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Oberbauchschmerzen: 3 Unterschiede & 5 Tipps gegen die Beschwerden

Bauchschmerzen treten in ganz unterschiedlicher Form und an verschiedenen Stellen auf. Häufig ist auch der Oberbauch betroffen. Wie sich solche Oberbauchschmerzen äußern und was du dagegen tun kannst, erklären wir im Folgenden.

Neben Kopfschmerzen und Rückenschmerzen treten auch Bauchschmerzen häufig auf. Die Ursachen dafür können vielfältig sein. Je nachdem, wo genau die Schmerzen auftreten, können bereits einige Ursachen und Erkrankungen ausgeschlossen werden. Treten die Schmerzen im Oberbauch auf, können sie sich in vielerlei Symptomen äußern.

Schmerzen im Oberbauch: Diese Unterschiede gibt es

Diese Unterschiede gibt es bei Schmerzen im Oberbauch

Es muss nicht gleich eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder eine ernsthafte Erkrankung hinter deinen Oberbauchschmerzen stecken. In vielen Fällen verschwinden diese schnell wieder. Erst wenn deine Schmerzen über mehrere Tage anhalten, solltest du einen Arzt konsultieren, damit ihr gemeinsam die Ursache für deine Schmerzen findet.

Oberbauchschmerzen können sich ganz unterschiedlich äußern. So können sie beispielsweise stechend, dumpf oder sogar brennend sein und von verschiedenen Beschwerden wie Durchfall oder Verstopfung begleitet werden. Auch wann der Schmerz auftritt, ist entscheidend. Treten die Schmerzen vorwiegend nach dem Essen auf, deutet dies auf eine Lebensmittelunverträglichkeit oder -sensibilität hin. Ist dein Schmerz chronisch, kann das wieder ganz andere Ursachen haben als ein Schmerz, der akut auftritt.

Oftmals sind harmlose Verdauungsprobleme die Ursache für deine Beschwerden. Aber auch psychische Faktoren können deinen Verdauungstrakt negativ beeinflussen. Emotionaler Stress kann also ebenfalls eine Ursache sein. In seltenen Fällen können starke Schmerzen auch auf einen Herzinfarkt hinweisen. Konsultiere dann schnellstmöglich einen Arzt. Generell lassen sich deine Beschwerden in drei Kategorien einteilen:

  • Schmerzen im mittigen Oberbauch
  • Schmerzen im linken Oberbauch
  • Schmerzen im rechten Oberbauch

Je nachdem wo deine Schmerzen auftreten, kann dies auf ganz unterschiedliche Krankheiten und Organbeteiligungen hinweisen. Auch deshalb solltest du deinem Arzt deine Beschwerden so genau wie möglich beschreiben.

Schmerzen im mittigen Oberbauch

Schmerzen im mittigen Oberbauch deuten auf eine Beteiligung des Magens hin

Wenn du vorwiegend unter Schmerzen im mittigen Oberbauch leidest, handelt es sich wahrscheinlich um ein Problem deines Magens. Je nachdem, wie sich dein Schmerz in diesem Bereich äußert, kann dies auf verschiedene Erkrankungen hinweisen. Grund für deine Schmerzen kann beispielsweise eine Magenschleimhautentzündung oder ein Magengeschwür sein. Diese gehen beispielsweise mit Übelkeit, saurem Aufstoßen und einem druckempfindlichen Oberbauch einher.

Sodbrennen kann ebenfalls die Ursache von Schmerzen im mittigen Oberbauch sein, ebenso wie ein Reizmagen, der mit Völlegefühl, Übelkeit und einem Blähbauch einhergehen kann. Unter Umständen kann auch eine Bauchspeicheldrüsenentzündung ursächlich für deine Beschwerden sein. Auch diese kann sich durch Übelkeit bemerkbar machen, zeichnet sich aber auch durch eine schnelle, aber ungewollte Gewichtsreduktion aus.

Schmerzen im linken Oberbauch

Deine Schmerzen können auch im linken Oberbauch lokalisiert sein. Dann ist wahrscheinlich deine Milz betroffen und du solltest umgehend einen Arzt aufsuchen. Denn ersthafte Erkrankungen können deine Schmerzen im linken Oberbauch verursachen. Fühlst du dich schlapp und hast Fieber, kann dies ein Zeichen von Pfeifferschen Drüsenfieber sein. Dabei ist die Milz nämlich vergrößert, was die Schmerzen im linken Oberbauch verursachen kann.

Eine andere Ursache für deine Schmerzen kann ein Milzriss sein. Dieser bezeichnet eine Verletzung des Gewebes der Milz und ist lebensgefährlich. Meist ist ein Bauchtrauma wie ein Schlag in den Bauchraum für den Milzriss verantwortlich.

Schmerzen im rechten Oberbauch

Schmerzen im rechten Oberbauch

In deinem rechten Oberbauch befinden sich Leber und Galle. Leidest du an Schmerzen in diesem Bereich, weist dies also auf Erkrankungen dieser Organe hin. Ursächlich können Entzündungen der beiden Organe sein sowie Gallensteine oder gar Leberkrebs oder Leberzirrhose. Gehe bei Schmerzen im rechten Oberbauch schnellstmöglich zum Arzt und lasse die beiden Organe untersuchen, um langfristige Schädigungen zu vermeiden.

Tipps gegen Oberbauchschmerzen

Liegen deinen Beschwerden keine Erkrankungen zugrunde, reagiert dein Magen-Darm-Trakt vermutlich sensibel. Und diesen kannst du mit einigen Mitteln beruhigen. Diese können die Symptome oft schon lindern und dein Unwohlsein schneller abklingen lassen oder den Symptomen sogar vorbeugen. Leidest du beispielsweise unter einem Reizmagen, solltest du folgende Tipps berücksichtigen, um deine Beschwerden zu reduzieren.

Kräutertees trinken

Kräutertee kann bei Oberbauchschmerzen helfen

Zahlreiche Kräutertees eignen sich hervorragend, um Magen-Darm-Beschwerden zu lindern. Allein durch die Wärme können leichte Symptome bereits verschwinden, aber auch die Wirkstoffe in den Kräutern können einiges für deinen Verdauungstrakt tun. So können einige Kräutertees unangenehme Bauchkrämpfe, Übelkeit und Blähungen lindern, so dass du schnell Erleichterung findest. Denn gerade solche Beschwerden können im Alltag unangenehm sein und Betroffene stark belasten. Führst du immer einen Teebeutel eines geeigneten Kräutertees mit dir, kannst du den Beschwerden schnell entgegen wirken. Geeignet sind unter anderem:

Fenchel: Fenchelsamen haben krampflösende und verdauungsfördernde Eigenschaften, die Völlegefühl und Blähungen schnell entgegenwirken können.

Anis: Gerade bei Oberbauchschmerzen kann Anis hilfreich sein. Die Heilpflanze fördert die Verdauung und wirkt krampflösend, so dass du unangenehme Völlegefühle, Blähungen, Sodbrennen sowie Übelkeit und Erbrechen lindern kannst.

Kümmel: Kümmel ist ein Allzweckmittel bei jeglichen Verdauungsbeschwerden. Auch diese Heilpflanze wirkt krampflösend und verdauungsfördernd sowie blähungstreibend. Darüber hinaus regt sie den Gallenfluss an und sorgt so dafür, dass Speisen besser verdaut werden können. Aufgrund seiner antimikrobiellen und antimykotischen Wirkung kann Kümmel gegen Keime im Magen-Darm-Trakt vorgehen und eignet sich daher auch sehr gut bei Magen-Darm-Infektionen.

Kamille: Kamillentee ist ein altbewährtes Hausmittel zur Beruhigung des Magen-Darm-Trakts und der Nerven. Gerade bei Oberbauchschmerzen, Völlegefühl und Blähungen ist das Heißgetränk geeignet. Der Tee hat durchblutungsfördernde Eigenschaften, wodurch die Magenschleimhaut mehr Magensaft absondert. Das unterstützt die Verdauung, weshalb der Tee auch bei einer Magenschleimhautentzündung geeignet ist. Darüber hinaus fördert der Tee eine gesunde Darmflora und kann verkrampfte Muskeln effektiv lösen.

Pfefferminze: Pfefferminzöl ist ein bewährtes Mittel bei Verdauungsbeschwerden und findet sich auch im Pfefferminztee wieder. Das ätherische Öl kommt vor allem bei einem Reizdarm zum Einsatz und kann hier die Beschwerden lindern. Selbst starken Beschwerden kannst du mit der Pfefferminze entgegenwirken. Sie wirkt beruhigend, krampflösend und antimikrobiell, weshalb sie auch bei einer Magenschleimhautentzündung geeignet ist. Darüber hinaus regt sie die Gallensaftproduktion und damit die Verdauung an und wirkt so effektiv gegen Blähungen und Völlegefühl.

Ingwer: Auch Ingwer ist ein wahres Multitalent und findet bei vielfältigen Beschwerden Einsatz – unter anderem bei Verdauungsproblemen. Gerade bei Oberbauchschmerzen, die mit Übelkeit und Erbrechen einhergehen, ist die Knolle geeignet. Denn Ingwer kann gerade gegen diese Beschwerden effektiv wirken. Darum eignet sich die Wurzel auch bei Reiseübelkeit. Darüber hinaus ist Ingwer auch ein hilfreiches Mittel bei Blähungen, Krämpfen und Verstopfungen und fördert die Verdauung.

Melisse: Melissentee ist ebenfalls bei leichten Magen-Darm-Beschwerden geeignet. Besonders Bauchkrämpfen und leichten Blähungen kann mit dem Tee entgegengewirkt werden, doch auch wenn du unter Völlegefühlen leidest, kann dieser Tee der richtige für dich sein. Denn er wirkt verdauungsfördernd und darmentspannend und kann deine Symptome auf diese Weise lindern.

Eisenkraut: Eisenkrauttee findest du eher selten, dennoch verfügt auch er über vielfältige heilende Eigenschaften. Er wirkt verdauungsfördernd und regt die Lebertätigkeit an. Auch bei Durchfall ist ein Tee mit Eisenkraut geeignet. Darüber hinaus hat er eine beruhigende Wirkung auf die Psyche und kann stressbedingten Magen-Darm-Beschwerden somit vorbeugen.

Bauch wärmen

Wärme hilft bei Oberbauchschmerzen

Neben dem Teetrinken kannst du deinen Bauch auch auf andere Weise beruhigen. Wärme hilft die Muskeln im Magen-Darm-Trakt zu entspannen und kann so Beschwerden wie Blähungen lindern. Dazu kannst du einfach eine Wärmflasche oder ein Körnerkissen nutzen und es auf deinen Bauch legen. Nach einiger Zeit stellt sich eine Besserung der Symptome ein.

Mit einem wärmenden Wickel kannst du dasselbe Ergebnis erzielen. Der Vorteil ist hier, dass die Wickel oft länger Wärme abgeben als beispielsweise ein Kirschkernsäckchen. Solch einen Wickel kannst du zum Beispiel mit Kartoffeln herstellen. Dazu kochst du das Gemüse und zerdrückst es auf einem Tuch. Dieses Tuch faltest du dann, so dass die Kartoffeln nicht herausfallen. Lege ein weiteres Baumwolltuch auf deinen Bauch und dann den Kartoffelwickel darüber. Nun verschließt du den Wickel mit einem Handtuch. Du kannst ihn bis zu einer Stunde wirken lassen.

Stress reduzieren

Stress spielt bei vielen Magen-Darm-Beschwerden eine entscheidende Rolle. Er kann sowohl Auslöser der Beschwerden als auch verstärkender Faktor sein. Das liegt daran, dass das zentrale Nervensystem und das Darmnervensystem eng miteinander verbunden sind. Sie können zwar unabhängig voneinander handeln, beispielsweise ist der Kopf bei der Verdauung gänzlich unbeteiligt, allerdings herrscht auch eine rege Kommunikation zwischen Darm und Kopf. Diese geht zu 90 Prozent vom Darm aus und spricht vor allem den Teil des Gehirns an, der die Emotionen steuert. Verdauungsbeschwerden schlagen darum oft auf die Psyche.

Wichtig ist es in diesem Fall, zusätzlichen Stress zu vermeiden, um deine Beschwerden nicht zu verschlimmern. Gönne dir Auszeiten und Ruhephasen, in denen du entspannen und abschalten kannst. Das können ein einfacher Spaziergang oder ein paar Minuten Yoga sein. Auch Entspannungstechniken können dir helfen, Stress abzubauen und so ebenfalls gegen deine Bauchschmerzen helfen. Folgende Entspannungstechniken bieten sich an:

Mehr Tipps zur Stressbewältigung gibt es hier.

Fettiges und scharfes Essen vermeiden

Vermeide fettiges Essen bei Oberbauchschmerzen

Verschiedene Speisen können einen empfindlichen Magen reizen. Dazu gehören vor allem fettiges und scharfes Essen. Bei Oberbauchschmerzen solltest du solche Mahlzeiten besser vermeiden, um die Symptome nicht noch zu verschlimmern. Wie du auf verschiedene Lebensmittel reagierst, ist dabei ganz individuell. Am besten probierst du aus, welche Speisen du verträgst und welche nicht. Ein Ernährungstagebuch kann dir dabei behilflich sein. Trage hier ein, was du jeden Tag isst und wie du dich danach fühlst. Mit der Zeit kristallisieren sich Speisen heraus, die dir Probleme bereiten. In Zukunft kannst du diese Lebensmittel dann meiden und den Beschwerden so vorbeugen.

Bekommst du dennoch Verdauungsprobleme oder verzehrst trotzdem fettiges Essen, können Artischocken dir bei der Fettverdauung behilflich sein. Die Bitterstoffe in der Pflanze regen die Gallensaftproduktion an, wodurch fette Speisen besser verdaut werden können. Auch Natron kann bei Magenschmerzen helfen. Rühre eine Messerspitze des Pulvers in lauwarmes Wasser und trinke die Mischung. Täglich solltest du dies jedoch nicht machen.

Bauchmassage

Bauchmassagen können bei Bauchschmerzen ebenfalls ein wirksames Mittel sein. Das kurbelt die Darmbewegungen und damit die Verdauung an. Verspannungen können so gelöst werden. Dazu massierst du deinen Bauch in kreisenden Bewegungen, bestenfalls im Uhrzeigersinn, und übst leichten Druck aus. Auf diese Weise können sich deine Verdauungsorgane entspannen.

Zusätzlich kannst du ätherische Öle verwenden. Geeignet sind vor allem Kamillenöl, Melissenöl und Kümmelöl. Für eine bessere Verträglichkeit verdünnst du die Öle und arbeitest einige Tropfen in die Haut deines Bauches ein. Halte deinen Bauch in der nächsten halben Stunde warm, ruhe dich aus und warte bis die Symptome abklingen. Kleinkinder sollten nicht mit ätherischen Ölen behandelt werden.

Untersuchungen bei Oberbauchschmerzen

Der Arzt nimmt bei Schmerzen im Oberbauch verschiedene Untersuchungen vor

Halten deine Schmerzen im Oberbauch für längere Zeit an und tritt mit Hausmitteln nur vorübergehend Besserung ein, solltest du einen Arzt aufsuchen. Dieser kann verschiedene Untersuchungen vornehmen, um die genaue Ursache deiner Beschwerden zu finden. Dazu nimmt er in der Regel zuerst eine Anamnese auf, bei der du den Verlauf und die genaue Symptomatik deiner Beschwerden schilderst. Das liefert deinem Arzt bereits erste Hinweise auf die Ursache deiner Beschwerden.

Im weiteren Verlauf führt der Arzt eine körperliche Untersuchung durch. Dazu tastet er deinen Bauch ab und kontrolliert die Darmgeräusche. Bringen diese Untersuchungen allein keine genauen Ergebnisse hervor, werden aufwändigere Untersuchungen durchgeführt. Dazu gehören Laboruntersuchungen wie Blut-, Stuhl- und Urinuntersuchungen, Ultraschalluntersuchungen und Magen-, Darm- oder Bauchspiegelungen.

Darüber hinaus wirst du wahrscheinlich auf Lebensmittelunverträglichkeiten wie eine Laktose-, Gluten– oder Fruktoseintoleranz getestet. Dies geschieht normalerweise mit einem Wasserstoff-Atemtest. Mitunter musst du verschiedene Fachärzte aufsuchen, die sich näher mit deinen Beschwerden befassen. Dein Hausarzt schreibt dir dafür eine Überweisung.

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