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Rückenschmerzen: 3 x 2 Ursachen & 7 schnelle Lösungen

Rückenschmerzen sind eine Volkskrankheit – fast jeder kennt das Ziehen im Rücken, welches zu starken Verspannungen führen kann. Für die einen ist es ein akuter Schmerz, andere wiederum erleben Rückenschmerzen als einen alltäglichen Begleiter. Die Ursachen hierfür sind ganz unterschiedlicher Natur. Wir geben dir einen Überblick darüber, wie du deine Rückenschmerzen lokalisieren kannst, ab wann du zum Arzt gehen solltest und wie du sie Schmerzen nachhaltig loswirst.

Spezifische & unspezifische Rückenschmerzen

Spezifische & unspezifische Rückenschmerzen

Rückenschmerzen können in spezifischer und unspezifischer Form auftreten. Unspezifische oder auch funktionelle Schmerzen sind häufig Ursache einer Muskelverspannung. Das bedeutet, vor allem die Sehnen- oder Muskelpartien deines Rückens sind stark beansprucht. Diese unspezifische Form tritt oftmals durch eine Überbelastung auf, beispielsweise nach intensiver körperlicher Aktivität. Aber auch schon das alltägliche Tragen deiner Tasche auf der selben Schulterseite kann zu einer Verhärtung des Muskelbereiches führen, sodass deine Schulter gereizt auf Berührungen reagiert. Manchmal sind Nackenschmerzen und sogar Kopfschmerzen die Folgen dieser funktionellen Schmerzen.

Spezifische Rückenschmerzen sind verknüpft mit bestimmten Krankheiten. Sie sind, wie der Name schon sagt, Ursachen einer spezifischen Form von Schmerzen, wie zum Beispiel einer Verkrümmung der Wirbelsäule oder die Konsequenz eines Bandscheibenvorfalls. Entgegen der funktionellen Schmerzen lassen sich spezifische Rückenbeschwerden daher mit den Knochen deines Rückens in Verbindung bringen.

Diese Form von Schmerz erfahren viele Personen erstmals mit höherem Alter. Eine Ursache hierfür ist das Abnutzen der Gelenke, welches sich in unter anderem in Arthrose äußern kann. Du solltest versuchen, deine Schmerzen erst einmal in eine spezifische und unspezifische Form zu kategorisieren. Treten die Schmerzen auf, wenn du einen Muskel punktuell belastest, oder hast du das Gefühl, den Schmerz entlang deiner Wirbelsäule zu spüren? Wenn du dich in letzter Zeit häufig extrem müde fühlst, auffällig nervös bist, deine Gelenke schmerzen oder du bei dir sogar Fieber bemerkst, dann könnten die Rückenschmerzen ein Symptom für eine Erkrankung sein und du solltest auf jeden Fall einen Arzt in deine Diagnose mit einbeziehen.

Die Lokalisierung: 3 Bereiche der Rückenschmerzen

Lokalisierung der Rückenschmerzen

Beschwerden im Rücken äußern sich oft wiederkehrend im selben Bereich; man unterscheidet zwischen Beschwerden im oberen, mittleren oder unteren Rücken. Die Lokalisierung deiner Schmerzen kann dir helfen, die Ursachen zu identifizieren und die richtige Behandlung für dich zu entdecken. Wir verschaffen dir einen Überblick über häufig auftretende Symptome und die Ursachen deiner Rückenschmerzen.

Oberer Rücken

Zwangsläufig belastest du den oberen Teil deines Rückens, also deine Schultern und deinen Nacken, im Alltag besonders häufig. Im Winter eine einengende Jacke, ein schwerer Rucksack und dazu noch ein kuscheliger Schal – da sind Zerrungen im oberen Rücken schon fast vorprogrammiert. Der betroffene Bereich lässt sich in die Halswirbelsäule und die Brustwirbelsäure deines Rückens einteilen. Häufig treten hier Muskelverspannungen, Verhärtungen oder eine Reizung einer Muskelpartie auf, dann sind es oftmals unspezifische Schmerzen.

Symptome und Ursachen

Beschwerden im oberen Rücken reichen von deinen Schultern über die Schulterblätter bis hin zum Nacken. Vor allem der Trapezmuskel (der Muskel zwischen Schulter und Nacken) sowie der kleine und große Rundmuskel (Muskel am Schulterblatt) sind im Falle von Rückenschmerzen im oberen Bereich betroffen. Schmerzen können hier schon durch eine falsche Körperhaltung oder gekrümmtes Sitzen auftreten.

Besonders häufig ist der Teil zwischen deinen Schultern und deinem Nacken betroffen. Die Schmerzen lokalisieren sich dann auf den Trapezmuskel, da dieser oft schweren Belastungen wie einer Tasche oder einem Rucksack standhalten muss. Die Folge ist ein dumpfes Drücken der gereizten Bereiche, schon die kleinste Belastung führt zu ersten Schmerzen. Teilweise erweitern sich diese Schmerzen im oberen Rücken, indem sie Kopfschmerzen oder ein Schwindelgefühl verursachen.

Aufgrund der Physiologie einer Frau können obere Rückenschmerzen ein Dauerzustand sein – BHs unterstützen die ständige Belastung des Trapezmuskels zusätzlich. Auch die Periode stellt einen Indikator für Rücken- und Nackenschmerzen dar. Durch die BH-Träger sind auch der kleine und große Rundmuskel betroffen, da auf diese täglich Druck ausgeübt wird.

Mittlerer Rücken

Weniger häufig, aber dennoch ebenso schmerzhaft sind Schmerzen im mittleren Rückenbereich. Der Trapezmuskel erstreckt sich hier entlang der Wirbelsäule und ist umgeben vom breiten Rückenmuskel, der sich großflächig im mittleren Rücken befindet.

Symptome und Ursachen

Bestimmte Symptome für Beschwerden in diesem Bereich treten seltener auf, betreffen jedoch häufig den breiten Rückenmuskel und äußern sich ebenfalls in Verhärtungen und Verspannungen des Muskelbereichs. Frauen sind anfälliger für diese Form von Schmerzen, da der Umfang des BHs im mittleren Rückenbereich mündet. Hierdurch können unter anderem Druckstellen entstehen, die durch ständiges Tragen zur Anspannung des Nervenbereichs führen.

Ein weiterer Auslöser für Beschwerden in der Mitte des Rückens stellen schwere ausführende Tätigkeiten, also Berufe, die eine körperliche Arbeit erfordern, dar. Aber nicht nur falsche Hebebewegungen führen zu akuten Schmerzen, auch ständiges Stehen kann als Grund aufgeführt werden, so äußern beispielsweise Gastronomen oder Friseure häufiger Beschwerden im mittleren Rückenbereich als Personen anderer Berufsfelder.

Unterer Rücken

Der untere Rücken gliedert sich in Beckenbereich und Lendenwirbelsäule und wird am häufigsten als Lokalisierungspunkt für Rückenschmerzen genannt. Die Symptome können sich sowohl in spezifischen als auch in unspezifischen Beschwerden äußern. Bei Schmerzen im unteren Rückenbereich solltest du also besonders darauf achten, wo genau sich die Beschwerden lokalisieren lassen und durch welche Symptome sich diese äußern.

Bedingt durch die Position fungiert der untere Rückenbereich als Anker des Körpers: Er verbindet Ober- und Unterkörper und ist daher besonders starken Belastungen ausgesetzt. Kernmuskel des unteren Rückens ist der Rückenstrecker, aber auch der untere Teil des breiten Rückenmuskels kann zu Beschwerden führen. Besonderes Augenmerk solltest du auch auf die verbindende Stellen des Rückens zu deinen Bandscheiben legen.

Symptome und Ursachen

Problemzone unterer Rücken

Aufgrund der verbindenden Position des unteren Rückens sind die Symptome und Ursachen für Beschwerden besonders vielfältig. Eine gebeugte Körperhaltung im oberen Bereich oder eine versteifte Nackenpartie kann auch zu Konsequenzen im Rückenstrecker-Muskel führen, da die Wirbelsäule diese schlechte Körperhaltung auszubalancieren versucht. Das typischste Beispiel für eine unausgeglichene Haltung ist das Hohlkreuz, welches sich im unteren Bereich der Wirbelsäule äußert.

Im unteren Rückenbereich solltest du insbesondere darauf achten, ob du spezifische oder unspezifische Schmerzen empfindest. So ist der Hexenschuss beispielsweise ein Symptom von Muskelverspannungen oder auch Muskelverkürzungen, also ein Indikator für unspezifische Schmerzen. Er äußert sich in plötzlichen auftretenden, akuten und intensiven Beschwerden, die verhindern, dass du wieder eine normale Körperhaltung einnehmen kannst. Der Hexenschuss ist im Fachterminus als Lumbago bekannt und ist im Kreuzbereich zu verorten, zwischen dem Bereich der Lende und des Gesäß. Betroffene klagen häufig über besonders stechende Schmerzen.

Neben den funktionellen Schmerzen an Nerven oder Muskeln treten besonders oft auch spezifische Beschwerden auf, beispielsweise die Arthrose. Bei Arthrose nutzt sich der Knorpel ab, der als Schutzschicht deiner Knochen vor Knochen-Reibung fungiert. Du empfindest bei Arthrose also Schmerzen an deinen Gelenken, die ebenfalls auf eine sehr konzentrierte Belastung bestimmter Gelenkbereiche zurückzuführen ist.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn du das Gefühl hast, deine Rückenschmerzen breiten sich auf deinen unteren Körperteil aus. Neben den Beinen können aber auch Beschwerden in den Armen auftreten – wenn diese vom Rücken ausgehen, könnten das erste Symptome für einen Bandscheibenvorfall sein. Denn ca. 90 Prozent aller Bandscheibenvorfälle passieren im unteren Rückenbereich. Der Schmerz im Kreuz verstärkt sich, je häufiger dieser Bereich belastet wird, sodass sogar eine kleine Erkältung starke Schmerzen im Lendenwirbelbereich verstärkt.

Schmerzlinderung aller Rückenbereiche: 7 Lösungen

Achte auf deine Haltung

Achte auf deine Haltung

Da Beschwerden im oberen und unteren Teil des Rückens schon durch eine falsche Sitzhaltung verursacht werden können, solltest du in diesem Bereich besonders darauf achten, dich immer wieder selbst an einen geraden Rücken zu erinnern. Das ist leichter gesagt als getan, daher sind die meisten Stühle schon wirbelsäulenkonform konstruiert. Bei der ersten Anspannung hilft es, gelegentlich die Schulterblätter zu kreisen und den Nacken in runden Bewegungen für kurze Zeit zu entlasten. Das berühmte Nacken-Knacksen kann auch verhindern, dass sich ein Nerv langfristig einklemmt.

Bei akuten Schmerzen: Wärme

Sind die Schmerzen jedoch akut und verstärken sich im Verlaufe des Tages, kann vor allem Wärme eine hilfreiche Lösung zur Schmerzlinderung sein. Ein Körnerkissen oder eine Wärmflasche sind erste kleine Hausmittel für akute Beschwerden im oberen, mittleren und unteren Rückenbereich. So gibt es unter anderem extra Körnerkissen, die sich der Form des oberen Rückens anpassen, also deiner Schulter- und Nackenpartie.

Wärmepflaster

Eine Alternative bei Beschwerden im mittleren Bereich des Rückens sind Wärmepflaster, die im Drogeriemarkt oder in der Apotheke rezeptfrei zu kaufen sind. Sie helfen vor allem an Stellen, die für einen selbst schwer zu massieren sind, in denen man jedoch auch akute Schmerzen empfinden kann. Du solltest dir Zeit nehmen, dich mit der Wirkung eines Wärmepflasters zu befassen, denn diese können zur Rötung der Haut oder einem starken Stechen führen. Am besten lässt du dich bei offenen Fragen von einem Apotheker beraten.

Baden mit Schaum und Salzen

Für den folgenden Tipp ist es von Vorteil, ein großes Bad zu haben. Schon ein ausführliches Schaumbad kann erste Schmerzlinderung versprechen, da sich die Muskeln aufgrund der Wärme flächendeckend entspannen können. Du findest viele Badesalze im Drogeriemarkt, die aus entspannenden Ölen bestehen und zu einer Entlastung der Verspannung beitragen.

Trainiere deine Bauchmuskulatur

Wichtig für einen ausgeglichenen Rücken ist ebenfalls die Gegenpartie – der Bauch. Eine gestärkte Bauchmuskulatur unterstützt eine gerade Haltung und entlastet deinen Rücken. Sport ist also ebenfalls ein Mittel, um deine Rückenschmerzen langfristig los zu werden. Ein Gang an die frische Luft und regelmäßige Übungen zur Stärkung der Bauchmuskeln sind somit erste Ansatzpunkte. Aber auch die progressive Muskelentspannung – eine Methode zum bewussten Anspannen und Entspannen deiner Muskeln – kann eine Lösung sein, um Beschwerden im oberen Rücken zu lösen und anschließend vorzubeugen.

Gönne dir eine Massage

Gönne dir eine Massage

Die wohl schönste Lösung, um deine Schmerzen im Rücken zu verringern, ist eine ausführliche Massage im betroffenen Bereich. Hierzu gibt es zahlreiche Massagemethoden und wärmende Öle unterstützen die punktuelle Entspannung zusätzlich. Aber Vorsicht – nicht jede Massagetherapie verspricht sofortige Schmerzlinderung, hin und wieder verstärkt sich der Reiz zuerst, bevor sich dieser langfristig wieder abbaut.

Im Zweifel zum Arzt

Wenn du das Gefühl hast, die oberen Rückenschmerzen lassen sich trotz aller Hausmittel nicht von alleine verringern, ist auf jeden Fall ein Arztbesuch empfehlenswertn. So kann die Krankengymnastik oder auch Physiotherapie bei der Durchführung regelmäßiger Übungen zur Schmerzlinderung unterstützung. Auch eine Fehlstellung in den Füßen kann sich auf die Position deiner Wirbelsäule auswirken und zu Verschiebungen führen. Wenn du also dazu neigst, mit deinen Füßen nach innen zu laufen, dann können korrigierende Einlagen für deine Schuhe hilfreich sein und allen Regionen deines Rückens eine große Entlastung bieten. Insbesondere bei spezifischen Schmerzen, die sich entlang der Wirbelsäule oder deinen Knochen und Gelenken äußern, ist jedoch eine ärztliche Beratung notwendig, um ernstzunehmende Krankheiten auszuschließen.

3 Tipps gegen Rückenschmerzen in der Schwangerschaft

3 Tipps gegen Rückenschmerzen in der Schwangerschaft

Der Bauch wächst jede Woche ein kleines Stückchen und langsam breiten sich die ersten Schmerzen im Rücken aus? Viele Hebammen empfehlen, bereits frühzeitig ein paar Tipps zu beachten, damit sich deine Beschwerden im Rücken nicht allzu schnell versteifen und vielleicht sogar länger bleiben, als du es dir wünschst.

Verbinde dich und deinen Bauch

Der erste Schritt zur Vorbeugung der Hohlkreuz-Haltung ist es, ist dich und deinen Bauch bewusst zu verbinden. Statt mit den Beinen weit auseinander zu laufen, versuche deinen Rücken bewusst zu strecken und dadurch deinen Gang so lange wie möglich normal zu halten. Dadurch vermeidest du, dass dein Bauch unbewusst herausgestreckt wird und zentralisierst deine Körper-Mitte.

Kümmere dich um deinen Körper

Die wohl effektivste Methode, um Rückenschmerzen schon frühzeitig vorzubeugen, ist auch in der Schwangerschaft sportlich am Ball zu bleiben. Vor allem das Schwimmen kann durch das Gefühl von Schwerelosigkeit im Wasser eine erste Entlastung bieten. Vielen Schwangeren hilft es zudem, die Rückenmuskulatur zu Hause zu dehnen. Am besten machst du es wie beim Yoga oder beim Ballett. Du kniest dich auf deine Yoga-Matte und machst bewusst ein Hohlkreuz, um den Rücken danach wieder in eine gerade Position zu bringen. Das intensive Strecken deiner Muskulatur dehnt die belasteten Regionen – am besten integrierst du auch den oberen Rückenbereich, also deine Schultern und deinen Nacken, indem du einen kleinen Buckel formst.

Entlaste den Rückenstrecker

Der dritte Tipp ist vor allem für den unteren Rückenbereich entlastend. Vielleicht hast du es schon mal gesehen: Frauen, die kurz vor der Entbindung stehen, halten ihre Hände immer schützend an die Lendenwirbelsäule, um diese zu stützen. Um der natürlich S-Form der Wirbelsäule eine kleine Pause zu verschaffen, solltest du deine Beine in einen 90-Grad-Winkel bringen. Das geht am einfachsten, indem du dir einen kleinen Kissenturm auf dem Sofa oder Bett baust, deine Beine darauflegst und so vor allem den unteren Bereich gerade hältst. Diese Entlastung des Rückenstrecker-Muskels sollte akute Schmerzen lindern und durch regelmäßiges Wiederholen neuen Rückenbeschwerden vorbeugen.

Psychische Ursachen von Rückenschmerzen

Psychische Ursachen von Rückenschmerzen

Die Ursachen für Rückenschmerzen sind zwar gerne physischer Natur – aber auch die seelische Verfassung kann sich auf die Belastbarkeit des Rückens ausbreiten. Hast du zum Beispiel das Gefühl, eine große Last zu tragen oder dich in Kürze einer wichtigen Herausforderung zu stellen, dann können sich auch die Gedanken daran, der bevorstehende Stress oder deine Ängste einengend auf deinen Rücken auswirken.

Es kann hier hilfreich sein, dir bewusst Ruhepausen zu verschreiben, in denen du dir eine kleine Auszeit vom Alltagsstress nimmst. Eine mögliche Form, um schnell abzuschalten, sind unterschiedliche Techniken der Meditation. Auch Akupunktur ist eine Lösung für eine akute Belastung, durch die du mehrere Muskelpartien gleichzeitig behandeln kannst.

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