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Vitamin-C-Serum: 6 Wirkungen + 4 Tipps zu Anwendung und Kauf

Immer öfter begegnen uns in der Kosmetikindustrie neue Antifalten-Wunder und Schönheits-Booster. Besonders im Trend ist momentan das Vitamin-C-Serum. Was genau das eigentlich ist, wie es tatsächlich wirkt und die wichtigsten Tipps zur Anwendung erfährst du hier.


Was Vitamin-C-Seren bewirken

Deshalb sind Vitamin-C-Seren gut für die Haut

Sie sind momentan der Trend auf dem Anti-Aging-Markt und sollen nicht nur einen strahlenden Teint zaubern, sondern auch Wunderwaffen gegen Falten sein – die Vitamin-C-Seren. Was feststeht: Vitamin C ist ein lebenswichtiges Vitamin, das in natürlicher Form in vielen Gemüse- und Obstsorten vorkommt. Es stärkt nicht nur unser Immunsystem, es trägt auch zu einem ebenmäßigen und schönen Hautbild bei und gibt der Haut eine jugendliche Spannkraft.

Es ist essenziell für unsere Gesundheit, dass wir täglich genügend Vitamin C über die Ernährung zu uns nehmen. Während der Wirkstoff auch von außen zugeführt durchaus gesundheitsfördernd sein kann, ersetzt die Hautpflege mit Vitamin C jedoch nicht den täglichen Vitamin-C-Bedarf, den wir über die Ernährung aufnehmen müssen.

Das Vitamin C, das dir in Seren begegnet, wird synthetisch hergestellt und als Derivat bezeichnet. Im Idealfall handelt es sich um die sogenannte „reinste“ Form des Vitamins C – die Ascorbinsäure. Sie ist am gehaltvollsten und beinhaltet alle gesundheitsfördernden Wirkungen.

Vitamin-C-Serum vs. Creme

Vitamin C ist also eine wertvolle Bereicherung für die Hautpflege – wieso sind Seren aber effektiver als mit Vitamin C versetzte Cremes? Während Cremes – wie der Name schon sagt – cremig sind, besitzen Seren die Konsistenz eines wasserähnlichen Fluids. Der große Unterschied zwischen den beiden liegt also in der Konsistenz, die durch die Inhaltsstoffe bestimmt wird. Während ein Serum fast ausschließlich aus einer Zutat besteht, stecken in Cremes zahlreiche Wirkstoffe. Genau das macht das Vitamin-C-Serum auch so besonders und effektiv: Mindestens sieben und höchstens zwanzig Prozent eines guten Serums sollte aus Vitamin C bestehen.

Cremes sind für die tägliche Anwendung empfehlenswert, Seren sollten dagegen nur sparsam verwendet werden. Da sie sehr säurehaltig sind, sind diese Seren nicht für die tägliche Pflege-Routine geeignet.

Allerdings sollen sie auch gar nicht die tägliche Hautpflege ersetzen. Dein Vitamin-C-Serum ist nur eine prima Ergänzung zu deiner Tagespflege, die du trotzdem regelmäßig anwenden solltest. Es ist so gut wie unmöglich, dass in Cremes etwa so viel Vitamin C steckt wie in Seren. Deshalb geben nur Seren dir den wirkungsvollsten Frische-Kick und können dank ihrer Zusammensetzung am besten in deine Haut einziehen und von den Zellen aufgenommen werden.

Außerdem sind Vitamin-C-Seren für so ziemlichen jeden Hauttyp geeignet, nur sehr sensible Typen sollten wegen der hohen Säure-Konzentration vorsichtig mit dem Serum umgehen und es unbedingt sparsamer verwenden.

Wirkungen von Vitamin-C-Seren

Dass Vitamin C das Immunsystem stärkt und für viele Körperfunktionen unverzichtbar ist, ist sicher nichts Neues für dich. Dabei kann das Vitamin eine ganze Menge mehr. Es schützt die Zellen, bekämpft freie Radikale und macht die Haut strahlend schön. Und genau deshalb ist Vitamin C auch ein Wundermittel in der Kosmetik.

Strahlender Teint

Vitamin-C-Serum für einen strahlenden Teint

Vielleicht wird es das Erste sein, das sich an dir nach nur wenigen Anwendungen verändert: Deine Haut wirkt frischer, wacher und strahlender. Vitamin C bewirkt nämlich auf verschiedene Arten ein schönes Hautbild. Das große Plus: Es wirkt nicht nur oberflächlich so – deine Hautzellen sind tatsächlich besser vor Krankheiten und Keimen geschützt und können sich schneller regenerieren.

Müde und matt aussehende Haut kann von einer Übermenge an freien Radikalen herrühren. Und genau die bekämpft das Antioxidans Vitamin C besonders hartnäckig. Besonders Raucher und Menschen, die sich sehr intensiv UV-Strahlen aussetzen, brauchen das wertvolle Vitamin in großen Mengen.

Schützt vor Zellschäden

Freie Radikale können Zellen zerstören, Krebs verursachen und zu einer frühzeitigen Hautalterung führen. Dabei sind sie eigentlich ganz normal und entstehen in gewöhnlichen Stoffwechselprozessen. Das Problem mit freien Radikalen ist leider nur, dass wir sie mittlerweile zu häufig freisetzen – ganz besonders durch Rauchen, Alkoholkonsum, Stress, Luftverschmutzung und UV-Strahlen. Diese negativen Umwelteinflüsse führen dazu, dass wir mehr freie Radikale in unserem Körper haben als Antioxidantien – die sie problemlos bekämpfen könnten.

Der Radikalfänger Vitamin C schützt uns also vor allen negativen Auswirkungen, die freie Radikale mit sich bringen. Sie schützen unsere Zellen, wodurch deine Haut lebendiger aussieht.

Gerade UV-Strahlen können unsere Zellen dauerhaft schädigen und Krebs verursachen. Vitamin C verhindert nicht nur diese Prozesse, unter einer Sonnencreme aufgetragen, kann das Serum auch die Wirkung der Sonnencreme verstärken. Damit ist die Haut gleich doppelt geschützt. Und selbst wenn es doch zu einem Sonnenbrand kommt – das Serum kann die verletzte Haut beruhigen und sie bei der Regeneration unterstützten.

Gegen Falten

Vitamin-C-Seren beugen Falten vor

Dass Vitamin C aber vor allem als Anti-Aging-Wundermittel angepriesen wird, hat mehrere wirklich gute Gründe. Vitamin C spielt nämlich eine zentrale Rolle beim Aufbau und der Aufrechterhaltung von Kollagen. Zum einen hält Vitamin C freie Radikale auf und hindert sie so an der Schädigung von Kollagen. Zum anderen beteiligt sich Vitamin C auch aktiv am Aufbau von neuem Bindegewebe.

Kollagen ist ein Eiweiß, das für die Elastizität unseres Körpergewebes zuständig ist. Gemeinsam mit anderen Wirkstoffen bildet das Eiweiß ein Gerüst um unsere Zellen und hält so Spannkraft und Körperform aufrecht. Während junge Menschen noch von selbst ausreichend Kollagen bilden und keine Unterstützung von außen brauchen, ist der Aufbau bei älterer Haut deutlich schwächer. Ab dem 25. Lebensjahr verliert die Haut immer mehr an Spannkraft und wird dadurch anfälliger für Fältchen.

Vitamin-C-Seren können nachweislich den Aufbau von Kollagen fördern, sodass sich dieses wieder vermehrt bildet. So wird eine frühzeitige Hautalterung gehemmt. Gleichzeitig werden kleinere Fältchen geglättet. Denn Vitamin-C-Seren versorgen die Haut zusätzlich mit Feuchtigkeit und lassen sie leicht aufquellen, was wiederum Unebenheiten ausbügelt.

Gegen Augenringe

Erholt, frisch und strahlend aussehen – besonders mit Blick in den Spiegel am frühen Morgen würde das jeder gerne von sich behaupten. Vitamin C lässt die Haut nicht nur strahlen, es hellt parallel auch Augenringe auf und macht deine Augen wacher. Denn das Serum reguliert die Melanin-Bildung einerseits und kann andererseits Schwellungen abklingen lassen und sich ausgleichend auf irritierte Haut auswirken.

Gegen Unreinheiten

Auch wenn du noch keine Falten besitzt und auch Augenringe kein Thema für dich sind, kann deine Haut von einem Vitamin-C-Serum wahrlich profitieren. Denn das Wundermittel verschafft auch Abhilfe bei Akne, Mitessern und anderen Unreinheiten. Seine antioxidativen und entzündungshemmenden Wirkungen lindern Mikroentzündungen, wie sie zum Beispiel bei Akne auftreten. Außerdem sorgt das Serum für eine sichtbare Verkleinerung der Poren und hemmt so die Bildung weiterer Pickel.

Gegen Pigment- und Altersflecken

Pigment- und Altersflecken entstehen meist durch eine Störung des Melanin-Gehalts im Körper. Melanin ist dafür zuständig, unsere Haut zum Beispiel bei intensiver Sonneneinstrahlung dunkel zu färben, damit sie geschützt ist. Doch es kommt vor, dass an manchen Stellen zu viel oder zu wenig Melanin gebildet wird und das wiederum verursacht unschöne Flecken. Und hier kommt wieder Vitamin C ins Spiel: Studien konnten nachweisen, dass das Antioxidans einer übermäßigen Bildung von Melanin entgegenwirkt und somit Pigmentflecken keine Chance gibt.

Auch Altersflecken bekämpft Vitamin C auf zwei verschiedene Weisen: Zum einen natürlich durch die Regulierung von Melanin. Zum anderen aber auch, da das Vitamin vor UV-Strahlungen schützt und freie Radikale bekämpft. Und gerade diese Strahlungen sind verantwortlich dafür, dass unsere Haut im Alter immer mehr dunkle Stellen ausprägt.

Tipps zu Anwendung und Kauf

Wenn du die volle Wirkung mit deinem Vitamin-C-Serum erzielen möchtest, musst du unbedingt einige Dinge beachten – und das auch schon vor dem Kauf. Denn tatsächlich kannst du schon hier einiges falsch machen.

Das richtige Serum wählen

Das richtige Vitamin-C-Serum wählen

Seren sind dafür bekannt, dass sie mit einem bestimmten Wirkstoff sehr hoch dosiert sind – zumindest im Vergleich zu Cremes. Da der Wirkstoff in unserem Fall Vitamin C ist, bedeutet das ein extrem säurehaltiges Serum. Deshalb trifft hier der Leitspruch „Je mehr desto besser“ so gar nicht zu. Ganz im Gegenteil: die ideale Vitamin-C-Konzentration bei Seren liegt zwischen 15 und 20 Prozent. Überschreitet das Serum diesen Gehalt, kann sich das nachteilig auf die Haut auswirken. Seine Säure kann Rötungen verursachen und die Haut irritieren, anstatt sie zu beruhigen.

Greife lieber zu Seren, die schwach dosiert sind, dafür aber andere wertvolle Inhaltsstoffe aufweisen. Denn selbst ein Serum mit nur sieben Prozent Vitamin C kann seine volle Wirkung entfalten, solange es mit Inhaltsstoffen kombiniert ist, die die Aufnahme von Vitamin C in die Haut fördern.

Vitamin C ist nicht gleich Vitamin C. Es gibt unterschiedliche Vitamin-Derivate, die in Kosmetik verwendet werden. Die reinste und wirkungsvollste Form ist aber die Ascorbinsäure. Leider wird diese nur relativ selten in Seren verwendet, denn sie ist sehr reaktionsfreudig und zerfällt daher schnell. Stattdessen wendet die Industrie also Derivate an, die nur halb so effektiv, dafür aber stabiler sind. Achte deshalb beim Kauf auf folgende Bezeichnungen: Ascorbinsäure und L-Ascorbinsäure.

Wenn du ein lang haltbares Serum kaufen möchtest, solltest du auch auf die Art des Produktes achten. Pumpspender sind in der Regel immer sinnvoller als Pipetten. Und das aus einem einfachen Grund: Pipetten pumpen sehr schnell Luft in das Gläschen, während Pumpspender luftdicht sind. Und Sauerstoff reagiert mit den Inhaltsstoffen und fördert ein Keimwachstum.

Wertvolle Zusätze in Vitamin-C-Seren

Besonders reichhaltig macht ein Vitamin-C-Serum, wenn es noch mit anderen gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen versehen wurde. Andere Vitamine, wie etwas Vitamin E oder A bieten einen zusätzlichen Schutz vor Umwelteinflüssen. Während Vitamin E ebenfalls als Wundermittel gegen Falten gilt, verfeinert Vitamin A – oder Retinol – das Erscheinungsbild, macht die Haut geschmeidiger und unterstützt Vitamin C im Kampf gegen Pigmentflecken.

Dann gibt es noch Ferulasäure. Die für ein leicht saures Milieu sorgende Säure unterstützt die Haut bei der Aufnahme von Vitamin C. Aber auch Hyaluronsäure ist eine wertvolle Beigabe in Seren: Sie spendet enorm viel Feuchtigkeit, bügelt kleine Fältchen aus und macht die Haut geschmeidig.

Nicht täglich anwenden

Im Gegensatz zu deiner Gesichtscreme solltest du Vitamin-C-Seren besser nicht täglich anwenden. Der hohe Säuregehalt könnte sonst womöglich deine Haut reizen. Statt dein Hautbild zu verschönern, könnte deine Haut also unter der Behandlung leiden. Das gilt besonders für Menschen mit einer sehr sensiblen Haut oder Problemhaut.

Du kannst aber auch einige Tropfen des Serum in deine normale Gesichtscreme mischen und diese dann wie gewohnt täglich auftragen. Die anderen Wirkstoffe können die Säure mitunter etwas neutralisieren, so dass diese die Haut nicht mehr so stark angreifen kann.

Richtig auftragen

Vitamin-C-Serum richtig auftragen

Bevor du das Serum aufträgst, solltest du dein Gesicht, Hals und Dekolletee unbedingt gründlich reinigen. Deine ideale Pflege-Routine sollte ein mildes Gesichtswasser und ein sanftes Peeling beinhalten, mit dem du die Haut einerseits reinigst und gleichzeitig von abgestorbenen Hautschüppchen befreist.

Grundsätzlich solltest du das Serum in keinem Fall öfter als einmal am Tag anwenden, denn auch eine Überpflege kann die Haut schnell reizen. Stattdessen trägst du dein Vitamin-C-Serum lieber morgens oder abends auf die noch leicht feuchte Haut auf. Da jedes Serum sehr ergiebig ist, reichen etwa zwei bis drei Tropfen. Massiere die wenigen Tropfen mit kreisenden und leicht drückenden Bewegungen in die Haut ein, das fördert zusätzlich die Durchblutung. Außerdem verteilst du mit dieser Methode das schnell einziehende Serum perfekt auf dem ganzen Gesicht.

Um deine Pflege dann noch zu optimieren, kannst du über dem bereits eingezogenen Serum deine gewohnte Feuchtigkeitscreme auftragen. Besonders empfehlenswert sind Cremes mit einem hohen UV-Schutz, das verstärkt die Wirkung der Antioxidantien und schützt deine Haut.

Vitamin-C-Serum selbst machen

Wer nicht allzu tief in die Tasche greifen möchte, kann sich sein Serum auch ganz einfach und schnell zuhause selbst herstellen. Für das Rezept brauchst du nur folgende Dinge: Vitamin-C-Pulver, eine Basissubstanz wie zum Beispiel Wasser, Messlöffel, Trichter und entweder eine Pipetten- oder eine Sprühflasche.

Nun kommt es ganz darauf an, wie hoch konzentriert du dein Serum haben möchtest. Bei einer normalen Haut sind etwa 10 Prozent Vitamin C angebracht. Wer eine sensible Haut hat sollte natürlich etwas weniger nehmen. Bei 10 Prozent Vitamin-C-Anteil sollte das Verhältnis mit der Basissubstanz Wasser dementsprechend 1:10 sein. Sobald du die gewünschte Menge abgemessen hast, vermischst du das Pulver mit dem Wasser und schüttelst das Ganze etwa zwei Minuten lang gut durch. Das Pulver sollte sich vollständig aufgelöst haben und das Gemisch sollte durchsichtig und klar sein.

So schnell ist das Serum fertig, du kannst es jetzt je nach Vorliebe noch mit anderen Ölen oder Wirkstoffen mischen. Wenn das Vitamin-C-Serum auf der Haut brennt oder Rötungen hinterlässt, kannst du es noch ein wenig mit Wasser verdünnen, bis es sich angenehm anfühlt.

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