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Rosmarinöl: 8 Wirkungen & 3 Anwendungsformen

Rosmarin ist ein beliebtes Gewürz und in vielen Gärten zu finden. Was viele nicht wissen: Der Strauch gehört zu den Heilpflanzen. Aus den Zweigen gewonnenes Rosmarinöl hat viele gesundheitsfördernde Vorteile. Hier erfährst du alles über seine Inhaltstoffe, Wirkungen und die besten Anwendungsmöglichkeiten.

Rosmarinöl wird aufgrund seiner kreislaufanregenden Wirkung auch als “Hallo-wach-Kraut” bezeichnet. Richtig angewendet steigert es die Gedächtnisleistung, entspannt die Muskeln und sorgt für gute Laune. 

Wissenswertes über Rosmarinöl

Wissenswertes über Rosmarinöl

Rosmarin ist in beinah jedem deutschen Garten zu finden. Es ist ein beliebtes Küchenkraut, das nicht nur durch seinen betörenden Geruch hervorsticht, sondern auch mediterranen Gerichten einen einzigartigen Geschmack verleiht.

Der botanische Name des immergrünen Strauches lautet Rosmarinus officinalis. Seinen Namen verdankt er seiner Herkunft – dem Mittelmeergebiet. "Ros marinus" bedeutet so viel wie "Tau des Meeres".

Ein Rosmarinstrauch kann bis zu einem Meter hoch wachsen. Die bekannte dunkelgrüne Farbe der Zweige wird in der Blütezeit von Mai bis Juni von violetten Blüten aufgefrischt. Mehr über die Rosmarinpflanze kannst du hier nachlesen.

Bereits im Mittelalter schätzten die Menschen die heilenden und gesundheitsfördernden Wirkungen von Rosmarin. Die Tradition hält bis heute an: 2011 wurde Rosmarin zur "Heilpflanze des Jahres" gewählt und einige der heilsamen Wirkung sind heute wissenschaftlich belegt.

Besonders heilsam wirkt das aus den Pflanzenteilen gewonnene ätherische Öl, das die kostbaren Wirkstoffe des Rosmarin in konzentrierter Form enthält. Extrahiert werden die ätherischen Öle durch ein Verfahren, das sich Wasserdampfdestillation nennt.

Dabei werden die Pflanzenteile des Rosmarin in einen Destillator gelegt. Der entstehende Wasserdampf löst die ätherischen Öle aus den Pflanzenteilen. Kühlt der Wasserdampf ab, schwimmen die Öle
auf der Oberfläche des Hydrolats.

Je nach Art des Rosmarins benötigt man für einen Liter ätherischen Öls zwischen 50 und 80 Kilogramm Rosmarinzweige. Das Öl kann bei den verschiedensten Leiden angewendet werden und schafft auf natürliche Weise Abhilfe.

Inhaltsstoffe von Rosmarinöl

Inhaltstoffe von Rosmarinöl

Die Konzentration der Inhaltstoffe im Rosmarinöl hängt vom sogenannten Chemotyp der Pflanze ab. Er ist abhängig vom Anbaugebiet der Rosmarinpflanze.

Üblicherweise werden drei verschiedene Rosmarinarten zur Herstellung ätherischen Rosmarinöls verwendet. Entsprechend gibt es drei Chemotypen:

  • Spanischer Rosmarin Borneon (Campher) 
  • Nordafrikanischer Rosmarin Cineol 
  • Französischer Rosmarin Verbenon 

Alle drei Chemotypen haben dieselben Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Flavonoide, Bitterstoffe, Saponine und Gerbstoffe. Lediglich die Konzentration unterscheidet sich.

Seinem Namen entsprechend enthält Spanischer Rosmarin Borneon besonders viel des ätherischen Öls Borneon beziehungsweise Campher. Rosmarin aus Nordafrika ist reich an Cineol und französischer Rosmarin überzeugt mit seinem Anteil an Verbenon.

Bei qualitativ hochwertigen ätherischen Ölen sollte das Herkunftsland angegeben sein. Der folgende Abschnitt bietet dir einen Überblick über die wichtigsten Inhaltstoffe von Rosmarinöl und wie sie auf deine Gesundheit wirken.

Ätherische Öle 

Ätherische Öle sind aromatische Stoffgemische. In Rosmarinöl sind besonders Cineol, Campher, Borneol, Bornylacetat, Carnosol und Terpineol zu finden. Ätherische Öle sind ein traditioneller Bestandteil der Naturheilkunde. Durch ihre gesundheitsfördernden Eigenschaften werden sie jedoch auch in modernen Arzneimitteln eingesetzt.

Die Öle wirken antibakteriell und antimykotisch. Sie sorgen dafür, dass sich Bakterien und Pilze nicht ausbreiten können. Somit sind sie entzündungshemmend. Äußerlich aufgetragen unterstützen sie die Wundheilung.

Im Verdauungstrakt lindern sie Entzündungen und sorgen für eine stabile Darmflora. Das macht ätherische Öle zu einem effektiven Hausmittel gegen Magenkrämpfe, Blähungen, Völlegefühl und Durchfall.

Neben ihrer entzündungshemmenden Wirkung verfügen ätherische Öle auch über schleimlösende Eigenschaften. Daher kommen sie verdünnt oder als Bestandteil anderer Arzneimittel häufig bei Erkältungssymptomen wie Husten und Schnupfen oder bei Bronchitis und Nasennebenhöhlenentzündungen zum Einsatz. Mehr zu ätherischen Ölen findest du hier. 

Flavonoide

In Rosmarin enthalten: Flavonoide

Flavonoide bestehen überwiegend aus Pflanzenfarbstoffen. Die medizinische Wirkung von Flavonoiden wird schon seit längerem erforscht. Bisher konnte vor allem der positive Einfluss von Flavonoiden auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen wissenschaftlich belegt werden.

Außerdem wirken Flavonoide antibakteriell und antiviral und gelten als entzündungshemmend. Flavonoide sind neben Rosmarin noch in vielen weiteren Heilpflanzen enthalten. Zum Beispiel in:

Bitterstoffe

Unter dem Begriff "Bitterstoffe" sind verschiedene natürliche Stoffe und Stoffgruppen zusammengefasst, die in der Regel nur eine Gemeinsamkeit haben: Sie schmecken bitter. So zählen beispielsweise auch Flavonoide und Saponine zu den Bitterstoffen.

Da viele Menschen bittere Lebensmittel als unangenehm empfinden und meiden, wurden die Bitterstoffe in vielen unserer heutigen Lebensmittel über Züchtung reduziert. Und das, obwohl uns Bitterstoffe einige gesundheitliche Vorteile bieten. Sie fördern beispielsweise die Verdauung, indem sie die Bildung von Verdauungssäften anregen.

Außerdem unterstützen sie die Gallen- und Leberfunktion, wodurch sie zur Entgiftung des Körpers beitragen. Außerdem sind Bitterstoffe zuträglich zu dem Erfolg einer Diät, da sie den Appetit regulieren und Heißhungerattacken unterbinden.

Saponine

Saponine gehören zu den Bitterstoffen. Sie schäumen in Kombination mit Wasser stark auf, worauf auch ihr Name hindeutet: “Sapo” ist lateinisch für “Seife”. Der sekundäre Pflanzenstoff ist sehr gesund für den menschlichen Körper, denn er wirkt entzündungshemmend. Der Pflanze dienen die Saponine als Schutz vor Insekten und Krankheiten.

Gerbstoffe

Pflanzliche Gerbstoffe sind als Tannine bekannt. Es sind chemische Stoffe, die ihren Namen aufgrund ihrer damaligen Verwendung tragen: Sie wurden früher vorrangig zum Gerben von Tierhäuten verwendet.

Gerbstoffe wirken antibakteriell, antiviral und antifugal. Das bedeutet, dass sie Bakterien, Viren und Pilzen den Nährboden entziehen und ihre Ausbreitung verhindern. Somit wirken Gerbstoffe entzündungshemmend.

Darüber hinaus tragen Tannine zur Blutstillung und Wundheilung bei. Aufgrund dessen werden sie in der Medizin zur Behandlung oberflächlicher Wunden und Entzündungen, insbesondere der Schleimhäute, sowie bei Magen-Darmbeschwerden eingesetzt.

Wirkungen des ätherischen Öls

Wirkungen von Rosmarinöl

Die vielfältigen gesundheitsfördernden Wirkungen von Rosmarinöl machen es unersetzlich in jeder gut sortieren Hausapotheke. Je nach Chemotyp ist die Konzentration bestimmter Inhaltsstoffe unterschiedlich stark ausgeprägt.

Entsprechend können sich besonders bei reinem ätherischem Rosmarinöl unterschiedliche Wirkungsweisen bei der Anwendung ergeben.

Bei qualitativ hochwertigen ätherischen Ölen sollte das Herkunftsland des Rosmarin angegeben sein. Auch die für das Öl geeignete Anwendungsweise solltest du den Anwendungshinweisen des Herstellers entnehmen können.

Einige der wertvollen Wirkungen von Rosmarinöl sind mittlerweile wissenschaftlich bestätigt. Was genau das Öl bewirkt, erfährst du im Folgenden.

Gesteigerte Gedächtnisleistung

Der Duft von Rosmarin hat positive Auswirkung auf die Gedächtnisleistung eines Menschen. Das bestätigen verschiedene Studien. Eine Studie aus dem Jahr 2016 zeigt, dass Personen, die sich in einem von Rosmarinduft erfüllten Raum befanden, eine um 15 Prozent gesteigerte Gedächtnisleistung aufwiesen als Personen, die sich in einem nicht-bedufteten Raum aufhielten. Die Studie wurde an der Universität Northumbria durchgeführt.

Eine weitere Studie aus dem Jahr 2012 zeigt, dass sich Personen, die Rosmarinduft ausgesetzt sind,  signifikant besser konzentrieren können. Das in der Studie verwendete Rosmarinöl hatte einen besonders hohen Cineol-Wert. Entsprechend solltest du auf ein Öl dieses Chemotyps zurückgreifen, wenn du klarer und konzentrierter Denken möchtest.

Aufgrund seiner gedächtnis- und konzentrationssteigernden Wirkung wird Rosmarinöl häufig bei der Alzheimer- und Demenzforschung eingesetzt.

Als Stimmungsaufheller

Rosmarinöl als Stimmungsaufheller

Eine weitere Studie aus dem Jahr 2018 fand heraus, dass Rosmarin bei innerer Anwendung effektiv Angstzustände und depressive Stimmungen mildern kann.

Dank seiner belebenden Wirkung kann es dir außerdem bei Antriebslosigkeit und geistiger Erschöpfung helfen.

Gegen Erkältungen

Erkältungen gehen mit Husten, Schnupfen, Halsweh, Kopf- und Gelenkschmerzen einher. Dank seiner antibakteriellen und entzündungshemmenden Wirkung trägt Rosmarinöl bei innerer und äußerer Anwendung zu einer schnelleren Heilung von Erkältungen bei.

Die durchblutungsfördernden Eigenschaften sorgen außerdem dafür, dass Erkältungssymptome wie Kopf- und Gelenkschmerzen gemildert werden. Wie du Erkältungen mit Hausmitteln besonders schnell bekämpfst, erfährst du hier. 

Unterstützt natürlichen Detox 

Rosmarinöl steigert bei innerer Anwendung die Leber- und Gallentätigkeit. Die Leber und die Galle sind die Entgiftungsorgane des Körpers. So trägt Rosmarinöl dazu bei, dass Giftstoffe den Körper schneller über das Verdauungssystem verlassen.

Symptome einer überlasteten Leber sind unter anderem anhaltende Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Verstopfung, Übelkeit und Blähungen.

Pflegt die Haut

Rosmarinöl zur Haut- und Haarpflege

Durch die entzündungshemmenden und antibakteriellen Eigenschaften von Rosmarinöl kann es bei äußerer Anwendung effektiv leichte Entzündungen der Haut bekämpfen. So ist es gut gegen Pickel und unterstützt die Heilung oberflächlicher Wunden. 

Für starke Haare

Eine Studie aus dem Jahr 2015 zeigt, dass Rosmarinöl bei Haarausfall helfen kann. Die Studie verglich die Wirkung eines bekannten Haarausfall-Medikamentes (Minoxidil) mit der Wirkung von Rosmarinöl.

Verblüffenderweise zeigen die Ergebnisse, dass Rosmarinöl dem Medikament in nichts nachsteht: Nach sechs Monaten Anwendung zeigte sich kein Unterschied hinsichtlich der Zunahme der Haarmenge zwischen den beiden Gruppen.

Zurückzuführen ist die Wirkung auf die durchblutungsfördernden Eigenschaften von Rosmarin. Durch die gesteigerte Durchblutung werden die Haarfollikel gestärkt und Haarausfall gemindert.

Rosmarinöl konnte in der Studie jedoch nicht nur mit dem Medikament Minoxidil mithalten, sondern es in seiner Wirkung sogar übertreffen. Durch das Einmassieren von Rosmarinöl auf die Kopfhaut wurde zusätzlich eine Abnahme an Kopfhautjucken erzielt. Diese Wirkung zeigte Minoxidil nicht.

Entspannt die Muskeln

Neben starken Haarfollikeln sorgt die durchblutungsfördernde Wirkung von Rosmarinöl für eine bessere Erholung belasteter Muskeln. Nach sportlicher Anstrengung kann eine Massage mit Rosmarinöl die Muskeln entspannen, zu einer schnelleren Regeneration beitragen und Muskelkater vermeiden.

Gegen Cellulite

Rosmarinöl gegen Cellulite

90 Prozent aller Frauen sind von Cellulite betroffen. Obwohl die kleinen Dellen an Beinen und Po vollkommen normal und harmlos sind, belasten sie einige der Betroffenen und schwächen ihr Selbstbewusstsein.

Eine Massage mit Rosmarinöl kann gegen Cellulite helfen. Aufgrund der durchblutungsfördernden Wirkung des Öls wird die Haut gestrafft und scheint optisch ebenmäßiger.

Nebenwirkungen von ätherischem Rosmarinöl

Neben den gesundheitsfördernden Wirkstoffen enthält Rosmarinöl auch einen hohen Anteil an Monoterpene. Sie können zu Hautreizungen oder gar Atemnot führen. Aus diesem Grund sollte Rosmarinöl, wie beinah jedes ätherische Öl, niemals unverdünnt auf die Haut aufgetragen oder eingenommen werden.

Auch Kinder unter sechs Jahren, Schwangere und Menschen, die unter Epilepsie oder Bluthochdruck leiden, sollten von einer Anwendung absehen.

Anwendungen von Rosmarinöl

Als ätherisches Öl kann Rosmarinöl über den Geruch (olfaktorisch), über die Haut oder durch eine orale Einnahme seine Wirkung entfalten. Durch den hohen Anteil an Monoterpenen sollte Rosmarinöl allerdings niemals unverdünnt auf die Haut aufgetragen oder in den Mund getröpfelt werden.

Für die Anwendung vermischst du einfach ein paar Tropfen Rosmarinöl mit einem Trägeröl. Als Trägeröl eignen sich Oliven-, Sonnenblumen-, Kokos- oder Mandelöl. Je nach Chemotyp deines Rosmarinöls mischst du zwei bis 15 Tropfen davon mit circa 50 Milliliter Trägeröl.

Olfaktorische Anwendung

Rosmarinöl über den Geruch aufnehmen

Über den Geruchssinn aufgenommen, entfaltet Rosmarinöl vor allem seine stimulierende und stärkende Wirkung auf den Geist. Die Konzentration wird gesteigert, die Gedächtnisleistung nimmt zu, die Stimmung wird besser und Antriebslosigkeit ist Schnee von gestern.

Um von den mentalen Effekten des Rosmarinöls zu profitieren, gibst du am besten ein paar Tropfen des ätherischen Öls in eine Duftlampe oder einen Vernebler und erfüllst deinen Raum vor der nächsten Lerneinheit mit angenehmen Rosmarinduft. Alternativ kannst du ein paar Tropfen Rosmarinöl in ein Taschentuch geben und den Duft direkt einatmen.

Orale (innere) Anwendung

Wird Rosmarinöl direkt in den Körper aufgenommen, tritt besonders die entzündungshemmende Wirkung zutage. Erkältungssymptome werden gelindert und die Entgiftung des Körpers wird durch eine gesteigerte Leber- und Gallentätigkeit angeregt. Außerdem lindert die durchblutungsfördernde Wirkung Magenkrämpfe oder unangenehme Menstruationsbeschwerden.

Für die orale Aufnahme kannst du ein mit Rosmarinöl angereichertes Trägeröl zum Kochen verwenden. Alternativ kannst du ein bis zwei Tropfen eines ätherischen Rosmarinöls deinen Speisen beimengen.

So profitierst du nicht nur von der heilenden Wirkung des Rosmarins, dein Gericht bekommt gleichzeitig einen würzigen und mediterranen Geschmack. Eine andere Möglichkeit ist, eine Tasse Tee mit ein bis zwei Tropfen des ätherischen Öls zu mischen.

Äußere Anwendung

Rosmarinöl äußerlich anwenden

Wird Rosmarinöl äußerlich angewendet, kann es in Form von Massagen Muskelkater lindern, Kopfschmerzen bekämpfen und Rückenschmerzen beheben. Außerdem strafft die durchblutungsfördernde Wirkung die Haut und minimiert Cellulite.

Für das wohltuende Rosmarinmassageöl mischst du einfach wenige Tropfen mit einem Trägeröl, das die Haut besonders gut versorgt. Dafür eignen sich Kokos-, Jojoba- oder Mandelöl besonders gut.

Außerdem kann ein Bad mit Badewasser, das mit ein paar Tropfen Rosmarinöl angereichert wurde, die Muskeln entspannen und Schmerzen lindern.

Die antibakterielle, desinfizierende und entzündungshemmende Wirkung des Öls kann bei der äußeren Anwendung auch gegen Pickel helfen. Dafür mischst du einfach wenige Tropfen deinem täglichen Reinigungsgel bei. In das Shampoo gemischt, kann Rosmarinöl die Haarfollikel stärken und bei Haarausfall helfen. Achte dabei auf eine kurze Einwirkzeit der Wirkstoffe.

Für die Anregung der Leber und der Galle kannst du auch einen Leberwickel machen. Tränke dafür ein Tuch in warmes Wasser, in welchem du einige Tropfen des Öls aufgelöst hast. Wringe das Tuch aus und wickele es um deinen Bauch. Entspann dich für einige Minuten und lasse das Rosmarinöl wirken.

Wendest du das Öl direkt auf der Haut an, können Hautreizungen auftreten. Teste daher vor der ersten Verwendung die Verträglichkeit an einer kleinen Hautstelle.

Hierfür mischst du ein wenig Trägeröl mit Rosmarinöl und trägst es an der Innenseite deines Unterarms auf. Zeigen sich nach 24 Stunden weder Hautreizungen, Hautrötungen oder Hautjucken, kannst du das Öl ohne Bedenken verwenden.

Rosmarinöl kaufen

Ätherische Öle kannst du mittlerweile nicht mehr nur online, sondern auch im Einzelhandel kaufen. Dort findest du sie in Reformhäusern und Bioläden, seltener auch in Drogeriemärkten und Apotheken. Fünf Milliliter qualitativ hochwertiges ätherisches Rosmarinöl kosten dich circa sechs Euro.

Beim Kauf solltest du unbedingt darauf achten, dass es sich um ein naturreines Öl handelt, das zu 100 Prozent aus natürlichen Pflanzenteilen gewonnen wurde.

Neben ätherischen Ölen wird Rosmarinöl nämlich auch als Duft- bzw. Parfümöl vertrieben.
Parfümöle enthalten lediglich die entsprechenden Duftstoffe, kamen aber nie in Kontakt mit einem tatsächlichen Rosmarinzweig und bieten keine der gesundheitsfördernden Wirkungen.

Folgende Deklarierung weist dich darauf hin, dass es sich um ein ätherisches Rosmarinöl handelt: “Naturreines Rosmarinöl” oder “Reines ätherisches Öl”. Neben dieser Deklarierung solltest du auf Produkte in Bio-Qualität achten. Hier wird auf den Einsatz von Pestiziden verzichtet.

Zielst du auf eine bestimmte Wirkung des Rosmarinöl ab, kannst du auf den Chemotyp beziehungsweise das Anbaugebiet des Rosmarins achten. Rosmarinöl mit hohem Cineol-Anteil ist beispielsweise am besten für eine gesteigerte Gedächtnisleistung geeignet. 

Rosmarinöl selber machen

Selbstgemachtes Rosmarinöl

Ätherisches Rosmarinöl wird über ein aufwendiges Verfahren gewonnen. Im Laufe des Verfahrens löst Wasserdampf das ätherische Öl aus den Pflanzenteilen, sodass eine konzentrierte Flüssigkeit entsteht. Destilliertes Rosmarinöl ist besonders wirksam, aber auch sehr aufwendig in der Herstellung.

Kaufst du ätherisches Rosmarinöl, musst du es vor der Verwendung immer mit einem Trägeröl mischen. Daher bietet es sich an, bereits fertig gemischtes Rosmarinöl ganz einfach aus frischen Rosmarinzweigen selbst herzustellen. Das Ergebnis ist eine abgeschwächte Form ätherischen Rosmarinöls.

Dafür benötigst du einen Liter Pflanzenöl. Besonders gut eignet sich kaltgepresstes Olivenöl. Möchtest du ein eher geschmacksneutrales Öl kannst du auf Sonnenblume oder Walnuss zurückgreifen. Möchtest du das Öl lediglich für die kosmetische Anwendung nutzen, eignet sich Jojoba- oder Arganöl hervorragend.

Neben dem Öl benötigst du frische Rosmarinzweige. Verwende keinen getrockneten Rosmarin. Im getrockneten Zustand sind schon zu viele Wirkstoffe verschwunden.

Die Zubereitung selbstgemachten Rosmarinöls ist ganz einfach: Gieße etwas Öl aus der Flasche, um Platz zu schaffen für ein bis zwei frische Rosmarinzweige. Die Zweige sollten gänzlich von Öl bedeckt sein. Diese Mischung stellst du nun für vier bis sechs Wochen an einen dunklen und kühlen Ort. In dieser Zeit gehen die Wirkstoffe des Rosmarins in das Öl über.

Sind mindestens vier Wochen vergangen, kannst du die Zweige aus der Flasche nehmen. Das Öl eignet sich wunderbar zum Kochen oder für Massagen. Du kannst die Zweige auch in der Flasche lassen. Allerdings musst du dann immer wieder Öl nachschütten, sodass die Zweige komplett von Öl bedeckt sind. Andernfalls besteht die Gefahr, dass die Zweige schimmeln.

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