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Fettige Haare: Ursachen, 4 Tipps & 4 Hausmittel

Fettige Haare sehen nicht nur ungepflegt aus, sie können auch ein Symptom von ernsten Krankheiten sein. Oftmals handelt es sich jedoch nur um ein kosmetisches Problem, dem du leicht entgegenwirken kannst. Wieso Haare überhaupt fetten und wie du deine fettigen Haare in den Griff bekommst, erklären wir dir hier.

Eine übermäßige Fettproduktion kann schnell zum Problem werden und dich ungepflegt aussehen lassen. Sind die Haare fettig, möchte man sie nur verstecken. Die Ursachen für fettige Haare sind vielfältig. Dabei können schon einfache Hausmittel und die Anpassung deines Lebensstils helfen, damit deine Haare weniger Fett produzieren.

Wissenswertes über das Haar

Wissenswertes über das Haar

Haare sind aus Hautzellen gebildete Hornfäden. Unter der Kopfhaut befinden sich Haarwurzeln und Talgdrüsen. Aus dem Kanal der Haarwurzel wachsen die Haare aus der Kopfhaut. Sie bestehen aus Horn, also abgestorbenen Zellen. Erst der wachsende, sichtbare Teil wird dann als „Haar“ bezeichnet. Jedes Haar ist mit einer Talgdrüse verbunden, die es durch die Produktion von Talg mit einem leichten Fettfilm zum Glänzen bringt und die Kopfhaut schützt.

Eine fettende Kopfhaut ist in ihrer natürlichen Form nützlich. Durch die Fettproduktion von unzähligen Talgdrüsen auf der Kopfhaut werden Kopf und Haare mit einer Fettschicht überzogen. Der Talg hat eine natürliche Aufgabe und soll Haut und Haar feucht halten. Eine konstante Befeuchtung sorgt für eine längere Lebenszeit der Hautzellen und schützt das Haar vor dem Austrocknen. Was du gegen trockenes Haar machen kannst, erfährst du hier.

Zusätzlich schützt der natürliche Fettfilm vor dem Eindringen von Krankheitserregern.

Produzieren die Drüsen aber zu viel Talg können die Haare schnell ungepflegt und fettig wirken. Der überschüssige Talg verteilt sich auf der Kopfhaut und setzt sich besonders schnell am Haaransatz ab. Die Ursachen von fettigen Haaren sind verschieden. Im Folgenden erfährst du, wie es zu einer Überproduktion von Talg auf der Kopfhaut kommt.

Ursachen für schnell fettende Haare

Es gibt viele Gründe für fettiges Haar. Manche von ihnen kannst du nicht beeinflussen. Andere kannst du mit einer Umstellung deines Lebensstils verhindern. Damit es erst gar nicht zum Problem kommt, zeigen wir dir, was die Ursachen für fettige Haare sind und welche Faktoren die Fettproduktion begünstigen.

Es gibt Faktoren, auf die du keinen großen Einfluss nehmen kannst. Manchmal liegt die Ursache für schnell fettendes Haar in den Genen. Jeder produziert eine bestimmte Menge an Talg. Diese ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.Denn auch wie aktiv die Talgdrüsen Fette produzieren, ist erblich bedingt.

Manche Menschen neigen eher zu einer schnell fettenden Kopfhaut als andere. Auch wenn du erblich bedingt mehr Haare hast, sind deine Haare durch den erhöhten Anteil an Talgdrüsen fettiger. Auch wenn du dünnes und feines Haar hast, werden deine Haare fettiger aussehen. Da sich der Talg auf eine geringere Anzahl an Haaren verteilt, führt dies zu einem fettigeren Ansatz. Dünnes Haar liegt außerdem dicht auf der Kopfhaut, sodass dieses schneller fettet.

Die häufigste Ursache einer erhöhten Talgproduktion sind hormonelle Veränderungen, beispielsweise in der Pubertät oder in den Wechseljahren.

Normalerweise ist die Fettproduktion durch eine regelmäßige Freigabe von Hormonen gesteuert. Hormonschwankungen bringen diesen Regelmechanismus durcheinander und beeinflussen die Talgproduktion. Die Folge: Die Talgdrüsen produzieren mehr Fett.

Besonders in der Pubertät wird die Talgproduktion angeregt. Durch die übermäßige Ausschüttung von Hormonen – unter anderem des Sexualhormons Androgen – werden die Talgdrüsen stärker stimuliert. Dies führt zu fettigen Haaren und fettiger Haut. Aus dem Grund leiden auch viele Jugendlichen an Pickeln und unreiner Haut.

Die starke Stimulation kann nämlich zu einer Verstopfung der Talgdrüsen führen, wodurch sich Akne bildet.

Auch in den Wechseljahren kommt es zu hormonellen Veränderungen. Symptome und Beschwerden können in dieser Phase zu langanhaltendem Stress führen. Der Botenstoff Adrenalin und das Hormon Cortisol werden ausgeschüttet und verursachen eine Überproduktion von Talg auf der Haut.

Bei schnell fettenden Haaren ist die richtige Haarhygiene entscheidend. Oft wird versucht, mit dem täglichen Waschen der Haare das übermäßige Fett auf der Kopfhaut zu reduzieren. Das Problem: Die Talgdrüsen gewöhnen sich an den Rhythmus und produzieren täglich neuen Talg, um das Defizit auszugleichen. Nach einem Tag ohne Haarwäsche sind die Haare dann meistens wieder fettig.

Herkömmliche Haarpflege- und Haarstyling-Produkte solltest du ebenfalls reduzieren. Chemikalien, künstliche Öle und Silikone verkleben nämlich Haut und Haar und ein normaler Stoffwechsel ist nicht mehr möglich. Auch bestimmte Haargels und Haarwachse lassen das Haar fettig aussehen.

Auch Mützen und Kappen machen deine Haare fettig. Durch die mechanische Belastung der Mütze werden die Haare auf die Kopfhaut gedrückt und fetten ein. Ebenso kann es sein, dass du unter der Mütze schwitzt.

Vermeide daher das Tragen von Kopfbedeckungen und gebe deinen Haaren so viel Luft wie möglich. Häufiges Kämmen und Kopfmassagen regen die Talgdrüsen ebenfalls an.

Bei fettigen Haaren solltest du es daher vermeiden, ständig durch deine Haare zu gehen. Das starke Abrubbeln nach dem Waschen regt die Talgproduktion ebenfalls an.

Auch ernste Krankheiten können die Ursache für fettige Haare sein. Meistens ist der Auslöser ein Ungleichgewicht der Hormone und Botenstoffe, wodurch die Drüsen mehr Talg produzieren als gewöhnlich. Es kommt unter anderem zu fettigen Haaren.

Die bekannteste Krankheit ist Parkinson. Durch den Verlust von Nervenzellen in einer Hirnregion fehlt es dem Körper an dem Botenstoff Dopamin. Ein Dopaminmangel führt einerseits dazu, dass du deine Bewegungen nicht mehr gezielt steuern kannst – der Grund für das Zittern bei Parkinson. Andererseits werden deine Schweiß- und Talgdrüsen aktiviert. Es kommt zu einer Überproduktion von Fett. Deine Haut und Haare sehen fettig aus.

Im Zusammenhang mit Parkinson spricht man deswegen auch vom sogenannten Salbengesicht.

Weitere Krankheiten, die zu fettenden Haaren führen:

  • Akne
  • Seborrhoe
  • Haarwurzelentzündung

Was gegen fettige Haare hilft

Ist die Ursache für fettige Haare bekannt, kannst du mit den richtigen Mitteln dagegenwirken. Es gibt viele natürliche Wege, um das Problem zu beseitigen. Einen Friseurbesuch kannst du dir in den meisten Fällen sparen. Allein mit einer passenden Lebensumstellung sind deine fettigen Haare schnell vergessen.

Sport machen

Sport machen

Manche Ursachen lassen sich nicht beheben. Liegt der Grund der fettigen Haare aber am Hormonpegel oder am Stress, kann dir Sport helfen.

Ein erhöhter Cortisol-Spiegel führt nicht nur zu psychischen Problemen und Krankheiten, sondern kann auch mit einer übermäßigen Talgproduktion und fettigen Haaren in Zusammenhang stehen.

Versuche durch viel Sport und Bewegung deinen Cortisol-Spiegel zu senken. Gleichzeitig nimmst du ab und tust deinem Körper etwas Gutes.
Da zu viel Sport auch zu Stress führen kann, lege hin und wieder Regenerationsphasen ein. Wenn du eine gute Balance zwischen Sport und Regeneration findest, sinkt dein Cortisol-Spiegel und das Problem deiner fettigen Haare ist gelöst.

Ernährung umstellen

Ernährung umstellen

Um langfristig einer fettenden Kopfhaut vorzubeugen, musst du auf deine Ernährung achten. Die Kopfhaut und damit die Talgproduktion wird direkt durch Vitamine und Mineralien beeinflusst.

Besonders raffinierte Kohlenhydrate und Fettsäuren wirken sich negativ aus und fördern die Ölproduktion der Kopfhaut. Versuche dich daher überwiegend ausgewogen und gesund zu ernähren. Wichtige Lebensmittel sind Obst, Gemüse und Vollkornprodukte. Beispielsweise sind Haferflocken eine gute Möglichkeit, denn sie enthalten viele Spurenelemente. Zink normalisiert zum Beispiel die Talgproduktion der Kopfhaut.

Diese Lebensmittel helfen dir ebenfalls, die fettenden Haare loszuwerden:

  • Hühnchen: Die Vitamin E und B-Vitamine sind besonders wichtig für gesunde Haare. B-Vitamine regulieren die Talgproduktion, während Vitamin E das Haarwachstum unterstützt.
  • Nüsse: Die ungesättigten Fettsäuren wirken sich positiv auf die Haare aus. Nüsse enthalten ebenfalls Zink.
  • Avocado: Der Stoff Biotin reguliert die Talgproduktion. Dadurch verteilt sich weniger Talg auf der Kopfhaut.
  • Aprikosen: Das Öl in den Aprikosen wirkt rückfettend und signalisiert der Haut, weniger Talg zu produzieren.

Shampoo gegen fettige Haare

Haarpflege anpassen

Je nach Haartyp solltest du deine Haarpflege anpassen. Wäschst du deine Haare zu oft, kurbelst du die Talgproduktion an. Die Drüsen versuchen dem Talg-Defizit entgegenzuwirken und produzieren mehr Fett, um den Talghaushalt auszugleichen. Wie viel Talg deine Drüsen produzieren, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Daher ist es auch von deiner individuellen Fettproduktion abhängig, wie oft du dir tatsächlich die Haare waschen musst.

Allerdings solltest du gerade bei fettigen Haare auf das Haare waschen nicht verzichten.

Um die Fettproduktion zu reduzieren, solltest du diese Tipps befolgen:

  • Verwende beim Duschen lauwarmes Wasser
  • Verzichte auf das Föhnen der Haare. Die Wärme stimuliert die Kopfhaut und regt die Talgproduktion an
  • Wasche die Haare lieber morgens. Die Talgdrüsen sind nachts aktiv, wodurch spätes Haare waschen die Produktion begünstigt.

Gewöhne deine Haare an einen anderen Waschrhythmus. Statt der täglichen Haarwäsche versuche deine Haare nur jeden zweiten Tag zu waschen. Deine Haare werden sich schnell an die Veränderung gewöhnen und weniger Talg produzieren. Diesen Rhythmus kannst du auch ausweiten. Wie oft du deine Haare tatsächlich waschen musst, kommt aber schlussendlich auf deine individuelle Talgproduktion an.

Achte zusätzlich auf die Wahl deines Shampoos. Bei fettenden Haaren ist es sinnvoll, Produkte ohne Silikone und Öle zu benutzen, da diese rückfettend wirken. Stattdessen solltest du auf Babyshampoos oder extra milde Shampoos ausweichen. Auch spezielle Anti-Fett-Shampoos können dir helfen. Diese solltest du aber nicht öfter als zwei Mal in der Woche nutzen.

Auf Mützen und Kappen solltest du bei fettigen Haaren verzichten

Auf das Styling achten

Auch wenn die Haare fetten, musst du nicht darauf verzichten, deine Haare zu stylen. Wichtig ist beim Stylen, dass die Haare nicht zu eng auf der Kopfhaut liegen. Was die Haare aufpustet und Volumen bringt, ist dagegen hilfreich.

Auf Mützen und Kappen solltest du daher verzichten und deinen Haaren so viel Luft geben wie möglich.

Als Notlösung hilft Trockenshampoo. Es nimmt das überschüssige Fett auf und kaschiert den fettigen Ansatz. Solltest du kein Trockenshampoo zur Hand haben, kann dir auch Mehl helfen. Massiere das Mehl auf die fettigen Haare und kämme sie gut durch. Das Mehl hat die gleiche Wirkung wie Trockenshampoo und zieht das Fett aus den Haaren. Dieser Trick funktioniert aber nur auf blondem Haar. Auf dunklem Haar hinterlässt das Mehl einen grauen Schleier.

Hausmittel gegen fettige Haare

Hausmittel helfen bei vielen Problemen – auch bei fettigen Haaren. Wir haben dir vier Produkte aufgelistet, mit denen du deinen Haaren auf natürliche Weise Fett entziehst.

Apfelessig

Apfelessig

Ein Hausmittel gegen fettiges Haar ist Apfelessig. Mit einer Apfelessig-Spülung wird der pH-Wert der Kopfhaut reguliert und übermäßigem Talg entgegengewirkt.

Hierfür mischst du zwei Esslöffel Apfelessig mit einer Tasse Wasser und massierst die Flüssigkeit in die nasse Kopfhaut. Nach kurzem Einwirken spülst du die Mischung aus den Haaren.

Bei der Anwendung solltest du den Apfelessig nur zusammen mit Wasser auf die Haare auftragen. Auch wenn sich die Spülung positiv auf das Fett in den Haaren auswirkt, kann eine zu große Menge an Essig die Kopfhaut reizen.

Um den Geruch musst du dir keine Sorgen machen. Nach der Spülung und dem Trocknen der Haare sind das Fett und der Essiggeruch verschwunden.

Zitronensaft

Zitronensaft

Auch Zitronensaft kannst du als Hausmittel nutzen. Ähnlich wie Apfelessig reguliert die Zitrone den pH-Wert der Kopfhaut und entfernt Talgrückstände. Für die Gesundheit deiner Haare und deiner Kopfhaut liefert der Zitronensaft wichtige Vitamine und Mineralien.

Für die Spülung vermischst du zwei Zitronen mit zwei Tassen Wasser und massierst sie auf die Kopfhaut. Zusätzlich kannst du deine Haare mit drei Teelöffeln Honig pflegen. Nach fünf Minuten kannst du die Mischung mit lauwarmem Wasser ausspülen.

Schwarzer Tee

Schwarzer Tee

Schwarzen Tee hat sicherlich jeder zu Hause. Der hohe Anteil der enthaltenen Gerbsäuren hilft schnell und effektiv gegen fettige Haare. Durch die Gerbsäure ziehen sich die Poren der Kopfhaut zusammen. Aus diesem Grund sammelt sich weniger Öl an und die Haare fetten langsamer.

Für die Anwendung gießt du einen sehr starken Schwarztee auf. Koche dazu zwei Esslöffel der Schwarzteeblätter mit einer Tasse Wasser für etwa zehn Minuten in einem Kochtopf. Die Blätter siebst du anschließend ab und massierst die abgekühlte Lösung in die Kopfhaut. Mit einem milden Shampoo wäschst du den Tee aus.

Backpulver

Backpulver

Nicht nur für das Kuchen backen ist Backpulver geeignet. Als Hausmittel kann das Produkt auch gegen fettige Haare helfen. Ähnlich wie Trockenshampoo saugt das Backpulver das überschüssige Öl aus den Haaren und bringt den pH-Wert der Kopfhaut ins Gleichgewicht.

Hierzu vermischst du einen Esslöffel Backpulver mit drei Esslöffeln Wasser und massierst die Masse in deine feuchten Haare ein. Nach wenigen Minuten kannst du das Backpulver mit Wasser ausspülen.

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