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Pickel: 4 Dos & 4 Don’ts zur Behandlung

Wohl jeder hatte im Laufe seines Lebens schon einmal mit ihnen zu kämpfen: Pickel. Die lästigen Entzündungen sehen nicht nur unschön aus, sondern können auch schmerzhaft sein. Dabei sind nicht nur Jugendliche, sondern auch Erwachsene betroffen. Wir erklären dir, wie ein Pickel entsteht und was du gegen die Entzündung tun kannst.


Die Entstehung von Pickeln hat vielfältige Ursachen. Die unschönen Entzündungen können an zahlreichen Körperstellen auftreten und dabei mitunter sogar schmerzhaft sein. Im Folgenden erfährst du die Ursachen der Entstehung und wie du Pickel erfolgreich loswirst.

Wie Pickel entstehen

Wie Pickel entstehen

Pickel bezeichnen umgangssprachlich Papeln, Knötchen, Pusteln und Eiterbläschen. So vielfältig wie die Namen der Entzündung sind, so vielfältig können auch die Ausprägungen der Pickel sein. Während einige Menschen kaum je einen Pickel bekommen, haben andere ein ganzes Gesicht voll davon.

Dabei haben Menschen mit unreiner Haut noch immer mit Vorurteilen zu kämpfen, denn oft werden Pickel mit mangelnder Hygiene assoziiert. Dies ist aber nur selten der Fall. Oft ist unreine Haut genetisch oder hormonell bedingt. Die Betroffenen können für ihre Hautunreinheiten in den meisten Fällen nichts. Einzig die richtige Hautpflege und in schweren Fällen eine Akne-Behandlung kann hier für ein bisschen Besserung sorgen.

Pickel sind häufig die Folge kleinster Mikrokomedonen in der Haut, die mit bloßem Auge gar nicht sichtbar sind. Fast jede Haut ist von diesen betroffen, doch bei unreiner und fettiger Haut können sich diese zu sichtbaren Hautunreinheiten entwickeln – und zwar in Form von Pusteln, Papeln und Mitessern. Das geschieht folgendermaßen: Mikrokomedonen bezeichnen kleinste Mitesser in der Haut, die durch eine Vermehrung hornbildender Zellen entstehen. Häufig liegt eine Hyperkeratose vor, bei der die Haut stark verhornt ist, so dass der Talg nur schwer aus der Pore hinausfließen kann. Liegt gleichzeitig eine Seborrhö vor, eine erhöhte Talgproduktion, kann die Pore verstopfen. Ein Mitesser beziehungsweise Komedon entsteht.

Ein Komedon bildet den optimalen Nährboden für das Bakterium Propionibacterium acnes, das für die meisten Hautunreinheiten verantwortlich ist. Es kann sich in der Pore vermehren und dort für eine Entzündung sorgen, die die Haut rötet und sich in den typischen Papeln und Pusteln äußert.

Verschiedene Faktoren können den Zustand der Haut beeinflussen. Dazu zählen beispielsweise Hormonveränderungen und Umwelteinflüsse. Diese Faktoren können die Talgproduktion der Haut fördern und somit die Bildung lästiger Pickel begünstigen. Vor allem die männlichen Sexualhormone, die sogenannten Androgene, können im Übermaß dein Hautbild negativ beeinflussen und sowohl die Bildung von Hornzellen als auch die Talgproduktion fördern und so zu einer vermehrten Bildung von Pickeln führen.

Was Pickel über deine Gesundheit aussagen

Pickel können nahezu überall am Körper auftreten. Auch im Gesicht gedeihen sie an den unterschiedlichen Stellen. Was nur die Wenigsten wissen: Die Stelle deiner Pickel sagt einiges über deine Gesundheit aus. Vielleicht ist dir schon einmal aufgefallen, dass du Pickel vorwiegend an Kinn, Nase oder Stirn hast. Jeder Bereich hat andere Ursachen. Wenn du die unschönen Pusteln also erfolgreich bekämpfen möchtest, solltest du mit der Ursache anfangen.

Pickel am Kinn: Wenn du vorwiegend Pickel an deinem Kinn hast, sind wahrscheinlich Hormonschwankungen der Grund für deine unreine Haut. So treten Pusteln am Kinn auch häufig kurz vor der Menstruation auf. Doch auch Fingerkontakt kann die Ursache für lästige Pickel am Kinn sein. Wahrscheinlich stützt du dich oft und teilweise unbewusst mit deinem Kinn auf der Hand ab. Bakterien können so leicht auf die Haut am Kinn gelangen und für Hautunreinheiten sorgen.

Pickel im Kieferbereich: Pickel im Kieferbereich gehen häufig auf eine schlechte Ernährung zurück. Wenn du dich vorwiegend von fettigem Fast Food, süßen Backwaren und Softdrinks ernährst, hast du wahrscheinlich vermehrt mit Pickeln im Kieferbereich zu kämpfen. Eine gesunde Ernährung kann deine Darmflora wieder ins Gleichgewicht bringen und deine Hautunreinheiten im Kieferbereich abklingen lassen. Hilfreich ist ebenfalls, auf Milchprodukte zu verzichten, die die Bildung von Hautunreinheiten nachweislich fördern können.

Pickel im Mundbereich: Auch wenn du häufig unter Pickeln im Mundbereich leidest, ist eine schlechte Ernährungsweise wahrscheinlich der Auslöser. Greifst du oft zu fettigem Essen, kann das Fett auf die Haut um deinen Mund gelangen und dort die Poren verstopfen. Zudem solltest du dich auf Unverträglichkeiten testen lassen, die ebenfalls Auslöser für Pickel im Mundbereich sein können. Zudem kann es sich hier auch um eine Kontaktakne handeln. Fluor in Zahnpasta ist ebenfalls ein Grund für Pusteln und Mitesser im Mundbereich.

Pickel in der T-Zone: Pickel in der T-Zone werden häufig durch Stress und einen hohen Blutdruck ausgelöst. Obwohl Mitesser hier besonders häufig auftreten, kommt es nur selten zur Ausbildung von Pickeln. Leidest du dennoch häufig unter Pickeln in der T-Zone, solltest du deinen Alltag ein wenig entschleunigen und für Entspannung sorgen. Vermehrter Alkoholkonsum kann Pickel in der T-Zone ebenfalls begünstigen.

Pickel auf der Stirn: Auf der Stirn entstehen Pickel häufig dann, wenn du dir oft an die Stirn fasst. So übertragen sich Bakterien von deiner Hand auf die Haut an der Stirn und können hier Hautunreinheiten auslösen. Vor allem wenn du deinen Kopf häufig mit den Händen abstützt, können hier Pickel entstehen. Treten deine Hautunreinheiten überwiegend am Haaransatz auf, können auch deine Haarpflege-Produkte Schuld an deinen Hautunreinheiten sein.

Pickel im Wangenbereich: Im Wangenbereich treten Pickel häufig bei hormonellen Störungen auf. Wenn du überwiegend und viele Pusteln im Wangenbereich hast, sind deine Hormone vielleicht aus dem Gleichgewicht geraten. Hier lohnt sich mitunter ein Besuch beim Arzt, der mit einem Bluttest deinen Hormonspiegel untersuchen und etwaige Störungen feststellen kann.

Pickel am Rücken: Pickel am Rücken und allgemein am Körper gehen häufig auf das Tragen luftundurchlässiger und zu enger Kleidung zurück. Das sorgt dafür, dass die Haut weniger gut atmen kann und vermehrt schwitzt. So können sich Bakterien optimal ernähren. Auch eine schlechte Ernährung kann Pusteln und Papeln auf deinem Rücken begünstigen.

Was gegen Pickel hilft

Was gegen Pickel hilft

Obwohl Pickel meist nur für einige Tage, selten ein bis zwei Wochen bleiben und sich dann von selbst austrocknen, kannst du den Heilungsprozess mit einigen Tricks beschleunigen. Bei schwerer Akne solltest du deine Haut jedoch besser in Ruhe lassen und einem Arzt oder einer Kosmetikerin die Behandlung überlassen.

Pickel kühlen

Wenn du die Entzündung kurzfristig abklingen lassen möchtest, kannst du den Pickel vorsichtig kühlen. Achte dabei jedoch darauf, dass du die umliegende Haut nicht reizt. Lege ein Baumwolltuch um einen Kühlakku oder ein paar Eiswürfel, so dass du deine Haut vor der Kälte schützt. Diese sorgt dafür, dass die Schwellung ein wenig zurückgeht und kann gegebenenfalls Schmerzen lindern.

Anti-Pickel-Creme verwenden

Auf dem Markt finden sich unzählige Anti-Pickel-Cremes und -Gele, die bei akuten Hautunreinheiten Abhilfe schaffen können. In ihnen stecken meist antibakterielle Wirkstoffe, die den Pickel austrocknen und so schneller abheilen lassen. Dabei solltest du die Creme nur lokal anwenden und niemals im ganzen Gesicht verteilen. Das kann deine Haut austrocknen und reizen. So entstehen mitunter sogar weitere Pusteln. Trägst du die Creme dagegen gezielt auf den Pickel auf, kann er innerhalb weniger Tage und sogar Stunden abklingen. Anti-Pickel-Creme kannst du sowohl im Einzelhandel als auch in Apotheken und online erhalten.

  • Salicylsäure: Salicylsäure ist eines der bekanntesten Anti-Pickel-Mittel. Sie gehört zu den Beta-Hydroxysäuren – kurz BHA – und entfernt sanft abgestorbene Hautschüppchen. Das sorgt dafür, dass die Poren weniger verstopfen. Gleichzeitig kann sie die Talgproduktion regulieren. So kann sich die Haut schneller regenerieren. Darüber hinaus wirkt Salicylsäure entzündungshemmend und antibakteriell.
  • Benzoylperoxid (BPO): Auch Benzoylperoxid – kurz BPO – wird gerne gegen Pickel angewendet. Es wirkt antibakteriell und kann Pickel und Mitesser gezielt austrocknen. So kann die Abheilung unschöner Pusteln und Papeln beschleunigt werden. In der Schwangerschaft solltest du allerdings auf den Wirkstoff verzichten.
  • Retinoide: Retinoide kommen vor allem zur Behandlung von Akne zum Einsatz. Sie bezeichnen eine Form von Vitamin A, die die Zellkommunikation fördern kann und so die Zellerneuerung ankurbelt. Pickel heilen so schneller ab. Allerdings muss das Mittel vom Arzt verschrieben werden.
  • Zink: Zink ist sowohl zur innerlichen als auch zur äußerlichen Behandlung von Akne ein hervorragender Wirkstoff. Als Anti-Pickel-Creme kommt vor allem Zinksalbe infrage, die den Pickel austrocknen und die Wundheilung fördern kann. Zudem wird ihr eine antiseptische Wirkung nachgesagt. Sie geht somit gegen entzündungsauslösende Bakterien vor.
  • Schwefel: Was erst einmal komisch klingen mag, ist jedoch durchaus wirksam: Schwefel gegen Pickel. Der Stoff – auch Sulfur genannt – kommt in zahlreichen Anti-Pickel-Masken vor und kann Hautunreinheiten effizient austrocknen. Er wirkt darüber hinaus desinfizierend und mattiert die Haut. Gerade fettige Hauttypen können so von dem Wirkstoff profitieren.

Hausmittel gegen Pickel

Nicht nur in Einzelhandel erhältliche Anti-Pickel-Cremes können gegen Hautunreinheiten wirksam sein, sondern auch Hausmittel, die du dir selbst zusammen mischen kannst. Du kannst die einzelnen Zutaten entweder einzeln oder in Kombination mit anderen Zutaten verwenden. Wichtig ist auch hier wieder, dass du die Zutaten punktuell auf den Pickel aufträgst, um die gesunde Haut zu schützen. Einige Mittel können die Haut sonst reizen und so sogar zu neuen Hautunreinheiten führen.

  • Teebaumöl: Teebaumöl ist wohl das bekannteste Hausmittel gegen Pickel. Es wirkt heilfördernd und antibakteriell und ist somit hervorragend gegen Pusteln und Papeln geeignet. Zur Anwendung verdünnst du das Öl am besten, da ätherische Öle hautreizend wirken können.
  • Honig: Honig, vor allem Manuka-Honig, ist ein hervorragendes Mittel zur Hautpflege. Er wirkt antibakteriell und antiseptisch und ist vielseitig anwendbar. So kannst du ihn entweder direkt auf den Pickel geben, eine eigene Honigmaske machen und ihn sogar zur Reinigung deines Gesichts verwenden.
  • Apfelessig: Apfelessig eignet sich ebenfalls hervorragend zur Pickel-Bekämpfung. So wirkt er unter anderem antibakteriell und adstringierend, kann also für ein feineres Hautbild sorgen. Gerade für fettige Hauttypen ist Apfelessig geeignet, da er die Talgbildung reduzieren kann. Auch Apfelessig solltest du vor der Anwendung am besten mit Wasser verdünnen, da er sonst hautreizend wirken kann.
  • Zimt: Den Meisten ist Zimt nur als Weihnachtsgewürz bekannt, doch das Gewürz kann noch mehr. Es wirkt unter anderem entzündungshemmend und ist somit perfekt zur Bekämpfung von Hautunreinheiten wie Pickeln geeignet. Zimt kannst du am besten in Form einer Maske anwenden.
  • Heilerde: Heilerde ist bei unreiner Haut besonders wirksam und kann sowohl lokal als auch als Maske angewendet werden. Dafür verrührst du sie einfach mit etwas Wasser zu einem Brei, den du anschließend auf die Haut gibst. Auf der Haut trocknet die Erde an und saugt so Schmutz und Talg aus den Poren. Bei trockener Haut kann diese Anwendung jedoch zu stark sein. Hier empfiehlt sich die Zugabe eines pflegenden Öls wie Jojobaöl.
  • Meersalz: Am Meer haben viele sonst zu Unreinheiten neigende Menschen plötzlich reine Haut. Das liegt am Meersalz, das hautreinigende Eigenschaften besitzt und die Haut von abgestorbenen Hautzellen befreien kann. Es trocknet Pickel aus, deshalb solltest du deine Haut nach der Anwendung mit einer guten Feuchtigkeitscreme pflegen.
  • Aloe Vera: Aloe Vera eignet sich für jeden Hauttyp und zahlreiche Hautleiden. Auch Pickel können sehr gut mit Aloe-Vera-Gel behandelt werden. Die Pflanze enthält natürliche Salicylsäure, wirkt gleichzeitig feuchtigkeitsspendend und entzündungshemmend. Auch gegen Bakterien kann das Pflanzengel vorgehen und bildet somit eine hervorragende Wirkkombination gegen Pickel.

Pickeln vorbeugen

Pickeln vorbeugen

Damit dein Hautbild langfristig rein ist, solltest du nicht nur akute Pickel behandeln, sondern Pusteln und Papeln allgemein vorbeugen. Dafür solltest du alltäglich einige Verhaltensweisen berücksichtigen, die die Bildung von Hautunreinheiten verhindern.

Regelmäßig peelen

Zur Vorbeugung von Hautunreinheiten ist ein regelmäßiges Peeling essentiell. Es trägt abgestorbene Hautzellen ab, löst Verhornungen und sorgt so dafür, dass der Talg besser abfließen kann. Die Poren verstopfen weniger, wodurch weniger Pickel entstehen. Dazu sind sowohl chemische Peelings in Form von BHA (beispielsweise Salicylsäure) und AHA (beispielsweise Glykolsäure) als auch mechanische Peelings wie Zucker- und Meersalz-Peelings geeignet. Allgemein solltest du nicht öfter als dreimal wöchentlich peelen.

Mild pflegen

Egal welchen Hauttyp du hast, du solltest immer auf eine ganz besonders milde Pflege achten. Nutze feuchtigkeitsspendende und keinesfalls aggressive Reinigungsprodukte, die ph-hautneutral und seifenfrei sind. Auch bei der Wahl deiner Feuchtigkeitspflege solltest du darauf achten, dass weder Alkohol noch Duftstoffe enthalten sind. All das kann deinen Säureschutzmantel angreifen und deine Haut reizen. So trocknest du zwar vorhandene Pickel aus, sorgst aber für die Bildung neuer Hautunreinheiten.

Stress vermeiden

Wenn du immer unter Strom stehst, dich ständig in Stresssituationen befindest und dich unter Druck setzt, läufst du nicht nur Gefahr an einem Burnout zu erkranken, sondern auch unter Stresspickeln zu leiden. Stress wirkt sich erheblich auf dein Hautbild aus und kann deine Haut fahl und ungesund erscheinen lassen. Darum solltest du dir im Alltag immer wieder Entspannungsphasen gönnen, beispielsweise mithilfe bestimmter Entspannungstechniken wie Atemübungen und Autogenes Training.

Gesund ernähren

Auch deine Ernährungsweise hat erheblichen Einfluss auf dein Hautbild. Ungesunde Lebensmittel wie Fast Food, Softdrinks, süßes Gebäck und fettige Speisen können sich in unschönen Pickeln auf der Haut bemerkbar machen. Greife lieber zu frischen Lebensmitteln mit vielen Mineralien, Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen, die deinen Körper optimal unterstützen können.

Hygiene einhalten

Eine Haut, die sowieso schon zu Unreinheiten neigt, sollte vor weiteren möglichen Verunreinigungen geschützt werden, um neuen Pickeln vorzubeugen. Bakterien lauern in zahlreichen Alltagsgegenständen beispielsweise in deinem Smartphone, das du dir beim Telefonieren wahrscheinlich an dein Gesicht hältst. So können Bakterien auf deine Haut gelangen und neue Hautunreinheiten begünstigen.

Auch auf deinem Kopfkissen, Handtuch und an deinen Händen lauern zahlreiche Bakterien. Achte hier besonders auf Hygiene, wasche deine Hände regelmäßig und tausche Handtücher und Kopfkissen regelmäßig aus. Das Gleiche gilt bei deinen Make-up-Pinseln. Wenn du täglich Make-up nutzt, solltest du diese alle paar Tage reinigen, damit du sie von Bakterien und Schmutz befreist.

Das solltest du bei Pickeln vermeiden

Das solltest du bei Pickeln vermeiden

Um deine Pickel wirksam zu behandeln, solltest du einige Verhaltensweisen unbedingt unterlassen. Diese können dein Hautbild sogar noch verschlimmern, obwohl sie im ersten Moment vielleicht sogar Abhilfe versprechen.

Pickel ausdrücken

Viele Betroffene neigen dazu, Pickel auszudrücken. Dies verlängert in den meisten Fällen jedoch den Heilungsprozess, statt diesen zu beschleunigen. Meist folgt auf einen Pickel, der ausgedrückt wurde, ein Pickelmal, das oftmals mehrere Wochen bestehen bleibt und für einen unschönen Makel im Gesicht sorgt. Zudem besteht die Gefahr von Narbenbildung.

Wenn du es dennoch nicht lassen kannst oder ein Pickel schon besonders nah an die Hautoberfläche gerückt ist – das ist meistens nach zwei Tagen der Fall -, solltest du besondere Hygienemaßnahmen treffen und deine Haut vor der Prozedur desinfizieren. Bevor du Hand an den Pickel legst, solltest du erst einmal die Poren öffnen. So lässt sich der Pickel leichter und hautschonender entfernen. Die Poren öffnest du am besten mit einem Gesichtsdampfbad, das du einige Minuten auf deine Haut wirken lässt.

Nutze zur Bearbeitung deines Pickels keinesfalls deine Finger, da du mit deinem Fingernagel die umliegende Haut verletzen kannst und Bakterien von deinen Fingern die Entzündung noch verstärken können. Es empfiehlt sich die Verwendung eines Komedonenquetschers. Dieses Metall-Utensil hilft dir die Pusteln und Papeln mit verschieden großen Ösen auszudrücken. Dazu positionierst du die Öse einfach um den Pickel herum und übst leichten Druck aus. Schon bei leichtem Druck sollte sich der Pickel öffnen, ist dies nicht der Fall, solltest du die Anwendung stoppen. Nach jeder Verwendung solltest du den Komedonenquetscher und die Wunde desinfizieren. Alternativ kannst du ein einfaches Kosmetiktuch verwenden, das du um deine Finger legst, bevor du den Pickel ausdrückst. Effektiver ist jedoch der Komedonenquetscher.

Haut peelen

Zur Vorbeugung von Pickeln sind Peelings optimal. Wenn du jedoch einen akuten Pickel hast, solltest du davon absehen, deine Haut zu peelen. Mithilfe des Peelings verteilst du die Bakterien aus dem Pickel über dein gesamtes Gesicht und förderst somit die Bildung neuer Pickel. Greifst du zudem zu mechanischen Peelings kannst du die Hautoberfläche auf dem Pickel verletzen und die Entzündung sogar verschärfen.

Zahnpasta gegen Pickel verwenden

Zahnpasta gegen Pickel verwenden

Häufig wird Zahnpasta gegen Pickel empfohlen. Zwar wirkt Zahnpasta durchaus antiseptisch und kann schädliche Keime unschädlich machen, allerdings können andere Stoffe die Haut irriteren, nicht zuletzt das in vielen Zahnpasten enthaltene Fluorid, das bei einigen Menschen die Bildung von Hautunreinheiten sogar begünstigen kann. Auch bestimmte Aromastoffe können negativ auf die Haut einwirken, sie reizen und röten. Eine Anwendung von Zahnpasta ist bei Pickeln darum weniger empfehlenswert.

Haut überpflegen

Wenn du unter Pickeln und unreiner Haut leidest, solltest du deine Haut besonders mild pflegen und sie mit ausreichend Feuchtigkeit versorgen. Keinesfalls solltest du deine Haut austrocknen und beispielsweise auf die Feuchtigkeitscreme verzichten, wie es viele Betroffene tun. Allerdings solltest du deine Haut auch nicht überpflegen. Deine Haut zweimal täglich zu reinigen, reicht bei einer unreinen Haut vollkommen aus. Zudem solltest du nicht zu oft peelen und schon gar nicht, wenn du unter akuten Hautunreinheiten leidest.

Überdies solltest du zwar unbedingt eine Feuchtigkeitscreme verwenden, diese sollte allerdings keinesfalls zu reichhaltig sein. Besonders Öle wie Leinöl und Kokosöl sind eher weniger für eine unreine Haut geeignet, da sie stark komedogen wirken, die Poren also verstopfen. Leichte Pflegeöle wie Wildrosenöl und Arganöl sind jedoch in kleinen Mengen auch für unreine Haut geeignet.

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