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Salbei: 5 Wirkungen & 4 Verwendungen der Heilpflanze

Salbei: Wirkungen & Verwendungen

Die Heilkräfte des Salbei sind schon lange bekannt. Gerne wird er als natürliches Hausmittel bei Erkältungsbeschwerden eingesetzt. Wir erklären dir, welche weiteren Wirkungen das Heilkraut hat und wie du Salbei verwenden kannst.

Wissenswertes über Salbei

Wissenswertes über Salbei

Schon in der Antike und im alten Griechenland wusste man um die heilenden Wirkungen des Salbeis. Damals nutzte man es allerdings für andere Beschwerden als heutzutage. So fand es beispielsweise bei Unfruchtbarkeit Anwendung. In der heutigen Zeit kennt man es vor allem als natürliches Mittel bei Halsschmerzen und Erkältungsbeschwerden. Es wird jedoch auch gerne in natürlichen Hautpflegeprodukten und Deodorants verwendet.

Salbei bezeichnet eine Pflanzengattung. Als Heilpflanze wird der sogenannte Echte Salbei beziehungsweise Salvia officinalis genutzt. Dieser ist auch unter dem Namen „Küchensalbei“ bekannt. Er kann hierzulande in den Gärten angepflanzt werden, obwohl er ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammt und warmes Klima bevorzugt. Der Strauch kann bis zu 80 Zentimeter hoch werden und blüht von Mai bis Juli in blassrosa bis violetten Blüten.

Typisch für den Salbei ist sein aromatischer Duft, der von allen Pflanzenteilen ausgeht. Am stärksten duften die Blätter, die auch in der Heilkunde Anwendung finden. Der Geruch entfaltet sich besonders stark, wenn man die Blätter zwischen den Fingern zerreibt. Der Salbei schmeckt würzig und bitter und kann mitunter ein pelziges Mundgefühl erzeugen. Aufgrund seines besonderen Geschmacks wird er gerne als Gewürz in der Küche verwendet.

Neben dem Echten Salbei ist auch der Weiße Salbei aus der Pflanzengattung der Salbeipflanzen bekannt. Diesen nennt man auch Indianischen Räuchersalbei. Er kommt vor allem in den süd-westlichen Teilen der USA und den nord-westlichen Teilen Mexikos vor und wird gerne für Räucherungen verwendet. Diese haben oft einen spirituellen Hintergrund und sollen unter anderem Wohnungen und Zimmer von bösen Geistern reinigen.

Wirkungen von Salbei

Wirkungen von Salbei

Salbei hat verschiedene arzneiliche Wirkungen. Hauptwirkstoff ist das ätherische Öl, das zu 2,5 Prozent in den Pflanzenblättern enthalten ist. Das Öl besteht hauptsächlich aus Thujon. Diese Substanz kann in größeren Mengen Halluzinationen und Wahnvorstellungen auslösen. Bei einer Überdosierung ist Salbei deshalb sogar giftig. Die Verwendung von freiverkäuflichen Salbei-Produkten ist jedoch unbedenklich.

Daneben ist auch die Substanz Kampfer in Salbei enthalten. Dieser Wirkstoff findet sich in verschiedenen Kosmetik- und Medizinprodukten. So verwendet man es beispielsweise bei Muskelzerrungen und auch als Wirkstoff in Erkältungspräparaten. Auch Kampfer kann in größeren Mengen giftig sein und sollte darum mit Vorsicht behandelt werden.

Neben diesen Hauptwirkstoffen enthält Salbei bis zu sechs Prozent Gerbstoffe, die entzündungshemmende und adstringierende Eigenschaften haben. So wirken sie besonders gut bei Hauterkrankungen und Verdauungsbeschwerden wie Durchfall. Unter den Gerbstoffen ist auch die Rosmarinsäure, die außerdem antibakterielle und antivirale Eigenschaften besitzt und zudem antioxidativ wirken kann. Das bedeutet, dass sie sogenannte freie Radikale abfängt, die die Körperzellen schädigen können. Freie Radikale entstehen beispielsweise durch UV-Strahlung und Rauchen. Hier erfährst du, wie du mit dem Rauchen aufhören kannst. In ätherischem Salbeiöl findet man auch Flavonoide, die ebenfalls antioxidativ wirken, und Bitterstoffe, die den bitteren Geschmack des Salbeis erzeugen.

Salbei enthält einige Wirkstoffe, die in einer Überdosierung zu Komplikationen führen können. Daher sollte man sich bei der Dosierung immer an die Packungsbeilage halten. Das ist vor allem bei Fertigarzneimitteln der Fall. Bei Tee sollte man eine Dosierung von sechs Gramm Salbeiblätter am Tag nicht übersteigen. Wenn man ätherisches Salbeiöl äußerlich nutzt, sollte man am Tag nicht mehr als 0,1 bis 0,3 Gramm verwenden.

Bei übermäßigem Schwitzen

Salbei bei übermäßigem Schwitzen

Nicht ohne Grund findet sich Salbei in verschiedenen natürlichen Deodorants, denn Extrakte des Salbeis sollen schweißhemmend wirken. Dies wurde bereits in mehreren Studien am Menschen bestätigt. Es hilft beispielsweise bei übermäßigem Schwitzen und stark riechendem Schweiß. Auch bei Nachtschweiß soll Salbei wirksam sein. Um seine volle Wirksamkeit zu entfalten, muss der Salbei in diesem Fall jedoch hochkonzentriert dosiert werden. Es ist bislang nicht genau geklärt, welche Inhaltsstoffe den Salbei gegen Schwitzen wirksam machen. Vermutet wird jedoch, dass sowohl das ätherische Öl als auch die Gerbstoffe für die Wirkung verantwortlich sind. Die richtige Anwendung sollte zuvor mit einem Arzt abgeklärt werden.

Bei Halsschmerzen und Entzündungen der Mundschleimhaut

Bei Erkältungssymptomen wie Halsschmerzen und Entzündungen der Mundschleimhaut kann Salbei ebenfalls wirksam sein. Darum findet man ihn beispielsweise oft in Hustenbonbons. Der Salbei hat verschiedene Inhaltsstoffe, deren Kombination besonders wirksam bei diesen Beschwerden ist. Das ätherische Öl kann die Bakterien im Mundraum verringern. So wirkt es beispielsweise auch gegen Mundgeruch.

Die Gerbstoffe in ätherischem Salbeiöl haben eine adstringierende Wirkung. Das bedeutet, dass sie die Mundschleimhaut zusammenziehen können. Das kann die Wundheilung fördern, indem sie kleine Wunden abdichten und so vor dem Eindringen von Viren und Bakterien schützen. Das macht Salbei ebenfalls zu einem wirksamen Mittel bei Zahnfleischentzündungen.

Bei Verdauungsbeschwerden und Blähungen

Salbei kann den Verdauungstrakt beruhigen und mitunter krampflösend bei Magen- und Darmkrämpfen wirken. Auch bei Menstruationsbeschwerden soll ein Salbeitee für Besserung sorgen. Daneben wirkt er auch auf den Fluss von Verdauungssäften. So kann er auch bei Beschwerden wie Blähungen und Durchfall wirksam sein.

Bei Husten

Bei Husten kann Salbei durch seine schleimlösenden Eigenschaften wirksam sein. Die adstringierende Wirkung der Gerbstoffe kann dafür sorgen, dass sich Verschleimungen besser lösen und leichter abhusten lassen. Auch seine antibakterielle Wirkung ist bei Husten förderlich. Das hindert die Bakterien daran, sich weiter zu vermehren. Eine Erkältung kann so mitunter schneller abklingen.

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen von Salbei – auch für Schwangere

Wie alle ätherischen Öle sollte man Salbeiöl niemals pur anwenden, sondern vor der Anwendung auf der Haut verdünnen. Ätherische Öle können Hautreizungen und Ausschläge verursachen. Auch vor der Anwendung auf Schleimhäuten beispielsweise im Mundbereich sollte man das Öl stark verdünnen, circa 2-3 Tropfen des ätherischen Öls auf 100 ml Wasser.

Allgemein sollte man von einer innerlichen Anwendung von Salbeiöl absehen, da das Risiko durch Substanzen wie Thujon höher ist als der medizinische Nutzen des Öls. Darum sollte man jegliche Salbei-Präparate nur über einen kurzen Zeitraum zu sich nehmen. Schwangere und Stillende sollten von einer Anwendung von Salbei absehen. Auch Kleinkinder sollten die Heilpflanze nicht verwenden, da hier noch keine ausreichenden Erkenntnisse vorliegen.

Heilpflanzen und ätherische Öle, die Kampher oder Menthol enthalten, sollten unbedingt von Kleinkindern und Säuglingen ferngehalten werden, da sie Atemnot auslösen können, wenn sie in Kontakt mit Mund und Nase kommen. Das ist auch bei Salbei der Fall. Aufpassen sollten außerdem Menschen mit Asthma. Eine Anwendung von Salbei sollte in diesem Fall zuvor mit einem Arzt abgesprochen werden.

Salbei richtig verwenden

Salbei kann einige Leiden lindern und erheblich zur Verbesserung einiger Erkältungssymptome beitragen. Daneben eignet es sich auch getrocknet als Gewürz zum Essen. Es lohnt sich also, Salbei als Kraut in seinen Garten zu pflanzen. Der Echte Salbei sieht mit seinen violetten Blüten nicht nur gut aus, sondern eignet sich auch zur Herstellung von eigenem Gewürz und eigenem Tee. Wir erklären dir, was du bei der Verwendung von Salbei beachten musst.

Salbei pflanzen, pflegen und schneiden

Salbei pflanzen, pflegen und schneiden

Salbei kann hierzulande gut in Kräutergärten und Blumentöpfen angepflanzt werden. Am wohlsten fühlt er sich dabei an warmen und sonnigen Plätzen, wie es bei den meisten mediterranen Pflanzen der Fall ist. Der Boden sollte locker und durchlässig sein. Auch in humusreicher Erde fühlt sich der Salbei wohl. Die beste Zeit zur Pflanzung ist im April bis Mai. Der Echte Salbei kann sowohl ausgesät als auch als Jungpflanze eingepflanzt werden. Das Kraut hält sich meist mehrere Jahre, sollte aber jedes Jahr im März zurückgeschnitten werden, damit sich neue Äste bilden können. Man sollte jedoch vermeiden in den verholzten Teil der Pflanze zu schneiden, da das den Salbei eher schädigt als unterstützt.

Echter Salbei reagiert sehr empfindlich auf Kälte und sollte daher im Winter vor dem Forst geschützt werden. Das erreicht man beispielsweise durch ein Kunststoffvlies, das im Winter über die Pflanze gezogen wird und sie so vor der Kälte schützt. Die Wurzeln sollten durch ausreichend Laub oder Tannenäste geschützt werden.

Salbei ernten und trocknen

Salbei ernten und trocknen

Damit sich der Salbei nach der Ernte lange hält, bietet es sich an, die Blätter der Pflanze zu trocknen. So hat man auch im Winter während der Erkältungszeit noch etwas von der Wirkung der Pflanze. Die beste Erntezeit ist in den Sommermonaten von Mai bis August. Die Blütezeit sollte man abwarten, da zu dieser Zeit das Aroma der Pflanze weniger intensiv ist. Allgemein sollte man während der Ernte immer nur wenige Äste der Pflanze abschneiden. So kann sich der Salbei besser erholen.

An der Luft trocknen

Nach der Ernte sollte man vom Waschen der Blätter absehen. Lediglich alte und vertrocknete Blätter sollten von den frischen Blättern getrennt werden. Mit dem Trocknen des Salbeis sollte man direkt nach der Ernte beginnen. Das geht auf zwei verschiedene Weisen. Unkompliziert und einfach ist das Trocknen an der Luft. Allerdings muss man bei dieser Variante auch ein bisschen Geduld mitbringen, denn der Prozess zieht sich über mehrere Tage.

Dazu nimmt man die geernteten Zweige des Salbeis und bindet sie mit einer Schnur zusammen. Das andere Ende der Schnur befestigt man  an der Decke eines circa 25 Grad warmen Raumes. Dieser sollte trocken und gut durchlüftet sein. Nach circa zehn Tagen sind die Salbeiblätter trocken.

Im Backofen trocknen

Bei einer anderen Variante kann man die Blätter im Backofen trocknen. In diesem Fall ist die Trocknung schon nach wenigen Stunden abgeschlossen. Der Backofen sollte circa 40 Grad Celsius warm sein, bevor du die Blätter zum Trocknen in den Ofen legst. Wichtig ist, dass die Ofentür nicht komplett geschlossen ist, sondern einen Spalt offen bleibt, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Wenn man die Blätter regelmäßig wendet, sind sie nach circa sechs Stunden komplett trocken. Nun müssen sie nur noch auskühlen. Zur Lagerung eignet sich ein Schraubglas, das man luftdicht verschließen kann. Am längsten hält sich der Salbei, wenn man ihn dunkel lagert.

Hausmittel gegen Husten: Rezepte

Salbei als Hausmittel gegen Husten

Salbei wird in einigen Hausmitteln gegen Husten verwendet. Ein natürliches Hustenmittel, das sofort für Besserung sorgt, ist das Inhalieren. Dazu gießt man heißes Wasser in einen Inhalator und atmet die Wasserdämpfe ein. Bei Husten eignet sich ein Aufsatz für Mund und Nase. Vor dem Einatmen sollte man das Wasser auf eine angenehme Temperatur abkühlen lassen. In das heiße Wasser kann man verschiedene Zusätze geben, beispielsweise auch getrocknete Salbeiblätter. Zusammen mit den heißen Wasserdämpfen sorgt dieser dafür, dass sich Verschleimungen lösen und die Schleimhäute beruhigen. Kleinkinder und Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen sollten von dem Inhalieren mit Salbei absehen.

Auch als Tee oder Erkältungsbad macht sich Salbei gut, um Erkältungssymptome zu lindern. Für einen Tee verwendet man wenige Gramm der getrockneten Salbeiblätter. In ein Erkältungsbad sollte man wenige Tropfen des ätherischen Öls geben. Weniger ist hier mehr. Ätherische Öle sind stark konzentriert und sollten extrem verdünnt werden, damit es nicht zu Hautreizungen kommt.

Bei Halsschmerzen kann man frische Salbeiblätter kauen, die die Schleimhäute befeuchten und beruhigen. Um das Immunsystem zu stärken eignet sich auch eine Suppe aus warmer Milch, einem Teelöffel frischer, feingehackter Salbeiblätter und einem Schuss Honig. Diese Mischung sollte man in kleinen Schlücken zu sich nehmen.

Salbei kaufen

Salbei kaufen

Salbei kann man in verschiedenen Varianten kaufen. In Supermärkten findet man ihn meist als Gewürz, in Form von Hustenbonbons und als Tee. Badezusätze mit Salbei erhält man in Drogerien. Wer Tabletten und Salben mit Salbei sucht, wird am ehesten in Apotheken fündig. Ätherisches Salbeiöl kann man in Bioläden erwerben.

  • Salbeitee: Es gibt sowohl reinen Salbeitee als auch Teemischungen, die Salbei als Zutat enthalten. Preislich liegen die meist bei 1 bis 3 Euro pro Packung. Salbeitee eignet sich hervorragend als Erkältungsmittel, aber auch bei Verdauungsbeschwerden kann das warme Getränk aus dem würzigen Kraut für Linderung sorgen.
  • Salbei Tabletten: Tabletten mit Salbeiextrakt findet man vorwiegend in Apotheken. Sie sollen vor allem bei übermäßigem Schwitzen und Nachtschweiß helfen. Die Präparate kosten um die 20 bis 30 Euro. Zur richtigen Anwendung der Arzneimittel sollte man unbedingt einen Arzt oder Apotheker zur Rate ziehen.
  • Salbei Bonbons: Salbei Bonbons findet man in jedem Supermarkt. Sie wirken besonders gut bei Halsschmerzen und Reizhusten, da der enthaltene Salbei die Schleimhaut befeuchten und beruhigen kann. Hustenbonbons sind oft nicht teurer als 1 bis 2 Euro und nahezu überall erhältlich.
  • Salbeiöl: Ätherisches Salbeiöl sollte niemals innerlich angewendet werden, sondern eignet sich nur zur äußerlichen Anwendung. So findet man es beispielsweise in natürlichen Mundspülungen und Deodorants. Wichtig ist hier allerdings, dass du es ausreichend verdünnst. Es sollten niemals mehr als ein paar Tropfen des Öls verwendet werden. Ein kleines Fläschchen des ätherischen Öls kostet um die 7 Euro.
  • Salbei Salbe: Salbei wird auch als Zutat in Salben verwendet. Je nach Zusammensetzung der Salbe kann sie für verschiedene Beschwerden eingesetzt werden. So gibt es beispielsweise Salben gegen übermäßiges Schwitzen und Salben zur Pflege unreiner Haut. Vor dem Verwenden einer entsprechenden Salbe sollte man sich ausreichend informieren und sich von einem Spezialisten beraten lassen.

Neben diesen Varianten findet man Salbei natürlich auch als Gewürz, das sich zum Würzen von Nudel- und Fleischgerichten eignet. Das Heilkraut ist sehr vielseitig und kann in vielerlei Form verwendet werden, so dass jeder eine für sich passende Verwendungsform finden kann.

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