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Rote Beete: 9 Wirkungen, 5 Risiken + 5 Tipps zur Zubereitung

Ob Veganer, Sportler oder Mediziner, rote Beete wird von vielen Gruppen empfohlen. Doch warum ist die bunte Knolle so beliebt? Hier erfährst du alles Wichtige über rote Beete, von der gesunden Wirkung über Risiken bis hin zu Kauf, Lagerung und Zubereitung.

Was rote Beete eigentlich ist

Was rote Beete eigentlich ist

Die rote Beete gehört zu den Rüben und wird darum auch als rote Rübe bezeichnet. Ursprünglich stammt sie aus dem Mittelmeerraum, deshalb bevorzugt sie ein gemäßigtes Wachstumsklima. Die Römer brachten die rote Beete dann vor knapp 2000 Jahren nach Europa, wo die Knolle inzwischen weit verbreitet ist. Schon damals war die rote Rübe, die in Deutschland als typisches Wintergemüse gilt, nicht nur als Nahrungsmittel, sondern aufgrund ihrer gesunden Wirkung auch als Heilpflanze bekannt.

Woher die rote Beete ihren Namen hat, ist nicht ganz klar. Auf der einen Seite wird vermutet, dass die Bezeichnung schlichtweg von den Beeten stammt, in denen die Rübe gezüchtet wurde. Auf der anderen Seite gibt es die Theorie, dass sich die rote Beete vom lateinischen Wort „beta“ ableitet. Das bedeutet so viel wie „Rübe“ und ist möglicherweise im 17. Jahrhundert in den deutschen Sprachgebrauch übernommen worden. Doch nicht nur der Name, auch die Farbe der Knolle ist ein historisches Phänomen: Das satte, gleichmäßige Rot der Pflanze ist das Ergebnis von Züchtungen aus dem 19. und 20. Jahrhundert.

Es gibt auch noch andere Varianten der roten Beete. So existiert zum Beispiel eine weiße Sorte oder eine mit besonders kleinen Knollen. Diese sind jedoch weniger bekannt und nicht so stark verbreitet. Die rote Sorte der Pflanze wurde auch deswegen vorrangig kultiviert, weil sie nicht nur in der Küche und in der Medizin eingesetzt worden ist, sondern auch als Färbemittel. Unter der Kennzeichnung E162 wird rote Beete auch heute noch als Lebensmittelfarbstoff verwendet, zum Beispiel für Heringssalat, Gummibärchen und Marmelade.

Gesunde Wirkung von roter Beete

Gesunde Wirkung von roter Beete

Die gesunde Wirkung der Knolle war schon den Römern bekannt. Inzwischen sind die Inhaltsstoffe der Pflanze intensiv erforscht – und ein Blick auf die Nährwerte zeigt sofort, warum sich rote Beete positiv auf deinen Körper auswirkt.

Gut für die Figur

Trotz ihrer geringen Größe enthalten rote Beete-Knollen große Mengen an Vitaminen und Mineralstoffen. Damit ist das Rübengewächs eine Empfehlung für jeden, der sich bewusst und gesund ernähren will. Auch im Rahmen einer gesunden Gewichtsreduktion ist rote Beete ein äußerst wertvolles Lebensmittel. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung enthalten 100 Gramm der Rübe lediglich  9 Gramm Kohlenhydrate und ungefähr 40 Kilokalorien. Fett ist ebenfalls lediglich in Spuren von circa 0,2 Gramm vorhanden. Es lohnt sich also auf jeden Fall, das erdig-süße Gemüse in deinen Speiseplan aufzunehmen.

Augen, Haut und Stoffwechsel

Nicht nur der geringe Gehalt an Kalorien und Kohlehydraten, auch die übrigen Inhaltsstoffe von roter Beete sprechen dafür, die Knolle in der Küche zu verwenden. Denn sie verfügt über viele wichtige Vitamine, allen voran die Beta-Carotine. Der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zufolge enthalten 100 Gramm der Pflanze circa 10 Mikrogramm an Beta-Carotinen. Beta-Carotine gehören zu den Carotinoiden, das sind Farbstoffe, die Obst und Gemüse eine rote, gelbe, orangefarbene oder dunkelgrüne Färbung verleihen.Der hohe Gehalt an Beta-Carotin ist dementsprechend auch für die tiefrote Färbung der Rübe verantwortlich. Carotinoide wie Beta-Carotin sind deswegen wichtig, weil sie vom Körper in das lebensnotwendige Vitamin A umgewandelt werden können. Sie werden deswegen auch als „Provitamin A“ bezeichnet und sind Bestandteil einer ausgewogenen und vollwertigen Ernährung.

Vitamin A ist deswegen von so großer Bedeutung, weil es sich auf viele Bereiche deines Körpers auswirkt. Mithilfe von Vitamin A werden im Körper Sehfarbstoffe produziert, die maßgeblich die Funktion deiner Augen beeinflussen. Denn erst diese Sehfarbstoffe ermöglichen es dir, Farben sowie den Unterschied zwischen hell und dunkel wahrzunehmen. Auch in der Haut übernimmt Vitamin A wichtige Aufgaben: Es sorgt für die Erneuerung von Zellen und versorgt sie mit Feuchtigkeit, sodass sich ein gesundes, straffes Hautbild ergibt. Außerdem ist das Vitamin an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt und wirkt sich dadurch unter anderem auf die Blutbildung, das Immunsystem und das Knochenwachstum aus. Deswegen ist eine ausreichende Versorgung mit Vitamin A insbesondere bei Kindern und Ungeborenen sicherzustellen.

Wachstum und Zellteilung

Die Menge an „Provitamin A“ in roter Beete wird nur von Folsäure übertroffen. Folsäure gehört wie Vitamin B12 zur Gruppe der B-Vitamine und ist auch als Vitamin B9 bekannt. Sie ist an Wachstumsprozessen, Blutbildung und der Zellteilung beteiligt und somit ein extrem wichtiger Nährstoff für den Körper. Insbesondere Schwangere oder Frauen mit Kinderwunsch sollten daher folsäurehaltige Lebensmittel in ihre Ernährung aufnehmen. Rote Beete verfügt per 100 Gramm über nahezu 80 Mikrogramm und somit über fast ein Drittel der empfohlenen Tagesdosis für (nicht schwangere) Erwachsene.

Immunsystem

Auch Vitamin C ist mit zehn Milligramm auf 100 Gramm der Knolle großzügig in roter Beete vertreten. Vitamin C ist vor allem für seine immunstärkende Wirkung bekannt. In kleineren Mengen sind ebenfalls weitere Stoffe des Vitamin B-Komplexes wie Vitamin B1, B2 und B6 vorhanden. Während Vitamin B1 und B6 Nerven und Abwehrkräfte stärken, ist Vitamin B2 an wichtigen Stoffwechselprozessen im Körper beteiligt.

Schutz vor Freien Radikalen

100 Gramm rote Beete enthalten ferner an die 100 Mikrogramm Vitamin E. Das Vitamin kommt in zahlreichen Früchten wie Sanddornbeeren oder Granatäpfeln vor und ist vor allem für seine anti-oxidative Wirkung bekannt. Durch diese schützt es den Körper vor schädlichen Molekülen, den sogenannten Freien Radikalen, die Zellen schädigen, Stoffwechselprozesse nachteilig beeinflussen und sogar Krankheiten wie Krebs auslösen können.

Versorgung mit Mineralstoffen

Allein schon ihr hoher Vitamingehalt qualifiziert die rote Rübe als heimisches Superfood. Doch die Knolle besitzt auch kostbare Mineralstoffe, die für deinen Körper wichtig sind. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung besitzen 100 Gramm rote Beete ungefähr

  • 60 Milligramm Natrium
  • 15 Milligramm Calcium
  • 20 Milligramm Magnesium
  • 45 Milligramm Phosphat
  • 410 Milligramm Kalium

Nerven und Muskeln

Viele der in roter Beete enthaltenen Mineralstoffe sind besonders für Nerven und Muskeln von großer Bedeutung. Dazu zählen insbesondere Natrium und Kalium, die beide in sehr hohen Mengen in roter Beete enthalten sind. So tragen beide Stoffe maßgeblich zur Weiterleitung von Nervenimpulsen bei, stärken die Muskelleistung, regeln den Flüssigkeitshaushalt des Körpers und beeinflussen den Herzrhythmus. Auch Magnesium wirkt sich positiv auf den Herzmuskel und die Muskulatur insgesamt aus.

Zellstoffwechsel

Magnesium ist außerdem im Hinblick auf den Stoffwechsel relevant. Der Mineralstoff beeinflusst zahlreiche Enzyme und nimmt dadurch Einfluss auf Zellregeneration, Energiegewinnung der Zellen und die Sauerstoffnutzung. Für letzteres ist auch das Spurenelement Eisen wichtig. Spurenelemente sind zwar nur in geringer Menge im Körper vorhanden, haben aber eine große Bedeutung. So nimmt Eisen nicht nur erheblichen Einfluss auf die Zellatmung, also Sauerstofftransport und -nutzung in den Zellen, sondern auch auf die Zellbildung. 100 Gramm rote Beete enthalten 0,9 Milligramm dieses wichtigen Spurenelements, das ebenfalls die Muskeln stärkt. Diese Menge der roten Knolle verfügt außerdem über circa 0,4 Milligramm eines weiteren Spurenelements – Zink. Zink ist ebenso wie Eisen von herausragender Bedeutung für den Stoffwechsel. So beeinflusst es unter anderem den Eiweißstoffwechsel, die Zellteilung, die Spermienproduktion und das Immunsystem.

Energiestoffwechsel und Knochen

Phosphat, das mit 45 Milligramm in 100 Gramm roter Beete enthalten ist, ist ebenfalls am Stoffwechsel beteiligt. Doch nicht nur für den Energiestoffwechsel und unsere DNA ist der Mineralstoff wichtig, er trägt in Verbindung mit Calcium zum Knochenstoffwechsel und der Festigkeit der Knochen bei. Calcium wiederum ist einer der Grundbausteine von Knochen und Zähnen, ein Mangel kann im schlimmsten Fall zur Verformung des Skelettes oder einer erhöhten Anfälligkeit für Knochenbrüche führen.

Rote Beete für Sportler

Rote Beete für Sportler

Angesichts der vielen wertvollen Inhaltsstoffe erscheint es nahe liegend, dass rote Beete das körperliche Wohlbefinden, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit steigert. Das Rübengewächs stärkt die Abwehrkräfte, wirkt anti-oxidativ und enthält bemerkenswert große Mengen lebensnotwendiger Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, die sich vor allem auf den Stoffwechsel, die Muskeln und Knochen, aber auch allgemein auf Körperfunktionen auswirken.

Damit ist die ursprünglich mediterrane Rübe eine hochwertige Ergänzung für jeden Speiseplan. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass die farbenfrohe Knolle insbesondere für Sportler ein besonders interessantes Nahrungsmittel ist, und das nicht nur wegen ihrer grundlegend muskel- und knochenstärkenden Eigenschaften. Studien der University of Exeter in England deuten darauf hin, dass der regelmäßige Genuss von roter Beete nachweislich athletische Leistungen steigern kann. Die Wissenschaftler hinter der Studie gehen davon aus, dass das in der Rübe enthaltene Nitrat im Körper verarbeitet wird und den Sauerstoffverbrauch senkt. Dadurch steigert sich zugleich die Muskelleistung, sodass bei verringertem Energieaufwand mehr Leistung erbracht werden kann. Endgültig bestätigt sind diese Erkenntnisse bisher jedoch nicht.

Risiken von roter Beete

Risiken von roter Beete

So viele Vorteile die traditionsreiche Farbpflanze auch hat, es gibt einige Aspekte, die du vor dem Verzehr von roter Beete beachten solltest. Dabei gilt grundsätzlich, dass auch rote Beete nur dann ihre vorteilhaften gesundheitlichen Wirkungen entfalten kann, wenn sie insgesamt Teil einer gesunden und abwechslungsreichen Ernährung ist. Ein übermäßiger Verzehr der Knolle ist wie jede Form der einseitigen Ernährung zu vermeiden.

Nitrate

Die zuvor erwähnten Studien der University of Exeter machen die in roter Beete enthaltenen Nitrate für die Steigerung sportlicher Leistung nach Verzehr der Rübe verantwortlich. Diese Nitrate gelangen in Form von Düngemittel und Bewässerung in den Boden und werden von der roten Beete aufgenommen. Nitrate selbst sind gesundheitlich zwar nicht allzu bedenklich, unter bestimmten Umständen können sie im Körper aber zu Nitrit umgewandelt werden.

Nitrit ist Bestandteil chemischer Bedingungen, die im Körper auf zweifache Art Schaden anrichten können: Bei Säuglingen kann es zum Einen den Sauerstofftransport im Blut behindern und Zyanose verursachen. Das ist eine Krankheit, bei der ein Sauerstoffmangel im Blut zu einer Blauverfärbung der Haut und Schleimhäute führt. Zweitens kann Nitrit zusammen mit anderen chemischen Substanzen im Körper sogenannte Nitrosamine bilden. Das sind krebserregende Stoffe, deren zellschädigende Wirkung bisher allerdings nur bei Tierversuchen nachgewiesen werden konnte. Ob sich Nitrite auch gesundheitsschädlich auf den menschlichen Körper auswirken, ist noch nicht ausreichend erforscht worden und darum unklar.

Oxalsäure

Oxalsäure kommt in vielen Pflanzen vor. Die biochemische Substanz tritt vor allem in Verbindung mit Magnesium, Kalium und Natrium auf. Diese Verbindungen heißen Oxalate und sind auch in roter Beete vorhanden. Der Großteil der Oxalate im Körper entsteht allerdings als Endprodukt von Stoffwechselprozessen. Als solche gehen sie teils weitere Verbindungen mit anderen Stoffen im Organismus ein, teils werden sie über den Darm und die Nieren ausgeschieden.

Ist der Anteil von Oxalaten und oxalathaltigen Verbindungen allerdings zu hoch, können die Substanzen nicht ausgeschieden werden, sondern lagern sich im Körper ab. Nieren- und Harnwegsschäden insbesondere in Form von Nierensteinen oder Harnsteinen können die Folge sein. Diesem Risiko kannst du allerdings durch die Zubereitung der roten Beete entgegenwirken. Durch das Kochen verringert sich nämlich der Gehalt von Oxalsäure in der Knolle. Wer allerdings bereits an einer Erkrankung der Nieren leidet, sollte den Verzehr von roter Beete vermeiden.

Verfärbung des Urins

Eine weitere Nebenwirkung des Verzehrs von roter Beete ist die Verfärbung von Ausscheidungen. Dieser Umstand ist dem Pflanzenfarbstoff Beta-Carotin zuzuschreiben, der der Knolle ihre satte, rote Färbung verleiht und der nach der Verdauung über den Urin oder den Stuhl wieder ausgeschieden wird. Viele Menschen sind erst einmal beunruhigt, wenn sie eine solche Verfärbung bemerken, und halten sie für ein Krankheitssymptom. Wenn du nach einem Glas rote Beete-Saft oder einem Salat mit roter Beete eine rosafarbene oder rötliche Verfärbung bei deinem Ausscheidungen bemerkst, ist das aber ganz normal und kein Grund zur Beunruhigung.

Wichtig ist allerdings, dass diese Verfärbungen nur temporär auftreten sollten. Spätestens einige Tage, nachdem du das letzte Mal rote Beete gegessen hast, sollte wieder alles so sein wie gewöhnlich. Wenn du eine anhaltende Verfärbung feststellst oder weitere Krankheitserscheinungen wie Schmerzen beim Toilettengang bemerkst, solltest du so schnell wie möglich einen Arzt konsultieren.

Wer aus gesundheitlichen Gründen dazu angehalten ist, auf die Farbe von Urin oder Stuhlgang zu achten – beispielsweise bei Nieren- oder Harnwegserkrankungen oder Beschwerden des Magen- und Darmtraktes -, sollte rote Beete und andere, stark färbende Lebensmittel zumindest für eine Weile vom Speiseplan streichen, damit es nicht zu Verwechslungen kommt.

Verfärbung von Haut und Kleidung

Der Farbstoff der roten Beete sorgt allerdings nicht erst nach dem Verzehr für Verfärbungen. Nicht umsonst wurde das Gemüse lange Zeit als Farbpflanze für die Stofffärbung genutzt. Der Saft der Knolle, der bereits beim Schälen austritt, ist äußerst farbintensiv, zieht tief in Stoffe oder Oberflächen ein und kann auch auf der Haut für hartnäckige Verfärbungen sorgen. Wenn du mit roter Beete kochen möchtest, lohnt es sich deshalb, ein paar Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen. So kannst du dich und deine Kleidung durch Einmalhandschuhe und eine Schürze schützen und Schneidebretter mit Backpapier oder Alufolie abdecken, um Flecken zu vermeiden.

Empfindlichkeit

Viele der kostbaren Inhaltsstoffe, die rote Beete zu einem physiologisch wertvollen Nahrungsmittel machen, sind sowohl hitze- als auch lichtempfindlich. Die Rüben sollten darum im Idealfall frisch gekauft und direkt verarbeitet werden. Bei der Lagerung empfiehlt sich ein kühler und dunkler Aufbewahrungsort. Im Kühlschrank ist rote Beete zum Beispiel bis zu einer Woche haltbar. Auch bei der Zubereitung solltest du Vorsicht walten lassen. Wenn du möglichst viel von den Nährstoffen der Knolle aufnehmen möchtest, solltest du so nach Möglichkeit roh, als Saft oder gedünstet verzehren. Je länger die Beete kocht, desto mehr Inhaltsstoffe gehen verloren. Aber Vorsicht: Denke daran, dass beim Kochen auch Substanzen wie Oxalsäure abgebaut werden, die im Übermaß schädlich sein können. Wenn du rote Beete gerne magst, solltest du bei Zubereitung und Verzehr zwischen gekochten und (fast) rohen Lebensmittelformen wechseln.

Ist rote Beete roh giftig?

Ist rote Beete roh giftig?

Es kursiert noch immer das Gerücht, dass rote Beete in rohem Zustand giftig sei und deshalb nicht verzehrt werden sollte. Dieses Gerücht ist definitiv falsch. Rote Beete kann und sollte wie bereits beschrieben durchaus roh gegessen werden, besonders im Hinblick auf die Nährstoffaufnahme. Jedoch ist der Verzehr der Knolle in rohem Zustand wie bereits erwähnt mit Risiken verbunden, besonders der hohe Gehalt an Oxalsäure und die Verfärbungsgefahr.

Rote Beete: Tipps für Kauf und Zubereitung

Rote Beete ist eine heimische Feldfrucht. Obwohl sie lange Zeit als Wintergemüse galt, ist sie inzwischen ganzjährig erhältlich. Du findest rote Rüben in jedem Supermarkt, aber auch auf Wochenmärkten oder sogar frisch vom Bauern kannst du sie kaufen. Je kleiner die Knolle ist, desto feiner und zarter schmeckt sie übrigens.

Rote Beete roh

Roh findet sich rote Beete in der Regel im Gemüseregal oder auf dem Markt. In diesem Zustand ist die Knolle von einer erdigen Schale umgeben, die in der Regel vor dem Verzehr gewaschen und geschält wird. Beim Schälen solltest du die zuvor genannten Sicherheitsmaßnahmen, also Handschuhe und Abdeckungen, ergreifen. Oder aber du schälst die Knolle in einer Schüssel mit kaltem Wasser. Anschließend kannst du die rote Beete auf möglichst feine Scheiben schneiden, zum Beispiel mit einer Gemüsereibe, als Carpaccio oder im Salat anrichten oder die ganze Knolle anschließend dünsten.

Zum Einfrieren eignet sich das Gemüse übrigens nicht – besser ist es, die Knolle zu kochen. Dadurch wird sie länger haltbar.

Rote Beete kochen

Du kannst rote Beete fertig gekocht und eingeschweißt im Supermarkt erstehen. In diesem Zustand ist sie deutlich länger haltbar als rohe rote Beete, hat durch das Kochen aber auch schon an Nährstoffen eingebüßt. Du kannst sie nach Anleitung auf der Verpackung zubereiten und weiter verarbeiten, zum Beispiel als Suppe.

Du kannst rote Beete aber auch selbst kochen. In diesem Fall solltest du die Erde von der Schale waschen, die Knolle aber noch nicht schälen. Stattdessen gibst du die ungeschälte Rübe in einem Topf mit kaltem Wasser, bringst das Wasser im Topf bei geschlossenem Deckel zum Kochen und lässt die Rüben anschließend bei mittlerer bis geringer Hitze köcheln. Die Kochzeit variiert je nach Größe der Beete-Knollen, liegt aber in der Regel bei mindestens dreißig Minuten. Nach dem Kochen kannst du die Knollen im Wasser ein wenig abkühlen lassen oder in einem Schale mit kaltem Wasser geben. Dann kannst du die Schale einfach mit den Händen von den noch warmen Rüben ziehen können. Ansonsten kannst du natürlich auch auf Sparschäler oder Messer zurückgreifen.

Rote Beete-Saft kaufen

Wenn dir die Zubereitung der Knollen zu zeitaufwendig ist und du vor allem die gesunden Nährstoffe der roten Beete aufnehmen möchtest, ist der Saft der Knolle eine gute Alternative. Du findest ihn sowohl online als auch im Einzelhandel in Lebensmittelläden, Drogeriemärkten, Reformhäusern und sogar Apotheken. Du solltest allerdings dringend darauf achten, dass der Saft so natürlich wie möglich hergestellt und nicht mit Zucker versetzt worden ist. Wenn du den Saft selbst herstellst, bist du auf der sicheren Seite. Ein halber Liter regelmäßig zugeführt reicht aus, um die Aufnahme der Nährstoffe zu gewährleisten.

Rote Beete-Saft selber machen

Rote Beete-Saft selber machen

Du kannst rote Beete-Saft sowohl mit als auch ohne Entsafter herstellen. Wenn du einen Entsafter besitzt, solltest du die Knollen gründlich waschen und die Enden entfernen. Die Schale kann, muss aber nicht entfernt werden. Anschließend schneidest du die Knolle klein und gibst sie in den Entsafter. Den fertigen Saft kannst du verfeinern, indem du ihn vor dem Abfüllen durch ein Sieb streichst und mit etwas Wasser vermischst. Dadurch wird er klarer und milder. Außerdem kannst du andere Früchte wie Karotten, Äpfel und Ingwer hinzugeben und so den intensiven Eigengeschmack der roten Beete etwas abschwächen.

Auch ohne Entsafter kannst du dir deinen eigenen rote Beete-Safte pressen. In diesem Fall solltest du aber auf einen möglichst leistungsstarken Mixer zurückgreifen. Wasche, schäle und schneide das Gemüse wie zuvor beschrieben; diesmal solltest du die Knollen allerdings so klein wie möglich schneiden. Gib´ die Rüben in den Mixer und füge etwas Wasser hinzu, bevor du die Masse pürierst. Der Mix-Vorgang kann mehrere Minuten dauern. Die fertige Masse kannst du dann in ein sauberes Wäschenetz oder ein feines Küchentuch geben und über einem Gefäß auspressen. So gewinnst du den puren Saft.

Alternativ kannst du die pürierte Masse ebenso wie den Saft durch weiteres Obst ergänzen und als Smoothie genießen. Um den Saft möglichst lange frisch zu halten, solltest du ihn in einem luftdichten Behältnis im Kühlschrank lagern. Nichtsdestotrotz sollte selbstgemachter rote Beete-Saft innerhalb weniger Tage verbraucht werden.

Wirkung von rote Beete-Saft

Die Wirkung von rote Beete-Saft gleicht der von roher roter Beete, besonders wenn du den Saft selbst herstellst. Der Saft kann dir dabei helfen, deinen Flüssigkeitshaushalt aufzufüllen und ausreichend sowie gesund zu trinken. Dein Körper kann die Nährstoffe der Pflanze über die Flüssigkeit direkt aufnehmen und du sparst dir etwaige Kochvorgänge. Dadurch reduziert sich auch die Fleckengefahr. Du solltest allerdings beachten, dass der Verzehr von rote Beete-Saft dieselben Risiken birgt wie der Verzehr der Knollen. Insbesondere eine Verfärbung der Ausscheidungen sowie die Aufnahme von Nitraten und Oxalsäure sollten berücksichtigt werden

Rote Beete-Präparate

Die Inhaltsstoffe der gesunden Rübe gibt es mittlerweile auch als Kapsel oder Pulver zu kaufen. Sie bieten die Möglichkeit, Vitamine und Nährstoffe ohne das Risiko von Flecken, dem Aufwand der Zubereitung oder dem intensiven Geschmack der Knolle aufnehmen zu können. Die Wirksamkeit dieser Präparate sind bisher aber noch nicht ausreichend von unabhängigen Stellen getestet worden. Wer Vitaminmängel ausgleichen will, kann außerdem direkt zu entsprechenden Vitaminpräparaten greifen. Insofern ist es sinnvoll, die Einnahme von rote Beete-Präparaten im Voraus mit einem Arzt oder wenigstens einem Apotheker abzusprechen und Vor- sowie Nachteile zu erwägen.

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