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Testosteronmangel: 5 Ursachen, 7 Symptome + 5 Therapien

Dein Körper verändert sich, du hast Hitzewallungen und Schlafstörungen – dann leidest du womöglich unter einem Testosteronmangel. Hier erfährst du welche Ursachen ein solcher Mangel haben kann, welche Symptome es gibt und wie du dagegen vorgehst.

Wissenswertes über Testosteron

Männliche und weibliche Körper produzieren Testosteron

Die männlichen Geschlechtshormone werden auch als Androgyne bezeichnet. Das wichtigste dieser Hormone ist das Testosteron. Es kommt aber nicht nur bei Männern vor, sondern auch bei Frauen. Die Konzentration des Hormons ist im weiblichen Körper allerdings nicht so hoch wie im männlichen. Bei Männern findet die Produktion von Testosteron in den Hoden und Nebennierenrinden statt, bei Frauen in den Eierstöcken und den Nebennierenrinden.

Die Funktionen des Hormons sind bei Mann und Frau unterschiedlich. Beim Mann sorgt Testosteron für die Bildung von Penis, Hodensack und Prostata. Später trägt es zum Wachstum des Geschlechtsorgans und zur Reifung der Spermien bei. Auch breite Schultern, eine tiefe Stimme und Bartwuchs sind auf den Testosterongehalt im Körper zurückzuführen.

Ist der Testosteronspiegel einer Frau erhöht, vermehrt sich die Körper- und Gesichtsbehaarung, gegebenenfalls wird die Stimme tiefer, die Klitoris wächst und es bildet sich Akne. Dos und Dont’s zur Behandlung von Akne findest du hier. Sowohl beim Mann als auch bei der Frau ist Testosteron für die Zunahme von Muskelmasse und Muskelkraft zuständig. Außerdem beeinflusst es die Knochendichte und Knochenreife sowie den Fett- und Zuckerstoffwechsel.

Testosteron-Normwerte

Im Folgenden findest du eine Tabelle, die über die Normwerte von Testosteron bei Männern und Frauen informiert:

AlterMännerFrauen
<12 Jahre0,05-3,0 µg/l0,03 - 0,40 µg/l
13-18 Jahre0,10 - 9,0 µg/l0,06 - 0,50 µg/l
>18 Jahre3,5 - 9,0 µg/l0,15 - 0,55 µg/l

Ursachen eines Testosteronmangels

Das Alter ist der häufigste Grund für einen Testosteronmangel

Es gibt viele verschiedene Ursachen für einen Testosteronmangel. Welche Ursache in deinem Fall dafür verantwortlich ist, lässt du am besten von einem Mediziner überprüfen. Beobachtest du Symptome an dir selbst und vermutest einen Mangel, kontaktierst du so schnell wie möglich einen Arzt. Es ist keine gute Idee, damit zu lange zu warten. Zögerst du den Arztbesuch heraus, musst du mit ernsthaften gesundheitlichen Schäden rechnen. Im Folgenden haben wir mögliche Ursachen für einen Testosteronmangel für dich zusammengestellt.

Alter

Der häufigste Grund für einen Testosteronmangel ist das Alter. Es ist völlig natürlich, dass der Testosteronspiegel des Mannes im Alter sinkt. Tatsächlich fährt der Körper die Produktion des Hormons jedes Jahr auf ganz natürliche Art und Weise um ein Prozent zurück. Das beeinflusst nicht nur die Möglichkeit des Muskelaufbaus, sondern auch die Libido. Für viele ältere Männer stellt das ein Problem dar. Sie fühlen sich ihrer Männlichkeit beraubt. Eigentlich gibt es aber keinen Grund sich zu schämen, denn es handelt sich dabei um den natürlichen Lauf der Dinge. Hast du auf Grund des Mangels keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen, musst du nichts dagegen unternehmen.

Stress

Zu viel Stress kann zu einem Testosteronmangel führen

Stress tut dir generell nicht gut. Daher solltest du versuchen stressige Situationen so gut es geht zu vermeiden. Hast du in deinem Arbeitsalltag verantwortungsvolle Aufgaben zu erledigen, musst du dir in deiner Freizeit ausreichend Ruhepausen gönnen und dich entspannen. Besonders empfehlenswert sind regelmäßige Entspannungseinheiten. Dein Körper hat dann Zeit zur Regeneration und du fühlst dich gleich besser. Hier stellen wir unterschiedliche Entspannungsübungen vor.

Zu viel Stress stört zudem deinen Schlafrhythmus und führt auch schnell zu einem Mangel an Vitamin D. Gerade wenn du zu selten an die frische Luft gehst, ist ein Vitamin D-Mangel sehr wahrscheinlich. Das sind alles Faktoren, die das Sinken des Testosteronspiegels mitverursachen.

Starker Gewichtsverlust

Eine weitere mögliche Ursache ist ein starker Gewichtsverlust. Dabei kommt es nicht darauf an, ob du auf Grund einer Krankheit abnimmst oder nach einer Diät. Ein zu plötzlicher Gewichtsverlust wirkt sich auch auf andere Bereiche deines Körpers aus. Achte immer darauf, gesund abzunehmen. Tipps dazu gibt es hier.

Schädigung der Hoden/ Hypogonadismus

Sind deine Hoden verletzt oder anderweitig beschädigt, wirkt sich das ebenfalls auf die Produktion von Testosteron aus. Es gibt auch hormonelle Funktionsstörungen bei Männern, wie Hypogonadismus. Dieser führt ebenfalls zu einem Testosteronmangel. Für eine solche Funktionsstörung gibt es wiederum verschiedene Ursachen. So ist zum Beispiel die Produktion selbst gestört oder ein übergeordnetes Hormonsteuerzentrum im Gehirn sorgt für Probleme.

Medikamente

Auch die Einnahme bestimmter Medikamente kann zu einem Testosteronmangel führen. Nimmst du regelmäßig bestimmte Medikamente zu dir, solltest du dir die Packungsbeilage genau durchlesen. Darin erfährst du, welche Nebenwirkungen mit einer Einnahme einhergehen.

Symptome eines Testosteronmangels

Bei einem Testosteronmangel verändert sich dein Körper

Es gibt viele verschiedene Symptome eines Testosteronmangels. Einige davon äußern sich optisch, andere sind für Außenstehende gar nicht ersichtlich. Mit welchen Symptomen du zutun hast, hängt auch von den Ursachen deiner Mangelerscheinung ab. Im Folgenden erfährst du, welche Symptome es für einen Testosteronmangel gibt.

Veränderung des Körpers

Ob du unter einem Testosteronmangel leidest oder nicht bemerkst du in erster Linie an Veränderungen deines Körpers. Beim Sport hast du nicht mehr so viel Ausdauer wie gewohnt. Außerdem fallen dir einfache alltägliche Aufgaben schwerer als sonst. Männer nehmen bei einem Testosteronmangel besonders gerne am Bauch zu, weil dort Bauchfett eingelagert wird. Ebenso kommt es vor, dass die Schultern schmaler werden. Eine weitere körperliche Veränderung ist der Rückgang oder das Ausbleiben von Bart-, Achsel- und Schambehaarung.

Verminderte Spermienanzahl

Leidest du unter einem Testosteronmangel, kommt es häufig zu einer Potenzstörung. Generell ist deine sexuelle Lust nicht mehr so ausgeprägt, wie sie es vielleicht einmal war.

Hitzewallungen und Schweißausbrüche

Ähnlich wie bei einem Östrogenmangel, kann es auch bei einem Mangel an Testosteron zu Hitzewallungen und Schweißausbrüchen kommen. Bevor dich eine Hitzewelle überkommt, fühlst du dich unwohl und hast häufig Kopfschmerzen. Welche Hausmittel gegen Kopfschmerzen helfen, erfährst du hier. Kurz darauf erhitzen sich insbesondere dein Gesicht, dein Hals und dein Oberkörper. Lässt die Welle nach, wird dir danach entweder kalt oder es kommt zu einem Schweißausbruch. Dein Pulsschlag ist dann stark erhöht. Ein ernsthaftes gesundheitliches Risiko besteht aber nicht.

Schlafstörung

Schlafstörungen sind ein Symptom von Testosteronmangel

Mit einigen Symptomen hast du nicht nur tagsüber zu kämpfen, sondern auch nachts. Viele Betroffene leiden nämlich unter Schlafstörungen. Das ist im Grunde nichts Ungewöhnliches. Schließlich kommt es immer mal wieder vor, dass man eine Nacht lang nicht gut schläft. Hast du allerdings über mehrere Tage oder sogar Wochen Probleme damit durchzuschlafen, ist das ganz schön anstrengend. Auch wenn du nicht einschlafen kannst, bekommst du das am nächsten Morgen zu spüren. Tipps zum Einschlafen gibt es hier. Liegst du nachts lange wach, fühlst du dich morgens nicht gut ausgeruht und hast Probleme, dich zu konzentrieren. Zudem trägt anhaltende Müdigkeit zu Reizbarkeit, Nervosität und Infektanfälligkeit bei. Deine allgemeine Stimmung verschlechtert sich dann immer weiter.

Antriebslosigkeit

In Bezug auf psychische Auswirkungen merkst du bei einem Testosteronmangel schon nach kurzer Zeit, dass es dir an Antrieb fehlt. Du hast keine Motivation, um alltägliche Dinge zu erledigen. Das wirkt sich nicht nur auf die Gestaltung deiner Freizeit aus, sondern auch auf deine Leistung im Beruf. Sportliche Aktivitäten, wie Jogging mit Freunden oder einen Yogakurs, lässt du immer mal wieder ausfallen oder verschiebst sie.

Depression

Ein niedriger Testosteronspiegel erhöht das Risiko einer Depression

Ein niedriger Testosteronmangel erhöht das Risiko einer Depression. Wie das genau zusammenhängt, ist noch nicht abschließend erforscht. Fest steht jedoch, dass du bei einem Mangel in der Regel unter Stimmungsschwankungen leidest und häufig mit Niedergeschlagenheit zu tun hast. Ebenso ist es möglich, dass dein Angstempfinden steigt und du schneller nervös wirst. Fühlst du dich in dieser Lage überfordert, solltest du dir unbedingt so schnell wie möglich professionelle Hilfe suchen. Bist du dir unsicher, an wen du dich am besten wendest, erkundigst du dich bei deinem Hausarzt. Er kann dir mit Sicherheit Tipps geben.

Osteoporose

Ein Mangel an Testosteron führt in einigen Fällen zu Osteoporose. Dabei nimmt deine Knochensubstanz immer weiter ab. Der Aufbau deiner Knochen wird langsam, aber sicher zerstört. Nicht selten kommt es zu komplizierten Knochenbrüchen. Osteoporose ist als Krankheit vor allem bei Frauen bekannt. Bei Männern wird sie oft unterschätzt. Erkennst du Symptome eines Testosteronmangels an deinem Körper, sprichst du deinen Arzt bei einer Behandlung am besten direkt auf ein mögliches Osteoporose-Risiko an. Er führt Untersuchungen durch und überprüft, ob du betroffen bist.

Testosteron steigern

Ein Arztbesuch verschafft Klarheit

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, einen Testosteronmangel zu beheben. Stellt der Mangel keine Gefahr für deine Gesundheit dar, kannst du es zunächst mit einer Umstellung deines Alltags versuchen. In einigen Fällen reguliert sich der Hormonhaushalt dann nach kurzer Zeit von selbst. Wichtig ist, dass du herausfindest, wie der Mangel zu Stande kommt. Mit diesem Wissen ist es dir einfacher möglich, eine geeignete Therapie auszuwählen. Diese fällt nämlich je nach Ursache sehr unterschiedlich aus. Im Folgenden erfährst du, welche Therapiemöglichkeiten zur Eindämmung oder Behebung eines Testosteronmangels es gibt.

Testosteronspiegel messen

Stellst du fest, dass mehrere Symptome eines Testosteronmangels auf dich zutreffen, solltest du einen Termin bei deinem Arzt vereinbaren. Er überprüft, ob du an einem Mangel leidest. Dazu misst der Mediziner deinen Testosteronspiegel. Die Konzentration des Hormons in deinem Blut gibt Aufschluss über verschiedene Gesundheitsstörungen und Erkrankungen.

Testosteron erhöhen im Schlaf

Leidest du unter einem Testosteronmangel, kannst du zunächst versuchen diesen mit einer Veränderung deines Verhaltens zu beheben. In vielen Fällen trägt der moderne Lebensstil eine Mitschuld an der Mangelerscheinung. Besonders bei jungen Menschen ist das oftmals der Fall. Es ist zum Beispiel sehr wichtig, dass du ausreichend schläfst. Im Idealfall sollte deine Nachtruhe mindestens acht Stunden lang dauern. Hältst du dich daran, produziert dein Körper in kurzer Zeit wieder mehr Testosteron.

Bewegung an der frischen Luft

Ein weiteres natürliches Heilmittel ist Bewegung an der frischen Luft. Gerade wenn du viel Zeit im Büro verbringst, ist dieser Punkt sehr wichtig. Dabei kommt es nicht darauf an, ob du draußen Sport treibst oder lieber waldbadest. Outdoor-Aktivitäten kurbeln die Produktion des Hormons an und wirken sich gleichzeitig positiv auf deine Gesundheit aus. Die Sauerstoffzufuhr regt zum Beispiel deine Durchblutung an.

Gesunde Ernährung

Die Ernährungspyramide bietet Orientierung

Mit einer gesunden Ernährung kannst du viel verändern. Diese kurbelt nicht nur die Hormonproduktion in deinem Körper an, sondern wirkt sich auf deine allgemeine Gesundheit und dein Immunsystem aus. Für welches Ernährungskonzept du dich entscheidest (zum Beispiel veganbasisch oder zuckerfrei) spielt keine Rolle. Es ist nur wichtig, dass du genügend Nährstoffe zu dir nimmst und dich wohlfühlst.

Bei der Erstellung deines Speiseplans orientierst du dich am besten an der Lebensmittelpyramide. Diese informiert dich über alle gesunden und nicht so gesunden Lebensmittel. Erstellst du deinen Speiseplan mit Hilfe der Pyramide, nimmst du die passende Mischung aus Vitaminen, sekundären Pflanzenstoffen, Ballaststoffen, komplexen Kohlenhydraten und Fettsäuren zu dir.

Hormonbehandlung

Schaffst du es nicht, deinen Testosteronspiegel auf natürliche Art und Weise zu steigern, hast du die Möglichkeit, eine Hormonbehandlung durchführen zu lassen. In der Regel bekommst du dabei immer wieder Spritzen verabreicht oder musst dir Pflaster auf die Haut kleben. So unterstützt du deinen Körper mit künstlichen Hormonen von außen bei der Testosteronproduktion.

Eine solche Behandlung ist allerdings mit einigen Nebenwirkungen verbunden, über die du dich vorab unbedingt informieren solltest. In der Regel erklärt dir dein Arzt genau, wie die Behandlung abläuft und welche Komplikationen möglich sind. Hast du spezielle Fragen, stellst du diese im Idealfall bevor die Behandlung beginnt.

Testosteron erhöhen mit Gel

Entscheidest du dich für eine Hormonbehandlung, kannst du diese auch mit einem Gel durchführen. Genau wie bei einer Behandlung mit Spritzen oder Pflastern führst du deinem Körper dabei künstliche Testosterone zu. Bedenke, dass auch eine Behandlung mit Gel Nebenwirkungen mit sich bringt. Klärt dich dein Arzt nicht umfassend darüber auf, solltest du dich selbstständig danach erkundigen. So weißt du, was auf dich zukommt und erlebst keine unangenehmen Überraschungen.

Steigerst du deinen Testosteronspiegel mit Gel, musst du dieses einmal täglich auf deinen Bauch, deine Schultern und Oberarme auftragen. Der Vorteil ist, dass du die Menge des Gels selbst dosierst. Ist das Gel auf der Haut, bekommt dein Körper 24 Stunden lang regelmäßig Testosteronnachschub. So steigt der Spiegel innerhalb von kurzer Zeit an. Ist der Normwert erreicht, setzt du das Gel nach Rücksprache mit deinem Arzt wieder ab.

Testosteron-Kur beim Mann

Bodybuilder unterziehen sich häufig einer Testosteron-Kur. Damit versprechen sie sich einen schnelleren Muskelaufbau. Das künstliche Zuführen von Wachstumshormonen ist aber mit sehr vielen Risiken verbunden. So kann es zum Beispiel zu einer Rückbildung des Hodens, zur Ausbildung von Akne und zu Störungen im Wasserhaushalt deines Körpers kommen. Führst du deinem Körper künstliche Hormone zu, solltest du das vorab immer mit einem Arzt besprechen. So vermeidest du mögliche gesundheitliche Risiken.

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