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Leberwerte senken: 5 Tipps & 9 Hausmittel bei erhöhten Leberwerten

Im Zuge der fett- und zuckerreichen westlichen Ernährungsweise leiden immer mehr Menschen an erhöhten Leberwerten. Wie sich diese äußern und wie du deine Leberwerte senken kannst, erklären wir im Folgenden.

Immer mehr Menschen leiden heutzutage an erhöhten Leberwerten. Dauerhaft können diese die Gesundheit stark belasten. Erhöhte Leberwerte können als Begleiterscheinung einer Lebererkrankung oder anderer Krankheiten auftreten. Meist werden sie bei einer allgemeinen Gesundheitsvorsorgeuntersuchung festgestellt. Circa 20 Prozent aller Patienten haben erhöhte Werte.

Funktionen der Leber

Funktionen der Leber

Die Leber übernimmt im Körper vielfältige und wichtige Funktionen. So ist sie beispielsweise ein wichtiges Stoffwechselorgan, das Stoffe aus der Blutbahn verwertet, indem sie diese speichert, umwandelt oder abbaut. Das Organ kann sowohl Zucker und Fett als auch Aminosäuren, Mineralstoffe und Vitamine speichern, wenn der Körper diese gerade nicht benötigt. Mangelt es dem Körper an diesen Stoffen, kann die Leber diese gezielt freigeben.

Schädliche Stoffe wie Alkohol oder Pestizide werden von der Leber solange umgewandelt, bis sie unschädlich sind und vom Körper abgebaut werden können. Darum gilt die Leber auch als Entgiftungsorgan, das den Körper reinigt. Neben Schadstoffen filtert die Leber außerdem Hormone, defekte Zellen und Bakterien aus dem Blut.

Mit der Produktion der Gallenflüssigkeit übernimmt die Leber auch eine wichtige Aufgabe bei der Fettverdauung. Dazu bildet die Leber körpereigenes Cholesterin, aus dem schließlich die Gallensäuren  entstehen. Kann die Leber aufgrund von Zellschädigungen ihren Aufgaben nicht mehr ausreichend nachgehen, hat dies Auswirkungen auf den ganzen Körper. Lasse darum regelmäßig deine Leberwerte kontrollieren.

Relevante Leberwerte

Diese Leberwerte solltest du testen lassen

Die Leberwerte werden meist bei einer Vorsorgeuntersuchung bestimmt. Bestehen Schädigungen der Leberzellen, zeigt sich dies in auffälligen Blutwerten. Es gibt verschiedene Werte, die etwas über die Lebergesundheit aussagen können. Besonders drei Werte sind dabei aussagekräftig: GOT (AST), GPT (ALT) und Gamma-GT. Allein mit der Bestimmung dieser drei Werte lassen sich die meisten Lebererkrankungen feststellen. Sind die Werte erhöht, müssen weitere Untersuchungen vorgenommen werden. Allerdings gibt die Höhe der einzelnen Werte noch nicht an, wie stark die Leberschädigung bereits fortgeschritten ist. Aufschluss darüber bekommst du erst, wenn weitere Untersuchungen durchgeführt wurden.

Für jeden Wert gibt es verschiedene Normwerte. Solange du diese nicht überschreitest, ist eine Leberschädigung unwahrscheinlich.

GOT: < 50 (Männer), < 35 (Frauen)
GPT: < 50 (Männer), < 35 (Frauen)
Gamma-GT: < 60 (Männer), < 40 (Frauen)

Als weiterer Referenzwert im Bezug auf deine Leberwerte können auch die Alkalischen Phosphatase (AP) bestimmt werden. Eine Erhöhung dieses Wertes kann auf Leber-, Gallen- und Knochenerkrankungen hinweisen. Die Werte der Alkalischen Phosphatase liegen bei Männern zwischen 40 und 130 und bei Frauen zwischen 35 und 105 im Normbereich.

Neben diesen Werten kann auch der Quick-Wert aussagekräftig im Bezug auf die Leber sein. Dieser bezeichnet den Gerinnungswert, der auch Auskunft über die Zellleistung der Leber gibt. Der Gallenfarbstoff Bilirubin kann ebenfalls eine gewisse Aussagekraft über die Leberfunktion haben. Um eine Lebererkrankung zu diagnostizieren, kann auch dieser Wert ausschlaggebend sein.

Bei einem Verdacht auf eine Lebererkrankung müssen nicht alle genannten Werte aus dem Rahmen fallen. Schon wenn nur wenige Werte auffällig sind, sollten weitere Tests durchgeführt werden. Doch nur selten sind fortgeschrittene Lebererkrankungen wie eine Leberzirrhose der Grund für die erhöhten Leberwerte. Oftmals resultieren die Werte aus einem ungesunden Lebensstil und du kannst deine erhöhten Werte mit einer gesünderen Lebensweise senken.

Gründe für erhöhte Leberwerte

Ein ungesunder Lebensstil verursacht schlechte Leberwerte

Schlechte Leberwerte resultieren meist aus einem ungesunden Lebensstil. Eine unausgewogene Ernährungsweise und ein hoher Alkoholkonsum können die Leber auf Dauer belasten. Denn Schadstoffe werden hauptsächlich über die Leber abgebaut. Sie filtert Medikamente, Alkohol und Pestizide aus dem Blut ebenso wie beschädigte Zellen und Bakterien. Darum gilt die Leber auch als Entgiftungsorgan.

Je nachdem, mit wie vielen schädlichen Stoffen die Leber in Berührung kommt, kann sie dies unterschiedlich stark belasten. Schwerwiegende Lebererkrankungen können die Folge sein. Zwar können deine Leberwerte auch kurzzeitig erhöht sein, beispielsweise wenn du am Abend vor der Blutabnahme viel Alkohol getrunken hast. Folgst du jedoch dauerhaft einem ungesunden Lebensstil, sind deine Werte auch langfristig erhöht.

Deine Werte können dann nur mit viel Geduld und Disziplin wieder sinken. Manchmal sind die Schäden so schlimm, dass bereits eine Leberzirrhose vorliegt. Dann ist das Gewebe bereits vernarbt und nicht mehr voll funktionstüchtig. Eine Fettleber kann ebenfalls aus einem schlechten Lebensstil entstehen, beispielsweise bei einer ungesunden Ernährung und Alkoholmissbrauch. Dabei lagern die Leberzellen vermehrt Fett ein, so dass deine Leber mit der Zeit verfettet. Da anfangs keine Symptome auftreten, kann eine Fettleber lange unerkannt bleiben. In diesem Fall kann aus der Fettleber eine gefährliche Leberzirrhose entstehen oder eine entzündliche Hepatits.

Erhöhte Leberwerte durch Stress?

Stress hat viele negative Auswirkungen auf deinen Körper, auch auf die Leber. So führt das Stresshormon Cortisol dazu, dass körpereigene Fettreserven eingeschmolzen werden. Gleichzeitig hemmt das Hormon die Verstoffwechselung dieses Fettes in der Leber. Das Fett lagert sich also in den Leberzellen ein. Auf Dauer kann daraus eine Fettleber entstehen. Wie du deinen Cortisol-Spiegel senken kannst, erfährst du hier.

Leberwerte senken: So geht’s

Wie du deine Leberwerte senken kannst

Wenn du erhöhte Leberwerte hast, kannst du diese mit einigen Maßnahmen effektiv senken. Diese solltest du in deinen Alltag integrieren, um langfristig ein Ergebnis zu erhalten. Andernfalls verschlechtern sich deine Leberwerte wieder, sobald du die Maßnahmen absetzt. Denn deine Leberwerte hängen maßgeblich mit deinem Lebensstil zusammen. Mit einem gesunden Lebensstil kriegst du deine Leberwerte in vielen Fällen schon in den Griff. Die genaue Therapie solltest du jedoch unbedingt mit einem Arzt besprechen.

Regelmäßig bewegen

Zu einem gesunden Lebensstil gehört ausreichend Bewegung einfach dazu. Diese hilft dir nicht nur dabei, überschüssige Pfunde loszuwerden, sondern kurbelt auch den Stoffwechsel an. Und das kommt gerade der Leber als Stoffwechselorgan zugute. Bewegung hilft dabei, Leberfett abzubauen und kann so einer gefährlichen Fettleber entgegen wirken. Übergewicht kann ebenfalls ein Risikofaktor für die Leber sein. Hast du ein paar Pfunde zu viel auf den Rippen, solltest du dein Körperfettanteil um einige Prozent reduzieren. Denn allein Körperfett stellt schon eine Gefahr für die Leber dar. Tipps zum gesunden Abnehmen gibt es hier.

Alkoholkonsum reduzieren

Reduziere deinen Alkoholkonsum

Wenn du schlechte Leberwerte hast, solltest du deinen Alkoholkonsum dringend einschränken. Denn Alkohol belastet deine Leber stark. Schon mehr als 20 Gramm Alkohol am Tag können deine Leber nachhaltig schädigen. Das entspricht etwa einem halben Liter Bier. Der Alkoholabbau findet nämlich in der Leber statt. Dort wird er mithilfe verschiedener Enzyme umgewandelt, unter anderem in das Azetyl-Koenzym A, das beispielsweise am Fettsäurezyklus beteiligt ist. Dieser erfährt daraufhin eine Steigerung. Eine Fettleber kann die Folge sein. Um diesem Phänomen entgegen zu wirken, solltest du bestenfalls gänzlich auf Alkohol verzichten. Jeder Tag ohne Alkohol entlastet deine Leber und hilft ihr bei der Regeneration.

Medikamentenkonsum überdenken

Heutzutage kommt jeder ganz einfach an Schmerzmittel und andere Medikamente. Das ist praktisch, denn so musst du nicht mit jedem Leiden zum Arzt gehen, sondern kannst leichte Beschwerden wie Kopfschmerzen einfach selbst behandeln. Allerdings kann dies auch dazu führen, dass du Medikamente einnimmst, wenn du deine Symptome beispielsweise noch mit unbedenklicheren Hausmitteln in den Griff bekommen könntest.

Jedes Medikament muss in der Leber verstoffwechselt werden. Es gelangt oft schon in das Organ, bevor es überhaupt seine Wirkung entfalten kann. Die Nebenwirkungen treffen die Leber also zuerst. Obwohl die Leber ein großes und sehr robustes Organ ist, kann eine übermäßige Medikamenteneinnahme das Organ stark belasten. Wenn möglich solltest du also nicht direkt zu Medikamenten greifen, sondern versuchen, deine Beschwerden anders in den Griff zu bekommen. Bei Kopfschmerzen hilft es oft schon, dich nur einige Minuten hinzulegen. Welche Hausmittel bei Kopfschmerzen helfen, erfährst du hier.

Wenn du unter ernsthaften Erkrankungen leidest und deine Medikamente von deinem Arzt verordnet wurden, solltest du sie jedoch keinesfalls absetzen und immer mit deinem Arzt Rücksprache halten.

Viel trinken

Trinke viel Wasser

Um deine Leber zu unterstützen, solltest du jeden Tag ausreichend Flüssigkeit zu dir nehmen – und zwar in Form von Wasser. Zuckerhaltige Getränke belasten deine Leber zusätzlich. Versuche mindestens 1,5 Liter Wasser am Tag zu trinken. Alternativ kannst du auch zu ungesüßten Kräutertees greifen. Kaffee unterstützt deine Leber ebenfalls. Trinkst du zwei bis drei Tassen Kaffee am Tag, ist es unwahrscheinlicher, erhöhte Leberwerte zu haben. Allerdings solltest du es auch nicht übertreiben. Zu viel Kaffee ist wiederum schädlich für deinen Körper. Mehr über das richtige Trinkverhalten findest du hier.

Gesund ernähren

Die Ernährung spielt für deine Leber eine entscheidende Rolle. Denn ungesunde Fette und Zusatzstoffe werden über die Leber abgebaut. Besonders Fast Food und Fertigprodukte können deine Leber belasten. Diese Lebensmittel enthalten viel Zucker, Fett, Salz und Zusatzstoffe. Besser für deine Leber und deinen gesamten Körper ist jedoch eine ballaststoffreiche Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten. Diese liefern dir ausreichend Vitamine und Mineralstoffe sowie Energie, ohne deine Leber zusätzlich zu belasten.

Bist du übergewichtig, solltest du zugunsten deiner Leber über eine Gewichtsreduktion nachdenken. Schon ein Gewichtsverlust von fünf bis zehn Prozent, kann sich sehr positiv auf deine Gesundheit auswirken. Du minimierst nicht nur dein Risiko für Leberschädigungen, beispielsweise eine Fettleber, sondern kannst so auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen.

Leberwerte verbessern mit diesen Hausmittel

Hausmittel bei erhöhten Leberwerten: Kaffee

Hast du erhöhte Leberwerte, solltest du das weitere Vorgehen unbedingt mit deinem Arzt besprechen. Er kann dich beraten, welche Maßnahmen zum Senken deiner Leberwerte sinnvoll sind und ob eine Medikamenteneinnahme ratsam ist. Die verordnete Therapie kannst du mit ein paar Hausmitteln optimal unterstützen. Diese können deine Leberwerte auf natürliche Weise senken.

Kaffee

Kaffee hilft nicht nur beim Wachmachen, sondern auch dabei, deine Leberwerte im Normbereich zu halten. Das konnte eine Studie bestätigen, bei der gerade die Teilnehmer bessere Leberwerte aufwiesen, die täglich zwei bis drei Tassen Kaffee konsumierten. Dabei war es egal, ob es sich um koffeinhaltigen Kaffee handelte oder nicht. Zu viel Kaffee kann deine Leber allerdings belasten.

Bittergemüse

Bittergemüse wie Rosenkohl oder Endiviensalat können die Leber entlasten und sie indirekt beim Fettabbau unterstützen. Die enthaltenen Bitterstoffe regen die Produktion des Gallensaftes an, der für die Fettverdauung benötigt wird. Fette können so schneller verstoffwechselt werden und belasten die Leber weniger. Neben Rosenkohl und Endiviensalat zählen auch Artischocken, Brokkoli, Chicorée, Ingwer, Radicchio und Rucola zu den Bittergemüsen. Versuche diese Lebensmittel in deinen Speiseplan einzubauen, um deine Leber zu entlasten.

Dunkle Schokolade

Dunkle Schokolade bei erhöhten Leberwerten

Schokolade muss nicht immer ungesund sein. Dunkle Schokolade hat zahlreiche Vorzüge für deinen Körper und wirkt stark antioxidativ. Allerdings sollest du für die gesundheitsfördernden Wirkungen ausschließlich zu Schokolade greifen, die einen hohen Kakaoanteil hat. Vollmilchschokolade hat dagegen keine gesunden Wirkungen, dafür aber viel Zucker. Dennoch solltest du auch von dunkler Schokolade nicht zu viel verzehren. Rechne circa mit einem halben Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. Nimmst du diese Menge an dunkler Schokolade zu dir, kann das den Gefäßdruck in deinem Bauchraum reduzieren. Auf diese Weise kannst du die Leber entlasten.

Artischocke

Die Artischocke zählt zu den Bittergemüsen und kann aufgrund ihrer Bitterstoffe und deren Auswirkung auf die Gallenproduktion schon einiges für die Leber tun. Allerdings verfügt die Artischocke noch über weitere Inhaltsstoffe, die für die Leber von Vorteil sind. Artischocken enthalten Cynarin und Cynaridin. Diese Stoffe sollen positiv auf geschädigte Leberzellen wirken und können diese sogar reparieren. Darum solltest du bei erhöhten Leberwerten unbedingt regelmäßig Artischocken essen.

Mariendistel

Leberwerte senken mit Mariendistel

Die Mariendistel ist eine vielseitige Heilpflanze, die bei verschiedenen Leiden helfen kann. Allerdings ist sie besonders bei Leberleiden empfehlenswert. Denn die Mariendistel enthält Silymarin, das die Leber nachweislich unterstützen kann. Silymarin schützt Leberzellen vor möglichen Schädigungen, indem es auf die Zellmembran und Leberenzyme einwirkt. Das sorgt für eine schnellere Regeneration und stärkere Abwehrkräfte gegen Schadstoffe. Einige Studien konnten bereits zeigen, dass die Mariendistel das Fortschreiten einiger Lebererkrankungen verhindern kann. Bei einer Lebererkrankung kann die Einnahme von Mariendistel die Therapie begleiten. Halte dazu mit deinem Arzt Rücksprache.

Frische Säfte

Auch frisch gepresste Säfte können deine Leber optimal unterstützen. Hilfreich ist vor allem Zitronensaft. Er enthält viel Vitamin C, das als Antioxidans im Körper wirkt. Darüber hinaus regt Zitronensaft die Gallentätigkeit an und hilft der Leber damit bei der Fettverdauung. Auch Trauben- und Karottensaft sollen der Leber guttun und den Leberzellen bei der Regeneration behilflich sein.

Salbei

Viele empfinden den bitteren Geschmack des Salbeis als gewöhnungsbedürftig. Dabei sorgen gerade seine Bitterstoffe für die gesunden Wirkungen der Heilpflanze. Diese unterstützen die Leber bei der Fettverdauung und wirken so der Bildung einer Fettleber entgegen.

Brennnesseln

Brennnesseln helfen ebenfalls bei schlechten Leberwerten

Das Brennen der Haut bei Berührung der Blätter ist wohl die bekannteste Wirkung der Brennnessel. Dabei hat die Heilpflanze auch viele gesundheitsfördernde Wirkungen, unter anderem zum Senken der Leberwerte. Ein Tee aus der Brennnessel wird beispielsweise in der Traditionellen Chinesischen Medizin bei erhöhten Leberwerten eingesetzt. Dazu solltest du diesen jedoch regelmäßig konsumieren.

Rapsöl

Eine Studie aus dem Jahr 2014 ergab, dass auch Rapsöl ein geeignetes Mittel zum Senken der Leberwerte sein kann. Teilnehmer, die täglich 50 Gramm Rapsöl zu sich nahmen, konnten dabei ihre Leberwerte schneller senken als diejenigen, die stattdessen Olivenöl verwendeten. Es lohnt sich also, zum Kochen auf Rapsöl umzusteigen.

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