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Wundsalbe: 7 Arten von Heilsalben + 7 Tipps zur Wundheilung

Ob beim Spielen in der Natur, beim Schneiden von Gemüse oder durch zu langes Sonnenbaden: Kleine Verletzungen zieht sich jeder hin und wieder einmal zu. Oberflächliche Wunden kannst du dabei mit einer einfachen Heil- oder Wundsalbe behandeln. Welche Produkte sich dafür eignen und was du bei der Versorgung deiner Wunde sonst noch beachten musst, erfährst du hier.

Kleinere Schnitt- oder Schürfwunden lassen sich leicht zuhause behandeln und müssen nicht unbedingt vom Arzt untersucht werden. Um die Regenerationskräfte deines Körpers zu unterstützen, kannst du spezielle Wundsalben verwenden. Außerdem sind die richtige Erstversorgung und weitere Hygiene-Maßnahmen entscheidend dafür, wie schnell deine Wunde verheilt. Was du über die Wundheilung im Allgemeinen wissen musst, erfährst du im Folgenden.

Wissenswertes über die Wundversorgung

Wissenswertes über die Wundversorgung mit einer Wundsalbe

Kleine und oberflächliche Wunden treten immer mal wieder auf. Damit sie schnell wieder verheilen, solltest du auf eine angemessene Erstversorgung achten und die Wundheilung weiterhin mit einer geeigneten Wund- oder Heilsalbe unterstützen.

Unter kleinen Wunden versteht man eine Verletzung der obersten Hautschicht, der Epidermis. Ist nur sie betroffen, kann eine Wundversorgung von zuhause erfolgen. Weitere leichte Verletzungen sind beispielsweise Schrammen, leichte Schnittwunden, Sonnenbrände und andere leichte Verbrennungen. Bilden sich allerdings Brandblasen auf deiner Haut, solltest du unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Erste Versorgung von Wunden

Ziehst du dir eine leichte Verletzung zu, beziehungsweise ist deine Wunde offen, solltest du keinesfalls sofort eine Wundsalbe auftragen. Stattdessen muss die Wunde zunächst richtig versorgt werden. Dafür wäschst du sie sorgfältig mit Wasser aus. Versuche nicht die Blutung zu stoppen, denn auf diese Weise schwemmt dein Körper auf natürliche Weise Bakterien und Keime heraus.

Nach einiger Zeit setzt die natürliche Blutgerinnung ein und die Wunde hört auf zu bluten. Mit einem atmungsaktiven Pflaster oder einer Kompresse kannst du deine offene Wunde nun vor schädlichen Umwelteinflüssen schützen. Erst im nächsten Schritt wendest du Wund- und Heilsalben an.

Hast du dir eine leichte Verbrennung zugezogen, kühlst du am besten deine Haut zügig unter fließend kaltem Wasser. Auf diese Weise hältst du die Schädigung der Hautzellen so gering wie möglich.

Lindere die Verbrennung im Anschluss mit kühlenden und feuchtigkeitsspendenden Produkten. Weitere Tipps und Hausmittel zur Behandlung von Sonnenbränden findest du hier.

Arten von Wundsalben

Je nach Art, Schwere und Größe der Verletzung kommen unterschiedliche Wund- und Heilsalben zum Einsatz. Bestimmte Wirkstoffe fördern die Regeneration der Haut, töten Keime ab oder desinfizieren die Wunde. Wir stellen die gängigsten Produkte zur Wundheilung vor.

Die drei Phasen der Wundheilung

1. Entzündungsphase

Die Wundheilung wird in drei Stadien eingeteilt. Die Entzündungsphase beschreibt dabei die erste Phase. Hier wehrt dein Körper eindringende Keime ab, indem sie durch ein Wundsekret ausgeschwemmt werden. Dabei werden deine Thrombozyten aktiviert. In dieser Phase unterstützen antiseptische Produkte die Heilung. Außerdem minimieren sie das Risiko einer Infektion.

2. Reparaturphase

Die zweite Phase beginnt nach etwa drei bis vier Tagen. Dabei bildet dein Körper neues Gewebe und beginnt so mit der "Reparatur" der Wunde. Du kannst deinen Körper in der Reparaturphase unterstützen, indem du mit der Anwendung von Wundsalben beginnst.

3. Wiederaufbauphase

Nach etwa einer bis vier Wochen beginnt schließlich die dritte Phase. Die Wunde beginnt dank neuer Hautzellen sich zu verschließen und heilt langsam ab. In dieser Zeit können sich Narben bilden, welchen du jedoch mit speziellen Salben vorbeugen kannst. Je nach Größe und Schwere deiner Wunde kann die Wiederaufbauphase bis zu mehrere Monate in Anspruch nehmen.

Antiseptische Wundsalbe

Oberflächliche Wunden werden im ersten Schritt mit einem antiseptischen Wirkstoff behandelt. Dieser tötet Bakterien und andere Keime ab, was das Risiko einer Infektion mindert. Die weitere Wundheilung kann nun ungehindert erfolgen.

Heilsalben mit Dexpanthenol

Wundsalbe mit Dexpanthenol

Wundsalben mit dem Wirkstoff Dexpanthenol fördern die Erneuerung der Hautschicht und spenden gleichzeitig Feuchtigkeit. Besonders geeignet sind Produkte mit diesem Wirkstoff in der proliferativen Phase. In dieser verschließt sich die Wunde langsam und bildet eine Kruste. Wichtig ist hier, dass du deine Wunde keinesfalls aufkratzt, auch wenn sie stark juckt. Verwende beruhigende Wirkstoffe, die den Juckreiz mindern, wie etwa Aloe Vera.

Wundheilsalbe mit Zink

Ein weiterer Wirkstoff, der sich bei der Behandlung von Wunden bewährt hat, ist Zink. Dieser fördert die Vernetzung von Fibrin und unterstützt gleichzeitig die Produktion von Kollagen. Beide sind enorm wichtig für die Heilung deiner Wunde.

Nachteilig an einer Zinksalbe ist, dass sie die Wunde austrocknet. Ist die Wunde stark nässend, kann dieser Effekt von Vorteil sein. Daher solltest du eine Zinksalbe nur in einem solchen Fall verwenden. Trocknet deine Wunde zu sehr aus, kann sie wieder aufreißen. Der Heilungsprozess beginnt dann von Neuem.

Antibiotische Salben

Eine antibiotische Salbe kommt zum Einsatz, wenn die Wunde mit Bakterien infiziert ist. Eine solche Creme bekommst du von deinem behandelnden Arzt verschrieben. Antibiotische Wirkstoffe töten Keime ab und verhindern so eine Ausbreitung der Infektion. Auf diese Weise unterstützen antibiotische Salben indirekt die Wundheilung. Bedenke, dass du trotz der Anwendung einer antibiotischen Salbe die Wunde weiterhin sauber halten musst.

Calendula-Salbe

Calendula-Salbe für die Wundheilung

Calendula officinalis ist der wissenschaftliche Name für die Ringelblume. Das homöopathische Mittel wirkt innerlich und äußerlich angewendet sowohl desinfizierend als auch entzündungshemmend und wundheilungsfördernd.

Die Anwendung einer Calendula-Salbe eignet sich weiterhin bei eitrig-entzündlichen Hauterkrankungen, chronisch entzündlichen Erkrankungen und bei Hautschädigungen. Du kannst sie außerdem bei leichten Verletzungen, Schnitt- beziehungsweise Operationswunden sowie bei Quetschwunden, Verbrennungen ersten Grades, Blutungen und bei Narben verwenden.

Jodsalben

Jodhaltige Salben eignen sich insofern zur Behandlung von oberflächlichen Wunden, als dass sie desinfizierend wirken. Eine Anwendung dieser minimiert das Risiko einer Infektion. Jodsalben kommen bei chronischen Wunden wie etwa dem Druckgeschwür zum Einsatz.

Entzündungshemmende Hausmittel

Honig wirkt entzündungshemmend und fördert die Wundheilung

Bei kleineren Verletzungen kannst du auch zu bewährten Hausmitteln greifen. So wirken etwa Teebaumöl und Arnika entzündungshemmend, antiseptisch und schmerzlindernd. Bewährt hat sich auch der neuseeländische Manuka-Honig. Dieser beschleunigt die Wundheilung und wirkt weiterhin antiseptisch und entzündungshemmend.

Aloe Vera kann ebenfalls die Regeneration deiner Haut fördern, indem sie Feuchtigkeit bindet, die Haut kühlt und Schmerzen lindert. Bedenke, dass auch diese Mittel nicht auf die offene Wunde aufgetragen werden dürfen.

Tipps zur Wundversorgung

Damit deine Wunde möglichst schnell ohne Narbenbildung verheilt, kannst du einige Dinge beachten. Die Verwendung einer Wundsalbe stellt nur die Basis der Versorgung dar und sie sollte nicht auf offenen Wunden verwendet werden. Die folgenden Tipps können deinen Körper bei seiner Regeneration unterstützen.

1. Haltbarkeitsdatum beachten: Ist das Mindesthaltbarkeitsdatum einer Wundsalbe überschritten, solltest du sie nicht mehr benutzen. Verbrauche die Salbe innerhalb von drei Monaten nach der Öffnung.

2. Pflaster oder Kompressen verwenden: Wende auf der gereinigten und desinfizierten Wunde ein atmungsaktives Pflaster an, solange die Wunde noch offen ist. Dies beschleunigt die Wundheilung. Bei größeren Verletzungen kannst du Kompressen verwenden, die du mit einem Mullverband fixierst. Auf diese Weise schützt du dich vor Keimen und Infektionen.

3. Auf eine gesunde Ernährung achten: Mit einer eiweißreichen Kost unterstützt du deinen Körper bei der Regeneration, denn das Protein wird für die Bildung von neuem Gewebe genutzt. Nimm weiterhin ausreichend Mineralstoffe und Vitamine zu dir. Es reicht, wenn du auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung achtest. Eine Mangelernährung könnte dagegen die Wundheilung deutlich verlangsamen. Besonders unterstützend bei der Wundheilung sind Antioxidantien, B-Vitamine, Proteine, Zink sowie Vitamin D, A und C.

4. Sich ausreichend bewegen: Körperliche Betätigungen fördern die Durchblutung der Haut. Die Wunde kann schneller und besser heilen. Moderate Sportarten wie Spazierengehen, Yoga oder Joggen reichen in der Regel vollkommen aus.

5. Hygienisch arbeiten: Gerade wenn die Wunde noch offen ist, solltest du sie keinesfalls mit dreckigen Händen anfassen. Um Infektionen vorzubeugen, solltest du deine Hände gründlich waschen und desinfizieren. Auch beim Auftragen einer Wund- und Heilsalbe sollten deine Hände sauber sein.

6. Mit dem Rauchen aufhören: Um die Wundheilung zu beschleunigen, solltest du möglichst auf Nikotin verzichten. Rauchen verschlechtert die Durchblutung, wodurch der Heilungsprozess verzögert wird. Tipps zur Rauchentwöhnung haben wir hier für dich.

7. Nicht aufkratzen: Auch wenn die Wunde (besonders bei beginnender Heilung) stark zu jucken anfängt, solltest du keinesfalls an ihr herumkratzen. Du könntest den sich bildenden Schorf abkratzen, was die Wunde wieder öffnet und das Risiko einer Infektion erhöht. Um den Juckreiz zu lindern, kannst du zu Eiswürfeln, Menthol oder Aloe Vera greifen. Diese Mittel wirken kühlend auf die Haut und minimieren Schmerzen und Rötungen. Halte den Eiswürfel nicht direkt an deine Haut, sondern wickele ihn zunächst in ein Küchentuch.

Vielleicht kennst du den Spruch "Wunden heilen an der frischen Luft besser". Dies trifft jedoch nicht immer zu. Am besten verheilt eine Wunde in einem warmen und feuchten Milieu. Kälte und Trockenheit dagegen verlangsamen die Wundheilung. Wende daher besser ein Pflaster an, als deine Wunde an der frischen Luft heilen zu lassen.

Das hemmt die Wundheilung

Rauchen hemmt die Wundheilung

Einige Faktoren können allerdings auch das Gegenteil bewirken und die Wundheilung verlangsamen. Nicht immer kannst du gezielt etwas dagegen tun, etwa wenn eine Erkrankung die Regeneration deiner Haut hemmt. Die folgenden Faktoren tragen zu einer Hemmung der Wundheilung bei:

  • Infektionen oder Fremdkörper in der Wunde
  • Eine durchgehende mechanische Belastung der Wunde (etwa durch Bewegung oder Kleidung)
  • Quetschungen im Wundbereich
  • Eine geringe Wundhygiene oder -versorgung
  • Eine verschlechterte Durchblutung (zum Beispiel durch ein hohes Alter, bestimmte Erkrankungen wie Diabetes oder Rauchen)
  • Geschwächtes Immunsystem
  • Medikamente (zum Beispiel Gerinnungshemmer)
  • Mangelernährung
  • Austrocknung der Wunde und Kälte
  • Allergische Reaktionen auf lokal angewendete Präparate
  • Übergewicht
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