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Zimt: 6 Wirkungen & 3 Nebenwirkungen + Rezepte

Heutzutage ist Zimt nicht mehr aus der hiesigen Küche wegzudenken. Vor allem um Weihnachten wird das eigentlich exotische Gewürz in jeglichen Speisen verarbeitet. Doch Zimt schmeckt nicht nur gut, es hat auch einige gesundheitliche Vorteile. Wir verraten dir, was du über Zimt wissen musst.


Herkunft von Zimt

Der Zimthandel hat seinen Ursprung im Mittelalter

Zimt ist schon jeher ein beliebtes Gewürz. Schon in der Antike fand es rege Anwendung. Lange Zeit wurde um die Herkunft des Gewürzes ein großes Geheimnis gemacht. So rankten sich viele Mythen um das wohlschmeckende Gewürz. So glaubte man, dass es von sogenannten Zimtvögeln stammte oder in tiefen Gewässern wüchse.

Der richtige Zimthandel hat seinen Ursprung im Mittelalter. Damals wurde er ausschließlich von den Arabern vertrieben, die die Herkunft des Gewürzes weiterhin geheim hielten. Gewürze waren zu dieser Zeit teuer. Der lange Importweg des Zimts erhöhte den Preis darüberhinaus. Dennoch war das Gewürz sehr gefragt. Man glaubte, dass Zimt Krankheiten wie beispielsweise Gicht heilen konnte.

In der Neuzeit machte man sich auf die Suche nach der Herkunft des Gewürzes und fand es auf der Insel Ceylon. In den folgenden Jahrhunderten importierten vor allem die Portugiesen und Niederländer das Gewürz nach Europa.

Im Laufe der Zeit begannen die Europäer das exotische Gewürz selbst zu kultivieren, um den langen Importweg einzugrenzen und den Bedarf zu decken. Heutzutage wird es auf Sri Lanka, Madagaskar und den Seychellen sowie in Süd- und Südostasien angebaut.

Die Zimtsorten gibt es

Zimt ist nicht immer gleich Zimt. Es gibt verschiedene Sorten mit teils unterschiedlichen Wirkungen. Während einige Zimt-Sorten durchaus positiv auf den Körper wirken, sollte man andere mit Vorsicht genießen.

Ceylon-Zimt

Ceylon-Zimt gilt als der echte Zimt. Er stammt ursprünglich aus Ländern in Südasien wie Sri Lanka, Burma und Bangladesh. Hierzulande wird er weniger verwendet und ist überwiegend in Apotheken oder als Zimtstange erhältlich.

Ceylon-Zimt soll einige positive Wirkungen auf die Gesundheit haben und enthält nur wenig des bedenklichen Inhaltsstoffs Cumarin, der in höherer Konzentration in preisgünstigeren Zimtsorten vorhanden ist. Im Vergleich zu diesen ist Ceylon-Zimt hochwertig und preisintensiver, dennoch lohnt sich der Kauf aufgrund des feinen Geschmacks und der gesundheitlichen Vorteile dieser Zimtsorte.

Auch in der Zusammensetzung unterscheidet sich Ceylon-Zimt von seinen günstigen Verwandten. Er enthält weniger Zimtaldehyd als andere Zimtsorten und schmeckt somit weniger scharf.

Herstellung von Ceylon-Zimt

Zimtstangen entstehen durch die Trocknung der Rinde des Zimtbaums

Der Ceylon-Zimtbaum gehört zur Familie der Lorbeergewächse. Er ist immergrün und kann zwei- bis dreimal im Jahr geerntet werden. Die jungen Blätter des Zimtbaums sind rot und bilden im Laufe der Zeit eine dunkelgrüne Farbe. Aus den gräulichen Blüten des Zimtbaums bilden sich circa Einzentimeter große Steinfrüchte.

Ceylon-Zimt wird aus der Rinde des sechs bis zehn Meter hohen Baumes gewonnen. Dazu wird die Rinde in dünnen Streifen von den Bäumen geschält und später getrocknet. Während dieses Prozesses rollt sich die Rinde ein und bildet so die trockene Zimtstange, wie man sie hierzulande kennt.

Cassia-Zimt

Cassia-Zimt ist die hierzulande gängige Zimtsorte, die man in Pulverform in herkömmlichen Supermärkten findet. Diese Sorte stammt ursprünglich aus Seres in China und gilt als verfälschte Variante des echten Ceylon-Zimtes.

Auch andere Zimtsorten werden unter dem Oberbegriff Cassia-Zimt zusammengefasst. Dazu zählt der indonesische und eher billige Cinnamomum burmannii und der vietnamesische Cinnamomum loureiroi, der einen hohen Anklang in China und Japan findet. Durch eine vergleichsweise hohe Konzentration von Cumarin ist Cassia-Zimt mit einigen Gesundheitsrisiken verbunden.

Herstellung von Cassia-Zimt

Die Zimtkassie beziehungsweise der Chinesische Zimtbaum ähnelt dem Ceylon-Zimtbaum erheblich. Dennoch unterscheiden sich sowohl Blätter und Blüten der Bäume in einigen Faktoren. Der aus der Rinde der Zimtkassie gewonnene Zimt trägt zwar den selben Namen wie der Ceylon-Zimt, ist aber ein eigenes Gewürz.

Unterscheiden kann man die beiden Zimtsorten schon an der Form der getrockneten Zimtstange. Während eine Zimtstange aus Ceylon-Zimt aus vielen dünnen Schichten besteht, bestehen Zimtstangen aus Cassia-Zimt aus einer dickeren Rindenschicht.

Wirksame Inhaltsstoffe

Zimt kann bis zu vier Prozent aus ätherischem Öl bestehen. Dieses bildet sich bei Ceylon-Zimt bis zu 76 Prozent und bei Cassia-Zimt bis zu 90 Prozent aus Zimtaldehyd, das für den aromatischen Geruch des Gewürzes sorgt.

Daneben ist auch Eugenol in der Rinde enthalten, das dem Zimt zudem einen würzigen Geschmack verleiht. In der Rinde finden sich darüberhinaus Gerbstoffe, die mitunter bei Verdauungsbeschwerden helfen können.

Ein bedenklicher Inhaltsstoff von Zimt ist Cumarin, der in höherer Konzentration mit einigen Risiken einhergehen kann. Während in Ceylon-Zimt nur eine sehr geringe und unbedenkliche Menge an Cumarin enthalten ist, kommt es zu bis zu 0,3 Prozent in Cassia-Zimt vor und sollte somit mit Vorsicht dosiert werden.

So gesund ist Zimt

Besonders Ceylon-Zimt hat einige positive Wirkungen auf den Körper. Nicht nur im Mittelalter auch heutzutage gilt Zimt noch als natürliches Heilmittel. Es gibt zahlreiche Studien, die den Wirkungen von Zimt auf den Grund gehen.

Verdauungsfördernd

Zimt hat verdauungsfördernde Eigenschaften. Wenn es Speisen hinzu gegeben wird, können diese bekömmlicher für den Verdauungstrakt sein. Er fördert die Darmtätigkeit, entspannt die Darmmuskulatur und kann so Verdauungsbeschwerden wie Blähungen vorbeugen. Durch seine antibakterielle Wirkungen kann Zimtaldehyd gegen Bakterien vorgehen und so unter anderem Bakterien wie Salmonellen hemmen.

Auch für Menschen mit Appetitlosigkeit ist Zimt geeignet. Es besitzt appetitfördernde Wirkungen und kann so eine Besserung der Symptome herbeiführen.

Entzündungshemmend

Zimt soll darüberhinaus entzündungshemmend wirken. Schon im Mittelalter war Zimt als Heilmittel für Gicht bekannt. Auch heute noch wird es bei bei Erkrankungen mit Entzündungserscheinungen empfohlen.

Vielfältige Mineralstoffe

Zimt enthält wichtige Mineralstoffe

Zimt enthält eine Vielzahl an Mineralstoffen. Es sind unter anderem Kalium, Kalzium, Mangan, Magnesium und Eisen enthalten. Schon winzige Mengen der jeweiligen Mineralstoffe können eine große Wirkung auf den Körper haben. Wenige Milligramm können hier schon einen Unterschied machen. Ein Mangel an Mineralstoffen sollte unbedingt von einem Arzt behandelt werden.

Hohe Anzahl an Antioxidantien

Antioxidantien schützen den Körper vor sogenannten freien Radikalen. Diese können körpereigene Zellen beschädigen und so Krankheiten und den Alterungsprozess begünstigen. Freie Radikale entstehen beispielsweise durch UV-Strahlung und schlechte Angewohnheiten wie Rauchen. Neben Lebensmitteln wie Matcha-Tee enthält auch Zimt vielerlei Antioxidantien.

Wirkung auf den Blutzuckerspiegel

Besonders bekannt ist Zimt für seine Wirkung auf den Blutzuckerspiegel und wird zu diesem Zweck von einigen Menschen supplementiert. Nahrungsergänzungsmittel mit Zimt werden mitunter für Typ-II-Diabetiker empfohlen. Die Wirkung von Zimt auf Typ-II-Diabetes wurde in mehreren Studien getestet. Dabei kam es zu verschiedenen Ergebnissen. In einem Tierversuch mit Ratten fanden Wissenschaftler heraus, dass Zimt eine Insulinausschüttung steigern kann. Zwei weitere Studien bestätigten eine vermindernde Wirkung von Zimt auf den Blutzuckerspiegel von Typ-II-Diabetikern in Kombination mit einer entsprechenden Diät oder Antidiabetika. Eine weitere Studie konnte diesen Effekt jedoch nicht bestätigen.

Pharmakologen und Diabetologen raten von einer Einnahme von Zimtpräparaten ab.

Zimt als Fatburner: Abnehmen

Zimt als Diätmittel

Die blutzuckersenkenden Eigenschaften von Zimt sollen auch dafür sorgen, dass die Fettverbrennung steigt. Das soll den Abnehmprozess unterstützen können. Schon ein Gramm des Gewürzes am Tag soll einen positiven Effekt auf den Körper haben und kann die Stabilisierung des Blutzuckers unterstützen. Ein konstanter Blutzucker kann dazu beitragen, dass der Körper länger an der Fettverbrennung arbeitet. Studien zu den Wirkungen von Zimt auf den Fettstoffwechsel kamen bisher jedoch zu keinem klaren Ergebnis.

Abnehmen mit Honig und Zimt
Zum Abnehmen wird besonders gerne eine Kombination von Zimt und Honig empfohlen. Dazu eignet sich ein Diät-Getränk aus diesen Zutaten. Dieses soll den Stoffwechsel anregen und den Insulinspiegel senken. Sowohl Zimt als auch Honig sollen den Insulinspiegel senken können und ihn so über einen längeren Zeitraum konstant halten. Das sorgt für weniger Heißhungerattacken und kann so zu einer Reduktion des Gewichts beitragen. Für eine gute Wirkung auf die Gesundheit solltest du unbedingt auf eine gute Qualität der jeweiligen Produkte achten. Es empfiehlt sich dabei, auf Ceylon-Zimt und Bioprodukte zurückzugreifen.

Das Diät-Getränk aus Zimt und Honig kannst du wie folgt herstellen:

  • Gib einen halben Teelöffel Zimt in ein Glas. Das entspricht circa einen Gramm.
  • Füge kochendes Wasser hinzu und lasse es ein paar Minuten abkühlen.
  • Zum Schluss rührst du einen Teelöffel Honig in das lauwarme Wasser.

Guten Appetit!

Das sind mögliche Nebenwirkungen von Zimt

Cassia-Zimt und vor allem Zimt-Präparate können einige Nebenwirkungen haben und Risiken bergen. Du solltest dich darum unbedingt an die vorgeschriebene tägliche Verzehrmenge halten und das Lebensmittel bei Unverträglichkeiten unbedingt meiden.

Leberschäden durch Cumarin

Cumarin ist ein Aromastoff, der in vielen Lebensmitteln enthalten ist. In vergleichsweise hoher Konzentration findet man ihn in Cassia-Zimt. In Lebensmitteln ist seit 2011 ein Höchstgehalt von Cumarin festgelegt. Bei Backwaren beträgt dieser 50 Milligramm pro Kilogramm Lebensmittel; bei Dessertspeisen sollte nicht mehr als 5 Gramm Cumarin pro Kilogramm Lebensmittel enthalten sein. Höchstgehalte für Gewürze wie Zimt gibt es bisher allerdings nicht.

Bei einer regelmäßigen Einnahme von Präparaten aus Cassia-Zimt kann es langfristig zu Leberstörungen kommen. Einige Menschen können besonders empfindlich auf Cumarin reagieren. Bei ihnen können schon nach kurzer Zeit Leberschäden auftreten. Das Bundesinstitut für Risikobewertung bei einem regelmäßigen Verzehr von Zimt auf den cumarinarmen Ceylon-Zimt umzusteigen, um mögliche Risiken zu vermeiden. Bei Nahrungsergänzungsmitteln weist das Institut auf eine mögliche Überschreitung der empfohlenen Dosiswerte hin. Dies hängt von dem jeweiligen Präparat ab.

Risiken in der Schwangerschaft

Allgemein wird vor dem Verzehr von zimthaltigen Lebensmitteln in der Schwangerschaft gewarnt. Allerdings kommt es auch hier wieder auf die Dosis an. Das Magazin „Eltern“ spricht von einer wehenfördernden Wirkung bei einem Verzehr von mehr als 200 Gramm Zimtsternen pro Tag in Kombination mit einem Zimttee. Schädigungen des Babys oder der Leber der Mutter durch Cumarin oder Zimtaldehyd können erst bei einem Verzehr von großen Zimtmengen entstehen. Dennoch ist es empfehlenswert auf den cumarinarmen Ceylon-Zimt umzusteigen.

Ist Zimt giftig?

Das in Cassia-Zimt enthaltene Cumarin wird als gering toxisch eingestuft. Das liegt daran, dass der Körper im Durchschnitt nur bis zu sechs Prozent des Aromastoffs aufnimmt. Empfindliche Menschen sollten dennoch aufpassen und die Aufnahme von zu viel cumarinhaltigen Cassia-Zimt vermeiden. Erwachsene sollten allgemein nicht mehr als einen Teelöffel Zimt pro Tag konsumieren. Für Kinder ist der Verzehr von bis zu einem halben Gramm Zimt am Tag unbedenklich.

Ceylon-Zimt kaufen

Zimt kaufen

Ceylon-Zimt kannst du sowohl beim Gewürzhändler als auch in Bioläden und Apotheken erhalten. Normale Zimtstreuer enthalten meist den billigeren Cassia-Zimt. Wenn es sich um Ceylon-Zimt handelt steht dies oft auf dem Etikett, während Cassia-Zimt oftmals ausschließlich als Zimt gekennzeichnet ist.

Tipp: Online kannst du Ceylon-Zimt in größeren Mengen erhalten und ganz einfach zu dir nach Hause bestellen.

Zimt und Zucker: Leckere Rezepte

Zimt passt besonders gut in Süßspeisen und wird darum gerne mit Zucker kombiniert. Gerne wird eine Kombination aus Zimt und Zucker in Milchspeisen wie Milchreis gerührt. Auch in Backwaren verwendet man Zimt gerne als Zutat. Vor allem zu Weihnachten findet es in allerlei Rezepten Anwendung. Besonders beliebt sind Zimtsterne, die eine größere Menge des Gewürzes enthalten. Das ganze Jahr über eignet sich der Verzehr von Zimtschnecken, die meist mit einem Zuckerguss zubereitet werden und Zimtkuchen, die gerne mit Äpfeln kombiniert werden.

Apfel-Zimt-Kombinationen

Neben der typischen Zimt-Zucker-Kombination ist auch die Kombination aus Zimt und Apfel besonders beliebt. Sowohl in Kuchen, Muffins oder als Kompott macht sich diese Kombination gut. Wir stellen einige Rezepte vor.

Apfel-Zimt-Muffins

Diese Muffins schmecken besonders in den kälteren Monaten, doch auch bei wärmeren Temperaturen machen sie eine gute Figur.

Du brauchst:

  • 2 große Äpfel
  • 125 Gramm Butter
  • 150 Gramm Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 2 Eier
  • 4 Esslöffel Milch
  • 1 Teelöffel Zimt
  • 220 Gramm Mehl
  • 2 Teelöffel Backpulver

Die Zubereitung:

  • Mische den Zucker und den Vanillezucker mit der Butter. Füge die Eier hinzu verrühre alles zu einer luftig lockeren Mischung mit dem Rührgerät.
  • Füge die Milch und den Zimt hinzu und mische die Zutaten gut unter.
  • Vermenge das Backpulver mit dem Mehl und gib die Mischung zu der Masse und rühre alles gut durch.
  • Heize den Backofen auf 180 Grad vor und schneide die Äpfel in kleine Würfel. Ein paar Würfel können ruhig etwas größer sein.
  • Verrühre die kleinen Apfelwürfel mit dem Teig und fülle diesen gleichmäßig in zwölf Muffinförmchen.
  • Wenn du den Teig verteilt hast, kannst du die größeren Apfelwürfel auf den Muffins verteilen.
  • Lasse die Muffins circa 30 Minuten bei 180 Grad backen.

Apfel-Zimt-Kompott

Leckerer Apfel-Zimt-Kompott

Kompott ist vielseitig verwendbar. Man kann es zu Süßspeisen wie Eiscreme, Waffeln und Pudding essen oder herzhaft mit Reibekuchen kombinieren.

Du brauchst:

  • 6 Äpfel
  • 450 Milliliter naturtrüben Apfelsaft
  • 1 Teelöffel Zimt
  • 1 Teelöffel Zucker
  • 2 Teelöffel Stärkemehl

Die Zubereitung:

  • Schäle die Äpfel, entkerne sie und schneide sie in kleine Stücke.
  • Gib die Apfelstücke mit 400 Milliliter Apfelsaft, dem Zimt und Zucker in einen Topf und verrühre alles miteinander.
  • Lasse die Mischung langsam auf dem Herd erhitzen und zehn Minuten kochen.
  • Vermische das Stärkemehl mit den übrig gebliebenen 50 Milliliter Apfelsaft und gebe es zu der erhitzten Masse.
  • Lasse den Kompott unter stetigem Rühren erneut aufkochen, sodass er weiter eindickt.
  • Wenn du willst, kannst du den groben Kompott pürieren, um ein feines Mus zu erhalten.
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