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Ehrenamt im Sportverein: 9 Vorteile + 7 Tipps zum Einstieg

Viele Sportvereine haben heute Schwierigkeiten, langfristig ehrenamtliche Mitarbeiter an sich zu binden. Dabei ist der Vereinssport auf die tatkräftige Unterstützung freiwilliger Helfer angewiesen. Welche Ehrenämter es im Sportverein gibt und warum sich ein ehrenamtliches Engagement auch für dich lohnt, erfährst du hier.

Ehrenämter sind eine tolle Gelegenheit, der Gesellschaft etwas zurückzugeben. Wenn du dich für Sport begeisterst, ist ein freiwilliges Engagement bei einem Sportverein möglicherweise genau das Richtige für dich. Wir verraten dir im Folgenden, was du für Möglichkeiten hast und geben Tipps, damit dein Ehrenamt beim Sportverein ein Erfolg wird.

Tipp: Du kannst dir auch abseits von Sportvereinen ein Ehrenamt vorstellen, bist dir aber unschlüssig, was für eine Betätigung deinen Interessen und deiner Lebenssituation am ehesten entspricht? Ein Quiz auf unserer Schwesterseite lernen.net schlägt dir nach Beantwortung weniger Fragen einen von 84 (!) ehrenamtlichen Jobs vor, der besonders gut zu deinen Anforderungen passen sollte.

Sportvereine in der Gesellschaft

Sportvereine ermöglichen nicht nur ein vielfältiges Angebot an Sportarten. Sie sind auch für unser gesellschaftliches Miteinander von besonderer Bedeutung.

Jugend- und Leistungsförderung

Jugend- und Leistungsförderung im Sportverein

Sportvereine sind eine klassische Kaderschmiede für junge Talente. Insbesondere in der Jugendförderung sind die meisten Sportvereine sehr engagiert.

Leistungssportler haben in der Regel bei einem lokalen Sportverein angefangen, bevor sie sich professionalisiert haben.

Gesundheit in der Gesellschaft

Wer viel Sport treibt, lebt gesünder. Sportvereine bieten jedem die Möglichkeit, eine passende Sportart zu finden und darin gefördert zu werden. Sie bieten spezielle Angebote im Bereich der Prävention und ermöglichen so eine hohe Lebensqualität auch im Alter. Auf diese Weise leisten Sportvereine einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit der Menschen.

Inklusion und Teilhabe

Sportvereine fördern Inklusion und Teilhabe

Für die meisten Sportvereine gilt die Philosophie, dass Bewegung ein kostbares Gut ist, zu dem alle Menschen Zugang haben sollen.

Sie setzen sich deshalb für die Teilhabe aller gesellschaftlicher Gruppen am Sport ein. So bieten viele Sportvereine ein Angebot für Menschen mit besonderen Bedürfnissen, zum Beispiel Senioren oder Menschen mit Behinderungen.

Mithilfe bei der Integration

Viele Sportvereine sind vermehrt bemüht, gemeinsame Sportangebote für Geflüchtete und Menschen vor Ort anzubieten. Dadurch leisten sie einen wertvollen Beitrag zur Integration und zu einem friedvollen Miteinander. Indem Sportvereine eine Plattform für den Austausch bieten, fördern sie die interkulturelle Kompetenz ihrer Mitarbeiter.

Sportvereine bringen Menschen zusammen

Sportvereine sind traditionell ein Ort der Geselligkeit. Hier kommen Menschen aus unterschiedlichen Kontexten zusammen, um gemeinsam Sport zu treiben. So wirken Sportvereine als verbindendes Element für die Gemeinschaft.

Bedeutung des Ehrenamts im Sportverein

Nahezu alle Sportvereine sind auf ehrenamtliche Mitarbeiter angewiesen. Denn sie sind die tragende Säule des Vereinssports. Nur durch die Unterstützung von ehrenamtlichen Mitarbeitern ist ein so vielfältiges Sport- und Freizeitangebot überhaupt möglich.

Sportvereine haben heute mit einer großen Konkurrenz der kommerziellen Anbieter zu kämpfen. Weil sich die Lebensstile verändern und die Menschen tendenziell immer weniger Zeit haben, melden sich viele in Fitnessstudios an. Dort haben sie eine hohe Flexibilität und in vielen Fällen ein breites Kursangebot. Mit immer günstigeren Angeboten werben die Betreiber um ihre Abonnenten.

Für die Zukunft der Sportvereine ist gerade die Mithilfe junger Menschen wichtig. Sie haben einen frischen Blick und trauen sich eher, Veränderungen herbeizuführen.

Arbeitsbereiche im Sportverein

Jeder Sportverein gliedert sich in mehrere Arbeitsbereiche. Welche das genau sind und was für konkrete Aufgaben es in jedem Bereich gibt, lernst du im Folgenden.

Die Vereinsführung wird vor allem in kleinen Sportvereinen zum Großteil von ehrenamtlichen Mitarbeitern besetzt. Diese Posten werden in der Regel per Wahl vergeben.

Der Vorsitzende vertritt die Interessen und Werte des Sportvereins nach außen und innen. Er ist gewissermaßen die Exekutivkraft des Vereins. Sein Stellvertreter übernimmt seine Aufgaben, wenn der Vorsitzende verhindert ist.

Die Hauptaufgabe des Schatzmeisters beziehungsweise Kassenwarts ist es, über die Finanzen des Sportvereins zu wachen. Deshalb trägt er eine besonders hohe Verantwortung. Er ist für den Zahlungsverkehr zuständig und verantwortet die Buchführung.

In vielen Sportvereinen gibt es einen Jugendleiter. Er kümmert sich um die Kinder- und Jugendarbeit und schafft passende Freizeit- und Ferienaktivitäten. Der Jugendleiter vermittelt auch zwischen den Wünschen und Anliegen der jungen Vereinsmitglieder und dem Vorstand.

Eine wichtige Mittlerrolle nimmt auch der Sportwart ein. Denn er sorgt für einen reibungslosen Ablauf des Sportbetriebs. Auch koordiniert er die Sportabteilungen und ist Ansprechpartner für die Übungsleiter. Darüber hinaus behält er den Zustand der Sportgeräte im Blick und spricht Empfehlungen für Neuanschaffungen aus.

Essenziell ist für Sportvereine auch die Öffentlichkeitsarbeit. Hierfür ist der Pressewart verantwortlich. Er hält Kontakt zu den Medien und verfasst Presseberichte. Heute ist der Bereich des Digitalen immens wichtig geworden. Daher koordiniert der Pressewart auch die Social-Media-Arbeit. Außerdem erstellt der Pressewart Werbemittel aller Art.

Die Mitarbeiter im sportlichen Bereich sind zum großen Teil ebenfalls ehrenamtlich tätig. Es gibt wenige, die beim Sportverein fest angestellt sind. Allerdings arbeiten nur weniger dieser Mitarbeiter in Vollzeit beim Sportverein.

Als Trainer bist du der sportliche Leiter einer Mannschaft. Du führst das Training durch, triffst Entscheidungen über die Mannschaftsaufstellung und gibst die Taktik bei Spielen oder Wettkämpfen vor. Als Qualifikationsnachweis benötigst du eine Lizenz, auch Trainerschein genannt. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) sieht für den Leistungs- und Breitensport unterschiedliche Lizenzstufen vor.

Auch Übungsleiter brauchen für ihre Tätigkeit eine Lizenz. Im Unterschied zu einem Trainer haben sie sich nicht auf eine bestimmte Sportart fokussiert, sondern vermitteln sportartübergreifende Kenntnisse. Daher stehen die pädagogischen Kompetenzen bei der Fortbildung im Fokus.

Schiedsrichter sind Unparteiische, die bei Wettkämpfen und Sportveranstaltungen das Spiel leiten. Ihre Aufgabe ist es, die Einhaltung der Regeln zu überwachen und die sportliche Fairness zu wahren. Regelwidriges Verhalten sanktionieren sie durch disziplinarische Maßnahmen. Sie müssen das Regelwerk genau kennen und sich durch Fortbildungen qualifizieren.

Die Mitglieder stellen streng genommen keinen eigenen „Arbeitsbereich“ innerhalb eines Sportvereins dar. Es gibt auch keine gesetzlichen Vorschriften zu etwaigen Pflichten von Vereinsmitgliedern.

Jedem Sportverein steht es frei, festzulegen, ob eine Mitgliedschaft kostenpflichtig oder ohne finanziellen Beitrag möglich ist. Entscheidend ist lediglich die Gleichbehandlung aller Mitglieder.

Vereinsmitglieder haben prinzipiell ein Recht auf Mitverwaltung. Das bedeutet, dass sie aktiv am Vereinsleben teilhaben dürfen.

Konkret bedeutet das, dass Mitglieder des Sportvereins an Mitgliederversammlungen teilnehmen dürfen. Auf diesen Versammlungen dürfen sie ihre Meinung äußern, eine Auskunft einfordern und Anträge stellen. Auch haben sie ein Stimmrecht in der Mitgliederversammlung und bei Wahlen.

Wie bekomme ich ein Ehrenamt?

Das passende Ehrenamt im Sportverein zu finden, ist gar nicht schwer. Erkundige dich am besten bei deinem Sportverein vor Ort, welche Stellen es gibt.

Damit dein Ehrenamt wirklich erfolgreich ist, solltest du dich gedanklich bereits im Vorfeld mit einigen Fragen auseinandersetzen. Damit stellst du sicher, dass deine Erwartungen an das Ehrenamt erfüllt werden können.

Bevor du eine ehrenamtliche Mitarbeit beim Sportverein übernimmst, solltest du dir über deine Ziele im Klaren sein. Diese können unterschiedlicher Art sein.

Vielleicht willst du mit deiner Zeit etwas Sinnvolles anfangen und verfolgst rein altruistische Motive. Oder du interessierst dich für eine bestimmte Sportart. Denkbar ist auch, dass du ein Ehrenamt übernehmen willst, weil du dir davon berufliche Vorteile erhoffst.

Nur, wenn du dir von Beginn an über deine Motive im Klaren bist, kannst du später reflektieren, ob dein Engagement für dich persönlich erfolgreich war.

Wähle ein Ehrenamt aus, das zu dir passt. Egal, ob du dich für Sport begeisterst oder lieber zuhause auf dem Sofa sitzt – jeder Sportverein bietet mannigfaltige Möglichkeiten für ein freiwilliges Engagement.

Wenn du ein Organisationstalent hast, kannst du in der Verwaltung mitarbeiten. Bist du diskussionsfreudig und gibst gerne den Ton an, so ist ein Ehrenamt im Vorstand vermutlich die richtige Wahl für dich. Falls Sport deine Leidenschaft ist und du gerne mit Menschen zusammenarbeitest, kannst du dich als Übungsleiter engagieren.

Wenn du dir unsicher bist, wie du deine eigenen Stärken bei deinem Sportverein einbringen kannst, frage nach. Sicherlich wird sich auch für dein Talent eine sinnvolle Aufgabe finden.

Ein gutes Zeitmanagement ist für ein erfolgreiches Ehrenamt beim Sportverein essenziell. Du bist keine große Hilfe, wenn du Vereinbarungen aus Zeitnot nicht einhalten kannst. Denn es gibt Menschen, die sich auf dich verlassen.

Stelle dir deshalb bereits im Vorhinein die Frage, wie viel Zeit du für dein Ehrenamt aufbringen möchtest. Es ist nicht schlimm, wenn du nur wenig Zeit zur Verfügung hast – jedes einzelne Engagement hilft dem Verein. Denn in der Summe ist die ehrenamtliche Unterstützung vieler Helfer dennoch groß.

Frage dich selbst, wie verbindlich dein Engagement sein soll. Liebst du Spontanität oder planst du eher langfristig im Voraus? Wenn du dir darüber Gedanken machst, findest du schnell heraus, welches Ehrenamt für dich in Frage kommt und welches eher nicht dein Fall ist.

Es ist überhaupt kein Problem, wenn du lieber kein langfristiges Ehrenamt übernehmen möchtest. Es gibt genügend Gelegenheiten, für die nur kurzfristig oder einmalig Helfer gebraucht werden.

Überlege, ob du gerne mit anderen Menschen zusammenarbeitest oder ob du für dich allein bessere Ergebnisse erzielst.

Wenn du in deinem normalen Berufsalltag wenig Berührungspunkte zu anderen Leuten hast, kann ein Ehrenamt beim Sportverein eine wunderbare Gelegenheit sein, unter Menschen zu kommen. Umgekehrt kannst du gerade auf der Suche nach einer Tätigkeit sein, bei der du endlich einmal selbstständig arbeiten kannst.

Ein Sportverein bietet für beide Präferenztypen zahlreiche Einsatzmöglichkeiten. Kommuniziere bei deinem Ansprechpartner, welche Art des Engagements du dir vorstellst.

Einsatzmöglichkeiten im Sportverein

Eine ehrenamtliche Mitarbeit beim Sportverein ist in vielen Bereichen möglich. Welches Ehrenamt für dich in Frage kommt, hängt von deinem persönlichen Zeithorizont ab. Folgende Möglichkeiten hast du für dein freiwilliges Engagement:

  1. Eine einmalige Mithilfe ist dann möglich, wenn für einen begrenzten Zeitraum Ehrenämtler benötigt werden. Denkbar wäre etwa die Mithilfe bei Veranstaltungen wie Festen, Turnieren oder Mitgliederversammlungen. Ebenso könntest du Fahrdienste übernehmen.
  2. Ein kurzfristiges Engagement eignet sich für dich, wenn du spontan Zeit hast. Vorausgesetzt, du hast eine Trainerlizenz, kannst du zum Beispiel einen anderen Trainer vertreten. Hast du Spaß an der Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen, kannst du ein Feriencamp leiten.
  3. Die regelmäßige Mitarbeit ist dort gefragt, wo kontinuierlich Unterstützung gebraucht wird. Ein Beispiel hierfür ist der Bereich der Kinderbetreuung.
  4. Willst du ein längerfristiges Ehrenamt übernehmen, kannst du dich zum Beispiel im Vorstand, in der Verwaltung oder als Trainer engagieren. Hierfür solltest du bereit sein, viel Zeit zu investieren, da diese Tätigkeiten mit viel Verantwortung einhergehen oder eine besondere Ausbildung erfordern.

Freiwilligendienst beim Sportverein

Freiwilligendienst beim Sportverein

Ein Freiwilligendienst ist eine Möglichkeit für ein längerfristiges Engagement bei deinem Sportverein. Insbesondere junge Menschen werden vom Staat ermutigt, sich sinnvoll in der Gesellschaft einzusetzen.

Deswegen werden die Kosten für Freiwilligendienste zum großen Teil staatlich subventioniert. Wenn du dich für einen Freiwilligendienst beim Sportverein interessierst, erfährst du hier, welche Optionen du hast.

Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ)

Willst du einen Freiwilligendienst in einem Sportverein absolvieren, kannst du dies im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) tun. Voraussetzung dafür ist, dass du deine Schulpflicht von 9 bzw. 10 Jahren erfüllt hast. Außerdem darfst du noch keine 27 Jahre alt sein.

Ein FSJ ist eine Form des gesellschaftlichen Engagements. Er ist ein Lerndienst und dient der Berufsorientierung und der persönlichen Weiterentwicklung.

Bundesfreiwilligendienst (BFD)

Für alle, die älter als 27 Jahre sind und sich längerfristig engagieren wollen, kommt ein Bundesfreiwilligendienst (BFD) in Frage.

Die Dauer des Freiwilligendienstes beträgt mindestens 6 Monate und maximal 18 Monate. In Ausnahmefällen kann dein Dienst auch auf 24 Monate verlängert werden.

Bundesfreiwilligendienst für Spitzensportler

Einen Bundesfreiwilligendienst können auch Leistungssportler absolvieren. Er bietet ihnen die Gelegenheit, sich persönlich und beruflich weiterzuentwickeln. Außerdem haben sie hierdurch die Möglichkeit, sich auf eine duale Karriere im Spitzensport vorzubereiten.

Gründe für ein Ehrenamt im Sportverein

Ein freiwilliges Engagement beim Sportverein ist nicht nur sinnvoll – es bringt dir sogar viele Vorteile. Welche das genau sind, erfährst du im Folgenden.

Ein Ehrenamt beim Sportverein macht Spaß
Das Wichtigstes an der ehrenamtlichen Mitarbeit beim Sportverein ist die Freude an der Arbeit. Ohne den Faktor Spaß gäbe es nicht so viele freiwillige Helfer.

Die meisten Ehrenämtler begreifen ihr freiwilliges Engagement als Ausgleich zu ihrer Berufstätigkeit. Hier kannst du deine individuellen Fähigkeiten frei entfalten und dich auch mal in neuen Tätigkeiten ausprobieren.

Du hast die Chance auf Mitgestaltung

Es gibt nicht viele Jobs, bei denen du die Gelegenheit hast, deine Arbeit aktiv mitzugestalten. Bei einem Ehrenamt im Sportverein ist das anders. Hier ist es gerne gesehen, wenn die freiwilligen Mitarbeiter eigene Ideen einbringen.

Schließlich wird der Sportverein von seinen Mitgliedern getragen und soll deshalb auch das bestmögliche Angebot für die Mitglieder bereitstellen.

Gemeinsam mit deinem Sportverein kannst du Projekte viel leichter in die Realität umsetzen. Du hast nicht nur die Manpower an motivierten Mitarbeitern – gegebenenfalls hast du sogar die Möglichkeit, Fördergelder aus den Mitteln des Vereins dafür zu gewinnen. Damit gewappnet haben deine Projekte eine große Chance auf Erfolg und Sichtbarkeit.

Du bist Teil eines engagierten Teams

Bei deinem Ehrenamt im Sportverein wirst du normalerweise mit anderen im Team zusammenarbeiten. So hast du die Chance, neue Leute kennenzulernen und Bekanntschaften zu schließen.

Weil es hier – anders als im Berufsleben – nicht um maximale Effizienz geht, kannst du dich auf eine angenehme Arbeitsatmosphäre freuen.

Jeder von euch hat sich freiwillig für ein Engagement entschieden. Deshalb wird die allgemeine Arbeitsmotivation vermutlich hoch sein. Erfahrungsgemäß bringen ehrenamtliche Mitarbeiter ihre eigenen Ideen und viel Kreativität mit, sodass ihr euch gegenseitig animieren könnt.

Du kannst dich persönlich weiterentwickeln

Ehrenämter sind ein Weg, um an dir selbst zu wachsen. Insbesondere die erfolgreiche Bewältigung herausfordernder Aufgaben stärkt das Selbstwertgefühl.

In Sportvereinen spielen neben den sportlichen Zielen gemeinsame Werte wie Toleranz, gegenseitiger Respekt und Gleichberechtigung eine Rolle. Du lernst durch dein Engagement, was es heißt, Teil einer Gemeinschaft zu sein.

Du erwirbst Schlüsselqualifikationen

In deinem Ehrenamt beim Sportverein kannst du dir wertvolle Schlüsselqualifikationen aneignen. Diese helfen dir auf deinem weiteren Lebensweg – beruflich wie privat.

Bist du beispielsweise im Vorstand aktiv, stellst du deine Führungsqualitäten unter Beweis. Wenn du in der Verwaltung mitarbeitest, eignest du dir eine strukturierte Arbeitsweise an. Als Trainer wirst du zum Strategen und Moderator zwischen den Teamkameraden. Du leitest du Menschen an und entwickelst Taktiken, um dein Team zum Erfolg zu führen.

Du hast Vorteile im Berufsleben

Natürlich sieht ein Ehrenamt auch gut im Lebenslauf aus. Dein zukünftiger Arbeitgeber sieht, dass du bereit bist, dich für andere einzusetzen – und das, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Deshalb ist anzunehmen, dass du auch in deiner künftigen Arbeitsstelle ein großes Engagement zeigen wirst.

In deinem Ehrenamt kommst du zwangsläufig mit vielen Menschen in Kontakt. Das kann hilfreich sein, um dein berufliches Netzwerk auszubauen. Wer sieht, wie engagiert du bist, wird eher dazu bereit sein, dich auch in der Arbeitswelt zu fördern.

Du kannst an Fortbildungen teilnehmen

Viele Sportvereine bieten ihren ehrenamtlichen Mitarbeitern die Gelegenheit, an Fortbildungen teilzunehmen. Dadurch erhältst du eine Qualifizierung, die dich in deinem Ehrenamt, aber auch privat weiterbringt. Üblicherweise übernehmen die Vereine die Kosten für die Seminare.

Du hast hierbei die Gelegenheit, deine Kompetenzen zu erweitern und dich mit anderen engagierten Sporttreibenden auszutauschen. Gerade für junge Menschen kann dieser Austausch eine wichtige Entscheidungshilfe für die Studien- und Berufswahl darstellen.

Du unterstützt deinen Sportverein

Dieses Argument mag dir vielleicht banal erscheinen. Dabei ist es nicht zu unterschätzen. Immerhin hast du dich bewusst dafür entschieden, Mitglied bei einem bestimmten Sportverein zu werden.

Möglicherweise identifizierst du dich mit den Vereinszielen. Vielleicht bist du auch Mitglied geworden, weil dein Bekanntenkreis im Sportverein aktiv ist. Denkbar ist auch, dass du die lokale Sportkultur oder eine bestimmte Sportart unterstützen möchtest.

Letztlich trägst du mit deiner freiwilligen Mitarbeit dazu bei, die Zukunft deines Sportvereins zu sichern.

Du leistest einen sinnvollen Beitrag für die Gesellschaft

Der Name verrät es bereits – dein freiwilliger Einsatz ist aller Ehren wert. Ein Ehrenamt beim Sportverein ist eine Form des bürgerschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Engagements.

Wenn du dich ehrenamtlich bei einem Sportverein engagierst, wirst du viel Dankbarkeit ernten. Als ehrenamtlicher Mitarbeiter erhältst du positive Rückmeldungen der anderen Mitglieder. Für einen besonders hohen Einsatz sind auch Ehrungen durch den Vorstand möglich.

Für ein positives Gefühl bist du aber gar nicht unbedingt auf das Lob anderer angewiesen. Die Gewissheit, durch dein Ehrenamt einen wichtigen Beitrag zur Gemeinschaft zu leisten, wird bei dir selbst ein Gefühl der Zufriedenheit bewirken.

Aufwandsentschädigung fürs Ehrenamt

Aufwandsentschädigung fürs Ehrenamt

Ein Ehrenamt wird normalerweise nicht vergütet. Dennoch bieten dir viele Sportvereine als Wertschätzung für dein freiwilliges Engagement kleine Aufmerksamkeiten an. Das können zum Beispiel Freigetränke bei Veranstaltungen oder Eintrittskarten für Sportevents sein.

Viele Landessportbünde bieten für Engagierte im Sport eine Ehrenamtskarte an. Wer sich in einem gewissen Umfang für die Gesellschaft einsetzt, kann mit dieser Karte einige Vergünstigungen in Anspruch nehmen.

In manchen Fällen kann dir dein Sportverein eine Aufwandsentschädigung für deine freiwillige Mitarbeit zahlen. Für diese gelten in Deutschland besondere Regeln.

Wissenswertes zu Aufwandsentschädigungen im Sportverein

Die steuerlichen Modalitäten für Einkünfte durch Ehrenämter sind in Deutschland klar geregelt. Es gilt die Ehrenamtspauschale von 720 Euro im Jahr (2020). Diesen Betrag kannst du in der Steuererklärung geltend machen.

Neben der Ehrenamtspauschale gibt es die Übungsleiterpauschale. Sie gilt unter anderem für eine ehrenamtliche Tätigkeit als Trainer in einem Sportverein. Bis zu 2.400 Euro im Jahr (2020) darfst du steuerfrei verdienen – das gilt allerdings nur, wenn du nicht mehr als ein Drittel der Zeit, die du für deine Hauptbeschäftigung aufbringst, als Trainer arbeitest.

Wichtig zu wissen: Du kannst die Ehrenamtspauschale und die Übungsleiterpauschale nicht für ein- und dieselbe Tätigkeit in Anspruch nehmen. Trainierst du aber zum Beispiel eine Fußballmannschaft und bist im selben Verein Jugendleiter, kannst du beide Pauschalen nutzen.

Darüber hinaus kannst du Kosten, die dir durch dein Ehrenamt entstanden sind, als Betriebsausgaben oder Werbungskosten von der Steuer absetzen lassen.

In manchen Fällen werden von den Einrichtungen, bei denen du dich freiwillig engagierst, die Fahrtkosten für deine Anreise übernommen.

Natürlich sollten die monetären Anreize nicht der ausschlaggebende Grund sein, um dich ehrenamtlich beim Sportverein zu engagieren. Viel wichtiger sind die immateriellen Vorteile, die dir ein Ehrenamt bieten. Sie sollten im Zentrum deiner ehrenamtlichen Tätigkeit stehen.

Tipps für dein Ehrenamt im Sportverein

Wenn du dich ehrenamtlich bei einem Sportverein engagierst, sollte dein Ziel sein, dabeizubleiben. Wir geben dir Tipps, damit dein Ehrenamt einen Mehrwert für dich und andere bietet.

Sei motiviert

Sei motiviert in deinem Ehrenamt

Motivation ist der Schlüssel zum Erfolg für dein Ehrenamt. Wenn du von Anfang an keinen Ansporn hast, dich zu engagieren, wirst du deine freiwillige Tätigkeit vermutlich schnell wieder aufgeben. Mache dir daher bewusst, weshalb du dich beim Sportverein engagieren willst.

Rufe dir nach einer gewissen Zeit deine ursprünglichen Motive für dein Engagement ins Gedächtnis. So stellst du leicht fest, ob du deine zu Beginn festgesteckten Ziele erreichen konntest.

Wenn du weißt, dass du allein nur schwer Motivation findest, suche dir Mitstreiter. Eine feststehende Verabredung ist eine gute Gelegenheit, deine Freunde zu treffen und gleichzeitig etwas Sinnvolles zu leisten. So macht die Arbeit gleich viel mehr Spaß und ihr motiviert euch gegenseitig.

Begeisterung ist ansteckend. Wenn du mit viel Enthusiasmus dabei bist, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass auch andere Lust bekommen, sich ehrenamtlich zu engagieren.

Kläre deine Aufgaben ab

Kläre deine Aufgaben ab

Damit dein freiwilliges Engagement erfolgreich ist, solltest du vorab mit deinen Aufgaben vertraut sein. Deine Tätigkeiten sollten idealerweise zu deinen eigenen Interessen und Talenten passen.

Deine Aufgaben sollten dich weder überfordern noch unterfordern. Solltest du das Gefühl haben, nicht mit deinen Aufgaben zurecht zu kommen, sprich das unbedingt direkt an. So kannst du gemeinsam mit den Verantwortlichen darüber nachdenken, welche anderen Tätigkeiten für dich in Frage kommen.

Stelle sicher, dass du deine Aufgaben richtig verstanden hast. Scheue dich nicht, Rückfragen zu stellen. Niemand erwartet von dir, dass du von Beginn an schon alles perfekt beherrschst. Mache dir bewusst, dass deine Ansprechpartner dankbar für deinen freiwilligen Einsatz sind.

Vereinbare eine Probezeit

Eine Probezeit für dein Ehrenamt ist nicht dazu da, um zu testen, wie gut du deine Arbeit machst. Sie soll vielmehr dir selbst als eine Art „Schnupperphase“ dienen.

Dabei solltest du ein Gefühl für deine Aufgaben bekommen. So findest du schnell heraus, ob dir die Tätigkeiten wirklich zusagen. Auch merkst du, ob du dich im Kollegenkreis wohlfühlst.

Falls du mit deinem Ehrenamt nicht zufrieden bist, ist das gar nicht schlimm. Durch die vereinbarte Probezeit hast du die Chance, eine neue Stelle zu finden, die besser zu deinen Anforderungen passt.

Mute dir nicht zu viel zu

Mute dir nicht zu viel zu

Übernimm nur ein solches Ehrenamt, für das dein Zeitbudget ausreicht. Dein Ehrenamt ist keine Vollzeitbeschäftigung. Deshalb solltest du genügend Zeit für deine Erholung einplanen.

Beginne im Zweifel zunächst mit wenigen Stunden. Wenn du merkst, dass du noch Kapazitäten hast, kannst du später immer noch mehr Zeit in dein Ehrenamt investieren.

Suche dir einen Ansprechpartner

Für dein Ehrenamt solltest du genau wissen, auf den du bei Schwierigkeiten oder Fragen zugehen kannst. Dieser Ansprechpartner sollte auch dafür da sein, deine Wünsche und Anregungen entgegenzunehmen.

Am besten vereinbarst du regelmäßige Gesprächstermine. So hat dein Ansprechpartner einen Überblick über deine genauen Tätigkeiten und du erhältst stetig Feedback für deine Arbeit.

Sprich Probleme offen an

Wenn dir einmal etwas auf dem Herzen liegt, es Konflikte gab oder du mit deiner Tätigkeit unzufrieden bist, wende dich direkt an deinen Ansprechpartner. Dieser hat Erfahrungen in diesem Bereich und kann dir vermutlich helfen, eine Lösung zu finden.

Teilst du dein Missfallen dagegen nicht mit anderen, so wirst du womöglich schon bald die Lust an deinem Ehrenamt verlieren. Bedenke, dass deine ehrenamtliche Mitarbeit immer noch freiwillig ist. Dein Ehrenamt solltest du auf keinen Fall als Belastung empfinden.

Bringe deine eigenen Ideen ein

Bringe deine eigenen Ideen ein

Deine ehrenamtliche Tätigkeit umfasst in der Regel keine fixe Jobbeschreibung. Zwar sind deine Aufgaben klar festgelegt. Aber bei Ehrenämtern hast du normalerweise die Möglichkeit, deine eigenen Vorstellungen einfließen zu lassen. Nutze hierfür deine individuellen Stärken.

Du wirst sehen, dass du sehr viel motivierter dabei sein wirst, wenn du eigene Projekte realisierst. Auf diese Weise begeisterst du nicht nur dich selbst, sondern kannst auch andere beflügeln, sich ebenfalls zu engagieren.

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