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Krampfadern entfernen: 3 Methoden & 4+6 Tipps zur Vorbeugung und Behandlung

Ähnlich wie Cellulite haben viele Frauen mit zunehmendem Alter mit Krampfadern zu kämpfen. Die kleinen Äderchen sehen nicht nur unschön aus, sie können auch echte Probleme bereiten. Was Krampfadern genau sind und wie du sie am besten behandeln kannst, erfährst du im Folgenden.


Krampfadern sind für viele Frauen in höherem Alter ein Problem. Die kleinen Äderchen, die vorwiegend an den Beinen auftreten, können nicht nur das ästhetische Erscheinungsbild stören, sondern auch psychisch für die Betroffenen eine echte Belastung sein. Wir erklären dir alles, was du über Krampfadern wissen musst.

Was Krampfadern genau sind

Was Krampfadern genau sind

Vor allem Frauen sind von den lästigen kleinen Äderchen betroffen: Krampfadern. Sie treten zumeist an den Beinen auf und können das Erscheinungsbild der Haut erheblich beeinträchtigen. Was erst einmal harmlos klingt, kann für einige Betroffene jedoch sehr belastend sein. Im Sommer verzichten sie auf kurze Sommerkleidung, da sie sich ihrer Krampfadern schämen. Krampfadern sind jedoch keine Seltenheit. Circa 20 Prozent aller Erwachsenen sind von den auffälligen Äderchen betroffen. Dabei leiden Frauen mehr als doppelt so oft an chronisch erweiterten Venen als Männer.

Krampfadern oder auch Varizen, Varikose oder Varikosis bezeichnen dauerhaft erweiterte und damit stark sichtbare Venen, die eine bläulich schimmernde Färbung annehmen. Dabei können die Äderchen verschieden stark auftreten. Während die typischen Krampfadern sich in dicken und großen Venen äußern, gibt es auch schwache Ausprägungen: die rot bis dunkelblau gefärbten Besenreiser. Allgemein sind Besenreiser die häufigste Form von Krampfadern. Nur selten kommt es zu Ödemen beziehungsweise Wassereinlagerungen im Gewebe und Hautgeschwüren.

Von Krampfadern betroffen sind ausschließlich Venen, die sauerstoffarmes Blut zurück zum Herzen transportieren. Venen befördern das Blut relativ langsam durch den Körper, darum sind sie deutlich größer als Arterien, die das sauerstoffreiche Blut im Körper verteilen. Die Venen unterteilen sich dabei in das oberflächliche Venensystem und das tiefe Venensystem. Krampfadern bilden sich hauptsächlich im oberflächlichen Venensystem.

Risiko bei Krampfadern: Venenentzündung

Risiko bei Krampfadern: Venenentzündung

Wer bereits unter Varikosis leidet, hat auch ein erhöhtes Risiko eine Venenentzündung auszubilden. Eine Venenentzündung beziehungsweise Phlebitis entsteht dabei häufig durch den konstanten Blutstau in der Vene, der die Venenwände auf Dauer reizt. So kann sich eine Entzündung bilden, die sich zu einer gefährlichen Thrombose entwickeln kann, bei der ein Blutpfropf das Gefäß verstopft. In diesem Fall sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

Ursachen von Krampfadern

Krampfadern treten häufig mit zunehmendem Alter auf. Erste Symptome sind meist zwischen dem 30. Und 40. Lebensjahr sichtbar. Dies kann verschiedene Ursachen haben, die häufig mit dem Lebensstil der Betroffenen zusammenhängen, jedoch auch genetisch bedingt sein können.

  • Bluthochdruck: Menschen mit Bluthochdruck haben ein erhöhtes Risiko an Krampfadern zu leiden. Die Gefäße können sich durch einen Blutrückstau erweitern und die unschönen Gefäßveränderungen auslösen.
  • Schwaches Bindegewebe: Allgemein haben vor allem Betroffene von schwachem Bindegewebe ein höheres Risiko Krampfadern und Besenreiser auszubilden, da die Venen sich unter diesen Umständen leichter erweitern können. Da vor allem Frauen an schwachem Bindegewebe leiden, sind sie vermehrt von Varikosis betroffen.
  • Alkohol- und Nikotinkonsum: Zu viel Alkohol und Nikotin kann dem Körper auf vielfältige Weise schaden. So kann ein übermäßiger Alkohol- und Nikotinkonsum auch die Bildung von Krampfadern begünstigen, da sich die Stoffe negativ auf die Gefäßstabilität auswirken.
  • Übergewicht: Übergewicht hat ebenfalls viele negative Auswirkungen auf den Körper. Auch ein erhöhtes Risiko für Krampfadern gehört dazu.
  • Mangelnde Bewegung: Allgemein ist mangelnde Bewegung ein entscheidender Faktor für die Bildung von Krampfadern, da so die Blutzirkulation verlangsamt.
  • Langes Sitzen und Liegen: Langes Sitzen und Liegen sorgt darüber hinaus dafür, dass sich das Blut in den Venen staut und sich diese aufgrund dessen ausdehnen.
  • Schwangerschaft: Auch eine Schwangerschaft kann die Bildung von Varizen begünstigen, da Hormone das Bindegewebe während einer Schwangerschaft schwächer werden lassen.

Krampfadern entfernen: So geht’s

So lassen sich Krampfadern entfernen

Krampfadern können schmerzhaft sein und die Betroffenen stark belasten. Viele Betroffene wollen sich die Krampfadern darum entfernen lassen. Dies ist in vielen Fällen durchaus möglich. Es gibt verschiedene Möglichkeiten die lästigen Äderchen loszuwerden. Ein Arztbesuch ist zu diesem Zweck jedoch unumgänglich. Der Arzt führt das Entfernen der Krampfadern nicht nur durch, er kann dir auch die passendste Methode für deine Beschwerden empfehlen. Ein Facharzt für Phlebologie ist ist hierfür besonders empfehlenswert.

Krampfadern veröden

Besonders häufig entfernt ein Arzt die Krampfadern mit einer Verödung der Gefäße. Dazu spritzt der Arzt ein bestimmtes Mittel in die Vene. So soll eine Entzündung der Innenwände der Vene hervorgerufen werden, damit sich das Gefäß verklebt. Meist sind mehrere Sitzungen notwendig. Die Patienten müssen nach dem Eingriff mehrere Tage Kompressionsstrümpfe tragen und sollten sich ausreichend bewegen. In vielen Fällen treten nach einigen Jahren jedoch neue Krampfadern auf und die Behandlung muss wiederholt werden.

Krampfadern ziehen: OP-Möglichkeiten

Hartnäckige Varizen können auch durch eine sogenannte Stripping-Operation entfernt werden. Dabei werden die Krampfadern komplett entfernt. Dies geschieht meist unter Vollnarkose. Der Arzt nimmt dabei eine kleine Sonde zur Hilfe, die in die Vene eingeführt wird, so dass sie das Ende der Venenwand durchsticht. So kann die Vene abgetrennt und schließlich einfach aus der Haut gezogen werden. In manchen Fällen werden auch nur Teile der Vene entfernt, nämlich diese, die bereits eine starke Veränderung durchlaufen haben. Nach solch einem Eingriff sollten die Patienten mehrere Wochen Kompressionsstrümpfe tragen, um möglichen Komplikationen vorzubeugen.

Einen ähnlichen Eingriff bildet die sogenannte Chiva-Methode, bei der die Krampfader abgebunden wird, so dass sie sich langsam von selbst zurückbildet. Auch nach diesem Eingriff sollten die Patienten mehrere Wochen zu Kompressionsstrümpfen greifen.

Krampfadern lasern

Krampfadern können zudem mit einer Lasertherapie entfernt werden. Dies ist weitaus weniger aufwändig als ein operativer Eingriff und kann darum auch ambulant durchgeführt werden. Der Arzt macht dabei einen winzigen Schnitt in das Bein und führt so eine Lasersonde in die Vene. Im Folgenden erhitzt sich die Sonde, so dass sich die Ader verschließt. Die Patienten sollten nach dem Eingriff für einige Wochen Kompressionsstrümpfe tragen.

Krampfadern vorbeugen mit diesen Tipps

Krampfadern vorbeugen mit diesen Tipps

Damit du Varizen erst gar nicht entfernen musst, solltest du ihrer Bildung vorbeugen. Ein gesunder Lebensstil kann das Erscheinungsbild der Äderchen mitunter schon eindämmen. Allerdings sind Krampfadern in einigen Fällen genetisch bedingt, daher lassen sich die unschönen Adern leider nicht gänzlich vermeiden. Mit folgenden Verhaltensweisen kannst du das Ausmaß deiner Krampfadern jedoch vorbeugend eingrenzen.

Ausreichend bewegen

Krampfadern sind häufig die Folge von wenig Bewegung und langem Sitzen und Liegen. Wer sich nach einem langen Tag im Büro nur noch auf die Couch legt, erhöht so auf Dauer das Risiko, Krampfadern auszubilden. Auch wenn es noch so schwer fällt, solltest du nach einem harten Arbeitstag noch für etwas Bewegung sorgen, beispielsweise durch einen Spaziergang oder einem Besuch im Fitnessstudio. Auch im Alltag können kleine Veränderungen schon einen Unterschied machen. Statt des Aufzugs kannst du einfach die Treppen nehmen und so ein bisschen mehr Bewegung in deinen Alltag integrieren. Das verstärkt den Blutfluss und sorgt so dafür, dass das Blut besser zirkulieren kann, so dass weniger Krampfadern entstehen.

Venengymnastik durchführen

Um Varizen besonders effektiv vorzubeugen, empfiehlt sich eine spezielle Venengymnastik, die die Venen gezielt stärkt. Dazu eignen sich bestimmte Kraft- und Dehnübungen, die du zwischendurch in deinen Alltag integrieren kannst, um den Blutfluss zu stärken. Arbeitest du beispielsweise viel im Sitzen, solltest du deine Zehen jede Stunde bewusst bewegen, indem du sie streckst, anwinkelst und hin und her bewegst. Auch einige Schritte auf den Zehenspitzen oder Fersen zu gehen, kann die Durchblutung deiner Venen bereits fördern.

Stützstrümpfe tragen

Besonders auf langen Reisen, bei denen du lange im Auto oder Flugzeug sitzen musst, ist es empfehlenswert, Stützstrümpfe zu tragen. Diese beugen nicht nur einer Thrombose vor, sondern auch Krampfadern. Mithilfe der Stützstrümpfe wird die Blutzirkulation gefördert. Empfehlenswert ist dies nicht nur auf langen Reisen, sondern wenn du allgemein viel Zeit sitzend verbringst, beispielsweise bei der Arbeit. Auch wenn du viel stehst, ohne dich großartig zu bewegen, sind Stützstrümpfe empfehlenswert, um die Venen darin zu unterstützen, das Blut zum Herzen zurück zu pumpen und so Varizen vorzubeugen.

Gesund leben

Allgemein ist ein gesunder Lebensstil empfehlenswert, um der Bildung von Krampfadern entgegen zu wirken. Versuche deinen Alkohol- und Nikotinkonsum einzuschränken und am besten komplett mit dem Rauchen aufzuhören. Ein Glas Rotwein zu besonderen Anlässen ist durchaus vertretbar, allerdings solltest du auf übermäßigen Alkoholkonsum verzichten. Versuche zudem ausreichend Wasser zu trinken und dich gesund zu ernähren. Damit kannst du Krampfadern zwar nicht direkt vorbeugen, allerdings kannst du deinen Körper so optimal unterstützen und voll funktionsfähig halten.

Krampfadern behandeln

Krampfadern behandeln

Wenn du dennoch Krampfadern entwickelst, musst du sie in vielen Fällen nicht gleich entfernen lassen, denn meistens handelt es sich um rein ästhetische Maßnahmen. Mit einer geeigneten Behandlung kannst du die Beschwerden lindern und sogar das Erscheinungsbild einer Krampfader ein wenig zurückbilden.

Kompressionstherapie

Die Kompressionstherapie bildet die wichtigste Maßnahme zur Behandlung von Varikosis und wird in vielen Fällen eingesetzt. Neben Kompressionsstrümpfen gibt es viele weitere Möglichkeiten, um die Krampfadern mit Kompression zu therapieren beispielsweise mit Kompressionsverbänden. Diese halten die Venen stabil, indem sie diese zusammendrücken. So können sich die Venen nicht erweitern und weniger Krampfadern entstehen. Überdies wird die Blutzirkulation gefördert.

Kompressionsstrümpfe sind jedoch die bekanntesten Hilfsmittel zur Behandlung von Varikosis. Ähnlich wie Stützstrümpfe unterstützen sie die Venen und fördern den Blutfluss, allerdings sind Kompressionsstrümpfe dabei deutlich effektiver. Wichtig ist, dass das Bein vor der Verwendung der Strümpfe bereits "entstaut" wurde und die Schwellung abgeklungen ist. Die Kompressionsstrümpfe sollen einer erneuten Schwellung vorbeugen und müssen oft über Wochen und sogar Monate getragen werden.

Die Strümpfe gibt es in verschiedenen Klassen. Bei normalen Krampfadern reicht oft schon Klasse II aus, um die Venen effektiv zu behandeln. Erst wenn sich Ödeme bilden, wird eine höhere Klasse empfohlen, allerdings sollte das Bein wiederum zuerst "entstaut" werden.

Medikamente

In manchen Fällen können Krampfadern auch mithilfe von Medikamenten therapiert werden. Einige Präparate sind sogar rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. In vielen Fällen müssen die Mittel über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, damit sie eine Wirkung entfalten. In Akutfällen sind die Präparate darum zumeist wirkungslos. Die Medikamente wirken direkt auf die Venen und stärken beispielsweise die Venenwände, so dass sie weniger durchlässig und stabiler sind.

Schüßler-Salze

Zur Behandlung von Krampfadern: Schüßler-Salze

Schüßler-Salze werden in der Homöopathie bei vielfältigen Leiden eingesetzt. Auch bei Varikosis können die Salze in verschiedenen Kombinationen für Besserung sorgen. Da die Salze sowohl innerlich in Form von Tabletten als auch äußerlich als Salbe verwendet werden können, bieten sie ein gutes Rundum-Paket zur Behandlung von Krampfadern.

Besonders wirksam sind dabei Schüßler-Salz Nr. 1 und Schüßler-Salz Nr. 11. Schüßler-Salz Nr. 1 oder Calcium fluoratum stärkt deine Venen und gleichzeitig das Bindegewebe. So kannst du gleich zwei Ursachen von Krampfadern entgegen wirken. Schüßler-Salz Nr. 11 oder Silicea wirkt besonders stärkend auf das Bindegewebe und kann so vermeiden, dass sich die Venen übermäßig weiten.

Spezielle Salben

Statt Medikamente einzunehmen, können die Wirkstoffe auch in eine Salbe eingearbeitet werden. Beliebt sind pflanzliche Mittel mit Rotem Weinlaub, Hamamelis und Rosskastanie. Rotes Weinlaub kann die Venenfunktion nachweislich positiv beeinflussen. Das liegt vermutlich an dem hohen Anteil an Flavonoiden in den Blättern, die eine gefäßschützende Wirkung erzeugen. Ähnlich sieht es bei der Rosskastanie und Hamamelis aus. Auch Hamamelis besitzt einen hohen Anteil an Flavonoiden, die gefäßschützend wirken können. Rosskastanie stabilisiert die Gefäße und macht sie weniger durchlässig. Das verhindert Wassereinlagerungen und geschwollene Beine. Darum können die Salben auch gut bei diesen Beschwerden angewendet werden.

Ebenfalls wirksam gegen Krampfadern ist der Stoff Heparin. Dieser soll die Blutgerinnung herabsetzen, so dass das Blut leichter durch die Venen fließen kann. Allerdings kann der Stoff nicht besonders gut über die Haut aufgenommen werden und büßt so einiges an Wirkung ein. Dennoch können regelmäßige Beinmassagen mit speziellen Salben die Beschwerden ein wenig lindern.

Beine hochlegen

Bei schweren Beinen und auch bei Krampfadern und Besenreisern kann das Hochlegen der Beine die Beschwerden bereits verringern. Diese Methode ist zwar einfach, aber besonders effektiv. Das Blut kann so leichter zurück zum Herzen fließen und staut sich nicht in den Beinen. Besonders nachts können die Venen mit dieser einfachen Methode erheblich entlastet werden.

Kalt abduschen

Wenn du mit schweren, geschwollenen Beinen und Krampfadern zu kämpfen hast, solltest du Hitze allgemein besser meiden. Deshalb haben Betroffene vor allem im Sommer bei heißen Temperaturen mit geschwollenen Beinen zu kämpfen. Dies liegt daran, dass sich die Venen bei Hitze ausweiten und sich das Blut folglich darin staut. Helfen kann jedoch eine kalte Dusche. Während sich die Venen bei Hitze weiten, ziehen sie sich nämlich bei Kälte zusammen. So kannst du einem Blutstau entgegen wirken. Führst du zudem regelmäßig Wechselduschen durch, bei denen du zwischen heißen und kalten Temperaturen wechselst, kann das die Blutzirkulation fördern und einer Schwellung sogar vorbeugen.

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