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Wilde Malve: 9 Inhaltsstoffe + 7 Wirkungen der Käsepappel

Die Malve ist ein unglaublich vielseitiges Heilmittel. Die Pflanze wirkt entzündungshemmend, antibakteriell und wundheilend. Alles was du über die Malve wissen musst, wie die Pflanze wirkt und welche Anwendungen möglich sind, erfährst du bei uns.

Wissenswertes über die Wilde Malve

Alles Wissenswerte über die Wilde Malve

Es gibt viele verschiedene Malvengewächse. Die Heilpflanze unter den Malven ist die sogenannte Wilde Malve. Der lateinische Name lautet "Malva sylvestris". In einigen Gegenden hört man auch die Namen große Käsepappel oder Rosspappel. Mit der Pappel hat die Pflanze nichts zu tun. Der Name bezieht sich vielmehr auf die Früchte, aus denen früher Brei für Kinder hergestellt wurde, sogenannter Papp.

Die Wilde Malve ist eine der ältesten bekannten Nutzpflanzen und wird schon seit der Antike als Heilpflanze verwendet. Darüber hinaus schmecken Malven auch sehr gut und finden in der Küche unterschiedlichste Verwendung. Bei Gärtnern ist die Pflanze dagegen nicht gerade beliebt. Viele sehen sie als Unkraut. Das ist aber nicht gerechtfertigt, denn die Malve enthält wertvolle Schleimstoffe und ist besonders bei Erkältungen sehr hilfreich.

Wilde Malve erkennen

Es gibt einige Merkmale, an denen du die wilde Malve eindeutig erkennst. Ernten kannst du sie das ganze Jahr über. Die Blüten der Pflanze haben unterschiedliche Farben und treten zwischen Juni und September in Erscheinung. So leuchten sie entweder in blau, rosé, rot oder violett. Wächst die Pflanze nicht in deinem Garten, hältst du an Wegrändern, auf Wiesen oder in Böschungen danach Ausschau. Beim Joggen oder Waldbaden wirst du mit Sicherheit fündig.

Die Pflanze ist mehrjährig und wächst bis zu 1,40 Meter hoch. Du findest sie vor allem an sonnigen Plätzen. Die Blätter der Malve bestehen aus je fünf Lappen. Der Stängel und die Blätter sind dicht behaart. Die Blüten der Pflanze haben ebenfalls fünf Blätter und werden circa fünf Zentimeter groß. In den Spaltfrüchten reifen die Samen heran. In jeder Frucht sind etwa zwölf Samen enthalten.

Ernte und iss die Pflanze aber nur, wenn du dir sicher bist, dass du sie erkannt hast. Verwechselst du sie mit anderen Pflanzen, vergiftest du dich womöglich und musst zum Arzt. Bist du dir unsicher, ob du eine Malve erkennen würdest, bittest du Freunde beim Sammeln um Hilfe. Natürlich ist das nur sinnvoll, wenn diese sich mit Wildkräutern auskennenErwartest du ein Kind, solltest du nichts essen, von dem du nicht sicher weißt, was es ist. Die Ernährung ist in der Schwangerschaft ausschlaggebend für die Gesundheit deines Nachwuchses. Typische Anzeichen für eine Schwangerschaft haben wir hier für dich zusammengestellt.

Wilde Malve anbauen

Malvenblüten für einen leckeren Tee

Möchtest du Malven in deinem Garten anbauen, suchst du dafür einen sonnigen Platz aus. Hast du einen passenden Standort gefunden, ist die Pflege der Pflanze sehr einfach. Neben einer hohen Sonneneinstrahlung ist auch ein nährstoffreicher und eher kalkhaltiger Boden von entscheidender Bedeutung.

Am besten säst du zwischen Mitte März und Mitte Mai. Die Samen fühlen sich von Anfang an im Freien wohl, können aber auch in einem Topf herangezogen werden. Achte darauf, dass du einen Abstand von mindestens 40 Zentimeter zwischen den einzelnen Pflanzen einhältst. Nach ungefähr zwei Wochen keimt die Pflanze und die ersten Sprösslinge kommen aus der Erde.

Inhaltsstoffe der Heilpflanze

Malve enthält Magnesium

Malve hat viele verschiedene gesunde Inhaltsstoffe. Genau wie Giersch enthält die Pflanze unter anderem ätherische Öle, die heilende Wirkungen haben, außerdem Kalium und Magnesium.

Der Nährstoff Kalium ist sehr wichtig für deinen Körper, weil er großen Einfluss auf deine Nerven, Muskeln und deinen Blutdruck hat. Zudem ist er am Stoffwechselprozess beteiligt. Magnesium ist in erster Linie für deine Muskeln und Nerven sowie für deine Knochenstruktur wichtig. Leidest du unter Kalium– oder Magnesiummangel solltest du die Malve in jedem Fall auf deinen Speiseplan setzen.

Die Malve enthält folgende Stoffe, die sich positiv auf deine Gesundheit auswirken:

  1. ätherische Öle
  2. Kalium
  3. Magnesium
  4. Eiweiß
  5. Eisen (Tipps gegen Eisenmangel gibt es hier.)
  6. Flavonoide
  7. Gerbstoffe
  8. Glucose
  9. Kalzium

Wirkungen der Wilden Malve

Malve hilft bei Erkältungen

Die Malve ist sehr gut verträglich und daher nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder geeignet. Schon sehr lange kommt sie bei unterschiedlichsten Beschwerden als Heilpflanze zum Einsatz. Im Folgenden erfährst du, wie du die Malve am besten anwendest und wie sie wirkt.

Malventee gegen Reizhusten

Malventee wird entweder aus der Wilden Malve oder aus der Hibiskusblüte hergestellt. Verwechselst du die beiden Tees ist das zwar ungefährlich, die erwünschte Wirkung bleibt aber womöglich aus. Die Inhaltsstoffe unterscheiden sich nämlich. Tee aus der Wilden Malve enthält Schleim- und Gerbstoffe, die bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum besonders effektiv wirken.

Am besten brühst du den Tee aus frischen Malvenblüten. Für einen halben Liter benötigst du circa zehn Blüten. Diese legst du in ein Teegefäß, gießt heißes Wasser darüber und lässt das Ganze zehn Minuten ziehen. Im Anschluss entfernst du die Blüten und der Tee ist fertig.

Bei Halsschmerzen

Malventee bei Halsschmerzen

Auch bei Halsschmerzen eignet sich eine Tasse Malventee auf Grund der enthalten Schleimstoffe sehr gut. Du kannst den Tee übrigens auch kalt trinken. Dabei bleiben alle Schleimstoffe erhalten. Gebe dazu einfach einen Teelöffel Malvenblüten in eine Tasse kaltes Wasser und lasse die Blüten zwei Stunden darin ziehen. Zwischendurch rührst du immer mal wieder um. Behalte die Flüssigkeit beim Trinken so lange im Mund, bis sie ein wenig warm wird. Dabei entfalten sich die milden Schleimstoffe besonders gut. Weitere Hausmittel gegen Halsschmerzen findest du hier. 

Gegen grippale Infekte

Hast du eine starke Erkältung, empfiehlt sich die Anwendung einer Malven-Tinktur. Eine Tinktur dient der Konservierung verschiedenster Wild- und Heilkräuter und ermöglicht es dir, die Kräfte der Pflanze zu nutzen. Bei einem grippalen Infekt ist es sinnvoll, diese als Hustensaft zu verwenden.

Eine Tinktur stellst du schnell und einfach selbst her. In der Regel haben Tinkturen eine Basis aus Alkohol. Du kannst sie aber auch mit Essig herstellen.

Für die Tinktur brauchst du:

  • 400 Milliliter Essig
  • 50 Gramm getrocknete Malve
  • ein Schraubglas
  • eine Flasche zur Aufbewahrung

Folgende Schritte gehst du zur Herstellung der Tinktur:

  1. Desinfiziere das Schraubglas, indem du es mit heißem Wasser auskochst.
  2. Koche den Apfelessig ab.
  3. Zerkleinere die getrockneten Malvenblätter und -blüten.
  4. Fülle Malve in das Schraubglas.
  5. Gieße so viel Essig über die Malve, dass alles vollständig bedeckt ist.
  6. Lasse das Gemisch an einem warmen Ort ziehen.
  7. Nach drei Wochen filterst du die Malve aus der Flüssigkeit heraus und füllst die Tinktur in eine Flasche zur Aufbewahrung.
  8. Zur Einnahme vermischst du einige Tropfen mit einem Glas Wasser. So spürst du den Essiggeschmack nicht so stark.

Gegen Entzündungen

In der Malve ist ein Farbstoff namens Malvin enthalten. Dieser und weitere Inhaltsstoffe der Pflanze haben entzündungshemmende Wirkungen. Sie unterstützen außerdem den Effekt der Schleimstoffe. Bei Entzündungen solltest du über eine Behandlung mit Malve nachdenken. Ist deine Entzündung besonders stark, musst du einen Arzt um Hilfe bitten.

Bei Durchfall

Malve gegen Durchfall

Die verschiedenen Wirkstoffe der Malve sollen auch eine leicht zusammenziehende Wirkung haben. Bei Durchfällen kämpfst du mit einer Speise, einem Tee oder einer Tinktur aus Malve also erfolgreich gegen die Krankheit an. Die Schleimhäute deines Darms ziehen sich nach dem Konsum zusammen. So gelangt weniger Flüssigkeit aus deinem Körper heraus und mit der Zeit hört der Durchfall auf.

Gegen Insektenstiche

Insektenstiche sind äußerst unangenehm und hinterlassen in der Regel rote juckende Stellen auf der Haut. Bist du von einem Insekt gestochen worden, kannst du die Stelle mit Malve behandeln. In diesem Fall wirkt die Pflanze nicht von innen auf deinen Körper, sondern von außen. Du benutzt nämlich einen Wickel.

Übergieße dazu eine Handvoll Malvenblätter und -blüten mit heißem Wasser und tunke ein sauberes Tuch hinein. Lasse das Tuch einige Minuten darin ziehen. Nimm es dann heraus und lege es auf den Stich, sobald es ein bisschen abgekühlt ist.

Gegen Sodbrennen

Hast du häufig Sodbrennen und möchtest nicht gleich mit Medikamenten dagegen vorgehen, ist die Malve deine Rettung. Die Heilpflanze beruhigt nämlich deinen Magen und hemmt gleichzeitig die Produktion von neuer Magensäure.

Sodbrennen entsteht, wenn dein Magen zu viel Magensäure produziert oder der Mageneingang nicht richtig verschlossen ist. Eine deftige Mahlzeit oder eine ungesunde Ernährung können zu den Beschwerden führen. Auf Dauer solltest du die Ursache für dein Sodbrennen herausfinden.

Möchtest du schnell etwas gegen das unangenehme Gefühl tun, eignet sich ein Malventee. Diesen hast du in wenigen Minuten vorbereitet und kannst ihn gleich trinken. So wird dein gereizter Magen beruhigt und das Sodbrennen lässt schnell nach.

Rezepte mit Wilder Malve

Rezepte mit Malve

Zu einer gesunden Ernährung gehört frisches Obst und Gemüse, aber auch nahrhafte Kräuter. Viele davon wachsen im eigenen Garten oder können bei einem Spaziergang im Wald gesammelt werden. Dazu gehört neben Bärlauch und Giersch auch die Malve. Wichtig ist nur, dass du dich genau auskennst und nicht die falschen Pflanzen pflückst.

Die Malve kommt auf Grund ihres angenehmen und milden Geschmacks häufig in der Küche zum Einsatz. Junge Malvenblätter und –blüten kannst du zum Beispiel kleinschneiden und in einen Salat geben oder sie in einen Smoothie mischen. Das ist der perfekte gesunde Snack für zwischendurch. Ältere Blätter und die Wurzeln bereitest du als Gemüse vor oder verwendest sie in Suppen und Saucen. Wir haben hier ein paar einfache Rezepte für dich zusammengestellt.

Malvensalat

Malvensalat

Hast du vor allem junge Malvenblätter gesammelt, kreierst du am besten einen Malvensalat. Junge Blätter eignen sich auf Grund ihrer Frische und des milden Geschmacks besonders gut dafür.

Außerdem sind Malvenblätter eine interessante Alternative zu herkömmlichem Blattsalat und sehr gesund. Die Pflanze enthält viele wichtige Nährstoffe, die du in einem Salat ohne Umschweife zu dir nimmst. Malvensalat hast du schnell und einfach zubereitet. Das Rezept gelingt dir auch, wenn du noch nicht viel Erfahrung in der Küche hast.

Du brauchst:

  • vier Handvoll Malvenblätter
  • drei Knoblaubzehen
  • eine Zitrone
  • 80 Gramm Oliven
  • zwei Esslöffel Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer

Im Grunde bereitest du Malvensalat so zu, wie du es auch mit einem Kopfsalat tun würdest. Allerdings garst du ihn vor dem Servieren kurz in einer Pfanne. An folgenden Punkten kannst du dich orientieren:

  1. Wasche die Malvenblätter gründlich ab und schüttle sie trocken.
  2. Zerkleinere die Blätter in mundgerechte Stücke.
  3. Schäle den Knoblauch und hacke ihn klein.
  4. Schneide die Oliven in kleine Stücke. Falls die Oliven noch nicht entkernt sind, entfernst du an dieser Stelle selbstverständlich auch den Kern.
  5. Erhitze das Olivenöl in einer Pfanne.
  6. Gib die Malvenblätter, den Knoblauch, und die Oliven dazu.
  7. Träufle die Zitrone über den Inhalt der Pfanne und streue zusätzlich Salz und Pfeffer darüber.
  8. Lasse den Malvensalat fünf Minuten garen bevor du ihn servierst.

Malvengemüse

Die Zubereitung von Malvengemüse funktioniert so ähnlich wie beim Spinat

Malvengemüse bereitest du ähnlich zu wie Spinat. Dabei lässt sich fast alles verwenden. Sind die Blätter an einem besonders dicken Stiel gewachsen, entfernst du diesen besser. Ob du den Stiel mitessen kannst oder nicht, hängt auch vom Alter der geernteten Pflanze ab. Mit der Zeit werden die Stiele nämlich immer holziger. Bei jungen Pflanzen schmeckt der Stiel häufig gut. Die Zubereitung des Gemüses geht sehr schnell und macht keine großen Umstände. Probiere es einfach einmal aus und überzeuge dich selbst.

Du brauchst:

  • einen Bund Malven
  • eine Zwiebel
  • zwei Esslöffel Öl
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskatnuss
  • einen halben Becher Sahne

Folgendermaßen bereitest du das Gemüse besonders schnell zu:

  1. Trenne die Malvenblätter und Blüten von den Stängeln.
  2. Wasche alle Teile des Gemüses, die du verwenden möchtest, gründlich ab.
  3. Hacke Blätter, Blüten und Stängel der Malve klein.
  4. Schäle die Zwiebel und hacke sie klein.
  5. Gib Olivenöl in eine Pfanne und brate die Zwiebel darin an.
  6. Gib das Malvengemüse und gegebenenfalls einen Schuss Wasser hinzu und lasse alles circa zehn Minuten köcheln.
  7. Rühre die Sahne unter das Gemüse und schmecke das Gericht mit Gewürzen ab.

Syrisches Khibezeh

Khibezeh ist eine vegane Vorspeise aus Syrien und dem Libanon. In der Regel wird sie in Kombination mit arabischem Fladenbrot gegessen.

Du brauchst:

  • 500 Gramm Malvenblätter
  • zwei Zwiebeln
  • einen Esslöffel Olivenöl
  • eine Zitrone
  • Salz
  • Pfeffer

Da die Speise nur sehr wenige Zutaten beinhaltet, ist die Zubereitung relativ einfach:

  1. Zunächst säuberst du die Malvenblätter, entfernst sie vom Stiel und hackst sie klein.
  2. Schäle danach die Zwiebeln und zerkleinere sie ebenfalls.
  3. Gib das Olivenöl in eine Pfanne und brate darin die Zwiebeln an.
  4. Gib danach die Malvenblätter hinzu und würze das Ganze mit Salz, Pfeffer und dem Saft der Zitrone.
  5. Fülle gegebenenfalls ein wenig Wasser in die Pfanne und lasse alles eine Viertelstunde köcheln.
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