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Silbercreme: 4 Wirkungen + 4 Tipps zum Kauf von Mikrosilber

Ob Ohrringe, Ketten oder Armbänder: Silber tragen wir gerne als Schmuck am Körper. Das Edelmetall verschönert jedoch nicht nur unser Aussehen, sondern kommt auch der Haut zugute. In Silbercreme verarbeitet, wirken die Mikropartikel antibakteriell und können somit Unreinheiten den Kampf ansagen. Wie klären dich über Mikrosilber auf und geben Tipps zu Kauf und Anwendung.

Silbercremes erfreuen sich derzeit immer größerer Beliebtheit. Denn das in ihnen enthaltene Mikrosilber legt sich auf die Haut wie ein Schutzfilm und hält Bakterien und Co. davon ab, sich zu vermehren. Was eine Silbercreme weiterhin ausmacht, erfährst du im Folgenden.

Was eine Silbercreme eigentlich ist

Das macht eine Silbercreme aus

Silber ist seit Jahrtausenden ein beliebtes Material für die Verarbeitung von Schmuck. Weniger bekannt ist dagegen, dass bereits die alten Griechen und Römer das Edelmetall nutzten, um Bakterien, Pilze und Co. abzuwehren und etwa ihr Wasser keimfrei zu halten.

Eine Silbercreme besteht in der Regel aus einer Basiscreme, welche sogenanntes Mikrosilber enthält. Diese Silberpartikel haben antibakterielle und antiseptische Wirkungen, sie töten also Keime wie Bakterien und Pilze ab und erschweren gleichzeitig eine erneute Ausbreitung. Mikrosilber hemmt jedoch nicht nur ein übermäßiges Keim-Wachstum, es wirkt auch Entzündungen entgegen.

Ist deine Haut empfindlich, häufig irritiert und/oder unrein, könnte eine Silbercreme das Richtige für dich sein. Häufig enthalten sie noch weitere pflegende und beruhigende Inhaltsstoffe wie etwa Hyaluron, Sheabutter, Vitamine oder pflanzliche Öle.

Silbercreme versus Silberwasser
Vielleicht ist auch dir schon einmal der Begriff "Silberwasser" begegnet. Dieses beinhaltet sogenanntes kolloidales Silber, eine Nano-Form des Edelmetalls. Die Nanopartikel werden hochkonzentriert mit Wasser gemischt. Das entstandene Silberwasser kann innerlich angewendet werden und soll die Verbreitung von Keimen verhindern. Silbercremes dagegen enthalten größere Partikel von Silber, sodass diese nicht in die Haut einziehen, sondern auf ihr liegen bleiben.

Welche Langzeitfolgen die Anwendung von Nanosilber hat, ist noch wenig erforscht. Auch ist nicht bekannt, welche Nebenwirkungen das Gemisch mit sich ziehen kann. Die positiven Wirkungen von Silbercremes sind dagegen mehrfach belegt worden.

Wirkungen von Silbercreme

Das sind die Wirkungen von Mikrosilber

Eine Silbercreme kannst du bei unterschiedlichen Hautproblemen einsetzen. Da sie primär antibakteriell wirkt, ist sie bei jeglichem Hautleiden anwendbar, welches durch Bakterien verursacht oder durch diese verschlimmert wurde.

Die Silberpartikel sind dabei so groß, dass sie nicht von der Haut aufgenommen werden können. Stattdessen legen sie sich wie einen Schutzfilm auf die Haut und wirken lokal antibakteriell. Außerdem kann eine Silbercreme Infektionen verhindern und die Schutzbarriere empfindlicher oder beanspruchter Haut stärken.

Gegen Mitesser und Pickel

Mitesser und Pickel werden häufig durch Bakterien verursacht. Eine unzureichende Reinigung, das ständige Tragen von Make-Up oder ein häufiges Anfassen der Hautpartien können das Hautbild weiter verschlimmern. Mit einer Silbercreme kannst du die Ausbreitung der Bakterien stoppen und außerdem Entzündungen (wie sie bei Pickeln der Fall sind) lindern.

Interessierst du dich für eine Silbercreme, weil du damit deine Hautunreinheiten loswerden möchtest, kannst du noch auf weitere Inhaltsstoffe achten. Zink und Salicylsäure hemmen ebenfalls die Bildung von Pickeln und Co. Ist deine Haut eher fettig, spenden Inhaltsstoffe wie Hyaluronsäure oder Panthenol milde Feuchtigkeit.

Gegen Akne

Silbercreme hilft bei Akne

Akne betrifft häufig Jugendliche, aber auch Erwachsene leiden hin und wieder an der Hauterkrankung. Dank der entzündungshemmenden und antibakteriellen Wirkungen von Mikrosilber kann eine Silbercreme das Erscheinungsbild verbessern. Lass dich hierzu am besten von deinem Hausarzt beraten. Je nach Schwere der Akne empfiehlt er dir geeignete Produkte speziell auf deine Bedürfnisse angepasst. Weitere Tipps im Umgang mit Akne findest du hier.

Bei Rosazea und Neurodermitis

Silberpartikel wirken auf der Haut nicht nur antibakteriell, sondern auch beruhigend. Diese Eigenschaft kommt besonders Menschen mit Neurodermitis oder Rosazea zugute. Diese Hauterkrankungen gehen oftmals mit starkem Juckreiz, Hautrötungen und Schuppen einher. Außerdem ist die Haut bei diesen Erkrankungen besonders anfällig für Keime.

Die in Silbercreme enthaltenen Silber-Partikel legen sich auf der Haut ab wie ein Schutzfilm. Damit schirmen sie deine Haut vor negativen Umwelteinflüssen ab, was auf Dauer eine Besserung des Hautbildes erwirken kann.

Weiterhin hat sich der Einsatz von Silbercreme als therapiebegleitende Maßnahme bei Neurodermitis bewährt. Wendest du das Mikrosilber regelmäßig an, kannst du auf diese Weise die Zeit zwischen den einzelnen Neurodermitis-Schüben verlängern.

Bei Warzen und Nagelpilz

Silbercreme bei Warzen und Nagelpilz

Bakterien und Pilze verursachen auch Leiden wie Warzen und Nagelpilz. Diese sind oftmals sehr belastend für die Betroffenen und können das Selbstwertgefühl schmälern. Mit einer Silbercreme kannst du gezielt gegen Warzen und Nagelpilz vorgehen. Wende die Creme punktuell auf der betroffenen Haut- oder Nagelstelle an. Nach wenigen Tagen sollte bereits Besserung eintreten. Ist dies nicht der Fall, konsultierst du besser einen Arzt.

Risiken von Mikrosilber

Neben den positiven Eigenschaften solltest du auch die möglichen Risiken von Mikrosilber kennen, ehe du dieses anwendest. Silber steht in Verdacht, eine toxische Wirkung auf den Körper zu haben. Dies ist jedoch nur der Fall, wenn es innerlich verwendet wird. Während Nanosilber aus winzig kleinen Partikeln besteht, die tatsächlich in die Haut eindringen könnten, ist dies bei Mikrosilber nicht der Fall.

Die Partikel von Mikrosilber sind zu groß, als dass sie von der Haut absorbiert werden könnten. Ihre positiven Wirkungen erzielen sie außerdem nur oberflächlich. Daher brauchst du dir bei Silbercreme, welche in der Regel Mikrosilber beinhaltet, keine Sorgen um deine Gesundheit zu machen – zumindest, solange du die Creme nicht verschluckst.

Silbercreme richtig anwenden

Silbercreme kannst du genauso verwenden, wie jede andere Gesichtscreme auch. Reinige zunächst gründlich dein Gesicht, indem du eine Reinigungsmilch, -lotion, -schaum oder -öl verwendest. Trage die Creme anschließend großflächig auf die gereinigte Gesichtshaut auf. Du kannst die Silbercreme auch punktuell einsetzen, beispielsweise bei Warzen oder Nagelpilz. Lass die Creme kurze Zeit einwirken, ehe du eine weitere Creme oder Make-Up benutzt.

Wie häufig du die Creme verwendest, hängt ganz von deinen individuellen Bedürfnissen ab. Du kannst sie bis zu zweimal täglich anwenden, zum Beispiel jeweils einmal am Morgen und am Abend. Wende sie regelmäßig über mehrere Wochen hinweg an, um die besten Resultate zu erzielen. Du kannst das Mikrosilber auch an empfindlichen Hautstellen wie den Ellenbogen, den Kniekehlen, an Händen und Füßen verwenden. Bedenke, dass Silbercreme in der Regel einen leichten Film auf der Haut hinterlässt. Dies könnte möglicherweise die Haltbarkeit deines Make-Ups beeinträchtigen.

Tipps zum Kauf von Silbercreme

Tipps zum Kauf einer Silbercreme

Du findest Silbercreme in jedem Drogeriemarkt, in der Apotheke und in spezialisierten Online-Shops. Gekennzeichnet ist Mikrosilber mit der Bezeichnung "Silver (CI 77820)" auf der INCI-Liste. Wir haben Tipps zum Kauf einer Silbercreme für dich zusammengestellt.

Auf Allergene verzichten

Möchtest du die Silbercreme in deinem Gesicht verwenden, sollte sie möglichst keine allergen wirkenden Zusätze beinhalten. Zu diesen zählen beispielsweise ätherische Öle. Diese zaubern zwar einen wohltuenden Duft, jedoch können sie deine Gesichtshaut reizen oder eine Allergie verursachen. Die restliche Haut des Körpers ist dagegen weniger empfindlich. Achte weiterhin darauf, dass die Creme möglichst kein Parfum, Konservierungsstoffe oder künstliche Farbstoffe enthält.

Auf die Bedürfnisse der Haut achten

Jede Haut ist anders und hat individuelle Ansprüche und Bedürfnisse. Eine zu Unreinheiten neigende Haut ist häufig eher fettig und benötigt keine schweren Fette wie Sheabutter, Oliven- oder Kokosöl. Diese könnten stattdessen das Hautbild verschlimmern, indem sie komedogen wirken. Bei Mischhaut und fettiger Haut wendest du besser Cremes auf Wasserbasis an, die Stoffe wie Panthenol oder Hyaluron enthalten.

Ist deine Haut eher trocken, kannst du sie mit öligen Inhaltsstoffen pflegen. In diesem Fall braucht deine Haut eine erhöhte Feuchtigkeitszufuhr. Weiterhin können Vitamine und Antioxidantien deine Hautbarriere stärken. Zu empfehlen sind vor allem Vitamin E und Niacinamide. So beugst du ganz nebenbei einer frühzeitigen Hautalterung vor.

Sonnenschutz tragen

Trage einen Sonnenschutz mit einem LSF von mindestens 30

Ein strahlender, gebräunter Teint macht Freude und sieht gut aus. Jedoch kann übermäßiges Sonnenbaden die Entstehung von Pickeln und Co. begünstigen. Meide daher direktes Sonnenlicht und trage besonders an sehr sonnigen Tagen immer einen LSF von mindestens 30 auf deinem Gesicht auf. Auch bei Hautkrankheiten wie Rosacea und Neurodermitis empfiehlt es sich, UV-Strahlung weitestgehend zu meiden.

Auf den pH-Wert achten

Häufig wird dieser Aspekt außer Acht gelassen, dabei kann er über das Aussehen der Haut entscheiden: der pH-Wert von Pflegeprodukten. Denn der leicht saure pH-Wert der Haut (zwischen 4,5 und 5) ist dafür zuständig, die Funktion und Widerstandskraft der Hautbarriere zu erhalten. Der pH-Wert wird durch bestimmte Pflegeprodukte jedoch erhöht. Besonders trockene, empfindliche, entzündliche oder zu Akne neigende Haut besitzt einen etwas höheren pH-Wert.

Achte deshalb unbedingt darauf, dass deine Hautpflege diesen Wert nicht in die Höhe treibt. Vielmehr sollten die einzelnen Produkte regulierend wirken und einen pH-Wert zwischen 4,5 und 5 besitzen. Ist der Wert nicht auf dem Produkt angegeben, kannst du beim Hersteller nachfragen.

Hautpflege-Tipps bei Hautunreinheiten

Während Akne größtenteils Jugendliche in der Pubertät betrifft, treten Mitesser und Pickel regelmäßig auch bei Erwachsenen auf. Am besten gehst du gegen die nervigen Unreinheiten vor, indem du Prävention betreibst. Dies gelingt dir mit einer hautgerechten Reinigung, etwa mit einem sanften Reinigungsöl. Außerdem ist es empfehlenswert, die Haut regelmäßig zu peelen. Dafür eignen sich vor allem chemische Peelings wie AHA oder BHA.

Mehr Hygiene im Alltag

Achte bei der Pflege auf saubere Hände

Du kannst das Erscheinungsbild deiner Haut schon dadurch verbessern, indem du auf bestimmte Gewohnheiten verzichtest beziehungsweise achtest. Versuche dir beispielsweise nicht andauernd in dein Gesicht zu fassen, denn so verteilst du die Bakterien von den Händen im Gesicht. Reinige regelmäßig das Display deines Handys und tausche häufiger deine Kissenbezüge. Auch kann es helfen, wenn du häufig deine Waschlappen und Handtücher austauschst und möglichst wenig Make-Up verwendest.

Die Ernährung anpassen

Eine nicht unwichtige Rolle bei der Entstehung von Akne und Pickeln ist die Ernährung. Fettige Speisen (zum Beispiel Chips, Fastfood, Pommes und Co.) können das Hautbild deutlich verschlechtern und sollten besser gemieden werden. Auch hat sich gezeigt, dass eine milch– und zuckerreiche Ernährungsweise Hautunreinheiten begünstigt. Verwende stattdessen lieber Alternativen wie etwa Hafer- oder Mandelmilch. Verzichte auf Fertiggerichte, die zusätzlich gesüßt sind.

Vorteilhaft für die Haut sind Nahrungsmittel, die eine Menge Bitterstoffe enthalten, wie es beispielsweise bei Chicorée der Fall ist. Dieser regt nicht nur die Tätigkeit der Leber an, sondern unterstützt auch den Stoffwechsel.

Pickel nicht ausdrücken

Auch wenn es verlockend ist: Keinesfalls solltest du Pickel oder Mitesser selbst ausdrücken. Besonders bei mangelnder Hygiene kann dies zu schweren Entzündungen führen und das Hautbild damit langfristig verschlimmern.

Investiere stattdessen besser in einen Besuch beim Dermatologen oder Kosmetiker. Das Personal ist geschult auf die Ausreinigung von Mitessern und Pickeln und geht dabei sachgemäß vor.

Stress reduzieren

Stress tut deinem Körper und deiner Gesundheit niemals gut. Er ist Verursacher zahlreicher Beschwerden und Erkrankungen. In Zeiten der ständigen Erreichbarkeit und des Leistungsdrucks ist es oftmals nicht leicht, einen Ausgleich zwischen Beruf und Freizeit zu finden. Innere Unruhe spiegelt sich jedoch auch im Aussehen deiner Haut wider. Achte darauf, genügend Schlaf zu erhalten und versuche dich nach Feierabend zu entspannen. Dies kann dir beispielsweise mit Yoga, Meditation oder Achtsamkeitsübungen gelingen.

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