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Trockene Haare: 6 Tipps + 4 Hausmittel gegen strapaziertes Haar

Glanzloses und stumpfes Haar sieht nicht nur ungesund aus, es deutet auch auf eine geschädigte Haarstruktur hin. Bei kaputtem und trockenem Haar ist aber zum Glück der Gang zum Friseur nicht die einzige Lösung. Wie du trockene Haare schnell wieder in den Griff bekommst, erfährst du bei uns.

Trockenes Haar äußert sich in vielen Symptomen: Die Haare fühlen sich rau an, sind an den Enden meist gesplittet und wirken glanzlos. Ist die Haarstruktur erst einmal geschädigt, fällt auch das Pflegen und Stylen schwer. Dabei können schon einfache Hausmittel helfen, um das Haar wieder geschmeidig zu machen. Wie es überhaupt zu trockenem Haar kommt, erfährst du im Folgenden.

Wissenswertes über das Haar

Glänzend, geschmeidig und pflegeleicht: Schönes und gesundes Haar ist für viele Betroffene (noch) ein Wunschdenken. Obwohl man schnell an trockenem Haar verzweifeln kann und denkt, nur noch ein Kurzhaarschnitt kann helfen, sind oft schon die Ursachen leicht zu umgehen. Doch was ist eigentlich gesundes Haar?

Im absoluten Idealzustand ist jede einzelne Haarfaser geschlossen und damit glatt. Das Haar wirkt in dem Zustand so schön glänzend, weil die geschlossenen Fasern Lichteinstrahlungen ohne Schwierigkeiten reflektieren können. Bei dem Glanz, den du wahrnimmst, handelt es sich also um die Spiegelung von Licht. Bestimmte Faktoren sorgen jedoch dafür, dass die Haarstruktur aufbricht und das Licht nicht mehr reflektiert werden kann. Das Haar ist rau und trocken und wirkt glanzlos und stumpf. Wie es zu brüchigem Haar kommt, erfährst du im Folgenden.

Ursachen von trockenem Haar

Ursachen von trockenem Haar

Es gibt viele Faktoren, die geschädigtes und trockenes Haar begünstigen können. Sind die Fasern erst einmal beschädigt, helfen nur intensive Pflege und die richtigen Styling-Maßnahmen. Damit es gar nicht erst so weit kommt, solltest du die Ursachen kennen und das Problem wortwörtlich an der Wurzel packen.

Äußere Faktoren

Gerade nach dem erholsamen Sommerurlaub scheinen die eigenen Haare ganz und gar nicht erholt zu sein. Das hat auch einen guten Grund, denn UV-Strahlen und Meeresluft setzen dem Haar enorm zu. Salzwasser lässt das Haar aufquellen, wodurch zunächst einmal die natürliche Feuchtigkeit verloren geht. Doch die feinen Salzkristalle bleiben auch nach dem Baden im Haar haften und sorgen dafür, dass das Haar anfälliger für UV-Strahlungen wird. Bei diesem Teufelskreis hat gesundes Haar meist keine Chance. Übrigens ist chloriertes Wasser ebenso schädlich für die Haarstruktur – auf das Meer zu verzichten und lieber im Pool zu baden ist also auch keine Alternative.

Doch auch der Alltag kann dem Haar schnell zusetzen: Chemikalien, die zum Beispiel beim Haarefärben eingesetzt werden, können einzelne Strähnen aufrauen lassen. Daneben spielt aber auch deine Waschgewohnheit eine entscheidende Rolle bei der Gesundheit deiner Haare: Wäschst du sie zu häufig (bis zu einmal am Tag) und nutzt dabei noch ein aggressives oder falsches Shampoo, trocknet die Mähne schnell aus. Das Gleiche gilt für die anschließenden Pflegeprodukte: Hitzeverursachende Geräte trocknen das Haar logischerweise vom Ansatz an aus – so übrigens auch die Kopfhaut. Nutzt du mehrmals die Woche Fön, Glätteisen und Co, kann das die Ursache deines Problems sein.

Innere Faktoren

Doch nicht nur negative Umwelteinflüsse schädigen das Haar, auch eine ungesunde Ernährung kann zu seiner Austrocknung führen. Fehlen dir wichtige Nährstoffe und Vitamine und konsumierst du stattdessen überwiegend fettreiches Essen, so kann sich das auf die Gesundheit deiner Kopfhaut auswirken – und auf deine Haare.

Es gibt allerdings auch Faktoren, auf die wir keinen großen Einfluss nehmen können. So können bestimmte Krankheiten die Feuchtigkeitsregulation unserer Haut behindern. Neurodermitis zum Beispiel sorgt für eine Austrocknung der gesamten Haut, was nicht selten auch die Kopfhaut betrifft. Und auch der Hormonhaushalt spielt eine nicht unwichtige Rolle bei der Gesundheit unserer Haare: Während die Talgproduktion in der Pubertät oft noch übermäßig verläuft, nimmt sie im Laufe unseres Lebens immer weiter ab. Im Alter können die Spitzen dann nicht mehr ausreichend mit Fett versorgt werden, was sie brüchig und trocken macht.

Auch die Gene spielen wieder eine Rolle: Menschen mit Naturlocken sind am häufigsten von trockenem Haar betroffen. Das liegt ganz einfach daran, dass durch die Spiralform der Haare das Fett nicht mehr an der Haarstruktur hinunterrutschen kann. Die Enden werden also nicht mit genügend Fetten versorgt und stumpfen ab.

Weiterhin solltest du immer darauf achten, ausreichend Wasser zu trinken, damit deine Kopfhaut – wie auch deine restliche Haut – nicht austrocknet. Doch auch psychische Faktoren spielen eine Rolle bei mentaler und physischer Gesundheit. Wer weitestgehend stressfrei und zufrieden lebt, leidet seltener an trockenen Haaren.

Tipps gegen trockenes Haar

Kennt man die Ursache für das Problem, ist die Behandlung nur noch eine Sache von Geduld und Zeit. Immerhin musst du dir nicht gleich die Haare abschneiden, um ihnen wieder zu neuem Schwung zu verhelfen. Es gibt sowohl schnelle Lösungen als auch Behandlungen, die Zeit kosten. Ist etwa eine ungesunde und einseitige Ernährung der Grund für die Trockenheit, dann kann sich eine Besserung erst nach einigen Wochen einstellen.

Das richtige Shampoo benutzen

Das richtige Shampoo benutzen

Fange immer am besten bei deinen eigenen Pflege-Ritualen an, denn oft findet sich hier schon das Problem. Bestimmte Produkte und Inhaltsstoffe können dein Haar nämlich abhängig machen und ihnen mehr schaden, als sie guttun. Wenn du dir das nächste Mal ein neues Produkt zulegst, informiere dich zunächst gründlich über seine Inhaltsstoffe. Unbedingt vermeiden solltest du Parabene, Silikone, Mineralöle und Mikroplastik. Das Problem mit den Silikonen ist, dass diese zwar kurzzeitig dein Haar glatt und geschmeidig machen, langfristig jedoch seine Austrocknung begünstigen. Der Stoff legt sich um die einzelnen Haarstrukturen und verhindert so, dass sie Feuchtigkeit aufnehmen können. Dadurch scheint das Haar zunächst geschmeidig – Nährstoffe und Fette kann es allerdings nicht mehr aufnehmen.

Strapaziertes Haar benötigt stattdessen keratinhaltige Pflege für die Reparatur des geschädigten Haars. Achte auch auf nährende Inhaltsstoffe wie Urea und Panthenol, die du am besten in Leave-In-Conditionern anwendest. Dieser sollte im Idealfall auch einen Hitzeschutz aufweisen, damit UV-Strahlung deinem Haar nichts anhaben kann. Nährende Haaröle beugen weiterhin Spliss und brüchiges Haar vor, spenden Feuchtigkeit und verleihen den Längen mehr Glanz. Achte ferner darauf, dass die Inhaltsstoffe des Shampoos so natürlich wie möglich sind.

Haare seltener waschen

Bei jeder Dusche werden deiner Kopfhaut und deinem Haar schützende Fette entzogen, was eine trockene Kopfhaut und damit auch strohiges Haar begünstigt. Auch das Waschen mit sehr heißem Wasser kann deinem Haar auf Dauer schaden. Indem du deine Haarlängen mit kaltem Wasser abspülst, glättest du die Oberflächen der Haarstruktur.

Versuche am besten, nicht öfter als zwei oder drei Tage die Woche deine Haare zu waschen. Wenn das gar nicht möglich ist, kannst du auch ein wenig mit Trockenshampoo oder Spülungen tricksen. Übrigens brauchst du das Shampoo nicht im kompletten Haar zu verteilen: Da du das Shampoo auch so durch die Längen spülst, genügt es, wenn du nur den Ansatz wäschst.

Auf übermäßiges Styling verzichten

Neben einer falschen Pflege kann auch das anschließende Styling das Haar unnötig strapazieren. Wenn du mit einem Kamm grob durch das nasse Haar fährst und dabei noch fest an den Strähnen ziehst, können die Haarstrukturen brechen. Sei beim Kämmen vorsichtig und entwirre zuerst die Spitzen.

Sowieso solltest du nicht zu viele erhitzbare Styling-Produkte wie Glätteisen, Fön und Lockenstab benutzen, denn die Hitze trocknet die Kopfhaut schließlich aus. Lasse dein Haar lieber lufttrocknen, was besonders im Sommer meist keine Schwierigkeit darstellt. Hast du es dennoch einmal eilig, dann föhne dein Haar nur auf der niedrigsten Temperaturstufe.

Natürliche Feuchtigkeitsspender verwenden

Natürliche Feuchtigkeitsspender verwenden

Um deine geschädigten Haare nachhaltig mit Nährstoffen zu versorgen, kannst du ein bis zweimal wöchentlich pflanzliche Öle und andere Feuchtigkeitsspender als Kur anwenden. Sie halten das Haar geschmeidig, geben ihm Glanz und spenden Nährstoffe sowie Feuchtigkeit.

Ernährung umstellen

Um langfristig einer trockenen Kopfhaut vorzubeugen, ist die richtige Ernährung wichtig. Ungesunde Fette und Zucker machen nicht nur innerlich krank, sondern wirken sich auch auf die äußere Gesundheit aus. Daher solltest du diese Nahrungsmittel, ebenso wie Alkohol und Nikotin, bestmöglich reduzieren.

Integriere stattdessen mehr gesunde Fette, Vitamine und Nährstoffe in deinen Speiseplan. Besonders Vitamin A, C, Biotin und Eisen stärken und schützen Haare, aber auch Nägel. Du findest diese Nährstoffe in gesunden Speiseölen, Fisch, Hülsenfrüchten, Obst und Gemüse. Wenn du dich ausgewogen und abwechslungsreich ernährst, kannst du einen solchen Mangel vermeiden. Antioxidantien und Omega-3-Fettsäuren, wie sie in einigen Speiseölen, Fisch und Meeresfrüchten vorkommen, kräftigen Kopfhaut und Haar. Besonders Walnüsse, Blaubeeren, Brokkoli und Speiseöle wie Hanföl und Leinöl sind gute Omega-3-Quellen.

Haare schneiden lassen

Manchmal ist aber auch ein Neustart keine schlechte Idee: Wenn das Haar nur noch spröde und ungesund ist, solltest du es am besten schneiden lassen. Wenn du dich nicht ganz von deiner langen Mähne trennen willst, reicht auch ein Spliss-Schnitt, bei dem nur das kaputte Haar abgeschnitten wird. Dadurch wird es dir auch leichter fallen, das gesunde Haar zu pflegen.

Hausmittel gegen trockene Haare

Schon einige wenige Hausmittel, von denen sicher auch du das ein oder andere in der Küche stehen hast, können trockenem Haar entgegenwirken. In Kombination mit einer gesunden Ernährung lieferst du deinem Körper so alle wichtigen Vitamine und Mineralstoffe – von innen und von außen.

Kokosöl

Dieses Pflanzenöl soll Studien zufolge besonders gut in das Haar eindringen können. So ebnet Kokosöl die Haarstruktur, spendet Feuchtigkeit und macht das Haar weich und geschmeidig. Was Kokosöl noch alles für dein Haar tut, erfährst du hier.

Olivenöl

Dieses Hausmittel hat sicher jeder bei sich zuhause: Olivenöl. Das Pflanzenöl ist deshalb in der Haarpflege so beliebt, weil es einen hohen Gehalt an Vitamin E und weiteren Antioxidantien aufweist. Diese Nährstoffe reparieren das geschädigte Haar und verleihen ihm so mehr Glanz und Geschmeidigkeit. Auch andere natürliche Öle eignen sich für eine Haarkur: Arganöl, Sesamöl, Rizinusöl oder Jojobaöl.

Honig

Honig gegen trockene Haare

Die Vorstellung von Honig in den Haaren mag zunächst nicht besonders verlockend sein, das Naturprodukt hat es aber wirklich in sich. Sein hoher Zuckergehalt bindet Feuchtigkeit und pflegt so von der Haarwurzel bis in die Spitzen. Eine Kur mit Honig wird dein Haar wieder glänzend und geschmeidig machen. Übrigens soll besonders der spezielle Manuka-Honig Wunder leisten.

Essig

Es stimmt schon, dass Essig als Mittel gegen trockene Haare zunächst widersprüchlich klingen mag. Allerdings ist gerade Essig in der Lage, den natürlichen pH-Wert der Kopfhaut wiederherzustellen. Dazu kommt noch, dass Essig besonders effektiv Shampoo-Reste und andere Rückstände von Kopfhaut und Haaren lösen kann. Essig wirkt gleichzeitig einer trockenen sowie juckenden Kopfhaut entgegen. Wieso besonders Apfelessig für die Haarpflege geeignet ist, erfährst du hier.

Haarkur anwenden

Eine Haarkur lässt sich ganz einfach selbst machen und braucht dabei nicht einmal viele Zutaten. Wähle ein bis zwei deiner Lieblingsöle, wie zum Beispiel Oliven-, Kokos-, Argan-, oder Walnussöl und gebe etwa fünf Esslöffel in ein Glas. Erwärme zwei bis drei Esslöffel Honig langsam in einem Wasserbad und mische es unter die Öle. Wenn du magst, kannst du noch ein paar Tropfen eines ätherischen Öls, wie zum Beispiel Teebaumöl, unter die anderen Zutaten geben.

Nachdem du deine Haare gewaschen hast, massierst du für etwa fünf bis zehn Minuten die Haarkur in die Kopfhaut ein. Während du deine Kopfhaut massierst, wird die Durchblutung angeregt. Das wiederum stärkt die Haarwurzel und regt das Haarwachstum an. Anschließend wickelst du das Haar in ein Handtuch oder eine Frischhaltefolie und lässt die Kur einziehen. Am besten lässt du die Kur über Nacht wirken, lege dir dafür ein zusätzliches Handtuch auf das Kopfkissen. Wenn es schnell gehen soll, solltest du dennoch darauf achten, dass die Kur mindestens eine halbe Stunde einziehen kann.

Die Anwendung kannst du ein bis zwei Mal die Woche wiederholen und dabei mit den Ölen nach Belieben variieren.

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