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Schwarzkümmelöl: 8 Wirkungen, 3 Risiken + Tipps zur Einnahme

Schwarzkümmelöl wurde bereits im alten Ägypten zur Behandlung verschiedenster Krankheiten verwendet. Mittlerweile wird das natürliche Heilmittel auch hierzulande immer beliebter. Doch wie gesund ist Schwarzkümmelöl wirklich? Im Folgenden erfährst du alles über das kostbare Öl, von seinen Wirkungen über Risiken und Nebenwirkungen bis hin zu Tipps bei der Einnahme.

Was Schwarzkümmel eigentlich ist

Was Schwarzkümmel eigentlich ist

Der sogenannte "Echte Schwarzkümmel" ist eine Pflanze aus der Familie der Hahnenfußgewächse. Somit ist Schwarzkümmel – anders, als der Name nahelegt – weder mit Kümmel noch mit Kreuzkümmel verwandt, die wie beispielsweise Petersilie und Koriander zur Familie der Doldenblütler gehören. Die schwarzen Samen der Pflanze erinnern an Sesam, sind aber im Geschmack deutlich dominanter. Dabei reichen die Zuschreibungen von "pfefferartig" über "zwiebelähnlich". Das Aroma von Schwarzkümmelsamen ist daher trotz fehlender Verwandtschaft ähnlich umstritten wie das von Kreuzkümmel und im wahrsten Sinne reinste Geschmackssache.

Ägyptisches Schwarzkümmelöl

Schwarzkümmel ist vor allem im Orient und in Mittelmeerländern beheimatet. In diesen Regionen werden die Samen schon seit tausenden von Jahren sowohl als Gewürz als auch zu medizinischen Zwecken verwendet. Besonders heilkräftig ist dabei das aus den Samen gepresste Schwarzkümmelöl. Dieses wurde offenbar schon von den alten Ägyptern als Heilmittel genutzt, ein Flakon mit Öl wurde sogar im Grab des berühmten Pharaos Tutanchamun gefunden.

Daher wird das Öl der Pflanze häufig als "ägyptisches Schwarzkümmelöl" bezeichnet, obwohl Schwarzkümmel in der gesamten orientalischen Welt und auch in Indien und Teilen von Asien weit verbreitet ist. Schwarzkümmel ist eine uralte Heilpflanze, aus deren Samen seit jeher heilkräftiges Öl gepresst wurde – damit stellt Schwarzkümmel das orientalische Äquivalent zur europäischen Leinpflanze dar, die 2005 zur Heilpflanze des Jahres gekürt wurde.

Speiseöl und ätherisches Öl

Aus den Samen von schwarzem Kümmel lassen sich zwei Arten von Öl herstellen: Speiseöl und ätherisches Öl. Das Speiseöl kann beim Kochen verwendet werden und entsteht, wie auch beispielsweise Leinöl und Mandelöl, durch Pressung. Das ätherische Öl wird dagegen durch Destillation und Verdampfung gewonnen und ist, im Gegensatz zum Speiseöl, nicht oder nur sehr stark verdünnt zum Verzehr geeignet.

Während ätherisches Öl in konzentrierter Form durch Destillation entsteht, beinhaltet das Öl grundsätzlich natürliche Substanzen, die in vielen Pflanzen vorkommen. Das bedeutet, auch Schwarzkümmel-Speiseöl enthält zu einem sehr geringen Anteil natürliches, ätherisches Öl. Dieses trägt zwar zur gesundheitsfördernden Wirkung des Speiseöls bei, ist aber so gering konzentriert, dass du davon für gewöhnlich keine Nebenwirkungen zu erwarten hast. Dennoch ist das Speiseöl grundsätzlich eher zur inneren Anwendung geeignet, während das ätherische Schwarzkümmelöl gegen äußere Beschwerden nützlich ist.

Inhaltsstoffe von Schwarzkümmelöl

Inhaltsstoffe von Schwarzkümmelöl

"Schwarzkümmel heilt alles, außer den Tod." Mit diesem Ausspruch machte der islamische Prophet Mohammed die heilkräftige Wirkung der Schwarzkümmelsamen schon vor 1500 Jahren in der orientalischen Welt bekannt. Aber warum ist das Öl der Pflanze so gesund? Im Folgenden erfährst du alles über die wichtigsten Inhaltsstoffe von Schwarzkümmel.

Vitamine

Ein Großteil seiner gesunden Wirkung dürfte auf die in Schwarzkümmel enthaltenen Vitamine zurückgehen. So findet sich in dem Öl beispielsweise Beta-Carotin, ein Pflanzenfarbstoff, aus dem dein Körper bei Bedarf das lebenswichtige Vitamin A herstellen kann, das Haut und Haare sowie die Sehkraft stärkt. Auch verschiedene Stoffe aus der Gruppe der B-Vitamine sind enthalten, die unter anderem deine Nervenfunktion, verschiedenste Stoffwechselprozesse und das Zellwachstum steuern. Auch Vitamin C ist vorhanden, das vor allem für seine immunstärkende Wirkung bekannt ist. Zudem enthält Schwarzkümmelöl Folsäure, das insbesondere für Zellbildung und Fruchtbarkeit von ausschlaggebender Bedeutung ist.

Mineralstoffe

Schwarzkümmelöl enthält nicht nur eine Fülle von Vitaminen. Auch zahlreiche Mineralstoffe sind in dem natürlichen Heilmittel vertreten, darunter auch Magnesium und Zink. Magnesium gehört zu den Mengenelementen, dein Körper benötigt also regelmäßig größere Mengen des Minerals, um essentielle Funktionen auszuführen. Magnesium ist nämlich insbesondere für deine Muskel- und Nervenzellen von Bedeutung, ein Magnesiummangel kann wie auch ein Mangel an anderen Mengenelementen, darunter Calcium und Kalium, im schlimmsten Fall tödlich enden.

Zink gehört dagegen zu den Spurenelementen. Doch obwohl dein Körper von diesen Nährstoffen nur geringe Mengen benötigt, kann er ohne sie nicht richtig funktionieren. So ist Zink für die Steuerung hunderter Stoffwechselprozesse verantwortlich, insbesondere für die Produktion von Sexualhormonen. Ein Zinkmangel kann daher Unfruchtbarkeit zur Folge haben, und auch ein Mangel an anderen Spurenelementen wie Eisen kann deine Gesundheit ernsthaft schädigen, zum Beispiel durch die Entstehung einer Anämie. Schwarzkümmelöl versorgt dich mit lebensnotwendigen Nährstoffen und hilft, solchen Mängeln vorzubeugen.

Ätherische Öle

Ätherische Öle in Schwarzkümmelöl

Neben Vitaminen und Mineralstoffen spielen auch ätherische Öle eine entscheidende Rolle bei der gesunden Wirkung von Schwarzkümmelöl. Ätherische Öle sind natürliche Pflanzenbestandteile, die in vielen Heilpflanzen vorkommen, zum Beispiel Eukalyptus, Baldrian, Kamille, Ingwer, Salbei, Arnika, Lavendel und der Teebaumpflanze. Sie wirken schmerzlindernd, desinfizierend und vor allem anti-entzündlich, zudem bieten sie Schutz vor Bakterien und Pilzen. Sowohl bei Hauterkrankungen als auch bei innerlichen Entzündungen können die ätherischen Öle in Schwarzkümmelöl daher beruhigen und lindernd wirken.

Ungesättigte Fettsäuren

Schwarzkümmelöl zeichnet sich auch durch seinen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren aus. Das sind fetthaltige chemische Strukturen, die dein Körper nicht selbst herstellen kannst, obwohl sie für seine Funktion essentiell sind. Zu den wichtigsten ungesättigten Fettsäuren gehören Omega-3-Fettsäuren und Omega-6-Fettsäuren.

Beide chemischen Verbindungen enthalten wiederum kostbare Stoffe, die sich sehr positiv auf die Gesundheit auswirken. So senken ungesättigte Fettsäuren nachweislich den Cholesterinspiegel, stärken deine Blutgefäße und schützen dich vor Herzkreislauf-Erkrankungen.

Wirkungen von Schwarzkümmelöl

Wirkungen von Schwarzkümmelöl

Angesichts der gesunden Inhaltsstoffe verwundert es nicht, dass Schwarzkümmelöl ein natürliches Heilmittel darstellt. Gegen welche Beschwerden du das Öl einsetzen kannst und wie es wirkt, erfährst du im Folgenden.

Hilfe bei Magen- und Darmbeschwerden

Ob bei antiken griechischen Gelehrten oder in der traditionellen, indischen Ayurveda-Heilkunst, Schwarzkümmelöl gilt als bewährtes Mittel gegen Magen- und Darmbeschwerden. Verantwortlich dafür ist die entkrampfende, antibakterielle und entzündungslindernde Wirkung des Öls. Denn viele Verdauungsprobleme sind auf schädliche Bakterien oder Pilze in Magen und Darm zurückzuführen, oder aber auch Entzündungen, die durch andere Krankheiten wie Gastritis, Morbus Crohn und Zöliakie verursacht werden. Bei Krämpfen, Übersäuerung und insbesondere unangenehmen Flatulenzen ist Schwarzkümmelöl daher ein probates Hausmittel gegen die Beschwerden.

Zur Unterstützung einer Detox-Kur

"Detox" steht für Detoxifikation, was so viel wie Entgiftung bedeutet. Bei allgemeiner körperlicher und mentaler Leistungsschwäche, insbesondere in Verbindung mit Verdauungsstörungen, empfiehlt insbesondere die Naturheilkunde sogenannte Detox-Kuren, um den Körper von Gift- und Schadstoffen zu reinigen. Diese Gift- und Schadstoffe, die wir über die Ernährung und die Umwelt aufnehmen, belasten nach naturheilkundlichen Theorien nämlich deinen Körper und sorgen dafür, dass du dich schlapp und abgespannt fühlst, schneller unter Stress stehst und anfälliger bist für Krankheiten. Mittlerweile sind Detox-Kuren für viele Menschen Bestandteil eines gesunden und bewussten Lebensstils, die es ihnen ermöglichen, ihrem Körper eine Pause zu gönnen und sich selbst etwas Gutes zu tun.

Durch seine antientzündliche, antibakterielle und antimykotische Wirkung kann Schwarzkümmelöl deinem Körper dabei helfen, sich von kräftezehrenden Entzündungen und schädlichen Organismen zu befreien. Eine Verschlechterung deines Allgemeinzustands kann jedoch vielfältige Ursachen haben. Solltest du dich nach oder auch schon während der Detox-Kur nicht wohlfühlen, lohnt sich der Gang zum Arzt, um unter anderem Nährstoffmängel oder andere Erkrankungen als Ursache für das Unwohlsein abzuklären.

Heilung und Pflege für die Haut

Heilung und Pflege für die Haut

Insbesondere in der Naturheilkunde ist Schwarzkümmelöl ein beliebtes Mittel zur Linderung entzündlicher oder chronischer Hautbeschwerden. Hierzu wird das Öl in der Regel dünn auf betroffene Körperstellen aufgetragen. Seine Wirksamkeit gegen Hautkrankheiten verdankt das Öl unter anderem den antibakteriellen Eigenschaften des ätherischen Öls, die Krankheitserreger und Pilze bekämpfen und zudem antientzündlich wirken.

Darüber hinaus tragen Stoffe innerhalb der ungesättigten Fettsäuren sowie Vitamin A dazu bei, die Hautzellen von außen zu schützen und zu kräftigen, sie mit Feuchtigkeit zu versorgen und Entzündungsherde zu bekämpfen. Ausschläge, Schuppen und juckende, brennende Hautpartien können so beruhigt werden. Sogar bei Schuppenflechte und Neurodermitis kann Schwarzkümmelöl in Kombination mit einer ärztlichen Therapie dazu beitragen, Symptome zu lindern und Betroffenen zu helfen.

Stärkung des Immunsystems

Die in Schwarzkümmelöl enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe übernehmen essentielle Funktionen in deinem Körper. Dazu gehört auch die Stärkung deines Immunsystems. Dieses wird nämlich durch Substanzen wie Vitamin A, Vitamin C und Zink aktiv unterstützt. Alle drei Nährstoffe sind dafür verantwortlich, Krankheitserreger zu bekämpfen und abzuwehren. Wenn du anfällig für Infekte und körperlich erschöpft bist, könnte dir eine Kur mit Schwarzkümmelöl dabei helfen, deinen Allgemeinzustand zu verbessern und verschleppte Krankheiten loszuwerden.

Denn das Öl unterstützt deine Gesundheit nicht nur aktiv, sondern auch indirekt: Indem es deinen Körper mit lebensnotwendigen Nährstoffen versorgt, wird er grundsätzlich gestärkt, ähnlich wie eine gut geölte Maschine. Vitamin A, Vitamin C und Zink wehren nicht nur Krankheitserreger ab, sie unterstützen auch den sogenannten "Radikalenfänger" Vitamin E bei einer sehr wichtigen Aufgabe: Sie wehren sogenannte freie Radikale ab. Das sind schädliche Moleküle, die deine Zellen angreifen und im schlimmsten Fall gefährliche Mutationen auslösen können. Durch die Einnahme von Schwarzkümmelöl kannst du nicht nur bestehende Krankheiten bekämpfen, sondern auch neuen vorbeugen.

Traditionelle Hilfe in der Frauenheilkunde

Schwarzkümmelöl kann die Menstruationsblutung anregen

Besonders in der Heilkunst des Mittelalters wurde Schwarzkümmel nicht nur gegen Verdauungsbeschwerden und Entzündungen, sondern auch in der Frauenheilkunde eingesetzt. Auf diesem Gebiet wird das Hahnenkrautgewächs auch im indischen Ayurveda versteckt verwendet. Schwarzer Kümmel ist nämlich ein natürliches Galaktagogum, also ein Arzneimittel, dass bei Frauen die Produktivität der Milchdrüsen anregt. Insbesondere Wöchnerinnen, also Frauen, die kurz nach der Geburt ihres Kindes Probleme mit der Milchproduktion haben, finden in Schwarzkümmelöl ein natürliches Mittel, das beim Stillen unterstützend wirken kann.

Die vielseitige Heilpflanze wirkt aber nicht nur galaktagog, sondern auch emmenagog. Unter einem Emmenagogum versteht man ein Arzneimittel, das allgemein durchblutungsfördernd wirkt, insbesondere aber die Menstruationsblutung der Frau anregt. Bei Problemen mit einer unregelmäßigen oder verzögerten Monatsblutung kann Schwarzkümmelöl daher helfen, die Menstruation auszulösen.

Wirksam gegen Atemwegserkrankungen

Wie bereits mehrfach erwähnt, verfügt Schwarzkümmelöl über starke antientzündliche Eigenschaften. Durch diese Eigenschaften bekämpft das Öl Infekte und Krankheiten, die deine Gesundheit schwächen und deine körperliche Leistungsfähigkeit verringern. Besonders wirksam ist schwarzer Kümmel auch im Kampf gegen Atemwegsinfekte. Das betrifft unangenehme Erkältungen ebenso wie chronische Erkrankungen wie Asthma. Hier kann das Öl mit Wasser vermischt und erhitzt werden, um durch ein Dampfbad Beschwerden wie Hustenreiz zu lindern. Die Dämpfe lösen Verschleimungen und können helfen, verkrampfte Atemwege zu entspannen.

Senkung von Bluthochdruck

Schwarzkümmel zählt zu den Diuretika, den entwässernden Arzneimitteln. Diese sorgen dafür, dass vermehrt Flüssigkeit aus deinem Körper ausgeschieden wird, wodurch sie dazu beitragen, Harnwegsinfektionen wie Blasenentzündungen zu heilen oder die Entstehung von Harnwegserkrankungen wie Nierensteinen sogar zu verhindern. Diuretika wirken sich aber nicht nur auf den menschlichen Harntrakt aus. Dadurch, dass sie den Flüssigkeitshaushalt deines Körpers beeinflussen, können sie auch Bluthochdruck mindern.

Diuretika wie schwarzer Kümmel sorgen dafür, dass der Körper vermehrt Flüssigkeit und Kochsalz ausscheidet. Alleine dadurch wird das Risiko für Bluthochdruck gesenkt. Darüber hinaus verringern entwässernde Arzneimittel aber auch die Auslöser, die zu Gefäßverengungen und somit Bluthochdruck führen. Auch beeinflussen sie die Produktion von Hormonen, die für die Blutdrucksteigerung verantwortlich sind. Somit hilft dir Schwarzkümmelöl nicht nur bei schmerzhaften Harnwegsinfektionen oder Menstruationsbeschwerden, sondern schützt auch vor Schlaganfällen und Herzinfarkten.

Linderung in der Chemotherapie

Verschiedene Studien legen nahe, dass Schwarzkümmelsamen und das daraus gewonnene Öl sogar in der Chemotherapie eine förderliche Wirkung entfalten. Wie das genau funktioniert, ist bisher noch nicht ausreichend erforscht. Doch alleine die Inhaltsstoffe des Öls legen nahe, dass Schwarzkümmel deinen Körper im Kampf gegen den Krebs unterstützen kann. Denn die in Schwarzkümmelöl enthaltenen Vitamine A, C und das Spurenelement Zink wirken sich antioxidativ auf deinen Körper aus. Das heißt, sie bekämpfen in Verbindung mit anderen Nährstoffen schädliche Moleküle, sogenannte freie Radikale, die deine Zellen beschädigen und sogenannte Oxidationsprozesse, also nachteilige Veränderungen der Zellen, auslösen können.

Darüber hinaus trägt das Öl dazu bei, unangenehme Nebenwirkungen der Chemotherapie abzumildern. Um Krebszellen zu vernichten, werden oft aggressive Medikamente eingesetzt, die auch andere Bereiche deines Körpers schädigen können. Besonders häufig betroffen sind der Magen- und Darmtrakt sowie die Schleimhäute. Hier entfaltet das Öl des schwarzen Kümmels eine beruhigende und schützende Wirkung, die von Studienteilnehmern als äußerst wohltuend empfunden worden ist.

Nebenwirkungen und Risiken von Schwarzkümmelöl

Nebenwirkungen und Risiken von Schwarzkümmelöl

Samen und Öl des "Echten Schwarzkümmels", wissenschaftlich auch "Nigella Sativa" genannt, werden schon seit Jahrtausenden zu medizinischen Zwecken verwendet. Kein Wunder, denn das nährstoffreiche Gewächs wirkt sich in verschiedenster Hinsicht vorteilhaft auf deine Gesundheit aus.

Manche Wirkungen des schwarzen Kümmels sind bereits seit grauer Vorzeit bekannt, zum Beispiel sein Nutzen gegen Magen-Darm-Beschwerden und in der Frauenheilkunde, andere, wie sein positiver Effekt bei Chemotherapien, werden gerade erst erforscht. Doch obwohl Schwarzkümmelöl grundsätzlich eine sehr gesunde Ergänzung auf dem Speiseplan darstellt, solltest du ein paar Aspekte beachten, wenn du das Öl der Nigella Sativa sicher und wirkungsvoll einsetzen möchtest.

Magenbeschwerden und Krämpfe

Schwarzkümmel-Speiseöl wird aus den Samen des Hahnenkrautgewächses gepresst. Das dabei entstehende Öl ist eigentlich sehr gesund und reich an Nährstoffen – vorausgesetzt, es wird unter den richtigen Bedingungen produziert. Das Öl sollte in jedem Fall kaltgepresst werden, da bei Hitzeeinwirkung während der Herstellung viele Nährstoffe verloren gehen können. Doch auch die restlichen Produktionsbedingungen sollten möglichst hochwertig sein, angefangen von der Qualität der verwendeten Samen bis hin zur Verpackung des Öls. Im Optimalfall solltest du deshalb zu nativem, kaltgepressten Schwarzkümmelöl mit Biosiegel greifen.

Öl aus minderwertiger Produktion büßt nicht nur zahlreiche Nährstoffe ein, es kann während der Herstellung sogar zur Verunreinigung kommen. Diese wiederum können später beim Verzehr Beschwerden verursachen, insbesondere im Magen-Darm-Trakt.

Doch auch bei hochwertigem Öl solltest du auf die richtige Dosis achten und deinen Körper gegebenenfalls langsam an die Einnahme gewöhnen. Wenn du zu große Mengen zu dir nimmst oder das Öl aufgrund von Allergien nicht verträgst, kann es sonst zu Schluckauf, Krämpfen und Sodbrennen kommen. Das ist allerdings sehr selten und setzt den Verzehr sehr großer Mengen voraus.

Vorsicht bei Schwangerschaft und Asthma

Vorsicht bei der Anwendung von Schwarzkümmelöl in der Schwangerschaft

Wie bereits erläutert, gibt es zwei Arten von Schwarzkümmelöl: Speiseöl, das von Natur aus einen geringen Anteil an ätherischem Öl enthält, und konzentriertes ätherisches Öl, das per Destillation gewonnen wird. Während die Anwendung des Speiseöls bei Asthma-Patienten nachweislich positive Auswirkungen hatte, sollte das ätherische Öl nur stark verdünnt oder nach Absprache mit einem Arzt verwendet werden. Die Bestandteile von ätherischem Öl können bei falscher Anwendung nämlich die Atemwege reizen und im schlimmsten Fall Asthma-Anfälle auslösen, statt sie zu beschwichtigen

Auch Schwangere sollten auf die Anwendung des ätherischen Öls verzichten. Wer auf Nummer Sicher gehen will, kann auch den Verzehr des Speiseöls mit einem Mediziner absprechen. Ätherische Öle haben nämlich eine durchblutungsfördernde Wirkung. In der Frauenheilkunde wurde Schwarzkümmelöl daher lange Zeit genutzt, um ausbleibende oder unregelmäßige Menstruationsblutungen anzuregen. Da die natürlichen Bestandteile von Nigella Sativa aber auch die Kontraktion der Gebärmutter anregen kann, führt der Verzehr des Öls im schlimmsten Fall zu einer Früh- bzw. Fehlgeburt. Daher sollten werdende Mütter Vorsicht walten lassen, auf die Anwendung von purem ätherischen Öl verzichten und das Speiseöl nur in geringen Dosen zu sich nehmen.

Allergische Reaktionen

Besonders das aus Schwarzkümmel-Samen gewonnene Speiseöl ist für gewöhnlich gut verträglich. Dennoch kann es, genau wie beim ätherischen Öl, theoretisch zu allergischen Reaktionen kommen. Wer zu Allergien neigt oder aus Erfahrung weiß, dass er auf ätherisches Öl empfindlich reagiert, sollte beide Varianten von Schwarzkümmelöl entweder nur nach Absprache mit einem Mediziner oder in extrem geringer Dosis ausprobieren.

Doch auch ohne bekannte Allergie ist es vernünftig, wenn du bei der Erstanwendung des Öls vorsichtig bist und deinen Körper in kleinen Schritten an die gesunde Substanz gewöhnst. So vermeidest du Unverträglichkeitsreaktionen ebenso wie Beschwerden, die auf einen überreizten Magen zurückgehen. Übrigens solltest du das fette Speiseöl grundsätzlich nicht auf nüchternen Magen nehmen, sondern lieber nach einer Mahlzeit.

Schwarzkümmelöl kaufen

Schwarzkümmelöl kaufen

Wenn du Schwarzkümmel aufgrund seiner gesunden Wirkung auf deinen Speiseplan setzen willst, hast du vier verschiedene Optionen zur Auswahl: Du kannst zu Speiseöl oder ätherischem Öl greifen, Samen kaufen oder aber Kapseln aus konzentriertem Schwarzkümmelöl. Alle genannten Produkte findest du online bei Versand- oder Lebensmittelhändlern sowie in Shops, die Produkte zur Gesundheitsförderung anbieten. Doch auch im Einzelhandel kannst du fündig werden: Öl, Samen und Kapseln gehören zum Sortiment einiger Lebensmittelläden und Drogeriemärkte, auch Reformhäuser und Bio-Märkte könnten die Produkte des "echten Schwarzkümmels" führen.

Im Folgenden findest du eine kurze Übersicht über die Auswahl und die verschiedenen Vorzüge der jeweiligen Produkte.

Reines Schwarzkümmelöl

Noch immer ist Öl die herkömmlichste Variante des Hahnenkrautgewächses. Du findest es sowohl im Internet als auch bei lokalen Lebensmittelhändlern, in Reformhäusern und Drogeriemärkten. Dabei ist das Speiseöl weiter verbreitet als die konzentrierte, ätherische Version.

Speiseöl oder ätherisches Öl?

Welches der Öle du dir zulegst, sofern du nicht direkt beide Varianten anschaffen möchtest, hängt vor allem vom jeweiligen Verwendungszweck ab. Wenn du Schwarzkümmelöl gegen Menstruationsbeschwerden, zur Stärkung deiner Abwehrkräfte oder gegen Magen- und Darm-Probleme einsetzen möchtest, solltest du zum Speiseöl greifen.

Möchtest du dagegen vorrangig Hautprobleme angehen oder das Öl im Dampfbad gegen Atemwegsbeschwerden einsetzen, ist das ätherische Öl vermutlich wirksamer – auch wenn sich die verzehrgeeignete Variante ebenfalls für Dampfbäder nutzen lässt. Wenn du das Öl lieber allgemein nutzen und nicht gegen bestimmte Beschwerden einsetzen möchtest, empfiehlt sich ebenfalls das Speiseöl, da es vielseitiger einsetzbar ist.

Achtung bei der Qualität

Achte beim Kauf auf die Qualität deines Schwarzkümmelöls: Nativ, kaltgepresst und im besten Fall Bio-Qualität sollte es sein. Der Preis für einen Liter hochwertigen Öls liegt dabei zwischen 25 und 30 Euro, 250 bis 500 Milliliter Öl kosten je nach Anbieter zwischen 8 und 15 Euro. Dennoch solltest du dich von diesem Preis nicht abschrecken lassen: Um die gesunden Kräfte des Öls zu nutzen, musst du es nur in sehr kleinen Dosen anwenden. Mit einer Portion des Speiseöls solltest du daher auch bei reger Nutzung lange auskommen.

Kapseln aus Schwarzkümmelöl

Schwarzkümmelöl-Kapseln

Du willst dir die gesunden Wirkungen von Schwarzkümmelöl zunutze machen, aber der Geschmack ist einfach nichts für dich? Dann greifst du am besten zu Schwarzkümmelöl-Kapseln. Diese bieten eine konzentrierte Form des Öls und lassen sich einfach mit einem Schluck Wasser herunterschlucken. Dadurch nimmst du die wirkungsvollen Nährstoffe der Schwarzkümmel-Pflanze auf, ohne dich mit dem Geschmack aufhalten zu müssen.

Vorteile und Wirkung der Kapseln

Die tägliche Einnahme kann dir helfen, dein Immunsystem zu stärken, den Bluthochdruck zu senken und Krankheiten vorzubeugen. Zudem werden die Kapseln bei manchen Anbietern mit anderen Wirkstoffen kombiniert, beispielsweise Vitamin E. Daher kannst du ein Präparat auswählen, das optimal auf dich und deine Bedürfnisse zugeschnitten ist. Die Kapseln sind außerdem mit einer Dosierungsanleitung versehen, sodass du auch als Anfänger weißt, wann du wie viele Tabletten zu dir nehmen musst, um eine Wirkung zu spüren.

Das solltest du bei Kapseln beachten

Bei den Kapseln handelt es sich eher um langfristige Helfer; bei akuten Beschwerden solltest du dagegen auf Schwarzkümmelöl in seiner ursprünglichen Form zurückgreifen. Einige Kapseln sind außerdem sehr hoch dosiert. Du solltest die Einnahme daher langsam angehen und im Laufe der Zeit deine Tagesdosis steigern, um deinen Körper an das Öl zu gewöhnen. Sonst kommt es im schlimmsten Fall zu Unverträglichkeitsreaktionen wie Magenbeschwerden.

Achte zudem darauf, dass du Kapseln nur in Kombination mit Nährstoffen einnimmst, die du auch wirklich brauchst. Wenn du diese Einzelheiten berücksichtigst, sind die Kapseln ein schnelles und zuverlässiges Mittel, um deine tägliche Dosis Schwarzkümmelöl aufzunehmen.

Schwarzkümmel-Samen

Eine weitere Alternative bei der Einnahme von Schwarzkümmel sind die Samen des Hahnenkrautgewächses.

Vorteile von Schwarzkümmel-Samen

Diese bieten den Vorteil vielseitiger Anwendbarkeit: Bei akutem Bedarf oder zur Stärkung deiner Abwehrkräfte kannst du einen Löffel mit Samen pur kauen. Ansonsten kannst du Schwarzkümmel-Samen wie auch Chia-Samen oder Hanfsamen beim Backen verwenden, ins Müsli streuen oder als Gewürz verwenden. Die Samen sind gut zu dosieren und einfach in der Anwendung. Zusätzlich erhältst du durch den Verzehr noch eine Portion verdauungsfördernder Ballaststoffe.

Das solltest du bei Samen beachten

Allerdings lassen sich die Samen nur bei inneren Beschwerden anwenden und wirken bei akuten Problemen langsamer als das Speiseöl. Daher sind die Samen eher eine nützliche Ergänzung für die tägliche Aufnahme von Schwarzkümmel. Bei akutem medizinischen Bedarf, als Hautpflege oder gegen Atemwegsbeschwerden ist das Speiseöl die bessere Alternative.

Anwendung und Einnahme von Schwarzkümmelöl

Schwarzkümmelöl einnehmen und richtig anwenden

Wie du Schwarzkümmelöl richtig einnimmst, hängt vom jeweiligen Verwendungszweck ab. Im Folgenden findest du ein paar Vorschläge, wie du verschiedene Formen des Öls gegen unterschiedliche Beschwerden einsetzt.

In der Küche

Für die tägliche Einnahme empfehlen sich Schwarzkümmelöl-Kapseln. Wenn du zur Gruppe der Personen gehörst, die den etwas eigenwilligen Geschmack der Pflanze schätzt, kannst du jedoch auch das Öl sowie die Samen der Nigella Sativa in deinen täglichen Speiseplan einbauen. Schwarzkümmelöl eignet sich bereits in kleinen Mengen von einem Teelöffel zum Würzen und Verfeinern von Salatdressings, Eintöpfen und Suppen. Käseliebhaber können das gesunde Öl auch tropfenweise mit ausgewählten Molkerei-Produkten kombinieren.

Wer dagegen an Laktoseintoleranz leidet oder das Öl in flüssiger Form nicht so gerne mag, kann stattdessen auf die Samen zurückgreifen. Diese lassen sich nach Geschmack dosieren und löffelweise in Brot backen, ins Müsli geben oder zum Würzen herzhafter Speisen verwenden.

Zur langfristigen Anwendung

Wenn du bei der Nutzung von Schwarzkümmelöl vor allem die langfristigen Wirkungen der Pflanze im Sinn hast, hast du verschiedene Optionen zur Anwendung. Wenn du den Geschmack des Öls nicht magst, kannst du auf die tägliche Einnahme von Schwarzkümmelöl-Kapseln ausweichen. Alternativ kannst du täglich einen Teelöffel Öl pur schlucken. Achte allerdings darauf, dass du das Öl nicht auf leeren Magen nimmst; dieser könnte sonst gereizt reagieren.

Wenn dir der Geschmack zu intensiv ist, kannst du das Öl auch mit Honig vermengen oder in eine Flüssigkeit mischen, die du gerne trinkst. Smoothies sind nur eine Möglichkeit hierzu. Auf diese Art stärkst du nicht nur deine Gesundheit, regelmäßige Flüssigkeitsaufnahme hilft dir auch, ein gesundes Trinkverhalten zu entwickeln. Auch der tägliche Verzehr von Schwarzkümmel-Samen unterstützt deinen Körper langfristig.

Durch diese Formen der Einnahme machst du dir vor allem die langanhaltenden Wirkungen von Schwarzkümmelöl zunutze. Dazu gehören die Stärkung deines Immunsystems, die Entgiftung deines Körpers, die Linderung chronischer Entzündungen und die Senkung deines Blutdrucks.

Gegen akute Beschwerden

Zur Bekämpfung akuter Beschwerden eignen sich am besten ein bis zwei Teelöffel gegen innere Beschwerden. Das betrifft Verdauungsprobleme ebenso wie Menstruationsbeschwerden. Achte darauf, das Öl nicht auf leeren Magen zu nehmen und beginne die Einnahme mit einer kleineren Menge, die du steigern kannst, sollte die gewünschte Wirkung auf sich warten lassen. Auch zur äußerlichen Anwendung, bei kleinen Wunden oder juckenden Stellen, eignet sich das Speiseöl.

Hilfe gegen Hautprobleme

Wer an juckendem Ausschlag, Schuppenflechte oder Neurodermitis leidet, kann sich ebenfalls die förderliche Wirkung von Schwarzkümmelöl zunutze machen. Sowohl das Speiseöl als auch das ätherische Öl können störende Symptome lindern. Während das ätherische Öl punktuell und konzentriert gegen Entzündungen und Infektionen genutzt werden kann, eignet sich das Speiseöl großflächig als Feuchtigkeitsspende und wirkt gegen Bakterien, Pilze und Krankheitserreger.

Das Öl sollte sparsam auf betroffene Körperstellen aufgetragen werden. Sei aber vorsichtig bei der Behandlung kleiner Wunden. Die Anwendung bei offenen Wunden kann ansonsten unangenehm brennen. Teste zudem die Verträglichkeit des Öls an einer unauffälligen Stelle, um etwaige Allergien auszuschließen.

Gegen Atemwegsbeschwerden

Schwarzkümmelöl gilt als wirksames Hausmittel gegen Atemwegsbeschwerden. Besonders zur Linderung von Hustenreiz oder gereizten Atemwegen eignet sich das Öl als Inhalationsmittel. Da beim ätherischen Öl ein erhöhtes Risiko besteht, bereits empfindliche Atemwege weiter zu reizen, lohnt sich hier besonders die Anwendung des Speiseöls. Hierzu werden zwei Esslöffel des Speiseöls mit ein bis zwei Litern kochendem Wasser vermengt. Der Wasserdampf wird anschließend unter einem Handtuch im Rahmen eines klassischen Dampfbades eingeatmet. Die Inhalation kann sowohl bei akuten Erkrankungen Abhilfe schaffen als auch bei chronischen Entzündungen.

Schwarzkümmelöl gegen Zecken beim Hund

Schwarzkümmelöl gegen Zecken beim Hund

Die gesunde Wirkung von Schwarzkümmelöl beschränkt sich nicht alleine auf den Homo Sapiens; auch der beste Freund des Menschen profitiert von dem natürlichen Heilmittel. Für Hundebesitzer ist Schwarzkümmelöl ein echter Geheimtipp, um die Gesundheit ihres Vierbeiners zu stärken, Hautprobleme zu bekämpfen und Schädlinge abzuschrecken.

Wirkungen von Schwarzkümmelöl beim Hund

Dabei kannst du einfach einige Tropfen des Speiseöls in das Trinkwasser oder das Futter deines Hundes mischen. Wie beim Menschen stärkt das Öl das Immunsystem des Tiers, lindert Entzündungen und beugt Krankheiten vor. Zur Bekämpfung von Hautkrankheiten, beispielsweise Ekzemen, kannst du das Öl vorsichtig auf betroffene Stellen tupfen. Und wer Kamm oder Bürste seines Hundes regelmäßig mit etwas Schwarzkümmelöl präpariert, sorgt damit für kräftiges, glänzendes Fell.

Schwarzkümmelöl gegen Zecken

Besonders beliebt ist Schwarzkümmelöl in der Tierheilkunde aber wegen seiner abschreckenden Wirkung auf Parasiten, insbesondere Zecken. Diese mögen den Geruch des Öls überhaupt nicht und halten sich deswegen von Hunden fern, die damit versorgt werden. In der Regel reicht es, wenn du das Öl in Futter oder Wasser des Hundes gibst.

Wer das Öl bei der Fellpflege einsetzt, erzielt dadurch eine zusätzliche Abschreckung. Und wer ganz gewissenhaft sein möchte, kann das Öl als natürliche Alternative zu chemischen Anti-Zecken-Mitteln in gewohnter Manier auf dem Körper des Hundes verteilen. So profitieren Mensch und Tier von der gesunden Wirkung von Schwarzkümmelöl.

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