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Antriebslosigkeit: 6 Ursachen & 9 Tipps zur Überwindung

Wer sich antriebslos fühlt, dem fehlt oft Motivation. Er hat keine Lust, alltägliche Dinge anzugehen, fühlt sich abgeschlagen und möchte am liebsten den ganzen Tag im Bett verbringen. Wie sich Antriebslosigkeit genau äußert, welche Ursachen sie hat und was du dagegen tun kannst, erfährst du im Folgenden.

Vor allem in den dunklen Wintermonaten fehlt es vielen Menschen an Motivation. Sie verlassen das Haus nur für Pflichttermine und verbringen einen Großteil ihrer Zeit im Bett. Jeder kennt solche Tage. Fühlst du dich jedoch auf Dauer unmotiviert und antriebslos, solltest du dich auf die Suche nach den Ursachen machen. Im Folgenden erfährst du alles, was du über Antriebslosigkeit wissen musst.

Was Antriebslosigkeit ist

Was Antriebslosigkeit ist

Wohl jeder hatte schon einmal Tage in seinem Leben, in denen er sich antriebslos und unmotiviert fühlte. Wichtige Erledigungen werden immer weiter aufgeschoben, du prokrastinierst und schaffst nur einen Bruchteil von dem, was du dir vorgenommen hast. Du bist andauernd müde und nutzt jede Gelegenheit für ein kleines Schläfchen. Während Stimmungsschwankungen vor allem in der dunklen Jahreszeit völlig normal sind, kann eine dauerhafte Antriebslosigkeit das Symptom einer ernsthaften Erkrankung sein.

Um der Antriebslosigkeit entgegen zu wirken, müssen also erst einmal die Ursachen dieser Verstimmung geklärt werden. Schiebst du die Suche nach den Gründen für deine Antriebslosigkeit heraus, kann sich dein Zustand sogar noch verschlimmern und dein berufliches sowie privates Leben leiden darunter.

Fehlt dir der Antrieb, bist du nicht fähig höhere psychische Leistungen zu vollbringen. Deine Arbeitsleistung geht zurück und auch deine Hobbies und Beziehungen kommen zu kurz. Obwohl Antriebslosigkeit häufig mit Müdigkeit einhergeht, ist es jedoch nicht dasselbe. Die beiden Faktoren ergänzen sich nur besonders gut und ziehen dich so immer mehr in den Abgrund.

Unterscheiden kannst du zwischen einer milden Form der Antriebslosigkeit und einer Antriebssperrung, bei der Menschen sich geistig und körperlich komplett einschränken und mitunter sogar die tägliche Nahrungsaufnahme verweigern. Hält deine Antriebslosigkeit länger an, solltest du dir unbedingt professionelle Hilfe suchen.

Ursachen von Antriebslosigkeit

Ursachen von Antriebslosigkeit

Antriebslosigkeit kann vielfältige Ursachen haben, die sowohl körperlichen Ursprungs als auch psychosozial sein können und sich auf deine Lebensumstände beziehen. Wichtig ist, dass du die Ursachen frühzeitig erkennst und an ihnen arbeitest, bevor deine Antriebslosigkeit sich in einen chronischen Zustand wandelt.

Stoffwechselerkrankungen

Dein Körper reagiert auf verschiedene Erkrankungen, Infekte und Nährstoffmangel mit Antriebslosigkeit, Müdigkeit und Schlappheit. Häufig schlagen sich vor allem Stoffwechselerkrankungen wie eine Schilddrüsenunterfunktion auf dein Gemüt nieder. Die Schilddrüse beeinflusst verschiedene Faktoren im Körper. So fühlst du dich bei einer Schilddrüsenunterfunktion oft antriebslos, müde und hast ein höheres Schlafbedürfnis. Bei einer anhaltenden Antriebslosigkeit solltest du diese Ursache also unbedingt abklären.

Eisenmangel

Liegt ein Nährstoffmangel vor, kann der Körper verschiedene Prozesse nicht mehr zufriedenstellend ausführen. Häufig äußert sich dies in Müdigkeit und Schlappheit, aber auch in Antriebslosigkeit. Vor allem Eisenmangel geht mit diesem Symptom einher und ist gerade bei Frauen und älteren Menschen keine Seltenheit. Frauen sind aufgrund von Menstruation und Geburt auf eine erhöhte Eisenzufuhr angewiesen, die unter anderem die Blutbildung begünstigt. Ältere Menschen leiden aufgrund einer abnehmenden Leistung des Verdauungstraktes häufig unter einem Eisenmangel. Nährstoffe können dann nicht mehr ausreichend über die Darmwand aufgenommen werden und ein Nährstoffmangel wie Eisenmangel entsteht.

Vitamin-D-Mangel

Besonders in den dunklen und kalten Wintermonaten ist Vitamin-D-Mangel keine Seltenheit in Deutschland, denn Vitamin D wird vorrangig gebildet, wenn Sonnenlicht auf deine Haut fällt, was im Winter leider nur selten der Fall ist. Neben grundlegenden körperlichen Symptomen eines Vitamin-D-Mangels wie Muskelschwäche und Knochenschmerzen geht ein solcher Mangel auch häufig mit Müdigkeit und Antriebslosigkeit einher.

Vitamin-B12-Mangel

Vor allem Veganer und Vegetarier müssen auf ihren Vitamin-B12-Haushalt achtgeben, da dieses Vitamin vor allem in tierischen Produkten zu finden ist. Neben der Gefahr einer Blutarmut sind bei einem Vitamin-B12-Mangel als Symptom auch die Gefahr von psychischen Störungen wie Depressionen zu nennen. Antriebslosigkeit geht häufig mit diesen psychischen Veränderungen einher.

Depressionen

Antriebslosigkeit gilt als das Hauptsymptom einer Depression und kann diese sogar verstärken. Wer sich antriebslos fühlt, schafft es kaum noch, aus dem Bett aufzustehen. Indem der Betroffene weniger unternimmt, kann er jedoch auch immer weniger schöne Momente erleben. Das Leben wird immer trister und freudloser. Die Motivation geht verloren, da positive Ereignisse nur noch selten stattfinden. Der Betroffene befindet sich so in einer Spirale, die ihn immer tiefer in die Depression stürzt. Liegt eine Depression vor, solltest du dir umgehend professionelle Hilfe suchen.

Aktuelle Lebensumstände

Deine aktuellen Lebensumstände nehmen einen großen Einfluss auf deine Psyche. Eventuelle Belastungen können sich in verschiedenen psychischen Symptomen äußern, aber auch körperlich in Form von psychosomatischen Beschwerden. Stress, Unzufriedenheit im Job, Beziehungs- oder Familienprobleme können in Form von Antriebslosigkeit auf deine Psyche schlagen. Wenn dir alles zu viel wird, schaltet dein Körper herunter und gibt dir so zu verstehen, dass du eine Auszeit benötigst. Hält das Gefühl der Antriebslosgkeit jedoch länger an, solltest du dir unbedingt professionelle Hilfe suchen.

Tipps gegen Antriebslosigkeit

Tipps gegen Antriebslosigkeit

Während eine anhaltende Antriebslosgkeit häufig nur von einem Arzt oder Psychologen behandelt werden kann, kannst du eine vorübergehende Antriebslosigkeit mit ein paar Veränderungen bereits zum Besseren wenden. So kannst du dich neu motivieren und deinen Antrieb steigern.

Genügend Tageslicht tanken

Besonders bei einem Vitamin-D-Mangel in der kalten Jahreszeit kann es bereits helfen, täglich ein wenig Zeit an der frischen Luft zu verbringen, um deinem Körper ein wenig Sonnenlicht zu gönnen. Das füllt nicht nur deine Vitamin-D-Speicher, sondern hellt auch deine Stimmung auf. Bewegst du dich an der frischen Luft steigert dies deinen Serotoninspiegel und du bist direkt besser gelaunt.

Ist es im Winter einige Wochen lang extrem dunkel, kannst du dir mit einer Tageslichtlampe einen guten Tageslicht-Ersatz verschaffen. Das Licht einer Tageslichtlampe ähnelt der Lichtstärke von normalem Tageslicht und kann darum ähnliche Wirkungen auf deinen Körper erzeugen wie normales Tageslicht.

Bewegung in der Natur

Allgemein tut dir Bewegung in der Natur extrem gut. Es entspannt und hilft außerdem bei der Stressbewältigung. Bewegst du dich ausreichend, kann dir das zu neuer Motivation verhelfen. Es hilft bereits, ein paar kleine Veränderungen vorzunehmen. So kannst du beispielsweise statt dem Aufzug öfter die Treppe oder statt dem Auto auch mal das Fahrrad nehmen. Versuche regelmäßig Sport zu treiben, aber übernimm dich nicht. Es ist wichtig, dass du dir nicht zu viel vornimmst, um mögliche Rückschläge zu vermeiden. Schon einmal die Woche eine kleine Runde joggen zu gehen, reicht anfangs völlig aus.

Für ausreichend Entspannung sorgen

Es ist sehr wichtig, dass du dir tägliche Auszeiten gönnst und für ausreichend Entspannung sorgst. Nicht nur Bewegung und Sonnenlicht können dir dabei helfen, sondern auch Entspannungstechniken wie Autogenes Training und Atemübungen sowie Entspannungsübungen. Damit diese ihre Wirkungen entfalten können, solltest du sie jedoch regelmäßig durchführen. So schaffst du dir Auszeiten, die du ganz für dich nutzen kannst.

Ängste aussprechen

Ängste aussprechen

Zudem kann es helfen, deine Ängste und Sorgen gezielt auszusprechen und mit Freunden, Familie oder sogar einem Therapeuten darüber zu reden. Obwohl du vielleicht denkst, dass du allein mit deinen Problemen dastehst und keine Motivation hast, dich an Familie und Freunde zu wenden, kann dies durchaus hilfreich für dich sein. Keinesfalls solltest du vor deiner Familie und Freunden so tun, als ginge es dir gut. Sie können dir nur helfen, wenn sie deinen wahren Zustand kennen.

So kannst du dir deine Sorgen nicht nur von der Seele reden, du findest auch Unterstützung und gehst unter Menschen. Vielleicht hilft dir bereits das, neuen Antrieb zu finden.

Ziele setzen

Jeder, der ohne Ziele durchs Leben geht, fühlt sich antriebslos. Ziele sind wichtig, um motiviert zu bleiben. Sie lassen dich auf etwas hinarbeiten. Ohne Ziele hast du keinen Halt und erkennst nicht, was dir persönlich wichtig ist. Du erkennst den Sinn in deinem Tun nicht. Das mündet schnell in Antriebslosigkeit und sogar Depressionen.

Versuche dir daher Ziele zu setzen, die dir einen neuen Sinn aufzeigen. Dabei solltest du dir sowohl kleine Etappenziele stecken als auch auf ein großes Ziel hinarbeiten. Arbeitest du ausschließlich an einem großen Ziel, kannst du schnell die Motivation verlieren, da es lange dauert, bis du es erreichst. Kleine Ziele helfen dir dagegen, konstant motiviert zu bleiben.

Gesund ernähren

Da Antriebslosigkeit häufig aus einem Nährstoffmangel heraus erfolgt, spielt gesunde Ernährung gerade bei Antriebslosigkeit eine ganz besondere Rolle. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse hilft dabei, deinen Nährstoff-Haushalt zu decken. Um ausreichend Vitamin B12 zu dir zu nehmen, solltest du auf Milchprodukte und mageres Fleisch oder Fisch zurückgreifen. Für eine ausgewogene Ernährung reicht es bereits, einmal wöchentlich Fleisch oder Fisch zu verzehren. Veganer sollten Vitamin B12 supplementieren.

Mineralstoffe wie Eisen sind ebenfalls hauptsächlich in tierischen Lebensmitteln zu finden. Zudem findest du Eisen beispielsweise in Pfifferlingen und Grünkohl. Denke außerdem daran, genügend Wasser zu trinken und verzichte weitestgehend auf Zucker, ohne dich einzuschränken.

Positiv denken

Positiv denken – dies ist zwar erst einmal leichter gesagt als getan, dennoch können ein paar positive Gedanken deine Stimmung bereits heben. Überlege dir beispielsweise täglich, wofür du genau dankbar bist. Das hebt bereits die positiven Aspekte deines Lebens hervor. Zudem können tägliche Affirmationen dabei helfen, mehr Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl und Selbstliebe zu entwickeln. Versuche dich auf das Gute zu fokussieren, auch wenn es noch so schwer fällt.

Schiebe deine Sorgen allerdings nicht beiseite, sondern versuche sie zu behandeln, indem du nach ihrer Ursache suchst. So kannst du sie konkret adressieren und an ihnen arbeiten.

Auf Smartphone und Co. verzichten

Auf Smartphone und Co. verzichten

Wer viel Zeit am Smartphone, Handy oder Tablet verbringt, fühlt sich unglücklicher und antriebsloser. Du hast weniger Motivation vor die Tür zu gehen, Menschen zu treffen und Erledigungen zu machen. Wenn du bereits beruflich viel Zeit an deinem Laptop oder Smartphone verbringen musst, solltest du nach Feierabend Abstand von der digitalen Welt halten und dich vom Bildschirm lösen. Stattdessen kannst du ein Buch lesen, Sport treiben, Freunde treffen oder mithilfe von Entspannungstechniken oder einem wohligen Bad für Entspannung sorgen. So hast du am nächsten Tag neuen Antrieb, um in den Tag zu starten.

Unter Menschen gehen

Allgemein kann es dir enorm helfen, wenn du aus dem Haus und unter Menschen gehst. Verabrede dich mit Freunden, besuche deine Familie und nimm an Veranstaltungen teil. Sorge für Beschäftigung, damit du erst keine Zeit hast, um zuhause trübsinnig zu sein. Allerdings solltest du deinen Sorgen und Ängsten auch nicht aus dem Weg gehen. Ein Psychologe oder enger Vertraute kann dir mitunter helfen, deine Probleme zu lösen.

Plane allerdings keine Erlebnisse, auf die du erst gar keine Lust hast. Das kann deinen Antrieb sogar noch senken. Halte lieber Kontakt mit Menschen, die dir wichtig sind und denen du wichtig bist. Verlasse jeden Tag deine Wohnung, aber zwinge dich nicht zu Aktivitäten, die dir eigentlich keinen Spaß machen.

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