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Mate-Tee: 5 Wirkungen + Tipps zur Zubereitung

In den letzten Jahren wurde er zum Kult-Getränk: Der Mate-Tee. Er macht wach, hat einen einzigartigen Geschmack und schmeckt sowohl warm als auch kalt. Alles was du über den exotischen Tee wissen musst, erfährst du im Folgenden.

In Südamerika ist der Mate-Tee schon lange Nationalgetränk. Selbst die südamerikanischen Ureinwohner nutzten den Tee bereits aufgrund seiner aufputschenden Wirkung. Mittlerweile ist er in vielen Teilen der Welt bekannt und ein beliebtes Erfrischungsgetränk. Wir erklären dir, welche Wirkungen der Tee besitzt und wie du ihn selbst zubereiten kannst.

Was Mate-Tee ist

Was Mate-Tee ist

Schon bevor die ersten Europäer in Südamerika einfielen, tranken die südamerikanischen Ureinwohner Mate-Tee. Sie schätzten ihn unter anderem aufgrund seiner belebenden Wirkung. In unzähligen südamerikanischen Ländern wird Mate-Tee noch immer regelmäßig verzehrt. 80 Prozent der argentinischen Bevölkerung trinkt regelmäßig Mate-Tee – und zwar einmal wöchentlich. Auch in Paraguay, Uruguay, Chile und Brasilien ist das Getränk beliebt.

Traditionell werden die Blätter des Mate-Strauchs nach der Ernte getrocknet, zerrieben und in einem rundlichen Gefäß aus einem ausgehöhlten Flaschenkürbis zubereitet. Dieses Gefäß ist auch unter den Namen Mate oder Kalebasse bekannt. Getrunken wird der Tee durch eine sogenannte Bombilla, eine Art Strohhalm mit integriertem Filter, so dass die feinen Mate-Blätter beim Trinken nicht in das Röhrchen gelangen.

Der Tee schmeckt in seiner klassischen Form leicht bitter, kann aber mit Zucker, Stevia oder Süßstoff abgemildert werden. Dabei schmeckt der Tee nicht nur warm, sondern auch kalt. In Paraguay wird das kühle Teegetränk mit Mate Tereré genannt und sorgt in den heißen Sommermonaten für eine angenehme Erfrischung. Der kalte Tee schmeckt besonders mit Minze und Zitrone.

Mate-Tee soll Körper und Geist reinigen und so zur Entgiftung des Körpers beitragen. Er wird meist in Gesellschaft getrunken und geteilt und bildet einen festen Bestandteil der Kultur vieler südamerikanischer Länder.

Yerba-Mate und seine Sorten

Während die getrockneten Blätter des Mate-Strauchs in Brasilien als “erva“ beziehungsweise “erva-mate“ bekannt sind, werden sie in spanischsprachigen Ländern als “yerba“ beziehungsweise “yerba-mate“ bezeichnet, was übersetzt Kraut oder Heilkraut bedeutet. Die Blätter werden je nach Land und Vorliebe unterschiedlich zubereitet.

Zum Einen können die getrockneten Blätter pur zum Teegetränk verarbeitet werden. Dafür werden die Mate-Blätter zerkleinert und können daraufhin traditionell mit Bombilla und Kalebasse zubereitet werden. Sowohl der Geschmack als auch die anregende Wirkung des Tees ist bei dieser Sorte besonders intensiv.

Neben den puren Mate-Blättern gibt es auch die geröstete Variante. Nach der Trocknung werden die Blätter hier noch einmal geröstet, was für ein ganz spezielles Röstaroma sorgt. Darüber hinaus können nicht nur die Blätter, sondern auch die Äste des Mate-Strauchs in kleinen Teilen zur Herstellung des Tees verwendet werden. Diese mildern das natürliche Aroma der Mate-Blätter ab und sorgen somit für ein besonderes Geschmackserlebnis.

Gesunde Inhaltsstoffe von Mate-Tee

Gesunde Inhaltsstoffe von Mate-Tee

Der Mate-Tee enthält über 200 Inhaltsstoffe, die mitunter durchaus positive Wirkungen auf deine Gesundheit haben. In den Blättern des Stechpalmengewächses finden sich unzählige sekundäre Pflanzenstoffe, Mineralstoffe und Vitamine, die vorbeugende Wirkungen bei zahlreichen Erkrankungen haben. Enthalten sind beispielsweise Vitamin A, Vitamin B1 und B2 und Vitamin C, das besonders für das Immunsystem von Bedeutung ist und stark antioxidativ wirkt. Auch Calcium, Eisen, Kalium und Zink finden sich in dem südamerikanischen Tee, die von essentieller Bedeutung für verschiedene Stoffwechselprozesse sind.

Charakteristisch für den Mate-Tee ist sein Koffeingehalt. Die frischen Blätter enthalten bis zu 1,7 Prozent Koffein. Allerdings wirkt dies im Mate-Tee nicht wie im Kaffee, sondern eher wie im Grünen Tee. Aufgrund des enthaltenen Theobromins und Theophyllins sowie der Gerbstoffe wird die Wirkung des Koffeins abgeschwächt, wodurch es sanfter und länger wirkt. In den Blättern können bis zu 16 Prozent Gerbstoffe enthalten sein, die auch für den bitteren Geschmack des Tees sorgen.

Wirkungen von Mate-Tee

Mate-Tee hat aufgrund seiner vielfältigen Inhaltsstoffe einige positive Wirkungen auf den Körper. In Südamerika sind die heilsamen Wirkungen des Tees schon lange bekannt und er wird sowohl innerlich als auch äußerlich unter anderem zur Behandlung von Entzündungen eingesetzt. Wir erklären dir die Wirkungen des exotischen Teegetränks.

Als Wachmacher

Neben grünem Tee, Guarana und Koffeintabletten bildet auch Mate-Tee eine hervorragende Alternative zu Kaffee. Die Blätter des Mate-Strauchs weisen einen Koffeingehalt von bis zu 1,7 Prozent auf. Zum Vergleich: Kaffee der Sorte Arabica hat nur einen Koffeingehalt von 0,8 bis 1,4 Prozent. Damit ist Mate-Tee ein effektiver Wachmacher. Und nicht nur in seinem Koffeingehalt steht das Teegetränk dem Kaffee in nichts nach. Seine belebende Wirkung ist sogar angenehmer, da sie sanfter eintritt und länger anhält. Nervöse Zustände entstehen in der Regel nicht. Darum ist Mate-Tee auch für diejenigen geeignet, die Kaffee sonst nicht so gut vertragen.

Für eine gute Verdauung

Mate-Tee für eine gute Verdauung

Seine Verträglichkeit ist auch darauf zurückzuführen, dass Mate-Tee sanfter auf den Magen-Darm-Trakt wirkt als Kaffee. Die enthaltenen Gerbstoffe hemmen nicht nur die Wirkung des Koffeins. Sie sind auch bei Magen-Darm-Beschwerden wirksam und fördern die Verdauung. Medizinisch werden sie unter anderem bei Magen- und Darmentzündungen und aufgrund ihrer stopfenden Wirkung auch bei leichten Durchfällen eingesetzt. Der Verzehr von Mate-Tee kann also durchaus beruhigend auf deinen Verdauungstrakt wirken.

Zum Abnehmen

In der Volksmedizin wird dem Teegetränk darüber hinaus eine schlankmachende Wirkung nachgesagt. Der Tee soll durch die enthaltenen Bitterstoffe das Hungergefühl lindern und so dafür sorgen, dass du weniger kalorienreiche Mahlzeiten zu dir nimmst. Der Tee selbst hat keine Kalorien, vorausgesetzt du süßt ihn nicht mit Zucker oder Honig. Zudem kann das enthaltene Koffein den Stoffwechsel ankurbeln, so dass du allgemein mehr Kalorien verbrennst.

Mit dem Tee allein wirst du jedoch noch kein Gewicht verlieren. Zu einer erfolgreichen Diät gehört nicht nur eine Ernährungsumstellung, sondern auch ausreichend Sport. Hier erfährst du, wie du gesund Gewicht verlieren kannst. Für schnelle Ergebnisse kannst du diesen Artikel zu Rate ziehen.

Gegen vorzeitige Hautalterung

Der Mate-Tee verfügt über zahlreiche antioxidativ wirkende Inhaltsstoffe, die deine Haut hervorragend vor vorzeitiger Hautalterung schützen können. Antioxidantien schützen die Zellen vor sogenannten Sauerstoffradikalen, die durch Zellschäden nicht nur ernsthafte Erkrankungen, sondern auch eine frühzeitige Faltenbildung begünstigen. Rauchen und übermäßiges Sonnenbaden beispielsweise können die Bildung dieser zellschädigenden Stoffe begünstigen. Darum solltest du diese Verhaltensweisen nicht nur vermeiden, sondern auch ausreichend Antioxidantien über deine Nahrung zu dir nehmen, beispielsweise in Form von Mate-Tee.

Bei Harnwegsinfekten

Mate-Tee wirkt harntreibend und ist darum hervorragend zur Behandlung eines leichten Harnwegsinfekts geeignet. Er sorgt dafür, dass du schmerzfrei Wasser lassen kannst und die entzündungsfördernden Bakterien aus dem Körper gespült werden. Allgemein solltest du bei Harnwegsinfekten viel trinken, um die Beschwerden zu lindern. Auf Kaffee solltest du allerdings verzichten, da die enthaltene Säure deine angeschlagene Blase noch zusätzlich reizen kann. Alternativ ist der belebende Mate-Tee bestens geeignet.

Risiken von Mate-Tee

Risiken von Mate-Tee

Obwohl Mate-Tee über vielfältige gesundheitsfördernde Wirkungen verfügt, gibt es doch einige erhebliche Risiken, die mit dem Verzehr des exotischen Tees einhergehen. Besonders auffällig ist die Schadstoffbelastung des Mate-Tees. 2017 untersuchte Öko-Test 14 Mate-Tees und bewertete elf davon als ungenügend. Darunter waren sowohl Produkte aus konventionellem als auch ökologischem Anbau. Der Tee enthielt unter anderem den Stoff Anthrachinon. Das einstige Pflanzenschutzmittel hat seit 2009 in der EU keine Zulassung mehr, da es potenziell krebserregend wirkt.

In den Mate-Tee gelangt das Anthrachinon vermutlich über den Trocknungsprozess. Die Blätter des Mate-Strauchs werden in speziellen Trocknungsanlagen verarbeitet, die mit Kohle beheizt werden. Und eben bei der unvollständigen Verbrennung dieses fossilen Brennstoffs kann Anthrachinon entstehen.

Doch nicht nur die Schadstoffbelastung des Tees bildet ein Risiko. Darüber hinaus ist in dem Tee selbst ein Stoff enthalten, der unter anderem die Bildung von Speiseröhrenkrebs begünstigen soll. Dabei handelt es sich um polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, kurz PAKs, die sich ähnlich wie das Anthrachinon bei der Trocknung der Mate-Blätter bilden. Auch die Trinktemperatur spielt beim Krebsrisiko eine Rolle. Eine höhere Trinktemperatur soll auch die Krebswahrscheinlichkeit erhöhen. Erwiesen ist dies bisher jedoch nicht.

Risiken im Zusammenhang mit Mate-Tee bestehen auch bei bestimmten Vorerkrankungen wie Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und Schilddrüsenüberfunktion, Minderjährigen und schwangeren sowie stillenden Frauen. Zudem besteht die Gefahr von Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. So solltest du den Tee achtsam konsumieren, wenn du Mittel gegen Depressionen, Asthma-Medikamente oder Kreislauf-Medikamente zu dir nimmst. Da der Tee einen relativ hohen Koffeingehalt hat, solltest du höchstens zwei Tassen Mate-Tee täglich trinken, um das Koffein nicht überzudosieren.

Traditionelle Zubereitung mit Kalebasse und Bombilla

Traditionelle Zubereitung mit Kalebasse und Bombilla

Mate-Tee kann sowohl traditionell als auch mit normalen Teesieben zubereitet werden. Für die traditionelle Zubereitungsweise sind mehrere Hilfsmittel nötig: zum Einen die Kalebasse und zum Anderen die Bombilla.

Kalebasse und Bombilla werden schon seit Jahrhunderten zur Zubereitung von Mate-Tee genutzt. Bei der Kalebasse handelt es sich um einen ausgehöhlten Flaschenkürbis. Um diesen herzustellen, wird der Kürbis geteilt, ausgehöhlt und luftgetrocknet. Auf diese Weise bildet sich ein hartes Gefäß, das wasserundurchlässig ist und eine holzige Außenseite besitzt. Traditionell wird die Kalebasse verziert und mit Metall stabilisiert.

Damit die feinen Teeblätter beim Trinken nicht stören, wird traditionell eine Bombilla verwendet. Dieses metallische Trinkrohr besitzt am unteren Ende ein eingebautes Sieb, so dass nur die Flüssigkeit durch den Halm gelangt, nicht aber die Tee-Blätter.

Zubereitet wird der Mate-Tee in der Kalebasse. Dazu wird das Gefäß etwa zur Hälfte mit den Tee-Blättern, dem sogenannten “yerba“ gefüllt. Um die groben von den feinen Teepartikeln zu trennen, wird das Gefäß sanft geschüttelt. Das sorgt dafür, dass die groben Partikel am Boden des Gefäßes liegen. Nun wird der “yerba“ ein wenig angefeuchtet und an einer Seite des Gefäßes festgedrückt. Damit weniger grobe Partikel in die Bombilla gelangen, solltest du die Mate-Blätter ein wenig quellen lassen.

Nun kannst du die Bombilla in das Gefäß geben und entlang des Trinkrohrs heißes Wasser hinzugeben, so dass sich der „yerba“ nicht von der Seite des Gefäßes löst. In der Regel können die Tee-Blätter mehrere Male aufgegossen werden, bis sich die Blätter lösen und sich beim Aufgießen keine Bläschen mehr bilden.

Mate-Tee kaufen

Mate-Tee kaufen

Mittlerweile kannst du Mate-Tee auch hierzulande in zahlreichen Supermärkten, Bioläden und Drogeriemärkten erhalten. Auch online findest du unzählige Angebote von konventionellen und ökologischen Anbietern. Um auf mögliche Schadstoffe zu verzichten, solltest du besser zu Produkten in Bio-Qualität greifen. Hier sind die Kontrollen stärker und die Verwendung chemischer Pflanzenschutzmittel verboten.

Du findest sowohl die reinen Teeblätter, so dass du dir deinen eigenen Mate-Tee zubereiten kannst, als auch fertige Erfrischungsgetränke mit Mate, die an Limonaden erinnern. Sie werden kalt getrunken, sind gleichzeitig Wachmacher und Erfrischungsgetränk. Auch die Limonaden findest du mittlerweile im Einzelhandel als auch online.

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