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Was essen bei Durchfall: 8 Hausmittel & 6 Tipps

Was essen bei Durchfall? Diese Frage stellen sich viele Betroffene, die unter verschiedenen Durchfallerkrankungen leiden. Hier erfährst du Wissenswertes über Durchfall sowie Hausmittel und magenschonendes Essen für den gereizten Darm.

In den meisten Fällen tritt Durchfall akut auf und verschwindet innerhalb von wenigen Tagen wieder. Seltener ist Durchfall ein Begleitsymptom einer ernsthaften Erkrankung.

Wissenswertes über Durchfall

Wissenswertes über Durchfall

Durchfall, auch Diarrhö genannt, bezeichnet das mehrfache Absetzen von breiigem oder flüssigem Stuhl – mindestens dreimal am Tag.

Der Durchfall kann plötzlich auftreten (akuter Durchfall) oder länger anhalten (chronischer Durchfall).

Die Stuhlkonsistenz und Stuhlfrequenz können dabei individuell unterschiedlich ausfallen.

Diarrhö ist ähnlich wie das Erbrechen ein sinnvoller Schutzmechanismus des Organismus. Denn durch den vermehrten Verlust an Flüssigkeit versucht dein Körper Giftstoffe und Krankheitserreger auszuscheiden.

Länge des menschlichen Darms
Der Darm ist das größte innere Organ des Menschen. Er ist ungefähr acht Meter lang. Seine Oberfläche ergibt etwa 30 bis 40 Quadratmeter.

Ursachen von Durchfall

Dem Durchfall können unterschiedliche Ursachen zugrunde liegen, die wichtigsten haben wir für dich im Überblick:

  • Medikamenteneinfluss (beispielsweise Antibiotika oder Antidepressiva)
  • Infektion durch Viren, Bakterien oder andere Erreger
  • Lebensmittelunverträglichkeiten
  • Reizdarmsyndrom
  • Chronische Entzündung im Darm
  • Chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung
  • Übermäßiger Genuss von darmanregenden Lebensmitteln (beispielsweise Kaffee)
  • Vergiftung (zum Beispiel mit Kupfer oder Arsen)
  • Krebserkrankungen
  • Störung des Hormonhaushaltes
  • Stress
Durchfall wie Wasser
Viele Betroffene klagen über Durchfall wie Wasser. Sehr dünnflüssiger Durchfall mit mehr als 75 Prozent Wassergehalt enthält kaum oder keine festen Nahrungsbestandteile. Er kann infolge einer bakteriellen oder viralen Infektion auftreten.

Farben des Stuhlgangs

Die Farbe deines Stuhlgangs kann viel über deine allgemeine Gesundheit aussagen. In der folgenden Tabelle haben wir die verschiedenen Farben und mögliche Ursachen zusammengefasst.

FarbeMögliche Ursachen
MittelbraunFarbstoff Sterkobilin (Abbauprodukt von Hämoglobin) färbt den Stuhl ein
RotRote Lebensmittel oder Blutungen im End- oder Dickdarm
LehmfarbenFunktionsstörung der Leber oder Galle
Schwarz Blutungen im oberen Verdauungstrakt
GrünGlutenunverträglichkeit, grüne Lebensmittel, Eisenpräparate, beschleunigte Darmbewegung
GelbKonsum von Milchprodukten, Stress, Fettstuhl, Parasitenbefall

Durchfall: Wann zum Arzt

Durchfall geht oftmals mit Beschwerden wie Übelkeit, Bauchkrämpfen und Druckgefühl einher. Vor allem bei Kindern und älteren Menschen kann es zur Dehydration kommen.

Wenn der Körper innerlich austrocknet, verliert nicht nur die Haut Flüssigkeit. Auch der Blutdruck sinkt und der Kreislauf sackt ab. In extremen Fällen kommt es zu Schockzuständen und Koma. Wenn der Durchfall länger als drei Tage anhält, solltest du unbedingt eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen.

Was essen bei Durchfall: Schonkost + Rezepte

Was essen bei Durchfall: Schonkost + Rezepte

Wenn du dich fragst, was du bei Durchfall essen kannst, haben wir in diesem Kapitel acht Tipps für magenschonendes Essen für dich zusammengefasst.

Geriebener Apfel

Eine traditionelle Schonkost, die bei Diarrhö für Linderung sorgen kann, ist geriebener Apfel. Er enthält den löslichen Ballaststoff Pektin, der im Darm aufquillt und überschüssige Flüssigkeit bindet.

Pektine aus reifen Äpfeln sollen außerdem Giftstoffe im Dünn- und Dickdarm binden und sich so positiv auf das Verdauungsmileu auswirken.

Eine klinische Studie belegt die Wirksamkeit von Pektin bei Durchfall: Bei 62 Kindern mit chronischen Durchfallerkrankungen konnte eine Reisdiät mit Pektin die Symptome des Durchfalls innerhalb von drei Tagen deutlich lindern.

Um das Hausmittel anzuwenden, kannst du den Apfel samt Schale reiben und ungefähr 15 Minuten stehen lassen – so entfalten die Pektine ihre volle Wirkung. Löffele dann die Apfelmasse.

Weitere pektinhaltige Obstsorten sind:

  • Aprikosen
  • Kirschen
  • Orangen
  • Quitten

Gekochte Karotten

Gekochte Karotten

Eine weitere altbewährte Schonkost, die gegen Durchfall hilft, ist gekochte Karotte.

Bereits im 19. Jahrhundert entwickelte Professor Doktor Ernst Moro die Karottensuppe, um die hohe Sterberate von Kindern zu reduzieren.

Damit die sogenannte "Morosche Karottensuppe" ihre volle Wirkung entfaltet, musst du die Karotten ungefähr eine Stunde lang köcheln.

Dadurch bilden sich Zuckermoleküle, welche der Struktur von menschlichen Darmzotten ähneln. Mögliche Krankheitserreger legen sich dann an die Zuckermoleküle und können so wieder ausgeschieden werden.

Rezept für die Morosche Karottensuppe
Du benötigst:

  • 500 Gramm Karotten
  • 3 Gramm Salz
  • 2 Liter Wasser

Schneide die Karotten klein und koche sie mit einem Liter Wasser in einem Topf weich. Lasse die Karotten zwischen 60 und 90 Minuten köcheln. Danach kannst du die Karotten pürieren und mit einem Liter kochendem Wasser auffüllen. Gib etwas Salz hinzu und fertig ist die Morosche Karottensuppe.

Reis

Reis gilt als eine gute Schonkost bei Durchfall, da er leicht stopfend wirkt. Beim Kochen von Reis entstehen Schleimstoffe, die im Körper Wasser binden. Gibst du noch etwas Salz hinzu, reicherst du den Reis mit Elektrolyten an.

Wenn du unter leichtem Durchfall leidest, kannst du als Beilage zum Reis etwas stopfendes Gemüse dünsten – zum Beispiel Kürbis oder Zucchini.

Bei der Wahl der Reissorte solltest du darauf achten, nährstoffreichen Reis zu verwenden – wie beispielsweise Naturreis oder roten Reis. Prinzipiell ist aber jede Reissorte als Schonkost geeignet.

Heidelbeeren

Heidelbeeren

Auch Heidelbeeren haben eine positive Wirkung auf Durchfall. Die Blätter und Früchte der Pflanze enthalten Gerbstoffe, auch sekundäre Pflanzenstoffe genannt.

Sie sorgen dafür, dass sich die Schleimhäute zusammenziehen. Außerdem binden sich Gerbstoffe an Eiweiße an der Schleimhaut – so verändern sie die räumliche Struktur.

Dadurch verfestigt sich die Oberfläche der Schleimhaut und Durchfallerreger gelangen nicht in die Darmschleimhaut. Wasser und Nährstoffe gehen nicht verloren.

Die getrockneten Heidelbeeren, aber auch die Blätter der Heidelbeerpflanze, sind bei leichtem Durchfall zu empfehlen, da der Effekt der Heilpflanze eher sanft ausfällt.

Zwieback

Die klassische Schonkost bei Durchfall ist Zwieback, denn es bindet Flüssigkeiten im Körper. Außerdem enthält das brotähnliche Feingebäck kaum Fett und ist deswegen gut bekömmlich.

Demzufolge kannst du es auch bei Sodbrennen oder einer Magenschleimhautentzündung essen. Solltest du kein Zwieback zu Hause haben, stellt trockenes Weißbrot eine gute Alternative dar.

Haferflocken

Haferflocken

Eine hervorragende Schonkost bei Durchfall sind Haferflocken, da sie Magen und Darm beruhigen.

Das wertvolle Getreide ist reich an Mineralstoffen und Ballaststoffen. Außerdem lässt es sich leicht verdauen – vor allem, wenn du zu zarten Haferflocken greifst und diese einweichst oder kochst.

Bei Durchfall empfiehlt sich die altbewährte Haferschleimsuppe, für die du folgende Zutaten benötigst:

  • 2 Esslöffel zarte Haferflocken
  • 250 Milliliter kaltes Wasser
  • Salz oder einen Teelöffel Gemüsebrühe

Rühre alle Zutaten zusammen und bringe sie zum Kochen. Lasse die Zutaten anschließend bei geringer Hitzezufuhr so lange köcheln, bis alles eingedickt ist. Optional kannst du noch etwas geriebenen Apfel hinzugeben.

Cola und Salzstangen bei Durchfall

Bei Durchfall greifen viele Menschen zu Cola und Salzstangen – ratsam ist das jedoch nicht. Wenn du unter Diarrhö leidest, solltest du den Flüssigkeitsverlust nicht mit Cola ausgleichen. Die hohe Zuckerkonzentration verschlimmert den Durchfall in der Regel sogar.

Zudem ist der Gehalt an Elektrolyten in Cola eher gering. Salzstangen sind hingegen unproblematisch. Sie bieten zwar Salz für den Körper, aber nicht in ausreichenden Mengen. Um Durchfall bei Kindern zu therapieren, wären 40 Salzstangen am Tag nötig, damit dem Körper ausreichend Kochsalz zugeführt wird.

Gemüsebrühe

Gemüsebrühe wirkt sich positiv auf Durchfall aus. Sie deckt den Flüssigkeitsverlust ab und versorgt deinen Körper mit den notwendigen Mineralstoffen. Außerdem ist Gemüsebrühe die perfekte Schonkost, wenn du deinen Körper noch nicht mit fester Nahrung belasten willst.

Dazu kannst du einfach einen Teelöffel Gemüsebrühe in 250 Milliliter kochendes Wasser geben. Oder du bereitest eine frische Gemüsebrühe zu: Schneide einen Bund Suppengrün klein und gieße es mit Wasser auf. Gib dann etwas Salz hinzu und lasse die Brühe etwa eine Stunde köcheln. Danach kannst du das Gemüse abseihen und die Brühe zu dir nehmen.

Kartoffeln

Kartoffeln sind gut bekömmlich und unter anderem deswegen eine gute Schonkost bei Durchfall. Der übermäßige Flüssigkeitsverlust bei Diarrhö kann zu einer Störung des Kaliumhaushaltes führen.

Kartoffeln sind ähnlich wie Nüsse und Vollkornprodukte besonders reich an Kalium. Am besten garst oder pürierst du die Kartoffeln. Verzichte bei Kartoffelbrei jedoch auf die Zugabe von Milch oder Butter.

Lies hier mehr über Ursachen, Symptome und Therapiemöglichkeiten bei einem Kaliummangel.

Hausmittel gegen Durchfall

Hausmittel gegen Durchfall

In diesem Kapitel haben wir acht Hausmittel für dich zusammengefasst, die bei akutem oder chronischem Durchfall für Abhilfe schaffen können.

Heilerde

Heilerde ist ein natürliches, mineralisches Pulver, das aus Sedimentgestein (Löss) gewonnen wird – du kannst es hervorragend bei Durchfall anwenden.

Das Naturheilmittel hat je nach Herkunft unterschiedliche Anteile an Mineralien wie beispielsweise Eisenoxid, Kieselsäure und Magnesiumsalze.

Bei akutem Durchfall kannst du innerhalb von wenigen Stunden mehrere Teelöffel Heilerde in ein Glas Wasser geben und trinken. Denn das mineralische Pulver besitzt die Fähigkeit, Schadstoffe zu binden und gegen Keime im Magen-Darm-Trakt vorzugehen.

Erfahre hier mehr über die verschiedenen Wirkungen und Anwendungen von Heilerde.

Heilerde besitzt eine Zulassung als Arzneimittel – du darfst es also nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich anwenden. Um das Heilmittel für die Medizin nutzbar zu machen, muss das mineralische Pulver gereinigt und bei hohen Temperaturen getrocknet werden.

Warme Auflagen

Warme Auflagen

In manchen Fällen geht Durchfall auch mit Bauchkrämpfen einher. Dann kann Wärme entspannend auf die Bauchmuskeln wirken.

Außerdem fördert sie die Durchblutung und wirkt schmerzlindernd.

Möchtest du die Wirkung der Wärmflasche intensivieren, kannst du zwischen Bauch und Wärmflasche feuchte Waschlappen legen.

Auch Kartoffelwickeln helfen hervorragend bei Diarrhö, denn die warme Auflage aus gekochten Kartoffeln lindert Schmerzen und löst Verspannungen.

Lies hier mehr zu Oberbauchschmerzen.

Kartoffelwickel herstellen

Koche 500 Gramm Kartoffeln weich und gieße das Wasser ab. Lasse die Kartoffeln abdampfen und zerdrücke sie dann mit einer Gabel.

Die zerdrückten Kartoffeln kannst du in ein Innentuch einschlagen. Achte darauf, dass der Wickel nicht zu heiß ist, sonst besteht Verbrennungsgefahr. Lege den Kartoffelwickel an und fixiere die Kompresse mit einem Außentuch, beispielsweise mit einem Handtuch.

Selbstgemischte Elektrolytlösung

Selbstgemischte Elektrolytlösung

Vor allem starker Durchfall entzieht dem Körper Flüssigkeit und Salze.

Um deinem Körper die nötigen Mineralstoffe zurückzugeben, kannst du dir eine Elektrolytmischung einfach selber mischen. Du benötigst dafür:

  • einen Teelöffel Salz
  • sieben bis acht Teelöffel Traubenzucker
  • zwei Liter Wasser

Mische die Zutaten gründlich zusammen und trinke das Gemisch über den Tag verteilt. Statt Wasser kannst du auch ungesüßten Kräutertee benutzen. Achte darauf, die angegebene Wassermenge einzuhalten, um die optimale Konzentration zu erlangen.

Kieselerde

Die Kieselerde, auch "Silicea" genannt, unterstützt die Bindung von Krankheitserregern und hilft so bei Durchfall. Das Mineral kannst du auch zur Linderung von anderen akuten Magen-Darm-Beschwerden anwenden, beispielsweise bei Übelkeit oder Blähungen.

Ein wesentlicher Bestandteil der Kieselerde ist Silizium – dabei handelt es sich um ein nicht-essentielles Spurenelement. Silizium ist an vielen Stoffwechselprozessen im Körper beteiligt.

Getreide wie Hafer, Hirse und Gerste enthalten besonders viel Kieselsäure. Du kannst Silicea unter anderem in folgenden Darreichungsformen erwerben:

  • Pulver
  • Kapseln
  • Tropfen
  • Globuli
  • Gel

Mehr über Silizium und die Anwendung von Kieselerde erfährst du hier.

Tee

Tee

Es existieren Teesorten, die als altbewährte Hausmittel Durchfall lindern können.

Im Folgenden erhältst du eine kurze Übersicht über die verschiedenen Teesorten und ihre Wirkung.

Teesorte Wirkung
Schwarzer Tee darmberuhigend, verstopfend
Salbeitee krampflösend
Kamillentee antibakteriell, krampflösend
Pfefferminzteeschmerzlindernd, entzündungshemmend
Fenchelteekrampflösend

Flohsamen

Bei Durchfall kannst du auch Flohsamen anwenden. Durch die reichlich enthaltenen Ballaststoffe kann das Hausmittel sehr viel Flüssigkeit binden. Außerdem enthalten die Schalen der Samen in großen Mengen Schleimstoffe, die ebenfalls viel Wasser binden können und den Stuhl gleitfähiger machen.

Flohsamen gelten als natürliches Quellmittel, da sie durch die Wasseraufnahme das Stuhlvolumen vergrößern. Dadurch wird mehr Druck auf die Darminnenwand ausgeübt und die Darmperistaltik wird angeregt.

Um das Hausmittel anzuwenden, kannst du ungefähr fünf Gramm Flohsamen in 200 Milliliter Wasser mischen und trinken. Wichtig ist, dass du genügend Flüssigkeit hinterher trinkst, also circa zwei Gläser Wasser.

Lies hier mehr zu den Wirkungen und Risiken von Flohsamenschalen.

Weizenkleie

Weizenkleie

Ein weiteres ballaststoffhaltiges Lebensmittel gegen Durchfall ist Weizenkleie.

Vor allem können Menschen, die unter Verdauungsbeschwerden wie einem Reizdarm oder Blähungen leiden, von dem Hausmittel profitieren.

Ähnlich wie bei den Flohsamen können die Schleimstoffe der Weizenkleie den Stuhl gleitfähiger machen.

Und sie binden eine große Menge Flüssigkeit im Darm und helfen so die Verdauung zu regulieren. Es gibt keine klare Vorschrift, wie viel Weizenkleie du pro Tag konsumieren solltest.

Beispielsweise kannst du bei dem Reizdarmsyndrom, welches oft mit Durchfall oder Verstopfung einhergeht, ungefähr 30 Gramm Weizenkleie täglich zu dir nehmen. Achte bei der Einnahme von Weizenkleie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, sonst kann ein lebensbedrohlicher Darmverschluss drohen.

Die Wirksamkeit von Hausmitteln ist zum Teil medizinisch nicht belegt oder bislang noch nicht ausreichend untersucht. Bei unklaren Beschwerden oder länger anhaltendem Durchfall solltest du eine Ärztin oder einen Arzt zurate ziehen.

Kohletabletten

Kohletabletten sind ein zuverlässiger Helfer bei Durchfall. Medizinische Kohle ist in der Lage, Giftstoffe und Bakterien zu binden, da sie ein Gerüst mit vielen Poren darstellt. Durch diese zusätzliche Oberfläche können gelöste Teilchen "eingefangen" werden.

Die Wirkung macht sich im Darm bemerkbar, da du die gebundenen Stoffe zusammen mit dem Stuhl ausscheidest. Je nach Produkt empfiehlt sich für Erwachsene eine Dosierung von circa drei bis vier Tabletten täglich.

Tipps gegen Durchfall

Tipps gegen Durchfall

In diesem Kapitel haben wir weitere Tipps für dich, die du bei Durchfall anwenden kannst.

Trinke viel

Bei Durchfallerkrankungen gilt: Führe deinem Körper mindestens zwei bis drei Liter Flüssigkeit pro Tag zu.

Pro Kilogramm Körpergewicht solltest du also ungefähr 45 Milliliter Flüssigkeit trinken.

Richtig trinken: Wir haben Tipps für den Alltag und verbreitete Irrtümer

Anzeichen eines Flüssigkeitsmangels

Ein Flüssigkeitsmangel (Dehydration) geht unter anderem mit folgenden Beschwerden einher:

Bei starkem Flüssigkeitsverlust drohen Kreislaufstörungen und teilweise sogar Halluzinationen. Ab einem Flüssigkeitsverlust von zwölf Prozent kann es zu einem Volumenmangelschock kommen: Das Blutvolumen hat stark abgenommen und der Blutdruck sinkt erheblich. Das Herz kann das Gehirn und äußere Körperbereiche nicht mehr ausreichend mit Blut versorgen, deswegen kommt es zur Bewusstlosigkeit.

Neben Wasser, Tee und standardisierten Elektrolytlösungen eignet sich auch Johannisbeer- und Karottensaft zum Trinken. Johannisbeersaft kannst du aufgrund seiner antibakteriellen Eigenschaften bei durch Bakterien verursachten Durchfällen verwenden.

Außerdem enthält Johannisbeere Pektin und ist reich an Ballaststoffen. Verzichte auf kohlensäurehaltige und eiskalte Getränke, da sie den Darm zusätzlich reizen.

Vermeide Zucker

Vermeide Zucker

Durch zuckerhaltige Speisen wird vermehrt Wasser an den Darm abgegeben, was sich nachteilig auf den Durchfall auswirken kann.

Zu viel Zucker stört außerdem das empfindliche Gleichgewicht zwischen Bakterien und Pilzen im Darm und sorgt so für eine veränderte Verdauung.

Dosierst du beispielsweise den Zucker Galaktose in reiner Form zu hoch, kann das Diarrhö auslösen.

Hier erfährst du mehr über Zuckerersatzstoffe.

Iss weniger blähende Lebensmittel

Du solltest bei einer Durchfallerkrankung vom Konsum blähender Lebensmittel absehen. In der folgenden Tabelle erhältst du eine kurze Übersicht von Lebensmitteln, die du bei Durchfall meiden solltest.

Pflanzliche blähende Lebensmittel Tierische blähende Lebensmittel
Hülsenfrüchte Kuhmilch
Trockenobst Joghurt
Nüsse Gans
Kohlgemüse Schweinebraten
Oliven Bergkäse

Wasche dir regelmäßig die Hände

Wasche dir regelmäßig die Hände

Wenn du unter Durchfall leidest, solltest du dir regelmäßig die Hände waschen. Denn infektiös bedingter Durchfall ist ansteckend.

Um die Durchfallerreger nicht weiterzugeben, solltest du auch benutzte Gegenstände wie Tassen oder Besteck bei 60 Grad Celsius in der Spülmaschine spülen.

Die häufigsten viralen Erreger sind das Noro- und Rotavirus. Bakteriell bedingter Durchfall wird oft von Campylobacter jejuni ausgelöst.

Infektiöser Durchfall geht meist mit Übelkeit und Erbrechen einher. In manchen Fällen tritt auch Fieber auf.

Iss keine scharfen Lebensmittel

Ebenfalls solltest du bei Durchfall vom Konsum scharfer Speisen und Gewürze absehen. Vor allem in Peperoni, Paprika und Chili kommt der Wirkstoff Capsaicin vor. Diese natürliche Verbindung bringt den Darm in Bewegung, was bei Diarrhö von Nachteil sein kann.

Capsaicin beschleunigt die Geschwindigkeit, mit der sich Nahrung durch unseren Darm bewegt. Des Weiteren kann der Inhaltstoff Bauchschmerzen verursachen, wenn er mit bestimmten Rezeptoren der Darmwand in Berührung kommt.

Vermeide Fett

Fettreiche Lebensmittel sind schwer zu verdauen, deswegen solltest du sie bei Durchfall meiden. Wenn die Fettmoleküle in der Nahrung im Magen nicht vorverdaut wurden und so in den Darm gelangen, kann dein Stuhl dünnflüssiger werden.

Nicht zuletzt sorgen fetthaltige Speisen für Blähungen und starke Bauchschmerzen. Dazu gehören zum Beispiel Fast Food und Braten.

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