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Teebaumöl: 12 Wirkungen & 4 Risiken der Heilpflanze

Teebaumöl: Wirkungen & Risiken

Mit Teebaumöl lassen sich zahlreiche Beschwerden und Erkrankungen wirksam bekämpfen. Was für Wirkungen die Heilpfanze ganz konkret hat und was du bei der Anwendung des Teebaum-Extrakts  beachten solltest.


Wissenswertes zu Teebaumöl

Wissenswertes zu Teebaumöl

Woher kommt der Teebaum und welche Inhaltsstoffe enthält die Heilpflanze? Im Folgenden erfährst du alles Wissenswerte über die Eigenschaften des Gewächses.

Ursprung

Im Gegensatz zu Heilpflanzen wie Löwenzahn oder der Schafgarbe ist der Teebaum kein regionales oder nationales Gewächs. Er entspringt den Myrtengewächsen, welche hauptsächlich in Australien oder Neuseeland angesiedelt sind. Der Teebaum trägt den lateinischen Namen Melaleuca alternifolia. Im Vergleich zu anderen Myrten-Varianten kann der Teebaum eine besonders hohe Anzahl an ätherischen Ölen vorweisen. Dadurch entfaltet das Gewächs seine Kräfte.

Die heilende Wirkung des Teebaums war den Einheimischen Australiens, den Aborigines, bereits seit langer Zeit bekannt. Sie machten sich vor allem die Blätter des Baumes zu eigen, aus denen sie die ätherischen Öle gewannen. Diese nutzen sie auch heute noch zur Heilung von Wunden. Damals wurde der Teebaum vor allem als Antiseptikum in Kriegszeiten genutzt.

Frühes Antispektikum

Der Legende nach soll der Engländer James Cook den Baum auf seinen Reisen in Australien entdeckt haben. Diese Vermutung ist nicht so unwahrscheinlich, denn der Strauch ist vor allem in der Nähe der Küste wiederzufinden. Cook gefiel der Name Tea Tree (Teebaum), da er die Blätter mit heißem Wasser übergoss und so einen neuen Tee für sich entdeckte.

So erreichte das australische Gewächs seinen Weg nach Europa. 1925 konnten die Inhaltsstoffe des Teebaums erstmalig destilliert werden. Aufgrund seiner antibakteriellen Wirkung wurde es damals als Antiseptikum verwendet und teilweise sogar in Operationen angewandt. Heute werden die Inhaltsstoffe hauptsächlich in Form eines Öls verkauft.

Aussehen und Vorkommen

Aufgrund der klimatischen Bedingungen in Neuseeland und Australien ist der Teebaum in jeder Jahreszeit anhand seiner grünen, nadelartigen Blätter zu erkennen. Die Form der Blätter ähnelt dem regionalen Gewächs des Rosmarins.

Im Gegensatz zu den meisten anderen eher niedrig wachsenden Heilpflanzen erreicht der Teebaum eine Höhe von bis zu 7 Metern, sodass er eher der Gattung der Sträucher oder Bäume angehört. Im Mai und Juni trägt der Teebaum kleine weiße Blüten, die sich wie die Blätter um die Äste herum ausbreiten.

Das Anpflanzen des Teebaumstrauches im europäischen Raum gelingt meistens nur sehr erfahrenen Botanikern. Wie der Eukalyptus benötigen die Myrtengewächse einen feuchten Boden, da sie ursprünglich oft in Sumpfgebieten angesiedelt sind. Genügend Sonneneinstrahlung ist zusätzlich die Grundvoraussetzung, damit der Strauch seine gewöhnliche Höhe erreichen kann.

Zentrale Inhaltsstoffe

Die Eigenschaften des Teebaums ergeben sich aus seinen ätherischen Ölen, die vorrangig aus den Blättern des Strauches gewonnen werden. Durch die Methodik der Destillation lassen sich die kraftvollen Öle herauskristallisieren und ergeben das Produkt, welches du häufig in Drogeriemärkten wie dm oder Rossmann findest. Die ätherischen Öle liefern zusätzlich einen frischen, würzigen Duft. Für einige Menschen und Tiere kann der Geruch jedoch auch abstoßend wirken.

Wirkung von Teebaumöl: 12 Anwendungsbereiche

Wirkung von Teebaumöl

Durch die Hemmung von Bakterien ist das Teebaumöl nahezu ein Alleskönner und lässt sich als Hausmittel vielfältig einsetzen. Die Stoffe Terpinen und Cineol sind maßgeblich für die heilende Wirkung des Teebaums verantwortlich. Das gewonnene Öl sollte jedoch immer verdünnt als Heilungsmittel eingesetzt werden. Wir haben für dich 12 Anwendungsbereiche zusammengestellt, in denen das Teebaumöl besonders effizient wirkt.

Heilung von Wunden

Wie schon die Aborigines kannst auch du das Teebaumöl zur Wundheilung verwenden. Verschiedene wissenschaftliche Studien bewiesen ganz konkret, dass das Öl auch Viren bekämpft. Du kannst Teebaumöl also aufgrund seiner natürlichen Inhaltsstoffe direkt auf gereizten Wunden anwenden, sodass die ätherischen Öle zur Heilung beitragen.

Nagelpilz behandeln

Als Antiseptikum kannst du Teebaumöl auch bei Nagel-Beschwerden anwenden. Sogar bei einem Nagelpilz kann es auf schnell Wege zur Beseitigung des Pilzes führen. Wie die ätherischen Öle des Weißdorns oder Arnika entfaltet der Teebaum durch die Anwendung seine Wirkung.

Vor dem Auftragen auf den Hand- oder Fußnagel solltest du das Teebaumöl mit Wasser verdünnen. Verwende ein Wattepad oder ein kleines Tuch, mit dem du den betroffenen Nagel gleichmäßig einreibst. Du kannst die verdünnte Lösung auch mehrmals am Tag anwenden.

Insektenstiche

Auch bei Insektenstichen ist das Teebaumöl vielfältig einsetzbar. Ob der Stich durch eine Wespe oder andere Insekten zugefügt wurde, spielt hierbei keine Rolle. Das Öl wirkt durch seine entzündungshemmende Wirkung beruhigend und führt dazu, dass die Einstichstelle nach kürzester Zeit abschwillt. Die verdünnte Lösung hilft auch gegen den Juckreiz von Mückenstichen.

Herpes

Es bildet sich ein kleines Bläschen an der Lippe und schon wieder kannst du nichts gegen den Ausbrauch von Herpes tun? Teebaumöl könnte eine langfristige Lösung für dich sein, um Herpes zu bekämpfen. Auch hier wirkt es in erster Linie antibakteriell, doch das Öl kann auch helfen, neuen Herpesviren vorzubeugen. Die antiviralen und pilztötenden Eigenschaften unterstützen bei der schnellen Genesung von Herpesbläschen. Das Öl zieht schnell ein und ist wesentlich weniger sichtbar als eine Herpes-Creme.

Hautunreinheiten

Wenn du zu Hautunreinheiten neigst und deine Gesichtspartie nicht zusätzlich mit groben Peelings belasten möchtest, dann probiere doch mal die Wirkung von Teebaumöl aus. Das Öl ist bei unterschiedlichen Hauttypen einsetzbar – sowohl bei trockener als auch bei sensibler und sogar bei fettiger Haut. Wenn du zu schnellen allergischen Reaktionen im Bereich deines Gesichtes neigst, solltest du die Wirkung des Öls erstmal an einer versteckten Stelle testen. Zum Beispiel an der Hautpartie hinter oder unter deinem Ohr.

Auch hier kannst du das verdünnte Öl auf ein Wattepad oder ein Ohrstäbchen geben und die betroffenen Hautstellen abtupfen. Die Wirkung der ätherischen Öle entfaltet sich am besten, wenn du der Haut Zeit zum Atmen gibst. Somit eignet sich die Behandlung deiner Hautunreinheiten mit Teebaumöl auch sehr gut über Nacht.

Teebaumöl gegen Pickel

Teebaumöl gegen Pickel

Die Kombination aus der antibakteriellen und heilfördernden Wirkung macht es möglich, dass du die Kraft des Teebaumöls auch bei schwereren Hautirritationen wie Pickel anwenden kannst. Akne ist eine Hautkrankhei -, sie schmerzt stärker als normale Mitesser, da die Talgdrüsen deiner Haut entzündet und verstopft sind.

Um die Zahl deiner Pickel natürlichem Wege zu verringern, kann das Teebaumöl eine zielführende Lösung für dich sein. Mit dem Öl kannst du beispielsweise dein eigenes Peeling oder deine eigene Maske herstellen, bei der du genau weißt, was drin ist. Du solltest aber darauf achten, dein Gesicht zunächst gründlich zu reinigen und erst danach das Teebaumöl aufzutragen. So kann sich die Wirkung stärker entfalten.

Warzen

Da du das Extrakt der Teebaumblätter auch bei Hauterkrankungen wie Akne anwenden kannst, ist es kaum verwunderlich, dass es auch die Beseitigung von Warzen unterstützt. Die ätherischen Öle dringen unter die Haut und beseitigen dort die Viren, die für die Bildung der Warze verantwortlich sind. Du kannst das Teebaumöl auch zur Vorbeugung von Warzen verwenden, indem du die Stelle auch nach Verschwinden der Hautirritation noch einige Tage einreibst.

Hautpflegemittel

Neben der Bekämpfung konkreter Krankheiten und Entzündungen kann der Teebaum seine Wirkung auch als Pflege entfalten. Gegen Kopfhautjucken können spezielle Shampoos mit Teebaumöl helfen. Auch Gesichtscremes integrieren die ätherischen Öle des Gewächses gern. Durch die antibakterielle Wirkung von Teebaumöl helfen diese Cremes, Hautunreinheiten langfristig vorzubeugen.

Gegen Schweiß

Eher ungewöhnlich, aber dennoch kann Teebaumöl eine effiziente Lösung gegen Schweiß darstellen. Als Deodorant entwickelt es auch im Achselbereich seine immunfördernde und virentötende Kräfte. Der Geruch des Deos muss dabei nicht durch das ätherische Öl hervorgerufen werden. Viel mehr lässt es sich als Inhaltsstoff im Deo integrieren.

Erkältung

Der angenehme Geruch des Teebaumöls hilft nicht nur bei einer verstopften Nase, auch die Halsschmerzen werden gelindert. Grund dafür ist die schleimlösende Wirkung, die das Teebaumöl bei seiner Anwendung entfaltet. Aber wie wendest du das Öl bei einer Erkältung richtig an?

Die kraftvollste Lösung ist ein Dampfbad, in dem sich die ätherischen Öle des Teebaumextrakts ausbreiten und in deine Atemwege gelangen. Durch das heiße Wasser verdünnt sich die Teebaumlösung automatisch. Je nach Erkältungsgrad solltest du 5-10 Tropfen des Öls mit kochendem Wasser überschütten. Decke das Gefäß zu und warte ein wenig, bevor du mit dem Dampfbad beginnst. Andernfalls könntest du dich durch die Hitze verletzen.

Du sollest auch darauf achten, deine Augen bei dem Dampfbad geschlossen zu halten. Falls die Augen zu tränen beginnen, musst du dir jedoch keine Sorgen machen. Das ist eine normale körperliche Reaktion der Netzhaut auf das Dampfbad.

Asthma

Wenn du unter Asthma leidest, sind deine Atemwege chronisch entzündet und sehr leicht reizbar. Die antibakterielle, entzündungshemmende Eigenschaft des Teebaumöls kann auch bei Asthma eine Lösung sein. Es hilft vor allem, wenn deine Atemwege verstopft sind und du häufig von Husten geplagt bist.

Am besten tränkst du ein Tuch in sehr warmen Wasser und gibst einige Topfen des Teebaumöls hinzu. Anschließend versuchst du, regelmäßig und entspannt durch das Tuch zu atmen. Die ätherischen Öle helfen dabei, deine Atemwege zu befreien und fördern gleichzeitig sogar die Stärkung deines Immunsystems.

Innerer Mundbereich

Wie auch Propolis eignet sich Teebaumöl zur Anwendung im inneren Mundbereich. Hierbei sollte jedoch besonderes Augenmerk auf die Dosierung gelegt werden. Es ist möglich, sich ein eigenes Mundwasser mit Teebaumöl zu mixen. Damit eine ausgewogene Zusammensetzung gewährleistet wird, kann es jedoch einfacher sein, ein Mundwasser mit Teebaumextrakt im Drogeriemarkt oder der Apotheke zu erwerben.

Ein Mundwasser mit Teebaumöl hilft sehr schnell bei entzündeten Wunden und Zahnfleischentzündung. Durch die Anwendung im Mundbereich erreicht die wässrige Lösung zudem alle kleinen und versteckten Ecken, die mit der Zahnbürste nur schwer zu säubern sind. Auch bei Schmerzen im Rachen kann das Gurgeln mit einer Teebaumlösung zur ersten Linderung beitragen.

4 Risiken der Heilpflanze

4 Risiken der Heilpflanze

Das Gewächs ist so vielfältig anwendbar, dass man schnell dazu neigt, Teebaumöl in allen Lebenslagen einzusetzen. Wir erläutern dir 4 Risiken, die du bei der Anwendung des ätherischen Öls unbedingt beachten solltest.

Verunreinigungen

Achte beim Kauf des Teebaumöls darauf, dass es aus reinem Teebaum gewonnen wurde. Häufig werden andere Inhaltsstoffe hinzugefügt, die die Wirkung des Öls beeinträchtigen oder sogar verändern können. Ein erster Hinweis auf die Reinheit des Produkts ist immer die Liste der Inhaltsstoffe des Produkts.

Ein hochwertiges und reines Öl kann wesentlich mehr Wirkung entfalten und besitzt stärkere antibakterielle Eigenschaften. Der lateinische Name Melaleuca alternifolia kennzeichnet reines Teebaumöl. Wenn du dir dennoch unsicher bist, solltest du in deiner Apotheke nachfragen.

Haltbarkeit

Im Gegensatz zur gemeinen Schafgarbe entwickelt das Teebaumöl durch Sonneneinstrahlung keine zusätzlichen Wirkstoffe und solltet daher vor direkter Lichteinstrahlung geschützt werden. Aus diesem Grund sollte das Öl auch stets in braunen Flaschen gekauft werden. Ein Teebaumöl in heller Flasche ist nicht empfehlenswert und weist nicht auf eine hohe Qualität des Produkts hin.

Werden die Lagerungsbedingungen beachtet, kann das Teebaumöl über Jahre hinweg verwendet werden. Durch die verdünnte Anwendung ist ein Fläschen des Öls außerdem besonders ergiebig.

Kinder und Allergien

Kinder und Teebaumöl

Das Teebaumöl kann Allergien aktivieren, die insbesondere bei Kindern häufig noch nicht bekannt sind. Vor der Behandlung mit ätherischen Ölen ist daher vor allem bei Kindern Vorsicht geboten. Je nach der individuellen Reaktion des Körpers kann es statt zur Befreiung der Atemwege zu einer Reizung durch die Duftstoffe kommen.

Bei der Behandlung von Kindern mit Teebaumöl sollte daher lediglich auf speziell dafür ausgerichtete Mittel zurückgegriffen werden. Diese sind am besten mit dem Kinderarzt und dem Apotheker zu besprechen.

Anwendung bei Tieren

Teebaumöl bei Tieren

Da der Teebaum als wirkungsvolle Heilpflanze bekannt es, verleitet die natürliche Herkunft dazu, das Öl auch bei Tieren anzuwenden. Insbesondere da das Öl auch als ein Heilmittel gegen Flöhe bekannt ist. Teebaumöl ist jedoch nur bedingt für Tiere einsetzbar und sollte unbedingt vor jeder Behandlung mit dem Tierarzt besprochen werden.

Wenn du eine Katze als Haustier hast, solltest du unbedingt auf die Anwendung von Teebaumöl verzichten. Denn Katzen fehlt durch ihren besonderen Stoffwechsel die Möglichkeit, die Inhaltsstoffe des ätherischen Öls wieder auszuscheiden. Durch die Eigenart von Katzen, ihr Fell intensiv zu säubern, könnte es versehentlich über den Mund in die Organe gelangen. Somit hat auch eine äußerliche Anwendung sehr hohe Risiken.

Auch bei Hunden ist bei der Anwendung von Teebaumöl Vorsicht geboten. Zwar reagieren sie nicht so empfindlich auf die Inhaltsstoffe wie Katzen, doch auch bei Hunden sollte die verdünnte Tinktur nur rein äußerlich benutzt werden. Der leicht würzige Geruch verhindert, dass die Tiere das Teebaumöl ablecken. Bei einer Wunde, von welcher der Hund betroffen ist, könnte das Öl also helfen. Dennoch solltest du unbedingt darauf achten, wie dein Hund auf das Teebaumöl reagiert und gegebenenfalls auf die Anwendung verzichten. Sprich dich in jedem Fall mit deinem behandelnden Tierarzt ab.

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