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Tomaten: 4 gesunde Wirkungen & 6 Ideen zum Verwenden

Die Tomate zählt in Deutschland zu den beliebtesten Nahrungsmitteln. Ob gekocht, roh, in Salaten und Soßen oder aber auch als Ketchup – die Tomate besticht durch ihre Vielseitigkeit. Wie gesund Tomaten wirklich sind und spannende Fakten rund um die Frucht findest du hier.

Woher kommt die Tomate eigentlich? Auf diese Frage gibt es keine eindeutige Antwort. Hinweise deuten darauf hin, dass die zu den Nachtschattengewächsen zählende Tomate etwa im 16. Jahrhundert erstmals in Europa aufgetaucht ist. Erst sehr viel später nahm die Frucht einen wichtigen Platz in der Küche ein.

Wissenswertes über Tomaten

Wissenswertes über die gesunde Tomate

Insgesamt gibt es schätzungsweise mehrere Tausend verschiedene Tomatensorten. Am bekanntesten sind die Rispentomaten, zu denen auch Cocktail- oder Cherrytomaten zählen. Diese Sorten findest du sehr häufig im Supermarkt. Zu den bekannteren Sorten gehören ebenfalls Fleischtomaten oder aber auch Roma-Tomaten.

Eher seltener triffst du beim Einkaufen auf Grüne Tomaten oder weitere spezielle Arten wie zum Beispiel Reisetomaten, Wildtomaten oder Paprika-Tomaten. Diese eher etwas ungewöhnlichen Sorten findest du eher bei Hobbygärtnern, die sich auf die Zucht dieser nicht so alltäglichen Sorten spezialisiert haben.

Tomate ist gleichzeitig Obst und Gemüse

Während die einen davon überzeugt sind, es handele sich bei Tomaten um Gemüse, sehen das andere nicht so: die Tomate sei eine Obstsorte. Doch wer hat nun wirklich recht? Die Antwort: beide und niemand.

Betrachtest du die Tomate schlicht als Lebensmittel, kannst du sie dem Gemüse zuordnen. Wenn es allerdings um die botanische Definition geht, ist sie eine Obstsorte.

Daher zählen Tomaten zu einer besonderen Kategorie: dem Fruchtgemüse – einem "Mittelding" zwischen Obst und Gemüse. Eine nicht unwichtige Info, wenn du bei der nächsten Grundsatzdiskussion über die Tomate beim Abendbrot mit Freunden oder Familie glänzen willst.

Grüne Tomatensorten

Grüne Tomatensorten

Unreife (also grüne) Tomaten können sich negativ auf deinen Körper auswirken. Daher solltest du nur die ausgereiften Früchte verzehren. Doch Vorsicht: Grün ist nicht gleich Grün. Es gibt Tomaten, die auch dann ihre grüne Farbe behalten, wenn sie ihre Reife schon längst erreicht haben.

Zu diesen Sorten gehören etwa "Limetto" oder "Green Grape". Sie sind nicht nur von außen grün, sondern haben auch grünes Fruchtfleisch. Du kannst sie daher trotz ihrer grünen Farbe bedenkenlos verzehren.

Tomaten selbst anpflanzen

Du kannst natürlich auch selbst Tomaten ziehen. Dafür benötigst du noch nicht einmal einen Garten. Auch ein Eimer eignet sich zur Tomatenzucht. Dieser sollte mindestens ein Fassungsvermögen von zehn Litern besitzen, sodass die Pflanze auch genügend Platz zum Wachsen hat.

Tipps zum Kräutergarten anlegen findest du hier.

Lycopin macht die Tomate so gesund

Einer der wichtigsten Stoffe in Tomaten ist das Lycopin. Es ist ein sekundärer Pflanzenstoff aus der Familie der Carotinoide und verfügt über antioxidative Eigenschaften. Der höchste Anteil findet sich in der Schale.

Wie viel Lycopin in den Tomaten enthalten ist, kannst du übrigens auch an der Farbe erkennen. Wenn eine Tomate besonders rot ist, enthält sie eine ganze Menge dieses Pflanzenstoffs. Bei Wärme – etwa bei der Weiterverarbeitung oder Zubereitung der Tomaten – wird mehr Lycopin freigesetzt.

Daneben sorgen noch andere Eigenschaften der Frucht für ihre gesunden Wirkungen, unter anderem die Folgenden:

  • Positive Effekte auf den Zellschutz
  • Tragen zum Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei
  • Tomaten enthalten viel Vitamin C
  • Tomaten sind kalorienarm
Schon gewusst?

Der in Tomaten enthaltene Anteil an Lycopin ist in verarbeiteten Produkten mitunter höher als in dem rohen Fruchtgemüse. Da es sich um einen fettlöslichen Stoff handelt, kannst du die Wirkung mit einer Zugabe von Öl (zum Beispiel Olivenöl) erhöhen.

Aber Vorsicht: In vielen industriell verarbeiteten Produkten ist Zucker enthalten. Dazu gehört zum Beispiel Ketchup.

So gesund sind Tomaten

So gesund sind Tomaten

Tomaten sind gesund und haben inzwischen einen guten Ruf. Welche Vitamine und Mineralstoffe in der Tomate stecken und welche Wirkungen sie erzielen kann, erfährst du jetzt.

Viele Vitamine und Mineralstoffe

Tomaten verfügen über jede Menge Vitamine und Mineralstoffe. Sie bestehen zwar überwiegend aus Wasser, doch sie haben auch einen hohen Anteil an Vitamin C. Eine normale, etwa mittelgroße Tomate kann schon ein Drittel der empfohlenen Tagesdosis des wichtigen Vitamins abdecken. Unter anderem stärkt Vitamin C dein Immunsystem.

Unterstützt Zellbildung und wirkt blutdruckregulierend

Zu den wichtigsten Mineralstoffen, die in dem Fruchtgemüse enthalten sind, zählen Folsäure und Kalium. Folsäure ist nicht zuletzt in der Schwangerschaft aufgrund seiner wichtigen Eigenschaften auf die Zellfunktion essenziell.

Kalium wirkt blutdruckregulierend und bietet dir somit auch einen gewissen Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Helfen Tomaten gegen Krankheiten?

Es ist natürlich schwer zu sagen, ob und wie stark Tomaten gegen eine spezielle Krankheit oder gegen bestimmte Beschwerden helfen.

Fest steht jedoch, dass Tomaten gesund sind und im Allgemeinen gute Effekte auf die Gesundheit haben können. Diese Effekte wurden zum Beispiel bei der Krebsprophylaxe oder bei kardiovaskulären Erkrankungen beobachtet.

Tomaten und Krebsprophylaxe

Tomaten und Krebsprophylaxe

In einigen Studien konnten Forschende einen gewissen Schutz vor Krebsarten feststellen, wenn die Teilnehmenden entweder rohe Tomaten oder Tomatenprodukte verzehrten. Der Schlüsselstoff ist hierbei Lycopin, da es sich um einen zellschützenden und antioxidativen Pflanzenstoff handelt.

Unterstützend für die Herz-Kreislauf-Gesundheit

Das Lycopin in der Tomate spielt auch bei der Herzgesundheit eine große Rolle, da sich dieser Pflanzenstoff positiv auf deine Cholesterinwerte auswirken kann. Darüber hinaus sollen Tomaten Studien zufolge entzündungshemmende Eigenschaften besitzen.

Ebenfalls wichtig: Kalium. Da Kalium ein wichtiges Mineral zur Regulierung des Blutdrucks ist, spielt dies auch eine Rolle bei der Herzgesundheit. Ein gut eingestellter Blutdruck ist wichtig für ein gesundes Herz und widerstandsfähige Gefäße.

Mögliche Risiken von Tomaten

Tomaten gehören zu den Nachtschattengewächsen. Dies kann in einigen Fällen tatsächlich Schattenseiten mit sich bringen. In welchen Fällen der (übermäßige) Verzehr von Tomaten nicht nur positive Effekte mit sich bringt, erfährst du in den nächsten Abschnitten.

Solanin und Alkaloide

Solanin kann Beschwerden verursachen

In der Tomate ist neben dem gesundheitsfördernden Lycopin auch Solanin enthalten. Solltest du Solanin nicht vertragen, kann der Verzehr durchaus zu Muskelkrämpfen und zu Verspannungen führen.

Übelkeit und Bauchschmerzen können ebenfalls zu den Nebenwirkungen von Solanin gehören. Auch Atemnot oder Durchfall sind bei einer "Solanin-Vergiftung" möglich.

Doch was ist eigentlich Solanin? Solanin gehört zu den Alkaloiden. Einige Pflanzen – zum Beispiel Tomaten – nutzen Solanin zur Tarnung vor natürlichen Fressfeinden. Im Falle der Tomate bedeutet dies, dass sie sich bis zur Reife grünlich anstatt rot zeigt.

Die grüne Färbung ist ein Hinweis darauf, dass viel Solanin enthalten ist und du sie besser noch nicht verzehren solltest. Daher solltest du auch den grünen Strunk entfernen, bevor du Tomaten verzehrst oder verarbeitest.

Dennoch kannst du weitestgehend beruhigt sein. Menschen müssten schon mehrere Hundert Gramm grüner Tomaten essen, um die negativen Auswirkungen des Solanins zu spüren. Hinzu kommt der bittere Eigengeschmack, der nur wenig appetitlich ist und die Freude an den unreifen Tomaten schnell zunichtemachen dürfte.

Wichtig: Auch in den reifen und roten Tomaten ist dieser Stoff enthalten. Allerdings in einer nur sehr geringen Menge. Hier brauchst du also keine Vergiftung zu befürchten.

Die Schattenseiten von Tomaten

Was du vor dem Verzehr von (unreifen) Tomaten unbedingt wissen solltest:

  • Unreife Tomaten enthalten viel Solanin
  • Solanin ist ein Alkaloid zum Schutz vor Fressfeinden
  • Solanin sorgt für einen bitteren Geschmack
  • Zu viel dieses Alkaloids kann zu gesundheitlichen Problemen führen
  • Beim Verzehr in geringen Mengen bestehen kaum Gefahren

Tomaten verwenden: Tipps und Ideen

Gefüllte Tomaten sind eine leckere Idee zum Verzehr

Tomaten bestehen zu einem großen Teil – etwa zu 90 bis 95 Prozent – aus Wasser. Das bedeutet, dass sie von Natur aus nicht viele Kalorien besitzen. Das ist ideal, wenn du Wert auf eine bewusste Ernährung oder auf eine kalorienreduzierte Diät legst.

Ebenfalls wichtig ist die Vielseitigkeit von Tomaten. Sie lassen sich mit allerlei Gerichten kombinieren. Dazu gehören Fisch- und Fleischgerichte oder aber auch Salate. Deiner Fantasie sind keinerlei Grenzen gesetzt.

Ein Aspekt, der dir bei der Zubereitung von Speisen mit Tomaten auch zugutekommt, hat einmal mehr mit Lycopin zu tun. Wenn du die Tomaten zum Beispiel erhitzt oder erwärmst, wird mehr Lycopin freigesetzt als im rohen Zustand.

Passierte Tomaten

Passierte Tomaten haben ihren Namen aufgrund des passierten Tomatenmus. Charakteristisch ist, dass sie weder Kerne noch die Schalen enthalten. Passierte Tomaten eignen sich daher zum Beispiel besonders für Pizzateig. Mit den passenden Gewürzen abgeschmeckt, kannst du damit eine fruchtig-würzige Grundlage für eine leckere Pizza legen.

Wenn es einmal schnell gehen soll, kannst du passierte Tomaten auch als Basis für eine leckere Soße für Nudelgerichte verwenden. Auch hier dürfen natürlich die richtigen Gewürze nicht fehlen. Passierte Tomaten sind entweder in Glasflaschen oder aber auch in kleinen Pappkartons erhältlich.

Tomatenmark

Tomatenmark zum Beispiel für Ratatouille

Beim Tomatenmark handelt es sich um das konzentrierte Fruchtfleisch der Tomaten. Hergestellt wird es in der Regel, indem die Tomaten geschält und von den Kernen befreit werden. Anschließend wird das Fruchtfleisch eingekocht. Der Wassergehalt im fertigen Produkt kann hierbei variieren.

In erster Linie kannst du Tomatenmark nutzen, um damit Suppen und Saucen zu verfeinern – sowohl geschmacklich als auch farblich. Natürlich kannst du Tomatenmark auch zur Zubereitung einer Tomatensoße verwenden.

Gehackte Tomaten

Wie der Name verrät, handelt es sich bei gehackten Tomaten um gestückelte Tomaten, die meist in Konservendosen abgefüllt sind. Entgegen weitläufigen Meinungen, sind auch in gehackten Tomaten noch viele Vitamine und Mineralstoffe enthalten.

Je nach Hersteller kann der Fruchtanteil in einer Dose allerdings unterschiedlich ausfallen. Wenn keine 100 Prozent Tomaten verarbeitet wurden, ist der Rest mit Tomatensaft aufgefüllt.

Mit gehackten Tomaten kannst du dir zum Beispiel zu Hause eine leckere Bruschetta zubereiten. Praktisch vor allem dann, wenn es schnell gehen soll und du keine Zeit zum selbst kleinhacken hast.

Rohe Tomaten

Rohe Tomaten essen

Ob in Scheiben oder in Stücken – wenn du rohe Tomaten selbst verarbeitest, kannst du deiner Fantasie freien Lauf lassen. Ein Klassiker ist "Tomate-Mozzarella". Hierfür schneidest du die (reifen!) Tomaten in Schreiben und richtest sie mit Mozzarellascheiben an.

Zum Verfeinern gibt es spezielle Gewürze. Du kannst auch selbst mit Gewürzen und Kräutern wie Salz, Pfeffer oder Basilikum experimentieren. Auf Wunsch kannst du auch etwas Balsamico oder Olivenöl darübergeben.

Eine tolle Rezeptidee mit Tomaten ist immer ein bunter Salat. Lass deiner Kreativität freien Lauf und kombiniere das Gemüse (oder Obst), das dir besonders gut schmeckt.

Getrocknete Tomate

Eine beliebte Alternative zu der frischen Frucht ist die getrocknete Variante. Getrocknete Tomaten haben ein sehr starkes Aroma und sind länger haltbar. Besonders gut schmecken sie in Nudelsalaten und deftigen Speisen wie Pastagerichten.

Tomatensaft

Was wäre eine Aufzählung von Tomatengerichten ohne den guten alten Tomatensaft? Der Tomatensaft gehört wohl gemeinsam mit Karotten- und Rote-Beete-Saft zu den bekanntesten "Gemüsesäften" überhaupt.

Natürlich sind auch im Tomatensaft wichtige Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Wenn du die täglich empfohlene Menge an Gemüse nicht immer erreichst, kannst du durchaus mit einem Glas des gesunden Saftes nachhelfen.

Schon gewusst?

Tomatensaft ist auf Flugreisen eines der beliebtesten Getränke. Ein möglicher Grund: Der Saft schmeckt vielen Reisenden in der Luft besser als auf dem Boden. Ursache hierfür ist die Tatsache, dass die Aromen durch den veränderten Luftdruck unterschiedlich wahrgenommen werden. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie des Fraunhofer Instituts.

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