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Cellulite: Wie sie entsteht + 5 Maßnahmen gegen Orangenhaut

Die kleinen Dellen an Oberschenkel und Po kennen viele Frauen – denn Cellulite ist ein normaler und vollkommen unbedenklicher Zustand der Haut. Dennoch kann das Erscheinungsbild die Betroffenen stark belasten, denn es passt nicht zu den Idealen unserer heutigen Gesellschaft. Wie Cellulite entsteht und wie du die kleinen Dellen loswerden kannst, erfährst du bei uns.

Eigentlich sind die kleinen Dellen an Beinen, Gesäß und teilweise dem Bauch vollkommen normal und harmlos. Doch auch wenn es sich um ein rein kosmetisches Problem handelt, kann das zum Teil stark ausgeprägte Hautbild der Cellulite eine Belastung für die Betroffenen darstellen. Im Folgenden erfährst du, was Cellulite eigentlich ist.

Was Cellulite eigentlich ist

Was Cellulite eigentlich ist

Wenn Po und Oberschenkel dellenförmige Schatten auf der Haut werfen, sprechen wir von Cellulite. Fast jeder Frau ist diese Hautveränderung ein Begriff, denn sie betrifft immerhin fast 90 Prozent von ihnen. Das Hautbild erinnert an die Dellenstruktur von Zitrusfrüchten, daher spricht man auch umgangssprachlich von Orangenhaut. Obwohl es sich bei Cellulite um ein rein kosmetisches Thema handelt und nicht um eine Erkrankung, kann das Hautbild zu einer starken Einschränkung des Selbstbewusstseins führen.

Die konstitutionell bedingte Cellulite wird unter anderem durch das weibliche Geschlechtshormon Östrogen begünstigt und kann schon in jungen Jahren auftreten. Vor allem dann, wenn Mädchen in die Pubertät kommen, an Übergewicht leiden oder enorm schwaches Bindegewebe besitzen. Männer sind seltener von Orangenhaut betroffen, da sich die Struktur ihres Bindegewebes von der einer Frau unterscheidet.

Der Begriff "Cellulite" tauchte erstmals Ende der 1960er Jahre im englischsprachigen Raum auf und beschrieb zum ersten Mal das eigentlich harmlose Erscheinungsbild. Oft als Synonym verwendet, bezeichnet Zellulitis allerdings ein anderes Haut-Phänomen. Genau genommen handelt es sich bei Zellulitis um eine entzündliche Erkrankung der Haut und hat damit nichts mit den unschönen, aber ungefährlichen Dellen auf den Oberschenkeln zu tun.

Auch wenn sich Betroffene oft für ihre Cellulite schämen, sind sie doch nicht allein: Bei 80 bis 90 Prozent aller Frauen über 20 Jahren treten die kleinen Dellen auf – mal mehr, mal weniger stark ausgeprägt. Letztlich betreffen sie dennoch die allermeisten Frauen. Bis ins 20. Jahrhundert galt Cellulite sogar als vollkommen normal. Betrachtet man Kunstwerke des Malers Ruben, so scheint Cellulite gar ein Schönheitsideal gewesen zu sein.

Auch wird oft vergessen, dass Cellulite einen biologischen Sinn besitzt. Genau genommen haben die Cellulite hervorrufenden Fettpölsterchen der Unterhaut eine wichtige Bedeutung. Sie dienen als Reserven während Schwangerschaft und Stillzeit. Außerdem erlaubt das zu unserem Leidwesen oft sehr lockere Bindegewebe, dass sich die weibliche Haut stark dehnen kann. Und das beugt in der Schwangerschaft immerhin unschönen Dehnungsstreifen vor.

Wie Cellulite entsteht

Wie Cellulite entsteht

Vielleicht hast auch du schon einmal den Mythos gehört, dass nur dicke Frauen an Cellulite leiden. Bevor du dich in die nächste Diät stürzt, solltest du wissen, dass jede Frau – egal welcher Konstitution – von den Dellen betroffen sein kann. Allerdings stimmt es, dass das Erscheinungsbild der Cellulite mit dem Gewicht zuzunehmen scheint.

Was jedoch wirklich eine Rolle bei der Entstehung von Cellulite spielt, sind Aufbau der Haut (besonders betrifft das die Unterhaut), die Gefäßversorgung und entzündliche Prozesse. Außerdem ist das Erscheinungsbild geprägt von der Zusammenwirkung weiterer Faktoren, wie etwa den Geschlechtshormonen, dem Körperfettanteil und der Ausschüttung von Stresshormonen.

Um sich den Prozess etwas besser vorzustellen, solltest du den Aufbau deiner Haut kennen: Sie besteht aus den drei Ebenen Unterhaut, Lederhaut und Oberhaut. Wichtig ist nun vor allem die unterste Schicht, die Unterhaut: Hier sitzen nämlich Bindegewebe, Blut- und Lymphgefäße sowie Haarwurzeln, Nerven, Schweißdrüsen und die Fetteinlagerung. Und genau Letztere ist mitverantwortlich dafür, dass sich auf der Haut die kleinen Dellen abzeichnen.

Das Unterhautfettgewebe erfüllt zahlreiche wichtige Funktionen: Es dichtet vor Kälte ab, schützt Knochen und Organe vor Stößen und stellt Energiereserven zur Verfügung. Das Bindegewebe umschließt dabei das Fettgewebe der Unterhaut, sodass gleichmäßige Fettkämmerchen entstehen. Bei Cellulite ist das Bindegewebe jedoch gestört, weshalb es das Fettgewebe nicht sonderlich straff umfassen kann. Nun drücken sich die kleinen Fettpölsterchen durch das schwache Bindegewebe nach außen an die Hautoberfläche. Und genau dieses Phänomen nehmen wir letztendlich als Cellulite wahr.

Das ist übrigens auch der Grund, weshalb selbst schlanke Frauen Dellen an Po und Oberschenkeln entwickeln: Denn auch sie besitzen Fettpölsterchen, die der Körper als Reserven anlegt.

Verstärkende Faktoren

Verstärkende Faktoren von Cellulite

Das Erscheinungsbild der Cellulite kann jedoch durch bestimmte Faktoren verstärkt werden. So etwa dann, wenn die Fettpölsterchen überfüllt sind, was bei übergewichtigen Menschen der Fall ist, und infolgedessen Blut- und Lymphgefäße der Unterhaut abquetschen. Das erschwert nicht nur die Blutzirkulation, sondern kann auch den Abtransport der Lymphflüssigkeit hemmen. Nun staut sich im Fettgewebe Flüssigkeit: Die Fettkammern schwellen an und verstärken das wellenförmige Hautbild.

Nicht nur extremes Übergewicht kann das Erscheinungsbild verstärken. Auch andere Faktoren spielen keine unwesentliche Rolle beim Schweregrad der Cellulite – so zum Beispiel die Anzahl der weiblichen Hormone. Östrogene unterstützen den Fettaufbau, beschleunigen also einerseits die Einlagerung von Fett, während sie andererseits seinen Abbau verlangsamen. Das ist auch der Grund, weshalb Cellulite meist erst ab der Pubertät auftritt und während Schwangerschaft und Menstruation verstärkt ist.

Auch ändert sich mit dem Alter unser Körper: Während wir in jungen Jahren oft noch eine straffe und schöne Haut besitzen, wird das Bindegewebe mit den Jahren immer schwächer.

Die größten Übeltäter (wie auch bei jedem anderen Hautproblem) sind aber Nikotin, Alkohol, Bewegungsmangel und eine ungesunde Ernährung. Sport strafft die Haut, fördert die Durchblutung und baut überschüssiges Fett ab. Daher kann ein Mangel an Bewegung exakt die gegenteiligen Wirkungen erzielen, was die Cellulite letztendlich begünstigt. Besonders schlimm für den Körper ist aber Nikotin: Die Schadstoffe, die du beim Rauchen in deinen Körper lässt, bewirken, dass die Haut dünner und faltiger wird – teilweise um bis zu 40 Prozent. Und je dünner die Haut, desto deutlicher drängen sich die Fettpölsterchen an die Oberfläche.

Auch die Ernährung könnte ein Grund dafür sein, weshalb sich die Dellen enorm stark ausprägen. Die drei größten Verursacher von schwachem Bindegewebe sind Salz, Zucker und Fett. Leider gibt es auch verstärkende Faktoren, auf die wir keinen Einfluss nehmen können. So spielen etwa die Gene keine unwesentliche Rolle bei dem Schweregrad der Cellulite. Denn die Gene formen erst das Bindegewebe, entscheiden über die körperliche Konstitution und über die Wahrscheinlichkeit, ein Übergewicht auszuprägen. Asiatinnen besitzen beispielsweise ein festeres Bindegewebe und sind in der Regel seltener von Cellulite betroffen als westlich lebende Frauen.

Weshalb Cellulite meist Frauen betrifft

Während fast 90 Prozent aller Frauen früher oder später Cellulite entwickeln, scheinen Männer gar nicht von dem Problem betroffen zu sein. Das stimmt zwar nicht ganz, denn es gibt durchaus Männer, die auch Cellulite entwickeln. Dennoch sind sie tatsächlich so gut wie nie von dem Hautbild betroffen, und das auch aus einfachem Grund. Die Haut von Männern ist grundsätzlich anders aufgebaut als die von Frauen: Während die weiblichen Bindegewebsstränge (die die Fettkämmerchen bilden) senkrecht ausgeprägt sind, verlaufen sie bei Männern diagonal.

Doch nicht nur die Struktur ihrer Unterhaut ist anders, auch besitzen Männer im Durchschnitt weniger Unterhautfett und gleichzeitig eine dickere Hornhaut (die oberste Schicht der Oberhaut). Daher sind ihre Fettkämmerchen und -polster gut versteckt und an der Oberfläche nicht sichtbar.

Cellulite bekämpfen: Was wirklich gegen Cellulite hilft

Diese Maßnahmen helfen

Auch wenn es sich die meisten Betroffenen wünschen: Leider ist es nicht möglich, Cellulite komplett zu behandeln. Zwar gibt es mittlerweile zahlreiche Behandlungsmethoden, denn die Nachfrage boomt, doch gehen diese selten wissenschaftlich fundierten Beweisen voraus. Die wirkungsvollste Methode ist noch immer, Cellulite verstärkende Faktoren zu vermeiden und seinen Lebensstil anzupassen.

Mehr Sport treiben und gesünder leben

Ein gesunder Lebensstil, der sich durch eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung kennzeichnet, kann eine starke Ausprägung von Cellulite verhindern oder zumindest reduzieren. Dass sich Cellulite dennoch ausbildet, ist vollkommen normal und kann auch trotz eines gesunden Lebensstils nicht gänzlich vermieden werden. Dennoch hilft es besonders stark übergewichtigen Frauen, auf diese Weise das Erscheinungsbild zu reduzieren. Dabei muss es gar nicht dreimal die Woche auspowerndes Krafttraining sein: Selbst Yoga, Schwimmen und moderates Jogging können einen entscheidenden Einfluss auf das Erscheinungsbild nehmen. Denn Bewegung fördert die Durchblutung und gleichzeitig den Fettabbau: Beide Faktoren straffen die Haut.

Auch solltest du weitgehend auf eine zucker-, salz- und fettarme Kost achten und dich überwiegend von guten Fetten, Vitaminen und Mineralstoffen ernähren. Integriere dazu mehr Obst, Gemüse, Nüsse und Hülsenfrüchte in deinen Speiseplan.

Zu einem gesunden Lebensstil gehört jedoch noch einiges mehr. Besonders Alkohol und Zigaretten lassen die Haut schnell altern und das Bindegewebe erschlaffen. Nikotin führt zu einer Verengung der Blutgefäße – was nicht nur für das Herz-Kreislauf-System gefährlich werden kann, sondern auch die Durchblutung der Haut verlangsamt. Wie es dir gelingt, mit dem Rauchen aufzuhören, erfährst du hier.

Auch wenn es sich einfacher anhört, als es tatsächlich umzusetzen ist: Versuche möglichst, Stress und Stresssituationen zu vermeiden. Denn auch dieser Faktor wirkt sich sichtbar auf dein Hautbild aus: Schlafmangel und dauerhafte Unzufriedenheit sowie Stress lassen die Haut nicht nur sprichwörtlich schneller altern. Wie du deine Zeit besser managen kannst, erfährst du mit diesen Tipps.

Durchblutung anregen mit Cellulite-Behandlungen

Maßnahme gegen Cellulite: Wechseldusche

Um die Haut zu straffen, sind durchblutungsfördernde Maßnahmen besonders effektiv. Eine wirkungsvolle Methode ist die Wechseldusche. Dabei duschst du dich zunächst wie gewohnt mit lauwarmem Wasser, um dich zum Schluss noch für wenige Minuten mit sehr kaltem Wasser abzubrausen. Diese Maßnahme kannst du ganz einfach in deinen Alltag integrieren.

Ebenso wirkungsvoll sind Massagen. Dazu zählt vor allem die Endermologie-Behandlung, die den Stoffwechsel anregen und dabei Giftstoffe aus dem Körper abtransportieren soll. Diese gezielte Massage gegen Cellulite kannst du bei einer Fachkosmetikerin durchführen lassen. Allerdings sind für ein sichtbares Resultat mehrere Sitzungen nötig, die dich bis zu 1.000 Euro kosten können.

Cellulite-Creme

Spezielle Cremes und Lotions gegen Cellulite können das Erscheinungsbild reduzieren, solange die Oberhaut durch die Anwendung geglättet wird. Denn oft wirken die Cremes zu oberflächlich, als dass sie das Bindegewebe in der Unterhaut erreichen und straffen könnten. Eine gesunde Ernährung, die durch ausreichend Bewegung begleitet wird, ist in jedem Fall effektiver als eine Cellulite-Creme.

Wenn du dennoch eine hautstraffende Lotion erwerben möchtest, achte auf den Wirkstoff CHacoll und weitere wärmende Inhaltsstoffe. Was dagegen nicht in der Creme zu finden sein sollte, sind Mikroplastik, Mineralöle, Silikone und zu viele chemische Duftstoffe. Sie haben zwar keinen weiteren Effekt auf das Erscheinungsbild der Cellulite, verschlechtern aber im Allgemeinen den Zustand der Haut oder schaden der Umwelt.

CHacoll
Dieser Wirkstoff kann die Kollagensynthese in der Unterhaut anregen, indem er die Bildung der Kollagenfasern fördert. Dadurch soll die Haut geglättet und Cellulite reduziert werden.

Körperpeeling

Eine preiswerte Methode zur Behandlung von Cellulite ist das Körperpeeling. Es trägt abgestorbene Hautschüppchen ab und glättet dadurch sichtbar die Hautoberfläche. Das wiederum lässt die Dellen an Po und Oberschenkel etwas zurückgehen. Besonders ein selbstgemachtes Peeling mit Kaffeesatz zeigt Wirkung – der Kaffee regt den Stoffwechsel der Zellen und die Durchblutung an. Für dieses einfache Peeling mischst du lediglich einige Löffel Kaffeesatz mit Meersalz oder Zucker. Dieses reibst du sanft in die feuchte Haut ein und lässt es circa 15 Minuten lang einwirken, ehe du das Peeling vom Körper wäschst. Kombinierst du das Peeling mit einer Wechseldusche, tust du gleich doppelt etwas für deine Haut.

Die richtige Ernährung

Die richtige Ernährung

Wie bereits erwähnt, kann die Ernährung ausschlaggebend für den Zustand der Haut sein. Grundsätzlich solltest du deine Kost möglichst zucker-, salz und fettarm gestalten. Zucker fördert entzündliche Prozesse im Körper, beschleunigt den Abbau von Kollagen und sorgt damit nachweislich für schlaffes Bindegewebe. Auch ein häufiger Verzehr von verarbeiteten Milchprodukten lässt das Bindegewebe erschlaffen. Das liegt daran, dass diese Lebensmittel Wassereinlagerungen begünstigen und zudem oft einen hohen Salzgehalt aufweisen. Weitere Lebensmittel, deren Konsum du deiner Haut zuliebe einschränken solltest, sind:

Kaffee: Unser Lieblingsgetränk am Morgen kann zwar nachweislich vorteilhaft auf die Gesundheit wirken, die schlechte Nachricht ist jedoch: Kaffee wirkt entwässernd und gleichzeitig venenverengend. Demnach begünstigt ein übermäßiger Kaffee-Verzehr die Bildung von Cellulite. Verwende Kaffee doch lieber zwischendurch als Peeling – denn hier wirkt er durchaus positiv gegen die kleinen Hautdellen.

Sojasauce: Sojasauce gibt der asiatischen Küche ihren speziellen Flair. Ob zu Sushi, Nudeln oder Reis: Die beliebte Sauce aus Sojabohnen gehört einfach dazu. Dennoch solltest du auch hier künftig einige Abstriche machen. Der extrem hohe Gehalt an Salz in der Sojasauce bindet Wasser im Körper und kann so für Wassereinlagerungen sorgen.

Frittierte Lebensmittel: Weniger verwunderlich ist die Tatsache, dass Frittiertes und Fast Food dem Körper schaden kann. So können bei stark erhitztem Fett toxische Verbindungen entstehen. Darüber hinaus enthalten Pommes, Kroketten und Co. jede Menge Salz, was Cellulite nachweislich begünstigen kann.

Um deiner Cellulite den Garaus zu machen, solltest du vermehrt kaliumhaltige Lebensmittel in deinen Speiseplan integrieren. Dazu zählen etwa Nüsse, Bananen, Kartoffeln, Kürbis und Tomaten. Auch Retinol (Vitamin A) sorgt für ein starkes Bindegewebe. Leinsamen sind ebenfalls kleine Wundermittel: Sie halten den Östrogenspiegel im Gleichgewicht, welcher bekanntermaßen eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Cellulite spielt.

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