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Pfefferminztee: 5 Wirkungen, 3 Varianten & 5 Alternativen

Pfefferminztee schmeckt nicht nur gut, sondern kann auch bei verschiedenen gesundheitlichen Leiden helfen. Welche das sind und wie du ihn zusätzlich verfeinern kannst, erfährst du hier.

Die Pfefferminze zählt zu den bekanntesten Heilpflanzen. Dabei gibt es sie noch gar nicht so lange. Sie entstand erst im 17. Jahrhundert aus einer zufälligen Kreuzung der Grünen Minze und der Bachminze. Damit ist sie gerade einmal 500 Jahre alt. Mittlerweile gibt es verschiedene Unterarten der Pfefferminze. Unterschieden wird dabei zwischen hellgrünen und dunkelgrünen Sorten.

Was die Pfefferminze so gesund macht

Was die Pfefferminze so gesund macht

Es gibt verschiedene Minzen. Gesundheitliche Vorteile hat allerdings nur die Pfefferminze. Zwar werden auch andere Sorten wie die Grüne Minze gerne aufgrund ihres erfrischenden Geschmacks verwendet. Willst du die Pflanze jedoch zu Heilzwecken verwenden, solltest du auf die Pfefferminze zurückgreifen – genauer auf die Blätter der Pflanze. Diese erkennst du an ihrer grünen Farbe und Lanzenform mit ihren grob gezähnten Rändern. Die Pfefferminze blüht von Juli bis September in rosa bis lila Blüten. In Deutschland wächst sie vor allem im Süden.

Wirksam ist die Pfefferminze aufgrund ihres hohen Anteils an Menthol. Dieser Stoff befindet sich im ätherischen Öl der Pfefferminze. Die Blätter enthalten bis zu vier Prozent ätherisches Öl. Davon können bis zu 45 Prozent aus dem wirkungsvollen Menthol bestehen. Dieses verleiht der Pfefferminze auch ihren charakteristischen Duft.

Menthol verfügt über zahlreiche positive Wirkungen auf den Körper. Hervorsticht vor allem der kühlende Effekt, der auf gewisse Weise auch dann eintritt, wenn du den Tee heiß verzehrst. Das Menthol reizt kälteempfindliche Zellen und kann somit die Durchblutung fördern. Das bringt zahlreiche Vorteile mit sich. Nicht nur wirkt die Pfefferminze belebend, sie wirkt auch krampflösend und verdauungsanregend. So bringt die Heilpflanze nicht nur den Kreislauf in Schwung und lindert Migräne, sie hilft auch bei verschiedenen Verdauungsbeschwerden.

Um von den Vorteilen der Pfefferminze zu profitieren, kannst du sie in Form von Pfefferminzöl-Kapseln oder Pfefferminztee zu dir nehmen. Die Kapseln eignen sich bei akuten und starken Verdauungsbeschwerden. Den Tee kannst du als Genussmittel einsetzen, aber auch bei akuten Beschwerden zu dir nehmen. Speziell bei Verdauungsbeschwerden kann die Wärme des Heißgetränks schon für Linderung sorgen. Das enthaltene ätherische Öl kann diese Wirkung optimal unterstützen.

Wirkungen von Pfefferminztee

Wirkungen von Pfefferminztee

Die Pfefferminze ist eine überaus wirksame Heilpflanze und kann effektiv gegen zahlreiche Beschwerden vorgehen. Nicht zuletzt deswegen findest du Pfefferminztee in vielen Haushalten und kannst ihn fast überall kaufen. Als Hausmittel geht der Tee nur selten mit Nebenwirkungen einher, kann Beschwerden aber gezielt lindern.

Bei Verdauungsbeschwerden

Besonders der Magen-Darm-Trakt kann von der Pfefferminze profitieren. Selbst schwerwiegende Beschwerden kann die Pfefferminze lindern. Das ätherische Pfefferminzöl wirkt beruhigend und krampflösend. Die Wärme des Tees kann diese Effekte verstärken. So lässt sich ein Pfefferminztee sehr gut zur Behandlung eines Reizdarmsyndroms anwenden. Am besten nimmst du ihn gleich morgens vor der ersten Mahlzeit zu dir, um deinen Magen-Darm-Trakt optimal auf die bevorstehende Nahrungsaufnahme vorzubereiten. Auch bei Magenverstimmungen und sogar bei einer Gastritis kannst du Pfefferminztee einsetzen. Unterstützend ist hier die antimikrobielle Wirkung der Pfefferminze.

Darüber hinaus regt die Pfefferminze die Gallensaftproduktion und den Gallenfluss an und kann so auch Beschwerden der Galle entgegenwirken. Bei Völlegefühl, Blähungen oder einem Blähbauch kann Pfefferminztee aufgrund dessen auch ein hilfreiches Mittel sein.

Bei Kopfschmerzen

Pfefferminztee bei Kopfschmerzen

Die Pfefferminze ist auch bei Kopfschmerzen ein wirksames Hausmittel. Zumeist wird dazu ätherisches Pfefferminzöl verwendet, das du dir auf die Schläfen geben kannst, um Spannungskopfschmerzen zu lindern. Allerdings kann in gewissen Fällen auch schon Pfefferminztee für Linderung sorgen. Der Tee bringt nämlich den Kreislauf in Schwung und macht munter. Vor allem Kopfschmerzen, die aus Müdigkeit resultieren, können so gelindert werden. Weitere Hausmittel gegen Kopfschmerzen gibt es hier.

Bei Erkältungen

Erkältungen kannst du ebenfalls mit Pfefferminztee behandeln. Zwar reicht der Tee allein nicht aus, um deine Erkältung schnell loszuwerden. Doch du kannst die Heilung mit dem Heißgetränk zumindest ein bisschen unterstützen. Denn Pfefferminztee besitzt eine antivirale Wirkung und kann so gegen Erkältungsviren vorgehen. Zudem wärmt dich der Tee von innen und kann so zu deinem Wohlbefinden beitragen.

Zur Beruhigung

Nicht nur auf den Magen-Darm-Trakt, sondern auch auf die Nerven hat Pfefferminztee eine beruhigende Wirkung. Gleichzeitig wirkt der Tee aber auch belebend und sollte darum gerade vor dem Schlafengehen nicht in größerer Menge verzehrt werden. Greife dann lieber auf Tees mit ähnlich beruhigender Wirkung wie Kamillentee zurück.

In der Schwangerschaft

Pfefferminztee in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft ist Pfefferminztee ein beliebtes Hausmittel bei Schwangerschaftsübelkeit. Grund dafür sind wieder die krampflösenden Eigenschaften der Pfefferminze. Diese helfen bei Magen-Darm-Beschwerden und morgendlicher Übelkeit. Darüber hinaus kann Pfefferminztee auch gegen leichte Kopfschmerzen in der Schwangerschaft helfen, wenn du auf Schmerzmittel verzichten willst.

Allerdings solltest du in der Schwangerschaft nicht unbegrenzt viel Pfefferminztee trinken. Die tägliche Menge sollte zwei Tassen nicht übersteigen, da es sonst zu Sodbrennen kommen kann. Bedenke außerdem, dass die Pfefferminze eventuell die Gebärmuttermuskulatur beeinflussen und dies zu Früh- oder Fehlgeburten führen kann. Für diese Theorie gibt es jedoch keine wissenschaftlichen Belege.

Vermeiden solltest du den Pfefferminztee in der Stillzeit, da dieser die Milchproduktion reduzieren kann. Dafür eignet sich der Tee sehr gut zum Abstillen.

Pfefferminztee zubereiten

Pfefferminztee zubereiten

Allgemein kannst du Pfefferminztee mit frischen oder getrockneten Blättern zubereiten. Da du die Blätter der Pfefferminze jedoch nur in den Sommermonaten ernten kannst, empfiehlt es sich, die Blätter bei eigenem Anbau zu trocknen, damit du auch im Winter vom Pfefferminztee profitieren kannst. Wie du die Blätter trocknen kannst, erfährst du hier.

In den Sommermonaten kannst du die frische Pfefferminze ernten und direkt als Tee zubereiten. Dazu gibst du die frischen Blätter einfach in ein Glas und gießt diese mit heißem Wasser auf. Alternativ kannst du auch frische Pfefferminze das ganze Jahr über in einigen Supermärkten kaufen. Achte dann jedoch darauf, dass du die Blätter vor der Verwendung gründlich abspülst. Am besten kaufst du sie in Bioqualität, damit sich keine schädlichen Pestizide auf den Blättern befinden. Die gekaufte Minze solltest du schnellstmöglich aufbrauchen.

Die getrockneten Minzblätter halten sich luftdicht verschlossen und lichtgeschützt aufbewahrt einige Monate. Um den Tee zuzubereiten, gibst du die getrockneten Blätter in ein Teeei oder in das Sieb einer Teekanne und gießt alles mit heißem Wasser auf. Für 200 Milliliter Wasser benötigst du circa einen gehäuften Teelöffel Pfefferminzblätter. Lasse die Blätter fünf bis zehn Minuten ziehen. Dabei solltest du den Tee am besten zudecken, damit die ätherischen Öle nicht verdampfen. Dann kannst du den Tee abseihen.

Pfefferminztee verfeinern

Pfefferminztee verfeinern mit Honig

Fertigen Pfefferminztee kannst du in nahezu allen Supermärkten, Bioläden und Drogeriemärkten kaufen. Dabei gibt es reinen Pfefferminztee oder Teemischungen mit Pfefferminze. Du kannst den Tee auch zuhause selbst mit anderen Zutaten mischen und ihm so eine persönliche Note verleihen.

Mit Zitronensaft

Gut schmeckt Pfefferminztee beispielsweise mit etwas Zitronensaft. Dieser wirkt antibakteriell und enthält viel Vitamin C, was den Tee noch wirkungsvoller macht. Achte darauf, den Saft erst hinzuzugeben, wenn der Tee etwas abgekühlt ist. Vitamin C ist nicht hitzebeständig und könnte sonst seine Wirksamkeit verlieren.

Mit Honig

Alternativ kannst du auch Honig in den Pfefferminztee geben. Davon profitierst du besonders, wenn du unter Erkältungssymptomen mit Halsschmerzen leidest. Denn Honig wirkt antibakteriell und antiviral und kann die Beschwerden effektiv lindern. Besonders wirkungsvoll ist dabei Manuka-Honig. Dieser besitzt nämlich einen besonders hohen Methylglyoxal-Gehalt. Dieser Stoff ist unter anderem für die antibakterielle Wirkung des Honigs verantwortlich. Weitere erstaunliche Wirkungen von Manuka-Honig erfährst du hier.

Willst du Honig in deinen Tee geben, solltest du das Heißgetränk wiederum auf eine angenehme Trinktemperatur abkühlen lassen. Dann gibst du circa einen Esslöffel Honig in den Tee. Mehr Hausmittel gegen Halsschmerzen findest du hier.

Mit Heilkräutern

Du kannst Pfefferminztee auch hervorragend mit anderen Heilkräutern mischen. Bei den genannten Beschwerden sind besonders Salbei und Kamille geeignet. Du kannst entweder frische oder getrocknete Kräuter zusammen mischen oder jeweils einen Teebeutel Salbeitee, Kamillentee und Pfefferminztee in eine Kanne geben und mit heißem Wasser aufgießen. Natürlich kannst du auch andere Teesorten deiner Wahl verwenden, um einen Tee ganz nach deinem eigenen Geschmack zu kreieren.

Risiken von Pfefferminztee

Risiken von Pfefferminztee

Allgemein gehen von einem Tee mit Pfefferminze kaum Risiken aus. Allenfalls Schwangere sollten mit dem Tee vorsichtig sein und ihn nur in Maßen genießen, da dieser Sodbrennen begünstigen kann und eventuell die Gebärmuttermuskulatur beeinflusst. Sodbrennen und Übelkeit zählen generell zu den Nebenwirkungen von Pfefferminztee und speziell ätherischem Pfefferminzöl. Risiken bestehen, wenn du Probleme mit der Galle hast. Frage dann besser deinen Arzt vor dem Verzehr von Pfefferminztee um Rat. Dies gilt aber insbesondere, wenn du hochdosierte Pfefferminz-Präparate zu dir nimmst.

Alternativen zu Pfefferminztee

Sagt dir der krautig-frische Geschmack des Pfefferminztees nicht zu, kannst du auf verschiedene Teesorten zurückgreifen, die eine ähnliche Wirkung erzeugen. Zwar ist Pfefferminztee gerade bei Magen-Darm-Beschwerden und speziell Reizdarm besonders empfehlenswert. Dennoch gibt es eine Vielzahl anderer Tees, die sich fast ebenso gut bei Verdauungsbeschwerden einsetzen lassen. Darüber hinaus können sie auch beruhigend wirken und Erkältungen lindern.

Kamillentee

Kamillentee findest du ebenso wie Pfefferminztee in jedem gut sortierten Supermarkt. Er ist gut verträglich und ein bewährtes Hausmittel zur Beruhigung des Magen-Darm-Trakts und der Nerven. Bauchschmerzen, Völlegefühl und Blähungen kannst du mit Kamillentee effektiv entgegenwirken. Er hat durchblutungsfördernde Eigenschaften und unterstützt auf diese Weise effektiv die Verdauung.

Zudem kann dich Kamillentee bei Erkältungen von innen wärmen und eignet sich auch zur Inhalation und als Gurgellösung. In der Schwangerschaft ist Kamillentee ebenfalls geeignet und kann hier gegen Schwangerschaftsübelkeit, Sodbrennen und Blähungen wirken.

Salbeitee

Salbeitee als Alternative zum Pfefferminztee

Auch Salbeitee hat eine beruhigende Wirkung auf den Verdauungstrakt. Er wirkt krampflösend und kann Blähungen, Durchfall und Völlegefühl lindern. Besonders wohltuend ist Salbei jedoch bei Erkältungssymptomen wie Husten. Salbeitee kann Verschleimungen lösen, so dass sich diese besser abhusten lassen. Darüber hinaus wirkt der Tee antibakteriell und kann so den Krankheitsverlauf verkürzen.

In der Schwangerschaft solltest du mit Salbeitee aufpassen. In großen Mengen kann er frühzeitig Wehen auslösen. Zum Abstillen ist er jedoch ebenso wie Pfefferminztee geeignet, da er den Milchfluss unterdrückt.

Ingwer-Tee

Ingwer lässt sich bei einer Vielzahl an Beschwerden einsetzen. So eignet sich die Knolle unter anderem hervorragend bei Verdauungsproblemen. Besonders bei Übelkeit kannst du Ingwer verwenden, aber auch Blähungen, Krämpfe und Verstopfungen sind mit Ingwer behandelbar.

Darüber hinaus kannst du mit Ingwer dein Immunsystem stärken und deinen Körper so hervorragend bei Erkältungen unterstützen. Ingwer enthält viele wichtige Vitamine, Mineralstoffe und zudem ätherische Öle, die die Durchblutung ankurbeln und somit unter anderem deine Konzentrationsfähigkeit erhöhen.

Fenchel-Anis-Kümmel-Tee

Fenchel-Anis-Kümmel-Tee

Auch Fenchel-Anis-Kümmeltee ist hervorragend zur Bekämpfung von Erkältungssymptomen und Verdauungsbeschwerden geeignet. So wirken die Kräuter unter anderem Blähungen, Koliken und Krämpfen im Magen-Darm-Trakt entgegen. Der Tee unterstützt deine Verdauung und kann so auch Völlegefühl vermeiden.

Auch bei Erkältungen und Bronchitis kann der Tee hilfreich sein. Die ätherischen Öle der Kräuter können hustenstillend und schleimlösend wirken. Festsitzendes Sekret kannst du so leichter abhusten und die Beschwerden lindern.

Melissentee

Bei leichten Magen-Darm-Beschwerden kann auch Melissentee helfen. Dabei kannst du ihn beispielsweise bei leichten Blähungen und Bauchkrämpfen anwenden. Da der Tee verdauungsfördernd und darmentspannend wirkt, kann er auch Völlegefühl entgegenwirken.

Darüber hinaus wirkt Melissentee beruhigend und lindert Nervosität und Ängste. Auch bei Prüfungsangst ist Melisse geeignet und kann unter anderem die Konzentration fördern.

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