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Eukalyptus: 4 Wirkungen und 3 Verwendungen der Heilpflanze

Eukalyptus: 4 Wirkungen und 3 Verwendungen der Heilpflanze

Den subtropischen Eukalyptusbaum kennt man vor allem als die Hauptnahrungsquelle des Koalas. Doch auch als Heilpflanze ist der Eukalyptus nicht unbekannt. Wir klären dich über die Wirkungen und die richtige Verwendung der Pflanze auf.

Wissenswertes über Eukalyptus

Koala auf Eukalyptusbaum

Eukalyptus ist hierzulande eine beliebte Pflanze. Er wird sowohl als Zierpflanze als auch für medizinische Zwecke verwendet. Das Holz des Baumes wird zudem gerne in der Holzindustrie eingesetzt, beispielsweise für den Fußboden- und Möbelbau. Die Pflanze ist besonders widerstandsfähig, kommt mit Hitze und wenig Wasser zurecht. Heimisch ist der Baum in den subtropischen Gebieten Australiens, Tasmaniens und Indonesiens. Mittlerweile wird er allerdings auch in vielen anderen Klimagebieten auf Plantagen angebaut.

Insgesamt gibt es über 600 verschiedene Eukalyptus-Arten. Als Heilpflanze verwendet man den Blauen Eukalyptus beziehungsweise Eucalyptus globulus. Medizinisch wirksam ist vor allem das Eukalyptusöl, das aus den Blättern des Baumes gewonnen wird. Der Baum kann bis zu 60 Meter hoch werden und besitzt glänzende, dunkelgrüne Blätter. Die Form der Blätter hängt von dem Alter des Baumes ab. Während mittelalte Bäume eher runde Blätter haben, besitzen ältere Bäume längliche, spitze Blätter.

Der Name des Eukalyptus’ setzt sich aus den griechischen Wörtern „eu“ und „kalyptos“ zusammen, was so viel wie „gut verborgen“ bedeutet. Dies könnte sich auf die Blüten des Baumes beziehen, die vor dem Erblühen mit einer Art Deckel verschlossen ist. Erst wenn die Pflanze erblüht, springt dieser Deckel ab.

Eukalyptus ist für viele Tierarten giftig. Sowohl Hunde, Katzen als auch Pferde vertragen die Pflanzen nicht. Symptome sind unter anderem Erbrechen und Durchfall. Einzig der Koala kann größere Mengen der Pflanze zu sich nehmen. Sein Verdauungssystem ist auf den Eukalyptus spezialisiert, denn er ernährt sich ausschließlich von dieser Pflanzenart. Allerdings hält auch er sich von einigen Eukalypten fern. Wie viele toxische Stoffe ein Baum besitzt, hängt von den äußeren Gegebenheiten wie der Nährstoffdichte der Böden ab.

Wirkungen von Eukalyptus

Wirkungen von Eukalyptus

Der Eukalyptus ist eine häufig verwendete Heilpflanze. Bekannt ist er durch seine Wirksamkeit bei Erkältungskrankheiten, die mit verschleimten Luftwegen einhergehen. Als Arzneimittel verwendet man ausschließlich die Eukalyptusblätter, aus denen man das ätherische Öl gewinnt. Die Blätter beinhalten bis zu 3,5 Prozent des ätherischen Öls. Dieses ist bekannt für seinen hohen Anteil an dem Stoff 1,8-Cineol. Die Substanz gilt als besonders wirksam bei Atemwegserkrankungen, da sie schleimlösend wirkt. Sie ist sowohl in der Lunge als auch in den Nebenhöhlen wirksam. Zudem kann sie einer Verengung der Bronchien entgegenwirken und als Bakterizid gegen Bakterien vorgehen. Bei Asthma und der Lungenerkrankung COPD kann die Substanz als Begleittherapie eingenommen werden. Dies sollte ausschließlich unter ärztlicher Kontrolle geschehen.

Darüberhinaus sind alpha-Pinen in ätherischem Eukalyptusöl enthalten. Dieser Stoff hat durchblutungsfördernde Eigenschaften. Das kann zur Entspannung der Muskulatur beitragen, Verspannungen lösen und bei Krämpfen helfen. Auch bei Verdauungsbeschwerden soll der Stoff hilfreich sein. Er kommt nur in Kombination mit anderen Stoffen in Medikamenten vor. Den Duftstoff Limonen findet man ebenfalls in Eukalyptusöl. Dieser Stoff kann die Haut und Atemwege mitunter irritieren und sollte darum mit Vorsicht verwendet werden.

In den Blättern sind zudem Gerbstoffe enthalten, die entzündungshemmende und zusammenziehende Eigenschaften aufweisen. Das kann vor allem bei Entzündungen der Mundschleimhaut hilfreich sein. Darüberhinaus wirken einige Gerbstoffe antioxidativ. Das bedeutet, dass sie gegen sogenannte freie Radikale vorgehen, die im Übermaß schädlich für die Zellen sein können. Freie Radikale entstehen beispielsweise durch UV-Strahlung und Rauchen. In diesem Ratgeber erfährst du die besten Tipps, um mit dem Rauch aufzuhören.

Für medizinische Zwecke wird vor allem das ätherische Eukalyptusöl verwendet. Ätherische Öle sollte man immer mit Vorsicht dosieren, da diese hochkonzentriert sind. Vor der Verwendung sollte man sie immer ausreichend verdünnen. Bei einer innerlichen Anwendung in Kapselform sollte man eine Tagesdosis von 0,3 bis 0,6 nicht überschreiten. Zum Inhalieren sollte man wenige Tropfen auf circa einen halben Liter kochendes Wasser geben. Die Anzahl der Tropfen sollte acht nicht überschreiten. Auch bei einem Bad mit Eukalyptusöl sollte man das ätherische Öl vorsichtig dosieren. Drei Gramm Öl sind bei einem Vollbad meist schon ausreichend.

Bei Erkältungskrankheiten der Luftwege

Bei Erkältungskrankheiten der Luftwege

Aufgrund des Stoffes 1,8-Cineol, das zu den Monoterpenen gehört, ist Eukalyptusöl besonders wirksam bei Erkältungskrankheiten der Luftwege. Dazu gehören beispielsweise Katarrhen der oberen Luftwege und Nasennebenhöhlenentzündungen. Es kann auf verschiedene Weisen angewendet werden. Es eignet sich als Zusatz beim Inhalieren, als Hustenbonbon, als Kapsel, Badezusatz und Balsam. In all diesen Formen kann es für eine Besserung der Symptome wie Husten und verstopfte Nasennebenhöhlen sorgen.

Eukalyptusöl kann dafür sorgen, dass sich Verschleimungen lösen und abtransportiert werden können. Da es außerdem antibakterielle Eigenschaften besitzt, kann es gegen schädliche Bakterien vorgehen. Allein das Einatmen der Dämpfe des Eukalyptusöls kann schon für Linderung sorgen, da die Atemwege sich befreier anfühlen. Obwohl Eukalyptusöl keine abschwellenden Eigenschaften besitzt, kann es festsitzenden Schleim lösen und so für ein befreites Gefühl in den Atemwegen sorgen.

Bei chronischen Atembeschwerden

Auch bei chronischen Atembeschwerden kann Eukalyptusöl wirksam sein. Dies gilt auch für Bronchitis und Bronchialasthma. Allerdings sollte man jegliche Anwendung zuvor mit einem Arzt absprechen. Eine Anwendung von Eukalyptusöl bei Asthma kann einen Asthmaanfall auslösen, besonders wenn das Öl inhaliert wird.

Bei rheumatischen Beschwerden

Bei rheumatischen Beschwerden

Auch bei rheumatischen Beschwerden kann Eukalyptusöl zum Einsatz kommen. Das liegt vor allem an den durchblutungsfördernden Wirkungen des Eukalyptusöls. Zudem wirken einige Substanzen des Öls entzündungshemmend und mitunter sogar schmerzstillend, so dass bei äußerlicher Anwendung des Öls eine leichte Verbesserung der Symptome eintreten kann. Das ätherische Öl sollte niemals unverdünnt und nur punktuell auf die Haut aufgetragen werden. Es ist hochkonzentriert und kann zu Hautreizungen und Rötungen führen.

Nebenwirkungen

Eukalyptusöl ist ein wirksames ätherisches Öl. Es hat allerdings auch einige unerwünschte Nebenwirkungen und Risiken, die mit der Verwendung des Öls einhergehen. Wie bei jedem ätherischen Öl sollte das reine Öl niemals pur auf die Haut aufgetragen werden. Es ist hochkonzentriert und sollte vor jeder Anwendung stark verdünnt werden. Das gilt sowohl bei der Anwendung auf der Haut als auch bei der Verwendung als Badezusatz oder zum Inhalieren.

Menschen mit Asthma sollten von einer Anwendung des Eukalyptusöls absehen, da hier das Risiko eines Asthmaanfalls besteht. Das gilt vor allem für das Inhalieren des Öls. Bei Fieber, Magen-Darm- und Leber-Beschwerden sollte man die Verwendung von Eukalyptusöl ebenfalls vermeiden. Das Öl selbst kann Magen-Darm-Beschwerden wie Magenschmerzen, Übelkeit und Durchfall verursachen.

Säuglinge und Kleinkinder sollten ätherische Öle nicht anwenden, da dies mitunter zu Atemnot und sogar Atemstillstand führen kann. Besonders die Anwendung im Gesicht sollte vermieden werden. Allgemein gibt es keine ausreichenden Erkenntnisse für die Anwendung bei Schwangeren, Stillenden und Kindern unter vier Jahren. Auch in diesen Fällen sollte man von der Verwendung des ätherischen Öls absehen.

Eukalyptus richtig verwenden

Eukalyptus richtig verwenden

Eukalyptus kann man auf verschiedene Weisen verwenden. Häufig kommt es äußerlich als Balsam, Öl oder Badezusatz zum Einsatz. Doch auch innerlich kann man es als Kapsel und Hustenbonbon einnehmen. Hierzulande werden einige Arten gerne als Zierpflanzen genutzt. Zur medizinischen Verwendung eignen sich diese jedoch nicht. Dennoch sehen sie gut aus und verströmen in manchen Fällen einen angenehm frischen Duft.

Eukalyptus pflanzen und pflegen

Hierzulande kann man fünf Arten des Eukalyptus anpflanzen. Da die Pflanzen normalerweise subtropische Temperaturen und Sonne gewohnt sind, kann nur eine Art der Pflanzen Temperaturen bis in den Minusbereich standhalten. Dies ist der Eukalyptus gunnii. Alle Arten kann man in Kübeln an warmen, sonnigen Plätzen halten. Der Eukalyptus gunnii ist jedoch die einzige Pflanze, die man auch draußen anpflanzen kann.

Der Eukalyptus wächst sehr schnell und entwickelt einen gerade Stamm. Die Blüten entwickeln je nach Art rote, gelbe oder weiße Blütenblätter. Von Zeit zu Zeit sollte man längere Triebe des Baumes abschneiden, damit er nicht übermäßig groß und ausladend wird. Umtopfen sollte man die Pflanze darum erst, wenn sie viele Wurzeln gebildet hat. So vermeidet man, dass sie plötzlich in die Höhe wächst. Der Eukalyptusbaum braucht relativ viel Wasser und bevorzugt kalkarmes Wasser wie Regenwasser.

Eukalyptus überwintern

Der Eukalyptus sollte im Winter an einem hellen und mäßig kühlen Ort stehen. Dunkle Winterquartiere wie Keller und Garagen sorgen oft dafür, dass die Pflanze ihre Blätter verliert. Mitunter kann sie sich im nächsten Frühjahr erholen und bildet neue Blätter. Ein heller Ort lässt den Eukalyptus den Winter jedoch besser überstehen.

Eukalyptus kaufen

Eukalyptus kaufen

Eukalyptus ist allgegenwärtig, obwohl er eigentlich gar nicht in dieser Klimazone wächst. Man findet ihn in Hustenbonbons in Supermärkten, Drogerien, Bioläden und Apotheken. Zudem ist er häufig als Inhaltsstoff in Erkältungsbädern und Erkältungsbalsamen enthalten. Ätherisches Eukalyptusöl kann man in jedem gut sortierten Bioladen erwerben. Kapseln mit Eukalyptus findet man vorwiegend in Apotheken und online. In einigen Fällen gibt es auch Tee mit Eukalyptusblättern. Allerdings eignet sich Eukalyptus weniger für einen Teeaufguss, da seine Blätter sehr fest sind.

Hustenbonbons selber machen
Hustenbonbons kann man nicht nur kaufen, sondern auch schnell selbst herstellen. So kann man sicher gehen, dass nur gesunde Stoffe und wenig Zucker und Chemikalien enthalten sind. Die Heilkräfte ätherischer Öle können für Linderung sorgen und auf natürliche Weise gegen Erkältungssymptome vorgehen. Du brauchst:

  • Eine Zitrone
  • Getrocknete Salbeiblätter
  • Ein Stück Ingwer
  • Honig
  • Zucker oder Süßungsmittel
  • ätherisches Eukalyptusöl
  • Puderzucker
  1. Presse die Zitrone aus und schneide ein großes circa zwei Zentimeter dickes Stück Ingwer in kleine Würfel. Vergiss nicht den Ingwer zuvor zu schälen.
  2. Den Zitronensaft und den Ingwer gibst du in einen halben Liter kochendes Wasser. Füge circa zehn Gramm getrocknete Salbeiblätter und vier Esslöffel Honig hinzu. Lasse alles aufkochen und einige Minuten köcheln. Gib wenige Tropfen Eukalyptusöl hinzu.
  3. Gieße die Flüssigkeit durch ein Sieb und lasse sie abkühlen. Währenddessen kannst du in einer Pfanne den Zucker beziehungsweise das Süßungsmittel schmelzen. Wenn es flüssig ist, kannst du die abgekühlte Flüssigkeit hinzugeben. Lasse die Mischung einige Minuten unter ständigem Rühren köcheln. Die Flüssigkeit sollte nun eine dickflüssige Konsistenz haben.
  4. Lasse die klebrige Flüssigkeit auskühlen und stelle in der Zeit kleine Muffinförmchen aus Silikon oder ein Backblech mit Backpapier bereit.
  5. Nun kannst du die Flüssigkeit in die Förmchen füllen oder in kleinen Mengen auf das Backblech gießen. Lasse alles einige Stunden aushärten.
  6. Damit die Hustenbonbons nicht zusammen kleben, kannst du sie mit Puderzucker ummanteln. Fertig sind deine selbstgemachten Hustenbonbons.

Beim Kauf von Eukalyptus-Produkten kann man zwischen folgenden Varianten wählen, die sich jeweils für verschiedene Anwendungsbereiche eignen.

  • Eukalyptusöl: Eukalyptusöl ist besonders vielseitig anwendbar. Es eignet sich sowohl bei Erkältungsbeschwerden als auch zur Behandlung von rheumatischen Erkrankungen. Bei Erkältungsbeschwerden kann man ein paar Tropfen des Öls in heißes Wasser zum Inhalieren geben. Das Einatmen der Dämpfe kann Verschleimungen in den Luftwegen lösen. So kann man das ätherische Öl auch mit anderen Ölen beispielsweise Olivenöl mischen und auf den Brustkorb reiben. Die aufsteigenden Dämpfe können verstopfte Luftwege befreien. Bei rheumatischen Beschwerden kann man mit dieser Mischung die betroffenen Stellen einreiben. Der Preis variiert je nach Qualität des Produkts erheblich.
  • Eukalyptus-Bonbons: Hustenbonbons mit Eukalyptus gibt es nahezu in jedem Supermarkt zu kaufen. Sie eignen sich zur Behandlung von Erkältungssymptomen wie Halsschmerzen und Husten. Mitunter können sie sogar dabei helfen, eine verstopfte Nase zu befreien. Die Bonbons sind meist unter zwei Euro erhältlich.
  • Eukalyptus-Kapseln: In Apotheken kann man auch Kapseln mit Eukalyptus erwerben. Diese sollen die Atemwege von innen heraus befreien. Die Präparate sind häufig frei verkäuflich und kosten zwischen 6 und 15 Euro. Die Kapseln nimmt man meist mehrmals täglich über mehrere Tage ein und kann so auf natürliche Weise Erkältungssymptome lindern. Für die genaue Dosierung sollte man sich an die Angaben auf der Packungsbeilage halten.
  • Eukalyptus-Badezusatz: Beliebt ist Eukalyptus auch als Wirkstoff in Erkältungsbädern. Auch hier können die aufsteigenden Dämpfe verstopfte Atemwege von Verschleimungen befreien. Neben Eukalyptus sind hier oft noch pflegende Öle und Substanzen anderer Heilpflanzen zugesetzt, die Erkältungsbeschwerden lindern sollen. Erkältungsbäder sind bei starken Erkältungen oft eine Wohltat. Bei fiebrigen Infekten sollte man von einem Bad jedoch besser absehen, da dies den Kreislauf belasten kann. Badezusätze findet man meist zu einem Preis zwischen 3 und 8 Euro.
  • Eukalyptus-Balsam: Ein Balsam mit Eukalyptus kann ebenfalls bei Erkältungen eingesetzt werden. Das ätherische Öl wurde hier schon mit pflegenden Ölen gemischt. Neben Eukalyptusöl sind oft auch andere ätherische Öle wie beispielsweise Lavendelöl enthalten, die beruhigen und befreien sollen. Den Balsam trägt man auf Brust und Rücken auf. So kann er am besten auf die Atemwege wirken. Meist ist der Balsam zu einem Preis zwischen 5 und 10 Euro erhältlich.

Mit Eukalyptus kann man auf vielerlei Wegen gegen Erkältungssymptome vorgehen und diese auf natürliche Weise lindern. Es gibt sowohl Produkte zur innerlichen als auch zur äußerlichen Anwendung. So kann jeder das für sich passende Präparat finden.

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