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Salbeitee: 8 Wirkungen & 7 Tipps zur Zubereitung

Salbeitee kann Erkältungssymptome und Magen-Darm-Beschwerden lindern. Seine heilende Wirkung ist schon lange bekannt und er ist leicht zuzubereiten. Wir erklären dir, welche Wirkungen er noch hat und wie du ihn am besten zubereiten kannst.

Salbeitee hilft bei Husten und Heiserkeit, bei übermäßigem Schwitzen und Erkältungssymptomen. Er wirkt antibakteriell und antiviral, weshalb er sogar bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum angewendet werden kann. Zudem soll er sich positiv auf Vergesslichkeit auswirken.

Wir haben alles Wissenswerte für dich über Salbei und die Wirkungen von Salbeitee. Du kannst ihn kaufen, selber machen und Salbei sogar selbst anbauen. Dafür haben wir in unseren sieben Tipps zur Zubereitung wichtige Informationen für dich. Außerdem klären wir dich über Nebenwirkungen auf und wo du Salbeitee kaufen kannst.

Wissenswertes über Salbei

Wissenswertes über Salbei

Der Gattungsname des Salbei “Salvia” kommt vom lateinischen Begriff “salvare”, beziehungsweise “salvus” und bedeutet “heilen” oder “gesund”. Die heilende Wirkung des Salbeis ist bereits seit der Antike bekannt. Seit dem Mittelalter wird vor allem “Echter Salbei” (Salvia officinalis) als Küchen- und Heilkraut verwendet.

Außerdem gibt es den “Dreilappigen” oder auch “Griechischen Salbei”, dessen ätherische Öle sich etwas anders zusammensetzen. Er hat allerdings ähnliche Wirkstoffe und wird auch gegen Schleimhautentzündungen im Mund- oder Rachenbereich verwendet.

Der Salbeistrauch wird zwischen 20 und 70 Zentimetern hoch. Seine Blätter sind etwas dicker, graugrün, zäh, spitz zulaufend, gekerbt und werden zwischen drei und zehn Zentimetern lang. Der Strauch blüht zwischen Mai und Juli mit hellblauen oder fliederfarbenen kleinen Blüten. Hier erfährst du mehr über den Salbei und seine Verwendungsmöglichkeiten.

Wirkungen von Salbeitee

Salbeitee hat einen leicht bitteren, typisch würzigen Kräutergeschmack. Er wird von vielen Menschen gern natürlich oder mit Honig getrunken, hat für manche aber auch den Beigeschmack eines typischen Erkältungstees, der nur bei Krankheit getrunken wird.

Dabei hat Salbeitee viele vorteilhafte Wirkungen, die sich nicht nur auf Erkältungen und Halsschmerzen beziehen. Er wirkt entzündungshemmend, antibakteriell, hat eine positive Auswirkung auf die Verdauung und reguliert starkes Schwitzen. In den nächsten Kapiteln erfährst du alles über seine Wirkungen.

Die Wirkung von Salbeitee setzt sich vor allem durch seine ätherischen Öle (Hauptkomponenten Thujon, Campher und 1,8-Cineol), seine Gerbstoffe (unter anderem Rosmarinsäure) sowie Diterpene, Triterpene und Flavonoide zusammen.

In der Schwangerschaft

Während Schwangerschaft und Stillzeit solltest du lieber keinen Salbeitee zu dir nehmen. Er kann den Milchfluss unterdrücken und wird deshalb häufig von Frauen zum Abstillen getrunken. Zudem kann er frühzeitig Wehen auslösen. Verwende stattdessen einen anderen Tee aus Kräutern wie Kamillentee.

Wenn du aus Versehen Salbei in der Schwangerschaft zu dir genommen hast, ist das noch kein Grund zur Sorge. Lediglich regelmäßiger Konsum und eine hohe Dosierung können schädlich sein. Wenn du besonders vorsichtig sein möchtest, solltest du dennoch ganz darauf verzichten. Sprich am besten auch mit deinem Arzt über die Einnahme von Heilkräutern.

Bei starkem Schwitzen

Salbeitee hilft gegen starkes Schwitzen

Salbeitee kann auch gegen starkes Schwitzen (Hyperhidrose) helfen. Seine Gerbstoffe hemmen die Schweißproduktion. Deshalb wird Salbei neben Tee auch für unterschiedliche Kosmetikprodukte wie Deodorants oder Fußcremes eingesetzt.

Als Tee kann er auch in den Wechseljahren getrunken werden, da seine ätherischen Öle die Nervenenden der Schweißdrüsen hemmen und sie so weniger Flüssigkeit produzieren. Außerdem empfiehlt sich hier ein fertiges Mittel mit Salbeiblättertrockenextrakt. Dieses kann dreimal täglich nach den Mahlzeiten eingenommen werden oder bei Nachtschweiß in höherer Konzentration vor dem Schlafengehen. Später findest du ein Rezept zur Zubereitung von Salbeitee gegen starkes Schwitzen.

Wirkung auf den Blutdruck

Salbeitee soll eine positive Wirkung auf den Blutdruck haben, da er entspannend und blutdrucksenkend wirkt. Wenn du unter hohem Blutdruck leidest, solltest du dennoch in jedem Fall mit einem Arzt sprechen. Alternativen, die blutdrucksenkend wirken, sind Grüner Tee, Tee aus Hibiskus, Mistelkraut oder auch Schwarzer Tee.

Bei Vergesslichkeit

Salbei wird auch als Mittel gegen Alzheimer-Erkrankungen oder Vergesslichkeit verwendet. Er hemmt nämlich ein Enzym, das den Botenstoff Acetylcholin abbaut. Ein Mangel an Acetylcholin kann Alzheimer und Vergesslichkeit fördern. Je weniger aktiv dieses Enzym ist, umso weniger kann es diesen Botenstoff abbauen. Deshalb ist es ratsam, Salbei regelmäßig als Tee oder Küchengewürz in den Speiseplan zu integrieren, um die Gedächtnisleistung zu verbessern.

Bei Husten

Eine häufige Verwendung findet der Salbeitee bei Husten. Er wirkt schleimlösend durch die adstringierende Wirkung der Gerbstoffe und kann somit dafür sorgen, dass sich die Verschleimungen besser lösen und abhusten lassen. Zudem wirkt er antibakteriell und verkürzt den Krankheitsverlauf, da sich weniger Bakterien ausbreiten können. Eine Alternative zu Salbeitee bei Husten sind Hustenbonbons mit Salbei. Hier findest du weitere Hausmittel gegen Husten.

Bei Magen-Darm-Beschwerden

Salbeitee hilft bei Magen-Darm-Beschwerden

Salbeitee hat eine beruhigende Wirkung auf den Verdauungstrakt. Er wirkt krampflösend bei Magen- und Darmkrämpfen und soll Menstruationsbeschwerden lindern. Außerdem wirkt er sich auf die sogenannten Verdauungssäfte aus, sodass er auch bei Blähungen oder Durchfall für Besserung sorgen kann. In unseren Tipps zur Zubereitung findest du die richtige Dosierung für Magen-Darm-Beschwerden.

Bei Mundgeruch

Die antibakterielle Wirkung von Salbei kann auch als Hausmittel gegen Mundgeruch verwendet werden. Dazu solltest du einfach regelmäßig Salbeitee trinken, ihn eine Weile im Mund behalten oder damit gurgeln. Bonbons zum Lutschen sind eine gute Alternative, die allerdings nicht tagtäglich verwendet werden sollte.

Bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum

Salbeitee kann zum Gurgeln, Spülen oder Trinken auch sehr gut bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum verwendet werden. So lindert er beispielsweise Zahnfleischentzündungen, geschwollene Mandeln und Blutungen im Mund. Salbeiblätter wurden früher sogar zum Zähneputzen verwendet. Wie du einen solchen Tee zubereitest, erfährst du in unseren Tipps.

Salbeitee selber machen: 7 Tipps zur Zubereitung

Im Folgenden verraten wir dir, wie du frischen Salbeitee selber machen kannst. Dazu solltest du zunächst unbehandelten Salbei im Supermarkt oder einem Bioladen kaufen oder ihn selbst anpflanzen. Wenn du dich für das eigene Anpflanzen entscheidest, kannst du den Salbei ernten und frisch in deinen Tee geben oder trocknen. Was du hierbei beachten solltest, erfährst du in den nächsten Kapiteln.

Salbeiblätter kaufen

Frische Salbeiblätter gibt es in jedem Supermarkt. Wenn du sie zu Tee verarbeiten möchtest, solltest du allerdings darauf achten, dass sie möglichst unbehandelt sind oder sie gut abwaschen. Am besten eignen sich Bio-Salbeiblätter oder selbst angepflanzter Salbei.

Wenn du in keinem Supermarkt oder Reformhaus solche Blätter bekommst, gibt es auch online einige Angebote. Eine Alternative zu den frischen Blättern sind bereits fertig getrocknete Blätter, die du nur noch mit kochendem Wasser aufgießen musst.

Salbei anpflanzen

Salbei anpflanzen und den Tee selber machen

Salbei eignet sich nicht nur zum Lindern diverser körperlicher Beschwerden, sondern ist auch ein beliebtes Gewürz in der Küche. Aus diesem Grund kann es sich wirklich lohnen, Salbei im eigenen Garten, dem Balkon oder der Wohnung anzupflanzen. Hinzu kommt, dass er mit seinen blauen oder violetten Blüten im Frühling und Sommer wirklich schön aussieht. Du kannst die Blätter verwenden, um Salbeitee selber zu machen und hast sie immer auf Vorrat.

Beim Anpflanzen von Salbei gibt es ein paar Dinge zu beachten. Zum einen fühlt er sich an warmen und sonnigen Plätzen am wohlsten. Zum anderen benötigt er einen durchlässigen Boden, der gerne reich an Humus (Erde mit Bodenbakterien und zersetzter organischer Substanz) sein darf. Die beste Zeit, Salbei zu pflanzen, ist April oder Mai. Er kann als Samen ausgesät oder als Jungpflanze eingepflanzt werden.

Die Triebe des Salbeistrauchs sollten im Garten jedes Jahr im März zurückgeschnitten werden. Zur Überwinterung empfiehlt sich eine Vliesdecke gegen Frost. Bei der Anpflanzung in der Wohnung besteht dieses Risiko nicht. Auch auf dem Balkon kann der Salbei in den kältesten Monaten einfach in die Wohnung gestellt werden.

Salbei-Pflege: Der junge Salbeistrauch muss regelmäßig bewässert werden. Im Topf sollte darauf geachtet werden, dass es keine Staunässe gibt. Wenn er älter ist, kann immer gewässert werden, wenn die Erde sich trocken anfühlt. Von März bis August sollte alle zwei Wochen Flüssigdünger ins Gießwasser gegeben werden.

Salbei ernten und trocknen

Salbei kann frisch als Gewürz oder für einen Salbeitee geerntet werden. Eine andere Möglichkeit ist, die Blätter zu ernten und sie danach zu trocknen. In diesem Zustand ist der Salbei lange haltbar und nützlich in der Erkältungssaison im Winter.

Möchtest du den Salbei für deinen Tee lufttrocknen, solltest du mehrere Zweige vom Salbeistrauch abschneiden und sie zu einem Bund zusammenbinden. Sie sollten möglichst nicht abgewaschen werden. Hänge sie dann mit einer Schnur an die Decke eines Raums mit etwa 25 Grad Celsius, der trocken, aber auch gut durchlüftet ist. Das Trocknen dauert auf diese Art und Weise bis zu zehn Tagen.

Dauert dir das Lufttrocknen zu lang, kannst du die Salbeiblätter auch im Ofen trocknen. Dazu pflückst du die frischen Blätter von den Zweigen und legst sie auf ein Ofenblech. Stell den Ofen auf etwa 40 Grad Celsius und lass die Blätter darin circa sechs Stunden trocknen. Wichtig ist, beim Trocknen den Ofen einen Spalt offen zu lassen. Wenn die Tür von allein nicht hält, kannst du einen Kochlöffel aus Holz dazwischen klemmen. Die Öffnung ist wichtig, damit die Feuchtigkeit des Salbeis entweichen kann. Lasse die Salbeiblätter hinterher abkühlen und fülle sie in eine Aufbewahrungsbox.

Salbeiblätter als Erkältungstee zubereiten

Salbeitee als Erkältungstee zubereiten

Bei einem Erkältungstee kannst du drei bis fünf frische Blätter oder fünf bis sieben getrocknete Blätter mit kochendem Wasser aufgießen und etwa zehn Minuten lang ziehen lassen. Das Wichtigste bei Salbeitee ist, ihn immer mit sprudelnd kochendem Wasser aufzugießen. Warmes Wasser reicht hier nicht aus.

Außerdem solltest du bei der Auswahl der Blätter beachten, wie groß sie sind, da du eine Tagesdosis von sechs Gramm nicht überschreiten solltest. Hier erfährst du, wie du eine Erkältung schnell loswerden kannst.

Salbeitee gegen Schwitzen zubereiten

Bei starkem Schwitzen solltest du 150 Milliliter kochendes Wasser auf drei Gramm Salbeiblätter (frisch oder getrocknet) gießen. Das Ganze sollte etwa zehn Minuten zugedeckt ziehen, bevor die Blätter zum Trinken wieder entfernt werden. Die Tagesdosis liegt bei etwa vier bis sechs Gramm Salbei. Leidest du an Nachtschweiß, solltest du den Tee am besten kalt trinken.

Salbeitee gegen Magen-Darm-Beschwerden zubereiten

Leidest du unter Magen-Darm-Beschwerden, solltest du den Salbeitee auf diese Art und Weise zubereiten: Gieße 150 Milliliter kochendes Wasser über eineinhalb bis zwei Gramm fein geschnittene Salbeiblätter. Lasse das Ganze für fünf Minuten zugedeckt ziehen und seihe dann die Blätter ab. Du kannst einen solchen Tee dreimal täglich trinken, am besten jeweils 30 Minuten vor einer Mahlzeit.

Salbeitee zum Gurgeln zubereiten

Salbeitee muss nicht immer getrunken werden, sondern kann auch äußere Anwendung finden, zum Beispiel im Mund- und Rachenbereich. Insbesondere bei Entzündungen der Mund- oder Rachenschleimhaut, bei Zahnfleischentzündungen sowie bei Halsschmerzen kann Salbeitee heilend wirken. Hier findest du weitere Hausmittel gegen Halsschmerzen.

Beim Gurgeln kann der Tee ruhig etwas konzentrierter sein, wenn du ihn nicht herunterschluckst. Nimm deshalb ruhig drei Gramm Salbeiblätter und lasse den Tee mit kochendem Wasser mindestens zehn Minuten ziehen. Der Salbeitee sollte noch warm sein, wenn du mit ihm gurgelst.

Falls du ihn trinken möchtest und zudem mehrmals am Tag gurgelst, solltest du darauf achten, dass du die Dosierung von sechs Gramm am Tag nicht überschreitest. Möchtest du dreimal gurgeln, bietet es sich also an, drei Tees mit jeweils zwei Gramm Salbei zuzubereiten.

Salbeitee kaufen

Salbeitee kannst du in Apotheken, Reformhäusern oder der Drogerie, aber auch online oder im Supermarkt kaufen. In Apotheken findet sich eher die medizinische Variante bei konkreten Beschwerden wie Husten, Halsschmerzen oder Magen-Darm-Problemen.

In der Drogerie und im Supermarkt gibt es dagegen meist den herkömmlichen Salbeitee, der gern bei Erkältungen oder Menstruationsbeschwerden getrunken wird. Die Preise reichen von 70 Cent bis 15 Euro pro Packung je nach Menge, Anbau der Pflanze und Verarbeitungsart.

Als Alternativen zu Salbeitee gibt es Bonbons oder Badezusätze gegen Husten und andere Erkältungsbeschwerden oder Mittel mit ätherischem Salbeiöl als Mundspülung oder Deodorants. In Salbenform findet sich Salbei auch als Deo gegen übermäßiges Schwitzen oder gegen unreine Haut. Salbei als Gewürz gibt es im Supermarkt für etwa zwei bis vier Euro.

Nebenwirkungen

Salbeitee sollte in der Schwangerschaft und Stillzeit vermieden werden

Wie jedes Heilkraut hat auch Salbei ein paar Nebenwirkungen, die bei Überdosierung oder falscher Verwendung auftreten können. Zudem gibt es Menschen, die allergisch gegen Salbeiblätter sind. Am wichtigsten ist es jedoch, Salbei nicht über einen zu langen Zeitraum (zwei bis vier Wochen) intensiv anzuwenden und nicht zu viel auf einmal einzunehmen (nicht mehr als sechs Gramm am Tag). Der Grund dafür ist der Inhaltsstoff “Thujon”.

Thujone sind in vielen Heilkräutern mit ätherischen Ölen vorhanden wie zum Beispiel in Thymian, Rosmarin oder Wermut. Es gehört zu den Nervengiften und kann bei extremer Anwendung zu Herzrasen, Hitzewallungen, Krämpfen oder Schwindel führen. Kleinkinder, Schwangere und stillende Frauen sollten auf Salbeitee verzichten.

Bei Salbeiöl ist aufgrund der hohen Konzentration noch mehr Vorsicht geboten. Hier solltest du dir die Packungsbeilage gut durchlesen und im Zweifel einen Arzt oder Apotheker zu Rate ziehen, bevor du es einnimmst. In jedem Fall sollte das Öl bei der Anwendung verdünnt werden.

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