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Apfelessig: 5 + 3 gesunde Wirkungen des Naturprodukts

Eigentlich ein uraltes Heil- und Hausmittel, erlebt Apfelessig seit einigen Jahren einen regelrechten Hype. Er soll die Gesundheit nicht nur fördern, sondern auch das Hautbild verschönern. Wie genau Apfelessig wirkt und wie du ihn richtig anwendest, erfährst du hier.


Ob bei Pickeln, Schuppen oder Darm-Beschwerden: Apfelessig soll der innerlichen und äußerlichen Gesundheit einen Schwung geben. Wir klären dich über die genauen Wirkungen des Naturprodukts auf.

Was genau Apfelessig ist

Alles Wissenswerte über Apfelessig

Essig entsteht aus fermentierten, alkoholhaltigen Früchten. Um also Apfelessig herzustellen, wird Apfelwein Essigsäurebakterien zugesetzt. Bleibt der Wein nun unverschlossen in einem warmen Raum, vergären die Bakterien den Alkohol zu Essigsäure. Und genau diese Säure ist bei dem Naturprodukt für einige der gesundheitsfördernden Wirkungen zuständig.

Apfelessig ist keine Erfindung der Neuzeit. Seit einigen Jahrtausenden nutzen Menschen das Naturprodukt zu medizinischen und kosmetischen Zwecken. Bereits im alten Babylon wurden Ärzte auch schlicht als "Essig- und Ölkundige" bezeichnet. Der mild schmeckende, säuerlich fruchtige Apfelessig ist darüber hinaus auch eine leckere Zutat in Salaten und Saucen.

Nährstoffe von Apfelessig

Besonders gesundheitsfördernd soll die im Apfelessig enthaltene Essigsäure sein. Im Handel angebotener Apfelessig hat einen Essigsäure-Anteil um die 6 Prozent. Daneben befinden sich in dem Essig wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium und Magnesium, aber auch Vitamine und Aminosäuren. Doch während in ganzen Äpfeln diese Nährwerte noch in großen Mengen enthalten sind, sind diese beim Essig verschwindend gering. Um also von den Nährwerten der Frucht zu profitieren, lohnt sich eher ein frisch gepresster Apfelsaft.

Dennoch wirkt Apfelessig auf vielfältige Weise auf deine Gesundheit. Wieso das so ist, erfährst du hier.

Apfelessig für Haut und Haare

Ob als Peeling, Tinktur, Wickel oder Gesichtswasser: Apfelessig lässt sich auf jedes Bedürfnis der Körperpflege anpassen. Genauso verschieden sind auch die Anwendungsgebiete des Naturprodukts. Es soll bei Schuppenflechten, Hautpilz, Akne und glanzlosem Haar helfen.

Gegen Pickel und Akne

Pickel und Akne mit Apfelessig bekämpfen

Wenn die Talgdrüsen der Gesichtshaut verstopft sind, bildet sich in diesen ein perfekter Nährboden für Bakterien und Keime. Aus zunächst nur kleinen Mitessern entstehen dann durch entzündliche Reaktionen Pickel und Akne.

Apfelessig soll die Poren von dem Talg befreien, dessen Produktion reduzieren und gleichzeitig die verursachenden Bakterien abtöten. Außerdem wird dem Naturprodukt eine regulierende Wirkung auf den eigenen pH-Wert nachgesagt.

Für eine Behandlung musst du nur etwas von dem Apfelessig auf ein Wattepad geben und auf die einzelnen Pickel verteilen. Diese Methode ist aber nur etwas für eine wenig sensible und fettige Haut. Ansonsten könnten die im Essig enthaltenen Säuren zu austrocknend wirken und die Haut reizen. Wenn das bei dir der Fall ist, solltest du den Apfelessig immer zunächst mit warmen Wasser verdünnen, ehe du ihn auf die betroffenen Stellen gibst.

Gegen Warzen

Auch unschöne und teilweise schmerzhafte Warzen können mithilfe einer Essig-Behandlung schnell verschwinden. Dabei werden die Warzen durch die Säuren ausgetrocknet und fallen ab. Zur Behandlung solltest du die betroffene Stelle zwei Mal täglich mit Apfelessig einreiben. Eine Alternative dazu wäre, den Essig auf ein Wattepad zu geben und mit einem Pflaster auf die Warze zu kleben. Dieses sollte dann täglich einmal morgens und abends ausgewechselt werden. Allerdings kann bei dieser Behandlung auch die umliegende Haut ausgetrocknet werden, was unter anderem bei zu langer Anwendung Ausschläge verursachen könnte. Daher solltest du vorher immer besser mit deinem Arzt sprechen.

Gegen Juckreiz

Auf Hautausschläge, Stiche oder Sonnenbrand kann die Haut schnell mit starkem Juckreiz reagieren. Dünn auf die betroffene Stelle aufgetragen, kann Apfelessig beruhigend und schmerzlindernd wirken. Zudem desinfiziert er die womöglich bereits aufgekratzte Stelle und hilft bei der Wundheilung.

Gegen Schweißgerüche

Besonders im Sommer kann starkes Schwitzen für die Betroffenen schnell unangenehm werden. Apfelessig lässt die Schweißdrüsen zusammenziehen und verringert somit die Schweißbildung. Er wirkt aber auch antibakteriell gegen die geruchsbildenden Bakterien und reguliert den pH-Wert der Haut. Somit wirkt Apfelessig auf verschiedene Weisen gegen eine starke Geruchs- und Schweißbildung. Für die Anwendung reibst du dich morgens und abends mit einem in Essig getränkten Waschlappen gründlich unter den Achseln ein. Erst am nächsten Morgen wäschst du das Naturprodukt von der Haut.

Für die Haare

Apfelessig für schönere haare

Apfelessig eignet sich nicht nur zur Pflege der Haut, auch geschädigtes Haar kann von ihm profitieren. So soll der Essig besonders die Kopfhaut pflegen. Essigsäure kann Rückstände von Shampoos oder Kuren vom Haar entfernen und geschädigte Schuppenschichten der Haare schließen. Diese Schicht umhüllt jedes einzelne Haar und schützt es vor Umwelteinflüssen. Sind diese Schuppenschichten beschädigt, ist das Haar stumpf und glanzlos. Apfelsäure kann diese Schicht schließen, wodurch Licht besser vom Haar reflektiert wird und es somit glänzender und farbintensiver wirkt.

Essigsäure pflegt aber noch auf eine ganz andere Weise. Sie reinigt die Talgdrüsen der Kopfhaut von angesammelten Resten und entfettet diese. Dadurch bilden sich weniger Schuppen und das Haar kann besser genährt werden.

Um dein Haar mit Apfelessig aufzuhellen, verdünnst du ihn 1:1 mit Wasser. Dann gibst du die Mischung auf dein Haar und lässt sie etwa eine Viertelstunde einwirken. Danach wäschst du dein Haar gründlich aus. Einen aufhellenden Effekt kannst du übrigens mit einem Schuss Zitronensaft noch verstärken. Damit sich dein Haar merkbar aufhellt, musst du die Behandlung mindestens einmal pro Woche über einen längeren Zeitraum wiederholen.

Für glänzenderes Haar und weniger Schuppen solltest du eine geringere Konzentration nehmen. Es reichen etwa 2 Esslöffel des Essigs auf einen Liter Wasser. Diese Mischung gibst du auf dein Haar und massierst sie gut in die Kopfhaut ein. Dadurch förderst du als netten Nebeneffekt noch zusätzlich die Durchblutung. Alternativ kannst du etwas Apfelessig in dein Shampoo geben. Übrigens ist die Wirkung am stärksten, wenn du ihn nicht sofort aus deinen Haaren spülst. Zunächst mag dein Haar unangenehm nach Essig riechen, aber keine Sorge – der Geruch wird nach wenigen Minuten verfliegen.

Apfelessig trinken: Gesunde Wirkungen

Apfelessig wird schon seit langer Zeit bei zahlreichen gesundheitlichen Beschwerden eingesetzt. Wie der Essig aber genau wirkt, ist nur wenig erforscht. Einige Studien geben zwar aufschlussreiche Erkenntnisse, fanden aber meistens in einem sehr kleinen Rahmen statt. Dennoch schwören viele auf die gesundheitlichen Vorteile von Apfelessig.

Zum Abnehmen

Besonders in Sachen Diät soll Apfelessig Wunder bewirken. Das Naturprodukt soll ein gesundes und schnelles Abnehmen unterstützten. Es konnte nachgewiesen werden, dass Apfelessig die Produktion der Verdauungssäfte anregt. Außerdem fördert er den Fluss des Speichels und der Magensäure.

Darüber hinaus soll das Naturprodukt regulierend auf den Blutzuckerspiegel wirken. Ist dieser in einem Gleichgewicht, stellt sich seltener Heißhunger ein und das Sättigungsgefühl hält länger. Erwähnenswert ist aber auch die verbesserte Mineralstoffaufnahme im Darm. Die organischen Säuren des Apfelessigs schaffen ein leicht saures Milieu im Dünndarm. Dieser ist für die Nährstoffaufnahme aus der Nahrung verantwortlich und kann dank einer säuerlichen Umgebung Nährstoffe wie etwa Eisen besser aufnehmen.

Apfelsäure kann so eine gesunde Diät unterstützen. Zurückzuführen ist der Hype um das Abnehm-Wunder Apfelessig übrigens auf eine Studie aus Japan. 150 Menschen wurden demnach in zwei Gruppen eingeteilt. Die eine Hälfte nahm über längere Zeit hinweg täglich Apfelessig zu sich. Nach drei Monaten hatte diese Gruppe im Durchschnitt deutlich mehr abgenommen und bessere Blutfettwerte als die Kontrollgruppe.

Wenn du nachhaltig und gesund abnehmen möchtest, ist eine Kombination aus gesunder Ernährung und Sport die effektivste Herangehensweise. Doch ob du dich nun fürs Surfen, Joggen oder Wandern entscheidest, ein Glas Wasser mit Apfelessig am Morgen kann dich deinem Ziel noch näher bringen.

Für eine gesunde Verdauung

Apfelessig für eine gesunde Verdauung

Besonders wohltuend ist Apfelessig für den Darm. Seine Essigsäure soll verhindern, dass sich Bakterien und Schadstoffe im Darm ansammeln – das ist allerdings noch nicht bewiesen. Was wir wissen: Das Naturprodukt hilft gegen Sodbrennen und kann bei einem Magensäuremangel das anhaltende Völlegefühl mindern.

Auch bei Verstopfung, Blähungen oder einem unangenehmen Blähbauch soll Apfelessig Abhilfe verschaffen. Ob das Naturprodukt tatsächlich im Stande ist, Fäulnisbakterien, Schadstoffe und Pilze im Darm zu bekämpfen, wissen wir noch nicht. Sicher ist aber, dass viele Anwender von positiven Erfahrungen berichten und es in keinem Fall schaden kann.

Bei einer Übersäuerung

Das mag sich vielleicht unlogisch anhören, doch Apfelessig soll tatsächlich gegen eine Übersäuerung helfen. Denn obwohl er sauer schmeckt, wirkt der Essig doch leicht basisch. Grund dafür sind seine Mineralstoffe. Denn während beim Stoffwechsel Essigsäure zu Kohlendioxid und Wasser wird, werden die anderen organischen Säuren für die Energiegewinnung genutzt. Übrig bleiben also nur noch die alkalisch wirkenden Mineralstoffe. Was eine Übersäuerung genau ist und was du dagegen tun kannst, erfährst du hier.

Nebenwirkungen von Apfelessig

Das natürliche, gesunde Produkt Apfelessig hat in erster Linie keine nennenswerten Nebenwirkungen. In der Regel ist er für jeden sehr gut verträglich. Aber wie bei jedem Naturprodukt gibt es auch hier Ausnahmen: Essig ist zum Beispiel für extrem sensible Haut äußerlich angewendet zu reizend. Ist er allerdings gut verdünnt, können auch diese Hauttypen davon profitieren.

Auch solltest du Apfelessig nicht als Mundspülung verwenden. Nicht umsonst gilt er als natürlicher Zahn-Aufheller: Die Säure greift den Zahnschmelz an und macht die Zähne so weißer. Leider ist der Zahn dadurch aber auch anfälliger für Karies und das Zahnfleisch angreifbarer. Aus diesem Grund solltest du das Naturprodukt auch nicht unverdünnt trinken.

Zuletzt gibt es auch noch nicht viele wissenschaftliche Belege für die heilenden Wirkungen des Apfelessigs. Die meisten Studien wurden an Tieren durchgeführt oder mit einer kleinen Anzahl an Probanden. Dennoch zeigen die Erfahrungen: Der Essig ist sehr wirksam und wird dir auf keinen Fall schaden können.

Apfelessig Kur

Eine Apfelessig-Kur in deinen Alltag zu integrieren ist nicht schwierig und gibt dir noch einen zusätzlichen Aufwach-Kick am Morgen. Es ist eigentlich egal, ob du den Essig morgens oder abends zu dir nimmst. Doch da er den Stoffwechsel ankurbelt, eignet er sich ideal für vor dem Frühstück.

Nimm das Naturprodukt immer etwa 15 Minuten vor der nächsten Mahlzeit zu dir. Außer du leidest an Sodbrennen, dann empfiehlt sich das Getränk erst nach dem Essen. Da das Zahnschmelz auf Dauer unter der Kur leiden kann, solltest du deinen Mund danach kurz mit Wasser ausspülen und erst nach einer halben Stunde deine Zähne putzen.

Verdünne zwei Teelöffel Apfelessig in einem Glas lauwarmen Wasser. Da es sich um Essig handelt, ist der Geschmack sicher nicht für jeden etwas. Wenn er auch dir zu intensiv ist, kannst du noch einen Teelöffel Honig hinzufügen. Übrigens schmeckt der Essig auch lecker im Smoothie. Eine Kur zum Beispiel zur Förderung deines Darms sollte etwa sechs bis acht Wochen dauern. Besprich diese Maßnahmen aber lieber vorher mit deinem Arzt ab.

Apfelessig kaufen

Du findest Apfelessig im herkömmlichen Supermarkt, im Reformhaus oder im Naturkostladen. Egal wo du den Essig kaufst, achte vor allem auf eine gute Qualität. Ist das Naturprodukt mit einem Bio-Siegel ausgezeichnet, wurden bei dem Anbau der Äpfel keine Pestizide verwendet. Da der komplette Apfel mitsamt Schale zu einem Saft weiterverarbeitet wird, spielt die Qualität der Früchte eine große Rolle.

Außerdem sollte das Produkt schonend hergestellt sein. Bei großer Hitzezufuhr können wichtige Nährstoffe zerstört werden, bei der Herstellung sollte also keine sogenannte "Destillation" stattfinden. Am besten sind zudem naturtrübe Produkte.

Apfelessig selber machen

Apfelessig selbst machen: Ein Rezept

Du kannst natürlich auch selbst aktiv werden und deinen eigenen Essig herstellen. Das ist zwar nicht schwierig, aber enorm zeitaufwendig. Du wirst einige Monate warten müssen, bis dein erster eigener Apfelessig auf den Tisch kommt. Für das Rezept brauchst du: 1kg Äpfel, 100 Gramm Zucker, Wasser, Schraubgläser und Glasflaschen. Wenn du nach unserer Anleitung gehst, werden etwa zwei Liter Apfelessig herauskommen.

  1. Ob beim Bio-Bauern gekauft oder selbst geerntet: Verwende am besten frische und naturbelassene Früchte. Du brauchst etwa ein Kilo süße und reife Äpfel.
  2. Wasche die Früchte gründlich und entferne alle Faul- und Druckstellen. Dann entkernst du die Äpfel und schneidest sie klein.
  3. Gib die Früchte nun in eine große Schüssel und bedecke sie ausreichend mit kaltem Wasser.
  4. Streue nun den Zucker über die Masse und mische alles gut durch. Nun legst du nur noch ein Tuch über die Schüssel und stellst diese in den Keller oder Kühlschrank.
  5. Die Schüssel bleibt jetzt für eine Woche so stehen, alles was du tun musst, ist einmal am Tag das Apfelwasser umzurühren.
  6. Nach etwa sieben Tagen hat sich an der Oberfläche ein weißer Schaum gebildet. Das ist das Zeichen dafür, dass du das Wasser durch ein sauberes Tuch in eine andere Schüssel filtern kannst.
  7. Fülle das Apfelwasser in Schraubgläser und schütze es durch eine Abdeckung aus Gummiringen und Papiertüchern. Die Gläser stellst du nun an einem warmen Ort ab.
  8. Jetzt ist deine Geduld gefragt. Nach erst etwa 5-7 Wochen Gärungsprozess kann das Wasser in Flaschen umgefüllt werden.
  9. Und selbst das ist noch nicht alles: Sind die sieben Wochen rum, sollte der fast fertige Essig nochmal etwa acht Wochen an einem kühlen Ort reifen.
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