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Entsafter: 3 Typen & 7 Tipps zum Kauf

Frischgepresste Säfte sind erfrischend und gesund. Sie stecken voller Vitamine und Antioxidantien, die dein Immunsystem stärken und wichtige Funktionen deines Körpers unterstützen. Frische Säfte zu kaufen kann auf Dauer jedoch teuer sein. Besser ist es, die Säfte selbst zu pressen. Das funktioniert am besten mit einem Entsafter. Wir erklären dir, was du beim Kauf eines Entsafters wissen musst.


Frischer Saft als Nährstofflieferant

Frischer Saft als Nährstofflieferant

Vor allem morgens bieten frischgepresste Säfte den perfekten Einstieg in den Tag. Sie liefern dem Körper wichtige Nährstoffe und sorgen dafür, dass du vital in den Tag startest. Der Klassiker ist wohl der frischgepresste Orangensaft, der jede Menge Vitamin C liefert und so dein Immunsystem stärkt. Diesen kannst du noch schnell und einfach mithilfe einer Zitronenpresse zubereiten. Wenn du jedoch ein wenig kreativer werden möchtest, ist der Kauf eines Entsafters oft unumgänglich. Das Entsaften von Tomaten, Sellerie oder Ingwer kann ohne dieses Küchengerät schwierig sein und einige Zeit in Anspruch nehmen.

Ein Entsafter kann die Zubereitung von Säften erheblich erleichtern. Du musst selbst nur wenig Kraft aufwenden und die Zutaten nur grob vorbereiten, indem du sie in Stücke schneidest und eventuell schälst. Dabei kannst du alle Zutaten deiner Wahl in deinen Entsafter geben. Heraus kommt ein leckerer, frischer und nährstoffreicher Saft. Nahezu jede Gemüse- und Obstsorte lässt sich mithilfe des Entsafters zu einem leckeren Saft verarbeiten. So kannst du zahlreiche Mineralstoffe und Vitamine aufnehmen und hast täglich Abwechslung.

Für eine Saftkur beziehungsweise einen Detox ist ein Entsafter ideal. Natürlich kannst du dir die Säfte auch nach Hause liefern lassen. Frischer sind die Säfte jedoch, wenn du sie selbst zubereitest. Zudem kannst du die Zutaten ganz nach deinen Vorlieben auswählen, deine Lieblingskombinationen von Obst und Gemüse zusammenstellen und so viel Saft zubereiten, wie du möchtest.

Entsafter-Typen im Vergleich

Entsafter-Typen im Vergleich

Mit einem Entsafter stellst du leckere Säfte her. Das kann auf verschiedene Weisen erfolgen. Während du mit einer Saftpresse dein Obst und Gemüse sehr schonend entsaftest, kannst du mit einem Zentrifugalentsafter innerhalb kürzester Zeit einen leckeren Saft herstellen. Dampfentsafter eignen sich vor allem, um größere Mengen Saft zuzubereiten. Wir stellen die verschiedenen Entsafter-Typen vor.

Saftpresse

Saftpressen finden sich in nahezu jedem Haushalt. Zu ihnen gehört unter anderem die Zitronenpresse, die sich bereits in vielen Haushalten befindet. Saftpressen funktionieren durch mechanischen Druck. Du musst also selbst ein wenig Kraft aufwenden, um deinen eigenen Saft herzustellen. Dafür ist die Zubereitung besonders schonend und viele Nährstoffe bleiben erhalten. Zudem gelangt weniger Sauerstoff in den Saft, was für eine gute Saftqualität sorgt.

Mit einer Zitronenpresse kannst du natürlich nicht nur Zitronen, sondern auch Orangen und andere Zitrusfrüchte auspressen. Manchmal gibt es einen Extraaufsatz für Orangen und größere Zitrusfrüchte. Auch Granatäpfel lassen sich mit Zitronenpressen entsaften. Für die Zitronenpresse muss das Fruchtfleisch sehr weich sein, darum eignet sie sich nicht für jedes Obst oder Gemüse.

Für härtere Obst- oder Gemüsesorten gibt es Saftpressen mit sogenannten “Press-Schnecken“. Das Entsaften funktioniert am besten mit zwei gegenläufigen “Schnecken“, die selbst Kräuter wie Brennnessel und Gräser wie Weizengras entsaften können. Dabei werden die Zutaten zu einem feinen Brei püriert, aus dem später die Flüssigkeit gepresst wird. Dazu wird das Püree durch die zwei “Press-Schnecken“ geleitet. Aufgrund des geringen Abstands der beiden „Schnecken“ entsteht dabei eine relativ große Menge Saft. Bei manchen Geräten kannst du den Abstand der “Press-Schnecken“ zueinander selbst einstellen und so die Saftmenge selber beeinflussen. Der Trester beziehungsweise die Pressrückstände werden seitlich aus dem Gerät geleitet.

Verfügt die Saftpresse nur über eine “Press-Schnecke“, unterscheidet man dabei zwischen vertikalen und horizontalen „Schnecken“. Ähnlich wie bei Modellen mit zwei gegenläufigen “Schnecken“arbeitet das Gerät mit einer geringen Drehzahl und presst die Zutaten darum besonders schonend. Allerdings sind Geräte mit nur einer “Press-Schnecke“ eher weniger für Kräuter und Gräser geeignet. Weiche und harte Zutaten bekommen sie jedoch gleichermaßen klein.

Zentrifugalentsafter

Zentrifugalentsafter werden ebenfalls gerne zur Herstellung von Saft verwendet. Dabei arbeiten sie jedoch nicht mit “Press-Schnecken“, sondern mit einer Reibscheibe, die die Zutaten zu einem feinen Püree verarbeitet. Dieses Püree wird im Folgenden durch ein Sieb gepresst, wodurch ein leckerer Saft entsteht.

Da sich die Reibscheibe sehr schnell dreht, entsaftet das Gerät deine Zutaten innerhalb von kürzester Zeit. Die schnelle Vorgehensweise des Zentrifugalentsafters hat jedoch den Nachteil, dass sich das Gerät bei der Zubereitung des Saftes erhitzt. So können einige Nährstoffe wie das hitzeempfindliche Vitamin C verloren gehen. Zudem ist auch die Lautstärke des Zentrifugalentsafters gewöhnungsbedürftig. Die starke Drehleistung sorgt dafür, dass das Gerät lauter als andere Entsafter ist.

Der Zentrifugalentsafter besitzt spezielle Zentrifugen, die den Trester von der Flüssigkeit trennen und die Pressrückstände abfangen. Diese musst du schließlich selbstständig entfernen oder sie werden automatisch über eine Auswurföffnung ausgeleitet. Dieser Entsafter-Typ kommt vor allem mit Obst und Gemüse zurecht. Faserige Kräuter und Gräser und auch Wurzelgemüse wie Ingwer und Topinambur kannst du mit dem Zentrifugalentsafter nur schwer entsaften.

Dampfentsafter

Dampfentsafter

Dampfentsafter eignen sich vor allem zur Herstellung von Obstsäften. Dabei setzt er sich aus drei Teilen zusammen, nämlich dem Wasserbehälter, dem Auffangbehälter und einem trichterförmigen und siebartigen Fruchtkorb. An dem Auffangbehälter befindet sich ein Schlauch, der anfangs mit einer Klammer verschlossen wird. Der Wasserbehälter bildet die Basis des Dampfentsafters. Auf diesem sitzt der Auffangbehälter. Der Fruchtkorb sitzt wiederum in dem Auffangbehälter. Den Wasserbehälter schließt du mit einem Deckel, damit sich beim Erhitzen Dampf bilden kann.

Wenn das Wasser im Wasserbehälter kocht, steigt heißer Dampf nach oben, so dass der Saft aus den Früchten tritt. Dieser fließt durch den siebartigen Fruchtkorb in den Auffangbehälter. Das Erhitzen des Saftes sorgt gleichzeitig dafür, dass dieser haltbar gemacht wird. Wird die Klammer von dem Schlauch gelöst, kann der Saft in Behälter abgefüllt werden. Die Behälter sollten entsprechend steril sein, damit sich keine Keime bilden können. Fruchtreste verbleiben im Fruchtkorb.

Da das Obst durch die Hitze entsaftet wird, musst du es nicht entkernen. Der Arbeitsaufwand ist also geringer. Dennoch benötigen Dampfentsafter oft länger als andere Entsafter, bis die Zubereitung abgeschlossen. Dafür kannst du hier größere Mengen Saft auf einmal zubereiten. Aufgrund der Hitzeentwicklung ist dieser zudem länger haltbar. Hitzeempfindliche Vitamine gehen dabei jedoch verloren.

Entsafter kaufen: Tipps zur Gerätewahl

Es gibt verschiedene Entsafter-Typen auf dem Markt mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen. Welchen Entsafter du wählen solltest, hängt ganz von deinen Bedürfnissen ab. Damit du den Überblick über die zahlreichen Kaufkriterien behältst, erklären wir dir, auf was du beim Kauf achten solltest.

Auf Benutzerfreundlichkeit achten

Wie jedes Küchengerät sollte auch der Entsafter benutzerfreundlich sein. Er sollte leicht zu zerlegen und zusammenzubauen sein, damit du ihn nach der Benutzung gut reinigen kannst. Aus hygienischen Gründen solltest du deinen Entsafter nach jedem Gebrauch reinigen. Dies ist sehr aufwendig und braucht einige Zeit. Darum sollte die Demontage des Geräts sehr einfach erfolgen und auch der Zusammenbau sollte nur wenig Zeit in Anspruch nehmen. Dies sollte bestenfalls ganz ohne Werkzeug funktionieren.

Besonders einfach ist der Dampfentsafter zu reinigen. Da du hier die verschiedenen Behälter einfach auseinandernehmen und einzeln spülen kannst, nimmst dies nur wenige Minuten in Anspruch. Anspruchsvoller sind der Zentrifugalentsafter und mitunter die Saftpresse. Eine Zitronenpresse kannst du natürlich einfach in die Spülmaschine legen oder mit der Hand abspülen. Saftpressen mit sogenannten “Press-Schnecken“ musst du dagegen auseinander bauen, genau wie Zentrifugalentsafter. Beim Kauf deines Entsafters solltest du darum darauf achten, dass du das Sieb, in dem sich die Pressrückstände sammeln, gut entfernen lässt, damit du es leicht reinigen kannst.

Die Reinigungsfunktion beachten

Entsafter reinigen

Der Reinigungsprozess eines Entsafters kann sehr aufwendig sein, da du den Entsafter meistens komplett zerlegen musst. Für eine besonders schnelle Reinigung solltest du darauf achten, dass alle Teile (außer der Motor natürlich) spülmaschinenfest sind. Schonender reinigst du deinen Entsafter per Hand, denn in der Spülmaschine werden Messer und Sieb mit der Zeit stumpf und durchsichtige Kunststoffteile milchig. Eigenhändiges Spülen ist jedoch um einiges zeitaufwendiger. Zudem können Kanten und Rillen die Reinigung erschweren. Während du anfangs wahrscheinlich über diese Macken deines Entsafters hinwegsehen kannst, sind diese Erschwernisse auf lange Sicht ärgerlich. Daher solltest du schon beim Kauf deines Entsafters auf eine gute Handhabung und leichte Reinigung des Geräts achten.

Kosten für einen Entsafter

Wie bei vielen anderen Küchengeräten können Qualität und Preis je nach Entsafter erheblich variieren. Auch die verschiedenen Entsafter-Typen unterscheiden sich preislich. Während Dampfentsafter, Zentrifugalentsafter und vor allem Zitronenpressen schon günstig erhältlich sind, bekommst du Saftpressen meist erst ab einem Preis von circa 150 Euro. Erwerben kannst du das Gerät online oder bei verschiedenen Elektrohändlern und Supermärkten.

Dampfentsafter bekommst du meist schon ab einem Preis von 20 Euro. Teurere Modelle können 80 Euro oder mehr kosten.

Zentrifugalentsafter kannst du bereits ab einem Preis von 30 Euro erhalten. Je nach Gerät kann der Preis jedoch auch dreistellig sein.

Saftpressen verfügen über eine besonders raffinierte Technik. Dementsprechend sind sie sehr preisintensiv und meist nur für mehrere hundert Euro erhältlich. Einige Modelle können weit über 1.000 Euro kosten.

Die richtige Größe wählen

Auch die Größe des Entsafters spielt bei der Wahl des passenden Geräts eine Rolle. Wenn du lediglich für dich allmorgendlich einen Frühstückssaft zubereiten möchtest, ist ein kleines Gerät völlig ausreichend. Es bieten sich hier vor allem Saftpressen und Zentrifugalentsafter an, die je nach Modell von 0,5 bis 2,5 Liter fassen können. Auch der Auffangbehälter, in dem deine Pressrückstände oder das Fruchtfleisch aufgefangen werden, sollte entsprechend groß sein. Willst du vor allem Obstsäfte und große Mengen davon herstellen, solltest du dir besser einen Dampfentsafter zulegen. Dieser kann oft mehrere Liter fassen.

Du solltest zudem die Größe deiner Küche bedenken. Wenn du nur wenig Stellplatz auf der Arbeitsfläche hast, solltest du dir ein kleines und leichtes Gerät zulegen, das du in deinem Küchenschrank verstauen kannst. Ist dein Entsafter jedoch täglich in Gebrauch, lohnt es sich Platz zu schaffen, damit du das Gerät nicht jeden Tag wegräumen musst. Du kannst dann ein größeres Gerät wählen.

Leistung des Geräts

Leistung des Geräts

Die Leistung der verschiedenen Entsafter kann von Gerät zu Gerät recht unterschiedlich sein und sagt nur wenig über die Qualität des produzierten Saftes aus. Saftpressen haben meist eine geringe Leistung von 150 bis 250 Watt bei 80 Drehungen pro Minute, während Zentrifugalentsafter eine Leistung von über 1.000 Watt erreichen können. Saftpressen erzeugen jedoch einen qualitativ hochwertigen und besonders schonend produzierten Saft, weil sie mit nur wenigen Umdrehungen pro Minute auskommen. Die Reibscheibe eines Zentrifugalentsafters dreht sich dagegen relativ schnell. Da sich das Gerät dabei allerdings erhitzt, können einige Nährstoffe des Saftes verloren gehen.

Geeignetes Material auswählen

Entsafter bestehen meist aus Edelstahl oder Kunststoff. Qualitativ unterscheiden sich die Entsafter aufgrund ihrer Materialien nur wenig. Edelstahl ist mitunter robuster als Kunststoff. Da die Unterschiede hier jedoch nur gering sind, kannst du dich hier für das ansprechendere Design entscheiden. Wählst du ein Gerät aus Kunststoff solltest du darauf achten, dass dieses BPA-frei ist. Bisphenol A – kurz BPA – steht im Verdacht, auf den Hormonhaushalt zu wirken. So kann es negativ auf die Fortpflanzungsfähigkeit wirken und mitunter sogar Verhaltensstörungen begünstigen. Darum sollte Kunststoff immer BPA-frei sein, wenn es mit Lebensmitteln in Kontakt kommt.

Beliebte Marken für Entsafter

Zahlreiche Marken haben Entsafter im Angebot, die sich in einigen wesentlichen Punkten unterscheiden. Auch preislich gibt es einige Unterschiede.

Philips: Die Marke Philips bietet verschiedene Entsafter an. Hierbei handelt es sich sowohl um Zentrifugalentsafter als auch um Saftpressen, den sogenannten “Slow Juicer“. Die Leistung der einzelnen Geräte beträgt meist um die 1000 Watt. Zur Auswahl steht die Avance Collection und die Robust Collection, in denen jeweils mehrere Geräte angeboten werden. Preislich liegen diese meist zwischen 150 und 350 Euro.

Gastroback: Die Marke Gastroback hat ebenfalls mehrere Entsafter zur Auswahl, die du für 90 bis 200 Euro erhalten kannst. Hier handelt es sich vorwiegend um Zentrifugalentsafter mit einer Leistung von 700 bis 1.300 Watt. Du findest jedoch auch Saftpressen unter den angebotenen Geräten.

Kitchenaid: Auch die Marke Kitchenaid bietet einen Entsafter an. Dieser kostet um die 500 Euro und ist sowohl mit einer “Press-Schnecke“ als auch einer Messereinheit ausgestattet.

Leckere Rezepte für den Entsafter

Leckere Rezepte für den Entsafter

Mit einem Entsafter kannst du zahlreiche tolle Säfte herstellen. Es gibt unzählige Kombinationsmöglichkeiten, so dass du jeden Tag ein neues Rezept ausprobieren kannst. Nicht nur Obst und Gemüse schmeckt in einem Saft. Kräuter und Gräser können deinem Saft eine besondere Note verleihen und liefern wertvolle Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe.

Auch grünes Blattgemüse wie Grünkohl und Spinat kannst du in deinen Entsafter geben. Stelle deinen eigenen Gemüsesaft her, indem du Gurke, Tomate, Möhre und Sellerie entsaftest. Superfoods wie Topinambur, Rote Beete und Heidelbeeren passen ebenfalls gut in selbstgemachte Säfte. Lasse deiner Kreativität freien Lauf und probiere zahlreiche Kombinationen aus, bis du deinen Favoriten gefunden hast. Zur Herstellung von Quittengelee kannst du das Obst zuvor entsaften. So ist dein Gelee vollständig frei von Fruchtstücken.

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