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Papaya: 3 Vorteile & 2 Tipps zur Zubereitung der tropischen Frucht

Die tropische Papaya ist nicht nur geschmacklich ein wahrer Genuss, sie liefert nebenbei auch noch zahlreiche Vitamine und wichtige Nährstoffe. Ob zu süßen Speisen kombiniert, gekocht oder roh verzehrt: Papayas lassen sich vielfältig zubereiten. Dabei wirken sie nicht nur antientzündlich und antioxidativ, sie unterstützen auch eine gesunde Verdauung. Alles was du über die Papaya wissen musst, erfährst du bei uns.

Die exotische Papaya gehört mittlerweile in vielen deutschen Supermärkten zum Standard-Sortiment dazu. Beliebt ist sie insbesondere wegen ihrer aromatischen Süße. Was vielen Verbrauchern weniger bewusst ist: Die tropische Frucht hat es wirklich in sich – ihre Inhaltsstoffe machen die Frucht zu einem besonders gesunden Snack. Alles Wissenswerte über die Papaya erfährst du im Folgenden.

Wissenswertes über die Carica Papaya

Wissenswertes: Der Papayabaum

Ihr botanischer Name lautet Carica Papaya – bekannt ist die Pflanze aber vielmehr unter dem Namen "Melonenbaum" oder einfach "Papayabaum". Streng genommen handelt es sich bei ihren Früchten um Beeren. Auch der "Papayabaum" ist eigentlich kein richtiger Baum, sondern eine ganz eigene Pflanzenart. Seine birnenförmigen Früchte, die Papayas, wachsen direkt am Stamm und werden zumeist auch als "Baummelonen" bezeichnet.

Papayas stammen ursprünglich aus dem tropischen Mittelamerika – Papayabäume finden sich von Mexiko bis Costa Rica. Noch bevor Kolumbus Südamerika entdeckte, kultivierten die indianischen Einwohner den Melonenbaum. Schon damals sollen die Früchte, allen voran ihre Kerne, zu Heilzwecken verwendet worden sein.

Heute gibt es unzählige Papaya-Sorten, die auf der ganzen Welt im richtigen Breitengrad angepflanzt werden. Die Sorte, die besonders häufig über den Export nach Deutschland gelangt, ist die hawaiianische Art "Solo". Sie kann bis zu 500 Gramm schwer werden. Zum Vergleich: Einige Papaya-Sorten können stolze sechs Kilo auf die Waage bringen.

Ist die Papaya unreif, schimmert ihre dünne und empfindliche Schale dunkelgrün. Das im Inneren befindliche Fruchtfleisch ist gelblich und kann auch in unreifem Zustand verzehrt werden. Ist die Papaya gereift, wechselt die Schalenfarbe ins gelbgrüne bis orangenfarbene. Je reifer die Frucht, umso schmackhafter und süßer wird sie – vergleichbar etwa mit einer Aprikose.

Gesund und vielseitig: Papaya-Kerne

Gesund und vielseitig: Papaya-Kerne

In der Naturheilmedizin finden insbesondere die Kerne der Papaya Anwendung. Sie sollen bei zahlreichen Beschwerden Linderung verschaffen und weitere Vorteile mit sich bringen. Leider fehlen dazu noch die endgültigen wissenschaftlichen Belege, schließlich fanden viele Untersuchungen in Laboren oder an Tieren statt. Trotzdem solltest du die wertvollen Samen der tropischen Frucht keinesfalls wegwerfen. Sammle sie stattdessen in einem geeigneten Gefäß und bereite sie richtig zu, damit auch du von ihren gesunden Wirkungen profitieren kannst.

Superenzym Papain

Doch warum sind die Kerne der Papaya überhaupt so gesund? Verantwortlich für die zahlreichen nachgesagten Wirkungen ist ein in der Papaya enthaltenes Enzym. Dieses "Superenzym" wird Papain genannt und kommt sowohl im Fruchtfleisch als auch in den Kernen der tropischen Frucht vor. Doch besonders in den Papaya-Kernen findet sich hochdosiertes Papain. Unter anderem soll das Enzym die Verdauung ankurbeln, die Darmflora stärken und gegen schädliche Parasiten helfen.

Papain ist genau genommen ein eiweißspaltendes Enzym, welches aus 200 Aminosäuren besteht. Um von dem Enzym zu profitieren, solltest du die Kerne der Frucht aufbewahren, gründlich waschen und gut trocknen lassen. Schließlich lassen sie sich weiterverarbeiten oder roh zerkauen.

Inhaltsstoffe der tropischen Frucht

Papain ist noch lange nicht der einzige Grund, weshalb die Papaya so gesund ist. Zunächst einmal besteht die exotische Frucht zum größten Teil aus Wasser: um genau zu sein aus ganzen 87 Prozent. Mit ihren gerade mal 32 Kalorien auf 100 Gramm Fruchtfleisch, ist die Papaya ein idealer Snack für alle, die auf ihre Linie achten wollen. Außerdem enthält sie kaum Fett und so gut wie keine Kohlenhydrate.

In den reifen Früchten findet sich eine verschwinden geringe Menge des Enzyms Papain – dafür aber umso mehr im Fruchtfleisch unreifer Früchte. Den höchsten Gehalt weisen die Kerne des Exoten auf. Dafür punktet die reife Papaya mit einem enorm hohen Gehalt an Vitamin C. Mit fast 80 Milligramm Vitamin C auf 100 Gramm Frucht deckt eine ganze Papaya mehr als den benötigten Tagesbedarf.

Daneben finden sich in Papayas noch zahlreiche weitere Nährstoffe, darunter das Provitamin A, Vitamin E, Folsäure, Phosphor, Kalzium, Eisen und Natrium. Auch gut zu wissen: In 100 Gramm Papaya stecken ganze 190 Milligramm Kalium. Das macht die Frucht ebenfalls zu einem guten Lieferanten dieses Mengenelements.

Inhaltsstoff (pro 100 Gramm) Menge
Kalorien 32 kcal
Fett in Spuren
Kohlenhydrate 7 g
Natrium 2 mg
Kalium 190 mg
Calcium 20 mg
Magnesium 40 mg
Phosphat 15 mg
Eisen 0,4 mg
Zink 0,2 mg
Vitamin C 80 mg
Folsäure 2 mg
Vitamin E 0,2 mg
Vitamin B1 0,03 mg
Vitamin B2 0,04 mg
Vitamin B6 0,03 mg

Vorteile der Papaya

Nicht nur das Fruchtfleisch selbst, besonders die Kerne der Papaya sind überaus gesund. Für viele der positiven Wirkungen der Frucht verantwortlich, ist das Enzym Papain. Es dient der Pflanze eigentlich zur Abwehr von Schädlingen. Doch auch der menschliche Organismus kann durchaus davon profitieren. Daher werden die Samen der Papaya insbesondere in den Herkunftsländern, aber auch vermehrt in Europa, zu Heilzwecken verwendet. Die meisten der nachgesagten Wirkungen konnten bisher nicht in empirischen Studien an Menschen bewiesen werden. Stattdessen erfolgten viele Untersuchungen in Laboren, also in Reagenzgläsern und an Tieren. Eine ähnliche Wirkung auf den Menschen wäre damit zwar naheliegend, aber eben nicht vollends bewiesen.

Für die Verdauung

Für eine gesunde Verdauung

Papain soll beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt und gleichzeitig verdauungsfördernd wirken. Grund dafür ist die Umwandlung von Nahrungsprotein zu Aminosäuren: Das soll den Darm bei seinen Tätigkeiten entlasten. Papayas haben sich auf diese Weise bei unangenehmen Blähungen als auch Völlegefühlen nach schweren Mahlzeiten bewährt.

Da besonders hoch konzentriertes Papain in den Kernen der Papaya steckt, unterstützen diese die Verdauung auch besser als die Frucht an sich. Um also nach einer üppigen Mahlzeit deine Verdauung ein wenig anzuregen, kannst du etwa einen Esslöffel Papaya-Kerne im Mund zerkauen.

Wirkt antientzündlich und antioxidativ

Neben seiner verdauungsfördernden Wirkung ist Papain auch bekannt für seine antientzündlichen Eigenschaften. Das Enzym soll schmerzlindernd wirken und so eine Therapie von Entzündungen unterstützen. In der Naturmedizin wird Papain oft dazu genutzt, Schmerzen zu stillen und unter anderem starken Juckreiz zu senken. Papain soll zum Beispiel bei Insektenstichen lindernd wirken.

Das Superenzym der Papaya wirkt weiterhin antioxidativ. Auf diese Weise hindert es freie Radikale daran, gesunde Zellen zu zerstören und beugt damit verschiedenen Krankheiten und einer frühzeitigen Hautalterung entgegen. (Weitere Tipps zum Anti-Aging gibt es hier.)

Zum Abnehmen

Mit nur knapp 35 Kalorien auf 100 Gramm Frucht ist die Papaya ein wahres Diät-Superfood. Auch wer auf eine Low-Carb-Ernährung achtet, kann mit der Papaya durchaus etwas anfangen: Mit nur 7 Gramm auf 100 Gramm Frucht weist der Exot kaum Kohlenhydrate auf. Aber auch das in der Papaya enthaltene Papain ist ein idealer Abnehm-Helfer: Es hilft dem Körper, Eiweiße besser verdauen zu können und beschleunigt damit die Fettverbrennung. Außerdem hilft es, die Verdauung leicht anzukurbeln.

Du kannst Papayas also problemlos in deine Low-Carb-Diät oder jede andere Form der Diät integrieren. Die tropischen Früchte sind schließlich darüber hinaus auch noch sehr gesund: Sie bestehen zu fast 90 Prozent aus Wasser, versorgen den Körper also mit viel Flüssigkeit, und weisen gleichzeitig viele Vitamine und Mineralstoffe auf. Weitere Tipps zum gesunden Abnehmen haben wir hier für dich. Willst du lieber schnell abnehmen, könnten dir diese Tipps helfen.

Papaya kaufen

Papaya kaufen

Papayas werden in den meisten deutschen Supermärkten ganzjährig angeboten. Du erhältst die tropischen Früchte für 1,50 bis über 3 Euro – je nachdem, welche Produkte du kaufst und vor allem auch wo. In Discountern wirst du sehr wahrscheinlich seltener fündig. Neben ganzen Früchten erhältst du Papayas natürlich auch bereits verarbeitet, beispielsweise in Konserven oder als Konfitüre. Bedenke aber, dass hier meist noch eine erhebliche Menge Zucker hinzugefügt wurde.

Papayas werden in der Regel halbgereift oder reif angeboten, eine Ausnahme bilden da meist nur asiatische Lebensmittelläden: Wenn du Glück hast, kannst du hier auch eine unreife Frucht ergattern. Die Papayas, die in Deutschland angeboten werden, stammen meistens aus Brasilien, Hawaii, Ecuador, Thailand oder Ghana.

Achte beim Kauf darauf, dass die Früchte gelbe bis orangefarbene Flecken besitzen. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Papayas weiter nachreifen. Außerdem sollte die Schale unbeschädigt sein und sich nicht zu weich anfühlen. Wechselt die Farbe der Frucht von grün zu gelb, bedeutet dies, dass die Frucht reift.

Interessierst du dich nur für die Kerne der Papaya, kannst du dich in Bio-Läden, Reformhäusern oder in speziellen Online-Shops nach ihnen umschauen. In aller Regel werden sie in getrocknetem Zustand angeboten. Entscheide dich am besten immer für Produkte mit Bio-Qualität. Du kannst die Kerne in Salaten verwenden oder als Gewürz nutzen: Anstatt Pfeffer in der Mühle zerkleinert, geben sie deinem Gericht eine spezielle, leicht pfeffrige Note.

Papaya essen

So isst du eine Papaya richtig

Papayas sind ein leckerer Snack für zwischendurch. Willst du sie pur essen, kannst du sie einmal in der Hälfte durchschneiden und anschließend die Kerne mit einem Löffel entfernen. Diese wiederum solltest du nicht wegschmeißen, sondern entweder roh zerkauen oder in einem luftdichten Gefäß sammeln und trocknen lassen. Nun kannst du das Fruchtfleisch aus der Schale löffeln. Alternativ kannst du zunächst die Frucht schälen, dann wieder das Fruchtfleisch von den Kernen trennen und es anschließend in kleine Stücke schneiden.

Tipps zur Zubereitung

Papayas lassen sich vielfältiger anwenden, als es dir vermutlich bewusst ist. Denn die tropischen Früchte sind nicht nur für süße Speisen oder zum pur essen geeignet. Im Folgenden geben wir dir Tipps zum Verzehr.

Für süße Speisen

Möchtest du die süßen Früchte in Nachtischen oder anderen süßen Speisen verarbeiten, solltest du sie zunächst in kleine Stücke schneiden. Papayas passen wunderbar zu Smoothies, Obstsalaten und Schichtdesserts. Tipp: Um den süßen Geschmack der Frucht noch mehr hervorzuheben, kannst du das Fruchtfleisch mit Zitronensaft und Zucker beträufeln.

Für deftige Speisen

Auch herzhaften Speisen verleiht die tropische Frucht eine besondere Note – vorausgesetzt, du setzt sie richtig ein. Unreife Papayas kannst du wie Gemüse verarbeiten und beispielsweise in Salsas oder Currys verwenden. Auch einen Fleisch-Eintopf kannst du mit unreifen Papayas aufpeppen.

Wie wäre es zum Beispiel mit Papaya im Schinken-Mantel, eine leckere Abwechslung zu den beliebten Datteln im Speckmantel. Papayas verleihen Fleisch-, Fisch- und klassischen Gemüsegerichten eine exotische Note. Ein beliebtes Gericht ist der thailändische Papaya-Salat, ein deftig-süßer und gleichzeitig sehr scharfer Salat mit Chili, Papaya, Karotten und Erdnüssen. Im Folgenden findest du ein Rezept zu dem Salat

Rezept: Papaya-Salat

Thailändischer Papaya-Salat

Der thailändische Papaya-Salat, auch Som Tam genannt, wird im ganzen Land auf unterschiedliche Weisen zubereitet. Möchtest du den exotisch-scharfen Salat selbst zubereiten, benötigst du folgende Zutaten:

  • Einen Mörser
  • 1 Papaya
  • 2 Karotten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 8-10 Kirsch- oder Cocktailtomaten
  • 50 Gramm Erdnüsse
  • 1 Chilischote
  • 2 EL Fischsauce
  • 2 EL Limettensaft
  • 1-2 TL Zucker
  1. Im ersten Schritt schälst du die Papaya, teilst sie in der Hälfte und entfernst mit einem Löffel die Kerne der Frucht. Schneide das Fruchtfleisch entweder in zarte Streifen oder hoble es grob.
  2. Nun die Karotten ebenfalls schälen und grob hobeln oder in gleich große, längliche Streifen schneiden (wie die Papaya). Dann den Knoblauch schälen und die Chilis von ihren Stilen befreien.
  3. Gib nun den Knoblauch mit der Chilischote in den Mörser und zerstampfe sie grob. Jetzt noch ein Drittel der Papaya dazugeben und behutsam weiter stampfen. Das Gemüse darf nicht zu matschig werden.
  4. Im nächsten Schritt gibst du den Zucker zusammen mit der Fischsauce und dem Limettensaft in den Mörser dazu und stampfst weiter. Jetzt nur noch die restliche Papaya und die Karotten dazugeben und nur noch leicht weiterstampfen.
  5. Sobald alles gut vermischt ist, schmeckst du den Salat auf Gewürze ab und fügst nach Belieben weitere hinzu.
  6. Zum Schluss nur noch die Tomaten waschen, halbieren und zusammen mit den Erdnüssen in den Mörser geben und kurz zerstampfen. Nun ist dein Papaya-Salat fertig.
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