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Pfefferminze: 5 Wirkungen & 8 Tipps zur Verwendung der Heilpflanze

Wissenswertes über Pfefferminze

Die Pfefferminze ist wohl eine der bekanntesten Heilpflanzen. Besonders beliebt ist ihre Verwendung als Pfefferminztee, der bei vielfältigen Leiden zum Einsatz kommt. Wir klären dich über die wirkungsvolle Heilpflanze auf.


Die vielseitige Minze

Die vielseitige Minze

Kaugummis, Mojitos und Schokolade – die Pfefferminze findet heutzutage in vielfältiger Form Anwendung. Sie wird vor allem wegen ihres intensiven und erfrischenden Geschmacks geschätzt, der einer Vielzahl an Speisen und Getränken eine besondere Note verleiht. Dabei ist das Heilkraut gerade einmal 500 Jahre alt. Die Pfefferminze entstand im 17. Jahrhundert aus einer zufälligen Kreuzung der Grünen Minze und der Bachminze. Heutzutage gibt es zahlreiche Unterarten der Pfefferminze. Unterschieden werden unter anderem hellgrüne und dunkelgrüne Sorten der der Pflanze.

Schon kurze Zeit nach ihrer Entdeckung wurde die Pfefferminze als Heilpflanze genutzt. Besonders wirksam ist der Inhaltsstoff Menthol, der der Hauptwirkstoff der Pflanze ist. Die Heilpflanze wird unter anderem als Öl, Tee und Gewürz verwendet. Im Jahr 2004 wurde sie zur Arzneipflanze des Jahres gewählt.

Die Pfefferminze kann bis zu 90 Zentimeter hoch wachsen und fällt vor allem durch ihr saftig grünen, lanzenförmigen und grob gezähnten Blätter auf, die aromatisch duften. Die Pflanze blüht von Juli bis September in rosa bis lila Blüten. Für medizinische Zwecke kommen die Blätter der Pflanze zum Einsatz. Besonders wohl fühlt sich die Heilpflanze in gemäßigten Klimazonen. In Deutschland wird sie in Teilen von Süddeutschland angebaut.

Peppermint und Spearmint

Minze wird aufgrund ihres erfrischenden Geschmacks geschätzt und als Zutat in zahlreichen Speisen verwendet. Sie verleiht einen frischen Atem und wird darum unter anderem in Zahnpflegeprodukten und Kaugummis verwendet. Doch nicht immer kommt nur Pfefferminze zum Einsatz. Auch die Grüne Minze ist aufgrund ihres milden Geschmacks beliebt. Während Pfefferminze im Englischen als „peppermint“ bezeichnet wird, heißt Grüne Minze auf Englisch „spearmint“. Man findet zahlreiche Kaugummis in diesen beiden Geschmacksrichtungen. Auch als Gewürz wird die Grüne Minze gerne verwendet. Allerdings hat nur die Pfefferminze heilende Eigenschaften.

So gesund ist Pfefferminze – Wirkungen

Die Pfefferminze ist eine wirkungsvolle Pflanze. Sie kann bei zahlreichen Beschwerden eingesetzt werden und schnell für Linderung sorgen. Wir stellen ihre Anwendungsbereiche vor.

Die Wirkungen der Heilpflanze gehen hauptsächlich auf das ätherische Öl zurück, das sich in den Blättern der Pfefferminze befindet. Diese können bis zu vier Prozent des wirkungsvollen Öls enthalten. Besonders wirksam ist der Inhaltsstoff Menthol, der bis zu 45 Prozent in dem Öl enthalten sein kann. Die Eigenschaften dieses Stoffes können bei zahlreichen Beschwerden für Linderung sorgen. So kann es unter anderem einen kühlenden Effekt auf die Haut haben, indem es kälteempfindliche Zellen reizt. Innerlich angewendet kann es krampflösend und verdauungsanregend wirken.

Bei Magen-Darm-Beschwerden

Pfefferminze bei Magen-Darm-Beschwerden

Besonders bekannt ist die Wirkung der Pfefferminze bei Magen-Darm-Beschwerden. Sie hilft sowohl im Magen als auch im Darm und kann sogar schwerwiegende Beschwerden lindern. Dabei kann sie beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt wirken und Krämpfe lösen. So ist die Heilpflanze unter anderem auch bei einem Reizdarm und Magenverstimmungen ein geeignetes Mittel. Darüberhinaus kann sie antimikrobiell wirken und so auch bei einer Gastritis eingesetzt werden.

Auch bei Beschwerden der Galle, die den wichtigen Verdauungssaft produziert, kann die Pfefferminze hilfreich sein. Die Heilpflanze regt die Gallensaftproduktion und den Gallenfluss und so die Verdauung an. Beschwerden wie Blähungen und Völlegefühl kann so entgegen gewirkt werden.

Bei Kopfschmerzen und Migräne

Ebenfalls beliebt ist die Anwendung von Pfefferminzöl bei Kopfschmerzen und Migräne. Dazu wird es auf die Schläfen gerieben und kann so vor allem bei Spannungskopfschmerzen helfen. Das Öl hat einen kühlenden Effekt auf die Haut und regt die Durchblutung an. Ein Pfefferminztee kann darüberhinaus den Kreislauf in Schwung bringen und munter machen. Auch das kann bei Kopfschmerzen hilfreich sein.

Bei Erkältungssymptomen

Pfefferminze bei Erkältungssymptomen

Die Pfefferminze wird ebenfalls gerne bei Erkältungsbeschwerden verwendet. Die Heilpflanze eignet sich in diesem Fall sowohl zur innerlichen als auch zur äußerlichen Anwendung. Wird das ätherische Pfefferminzöl inhaliert, kann es die Durchblutung der Nase anregen und so dabei helfen, die oberen Atemwege zu befreien. Auch in den Bronchien kann Pfefferminzöl schleimlösend wirken und helfen, den Schleim abzutransportieren.

Pfefferminztee kann Erkältungssymptomen von innen heraus entgegen wirken. Die Pflanze soll eine antivirale Wirkung haben und so Erkältungsviren bekämpfen können.

Zur Nervenberuhigung

Mitunter soll Pfefferminze eine beruhigende Wirkung auf die Nerven haben und so auch bei Schlafstörungen wirksam sein. Da der Tee eine eher belebende Wirkung hat, reicht es bei Schlafstörungen aus, die getrockneten Blätter in Form von Kräuterkissen neben das Bett zu legen und den Duft der Kräuter über Nacht einzuatmen. Weitere Tipps bei Schlafstörungen findest du hier.

Nebenwirkungen

Trotz der tollen Heilwirkungen der Pfefferminze kann es bei verschiedenen Anwendungen zu Nebenwirkungen kommen. Wird die Pflanze als Arzneimittel eingenommen, kann es mitunter zu Unverträglichkeiten kommen. Mögliche Nebenwirkungen sind Übelkeit und Sodbrennen. Bei Problemen mit der Galle solltest du auf die Einnahme von Präparaten mit Pfefferminze verzichten.

Allgemein sollte das ätherische Öl niemals unverdünnt verwendet werden. Sowohl äußerlich als auch innerlich kann es zu Reizungen kommen. Daher sollte das Öl immer mit Wasser verdünnt werden. Kleine Kinder und Säuglinge sollten auf die Anwendung von Pfefferminze verzichten. Die hohe Konzentration an Menthol kann bei ihnen zu Atemnot führen. Bei einer Asthmaerkrankung sollte die Verwendung der Pflanze zuvor mit einem Arzt abgeklärt werden.

Pfefferminze richtig verwenden

Die richtige Verwendung von Pfefferminze

Für die Heilpflanze gibt es eine Vielzahl an Verwendungsmöglichkeiten. Sie kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden. Meist kommt sie in flüssiger Form zum Einsatz. Mittlerweile gibt es allerdings auch Präparate, die als Arzneimittel Anwendung finden.

Pfefferminztee

Pfefferminztee ist wohl eine der meist verwendeten Teesorten. Man findet ihn in jedem Supermarkt zu einem günstigen Preis. Meist werden die getrockneten Blätter zur Herstellung des Tees verwendet. Mitunter kommen aber auch frische Minzblätter zum Einsatz, die dem Tee ein intensives Aroma geben.

In einigen Kulturkreisen ist Pfefferminztee ein Nationalgetränk. Hierzulande wird er vor allem als Genussmittel verzehrt. Dazu werden die getrockneten Blätter mit heißem Wasser übergossen und nach wenigen Minuten mithilfe eines Siebs aus dem Wasser gefiltert. Der Tee schmeckt leicht süßlich, wird aber von dem erfrischenden Mentholgeschmack dominiert. Zu dem Tee passt frisch gepresster Zitronensaft und Honig.

Pfefferminztee in der Schwangerschaft

Pfefferminztee ist ein beliebtes Mittel gegen Schwangerschaftsübelkeit. Die krampflösende Wirkung der Pfefferminze kann bei Magen-Darm-Beschwerden und morgendlicher Übelkeit helfen. Auch als natürliches Mittel gegen Kopfschmerzen in der Schwangerschaft kann Pfefferminztee eine geeignete Alternative bilden.

Allerdings sollte die tägliche Menge an Pfefferminztee zwei Tassen nicht übersteigen. Bei übermäßigem Verzehr von Pfefferminztee kann es zu Sodbrennen kommen. Pfefferminze steht ebenfalls im Verdacht die Gebärmuttermuskulatur zu beeinflussen, so dass es zu Kontraktionen kommen kann. So kann es mitunter zu Fehl- oder Frühgeburten kommen. Für dieses Phänomen gibt es allerdings keine wissenschaftlichen Belege.

Während der Stillzeit ist der Verzehr von Pfefferminztee nicht zu empfehlen, da er die Milchproduktion reduzieren kann. Zum Abstillen kann Pfefferminztee jedoch ein hilfreiches Mittel sein.

Ätherisches Pfefferminzöl

Ätherisches Pfefferminzöl

Ätherisches Pfefferminzöl ist für vielerlei Leiden einsetzbar. Es enthält das wirksame Menthol, das für die meisten Wirkungen der Pfefferminze verantwortlich ist. Das Öl wird mithilfe der Wasserdampfdestillation aus den Blättern der Pflanze gewonnen. Allerdings kann man das Öl auch ganz leicht selbst herstellen. Alles was du dazu benötigst, ist ein Bündel frischer Pfefferminzblätter.

Die Pfefferminzblätter solltest du waschen und fein hacken. Danach gibst du sie in ein Schraubglas, das du luftdicht verschließen kannst. Es sollte groß genug sein, denn zu den Blättern kommt circa 500 Milliliter kaltgepresstes Olivenöl.

Wenn du das Glas richtig verschlossen hast, stellst du es an einen sonnigen Platz, am besten auf die Fensterbank und lässt die Mischung circa sechs Wochen ziehen. Nun gibst du sie durch ein feines Sieb, so dass sich keine Blätter mehr in der Flüssigkeit befinden. Das übriggebliebene Öl füllst du in dunkle Gläschen, die du gut verschließen kannst. An einem kühlen und dunklen Ort kannst du das Öl bis zu 12 Monate aufbewahren.

Pfefferminze als Arzneimittel

Pfefferminze wird in einigen Arzneimitteln als Wirkstoff verwendet. So findet sie unter anderem in Salben, Lösungen und Kapseln Anwendung. Meist wird dazu das Pfefferminzöl verwendet. Als Arzneimittel werden diese Präparate unter anderem bei Verdauungsstörungen, Kopfschmerzen und Erkältungsbeschwerden empfohlen. Lasse dich vor der Verwendung der Präparate von deinem Arzt oder Apotheker beraten.

Pfefferminze inhalieren

Pfefferminze eignet sich hervorragend zum Inhalieren. Besonders Erkältungsbeschwerden kann die Pfefferminze in dieser Form lindern. Dazu gibst du einfach ein paar Tropfen des ätherischen Pfefferminztees in heißes Wasser oder brühst einfach eine größere Menge Pfefferminztee auf. Das heiße Wasser lässt du nun einige Minuten abkühlen, bis der Dampf eine angenehme Temperatur erreicht. Nun atmest du die Dämpfe durch Nase und Mund ein. Mit einem Handtuch kannst du den Dampf vor dem Entweichen hindern. Dieses legst du dir am besten über den Kopf und die Schüssel mit dem heißen Wasser.

Einfacher geht es mit einem Inhalierer. Ein Inhalierer leitet die Dämpfe mithilfe eines geeigneten Mund- beziehungsweise Nasenstücks direkt von der Schüssel in die Atemwege. So ist das Inhalieren bequemer. Zudem nimmst du mehr des schleimlösenden Wasserdampfes auf, der deine Atemwege befreien kann und dir so beim Durchatmen hilft.

Pfefferminze für frischen Atem

Pfefferminze für frischen Atem und eine gute Mundhygiene

Pfefferminze findet sich zudem in zahlreichen Mundpflegeprodukten. Nicht nur in Kaugummis ist Minzgeschmack beliebt, sondern auch bei Zahnpasta und Mundspülungen. Menthol sorgt für einen frischen Atem und kann so Mundgeruch entgegen wirken. Die Zähne und der Mundraum fühlen sich angenehm sauber an. Auch als Mundspray eignet sich eine Rezeptur mit Pfefferminz. Ein Mundspray kann den Atem schnell erfrischen und ist besonders nach dem Essen empfehlenswert.

Pfefferminze pflanzen

Pfefferminze kann vor allem in den südlichen Gebieten von Deutschland angepflanzt werden. Dazu eignen sich halbschattige Plätze mit einem feuchten, nährstoffreichen Boden. Dabei kann sie sowohl im Garten als auch auf dem Balkon gedeihen. Im Winter sollte die Erde mit dünnen Zweigen geschützt werden. In einer Kräuterspirale ist Pfefferminze weniger zu empfehlen, da sich die Pflanze stark ausbreiten kann. Darum ist bei der Pflanzung eine Wurzelsperre zu empfehlen. Zu anderen Pflanzen sollte ausreichend Platz gelassen werden.

Ansonsten ist die Pfefferminze sehr pflegeleicht und mit wenig Aufwand verbunden. Bei heißen Temperaturen sollte man den Strauch regelmäßig gießen. Die Erde solltest du feucht halten, damit die Wurzeln nicht austrocknen. Nach einigen Jahren solltest du die Pfefferminze in einen nährstoffreichen Boden umsetzen, da die Nährstoffe im Boden mit der Zeit verloren gehen können. Wenn der Strauch zu ausladend wird, kannst du ihn teilen.

Pfefferminze ernten und trocknen

Pfefferminze ernten und trocknen

Bevor du die Blätter der Pfefferminze trocknen kannst, musst du sie erst einmal ernten. Das machst du am besten in den Sommermonaten, doch auch im Frühjahr und Herbst können die frischen Blätter der Pfefferminze geerntet werden. Den intensivsten Geschmack haben die Blätter im Hochsommer, also circa von Juli bis September.

Die Blätter der Pfefferminze können sehr gut getrocknet werden. So kannst du sie auch außerhalb der Erntezeit im Winter verwenden. Dies ist vor allem aufgrund der gesundheitsfördernden Wirkungen der Pfefferminze empfehlenswert, da viele Menschen im Winter unter Erkältungen leiden.

Die Ernte kannst du vergrößern, indem du immer wieder Triebe der Pflanze oder gar den ganzen Strauch abschneidest. Vor allem wenn du dir einen ganzen Vorrat an Pfefferminztee anschaffen möchtest, ist dies empfehlenswert. Die Pfefferminze ist recht robust und treibt sehr schnell wieder aus. Wenn du den Strauch also Mitte des Jahres bis kurz über den Boden abschneidest, hast du zum Spätsommer viele neue und geschmacksintensive Pfefferminzblätter, die du trocknen kannst. Vor dem Winter solltest du den Strauch ebenfalls bodennah abschneiden.

Trocknen kannst du die frischen Pfefferminzblätter am besten an der Luft. Dazu bindest du sie zu kleinen Bündeln zusammen und hängst sie an einer Schnur auf. Damit die Blätter ihre Qualität behalten, sollte der Ort nicht zu sonnig sein. Es empfiehlt sich ein halbschattiges und trockenes Plätzchen.

Pfefferminze kaufen

Pfefferminze kaufen

Wenn du auf den Aufwand verzichten möchtest, deine Pfefferminze selbst anzupflanzen, kannst du frische Minze und fertigen Pfefferminztee nahezu überall erhalten. Produkte mit Pfefferminze kannst du zu günstigen Preisen in Supermärkten, Drogerien und Apotheken erhalten. Frische Minze findest du vor allem im Sommer. Dann kannst du sie zum Kochen, für selbstgemachte Cocktails und für frischen Pfefferminztee verwenden. Tee aus getrockneten Pfefferminzblättern erhältst du das ganze Jahr über.

Pfefferminze findet sich zudem in zahlreichen Pflegeprodukten. Vor allem in der Mundhygiene findet es Anwendung, doch auch in Hautpflegeprodukten für Gesicht und Körper wird es gerne eingesetzt. Bei Mundgeruch und Erkältungsbeschwerden helfen Drops und Hustenbonbons mit Pfefferminze. Allerdings wird auch der erfrischende Geschmack der grünen Blätter geschätzt. So wird es unter anderem als erfrischende Komponente in Schokoladen eingesetzt. Auch in anderen Süßigkeiten ist Pfefferminze zu finden.

Pfefferminze ist eine vielseitige Heilpflanze, die nicht nur gut schmeckt, sondern auch bei zahlreichen Beschwerden hilft. Zudem ist sie extrem preisgünstig und kann ohne viel Aufwand selbst angebaut werden. Pfefferminze ist also eine gute Ergänzung für jeden Haushalt.
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