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Amaranth: 6 Wirkungen + 3 leckere Anwendungen des Superfoods

Amaranth – eines der Wunder-Cerealien aus den Anden. Das heute noch oft unterschätze Korn galt bei den Azteken und Inkas als Wundermittel gegen zahlreiche Krankheiten. Bei uns erfährst du, wie gesund Amaranth tatsächlich ist und wie du es am besten anwendest.


Wissenswertes über Amaranth

Amaranth: Das Superfood aus den Anden

Das in den Anden bereits seit Jahrtausenden kultivierte Amaranth wird noch heute oft unterschätzt, dabei sind die Heilwirkungen des Korns längst bewiesen. Die zu den Fuchsschanzgewächsen zählenden winzigen Samen des Superfoods wurden schon früher zu gesundheitlichen Zwecken benutzt. Vor allem, weil die Pflanze sehr anspruchslos ist und beinahe überall wachsen kann. Amaranth zählt zu einer der ältesten Kulturpflanzen der Welt und wurde das erste Mal in Süd- und Mittelamerika – vor allem in den Anden – kultiviert. Hier fand die Pflanze ihre Verwendung vor allem als Hauptnahrungsmittel und als Opfergabe für Götter.

Erst nachdem Spanien Süd- und Mittelamerika kolonialisierte, wurde der Anbau von Amaranth wegen seiner Heiligsprechung durch die Inkas und Azteken verboten und geriet dadurch beinahe in Vergessenheit. Heute ist das getreideähnliche Korn vor allem in Europa wieder auf dem Vormarsch und beliebt wie nie. Besonders auch deshalb, da sich aktuelle Studien immer mehr mit den heilenden Wirkungen der winzigen Samen beschäftigen.

Warum Amaranth ein Pseudo-Getreide

Amaranth ist eine sogenannte Pseudo-Getreideart, da es äußerlich stark normalem Getreide wie beispielsweise Weizen oder Gerste ähnelt. Tatsächlich aber zählt Amaranth nicht zu der botanischen Gruppe der Süßgräser. Sein großer Vorteil gegenüber üblichen Getreidesorten ist deshalb, dass es glutenfrei ist und sich daher hervorragend für Menschen mit Zöliakie oder anderen Glutenunverträglichkeiten eignet. Amaranth kann in der Küche auf verschiedene Weisen genutzt und zubereitet werden – es kann normales Getreide teilweise perfekt ersetzen.

Heute wird vermutet, dass sich durch vermehrte Gentechnik der Gluten-Anteil von Getreide und die

Das Pseudo-Getreide Amaranth

Struktur der in ihr befindlichen Eiweiße verändert hat. Immer mehr Menschen leiden deshalb an Glutenunverträglichkeit oder beschweren sich im Laufe ihres Lebens mindestens einmal über ähnliche Symptome wie Verdauungsstörungen, Blähungen oder Kopfschmerzen. Amaranth und andere Cerealien aus den Anden sind dagegen meist naturbelassen und kaum bis gar nicht gentechnisch verändert. Daher wird Amaranth immer wertvoller für eine ausgewogene und gesunde Ernährung und bietet eine gute Alternative zu glutenhaltigen Lebensmitteln – nicht nur für Menschen mit Unverträglichkeiten.

Inhaltsstoffe von Amaranth

Amaranth ist besonders reich an gesunden und lebensnotwenigen Nährstoffen. Dabei können nicht nur die Samen selbst verzehrt werden, auch die Blätter der Pflanze stecken voller Vitamine, wertvoller Mineralstoffe und essenzieller Aminosäuren. Geschmacklich ähneln die Blätter Rucola und anderem Blattgemüse, meistens wegen ihrer leicht bitteren Note.

Es gibt keine Getreide-Sorte, die so reich an Eisen, Calcium, Magnesium oder Kalium ist wie das Pseudo-Getreide Amaranth. Außerdem ist es generell fettarm, besitzt dabei aber fast ausschließlich ungesättigte und deshalb gesunde Fettsäuren wie zum Beispiel Omega 6.

Amaranth ist ähnlich wie herkömmliches Getreide wegen seines hohen Kohlenhydraten-Anteils sehr sättigend, dennoch enthält es deutlich weniger Glucose als bekannte Getreidesorten. Zudem ist Amaranth auch reich an Ballaststoffen, Lecithin, den Vitaminen E, B1, B2 und B9, sowie diversen Mineralstoffen. Besonders wichtige Inhaltsstoffe von Amaranth sind die essenziellen Aminosäuren, die vom Körper selbst nicht hergestellt werden können und zwingend über die Nahrung aufgenommen werden müssen.

Besonders das im Amaranth reichlich enthaltene Lysin trägt maßgeblich zu den heilenden Wirkungen des Pseudo-Getreides bei. Lysin gehört zu den essenziellen Aminosäuren, die der menschliche Körper nicht selbst herstellen kann.

Der hohe Proteingehalt von circa 16 Prozent macht Amaranth darüber hinaus zu einer wichtigen

Amaranth steckt voller gesunder Inhaltsstoffe

Eiweiß-Quelle. Keine Getreidesorte weist einen so hohen Anteil an Proteinen auf wie Amaranth.

Deshalb ist es nicht nur ideal für Veganer und Vegetarier, die auf tierisches Protein verzichten. Amaranth ist auch das ideale Lebensmittel für Leistungssportler und Läufer, welche einerseits ihren Muskelaufbau fördern und gleichzeitig die Fettverbrennung ankurbeln wollen. Darüber hinaus liefert Amaranth hier auch wertvolle und essenzielle Nährstoffe und Vitamine, die Leistungssportler für mehr Power und eine gesunde Ernährung brauchen.

Nährwerte Pro 100 Gramm
Kalorien 370 kcal
Eiweiß 15-18 g
Fett 10 g
Kohlenhydrate 60 g
Vitamin B1 0,8 mg
Vitamin B2 0,2 mg
Vitamin B3 1,1 mg
Eisen 10 mg
Kalium 485 mg
Calcium 212-250 mg
Magnesium 308-330 mg

Wirkungen von Amaranth

Schon die Azteken und Inkas wussten um die heilenden Kräfte des Amaranths Bescheid und verehrten mitunter deshalb diese getreideähnliche Art als Nahrung der Götter. Tatsächlich belegten in der jüngeren Vergangenheit immer mehr Studien die positiven Wirkungen der Samen auf den menschlichen Organismus.

Nachweislich besonders effektiv zeigt sich Amaranth gegen Durchfall, Fieber, Kopfschmerzen, Menstruationsbeschwerden und Schlafstörungen. Amaranth kann den Bluthochdruck senken und gegen Blutarmut und Eisenmangel helfen.

Bei Magen-Darm-Erkrankungen und Gluten-Allergien

Häufig leiden Menschen, die eigentlich keine Zöliakie haben, unter ähnlichen Symptomen einer Glutenunverträglichkeit. Diese sind denen eines Reizdarm-Syndroms gar nicht unähnlichen und äußern sich oft in Übelkeit, Kopfschmerzen, Blähungen, Völlegefühl und depressiven Verstimmungen. Amaranth wirkt sich im Gegensatz zu normalem Getreide beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt aus und kann bei regelmäßigem Verzehr unangenehme Beschwerden wie Verdauungsprobleme, Blähungen oder Sodbrennen mildern.

Auch die im Amaranth enthaltenen Kohlenhydrate sind gut verwertbar, die vielen Ballaststoffe wirken sich zusätzlich positiv auf die Darmgesundheit aus. Die hohe Verträglichkeit der Amaranth-Inhaltstoffe lassen sich häufig durch die Qualität der Samen erklären: Selten ist Amaranth gentechnisch verändert und zu kaufen ist das Korn häufig nur in Bio-Qualität zum Beispiel in Reformhäusern.

Für Menschen mit Zöliakie ist Amaranth die perfekte Alternative zu glutenhaltigem Getreide. Es kann in der Küche auf die selbe Weise verarbeitet werden und damit zwar nicht das Krankheitsbild bessern, aber das Leben ein wenig einfacher machen.

Für gesunde Knochen & schöne Haut

Schönere Haut durch Amaranth

Das im Amaranth zu großen Teilen vorkommende Lysin gehört zur Gruppe der essenziellen Aminosäuren und muss zwingend über die Nahrung aufgenommen werden, da unser Körper diese nicht selbst herstellen kann. Lysin spielt eine wichtige Rolle beim Energiestoffwechsel und der Fettverbrennung. Außerdem spielt die Aminosäure eine Schlüsselrolle beim Knochenwachstum, der Wundheilung und der Zellteilung. Der regelmäßige Verzehr von Amaranth stärkt langfristig die Knochen und erleichtert dem Körper zusätzlich die Bildung von Kollagen.

Amaranth sorgt so nicht nur für gesunde Knochen und ein schönes und junges Hautbild – es ist vor allem in der Schwangerschaft gut für das Embryo, da es den Körper bei der Zellteilung unterstützt und das Knochenwachstum fördert. Teilweise wird Amaranth auch eine Anti-Cellulite-Wirkung nachgesagt, da das in ihm enthaltene Lysin maßgeblich zum Aufbau von Kollagen und somit von Bindegewebe beiträgt.

Bei Krebs

Auch gegen Krebs verspricht die Aminosäure eine heilende Wirkung. Wissenschaftliche Studien legen nahe, dass das im Amaranth enthaltene Lysin die Bildung von Metastasen verlangsamen oder sogar stoppen kann. Verantwortlich dafür ist die entzündungshemmende Wirkung von Amaranth: Die Entzündungsreaktion des Körpers geht zurück und der Körper kann besser heilen. Zudem stärkt Lysin nachweislich das Immunsystem und kann deshalb für einen angenehmeren Krankheits-Verlauf sorgen.

Zum Abnehmen

Auch zur Gewichtsreduktion eignet sich Amaranth hervorragend und kann bedenkenlos statt kohlenhydratreichem Getreide serviert werden. Es enthält weniger Kohlenhydrate als übliche Getreidesorten, dafür umso mehr Proteine. Das sorgt nicht nur für weniger Zucker im Blutkreislauf, sondern kurbelt gleichzeitig die Fettverbrennung an und fördert das Muskelwachstum. Außerdem sorgen die Ballaststoffe und komplexen Kohlenhydrate für eine langanhaltende Sättigung und einen stabil bleibenden Blutzuckerspiegel. Das wiederrum verhindert Heißhungerattacken und macht das Abnehmen für viele Menschen leichter.

Das Besondere am Amaranth: Es müssen keine neuen Gerichte her – stattdessen kannst du dein übliches Getreide ganz einfach durch Amaranth ersetzen.

Gegen Depressionen

Amaranth hilft gegen Depressionen

Bereits bekannt und wissenschaftlich belegt ist, dass ein Zusammenhang zwischen Ernährung und Depressionen besteht. Generell fördert eine schlechte und unausgewogene Ernährung neurologische Erkrankungen. Vor allem viel Fleisch, Zucker oder verarbeitete Lebensmittel können eine depressive Verstimmung ankurbeln. Neu ist jedoch der Befund, dass Amaranth dem effektiv entgegenwirken und Depressionen sogar verhindern kann. Dafür ist die in den Samen häufig vorkommende Aminosäure L-Tryptophan verantwortlich. Diese Aminosäure ist der Grundstoff für das Glückshormon Serotonin und das Schlafhormon Melatonin.

Werden beide Hormone ausgeglichen und harmonisch produziert, sorgen sie für mehr Ausgeglichenheit, Konzentration, gute Laune und für besseren Schlaf. Das Ganze ist letztendlich ein Kreislauf des eigenen Befindens, wer besser schläft und gut gelaunt ist, ist auch motivierter und gegenüber Stress unempfindlicher. Das wiederrum löst Depressionen und beruhigt das Nervensystem.

Wenn du Amaranth gezielt wegen deiner Depressionen oder Verstimmung einsetzen möchtest, solltest du jedoch eine Sache beachten. Um den aufheiternden Effekt zu erzielen, solltest du Amaranth auf nüchternen Magen einnehmen. Am besten vermengst du dafür die Samen mit Wasser und rührst das Ganze so lange fein, bis es eine grießbrei-ähnliche Konsistenz besitzt. Alternativ dazu kannst du dir auch einen Tee aus getrockneten Amaranth-Blättern machen, den du für circa 5 bis 10 Minuten ziehen lässt.

Für Vegetarier und Veganer

Amaranth ist nicht nur reich an wertvollen Inhaltsstoffen – überdies eignet sich das getreideähnliche Korn vor allem für Veganer und Vegetarier. Besonders wegen seines hohen Eisen-Gehalts ist es wertvoll für Menschen, die auf Fleisch und andere tierische Produkte verzichten. Abgesehen davon kann Amaranth den täglichen Protein-Bedarf decken und ist deshalb auch für Sportler, die sich auf einer vegetarischen Basis ernähren, eine echte Leistungshilfe.

Anwendungen von Amaranth

Es gibt unzählige Möglichkeiten, Amaranth in den Küchen-Alltag zu integrieren und zu verarbeiten. Da es zu den sogenannten Pseudo-Getreiden gehört und diesen auch sehr ähnlich ist, kann Amaranth in gewisser Weise als Ersatz für herkömmliches Getreide genutzt werden. Das trifft jedoch nicht auf alle Gerichte zu, denn dem Amaranth fehlt die vorteilhafte Eigenschaft eines Bindemittels.

Auch wenn die meisten Amaranth-Produkte ohnehin in Bio-Qualität angeboten werden, solltest du trotzdem immer auf dieses Siegel achten. Denn nur in der entsprechenden Qualität können die positiven Wirkungen garantiert und eine Belastung durch Schadstoffe ausgeschlossen werden.

Grundsätzlich wirken sich die positiven Effekte auf jeden Menschen und alle Altersgruppen aus, dennoch sollten Kinder unter zwei Jahren nur in sehr geringen Mengen Amaranth zu sich nehmen. Das liegt an der geringen, aber dennoch vorkommenden Menge an Gerbstoffen, die sich negativ auf die Entwicklung von Kleinkindern auswirken könnte. Ab dem dritten Lebensjahr sollte Amaranth allerdings für jeden unbedenklich sein.

Amaranth-Blätter

Die Blätter der Amaranth-Pflanze

Die Blätter der Amaranth-Pflanze wurden vermutlich schon in der Steinzeit in Europa gegessen, denn auch sie sind nahrhaft und können wie anderes Blattgemüse zubereitet werden. Sie ähneln zwar stark der Zubereitung von Spinat, sind aber deutlich nitratärmer. In der Küche sollten idealerweise nur die jungen Blätter verwendet werden, diese sind im Gegensatz zu älteren Blättern sehr fein und wenig bitter. Am besten kochst du sie für circa zehn bis fünfzehn Minuten, danach können sie nach Belieben verwendet werden. Wenn dich auch dann der leicht bittere Geschmack stört (ähnlich dem Geschmack von Rucola), solltest du das Wasser einmal beim Kochen auswechseln. Dadurch gehen die Bitterstoffe aus dem Wasser direkt verloren und können sich nicht wieder an die Blätter heften.

Übrigens lassen sich aus den getrockneten Blättern der Amaranth-Pflanze auch wunderbar Tees zubereiten, die die gleichen Wirkungen erzielen. Unter Anderem hat der Tee einen positiven Effekt auf Entzündungen und Wunden im Mund- und Rachenbereich. Außerdem lindert er Mundgeruch und ergänzt optimal die Zahn- und Mundpflege.

Amaranth gepufft

Puff-Amaranth

Die gleiche Prozedur, die Mais zu Popcorn macht, kann auch auf Amaranth angewendet werden: Dafür gibst du so viele Amaranth-Samen in den Topf, dass sie den Boden gerade so bedecken. Danach musst du nur noch so viel Öl hinzugeben, dass alle Samen bedeckt sind. Wenn du möchtest, kannst du jetzt noch Zucker oder Salz hinzufügen, danach muss die Mischung nur noch erhitzt werden. Damit nichts anbrennt, solltest du den Topf immer wieder hin und her schieben. Nach und nach werden die Samen aufpoppen und können danach entweder als Snack gegessen oder zu Müsliriegel weiterverarbeitet werden.

Amaranth kochen

Schon zu Inka-Zeiten war es üblich, die gesamte Amaranth-Pflanze in Wasser zu kochen, klein zu stampfen und anschließend als Saft zu trinken. Damit versprachen sich die damaligen Ureinwohner Süd- und Mittelamerikas eine schnellere Heilung ihrer Wunden und eine Reinigung von Innen und Außen.

Auch heute eignet sich Amaranth wunderbar zum Kochen und ist ein leckerer Zusatz zu Suppen, Gemüsepfannen oder Aufläufen. Die vielfältige Pseudo-Getreideart kann aber auch in Müslis, Müsliriegel oder in Shakes verarbeitet werden.

Allerdings eignet sich Amaranth nicht als Ersatz für Getreide in Brotbackmischungen oder anderem Gebäck. Denn das in normalem Getreide vorkommende Gluten fungiert ähnlich wie ein Klebstoff – es ist ein Bindemittel, das die Backmischung perfekt zusammenhält. Dieser Klebstoff fehlt dem Amaranth. Wenn du es dennoch deiner Backmischung hinzufügen möchtest, solltest du das Amaranth unbedingt mit herkömmlichem Getreide oder anderen Bindemitteln mischen.

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