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Rosacea-Creme: 5 wirksame Inhaltsstoffe + 8 Hautpflege-Tipps

Rosazea ist eine chronisch-entzündliche Hautkrankheit. Betroffene leiden nicht nur äußerlich unter der juckenden und brennenden Haut, sondern meist auch psychisch an der Erkrankung. Eine Rosacea-Creme kann vor allem in anfänglichen Stadien die Symptome lindern. Wir geben Tipps zur richtigen Hautpflege und klären dich über effektive Wirkstoffe einer Rosacea-Creme auf.

Weltweit leiden bis zu zehn Prozent der Erwachsenen an Rosazea. Damit ist sie eine der häufigsten Hauterkrankungen bei erwachsenen Menschen. Im Durchschnitt tritt Rosazea erst ab einem Alter von circa 30 Jahren auf. Was Rosazea eigentlich ist, erklären wir im Folgenden.

Was Rosazea eigentlich ist

Das sind die Merkmale einer Rosazea

Rosacea oder Rosazea wird im Fachjargon als Acne rosacea bezeichnet, umgangssprachlich fällt häufig der Begriff "Kupferrose". Auch ist die Krankheit als "Couperose" bekannt. Die chronisch-entzündliche Hautkrankheit tritt hauptsächlich im Gesicht auf, genauer an Kinn, Wangen, Stirn und Nase.

Die anfänglich in Schüben auftretende Erkrankung erinnert zunächst an Akne. Deshalb kann es passieren, dass Rosazea zunächst nicht als solche diagnostiziert wird. Jedoch sind sowohl Symptome als auch Merkmale der beiden Erkrankungen grundlegend verschieden. Zum einen, da bei Rosazea die Poren nicht verstopfen und zum anderen, da die Haut im Gegensatz zu Akne eher zu Trockenheit neigt. Außerdem hinterlassen die durch Rosazea verursachten Pickel keine Narben auf der Haut.

Rosazea verläuft häufig in Schüben, außerdem kann sie nach heutigem Stand nicht vollständig geheilt werden. Typische Merkmale und Symptome einer Rosazea sind Pusteln, Knötchen oder Verhornungen auf der Gesichtshaut. Auch können Pickelchen entstehen, die an Akne erinnern. Von Rosazea betroffene Haut ist allgemein eher empfindlich, gereizt und neigt zu Trockenheit und einer verstärkten Schuppenbildung.

Stadien von Rosazea

Üblicherweise tritt Rosazea erst ab einem Alter von 30 Jahren auf, betroffen sind rund zehn Prozent der Erwachsenen und Frauen häufiger als Männer. Je nach Ausprägung der Rosazea wird diese in verschiedene Stadien eingeteilt. Jedoch sind die Übergänge so fließend, dass nicht immer klar zwischen den Formen abgegrenzt werden kann.

1. Rosacea erythemato-teleangiectatica (Couperose)

2. Rosacea papulopustulosa

3. Rosacea hypertrophica

Ursachen von Rosazea

Rosazea kann eine Nebenwirkung bestimmter Medikamente sein

Welche Ursachen genau für Rosazea verantwortlich sind, ist noch nicht vollends geklärt. Zumindest wird davon ausgegangen, dass mehrere unterschiedliche Faktoren bei der Entstehung zusammenhängen. Unter den Betroffenen zeigen sich bestimmte Muster und Faktoren, die sie im Durchschnitt gemeinsam haben. Zu diesen Faktoren zählen folgende:

  • Die Entzündungen sind vermutlich die Folge einer überzogenen Immunantwort. Grund dafür kann beispielsweise die eigentlich harmlose Haarbalgmilbe sein, die sich bei einigen Menschen einnistet.
  • Auch Regulationsstörungen in der Versorgung der Gefäße können Rosazea begünstigen. Ebenso wird diskutiert, ob Störungen bei der Temperaturregulation im Gehirn eine Ursache sein können.
  • Ebenfalls als Ursachen infrage kommen Faktoren wie (chronischer) Stress, eine Störung des Immunsystems und auch bakterielle Infektionen.
  • Möglich ist auch, dass die Hautkrankheit durch bestimmte Medikamente ausgelöst wird.

Trigger und beeinflussende Faktoren

Auch wenn die genauen Ursachen von Rosazea nicht eindeutig bekannt sind, so ist doch klar, dass zumindest einige Faktoren triggernd sein können. Folgende Faktoren können also die Entstehung und die Symptome von Rosazea negativ beeinflussen:

Umwelteinflüsse: Allgemein können sich äußere Faktoren wie zum Beispiel Kälte, Sonneneinstrahlung, aber auch Abgase, Pollen oder Zigarettenrauch negativ auf das Hautbild auswirken, so auch bei Rosazea.

UV-Strahlung: Setzt du dich dauerhaft starker Sonneneinstrahlung aus, begünstigt dies nicht nur eine frühzeitige Hautalterung und Hautkrebs. Auch kann das ungeschützte Sonnen Rosazea fördern beziehungsweise triggernd auf die Hautkrankheit einwirken.

Chemische Einflüsse: Wer unter Rosazea leidet, sollte weiterhin möglichst auf Duftstoffe aller Art, Farb- und Zusatzstoffe in Textilien, auf Alkohol sowie scharfes Essen verzichten. Auch Waschmittel und Medikamente (insbesondere Kortisonsalben) wirken sich negativ auf das Erscheinungsbild von Rosazea aus.

Weitere Reize: Rosazea geht oftmals zusätzlich mit einer sehr empfindlichen und schnell irritierten Haut einher. Triggernde Faktoren können daher auch ein harsches Abtrocknen des Gesichts sowie heißes Duschen beziehungsweise Baden und Saunagänge sein.

Psychische Faktoren: (Chronischer) Stress kann vielerlei Beschwerden und Krankheiten auslösen. Auch Rosazea wird durch anhaltende innere Unruhe, Ärger und Stress begünstigt. Grund dafür ist, dass Stresshormone Entzündungen fördern. Tipps für mehr Entspannung haben wir hier für dich. Für effektive Entspannungstechniken empfehlen wir diesen Artikel.

Genetik: Auch die DNA spielt eine Rolle bei der Entstehung des Krankheitsbildes. Wenn es in deiner Familie mehrere Fälle von Rosazea gibt, ist die Wahrscheinlichkeit höher, selbst dieses Krankheitsbild auszubilden. Außerdem leiden Menschen mit einem hellen Hauttyp häufiger an Rosazea als andere Menschen.

Rosacea-Creme kaufen

Rosacea-Creme erhältst du in der Apotheke

Hochwirksame Rosacea-Cremes sind verschreibungspflichtig. Daher muss die Erkrankung zunächst von einem Arzt diagnostiziert werden, ehe du eine solche Creme anwenden kannst. Dein Arzt wird dich beraten, ob du überhaupt eine Creme brauchst oder nicht. Daher solltest du eine Rosacea-Creme ausschließlich in der Apotheke erwerben.

Da es mehrere Wirkstoffe und Medikamente gibt, die den Verlauf einer Rosazea bessern können, verschreiben Ärzte häufig mehrere Medikamente nacheinander. So soll herausgefunden werden, welches Mittel bei dir persönlich am besten wirkt.

Typische Wirkstoffe einer Rosacea-Creme

Typische Wirkstoffe, die bei der Behandlung von Rosazea eingesetzt werden, sind die folgenden:

  1. Azelainsäure: Dieser Wirkstoff kommt vor allem in der Behandlung von Akne und Rosacea zum Einsatz. Er wirkt antibakteriell und sorgt außerdem dafür, dass die gestörten Verhornungsprozesse der Haut wieder normalisiert werden.
  2. Metronidazol: Dieses Antibiotikum hemmt Entzündungen und bremst eine überdurchschnittliche Immunabwehr aus. Zur Behandlung von Rosazea wird der Wirkstoff äußerlich in Form einer Creme oder Salbe angewendet.
  3. Brimonidin: Dieser Wirkstoff sorgt dafür, dass Hautrötungen reduziert werden.
  4. Clindamycin: Clindamycin ist ebenfalls ein antibakteriell wirkender Wirkstoff. Er hemmt das Wachstum und die Vermehrung von Bakterien und reduziert damit die typischen Hautrötungen bei Rosazea.
  5. Ivermectin: Ivermectin wirkt antientzündlich und antiparasitär. Der Wirkstoff tötet somit spezielle Milben ab, die in Verdacht stehen, die typischen Entzündungen bei Rosazea auszulösen.

Rosacea-Creme und Hautpflege: Tipps zur Behandlung

Hautpflegetipps bei Rosazea

Eine milde und effektive Rosacea-Creme ist wichtig, um sichtbare Symptome einzudämmen. Spezielle Cremes können unter anderem die Sichtbarkeit der roten Äderchen minimieren sowie Irritationen, Rötungen und Entzündungen reduzieren. Grundsätzlich gilt bei allen Betroffenen von Rosazea, dass sie ausschließlich milde Pflegeprodukte verwenden sollten.

Prüfe die Inhaltsstoffe

Nur mit den richtigen Inhaltsstoffen kann die Ausprägung deiner Rosazea gemindert werden. Daher gilt es, immer sorgfältig die INCI-Liste zu studieren, ehe du dich für ein Produkt entscheidest, das nicht verschrieben wird.

In deiner gesamten Hautpflege solltest du unbedingt die folgenden Inhaltsstoffe meiden:

Deutlich besser für dich geeignet sind Stoffe wie Glycerin und Silikonöl. Zusätzlich auf einer Creme kannst du auch tönendes Make-Up benutzen. Grüntöne decken Rötungen gezielt ab.

Benutze nur lauwarmes Wasser

Vermeide heißes und kaltes Wasser

Da Hitze und Kälte triggernde Faktoren bei einer Rosazea sind, solltest du beide Extreme weitestgehend vermeiden. Verzichte also möglichst auf Saunabesuche und heißes Baden beziehungsweise Duschen. Verwende stattdessen lieber lauwarmes Wasser, um dein Gesicht zu reinigen. Heißes Wasser kann sowohl eine trockene Haut als auch Irritationen begünstigen.

Vermeide Nassrasuren

Um deine Haut nicht zusätzlich zu reizen, solltest du auf Nassrasuren im Gesicht verzichten und stattdessen eine Trocken-Rasur durchführen. Wenn das für dich gar nicht in Frage kommt, solltest du mindestens eine scharfe und saubere Klinge benutzen, denn stumpfe Rasierer reizen die Haut zusätzlich. Außerdem solltest du dich stets in Wuchsrichtung rasieren und auf desinfizierende Rasierwasser mit Alkohol verzichten.

Massiere regelmäßig dein Gesicht

Integriere zu deiner alltäglichen Pflegeroutine jeweils morgens und abends eine Gesichtsmassage. Führe diese mit leichten und kreisenden Bewegungen durch und übe nicht allzu viel Druck auf dein Gesicht aus. Die Massagen sollen dabei helfen, Schwellungen im Gesicht zu behandeln und die damit oft einhergehenden Ödeme abklingen zu lassen.

Trage täglichen einen Sonnenschutz

Trage täglich einen Sonnenschutz auf

Wenn du an Rosazea leidest, solltest du intensives Sonnenbaden unbedingt vermeiden. Nicht nur erhöht UV-Strahlung das Risiko für Hautkrebs und frühzeitige Hautalterung, bei Menschen mit Rosazea verschlimmert Sonnenlicht auch deren Symptome. Trage deshalb täglich einen geeigneten Sonnenschutz oder eine mit UV-Schutz angereicherte Tagescreme auf. Bedenke, dass auch in den kalten Wintermonaten Sonnenlicht durchdringt und die Haut schädigen kann.

Benutze möglichst einen physikalischen Lichtschutz mit Mineralpigmenten. Diese sind besonders verträglich bei Rosazea und bauen eine Art Schutzwall auf der Gesichtshaut auf. Auf diese Weise können UV-Strahlen kaum in die Haut eindringen. Verzichte dagegen möglichst auf chemische UV-Filter und Duftstoffe. Da viele Menschen mit Rosazea zu den eher hellen Hauttypen zählen, bietet sich insbesondere ein UV-Schutz mit dem Faktor 50+ an. Tipps zu Kauf und Anwendung einer Sonnencreme erhältst du hier.

Vermeide deine Haut aufzukratzen

Für manche Betroffene kann es sinnvoll sein, in der Freizeit oder zumindest nachts Handschuhe aus Baumwolle zu tragen. Dadurch verhinderst du, dass du unbewusst deine Haut bei Juckreiz aufkratzt. Ansonsten hätten es Keime und Bakterien noch leichter, in die Haut einzudringen.

Trockne deine Haut sanft ab

Um zusätzliche Irritationen zu vermeiden, solltest du dein Gesicht möglichst sanft abtrocknen. Keinesfalls solltest du es grob trocken rubbeln oder starken Druck ausüben. Am besten eignet sich übrigens ein weiches Handtuch, das du möglichst nur für das Gesicht verwendest.

Verwende abdeckendes Make-Up

Verwende abdeckendes Make-Up

Rosazea kann sich nicht nur äußerlich, sondern auch auf die Psyche auswirken. Viele Betroffene leiden an einem verringerten Selbstwertgefühl und trauen sich kaum, das Haus zu verlassen. Deshalb ist es vollkommen in Ordnung, mit abdeckendem Make-Up etwas nachzuhelfen. Verwende auch hier möglichst milde Produkte, in denen kein Alkohol enthalten ist. Besonders gut zum Abdecken geeignet sind Grüntöne. Diese neutralisieren die Rötungen in deinem Gesicht.

Alternativ zur Rosacea-Creme: Behandlungen und Hausmittel

Alternativ oder parallel zur Rosacea-Creme kannst du weitere Therapien in Anspruch nehmen. Außerdem trägt deine Ernährung einen wichtigen Teil dazu bei, wie stark die Symptome ausfallen.

Kosmetische Eingriffe

Neben der Verwendung einer Rosacea-Creme kannst du auch kosmetische Eingriffe durchführen lassen. Bei diesen handelt es sich oft um Laser-Therapien, bei welchen die typischen Rötungen, Knötchen und Schwellungen zumindest vorübergehend entfernt werden können. Ebenfalls kann eine Laser-Therapie sichtbare Blutgefäße verringern und damit die Rötung der Haut reduzieren.

Bedenke allerdings, dass diese Art der Behandlung nicht ausschließt, dass die Symptome nach einiger Zeit wiederkehren. Außerdem kann die Gesichtshaut kurz nach solch einer Behandlung noch irritierter und geröteter aussehen. Dies klingt jedoch nach einiger Zeit wieder ab.

Die richtige Ernährung bei Rosazea

Die richtige Ernährung spielt bei Rosazea eine wichtige Rolle

Da es sich bei Rosazea um eine chronisch-entzündliche Hautkrankheit handelt, solltest du insbesondere entzündungsfördernde Lebensmittel meiden. Dagegen sollten entzündungshemmende Zutaten deutlich öfter auf deinem Speiseplan stehen. Grundsätzlich solltest du auf Zitrusfrüchte, Alkohol und heiße Getränke verzichten. Weitere Lebensmittel, die du öfter zu dir nehmen beziehungsweise meiden solltest, haben wir im Folgenden für dich.

Weniger Omega-6-Fettsäuren

Um die Symptome deiner Rosazea nicht weiter zu fördern, solltest du möglichst auf tierische Fette verzichten. In diesen sind eine Menge Omega-6-Fettsäuren enthalten, die Entzündungen fördern können. Verzichte daher auf Produkte wie Fleisch, Eier, Butter, Käse, Milch und andere Milchprodukte. Setze hier lieber auf pflanzliche Alternativen. Mehr über die vegane Ernährung erfährst du hier.

Mehr Omega-3-Fettsäuren

Während du deine Zufuhr an Omega-6-Fettsäuren reduzierst, solltest du vermehrt Omega-3-Fettsäuren zu dir nehmen. Diese stecken vor allem in gesunden Speiseölen wie Raps-, Lein– und Walnussöl. Auch Fisch enthält die gesunde Fettsäure in hohen Mengen, so zum Beispiel Lachs.

Vermeide scharfes Essen

Chilis, Knoblauch und Co. können zwar einiges für deine Gesundheit tun. Jedoch solltest du bei Rosazea möglichst auf scharfes Essen verzichten. Dieses ist schließlich dafür bekannt, die Symptome, vor allem Hautrötungen, zu triggern und damit zu verstärken. Verzichte bei deiner nächsten Chili con carne also besser auf die scharfen Zusätze.

Trinke öfter Kamillentee und Grüntee

Trinke öfter Kamillen- oder Grünen Tee

Eine der beliebtesten Heilpflanzen gegen Entzündungen ist die Kamille. Ihre besonderen Eigenschaften minimieren die typischen Hautrötungen bei Rosazea und hemmen gleichzeitig entzündliche Prozesse. Außerdem enthält die Kamille wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe wie Terpenoide und Flavonoide, die ebenfalls beide antientzündlich wirken. Alle Wirkungen eines Kamillentees haben wir hier für dich zusammengefasst.

Grüner Tee ist nicht nur ein sanfter Wachmacher. Der gesunde Tee besteht ebenfalls aus zahlreichen entzündungshemmenden sekundären Pflanzenstoffen, die Rötungen im Gesicht reduzieren können. Außerdem wirkt Grüntee antioxidativ und verringert so die Schäden, die durch negative Umwelteinflüsse wie Abgase oder Zigarettenrauch entstehen.

Integriere Honig in deinen Speiseplan

Honig findet schon seit Jahrtausenden Anwendung als Heilmittel und kann insbesondere bei Hautproblemen Abhilfe schaffen. Grund dafür sind zum einen seine entzündungshemmenden Eigenschaften und zum anderen seine desinfizierende und antibakterielle Wirkung. Besonders wertvoll ist der aus Neuseeland stammende Manuka-Honig.

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