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Hausmittel gegen Halsschmerzen: 8 Tipps + 5 Halsweh-Mythen

Eine Erkältung ist nicht angenehm. Kommen zusätzlich Halsschmerzen hinzu, fühlst du dich besonders krank und schlapp. Natürlich möchtest du die Schmerzen so schnell wie möglich loswerden. Es gibt viele bekannte Hausmittel, die helfen sollen. Wir erklären, welche Hausmittel wirklich Heilung bringen und klären dich über Mythen auf.

Bei starken Halsschmerzen fällt es oft nicht leicht abends einzuschlafen. Auch tagsüber hast du wahrscheinlich Probleme mit dem Schlucken und fühlst dich generell nicht wohl. Eine Infektion möchtest du mit Sicherheit so schnell wie möglich loswerden. Um dein Immunsystem zu stabilisieren, brauchst du nicht unbedingt Medikamente. Es gibt auch einige Hausmittel gegen Halsschmerzen, mit denen du Infektionen erfolgreich bekämpfst.

Ob ein bestimmtes Hausmittel bei dir wirkt, weißt du erst, wenn du es ausprobierst. Jeder Mensch reagiert anders darauf. Teste verschiedene Dinge aus, bevor du dich auf ein Hausmittel verlässt. Nur weil deine beste Freundin begeistert von einem bestimmten Mittel ist, heißt es nicht, dass es bei dir den gleichen Effekt hat.

Ursachen für Halsschmerzen

Ursachen für Halsschmerzen

Sobald du ein Kratzen im Hals verspürst, musst du damit rechnen schon nach kurzer Zeit von Schmerzen geplagt zu sein. Meistens kommt eine Infektion dann zustande, wenn Viren deine Atemwege befallen. Welche das genau sind, ist manchmal gar nicht so leicht festzustellen. Es gibt nämlich eine ganze Menge unterschiedlicher Erreger.

Bei einer Infektion sind vor allem die Schleimhäute in deinem Hals betroffen. Sie schwellen an und färben sich rot. Wie stark die Halsschmerzen ausfallen hängt davon ab, welcher Bereich deines Halses entzündet ist. In der Regel ist deine Erkrankung entweder eine Rachenentzündung, eine Mandelentzündung oder eine Kehlkopfentzündung. Leidest du unter einer Kehlkopfentzündung, beginnen die Schmerzen oft mit Heiserkeit. Es kommt auch vor, dass Kehlkopf und Rachen zur gleichen Zeit befallen sind.

Halsschmerzen entstehen aber nicht nur während einer Erkältung. Sie werden auch durch Allergien oder andere Krankheiten hervorgerufen. Ebenso kommt es vor, dass bestimmte Menschen sensibel auf Einflüsse aus ihrer Umwelt reagieren. Eventuell bereitet dir der Rauch von Zigaretten Probleme oder du reagierst auf Hausstaub. Hier gibt es Tipps zum Rauchen aufhören.

8 Tipps: Diese Hausmittel gegen Halsschmerzen helfen

Tee als natürliches Hausmittel

Möchtest du mit Hausmitteln gegen deine Halsschmerzen vorgehen, hast du eine Menge Möglichkeiten. Es gibt sehr viele verschiedene Dinge, die angeblich gegen Halsschmerzen helfen. Nicht alle haben sich bewährt. Im Folgenden erfährst du zunächst einmal, welche Mittel wirklich etwas bewirken. Verbessern sich deine Halsschmerzen auch nach mehreren Tagen nicht, solltest du einen Arzt aufsuchen. Mit einer Mandelentzündung beziehungsweise Angina ist nicht zu spaßen. Folgendes kannst du bei leichtem Halsweh aber selbst ausprobieren.

Viel trinken

Möchtest du schnell gesund werden, musst du viel trinken. Wie bei einer gesunden Ernährung auch, ist es gerade bei einer Krankheit wichtig den Körper zu jedem Zeitpunkt mit ausreichend Flüssigkeiten zu versorgen. Wasser bietet sich da besonders gut an. Es enthält keine Inhaltsstoffe, die deinen Körper belasten oder ihm schaden. Dick wirst du von zu viel Wasser auch nicht. Trinke jeden Tag mindestens zwei bis drei Liter Wasser. So befeuchtest du deine angegriffenen Schleimhäute und die Krankheitserreger dringen nicht so tief hinein.

Ist dir das andauernde Wassertrinken zu eintönig, schwenkst du auf Tees um. Die Wärme tut deiner gereizten Schleimhaut gut.  Außerdem haben einige Teesorten keimtötende und entzündungshemmende Wirkungen. Trinke den Tee ungesüßt. Besonders gesund sind folgende Tees:

Auch ein Saft oder Smoothie aus frischem Obst und Gemüse tut dir gut und dient gleichzeitig als gesunder Snack. Außerdem liefert das Getränk Vitamin C und andere wertvolle Nährstoffe. Auf gezuckerte Getränke solltest du nach Möglichkeit verzichten. Sie sind auf Dauer alles andere als gesund. Achte in jedem Fall darauf, dass du ausreichend trinkst. So wirkst du der Austrocknung deiner Schleimhäute entgegen und dein Halsweh geht schnell vorüber.

Schleim im Hals lösen mit Gurgeln

Gurgeln gegen Halsschmerzen

Schon zur Vorbeugung von Halsschmerzen bietet sich das Gurgeln mit verschiedenen Lösungen an. Aber auch wenn du bereits Schmerzen hast, gehst du mit dieser Methode effektiv dagegen vor. Gurgelst du regelmäßig, verringerst du die Zahl der Krankheitserreger auf deiner Mund- und Rachenschleimhaut.

Zum Gurgeln nutzt du warmes Wasser, in das du unterschiedliche Zutaten mischst. Eine Salzlösung eignet sich zum Gurgeln wunderbar. Dazu rührst du einfach einen Teelöffel Kochsalz in eine Tasse mit warmem Wasser. Hat sich das Salz vollständig aufgelöst, gurgelst du über einem Waschbecken. Nimm dazu immer wieder kleine Schlucke aus der Tasse, lege deinen Kopf in den Nacken und gurgle für circa 20 Sekunden. Im Anschluss spuckst du das Gemisch aus und nimmst einen weiteren Schluck. So machst du weiter, bis die Tasse leer ist.

Alternativ mischst du dir eine Lösung mit Salbeiblättern oder Kamilleblüten. Diese haben desinfizierende, wundheilende und entzündungshemmende Wirkungen. Gib einen Teelöffel voll Blätter oder Blüten in eine Tasse, gieße heißes Wasser darüber und lasse das Ganze 20 Minuten lang ziehen. Anschließend entfernst du die Blätter beziehungsweise Blüten aus dem Wasser und gurgelst so, wie zuvor am Beispiel der Salzlösung beschrieben. Natürlich sollte die Flüssigkeit ausreichend abgekühlt sein, damit du dich nicht verbrennst.

Auch Apfelessig eignet sich zum Gurgeln. Die Flüssigkeit hat eine antiseptische Wirkung. Das heißt sie sorgt dafür, dass die Anzahl der Keime auf deiner Schleimhaut reduziert werden. Möchtest du mit Apfelessig gurgeln, rührst du zwei Teelöffel Essig in eine Tasse warmes Wasser.

Ruhe

Schlaf ist wichtig

Gerade bei einer Erkältung solltest du dir ausreichend Ruhe gönnen. Schlafe so viel wie möglich. Schlaf ist eines der effektivsten Hausmittel gegen Halsschmerzen und du brauchst dazu nicht einmal etwas einzukaufen. Lege dich einfach ins Bett und ruhe dich aus. Dann fühlst du dich mit Sicherheit schon bald besser.

In jedem Fall musst du Stress vermeiden. Dieser verschlimmert deine Beschwerden und du wirst womöglich ernsthaft krank. Mit Halsschmerzen arbeiten zu gehen ist auch keine gute Idee. Du steckst sonst deine Kollegen an und zögerst die Genesung hinaus.

Inhalieren

Inhalieren ist bei einer Erkältung ein sehr effektives Hausmittel. Gerade bei Halsschmerzen ist es sehr zu empfehlen. Entweder besorgst du dir dazu einen speziellen Inhalator, in den du heißes Wasser füllst. Oder du kochst Wasser in einem Topf ab, stülpst ein Handtuch über deinen Kopf und hältst ihn über den Topf. Setze dich davor gemütlich hin, denn du solltest dich beim Inhalieren entspannen.

Inhalierst du nicht mit einem Inhalator, musst du gut aufpassen. Kippt der Topf aus Versehen um, kannst du dich schlimm verletzen. Damit deine Augen vom heißen Wasserdampf nicht anfangen zu tränen, schließt du sie am besten. Hast du Kinder, hältst du sie vom Topf fern. Passen sie nämlich nicht auf und spielen in der Nähe, kippt der Topf womöglich um.

Inhalieren ist ein geeignetes Hausmittel gegen Halsschmerzen, weil du dabei deine gereizten Schleimhäute befeuchtest. Entspanne dich dabei und mache tiefe Atemzüge. So gelangt der Wasserdampf in gleichmäßigen Abständen in deinen Rachen. Wiederhole die Inhalation im Idealfall alle drei Stunden.

Möchtest du deinem schmerzenden Hals etwas besonders Gutes tun, reicherst du das Wasser mit ätherischen Ölen an. Allerdings nur, wenn du kein Asthmatiker bist. Dann lässt du die ätherischen Öle am besten weg. Hin und wieder lösen sie nämlich Asthmaanfälle aus.

Unterschiedliche Öle haben unterschiedliche Wirkungen. So sorgt Salbeiöl dafür, dass deine Schleimhäute nicht nur befeuchtet werden, sondern auch nicht mehr so gereizt sind. Pfefferminzöl und Eukalyptusöl haben ebenfalls heilende Wirkungen.

Halsschmerzen schnell loswerden mit Ölziehen

Mit Öl und Butter gegen Halsweh

Auf Grund ihrer Inhaltsstoffe haben Öl oder Butter die Fähigkeit, deine gereizten Schleimhäute mit einer schützenden Schicht zu überziehen. Keime und andere Schadstoffe gelangen so nicht hindurch und werden abtransportiert.

Das sogenannte Ölziehen basiert auf genau dieser Wirkung. Es handelt sich dabei um eine Methode aus der Alternativmedizin, bei der Pflanzenöl wie eine Mundspülung im Mund umhergeschleudert und zwischen den Zähnen hindurch "gezogen" wird. Während dieses Spülvorgangs entfernst du Bakterien, Beläge und Schadstoffe aus deinem Mund. Die Methode stammt ursprünglich aus der traditionellen indischen Ayurveda-Medizin und ist dort Bestandteil einer ganzheitlichen Entgiftungskur. Wie du deinen Körper sonst noch entgiftest, erfährst du hier.

Ölziehen dient übrigens auch der Stärkung deines Immunsystems. Je weniger Bakterien du in deinem Mundraum hast, desto mehr Energie nutzt dein Immunsystem, um andere Entzündungsherde im Körper zu bekämpfen und Krankheitserreger abzuwehren. Möchtest du also einer weiteren Halserkrankung vorbeugen, solltest du dir regelmäßiges Ölziehen angewöhnen.

Obst essen

Bestimmte Obstsorten tragen dazu bei, dass dein Halsweh schnell vorbei geht. Ananas enthält zum Beispiel die Enzyme Bromelin und hat dadurch eine entzündungshemmende Wirkung. Ebenso verhält es sich mit den Pektinen im Apfel. Generell ist es immer eine gute Idee viel Obst zu essen. Es liefert dir eine Menge wertvoller Vitamine. Ernährst du dich gesund und isst reichlich Obst, beugst du der nächsten Krankheit effektiv vor.

Zwiebelsaft trinken

Zwiebelsaft trinken

Zwiebelsaft ist ein effektives Hausmittel gegen Halsschmerzen und bei jeglichen Beschwerden, die mit einer Erkältung zusammenhängen. Gerade bei Halsschmerzen solltest du es unbedingt einmal ausprobieren. In der Zwiebel sind nämlich ätherische Öle und andere Inhaltsstoffe enthalten, die Keime in deinem entzündeten Hals abtöten. Den Saft bereitest du schnell und einfach selbst zu. Dazu brauchst du nur ein paar wenige Zutaten. So funktioniert die einfache Herstellung des Zwiebelsaftes.

Du brauchst:

  • eine Zwiebel
  • etwas Zucker
  • ein Glas

Die Zwiebel schneidest du in kleine Würfel und füllst sie in das Glas. Streue Zucker darüber und lasse den Zucker ein paar Stunden einwirken. Den Saft filterst du im Anschluss durch ein sauberes Tuch und schluckst ihn dann löffelweise. 

Wickel gegen das Kratzen im Hals

Bei Halsweh braucht dein Hals besonders viel Pflege und Zuneigung. Ein wärmender Halswickel ist ein geeignetes Hausmittel gegen Halsschmerzen. Suche dazu ein dünnes Tuch und tauche es in warmes Wasser. Wringe das Tuch aus, sodass es nicht mehr tropft und platziere es um deinen Hals herum. Wickle ein Handtuch darüber. So bleibt das dünne Tuch länger angenehm warm. Nimm das Tuch ab, sobald es sich kühl anfühlt. Trockne deinen Hals danach sorgfältig ab.

5 Mythen rund um Hausmittel gegen Halsweh

Mythen rund um Hausmittel gegen Halsweh

Wie bereits erwähnt, gibt es auch einige Hausmittel, von denen zwar immer wieder die Rede ist, die aber im Grunde nicht wirklich gegen Halsschmerzen helfen. Mit der Zeit sind Mythen entstanden, die bestimmten Dingen heilende Kräfte nachsagen, obwohl diese nicht zu Heilungszwecken geeignet sind. Folgende Hausmittel zählen dazu.

Warmen Schal tragen

Viele Menschen glauben, dass der Hals bei Halsschmerzen unbedingt mit einem warmen Schal geschützt werden muss. Das stimmt aber nicht, denn das Tragen eines Schals führt nicht zu einer schnelleren Genesung. Natürlich kannst du dir trotzdem ein Tuch oder einen Schal um den Hals wickeln, wenn du dich damit wohler fühlst. Alles was dich womöglich auf dem Weg der Besserung unterstützt, solltest du ausprobieren.

Im Flüsterton unterhalten

Schone deine Stimme, damit sich dein Hals so schnell wie möglich erholt. Flüstern musst du aber nicht. Merkst du, dass deine Stimme versagt, hörst du am besten auf zu sprechen oder beschränkst dich auf die wichtigsten Sätze. Achte außerdem darauf, dass du immer genug trinkst.

Hals in der Sauna wärmen

Hals in der Sauna wärmen

Ein Besuch in der Sauna ist zwar gut für das Immunsystem, einen Infekt loswerden kannst du dort aber nicht. Wärme tut deinem Hals gut. Schwitzt allerdings der ganze Körper, bist du im Nachhinein noch geschwächter als vorher. Dein Herz-Kreislaufsystem wird in der Sauna nämlich stark belastet. Außerdem verbreiten sich die Keime in der warmen Luft besonders schnell.

Antibiotika nehmen

Halsschmerzen werden in den allermeisten Fällen von Viren ausgelöst. Antibiotika können dagegen nichts ausrichten. Selbstständig solltest du sowieso keine Antibiotika einnehmen, sondern dich nach Möglichkeit immer von einem Arzt beraten lassen. Dieser stellt fest, ob deine Halsschmerzen womöglich doch von Bakterien ausgelöst wurden und verschreibt dir ein entsprechendes Medikament.

Kälte hilft besser als Wärme

Vielleicht hast du schon einmal gehört, dass Kälte bei Halsschmerzen besser hilft als Wärme. Pauschal kann man das so nicht sagen. Was wirklich hilft, hängt ganz von der Art der Halsschmerzen ab. Hast du Probleme mit den Mandeln oder wurdest gerade daran operiert, ist es durchaus ratsam einen Eiswürfel zu lutschen. Dieser bewirkt, dass sich deine Blutgefäße zusammenziehen und deine Schmerzen abklingen.

Bei allen anderen Arten von Halsschmerzen ist Wärme der Kälte vorzuziehen. Deine Gefäße sind dann besser durchblutet und die Keime werden schnell abtransportiert. Generell solltest du deinen Hals so behandeln, wie du dich am wohlsten fühlst. Dann wirst du schnell wieder gesund.

Das hilft gegen Schluckbeschwerden bei Kindern

Das hilft gegen Schluckbeschwerden bei Kindern

Ein krankes Kind wird gerne umsorgt. Mit ausreichender Pflege sind die Halsschmerzen mit Sicherheit bald vorbei. Kümmerst du dich gut um dein Kind, fühlt es sich nämlich wohl und erholt sich schnell wieder. Mache deinem Kind zum Beispiel einen Halswickel und lese ihm währenddessen eine Geschichte vor.

Zum Abendessen sollte es einen heißen Tee trinken. Honig darfst du nicht in den Tee rühren, wenn dein Kind noch klein ist. Darin sind nämlich Keime enthalten, die besonders Säuglingen vor dem ersten Lebensjahr Schaden zufügen können.

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