung mit dem restlichen Öl auf und gibst es in eine Glasflasche. Vergiss nicht, die Flasche täglich durchzuschütteln.

Knoblauch-Kapseln

Möchtest du lieber Fertigpräparate statt frischen Knoblauch benutzen, dann eignen sich vor allem Knoblauch-Kapseln. Inzwischen existieren auch Forschungsergebnisse über deren positive Wirkung. Sowohl im frischen Knoblauch als auch in den fertigen Produkten ist hauptsächlich das Allicin enthalten.

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt folgende Tagesdosen:

  • bis zu fünf Gramm frischer Knoblauch
  • bis zu 1,2 Gramm getrocknetes Knoblauchpulver (enthalten in Knoblauchpillen)
  • Zubereitungen (in Pillenform) mit einem Anteil von bis zu zwölf Milligramm Aliin oder fünf Milligramm Allicin

Achte beim Kauf von Fertigpräparaten auf den Verzicht von Konservierungsmitteln, Füllstoffen und anderen Zusatzstoffen. Der Knoblauch sollte zudem schonend und natürlich extrahiert worden sein. Im besten Fall kommen die Inhaltsstoffe aus biologischem Anbau.

Knoblauch-Pulver

Das Pulver der Heilpflanze ist besonders praktisch. Du kannst es einfach über deine Gerichte streuen und musst dazu nicht extra eine Knoblauch-Presse benutzen. Mengenmäßig solltest du das Pulver wie getrocknete Zehen benutzen.

Auch bei dem Pulver solltest du darauf achten, dass es frei von Konservierungs- und Farbstoffen ist. Zudem sollte es ungeschwefelt, unbestrahlt und frei von Rieselhilfen sein.

Knoblauch-Pulver kannst du zum Beispiel für Folgendes anwenden:

  • Einlegen und Würzen von Fleisch
  • Soßen
  • Marinaden
  • Quark und Dips
  • Butter
  • Salate

Steckbrief: Allium sativum

Steckbrief: Allium sativum

Im folgenden Steckbrief haben wir noch einmal alle wichtigen Informationen der Heilpflanze für dich zusammengestellt – so erkennst du auf einen Blick alle Merkmale.

  • Name: Gemeiner Knoblauch (Allium sativum)
  • Familie: Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)
  • Gattung: Lauch (Allium)
  • Verbreitung: Zentralasien, Iran (Wildform)
  • Blütenfarbe: weiß, rosa, grünlich
  • Giftigkeit: ungiftig
  • Hauptblütezeit: Juni/Juli
  • Erntezeit: Juli/August
  • Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, S-Allylcystein, Schwefelverbindungen, Flavonoide, Vitamine, Mineralstoffe
  • Wirkung: antioxidativ, antiviral, entzündungshemmend, blutverdünnend,
  • Anwendungsgebiete: Immunsystem, Blutdruck, Blutzucker, Leber, gegen Pilze

Knoblauch pflanzen und ernten

Knoblauch pflanzen und ernten

Du kannst Knoblauch einfach selbst anpflanzen, da er als nicht besonders anspruchsvoll gilt. Damit der Anbau und die anschließende Ernte gelingt, musst du Folgendes beachten.

Pflanze den Knoblauch bestenfalls im Herbst an, so kann er im Frühjahr austreiben. Zum Stecken des Knoblauchs kannst du sowohl Brutzwiebeln als auch Knoblauchzehen verwenden.

Vor dem Stecken solltest du die Erde deines Beetes auflockern und jäten. Stecke die Zehen mit der Spitze nach oben etwa sechs Zentimeter tief in die Erde (Brustzwiebeln nur zwei bis drei Zentimeter).

Lasse zwischen 15 und 20 Zentimeter Platz zwischen den einzelnen Pflanzen. Der Knoblauch mag es sonnig – also achte bei der Standortauswahl auf genügend Sonneneinstrahlung. Das Substrat sollte locker, unkrautfrei und humusreich sein.

Denn Knoblauch wurzelt flach und wäre in einem sandigen Boden falsch aufgehoben. Damit die Pflanze gut wächst, sollte die Temperatur dauerhaft unter 18 Grad Celsius liegen. Vermeide unbedingt Staunässe, denn Knoblauch fault sehr leicht. Hast du ihn im Herbst gesetzt, kannst du die Knoblauchzwiebeln bereits im Juli ernten.

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