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Leinöl: 5 Wirkungen, 3 Risiken + Tipps zur Einnahme

Vielseitig, wohlschmeckend und extrem gesund: Leinöl gilt als "flüssiges Gold". Doch ist das Pflanzenöl wirklich so nützlich, wie oft behauptet wird? Im Folgenden erfährst du alles über Leinöl, von den Wirkungen über verschiedene Anwendungsbereiche bis zu Dosierungs-Tipps.


Was ist Leinöl?

Was Leinöl ist

Leinöl ist ein Pflanzenöl, das aus den reifen Samen der Leinpflanze gewonnen wird. Gemeiner Lein, auch Saat-Lein, Öl-Lein oder Flachs genannt, ist eine uralte europäische Nutzpflanze, die schon seit der Jungsteinzeit kultiviert wird. Aufgrund ihrer heilkräftigen Wirkung wurde Lein 2005 zur Heilpflanze des Jahres gewählt. Das Öl der Leinpflanze kann auf verschiedene Weisen hergestellt werden und weist je nach Herstellungsart eine mehr oder weniger goldgelbliche Färbung auf. Aufgrund seines nussigen, heuartigen Geschmacks erfreut sich Leinöl auch in der Küche zunehmender Beliebtheit.

Leinöl: Gesund oder gesundheitsschädlich?

Das aus den Samen gewonnene Öl der Leinpflanze gilt, wie auch die Pflanze selbst, als äußerst gesund. Das liegt vor allem an den vielen kostbaren Inhaltsstoffen, die sich gesundheitsfördernd auf den Organismus auswirken. Welche das sind und warum trotzdem immer wieder die Befürchtung aufkommt, dass Leinöl der Gesundheit schaden könnte, erfährst du im Folgenden.

Leinöl ist reich an Vitaminen

Zu den wertvollen Bestandteilen von Leinöl zählen unter anderem verschiedene Vitamine. Zu nennen wären Vitamin C, das vor allem für seine immunstärkende Wirkung bekannt ist, Vitamin D, das maßgeblich Einfluss auf Gesundheit und Funktion von Knochen, Muskeln, Zellen und Hormonen nimmt, Vitamin E, das deine Körperzellen schützt, und Vitamin K, das Blutgefäße und Stoffwechsel beeinflusst. Auch der Pflanzen-Farbstoff Beta-Carotin, den dein Körper bei Bedarf in lebenswichtiges Vitamin A umwandeln kann, ist in Leinöl vertreten. Das Vitamin ist ebenfalls für die Funktion deiner Zellen, das Immunsystem und deine Sehkraft von Bedeutung.

Leinöl ist reich an Mineralstoffen

Leinöl enthält wichtige Mineralstoffe

Neben Vitaminen sind auch Minerale und Spurenelemente wie Calcium, Magnesium, Natrium, Eisen, Zink und Kalium in dem wohlschmeckenden Öl enthalten. Während Calcium Knochen und Zähne stärkt, sind Magnesium und Eisen gut für Gefäße und Muskeln. Zink ist wichtig für den Stoffwechsel, Natrium und Kalium wirken sich positiv auf deine Nerven aus.

Leinöl ist reich an ungesättigten Fettsäuren

Leinöl zeichnet sich vor allem durch seinen extrem hohen Anteil von ungesättigten Fettsäuren aus. Das sind fetthaltige chemische Strukturen, die dein Körper nicht selbst herstellen kannst, obwohl sie für seine Funktion essentiell sind. Zu den wichtigsten ungesättigten Fettsäuren gehören Omega-3-Fettsäuren und Omega-6-Fettsäuren.

Beide chemischen Verbindungen enthalten wiederum kostbare Stoffe, die sich sehr positiv auf die Gesundheit auswirken. Um diese gesunde Wirkung entfalten zu können, sollten Omega-3-Säuren und Omega-6-Säuren in deiner Ernährung in einem bestimmten Verhältnis zueinander, nämlich 1:5, vorkommen. Auch in diesem Zusammenhang hebt sich Leinöl deutlich von anderen Speiseölen und Lebensmitteln ab: Denn das goldgelbe Öl der Leinpflanze gibt dieses Verhältnis beider Fettsäuren nahezu perfekt wieder.

Leinöl: Woher kommen die Zweifel an der gesunden Wirkung?

Obwohl Leinöl nachweislich zahlreiche wertvolle und gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe besitzt, tauchen immer Zweifel an seiner gesunden Wirkung auf. Manchmal gibt es sogar die Befürchtung, dass das Öl der Gesundheit schaden könnte.

Grundlage für solche Befürchtungen bildet unter anderem eine Untersuchung von Stiftung Warentest aus dem Jahr 2015. In der Studie wurden 25 hochwertige Speiseöle getestet, darunter auch Leinöl. Die Studie fand heraus, dass viele der getesteten Öle nicht den an sie gestellten Qualitätsansprüchen gerecht wurden. Einige Öle enthielten sogar Schadstoffe.

Doch schon die Studie machte klar, dass die Mängel nicht in den Ölen selbst begründet waren, sondern hauptsächlich durch eine unsachgemäße Herstellung zustande kamen. Durch diese gelangten Schadstoffe in die Lebensmittel und verunreinigten sie. Das bedeutet: Leinöl ist nicht und war nie gesundheitsschädlich. Durch falsche Produktionsbedingungen wurde das Öl verunreinigt und verfälscht. Daher empfiehlt es sich, besonders hochwertige Produkte zu kaufen. Denn alle sieben Öle, die damals laut Stiftung Warentest mit "gut" abschnitten, besaßen Bio-Qualität.

Wirkungen von Leinöl

Wirkungen von Leinöl

Leinöl wirkt sich in vielfältiger Weise positiv auf den menschlichen Körper aus. Die wichtigsten und interessantesten Wirkungen findest du im Folgenden.

Leinöl gegen hohe Cholesterin-Werte

Noch immer gehören Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Viele Krankheitsfälle lassen sich dabei auf einen ungesunden Lebensstil und eine falsche Ernährung zurückführen. Der Cholesterin-Wert spielt hierbei eine wichtige Rolle.

Was ist Cholesterin?

Cholesterin ist eigentlich ein lebensnotwendiger Stoff für deinen Organismus, den dein Körper sogar selbst produziert. Zusätzlich dazu nehmen wir aber auch noch Cholesterin über die Ernährung auf, nämlich durch tierische Produkte.

Wenn du zu viel Cholesterin im Blut hast, kann dein Körper es nicht mehr ordnungsgemäß abbauen. Das überschüssige Cholesterin lagert sich in deinen Blutbahnen ab, wo es zu Verstopfungen und Arterien-Verkalkung führen kann. Die Folge ist ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle.

So hilft Leinöl gegen hohe Cholesterin-Werte

Leinöl kann dabei helfen, solche Erkrankungen zu verhindern und dein Herz-Kreislauf-System zu schützen. Das liegt an dem extrem hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren von Leinöl, zum Beispiel Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Zu den in Leinöl enthaltenen Omega-3-Fettsäuren gehören Alpha-Linolensäure, Docosahexaensäure und Eicosapentaensäure. Hinter diesen komplizierten Namen verbergen sich essentielle Wirkstoffe, die die Durchblutung fördern, dein Herz und deine Arterien schützen und deine Blutgefäße geschmeidig halten.

Studien haben nachgewiesen, dass die genannten Omega-3-Fettsäuren Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen, den Blutfettwert niedrig halten und gegen einen hohen Cholesterinwert helfen. Leinöl hilft dir so dabei, effektiv gegen Krankheiten wie Schlaganfälle oder Herzinfarkte vorzubeugen und deine Gesundheit allgemein zu stärken.

Leinöl für eine gesunde Verdauung

Das traditionsreiche Öl wirkt sich nicht nur förderlich auf dein Herz-Kreislauf-System aus, sondern auch auf deine Verdauung. Wer an Blähungen oder einem Blähbauch, Magenschleimhautentzündung, Reizdarm oder Durchfall leidet, kann sich durch den Verzehr von Leinöl Linderung verschaffen.

Noch besser wirken zu diesem Zweck allerdings Leinsamen, also die Samen, aus denen Leinöl hergestellt wird. Diese Samen enthalten zahlreiche Quell- und Schleimstoffe, die deiner Gesundheit zugute kommen. Denn die Samen quellen im Magen- und Darmtrakt auf und bilden einen schützenden Film rund um deine inneren Schleimhäute.

Zusätzlich dazu regen die Inhaltsstoffe der Samen auf natürlichem Wege die Verdauung an und können Schadstoffe abwehren. Wer also ein empfindliches Verdauungssystem besitzt und anfällig für Beschwerden ist, kann sowohl auf Leinöl als auch auf geschrotete Leinsamen zurückgreifen, um die Verdauung schonend zu unterstützen.

Leinöl zum Schutz vor neurologischen und psychischen Schäden

Leinöl zum Schutz vor neurologischen und psychischen Schäden

Zahlreiche ärztliche Studien stellen einen Zusammenhang zwischen ungesättigten Fettsäuren, beispielsweise Omega-3-Fettsäuren, und dem Schutz vor psychischen und neurologischen Schäden fest. Fettsäuren spielen nämlich eine wichtige Rolle bei der Weiterleitung von Nervenimpulsen.

Die Studien haben bewiesen, dass die Werte an ungesättigten Fettsäuren bei Jugendlichen und Erwachsenen mit Aufmerksamkeitsdefizits-/Hyperaktivitätsstörung sowie Personen mit Depression oder Schizophrenie niedriger sind als bei gesunden Menschen. Das legt den Umkehrschluss nahe, dass eine hohe Zufuhr ungesättigter Fettsäuren unter anderem vor derartigen Erkrankungen schützen kann.

Da Leinöl einen extrem hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren besitzt, bietet seine regelmäßige Einnahme also Vorbeugung und Schutz gegen Nervenschäden und psychische Erkrankungen. Das gilt wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge auch für das Risiko, an Schlaganfällen oder Demenz zu erkranken.

Leinöl gegen Entzündungen

Die entzündungshemmende Wirkung der Leinpflanze ist seit tausenden von Jahren bekannt und spielt eine wichtige Rolle für ihren Status als Heilpflanze. Auch das goldgelbe Öl der Pflanze verfügt über antientzündliche Eigenschaften und wird daher seit jeher eingesetzt, um Infektionen zu verhindern oder schneller abklingen zu lassen.

Leinöl wirkt gegen innere Entzündungen

Ärztliche Untersuchungen haben in Bezug auf die entzündungshemmende Kraft von Leinöl  herausgefunden, dass eine regelmäßige Einnahme des Öls die Beschwerden arthritischer Erkrankungen lindert. Bei Arthritis kommt es zu einer schmerzhaften Entzündung der Gelenke, die den Betroffenen oft große Schmerzen bereitet und ihre Bewegungsfreiheit einschränkt. Mit einer gezielten Therapie können diese Symptome meist schnell gelindert werden. Wer jedoch selbst etwas gegen die unangenehme Krankheit unternehmen möchte, sollte überlegen, Leinöl auf den Speiseplan zu setzen.

Leinöl für eine gesunde Haut

Die entzündungshemmenden Eigenschaften von Leinöl können nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich zur Anwendung gebracht werden. Zahlreiche Erfahrungsberichte lassen darauf schließen, dass Leinöl zur Heilung von Hautirritationen beiträgt und zum Beispiel Akne lindern kann. Diese Erfahrungen lassen sich bisher allerdings nicht wissenschaftlich bestätigen.

Die Vermutung, dass Leinöl auch hautpflegende Eigenschaften hat, ist jedoch nicht unbegründet. Das kostbare Öl ist nämlich reich an Vitamin E. Vitamin E gilt als "Zellschutz"-Vitamin, denn es schützt deine Körperzellen vor schädlichen Molekülen, den sogenannten freien Radikalen, die die Zellalterung beschleunigen und dadurch zum Beispiel Krankheiten wie Krebs auslösen können. Vitamin E sorgt dafür, dass die freien Radikale deinen Zellen keinen Schaden zufügen können, verhindert also eine vorzeitige Zellalterung und versorgt die Zellen zudem mit reichlich Feuchtigkeit. Auch Alpha-Linolensäure, die reichlich in dem Öl enthalten ist, schützt und befeuchtet die Zellen.

Diese Eigenschaften sprechen in der Tat dafür, dass Leinöl deine Hautgesundheit fördert. Wer also an Pickelchen oder anderen Irritationen leidet, kann das Öl daher versuchsweise auf betroffene Stellen auftragen. Denn schaden kann es in keinem Fall.

Leinöl hilft beim Abnehmen

Leinöl hilft beim Abnehmen

Die verdauungsfördernden Eigenschaften von Leinöl und Leinsamen sollen noch einen weiteren, positiven Wirkeffekt haben: Sie sollen bei der Gewichtsreduktion helfen. Falls du schnell abnehmen willst, ist eine ölhaltige Ernährung zwar weniger empfehlenswert. Wenn du aber langfristig auf gesunde Art Gewicht verlieren möchtest, können dir die Produkte der Leinpflanze helfen.

Sowohl Leinöl als auch Leinsamen sollen nämlich Stoffe enthalten, die den Stoffwechsel anregen und somit die Fettverbrennung fördern. Darüber hinaus kann insbesondere der Verzehr geschroteter Leinsamen beim Abnehmen helfen, denn die Samen quellen im Verdauungstrakt auf, wodurch ein langanhaltendes Sättigungsgefühl eintritt.

Am effektivsten ist es, wenn du den Verzehr der Samen mit einer langfristigen Ernährungsumstellung kombinierst. Ernährungsmethoden, die in den letzten Jahren große Popularität genossen und bei vielen Menschen gewirkt haben sind zum Beispiel die Paleo-Diät, die Low Carb-Ernährung sowie der Clean Eating-Trend. Auch sanfte, aber regelmäßige Bewegung, beispielsweise in Form von Yoga, Pilates oder Tennis helfen dir, langfristig Gewicht zu verlieren und dich in deinem Körper wohler zu fühlen.

Risiken von Leinöl

Leinöl gilt als äußerst wohltuend und besitzt so viele gesundheitsfördernde Eigenschaften, dass es neben roter Beete und Buchweizen definitiv als einheimisches Superfood gelten kann. Dennoch gibt es einige Dinge, die du wissen solltest, wenn du das Öl in deine Ernährung einbauen möchtest.

Leinöl bildet Schadstoffe beim Erhitzen

Leinöl bildet Schadstoffe beim Erhitzen

So gesund Leinöl auch ist, du solltest es grundsätzlich nur kalt verwenden und nicht etwa zum Braten, Kochen oder Backen benutzen. Das Öl ist nämlich nicht hitzestabil. Dadurch bilden sich beim Erhitzen aus den ungesättigten Fettsäuren des Öls sogenannte Transfette, die im Gegensatz zu den ursprünglichen Transfetten eher schädlich für die Gesundheit sind. So gehen Experten davon aus, dass Transfette deinen Körper belasten und unter anderem Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen können; sie kehren also die eigentlich positive Wirkung des Öls ins Negative.

Daher solltest du Leinöl stets nur kalt in Salaten oder anderen, bereits fertig gekochten Speisen verwenden.

Leinöl kann sich selbst entzünden

Im Gegensatz zu anderen Speiseölen lässt sich Leinöl nicht so gut lagern. Du solltest das Öl daher nach Anbruch schnell verbrauchen und stets gut verschlossen an einem dunklen, am besten gekühlten Ort lagern. Der Kühlschrank bietet sich an, aber auch ein dunkler Küchenschrank kommt infrage.

Die Lagerung ist aus zwei Gründen wichtig. Erstens wird Leinöl, einmal angebrochen, bei falscher Lagerung schnell schlecht. Es wird dann ranzig, bekommt einen unangenehmen Geruch und einen bitteren Geschmack, der die Genießbarkeit stark einschränkt.

Zweitens reagiert Leinöl nicht nur auf Wärme, sondern auch auf Sauerstoff. So kann es passieren, dass sich das Öl im schlimmsten Fall sogar selbst entzündet. Zwar ist dieses Risiko in der Küche eher gering. In Werkstätten jedoch, in denen Leinöl auch als Werkstoff eingesetzt wird, kommt es immer wieder zu Bränden, weil mit Leinöl getränkte Lappen nicht ordnungsgemäß gelagert und entsorgt werden.

Leinöl kann im Übermaß schaden

Trotz seiner gesunden Inhaltsstoffe sollte auch Leinöl in Maßen genossen werden. Eine bestimmte Dosierung reicht vollständig aus, um sicherzustellen, dass das Öl seine gesundheitsfördernde Wirkung entfaltet. Eine Überschreitung dieser Dosis kann Nebenwirkungen nach sich ziehen. Denn Leinöl enthält in sehr geringen Mengen Stoffe, die durch Stoffwechselprozesse im Körper zu schädlichen Substanzen, zum Beispiel Blausäure, umgewandelt werden. Nimmst du dauerhaft zu viel Öl zu dir, können sich diese schädlichen Stoffe anreichern und gesundheitliche Beschwerden hervorrufen.

Um von Leinöl aber ernsthafte Schäden davon zu tragen, müsstest du täglich mehr als 100 Milliliter des Öls zu dir nehmen. Die Gefahr ist also sehr gering. Dennoch sollte Leinöl, wie alle Lebensmittel, im Rahmen einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung verarbeitet werden.

Leinöl kaufen

Leinöl kaufen

Nachdem Leinöl trotz seiner heilsamen Kräfte lange Zeit in Vergessenheit geraten war, ist das nussige Öl in den letzten Jahren wieder verstärkt als Bestandteil einer gesunden Ernährungsweise thematisiert worden.

Das Angebot an Leinöl hat sich dementsprechend stark erweitert. Du kannst es inzwischen sowohl online als auch im Einzelhandel kaufen. Drogeriemärkte und Reformhäuser haben das Öl häufig im Sortiment, aber auch gut sortierte Lebensmittelhändler.

Untersuchungen von Verbraucherschutz-Organisationen haben immer wieder erwiesen, dass Leinöl in Bioqualität die besten Wirkungen entfaltet. Grundsätzlich solltest du darauf achten, dass dein Leinöl nativ und kaltgepresst ist, sodass bei der Produktion keine Inhaltsstoffe vernichtet wurden. Auch Leinöl ohne Bio-Siegel kann eine gute Qualität aufweisen, doch hier ist die Gefahr höher, dass das Produkt qualitativ weniger hochwertig ist. Informiere dich daher vor dem Kauf mithilfe von Testergebnissen und suche dir einen Anbieter, der dir vertrauenswürdig erscheint und Wert auf Qualität legt.

Leinöl-Kapseln kaufen

Eine weitverbreitete Form von Leinöl stellen mittlerweile auch Leinöl-Kapseln dar. Die Kapseln findest du sowohl online als auch in Drogeriemärkten, Reformhäusern und (seltener) auch Apotheken. Leinöl-Kapseln sind eine Möglichkeit, gezielt und regelmäßig eine gleichbleibende Dosis des Öls einzunehmen. Dadurch fällt nicht nur die Dosierung sehr leicht, die Kapseln sind auch häufig günstiger als das Öl und werden mit anderen, wohltuenden Inhaltstoffen kombiniert.

Wer daher auf den grasigen, nussigen Geschmack des Öls in der Küche verzichten kann und Leinöl stattdessen vor allem aufgrund seiner gesundheitlichen Vorteile konsumieren will, hat in den Kapseln eine sehr gute Alternative. Viele Kapseln sind zudem vegan und glutenfrei, sodass du sie auch einnehmen kannst, wenn du eine vegane Ernährungsweise verfolgst oder an Zöliakie leidest.

Leinsamen kaufen

Leinsamen kaufen

Neben puren Öl und Leinöl-Kapseln kannst du auch zu den Samen der Leinpflanze greifen. Diese gibt es sowohl geschrotet als auch ungeschrotet und können über das Internet bestellt werden, sind aber auch in Reformhäusern, Drogeriemärkten und Lebensmittelgeschäften erhältlich.

Leinsamen zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie eine sehr förderliche Wirkung auf die Verdauung entfalten. Wenn du deinem Magen-und-Darmtrakt etwas Gutes tun willst, solltest du auf jeden Fall zu geschroteten Leinsamen greifen. Auch hier ist Bio-Qualität grundsätzlich die empfehlenswerteste Alternative.

Die nussig schmeckenden Samen sind sogar noch vielseitiger als Leinöl und können in Milchspeisen wie Joghurt und Müsli verwendet werden, eigenen sich aber auch zum Backen und Garnieren.

Die richtige Dosierung: Wie nehme ich Leinöl ein?

Wie du Leinöl am besten einnimmst, hängt von zwei Faktoren ab: Einerseits dem Zweck, weshalb du es einnehmen möchtest, und andererseits der Form, in der du es einnimmst.

Dosierung von Leinöl-Kapseln

Wenn du dich für Kapseln entscheidest, willst du dir vor allem die gesundheitsfördernden Eigenschaften von Leinöl zunutze machen. Die Dosierung der Kapseln hängt vom jeweiligen Anbieter ab, in der Regel werden ein bis zwei Kapseln täglich empfohlen. Achte darauf, die Kapseln nicht zu überdosieren, denn dann kann sich die positive Wirkung des Öls auf Dauer ins Gegenteil verkehren.

Dosierung & Verwendungsmöglichkeiten von Leinsaat

Leinsamen können pur verzehrt oder verschiedenen Speisen zugesetzt werden. So kannst du Brot mit Leinsamen backen oder sie als sättigende Note in deinen morgendlichen Joghurt rühren. Wer Leinsamen auf den Speiseplan setzen möchte, sollte mit einer geringen Menge anfangen und sich dann langsam steigern. Das gilt insbesondere, wenn die Samen pur genossen werden sollen.

Empfehlenswert sind zu Beginn Dosen von einem Esslöffel, die nach und nach gesteigert werden. Leinsamen wirken nämlich intensiv auf die Verdauung, die sich erst einmal an die ballaststoffreiche Kost gewöhnen muss. Durchfall ist ein Zeichen dafür, dass du deine Leinsamen-Dosis erst einmal verringern solltest.

Dosierung & Verwendungsmöglichkeiten von Leinöl

Wie du Leinöl am besten dosierst, hängt von der Form ab, in der du es einnehmen willst. Diese Art der Einnahme ist auf jeden Fall für jeden zu empfehlen, der den frischen Geschmack des Öls schätzt. Grundsätzlich ist jede Dosis unter 100 Milliliter ungefährlich. Du kannst also ganz unbedenklich eine relativ große Menge des Öls nutzen, um beispielsweise eine großen Salat zu garnieren.

Möchtest du dagegen weniger von dem Geschmack und mehr von den Inhaltsstoffen profitieren, kannst du eine Dosis deiner Wahl in Quark, Joghurt oder Müsli unterrühren. Empfehlenswert sind Dosen von mindestens ein bis zwei Esslöffeln.

Dies ist auch die empfohlene Menge, wenn du das Öl pur zu dir nehmen möchtest. Einige Erfahrungsberichte geben an, dass die Einnahme von einem oder zwei Esslöffeln Öl direkt nach dem Aufstehen, also auf nüchternem Magen, sehr positiv auf die Verdauung wirken soll. Das ist vor allem dann eine interessante Option für dich, wenn deine Verdauung eher etwas träge ist.

Manchmal dauert es ein wenig, bis man sich an den Geschmack des Öls gewöhnt hat. Falls dich die frische Note des Öls etwas abschreckt, kannst du dich mit kleinen Geschmacksproben, zum Beispiel einem Teelöffel, langsam herantasten. Zudem gibt es Anbieter, die extra mildes Leinöl vertreiben.

Rezept: Quark mit Leinöl und Pellkartoffeln

Leinöl zum Kochen verwenden

Vor allem in der Lausitz, in Sachsen und Schlesien wird Leinöl in Kombination mit Quark nach alter Tradition noch heute genutzt, um Pellkartoffeln zu verfeinern. Das geht nicht nur schnell und einfach, der frische, nussige Geschmack des Öl verleiht den Pellkartoffeln auch einen abwechslungsreichen Pfiff.

Die Pellkartoffeln werden zubereitet wie gewohnt. Dann nimmst du eine Portion Magerquark von der Größe deiner Wahl und vermengst sie mit Milch, bis der Quark cremig wird. Anschließend werden Salz, Pfeffer, Schnittlauch und – abhängig von der Menge an Quark – mindestens ein bis zwei Esslöffel Leinöl hinzugefügt. Die Mischung wird gründlich verrührt, und fertig ist deine gesunde, leckere Kartoffelbeilage.

Wenn du vegan bist oder aufgrund einer starken Laktoseintoleranz lieber gänzlich auf Milchprodukte verzichten willst, kannst du die Kartoffeln auch so mit etwas Leinöl beträufeln und würzen wie oben vorgeschlafen.

Ansonsten kannst du die Quark-Creme auch nach Belieben verfeinern, indem du beispielsweise Gurkenwürfel und Nüsse, insbesondere Walnüsse, untermischst. Und wer die Quark-Creme lieber zum Frühstück als zum Mittagessen genießen will, kann mithilfe von Quark (oder Joghurt), Leinöl, Beeren, frischen Früchten, Müsli und Nüssen nahrhaft in den Tag starten.

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