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Ashwagandha: 14 Wirkungen der vielseitigen Heilpflanze + Tipps zum Kauf

Ashwagandha im Überblick

Schon seit über 3.000 Jahren wird Ashwagandha in der ayurvedischen Medizin eingesetzt und kommt dort in über 200 verschiedenen Zubereitungen vor. In Deutschland ist das exotische Kraut auch unter dem Namen Schlafbeere bekannt. Wir klären dich über die zahlreichen Wirkungen des Heilkrauts auf und geben Tipps zum Kauf.

Schon seit Jahrtausenden zeigt Ayurveda seine Wirksamkeit. Auch heutzutage schwören noch immer viele Menschen auf die indische Heilkunst. Da die Heilmethode ganzheitlich ist, spielt auch die Ernährung bei der Umsetzung eine große Rolle. Dabei kommen immer wieder verschiedene Heilkräuter zum Einsatz. Ashwagandha wird hier bei verschiedenen Leiden eingesetzt und ganz besonders häufig verwendet. Wir klären dich über die einzelnen Wirkungen des Krautes auf und geben Tipps zur Verwendung der exotischen Pflanze.

Was Ashwagandha ist

Was Ashwagandha ist

Ashwagandha (Withania somnifera) kommt in verschiedenen Teilen der Welt vor. So wächst das Kraut in Südeuropa, Afrika und den südlichen Teilen Asiens. Besonders in Indien hat das Kraut eine große Bedeutung. In der traditionellen ayurvedischen Medizin ist es eines der wichtigsten Heilmittel und kommt sehr häufig zum Einsatz.

In Deutschland ist die Pflanze unter verschiedenen Namen bekannt. So bezeichnet man sie unter anderem als Schlafbeere, Indischen Ginseng und Winterkirsche. Diese Bezeichnungen gehen auf die unterschiedlichen Wirkungen des Heilkrauts zurück. Ashwagandha wird unter anderem als Schlafmittel verwendet. In der indischen Heilslehre nimmt es eine ähnliche Stellung wie der Ginseng in China ein – daher die Bezeichnung Indischer Ginseng. Auch in seiner Wirkung ähnelt Ashwagandha dem chinesischen Ginseng. Der Name Ashwagandha kommt aus dem Sanskrit und bedeutet so viel wie „Geruch des Pferdes“.

Erkennen kannst du das Heilkraut an seiner saftig grünen Farbe. Die einzelnen Pflanzen können über einen Meter hoch wachsen und bilden grüne Blüten, die in Gruppen zu vier bis sechs Exemplaren blühen. Die Frucht des Krauts ist rund und hat eine auffällig rote Farbe. Für medizinische Zwecke kommt sowohl die Pflanze als auch ihre Wurzel zum Einsatz.

Traditionell verwendete man Ashwagandha bei verschiedenen Leiden. So kam es unter anderem bei Bronchitis, Impotenz und Geschwüren zum Einsatz. Auch für Abtreibungen soll das Kraut verwendet worden sein. Schwangere Frauen sollten darum von einer Verwendung der Pflanze absehen oder sie nur unter ärztlicher Kontrolle einnehmen. Obwohl es zu den verschiedenen Wirkungen der Pflanze zahlreiche Tierstudien gibt, wurden bisher nur wenige Humanstudien durchgeführt.

Wirkungen der Schlafbeere

Wirkungen von Ashwagandha

In der ayurvedischen Medizin ist Ashwagandha ein richtiges Allzweckmittel. So kommt es bei den unterschiedlichsten Leiden zum Einsatz. Die wirksamen Stoffe setzen sich aus Alkaloiden und Withanoliden zusammen. Alkaloide sind stickstoffhaltige Naturstoffe und kommen in verschiedenen Pflanzenarten vor. Zu ihnen gehören unter anderem Stoffe wie Nicotin, Anaferin, Tropin und Withasomnin, die auch allesamt in Ashwagandha zu finden sind. Schon kleine Mengen dieser Stoffe können sehr wirksam sein und bei zahlreichen Leiden helfen.

Während einige Alkaloide durchaus gefährlich für den Menschen sein können, lösen andere wünschenswerte Wirkungen aus. Das Alkaloid Coffein ist ein echter Wachmacher, während Morphin als Schmerzmittel Anwendung findet. In größeren Mengen können einige Alkaloide jedoch süchtig machen. Dazu zählt unter anderem Morphin und Cocain. Davor musst du dich beim Verzehr von Ashwagandha allerdings nicht fürchten.

Withanolide bezeichnet ebenfalls eine Stoffgruppe, die zu den sekundären Pflanzenstoffen gehört. Der Name leitet sich von einer Pflanzengattung ab, zu der auch der Ashwagandha gehört. Dieser enthält besonders viele Withanolide, die unter anderem entzündungshemmend wirken.

Vor allem in den Wurzeln der Pflanze finden sich die wirkungsvollen Stoffe. So enthalten diese durchschnittlich 0,2 Prozent Alkaloide und 1,3 Prozent Withanolide. Der Gehalt dieser Stoffe hängt jedoch von verschiedenen Faktoren wie beispielsweise der Herkunft der Pflanze ab.

Dosierungsempfehlung von Ashwagandha

Die allgemeine Dosierungsempfehlung für medizinische Zwecke beläuft sich bei Ashwagandha auf 3 bis 6 Gramm der getrockneten Wurzel täglich. Damit werden circa 6 bis 12 Milligramm Alkaloide und circa 40 bis 80 Milligramm Withanolide aufgenommen. Bei einem Extrakt aus der Wurzel des Ashwagandhas dürfen 300 bis 500 Milligramm täglich verzehrt werden. Der Gehalt an Withanoliden sollte bei 1,5 Prozent liegen. Einige Nahrungsergänzungsmittel können diese Werte mitunter überschreiten und sollten besser vermieden werden. In Deutschland wird die Pflanze vorwiegend als Nahrungsergänzungsmittel und Teegetränk angeboten.

Bei Schlafstörungen

Ashwagandha bei Schlafstörungen

Die Schlafbeere verdankt ihren Namen ihrer schlaffördernden Wirkung. Das Kraut kann auf das Nervensystem wirken und so einen gesunden Schlaf fördern. Mehrere Stoffe in der Pflanze können verschiedene Beschwerden von Insomnia lindern. So kann der Stoff Triethylenglycol für einen ruhigeren Schlaf sorgen, während der Wurzelextrakt des Krauts den Schlaf-Wach-Rhythmus positiv beeinflussen kann. Beides wurde in in Studien an Mäusen und Ratten bestätigt.

Besonders in der Wurzel sind viele Withanolide enthalten, die beruhigend wirken und Angstzustände lösen können. Auch Stressfaktoren können so reduziert werden. Ihre schlaffördernde Wirkung können sie jedoch erst im Zusammenspiel mit Triethylenglycol entfalten.

In größeren Mengen kann das Kraut anregend wirken. Wenn es gegen Insomnia eingenommen wird, sollten daher nur kleine Mengen zum Einsatz kommen. Besonders sensible Menschen sollten aufpassen und die Therapie mit Ashwagandha am besten mit einem Arzt besprechen.

Bei Stress

Aufgrund seiner Wirkung auf das Nervensystem kann Ashwaganda auch bei Stress für Beruhigung sorgen. So kann es auf das Stresshormon Cortisol wirken und die Bildung dieses Hormons reduzieren. Ein dauerhaft hoher Spiegel des Stresshormons kann die Bildung zahlreicher Krankheiten begünstigen. Zu viel Stress kann auf Dauer zu psychischen Erkrankungen wie Burnout führen. Hier erfährst du, mit welchen Techniken du Stress abbauen kannst.

Eine Studie ergab, dass bei einer regelmäßigen Einnahme des Heilkrauts über circa zwei Monate der Cortisol-Spiegel reduziert werden konnte. Dazu verabreichte man den Probanden eine tägliche Dosis von 600 Milligramm verteilt auf zwei Einnahmen. Die Probanden litten zuvor vermehrt unter chronischem Stress.

Für ein gestärktes Herz

Ashwagandha nimmt darüber hinaus Einfluss auf den Cholesterinspiegel. Eine regelmäßige Einnahme des Heilkrauts kann sich nachweislich auf den Gehalt des schlechten LDL-Cholesterins auswirken und den Wert senken. Dazu ist wieder eine hohe Dosierung der Heilpflanze nötig. Da auch Stress den Cholesterinspiegel in die Höhe treiben kann, ist die stresslindernde Wirkung von Ashwagandha für das Herz ebenfalls vorteilhaft.

Cholesterin kann die Bildung zahlreicher Krankheiten begünstigen und unter anderem das Risiko für Herzinfarkte, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfälle erhöhen. Mehr über die Wirkungen von Cholesterin erfährst du hier.

Zum Abnehmen

Schlafbeere zum Abnehmen

Auch auf den Triglycerid-Spiegel kann die Schlafbeere Einfluss nehmen. Triglyceride bezeichnen die Blutfettwerte. Sie werden mit der Nahrung aufgenommen und liefern dem Körper wertvolle Energie. Werden jedoch zu viele Triglyceride aufgenommen, speichert der Körper sie als Fettzellen. Auf Dauer kann dies zu einer Gewichtszunahme führen.

Eine Einnahme von Präparaten mit Ashwagandha soll schon nach circa 30 Tagen den Triglycerid-Spiegel senken können. Natürlich sollte man sich zum Abnehmen nicht nur auf Nahrungsergänzungsmittel verlassen, sie können aber dennoch einen wertvollen Beitrag zur Gewichtsreduktion leisten. Bewegung und eine gesunde Ernährung sollten trotzdem eine wichtige Rolle bei einer Diät spielen. Tipps für schnelles Abnehmen erhältst du hier. Wenn du gesund abnehmen möchtest, erfährst du hier mehr.

Für die Fruchtbarkeit

Ashwagandha kann ähnlich wie Maca den Hormonspiegel beeinflussen und so die Fruchtbarkeit erhöhen. Das trifft hier besonders auf das männliche Sexualhormon Testosteron zu. Kommt es bei Männern in nur geringen Mengen vor, kann das den Sexualtrieb und die Fruchtbarkeit negativ beeinflussen. Auch hohe Stresslevel können sich negativ auf die Fruchtbarkeit auswirken. Das Heilkraut kann sowohl bei Stress helfen, als auch die Bildung von Testosteron unterstützen. Das kann die Fruchtbarkeit des Mannes nachhaltig steigern und so unter anderem bei der Familienplanung förderlich sein.

Für einen niedrigen Blutzuckerspiegel

Die Schlafbeere kann nachweislich bei einem erhöhten Blutzuckerspiegel helfen. So soll sie sowohl bei gesunden Menschen als auch bei Diabetikern wirken. Ihre Wirksamkeit soll der von herkömmlichen Medikamenten ähneln, die normalerweise bei einem erhöhten Blutzuckerspiegel Anwendung finden. Inwieweit du ein Ashwagandha-Präparat bei diesen Beschwerden einsetzen kannst, solltest du zuvor unbedingt mit einem Arzt abklären.

Für eine gesunde Haut

Ashwagandha für eine gesunde Haut

Das Heilkraut wirkt antioxidativ. Als Antioxidanz kann es gegen freie Sauerstoffradikale vorgehen, die die Zellen im Körper schädigen und negativ beeinflussen können. So kann es unter anderem vor vorzeitiger Hautalterung schützen und Pigmentflecken vorbeugen. Um deine Haut lange gesund zu halten, solltest du außerdem die Sonne meiden, ausreichend trinken und dich gesund ernähren.

Bei Tumoren und Krebs

Aufgrund seiner antioxidativen Wirkung kann die Schlafbeere auch bei Tumoren und Krebs wirksam sein. Das Heilkraut enthält Flavonoide, die Krebs vorbeugen oder bekämpfen sollen. Diese wirken stark antioxidativ und sind unter anderem auch in Heidelbeeren, Grüntee wie beispielsweise Matcha und Äpfeln enthalten.

Bei Entzündungen

Das Heilkraut soll darüber hinaus entzündungshemmend wirken. So soll eine Einnahme von Ashwagandha die Produktion von T-Zellen fördern, die wichtige Funktionen in der Immunabwehr inne haben. Mit ihrer Hilfe kann der Körper Krankheitserreger wie Viren und Bakterien bekämpfen. Traditionell wurde die Pflanze darum auch äußerlich angewendet und kam unter anderem bei Schwellungen und Geschwüren zum Einsatz.

Für ein gutes Gedächtnis

Die Schlafbeere soll zudem die Lern- und Gedächtnisfähigkeit fördern. Traditionell wird sie schon lange für diesen Zweck eingesetzt. So eignet sie sich beispielsweise zur Einnahme in stressigen Prüfungsphasen. Sie kann sowohl beim Lernen helfen, als auch das Stresslevel im Körper verringern und so die Lernphase optimal unterstützen. Tipps bei Prüfungsangst findest du hier.

Bei Angstzuständen

Schlafbeere bei Angstzuständen

Ashwagandha hilft nachweislich bei Ängsten. Einige Studien konnten bei einer regelmäßigen Einnahme von Ashwagandha-Präparaten eine Reduktion von Angstzuständen feststellen. Mitunter kann es sogar bei Depressionen eingesetzt werden und für eine Linderung der Beschwerden sorgen. Eindeutig nachgewiesen ist diese Wirkung allerdings nicht.

Beeinflussung des Eisenstoffwechsels

Sowohl in Human- als auch in Tierstudien konnte eine Beeinflussung des Eisenstoffwechsels durch Ashwagandha-Präparate festgestellt werden. So steigt der Hämoglobinwert bei einer regelmäßigen Einnahme dieser Präparate an. Hämoglobin bezeichnet den roten Blutfarbstoff und befindet sich vorwiegend in den roten Blutkörperchen. Der Stoff enthält Eisen und sorgt so dafür, dass Sauerstoff durch den Körper transportiert wird. Befindet sich zu wenig Hämoglobin im Blut, kann Sauerstoff schlechter transportiert werden. Ein Eisenmangel verursacht unter anderem eine Anämie beziehungsweise Blutarmut.

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion

Ashwagandha wird immer wieder zur Behandlung der Schilddrüse empfohlen. Auch in Tierstudien konnte der Einfluss der Heilpflanze auf die Schilddrüse nachgewiesen werden. So kann es die Bildung der Hormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) fördern. Das kann mitunter bei einer Schilddrüsenunterfunktion hilfreich sein. Diese Wirkung ist unter Umständen jedoch bedenklich, da dies bei gesunden Menschen zu erhöhten Werten führen kann. Eine Behandlung von einer Schilddrüsenunterfunktion mit Ashwangandha solltest du in jedem Fall zuvor mit einem Arzt absprechen.

Nebenwirkungen von Ashwagandha

Bisher sind nur wenige Nebenwirkungen des Heilkrauts bekannt. Mitunter können jedoch Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit und Durchfall auftreten. Da die Schlafbeere traditionell als Abortivum eingesetzt wurde, solltest du die Einnahme während einer Schwangerschaft vermeiden, da sonst die Gefahr besteht, einen Schwangerschaftsabbruch herbeizuführen.

Ashwagandha kaufen

Das vielseitige Heilkraut kannst du hierzulande vor allem als Nahrungsergänzungsmittel oder auch als Teegetränk erhalten. Als Nahrungsergänzungsmittel findest du es sowohl in Pulverform als auch als Kapsel oder Tablette. Je nachdem welche Anwendung du präferierst, kannst du den Extrakt der Heilpflanze als Kapsel schlucken oder dir das Pulver als Tee zubereiten. Bei der Zubereitung von Tee empfiehlt sich die Zugabe von anderen Gewürzen, da der Eigengeschmack des Krautes doch recht gewöhnungsbedürftig ist.

Rezept: Ashwagandha-Latte

Ashwagandha-Latte

Die leichteste Verwendung von Ashwagandha als Nahrungsergänzungsmittel ist wohl die Einnahme von Tabletten und Kapseln. Vielseitiger ist jedoch das Pulver. Dieses kannst du in zahlreichen Rezepten verwenden und beispielsweise zu Joghurt, Müslis und Smoothies geben. Ein schnelles und einfaches Rezept ist die Zubereitung eines Ashwagandha-Lattes. Dazu benötigst du:

  • Ashwagandha-Pulver
  • Pflanzenmilch
  • Zimt
  • Kardamom
  • Süßungsmittel wie Agavendicksaft oder Honig

Um den Latte zuzubereiten brauchst du einen Topf, in dem du die Milch auf niedriger Stufe erhitzt. Nun gibst du circa einen Teelöffel Ashwaganda-Pulver, einen halben Teelöffel Zimt und eine Messerspitze Kardamom hinzu und verrührst alles. Wenn sich alles gut vermischt hat, gibst du ein Süßungsmittel deiner Wahl wie beispielsweise Manuka-Honig dazu und schüttest die Mischung in eine Tasse. Bei Bedarf kannst du die Milch mit einem Milchaufschäumer ein wenig schaumig schlagen. Der Latte eignet sich zum Verzehr kurz vor dem Schlafengehen und kann mithilfe des Ashwagandha-Pulvers das Einschlafen fördern.

Die verschiedenen Präparate kannst du trotz ihrer zahlreichen Wirkungen rezeptfrei erwerben. Es gibt sie beispielsweise in kleinen Asia-Läden und mitunter auch in einzelnen Super- und Drogeriemärkten. Die größte Auswahl hast du allerdings online. Hier kannst du Preise und Präparate vergleichen und dich für das beste Preis-Leistungsverhältnis entscheiden. Um auf mögliche Schadstoffe und künstliche Zusatzstoffe zu verzichten, lohnt es sich dabei, auf Bioqualität zu achten.

Preislich können die verschiedenen Präparate stark schwanken. 100 Gramm Ashwagandha-Pulver erhältst du für circa 10 Euro. Kapseln und Tabletten sind häufig für um die 25 Euro erhältlich. Dabei handelt es sich meist um die 60 bis 100 Kapseln pro Packung.

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