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Kombucha: 3 Tipps zur Zubereitung & 8 Wirkungen des Superfoods

In Asien sind die Heilwirkungen des Kombuchas schon lange bekannt. Auch hierzulande ist Kombucha mittlerweile ein beliebtes Erfrischungsgetränk. Wir klären dich über die Wirkungen und Herstellung des Teegetränks auf.


Was Kombucha ist

Was Kombucha ist

Kombucha ist ein vergorener Tee, der mithilfe eines Kombuchapilzes hergestellt wird. Der sogenannte Kombuchapilz, Teepilz oder in seiner wissenschaftlichen Bezeichnung Scoby sorgt während der alkoholischen Gärung des Getränks dafür, dass der Zucker in Ethanol beziehunsweise Kohlenstoffdioxid umgewandelt wird. Dadurch ist das Getränk leicht alkoholhaltig. Die Werte variieren zwischen 0,5 und 2 Prozent.

Der Kombuchapilz besteht aus einer Mischung an verschiedenen Essigsäurebakterien und Hefepilzen und erinnert in seiner Konsistenz an Gelatine. Im Tee bildet er sich an der Oberfläche des Getränks, wo er mit der Zeit immer dicker wird. Die Farbe des Pilzes hängt dabei von dem jeweiligen Tee ab und kann von rosa bis dunkelbraun und hellgrau reichen.

Kombuchapilz (Scoby) selber züchten

Kombuchapilz (Scoby) selber züchten

Den Kombuchapilz zur Herstellung des Teegetränks kann man sowohl im Internet kaufen als auch selber züchten. Das ist in der Regel mit wenig Aufwand verbunden. Für die Bildung eines Scobys braucht man einzig einen geschmacklosen Kombuchatee. Diesen gibt man in ein Gefäß mit einer großen Öffnung. Über diese legt man ein Baumwolltuch oder einen Kaffeefilter und befestigt alles mit einem Gummiband, so dass die Luft nur durch das Tuch oder den Filter in das Gefäß kommen kann. Nun lässt man den Tee circa zwei Wochen ruhen.

Nach der ersten Woche sollten sich so langsam erste Hefepilze bilden, die mit der Zeit zu einem großen Kombuchapilz zusammenwachsen. Bevor man diesen allerdings entnehmen kann, sollte er eine bestimmte Dicke von circa einem halben Zentimeter erreichen. Um neuen Kombucha zu gären, brüht man nun einfach eine gewünschte Menge eines beliebigen Tees auf, süßt diesen und gibt den Scoby dazu. Nach circa zwei Wochen sollte der Kombucha trinkbar sein.

Kombucha selber machen: Ein Rezept

Kombucha selber machen

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten Kombucha selbst herzustellen.So bevorzugen einige Menschen Schwarztee zur Herstellung von Kombucha, andere greifen lieber auf Grüntee oder Kräutertee zurück. Wiederum andere verwenden Früchtetee. Auch bei der Menge an Ansatzflüssigkeit, die man dem Tee beimischen sollte, scheiden sich die Geister. Wir klären dich über die richtige Herstellungsweise des Kombuchatees auf.

Für die Herstellung von Kombucha benötigst du nur vier Zutaten:

  • Zucker
  • Tee
  • Scoby
  • Ansatzflüssigkeit beziehungsweise Kombucha

Zuerst vermischt du circa einen Liter Tee mit vier Esslöffeln Zucker. Natürlich kannst du auch zuerst das Wasser mit dem Zucker mischen und erst später den Tee dazu geben. Traditionell wird Schwarztee verwendet. Du kannst aber auch zu Grüntee, Früchtetee und Kräutertee greifen. Den Tee lässt du nun auf Raumtemperatur abkühlen, bevor du 150 bis 250 Milliliter Ansatzflüssigkeit dazu gibst. Die Ansatzflüssigkeit bezeichnet einfach den geschmacklosen Kombucha, mit dem der Scoby gezüchtet wurde. Diese Flüssigkeit schüttest du bei den Tee und gibst den Scoby dazu.

Das Gefäß deckst du nun mit einem Baumwolltuch oder Kaffeefilter ab und befestigst alles mit einem Gummiband. Der Scoby muss atmen können und sollte deshalb nicht luftdicht verschlossen werden. Den Tee stellst du nun an einen dunklen Ort beispielsweise in den Keller. Nach einer Woche kannst du überprüfen, wie sich der Kombucha entwickelt. Mittlerweile sollten sich feine Fäden aus dem Pilz gebildet haben.

Die Gärdauer des Kombuchas kann variieren. Während es im Winter gerne mal 14 Tage braucht, bis aus dem Tee Kombucha entsteht, kann im Sommer bereits eine Woche reichen. Vor dem Verzehr des Getränks empfiehlt es sich, den Kombucha zu sieben, so dass eine klare Flüssigkeit entsteht und keine Teile des Scobys mehr in dem Getränk sind. Der Kombucha ist direkt verzehrfertig.

Zubereitung von Kombucha

Zubereitung von Kombucha

Damit die Gärung des Kombuchas reibungslos klappt, gibt es einiges zu beachten. Obwohl die Zubereitung mit nur wenig Aufwand verbunden ist, können einige Faktoren das Ergebnis beeinflussen. Wir stellen die einzelnen Faktoren vor.

Hygiene einhalten

Bei der Zubereitung von Kombucha ist es wichtig, auf ausreichend Hygiene zu achten. Das Gärgefäß sollte sauber und desinfiziert sein – ebenso wie alle anderen Flächen, mit denen der Scoby in Kontakt kommt. Verzichte dafür auf herkömmliche Reinigungsprodukte, sondern spüle das Gefäß mit kochendem Wasser aus. Darüberhinaus ist es wichtig, die Hände vor der Zubereitung gründlich zu waschen, so dass auch auf diesem Weg keine Bakterien in das Getränk kommen.

Wenn die Bakterien und Hefepilze des Kombuchapilzes mit anderen Bakterien in Berührung kommen, kann das die Qualität des Kombuchas erheblich beeinträchtigen oder sogar Schimmelbefall begünstigen. Die gesundheitsfördernde Wirkungen des Kombuchas gehen somit verloren und der Verzehr kann sogar schädlich sein.

Auf Metall verzichten

Bei der Zubereitung sollte man unbedingt darauf achten, dass der Scoby nicht mit Metall in Berührung kommt. Metall kann negativ auf den Kombuchapilz wirken und ihm schaden. Darum solltest du beim Umrühren und beim Sieben Holz- oder Plastikgeschirr verwenden. Auch das Gefäß in dem du deinen Kombucha gärst, sollte auf keinen Fall aus Metall bestehen. Besser ist es, auf ein Glasgefäß zurückzugreifen.

Lagerung des Kombuchas

Auch die Lagerung des Kombuchas hat erheblichen Einfluss auf die Qualität des Getränks. So spielen zum Beispiel die Temperatur und die Räumlichkeit eine erhebliche Rolle bei der Gärung des Kombuchas. Der Kombucha mag warme Temperaturen. Der Raum der Lagerung sollte darum eine Temperatur um die 23 Grad haben. Bei Temperaturen über diesem Wert geht die Gärung noch schneller vonstatten. Kühlere Temperaturen können der Gärprozess verzögern. Zu warme Temperaturen können dem Kombucha allerdings wieder schaden, da so die Mikroorganismen aus dem Gleichgewicht geraten können.

Ebenso spielt auch der Lagerort bei der Gärung des Kombuchas eine Rolle. Er sollte unbedingt von schädlichen Umwelteinflüssen wie Rauch und Dampf ferngehalten werden. Auch vor Insekten sollte er geschützt werden, indem ausreichend Abstand zu Pflanzen besteht. Lebensmittel können mitunter Schimmelbildung begünstigen. Auch hier sollte der Kombucha besser in einiger Entfernung gelagert werden.

Wirkungen von Kombucha

Wirkungen von Kombucha

Kombucha hat einige wirkungsvolle Inhaltsstoffe, die sich positiv auf die Gesundheit des Menschen auswirken können. Dabei variiert der Gehalt des Kombuchas je nach Zubereitungsart. So können sowohl die Teesorte als auch die Herkunft des Kombuchapilzes und die Zuckersorte die Nährwerte des Kombuchas beeinflussen.

Allgemein sind viele wertvolle Inhaltsstoffe in Kombucha zu finden. Darunter sind einige Bakterien- und Hefestämme, wichtige organische Säuren wie beispielsweise Glucuronsäure, Essigsäure und Milchsäure. Dazu kommen verschiedene Enzyme, die lebenswichtig sind, zahlreiche Mineralstoffe und Spurenelemente wie Zink, Eisen und Magnesium und wichtige Vitamine. Wir klären dich über die Wirkungen des Kombuchas auf.

Für eine gesunde Darmflora

Kombucha ist vor allem aufgrund seiner gesunden Wirkung auf die Darmflora bekannt. Er enthält wichtige Probiotika, die eine gesunde Darmflora unterstützen. Da diese sonst überwiegend in Joghurt und anderen Milchprodukten vorkommen, ist das Getränk vor allem für Veganer interessant, die auf Milchprodukte und andere tierische Lebensmittel verzichten.

Kombucha kann außerdem leicht abführend wirken. Grund dafür sind vor allem die enthaltene Essig- und Milchsäure. Ähnlich wie Flohsamen und Leinsamen kann Kombucha so eine gesunde Verdauung unterstützen und zu einer gesunden Lebensweise beitragen.

Zur Entgiftung des Körpers

Kombucha zur Entgiftung des Körpers

Kombucha soll zudem eine Entgiftung des Körpers unterstützen. So eignet sich das Getränk beispielsweise zur Unterstützung eines Detox’, bei dem Giftstoffe aus dem Körper transportiert werden sollen. Besonders die enthaltene Glucuronsäure soll diesen Prozess unterstützen. Wissenschaftler vermuten, dass die Säure in Entgiftungsvorgänge eingreifen kann. Sie wird unter anderem zur Therapie rheumatischer Erkrankungen eingesetzt.

Unter anderem kann Kombucha auch beim Abnehmen helfen und den Körper so von überflüssigen Pfunden befreien. Das Getränk kann für weniger Heißhunger sorgen und so eine gesunde Ernährung begünstigen. Hier erfährst du, wie du gesund abnehmen kannst. Das Getränk sollte mit seinen zehn Kalorien pro 100 Milliliter allerdings nicht übermäßig verzehrt werden. Wasser ist eine gesunde und kalorienärmere Alternative. Hier erfährst du, wie viel Wasser du täglich zu dir nehmen solltest.

Zur Stärkung des Immunsystems

Kombucha kann das Immunsystem stärken. Das liegt wiederum an seiner förderlichen Wirkung für die Darmgesundheit. Der Darm spielt für das Immunsystem eine essentielle Rolle. Darmbakterien sind unter anderem für eine gesunde Ausprägung des Immunsystems wichtig. Eine gesunde Darmflora mit ausreichend Darmbakterien kann das Immunsystem stärken, während eine unausgeglichene Darmflora das Immunsystem schwächen kann. Eine ausreichende Zufuhr von Probiotika über die Nahrung ist essentiell, um ein gesundes Gleichgewicht im Darm herzustellen. Kombucha kann hier neben Joghurt und anderen Milchprodukten eine gute Quelle von Probiotika sein.

Zudem soll Kombucha leicht antibakteriell wirken. Auch dies geht wieder auf den Gehalt von Essig- und Milchsäurebakterien zurück. Diese Wirkung kann das Immunsystem ebenfalls unterstützen, vor allem wenn bereits ein bakterieller Infekt vorliegt. Das enthaltene Vitamin C kann darüberhinaus antioxidativ im Körper wirken und vor freien Radikalen schützen, die die Zellen schädigen können. Diese werden beispielsweise aufgrund von übermäßiger UV-Strahlung und ähnlich schädlichen Unwelteinflüssen gebildet.

Wichtige B-Vitamine

Kombucha enthält wichtige B-Vitamine

Kombucha enthält zahlreiche Vitamine. Neben Vitamin C, D, E und K sind vor allem seine vielfältigen B-Vitamine zu nennen. Das Getränk enthält Vitamin B1, B2, B3, B6 und B12. Da der Körper nur wenige B-Vitamine speichern kann, müssen diese über eine ausgewogene Ernährung aufgenommen werden. Sie spielen im Körper vor allem bei Stoffwechselprozessen und zur Energiegewinnung eine entscheidende Rolle.

Ein Mangel an B-Vitaminen kann erhebliche Folge für die Haut, das Nervensystem, Herz und Kreislauf und viele andere Körperorgane haben. Da B-Vitamine vorwiegend in tierischen Produkten vorkommen, kann bei Vegetariern und Veganern ein Mangel entstehen, doch auch Menschen ohne Ernährungseinschränkungen können an einem Mangel an B-Vitaminen leiden. Kombucha kann hier eine gute Quelle sein und die tägliche Zufuhr von B-Vitaminen unterstützen.

Vorbeugend bei Arthritis

Kombucha kann vorbeugend bei Arthritis wirken. Der Körper kann die in ihm enthaltene Glucuronsäure in Glucosamin umwandeln, das unter anderem zur Behandlung von mittelschwerer Arthrose des Knies eingesetzt wird. Kombucha liefert ebenfalls wichtige Polysaccharide und Glucoproteine, die die Gelenke optimal unterstützen können.

Zur Krebsvorbeugung

Eine Studie fand heraus, dass sich mithilfe der in Kombucha enthaltenen Glucarsäure das Krebsrisiko senken lässt. So soll unter anderem ein Verzehr von Glucarsäure-haltigen Lebensmitteln zur Reduktion des Krebsrisikos beitragen. Zudem enthält Kombucha den sekundären Pflanzenstoff Polyphenol und Vitamin C. Diese Stoffe wirken antioxidativ und können so vor Zellschädigungen schützen. Das kann der Bildung von Krebszellen vorbeugen und so das Krebsrisiko vermindern.

Für mehr Energie

Kombucha für mehr Energie

Kombucha soll zudem für mehr Energie sorgen und eine aufmunternde Wirkung haben. Das liegt an dem Koffeingehalt des Schwarztees, der traditionell für die Zubereitung des Kombuchas verwendet wird. Zudem enthält Kombucha Eisen, das sich ebenfalls positiv auf das Energiegefühl auswirkt. Ähnlich wie bei Matcha und anderen Grünteesorten bleibt der aufmunternde Effekt konstant und über einen längeren Zeitraum erhalten – ganz im Gegensatz zu Kaffee, der schnell aber nur kurzfristig wirkt.

Für Veganer

Für Veganer ist Kombucha ein ideales Erfrischungsgetränk. Es versorgt den Körper nicht nur mit wichtigen Probiotika sondern auch mit wichtigen B-Vitaminen, die sich sonst hauptsächlich in tierischen Lebensmitteln befinden. Da Veganer auf tierische Lebensmittel wie Milch, Eier, Fleisch, Fisch und alle Lebensmittel, die diese Zutaten enthalten, verzichten, müssen sie ausreichend Vitamine und Mineralstoffe aus pflanzlichen Quellen aufnehmen.

Vor allem Probiotika können auf diese Weise nur schwer aufgenommen werden. Nur wenige pflanzliche Lebensmittel, die sich oft nur schwer in den täglichen Ernährungsplan integrieren lassen, können Probiotika liefern. Dazu zählt Kombucha, der beispielsweise neben Sauerkraut und Apfelessig eine gute Quelle an Probiotika für Veganer bilden kann.

Kombucha kaufen

Kombucha kaufen

Kombucha kann man mittlerweile in einigen gut sortierten Supermärkten und Drogeriemärkten erhalten. Dabei kann man sowohl den normalen Kombuchatee als auch eine Schorle mit Kombucha bekommen. Den Kombuchapilz oder Skoby bekommt man vorwiegend online. Hier gibt es verschiedene Anbieter, die die Pilze zum Kauf anbieten. Preislich liegen diese meist zwischen 8 und 15 Euro. Mitunter gibt es sogar Kombuchapilze in Bioqualität. Diese können preislich ein bisschen über dem Normpreis liegen.

Wer von den gesundheitsfördernden Wirkungen von Kombucha profitieren möchte, sollte sich das Teegetränk am besten selbst zubereiten. Industriell hergestellter Kombucha kann weniger Mikroorganismen enthalten, da diese bei der Haltbarmachung absterben können. Bei selbst hergestelltem Tee gehen diese in der Regel nicht verloren, da hier auf eine Konservierung verzichtet wird. Der Tee sollte darum auch schnellstmöglich verzehrt werden.

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