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Kurkuma-Tee selber machen: 3 Tipps & 5 Alternativen

Kurkuma findet mittlerweile vielfältig Anwendung. So gibt es Kurkuma-Pulver, Kurkuma-Kapseln, aber auch Kurkuma-Tee. Wie du diesen zubereitest und welche Wirkungen der Tee erzeugt, erfährst du hier.

Kurkuma ist mittlerweile kaum noch aus den hiesigen Supermärkten wegzudenken. Die goldgelbe Knolle findest du in zahlreichen Produkten, sie ist sowohl frisch als auch getrocknet erhältlich. Beliebt ist die Wurzel vor allem aufgrund ihrer positiven Wirkung auf die Gesundheit. Zwar ist ihr Geschmack recht gewöhnungsbedürftig. Doch in richtiger Kombination entfaltet sich ein wohltuendes Aroma – so auch beim Kurkuma-Tee.

Was Kurkuma ist

Was Kurkuma ist

Kurkuma hat in vielen Teilen der Welt eine jahrtausendealte Tradition. Dabei wird sie nicht nur als normales Lebensmittel, sondern auch als Heilmittel verwendet. Die traditionelle indische Heilkunst nutzt Kurkuma beispielsweise bei Rheuma und Verdauungsbeschwerden. Das Gewürz soll unter anderem reinigend und energiespendend wirken. Zum Einsatz kommt die Knolle außerdem in der traditionellen chinesischen Medizin. Mehr über die besonderen Anwendungen von Kurkuma erfährst du hier.

Dass Kurkuma durchaus gesundheitsfördernde Wirkungen besitzt, ist mittlerweile auch hierzulande bekannt. Kurkuma gibt es darum nicht nur als Lebensmittel, sondern auch als Nahrungsergänzungsmittel beispielsweise in Form von Kurkuma-Kapseln. Die Wurzel kannst du aber auch in deine Ernährung integrieren, indem du Kurkuma als Tee zu dir nimmst. Anstatt täglich Pillen zu schlucken, kannst du die Knolle einfach als Getränk in deinen Alltag einbinden.

Du kannst Kurkuma-Tee beispielsweise morgens zum Frühstück zu dir nehmen und in Kombination mit Grüntee als Wachmacher verwenden. Alternativ kannst du den Tee auch in deine Abendroutine einbauen und zur Entspannung einen Kurkuma-Gewürztee trinken.

Kurkuma-Tee gibt es in verschiedenen Kombinationen – ob fruchtig, würzig oder herb. Je nach Geschmack ist sicherlich etwas für dich dabei. Bedenke allerdings, dass Kurkuma an sich eher bitter bis harzig und für viele daher gewöhnungsbedürftig schmeckt. Mit der richtigen Kombination bekommt der Kurkuma-Tee jedoch eine besondere Note.

Wirkungen von Kurkuma

Wirkungen von Kurkuma

Gerade aufgrund seiner gesundheitsfördernden Wirkungen ist Kurkuma so beliebt. Die Knolle wirkt nämlich sowohl entzündungshemmend als auch antioxidativ. Das kommt deinem Körper in vielerlei Hinsicht zugute. Denn Antioxidantien schützen die Zellen vor möglichen Schädigungen durch sogenannte freie Radikale. Diese können durch unterschiedliche Einflüsse entstehen, beispielsweise Luftverschmutzung, Rauchen oder Pestizide. Die freien Radikale können die Zell-DNA verändern und damit die Entstehung von Erkrankungen wie Krebs begünstigen. Antioxidative Stoffe im Kurkuma können dem entgegen wirken.

In einigen Studien konnte die Wirksamkeit von Kurkuma speziell gegen Darmkrebs bereits belegt werden. Allerdings bedarf es weiterer Studien, um eindeutige Ergebnisse zu erlangen. Antioxidativ wirkt vor allem das enthaltene Curcumin. Dabei handelt es sich um einen sekundären Pflanzenstoff, der bis zu drei Prozent der Knolle ausmacht. Neben seinen antioxidativen Eigenschaften wirkt Curcumin auch entzündungshemmend. Auch dies kommt der Krebsvorbeugung zugute.

Kurkuma verfügt jedoch noch über weitere wichtige Inhaltsstoffe. Mit der Knolle nimmst du lebenswichtige Nährstoffe wie B-Vitamine, Vitamin A, C, E und K sowie Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Magnesium, Selen, Phosphor und Zink zu dir. Darüber hinaus sind bis zu fünf Prozent ätherische Öle enthalten. Letztere beruhigen den Magen-Darm-Trakt und helfen so erwiesenermaßen bei Blähungen und Völlegefühl. Auch beim Reizdarm kann Kurkuma die Beschwerden lindern. Ein wärmender Tee mit der Wurzel kann den Effekt noch verstärken. Was du bei Oberbauchschmerzen zusätzlich tun kannst, erfährst du hier.

Eingeschränkte Wirksamkeit von Kurkuma-Tee

Eingeschränkte Wirksamkeit von Kurkuma-Tee

Kurkuma verfügt zwar über einige vielversprechende Wirkungen. Allerdings musst du eine größere Menge Kurkuma zu dir nehmen, um diese Wirkungen in deinem Körper auch wirklich zu erzeugen. Oft ist solch eine Menge mit der Ernährung gar nicht zu erreichen.

Du musst also auf Nahrungsergänzungsmittel wie Kurkuma-Kapseln zurückgreifen, damit du die Wirkungen auch zu spüren bekommst. Allerdings gehen die Kapseln mit einigen Risiken einher. Es besteht die Gefahr, dass du das Mittel überdosierst und deinen Verdauungstrakt reizt. Die Folge kann unter anderem eine Magenschleimhautentzündung sein.

Mit einem Kurkuma-Tee setzt du dich diesen Risiken nicht aus. Allerdings nimmst du mit diesem auch nur wenig Kurkuma zu dir. Zum Einen beinhaltet ein Teebeutel nur wenig Kurkuma-Pulver, vor allem wenn noch andere Kräuter und Gewürze enthalten sind. Zum Anderen ist Curcumin, der Hauptwirkstoff in Kurkuma, nur bedingt wasserlöslich und kann daher nur schwer vom Darm aufgenommen werden. Mit einem Kurkuma-Tee gelangt also nur wenig Curcumin in deinen Organismus.

Kurkuma-Tee ist darum vor allem ein Genussmittel. Dennoch kann das Heißgetränk bei Magen-Darm-Beschwerden helfen, vor allem wenn noch weitere beruhigende Kräuter beigemischt sind. Die Bioverfügbarkeit des Tees kann verbessert werden, wenn schwarzer Pfeffer enthalten ist. Dieser sorgt dafür, dass Curcumin vom Körper besser aufgenommen wird. Ist kein schwarzer Pfeffer in deinem Tee enthalten, kannst du ihn auch selbst noch in dein Getränk geben.

Kurkuma-Tee selber machen: So gehts

Kurkuma-Tee selber machen

Mittlerweile gibt es unzählige Tees mit Kurkuma auf dem Markt. Du kannst zwischen verschiedenen Sorten wählen, so dass für deinen Geschmack sicherlich etwas dabei ist. Einen Kurkuma-Tee bereitest du dabei wie jeden anderen Tee zu. Einen Teebeutel gibst du einfach in eine Teetasse und schüttest ihn mit kochendem Wasser auf. Ist Grüntee enthalten, solltest du das Wasser vor dem Aufgießen ein wenig abkühlen lassen. Die gesunden Inhaltsstoffe können bei zu heißen Temperaturen nämlich verloren gehen. Optimal ist eine Temperatur von 70 Grad Celsius.

Losen Tee bereitest du am besten in einer Kanne zu. Gib den Tee in den dafür vorgesehenen Behälter und gieße ihn mit heißem Wasser auf. Der Tee sollte mindestens fünf Minuten ziehen. Damit die gesunden Stoffe des Kurkumas in das Wasser übergehen, kannst du den Tee ruhig noch länger ziehen lassen. Abhängig ist dies jedoch auch immer von den weiterhin verwendeten Kräutern und Gewürzen im Tee.

Alternativ kannst du den Tee auch einfach selbst herstellen – entweder aus frischem Kurkuma oder Kurkuma-Pulver. Du kannst beides entweder in einen Teebeutel oder direkt in die Tasse geben. Die Zubereitung mit einem Teeei oder einer Teekanne ist vor allem bei Kurkuma-Pulver eher ungeeignet, da das Pulver durch die kleinen Öffnungen rutscht. Was du bei der Zubereitung noch alles beachten musst, erklären wir im Folgenden.

Frischen Kurkuma verwenden

Verwende frischen Kurkuma

Frischer Kurkuma enthält besonders viele gesunde Nährstoffe, da die Wurzel noch nicht weiterverarbeitet wurde. Das macht deinen Tee besonders gesund und wirkungsvoll. Schneide die Knolle dazu am besten in Scheiben, so dass besonders viele Schnittflächen entstehen und das Aroma besser in dein Teewasser übergeht. Dabei kannst du die Schale ruhig ebenfalls verwenden. Wasche den Kurkuma dann jedoch vorher gründlich ab. Bedenke außerdem, dass sich in der Schale viele Bitterstoffe befinden. Diese können in den Tee übergehen. Sagt dir dieser Geschmack nicht zu, solltest du besser auf die bittere Schale verzichten.

Tipp: Da frischer Kurkuma stark färbt, solltest du beim Schneiden vorsichtig sein, ein altes Schneidebrett nutzen oder gegebenenfalls Handschuhe anziehen.

Schwarzen Pfeffer hinzufügen

Kurkuma ist nur bedingt wasserlöslich. Besonders der wirkungsvolle Stoff Curcumin gelangt nur schwer in das Teewasser. Die Bioverfügbarkeit kannst du jedoch erhöhen, wenn du Kurkuma mit anderen Gewürzen mischt. Dabei hat sich besonders schwarzer Pfeffer bewehrt. Der enthaltene Scharfstoff Piperin kann die Aufnahme von Curcumin im Körper fördern. Allerdings hält dieser Effekt nur kurz, weil Piperin selbst schnell wieder ausgeschieden wird.

Neben schwarzem Pfeffer kann möglicherweise auch Zimt die Aufnahme von Curcumin erhöhen. Darum ist in vielen Kurkuma-Tees auch Zimt beigemischt. Ebenfalls hilfreich kann die Zugabe von Fetten sein. Trink deinen Kurkuma-Tee darum mit einem Schuss Milch.

Variationen auswählen

Bereite deinen Kurkuma-Tee beispielsweise mit Honig zu

Kurkuma lässt sich mit zahlreichen Gewürzen und Kräutern kombinieren. Du kannst deiner Fantasie freien Lauf lassen und deinen Tee ganz nach deinem Geschmack zusammenstellen. Besonders passend ist die Kombination von Kurkuma mit Ingwer. Dazu kannst du sowohl frischen Ingwer als auch Ingwer-Pulver verwenden. Gib etwa so viel Ingwer wie Kurkuma in die Tasse und gieße die Mischung mit kochendem Wasser auf. Natürlich kannst du das Verhältnis ganz nach deinen Vorlieben variieren.

Du kannst ganz verschiedene Variationen ausprobieren und verschiedene Gewürze und Kräuter in deinen Tee geben. Darüber hinaus schmeckt auch Honig, Zitronen- oder Orangensaft sowie Kokosmilch hervorragend in deinem Kurkuma-Tee. Zusammen bilden diese Zutaten ein hervorragendes Mittel, um dein Immunsystem zu stärken und Erkältungen schnell wieder loszuwerden. Zitronen und Orangen enthalten nämlich sehr viel Vitamin C, das essentiell für die Aufrechterhaltung deines Immunsystems ist. Honig wirkt darüber hinaus antibakteriell und entzündungshemmend und ist darum vor allem bei Halsschmerzen, Heiserkeit und Husten zu empfehlen.

Vergiss nicht, deinem Tee schwarzen Pfeffer oder Zimt hinzuzugeben. Dazu kannst du entweder Zimtpulver oder eine Zimtstange verwenden. Darüber hinaus schmeckt auch Anis, Kardamom, Fenchel und Nelke sehr gut mit Kurkuma.

Kurkuma-Latte

Kurkuma-Latte

Besonders lecker und zudem sehr gesund ist eine Kurkuma Latte beziehungsweise eine Goldene Milch. Das ayurvedische Getränk kombiniert alle Zutaten, die die Aufnahme von Curcumin besonders fördern. Dazu gehören Zimt, schwarzer Pfeffer und Milch. Darüber hinaus sind häufig noch Kakao, Vanille, Ingwer, Süßholzwurzel, Kardamom und Muskatnuss enthalten. Die Mischung gibt es entweder als Pulver oder in seltenen Fällen als Paste. Letzteres kannst du auch sehr leicht selbst herstellen.

  1. Für die Paste zerkleinerst du frischen Kurkuma entweder in einem Mörser oder Mixer. Entsteht eine grobe Paste, kannst du etwas Wasser hinzufügen und den Kurkuma weiter zerkleinern, so dass sich eine feinere Paste bildet.
  2. Diese gibst du nun in einen Kochtopf und kochst sie auf niedriger Temperatur, bis sie andickt.
  3. Zum Schluss gibst du schwarzen Pfeffer und weitere Gewürze deiner Wahl hinzu. Bewahre die Paste luftdicht und kühl auf und verbrauche sie innerhalb weniger Tage.
  4. Wenn du einen Teelöffel der Paste mit Kuh- oder Pflanzenmilch erwärmst, erhältst du Goldene Milch. Süßen kannst du das Getränk mit ein bisschen Honig.

Alternativen zu Kurkuma-Tee

Alternativen zu Kurkuma-Tee

Wenn dir der besondere Geschmack des Kurkumas nicht zusagt, suchst du vielleicht nach einer entsprechenden Alternative. Denn es muss nicht unbedingt Kurkuma-Tee sein, um ähnliche Wirkungen zu erzeugen. Viele weitere Heilkräuter können beispielsweise gegen Magen-Darm-Beschwerden helfen und stecken voller Antioxidantien.

Pfefferminztee

Pfefferminztee ist ein wirksames Heilmittel bei Magen-Darm-Beschwerden. Grund dafür ist das ätherische Pfefferminzöl, das den Magen-Darm-Trakt beruhigt und die Gallensaftproduktion anregt. Ein Pfefferminztee kann so sogar schwerwiegende Beschwerden lindern. Anwendung findet er beispielsweise bei einem Reizdarm oder bei Magenverstimmungen. Blähungen und Völlegefühl kann der Kräutertee ebenfalls entgegen wirken. Darüber hinaus eignet sich der Tee auch zur Nervenberuhigung sowie bei Erkältungssymptomen.

Kamillentee

Kamillentee als Alternative zu Kurkuma-Tee

Auch Kamillentee ist aufgrund seiner Wirksamkeit bei Magen-Darm-Beschwerden bekannt. Er unterstützt die Verdauung und kann krampfhaften Beschwerden gezielt entgegen wirken. Bei Erkältungen ist der Kamillentee ebenfalls geeignet. Kamille beruhigt die Schleimhäute, wirkt antibakteriell und entzündungshemmend. Darum ist ein Tee mit Kamille besonders bei Halsschmerzen zu empfehlen. Darüber hinaus kann der Tee auch innerer Unruhe entgegen wirken und die Nerven beruhigen. Allein der Duft wirkt entspannend. Das ist auch der Grund, warum Kamillenöl unter anderem in der Aromatherapie bei Stress zum Einsatz kommt.

Fenchel-Anis-Kümmel-Tee

Fenchel-Anis-Kümmel-Tee ist der Klassiker bei Magen-Darm-Verstimmungen. Er unterstützt eine gesunde Verdauung und wirkt entkrampfend. Die Kombination der drei Kräuter ist dabei besonders effektiv. Denn jedes Kraut wirkt für sich schon gegen Verdauungsbeschwerden. So lindert der Tee effektiv Blähungen, Koliken und Krämpfe. Aber auch bei Erkältungssymptomen ist der Tee geeignet.

Ingwertee

Ingwer verfügt über viele gesundheitsfördernde Wirkungen

Ingwer ist aufgrund seiner gesunden Wirkungen und seines exotischen Geschmacks besonders beliebt. Mit einem Ingwertee kannst du dein Immunsystem stärken, deine Verdauung unterstützen und gegen Erkältungsviren vorgehen. Darüber hinaus wirkt Ingwertee entzündungshemmend, schmerzstillend und durchblutungsfördernd. Auch bei Übelkeit ist Ingwertee wirksam. Du kannst den Tee dafür mit frischem Ingwer oder Ingwer-Pulver zubereiten.

Melissentee

Ebenfalls eine gute Alternative zu Kurkuma-Tee ist Melissentee. Dieser kann leichten Magen-Darm-Leiden wie Bauchkrämpfen und leichten Blähungen entgegen wirken. Dies liegt an seiner verdauungsfördernden und darmentspannenden Wirkung.

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