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CBD-Öl: Wissenswertes, 10 Wirkungen & Nebenwirkungen

CBD-Öl wirkt schmerzlindernd und beruhigend – trotzdem ist die Nutzung des Öls noch immer umstritten und mit Vorurteilen belastet. Wir erklären dir, wofür du CBD-Öl einsetzen kannst, wie es wirkt und was du beim Kauf beachten musst.


Wissenswertes über CBD-Öl

CBD-Öl aus den Blättern der Hanfpflanze

Genau wie Hanföl wird CBD-Öl, oder Cannabidiol-Öl, aus der Hanfpflanze gewonnen. Heute ist der Anbau der Cannabis sativa nur teilweise legal. Und das, obwohl Hanfpflanzen schon seit Jahrtausenden als Nutzpflanzen gezüchtet und als Heilpflanze angewendet werden. Ihre Nutzungsmöglichkeiten sind dabei unglaublich vielfältig, sie werden zu Kleidung, Papier und Ölen weiterverarbeitet.

Obwohl Hanföl und CBD-Öl aus der gleichen Pflanze gewonnen werden, unterscheiden sich ihre Inhaltsstoffe und dementsprechend ihre Wirkungen zum Teil grundlegend. Während Hanföl aus den Samen der Hanfpflanze gewonnen wird, entsteht CBD-Öl durch die Extraktion der Blätter.

Da CBD-Öl keine berauschenden oder psychoaktiven Wirkungen auslöst, kannst du das Öl legal in Deutschland kaufen. Nur das in der Hanfpflanze enthaltene THC, ein Cannabinoid wie das CBD, kann "high" machen, weshalb es nicht im CBD-Öl vorkommt. Zwar ist THC auch in Cannabidiol-Öl enthalten, bei einer Höchstgrenze von 0,2 Prozent wirst du aber selbst bei einer Überdosierung kein Gefühl der Berauschung spüren. Deshalb brauchst du dir auch keine Sorgen zu machen, dass CBD-Öl süchtig machen könnte.

Inhaltsstoffe von CBD-Öl

Die wichtigsten Inhaltsstoffe von CBD-Öl

Ganze 480 Wirkstoffe stecken in dem Öl der Hanfblätter, zu viele, um sie alle einzeln aufzuführen. Sie alle tragen zu den vielfältigen Wirkungen des Öls bei, denn darunter befinden sich auch zahlreiche Nährstoffe, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Das sind die wichtigsten Inhaltsstoffe im CBD-Öl:

Die vermutlich prägnantesten und wichtigsten Wirkstoffe sind die Cannabinoide. Sie sorgen auch für die schmerzlindernden und entzündungshemmenden Wirkungen. Außerdem sollen sie die Zellerneuerung ankurbeln und können Beschwerden wie Migräne, Krämpfe und chronische Schmerzen lindern.

Aber auch das perfekte Verhältnis von 1:3 an Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren macht das Öl so wertvoll für die Gesundheit. Beide sind enorm wichtig für uns, doch nur wenn sie im richtigen Verhältnis zueinander stehen. So spielen sie eine wichtige Rolle bei der Zellerneuerung und sorgen für einen gesunden Blutdruck.

Dazu befindet sich im Cannabidiol-Öl die wichtige Gamma-Linolensäure. Sie wirkt entzündungshemmend und kommt besonders Menschen mit Neurodermitis und Schuppenflechte zugute.

Zudem stecken viele essenzielle Vitamine in dem Öl. Die Vitamine B1 und B2 tragen zu einem normalen Energiestoffwechsel bei, sorgen für starke Nerven und sind wichtig für die Entgiftung des Körpers. Das Vitamin E im CBD-Öl ist ein wahres Anti-Aging-Mittel, welches als wichtiges Antioxidans die Zellen vor negativen Umwelteinflüssen schützt.

Daneben befinden sich noch zahlreiche Mineralstoffe im CBD Öl, wie etwa Eisen, Kalium, Kalzium, Kupfer, Mangan, Magnesium, Natrium, Zink und Phosphor. Aber auch Chlorophyll steckt im Cannabidiol-Öl, welches ebenfalls vor freien Radikalen im Körper schützt.

Wirkungen von CBD-Öl

Noch heute gibt es viele Vorurteile gegenüber CBD, dabei können immer mehr Studien die wertvollen Wirkungsweisen des Öls bestätigen. Doch noch gibt es nicht genügend Langzeitstudien, die die Effekte ganz sicher belegen können. Mit Sicherheit können wir in den nächsten Jahren auf mehr Studien und wissenschaftliche Erkenntnisse hoffen.

Sicher ist, dass CBD die Wirkung von dem berauschend wirkenden THC hemmen kann, denn es blockiert den THC-Rezeptor CB1. So wirkt es den THC-typischen Nebenwirkungen, wie etwa die psychoaktive Wirkung und der Steigerung der Herzfrequenz, entgegen.

CBD gegen Schmerzen

Generell wirkt CBD schmerzlindernd. Besonders chronische Schmerzen kann das Öl langfristig mindern und wirkt dabei schonender als Opioide, welche eine Fülle an Nebenwirkungen aufweisen. Anhand von Tierversuchen haben Wissenschaftler festgestellt, dass einerseits ihre Schmerzen gelindert werden konnten und andererseits ihre Schmerzempfindlichkeit deutlich abnahm. In Israel wurden ähnliche Studien durchgeführt, die ebenfalls eine deutliche Besserung des Allgemeinwohls verzeichneten.

Für einen besseren Schlaf

CBD für einen besseren Schlaf

Wer wenig oder unruhig schläft, leidet langfristig an anderen Beschwerden, die mit einem Schlafmangel einhergehen. Oft kommt es zu Antriebslosigkeit im Alltag, oxidativem Stress und damit Zellschäden und einer geminderten Leistungsfähigkeit. CBD wirkt hier als natürliches Mittel gegen diese Schlaflosigkeit. Dabei ist CBD-Öl auch deutlich ungefährlicher als chemische Schlaftabletten. Häufig kommt es bei der Einnahme von Schlaftabletten zu Unruhen und Müdigkeit am nächsten Tag, was bei CBD nicht der Fall ist.

Zur Entwöhnung vom Rauchen

Eine weitere Studie mit CBD-Öl kam zu dem Ergebnis, dass das Öl Raucher bei ihrem Entzug unterstützen kann. Einem Teil der getesteten Probanden wurde ein Placebo verabreicht, während der andere Teil CBD-Öl erhielt, sobald sie Lust auf eine Zigarette bekamen. Während die Placebo-Gruppe keine Veränderungen spürte, nahm der Anteil der gerauchten Zigaretten bei der CBD-Testgruppe ab. Insgesamt rauchten sie um die 40 Prozent weniger.

Zum Abnehmen

Es gibt viele Gründe, die Kilos endlich purzeln zu lassen und an Körpergewicht zu verlieren. Doch häufig ist ein gesundes Abnehmen alles andere als einfach. CBD wirkt hier auf vielfältige Weise diesem Problem entgegen. Ähnlich wie Rauchen oder Alkoholabhängigkeit, kann Fettleibigkeit eine Suchterkrankung sein. Und dass CBD Suchterscheinungen hemmen kann, ist nichts Neues. Außerdem zügelt der Wirkstoff bekanntlich den Appetit und regt den Stoffwechsel sanft an.

Gegen Unreinheiten und Akne

CBD gegen Akne und Unreinheiten

CBD wirkt nicht nur beruhigend auf das Innere, sondern kann auch bei Problemhaut Linderung verschaffen. Das liegt einerseits an seinen entzündungshemmenden und antibakteriellen Wirkungen. CBD reduziert aber auch den Fettgehalt der Haut, der bei Menschen mit Problemhaut häufig die Talgdrüsen verstopft und so Akne und Pickel verursacht.

Weniger Stress und mehr Entspannung

Tatsächlich ist CBD-Öl vorrangig für seine beruhigende und stressreduzierende Wirkung bekannt. Besonders chronischen Stress kann CBD langfristig mindern, indem es regulierend auf die Ausschüttung der Hormone wirkt. So kannst du das Öl zum Beispiel bei einer Überbelastung oder Beklemmungen anwenden.

Lindert Multiple Sklerose

Leider gibt es in diesem Bereich noch keine Langzeitstudien, die die Wirkung vollends belegen könnten. Dennoch wurden bereits vielversprechende Studien an Mäusen durchgeführt, die darauf hoffen lassen, dass CBD-Öl bei Multipler Sklerose helfen kann.

In einem zehntägigen Zeitraum verabreichten Wissenschaftler Mäusen einige Tropfen von einem CBD-Öl. Bereits nach wenigen Tagen konnten sie eine Besserung des Allgemeinzustandes und der Bewegungsfähigkeit feststellen. Ein weiteres Experiment aus dem Jahr 2013 stellte fest, dass das CBD-Öl bei regelmäßiger Einnahme Schmerzen, Erschöpfungszustände und Inkontinenz mindern, sowie Depressionen und Verstimmungen lösen konnte. Da dies typische Symptome einer Multiplen Sklerose sind, liegt die Tatsache nahe, dass CBD den Krankheitsverlauf bessern könnte.

Gegen Allergien und Asthma

Ein fehlgesteuertes Immunsystem kann der Grund dafür sein, wieso Menschen an Allergien oder Asthma leiden. CBD wirkt sowohl entzündungshemmend als auch stärkend auf das Immunsystem. So können bereits wenige Tropfen des Öls Allergieschübe zumindest eindämmen.

Gegen Alzheimer und Demenz

CBD-Öl hilft bei Alzheimer und Demenz

Demenz ist eine der weitverbreitetsten degenerativen Erkrankungen im Alter und zeichnet sich durch einen Rückgang der Gehirnleistung aus. Die bekannteste Form von Demenz ist Alzheimer. Beim Verlauf der Krankheit zerstören schädliche Proteine gesunde Nervenbahnen und sorgen so für ein allmähliches Absterben des Gehirns. Pflanzliche Cannabinoide wie etwa CBD können genau wie im Körper natürlich vorkommende Endocannabinoide wirken. Sie aktivieren bestimmte Rezeptoren im Gehirn und können so eine Erkrankung an Demenz hinauszögern.

Zwar gibt es auch hier schon einige vielversprechende Studien. Doch auch in diesem Bereich muss mehr geforscht werden, damit CBD gegen Demenz und Alzheimer eingesetzt werden kann.

Bei Krebs

Auch bei Krebspatienten soll CBD-Öl Wirkung zeigen. Der Einsatz von CBD ist hier allerdings umstritten – zwar können Studien tatsächlich eine gesundheitsfördernde Wirkung nachweisen, doch es gibt auch Probleme beim Einsatz mit dem Öl. Vor allem deshalb, da CBD als natürlicher Appetitzügler fungiert, besonders Krebspatienten aber auf eine erhöhte Kalorienzufuhr angewiesen sind.

Es gibt allerdings einige Studien, die einen positiven Effekt von CBD auf die Entwicklung von Gehirntumoren nachweisen. Krebszellen waren durch eine regelmäßige Einnahme von CBD weniger lebensfähig, was ihr Wachstum hemmte. Auch bei anderen, sehr aggressiven Krebserkrankungen wie etwa Lungen- oder Brustkrebs konnte dieser Effekt nachgewiesen werden. Weitere vielversprechende Studien zeigten ebenfalls Linderung und eine Wachstumshemmung bei Bauchspeicheldrüsenkrebs, Blutkrebs, Leberkrebs und Prostatakrebs.

CBD für Hunde

CBD-Öl für Hunde

CBD hat also einen positiven Effekt auf unsere Gesundheit, doch auch unsere Haustiere können von CBD profitieren. Durch die Natürlichkeit von CBD ist eine Anwendung bei Hunden, Katzen oder Pferden unbedenklich. Das Öl kann auch bei Tieren – genau wie beim Mensch – Entzündungen hemmen und das Wohlbefinden steigern. Das liegt daran, dass Tiere ähnliche Rezeptoren wie wir besitzen und deshalb auf den Wirkstoff reagieren.

Du musst aber unbedingt beachten, dass nur ein sehr geringer Anteil an THC in dem Öl stecken darf, am besten sogar gar keins. In keinem Fall darf THC die Höchstgrenze von 0,2 Prozent überschreiten. Wenn du es dementsprechend richtig bei deinen Haustieren anwendest, kann das Öl ihren Stress mindern, die Beweglichkeit fördern und sorgt für ein ausgeglichenes und ruhiges Verhalten.

Nebenwirkungen von CBD-Öl

Das Beste an CBD ist, dass es ein vollkommen natürliches Produkt des Nutzhanfs ist. Die Nebenwirkungen sind wirklich nur sehr gering und betreffen auch nicht jeden. Selbst eine sehr hohe Dosierung hat keine langanhaltenden negativen Begleiterscheinungen. Dennoch solltest du einige Dinge wissen und beachten.

Sehr selten treten bei der Anwendung mit CBD-Öl Begleiterscheinungen wie starke Schläfrigkeit und Appetitlosigkeit ein. Allerdings kann hier nicht immer die Rede von Nebenwirkungen sein, denn manche Konsumenten setzen das Öl gezielt zu einer solchen Behandlung ein.

Ebenfalls selten kann es aber auch zu Benommenheit, Durchfall oder einem trockenen Mund kommen. Grund dafür ist ein durch CBD verursachter Blutdruckabfall. Du kannst dem aber entgegenwirken, indem du auf eine ausreichende und regelmäßige Wasserzufuhr achtest.

Nur Schwangere, Kleinkinder und stillende Frauen sollten CBD-Öl in jedem Fall vermeiden. CBD kann sich negativ auf Enzyme auswirken, die zu einer gesunden Funktion der Plazenta beitragen.

Außerdem kann CBD-Öl mit bestimmten Medikamenten, wie etwa Antidepressiva, interagieren. Je nach Medikament kann es die Wirkung entweder verstärken oder abschwächen. Das liegt daran, dass CBD einen ähnlichen Wirkungsmechanismus besitzt und ähnlich in der Leber abgebaut wird wie diese Arzneimittel.

CBD-Öl kaufen

Wie bereits erwähnt ist der Erwerb von CBD-Öl völlig legal in Deutschland. Solange das Öl einen THC-Gehalt von 0,2 Prozent nicht überschreitet, kannst du es im Fachhandel, Online oder in manchen Apotheken kaufen. Anders sieht das in einigen anderen Ländern aus – Thailand zum Beispiel verbietet CBD-Öl mit THC, ganz gleich wie wenig davon im Öl enthalten ist. Möchtest du dein Öl also mit ins Ausland nehmen, solltest du dir nur Fläschchen mit dem Aufdruck "kein THC" anlegen.

Leider herrschen noch viele Vorurteile gegenüber CBD-Öl, denn es wird häufig mit dem Konsum von Marihuana gleichgesetzt. Deshalb sind viele Apotheken und Geschäfte vorsichtig mit dem Verkauf. Gutes CBD-Öl kannst du aber auch im Fachhandel oder Online kaufen.

Achte darauf, dass du das Öl möglichst in Bio-Qualität kaufst und es schonend zubereitet wurde. Ansonsten könnten wichtige Nähr- und Wirkstoffe bei der Produktion verloren gegangen sein. Die Dosierung des CBDs kann bei den verschiedenen Produkten sehr unterschiedlich sein. Meistens schwankt der Wert zwischen zwei und zehn Prozent. Für Anfänger ist eine geringere Dosis meistens ausreichend.

CBD-Öl richtig anwenden

So wendest du CBD-Öl richtig an

Zunächst einmal: Du kannst mit CBD-Öl nicht viel falsch machen und die beschriebenen Nebenwirkungen treten tatsächlich nur selten auf. Gerade am Anfang solltest du aber erst testen, wie gut du das Öl verträgst. Mit einem fünfprozentigen CBD-Öl kannst du zum Einstieg nichts falsch machen.

Probiere es am Anfang mit etwa zwei bis drei Tropfen täglich und das für ungefähr eine Woche. Wenn du danach noch keine wirklichen Besserungen spürst und gut auf das Öl reagierst, kannst du die Dosis erhöhen. Das Ganze führst du solange weiter, bis du eine passende Dosierung gefunden hast.

Besonders gut funktioniert diese Methode, wenn du parallel dazu ein Tagebuch führst. Hier schreibst du die Anzahl der Tropfen auf und notierst dir dazu, wie du dich nach der Anwendung fühlst, was sich gebessert und was sich vielleicht verschlechtert hat.

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